6. Juni 2026: Sie ist nicht die einzige, die fehlt.
Foto: Schlimbach Orgel 1871 ev. Kirche Heubach Odenwald
Gestern waren wir im Hafentheater im Stück Kardinalfehler, eine satirische „Kirchenkomödie“ von 2023. Es ist ein gutes Stück, wenn auch einiges plakativ, politisch und etwas geschmacklos war. Doch das Schlimme ist, dass vieles in der Kirche noch viel schlimmer ist, als es im Stück dargestellt wird (und schon sehr schlimm ist). Berührend ist, dass das Kreuz auf der Bühne durch all die Lügen am Schluss verkrümmt dasteht, als würde das Kreuz brechen müssen. Sich übergeben. Das verkrümmte Kreuz.
Es fällt mir schwer, bei solchen Komödien zu lachen. Ich kann auch nicht so laut und bitter auflachen wie viele aus dem Publikum. Man kann eigentlich nur weinen. Man hält so ein Stück nur mit einem guten Longdrink aus, einem Moscow Mule on ice. Gegen Ende der ersten Hälfte aber war der satirische Overload so heftig, dass ich lachweinte: Ich lachte und weinte gleichzeitig leise vor mich hin, gegen meinen Willen fast. Denn die Schuld der Kirche ist übermäßig, und besonders die Schuld der Männer und Leiter. Die Kirche ist so oft so weit entfernt von Gott und der Liebe wie der sonnenfernste Punkt von der Sonne. Und Gott lässt sich nicht spotten.
Historische romantische kleine Schlimbach Orgel 1871 ev. reformierte Kirche Heubach im Odenwald, Hessen, 1 M, 11 klingende R, Elfenbeintasten, mechanische Kegelladen
Im malerischen Heubach im Odenwaldkreis voll Fachwerkhäuser steht die hübsche Dorfkirche von 1743 mit ihrer weißen Orgel von 1871. Es ist meine 11. Schlimbach-Orgel. Heubach im Odenwald ist ein kleiner, idyllischer Ortsteil der Stadt Groß–Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen.
Der Ort liegt im westlichen Vor-Odenwald und ist auch als Sandstein-Klettergebiet bekannt. Es ist nicht zu verwechseln mit Großheubach am Main, eine eigenständige Marktgemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg in Bayern direkt am Main, am östlichen Rand des Odenwaldes.
Es ist die einzige Schlimbach Orgel, die in einer evangelischen Kirche steht. Denn Schlimbach ist ein katholischer Orgelbauer aus Würzburg.
Die wunderbare weiße kleine Orgel ist in einem guten Zustand. Sie besitzt zwar nur ein Manual wie auch in Fränkisch Crumbach, hat aber genauso singende und weiche, vollmundige Klangfarben. Die Orgel steht auf der Westempore, frau sitzt mit dem Gesicht zum Altar, was schön ist.
Die Akustik ist samtig trocken, sehr angenehm und karamellisiert. Die vielen 8-Füße im Manual singen, es gibt eine wundervoll weiche Gamba und ein romantisches Salicional. Die Orgel erinnert mich an mein Konzert in Aub. Sogar einen weichen 16 Fuß gibt es im Manual, was selten ist bei einer einmaligen Orgel.
Es ist sehr schön, die gut sanierten oder rekonstruierten Orgeln in Süd- und Nordhessen zu spielen in den malerischen Orten hier u.a. im Odenwald oder an der Grenze zu Bayern.
In Heubach gibt es auch eine weitere evangelische Kirche, eine lutherische, diese hat eine wundervolle Bechstein Orgel. Auch diese ist in meiner Orgel Information und die habe ich gespielt.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz: Anbei die schönen Fotos:
Die Dispositionen sind hier zum ersten Mal im Netz:
Anbei meine neue CD bei Naxos:
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Manche nennen mich Mortimer: vordergründig fanatischer Katholik, hintergründig hitziger „Triebtäter“ und kriminell
Die Kirchenmusik ist ein bürgerliches Trauerspiel
Eine „Satire“ hatte das Chambinzky angekündigt mit dem reißerischen Titel „Der Kardinalfehler“.
Oh, da traut sich das Chambinzky etwas, und auch noch gleich passend zum staatlich finanzierten und vom evangelischen Weichspüler F.W. Steinmeier eingeläuteten katholischen Kirchentag.
Aber nein, es war keine Satire. Dabei: Ansatzpunkte hätte es mehr als genug gegeben.
Der Zölibat ist das bei weitem erfolgreichste Eugenik-Projekt der Menschheit.
Selbst in Momenten scheinbaren Versagens besticht er durch die Eleganz seines Entwurfs.
(Mirko Liss 1996 in de.alt.sysadmin.recovery)
Aber was wurde stattdessen geboten ?
Missbrauch, Feigheit. Und da muß noch eine unsaubere Akte mit Mauschelgeschäften geshreddert werden.
Flankierend soll ein angehender Jungpriester daran gehindert werden, sich und seine Kirche mit einer flammenden, zeitgeistanbiedernden Sülzrede zu blamieren.
