Bechstein Keller Orgel Johanniterkirche Ober-Mossau Odenwald
ev. Pfarrkirche (1253)
Orgelbauer:
Darmstädter Hoforgelbauer Georg Heinrich Keller / Heinrich Bechstein (Groß-Umstadt)
Baujahr:
1866 / 1999
Datum des Erstbesuchs:
Mai 2026
Disposition und Spielhilfen
Süffige historisch romantische Georg Heinrich Keller / Bechstein Orgel ev. Johanniterkirche Ober-Mossau Odenwald, Hessen, marmorierte Elfenbeintasten, 1 M, 7 klingende R
Das Instrument ist linksseitenspielig. Der Erbauer war der Darmstädter Hoforgelbauer Georg Heinrich Keller.
Sein Handwerk lernte Keller bei dem berühmten Orgelbauer Walcker in Ludwigsburg.
Aus dieser Verbindung resultiert im Übrigen die Walcker-Orgel in der ev. Kirche Fränkisch-Crumbach.
Den Auftrag zum Bau einer Orgel hatte nämlich ursprünglich Keller erhalten. Nachdem dieser
jedoch aus familiären Gründen den Vertrag wieder stornieren musste, sprang sein Lehrmeister
für ihn in die Bresche. Deshalb steht heute in Fränkisch-Crumbach eine Walcker-Orgel – ebenfalls
von 1866 – und keine Keller-Orgel, wie in Ober-Mossau.
Auch diese grüne Orgel besitzt Elfenbeintasten, ist aber nicht mehr ganz vollständig erhalten. Wer noch an der Orgel arbeitete, ist unbekannt. Über den Tasten sind die Registerzüge mit breiten Registergesichtern angebracht.
Es ist meine erste Keller Orgel.
Die Kirche ist eine einschiffige gotische Chorturmkirche mit Malerei aus dem 15. Jahrhundert; das Langhaus wurde 1501 erweitert. Die Grabplatte ist frühgotisch.
Der Turmhelm wurde erhöht und die Kirche erhielt ihre heutige flache Decke.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.



P Subbaß 16 Fuß
Mixtur 3fach
Flaut Allemande 4 Fuß
Hohlflaut 8 Fuß
Salicional 8 Fuß
Principal 8 Fuß
Octav 4 Fuß


Klang und Akustik

Samtig trockene Akustik
Persönliche Note

Es ist sehr schön, die gut sanierten oder rekonstruierten Orgeln in Süd- und Nordhessen zu spielen in den malerischen Orten hier u.a. im Odenwald oder an der Grenze zu Bayern, im Lichtenberger Land.
Die Orgel in der ev. Johanniter-Kirche Ober-Mossau stammt nicht von Heinrich Bechstein (Groß-Umstadt).
Ihr Erbauer war im Jahre 1866 der Darmstädter Hoforgelbauer Georg Heinrich Keller.
Sein Handwerk lernte Keller bei dem berühmten Orgelbauer Walcker in Ludwigsburg.
Aus dieser Verbindung resultiert im Übrigen die Walcker-Orgel in der ev. Kirche Fränkisch-Crumbach.
Den Auftrag zum Bau einer Orgel hatte nämlich ursprünglich Keller erhalten. Nachdem dieser
jedoch aus familiären Gründen den Vertrag wieder stornieren musste, sprang sein Lehrmeister
für ihn in die Bresche. Deshalb steht heute in Fränkisch-Crumbach eine Walcker-Orgel – ebenfalls
von 1866 – und keine Keller-Orgel, wie in Ober-Mossau.
Vielen Dank, das ist spannend. Wissen Sie noch mehr über die Orgel? Wer sie zuletzt saniert hat? Wurde sie umgebaut?
Weitere Details zur Orgel (ob sie im Originalzustand erhalten ist, ob sie saniert wurde und welche Firma sie aktuell wartet)
sind mir bislang leider nicht bekannt.
Schick deine Orgelinformation Page
Super was du alles erlebst. Ich schätze deine Orgelsammlung sehr.