Business as usual also.
Denn das peinliche Gesülze vom BDKJ, dem Jungvolk der Katholen, will auch keiner hören.
Und ja, das war‘s eigentlich schon mit der „Satire“, ganz zum Schluß gab es unterdessen einen oberpeinlichen ‚Plot Twist‘ mit einem larmoyanten Showdown, der unfreiwillig komisch geriet:
Der „Aktivist“ darf nun doch eine Rede zum Papstbesuch halten, weicht aber vom Konzept ab, outet sich als schwul und bemängelt, daß die Kirche zwar Waffen segne, aber nicht die „Liebe“ zwischen Männern. Wie ergreifend !
Als hätte es diese ganzen widerlichen, kranken, homosexuell induzierten Mißbrauchsfälle an kleinen Jungen nie gegeben.
Dabei sinken die Kreuze, vor denen er steht, in sich zusammen. Vor Scham und Ekel, wie mir scheinen wollte.
Aber was ist der Unterschied zwischen einem Päderasten und einem Schwulen ? Mindestens einmal gemeinsam haben sie eine stark deviante Sexualität. Nicht von ungefähr mahnte ein deutscher Evolutionsbiologe, das Adoptionsrecht für homosexuelle Männerpaare öffne Türen für Kindesmissbrauch. Die demokratische, tolerante „Community“ zeigte den Mann an, der unterdessen vor Gericht obsiegte – natürlich erst in zweiter Instanz.
Dieser Mann, Professor Kutschera, charakterisierte Schwulen-„Ehen“ als „sterile, asexuelle Erotik-Duos ohne Reproduktionspotenzial“ und das Adoptionsgesetz als „staatlich geförderte Pädophilie mit schwerstem Kindesmissbrauch“.
Ein Schwuler als Priester ?
Entsprechend „verqueer“ war die Begründung des Sprengelpfaffen, der mehr Christen aus der Kirche vergrault haben dürfte als nur seine hochtalentierte Kirchenmusikerin.
Es gibt vielleicht zwei Prozent Schwule unter den Katholiken, aber bestimmt fünfzig Prozent Frauen, oder viel mehr. Warum setzt man sich nicht für diese fünfzig Prozent Frauen ein? Das gilt insbesondere für den Diakonie- und Sozialbereich. Dagegen ist der Bereich der Kirchenmusik massiv männlich dominiert. Natürlich gibt es „Gegenbeispiele“ wie Anna Lapwood (lebt in Großbritannien und spielt jetzt Filmmusik), Iveta Apkalna (lebt in Finnland), Barbara Dennerlein (spielt Bebop), Anne Horsch (verbreitet schlechte Laune), aber die Organistenszene ist im wesentlichen ein Männerclub. Ein Club, der alles dafür tut, daß immer nur genehme „Kollegen“ Konzerte in der Stammgemeinde spielen dürfen.
Und das sind bei weitem nicht immer die Besten. Aber Ann-Helena ist richtig gut.
Und weil wir gerade beim Thema „Bischof“ waren: Vor einiger Zeit habe ich mich, hier im Blog, einmal lustig gemacht über so einen „Postenwart“, der ganz stolz ist, daß er so „hübsch“ aussieht, da mußte ich an eine Schlagerparodie denken,
1 – 2 – 3 , da bin ich wieder,
alle kennen meine Lieder,
jeder weiß, daß ich nichts kann,
doch seh’ ich aus wie der nette Mann
von nebenan …
Gratismutig für die „armen verfolgten queeren Minderheiten“ einzutreten ist die eine Sache, aber aus reiner Feigheit mit den Wölfen zu heulen ist die andere. Und so pappt man sich gerne eine „Queers for Palestine“ – Flagge an die Kirchentür, anstatt sich einmal zu TRAUEN, eine „umstrittene“ Organistin einzuladen. Im Sinne von „Vielfalt“. Auch wenn die Kumpels pikiert sind, nicht wahr, Christ? Christian Bischof?
Aber richtig stark sind wir wieder dann, wenn wir ganz großartig den „Helden“ spielen wollen und Ann-Helena anmacht für einen Kommentar, den ich verfaßt habe. Anstatt sich direkt an mich zu wenden. Aber gegen einen Mann vorzugehen ist ja langweilig, stimmts, Christian Bischof? Ich habe noch nie was von Ihnen erhalten. Schreiben Sie mich gerne an.
Das Bühnenbild mit den in sich zusammengesunkenen, devastierten Kreuzen erinnert mich immer an die Schlußszene von „Der Name der Rose“, man sieht die Scheiterhaufen und im Hintergrund das verbrannte aedificium der Abtei.
Rom ist verflucht wegen dem kriminellen Vatikan – wer schweren Missbrauch in vielen Gebieten tut und deckt und dabei in Palästen schläft, ist verflucht.
Die Frauenfeindlichkeit ist schon beschämend in der Kirche. Wo doch ohne sie nichts dort laufen würde.
Ja besonders die katholische Kirche. Ich verstehe nicht wie die kriminelle Priester decken kann, damit die statt Knast ein anderes Bistum bekommen.