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Klavier

31. Dezember 2021

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Mögen Spötter ihrer Schlangenzungen, Zweifler ihres Flattersinns sich freun. (Hölderlin)

Gesegneten Rutsch ins 2022! Shalom 2022!

In den Kirchen leben nicht die Kirchenmäuse, sondern die Schlangen. Unbewaffnete Seelen beißen sie besonders gern.

Doch Gott segne das neue Jahr, 2022, so dass (unbewaffnete) Seelen mit seinem Geist bewaffnet sind und in Frieden leben können. 

Oben: Mühleisen Orgel Hamburg 

The Chosen bringt wunderbar rüber, wie die Bibel entstanden ist, mit klugen und weisen Rückblenden und Querverweisen zurück und vor. Es hilft, die Bibel zu kennen. Der Film macht Lust auf die Bibel. Jesus war auch in Syrien. Syrien ist heiliges Land. Wie hätte er wohl auf mich reagiert, wenn ich in seiner Zeit gelebt hätte? 3 Jahre ihm zu folgen, mit ihm zu reisen – es wäre das Schönste und Wichtigste auf der Welt gewesen. Jonathan Roumie  spielt Jesus, es ist 47 und aus den USA.

Ich lese weiter über Emilie Mayer. Ihre Werke sind noch immer kaum Bestandteil des männlich-dominierten Musikbetriebs. Warum? Woher kommt die Scheu und Furcht vor weiblichem Talent, vor weiblicher Konkurrenz? Warum suchen Männer Privilegien und Vorteile über Frauen? Fühlen sie sich nur dann wohl? Emilie wurde 1883 begraben; erst seit August 2021 (!) wurde ihr Grab als Ehrengrab in Berlin erklärt. Eine weitere Komponistin dieser Zeit: Aline Hundt, Dirigentin! 1872 in Berlin gestorben. 

Ich lese Martin Bubers “Stationen des Glaubens”. Glauben ist Vertrauen. Nicht blindes, sondern sehendes Vertrauen. Nicht passives, sondern kühnes Vertrauen. Er schreibt von Mose im Wunderfeuer. Ich möchte auch gern “Stationen des Glaubens” schreiben. Meine Stationen des Glaubens.  – Ich sammle die schönen Insel-Bücher mit ihren bunten Rücken.

Heute erinnere ich an Stephanie Hummer, 18, von einem Mann ermordet. Sandra Newton, 16, von einem Mann ermordet. Darlene Carlson, 23, von einem Mann ermordet. Ich werde 2022 die unheimliche, große Anzahl ermordeter Mädchen und Frauen (meist Sexualmorde), Femizide, weltweit durch Männer begangen, aufdecken.

Was auch immer das Fernsehen an Krimis bietet – es ist nichts gegen True Crime. Alle Krimihersteller im Fernsehen mit ihren unrealistischen Stories sollten sich mit True Crime beschäftigen.

Die Silvester-Konzerte fallen aus, aber der Gottesdienst um 18 Uhr findet statt. 

Neu: Das letzte spanische Video aus dieser Serie:

Bach Fuga G minor
Winter. Vinterstämning. Öppen Spis – Späth Orgel, Konzertmitschnitt, Dank an Prof. Gerhard Schmidt 


30. Dezember 2021

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Wenn es Sie nicht geben würde, müsste man Sie erfinden. (Armin Langer)

Über mich.

Heute erinnere ich an Priyanka Chopra, indische Schauspielerin, und an Simone Young, Dirigentin aus Australien.

Oben: Basilika Saarbrücken

Heute war ich beim Frisör. 3 1/2 Stunden. So lange war ich noch nie beim Frisör. Ist ein guter Freund von jemand, den ich kenne. Nicht, dass ich eine Frisör-Phobie habe. Aber ich gehe nicht oft. Da hat er mit mir geschimpft, weil ich mich zu wenig um mein schönes, langes Haar kümmere. Er hat mich beraten. Jetzt sieht es wieder schön aus. Spitzen schneiden. Viel weg. Jetzt sind sie grad nur noch mal schulterlang. Gut, dass es schnell wächst. Kur drauf. Von einer schwedischen Marke. REF Stockholm. Duftet. (Hab ich jetzt daheim.) Schön geföhnt. Strähnchen: Erst mein 2. Mal, dass ich mich das getraut habe. Ich hatte sogar wegen den Schals und Teddypullis, die ich liebe, hinten etwas verfilzt gehabt. Also: Nicht waschen vor dem Schlafengehen. Schade. Irgendwie mag ich oft gerade das, was nicht geht. Abends baden und Haare waschen. Geht nicht. Mit nassen Haaren ins Bett. Geht nicht. Haare im Winter ohne Föhnen. Geht nicht. Chips essen. Geht nicht. Nachts aufbleiben. Geht nicht. Beim Frisör bin ich eingeschlafen, obwohl sie zu zweit an mir dran waren, er und seine Frau. Lustig, die zwei. Ich schlafe ganz still und leise und habe einfach die Augen zu. Und bin wirklich weg.

Zudem wurde ich eingeladen auf eine Spritztour durch Schweinfurt. Schweinfurt hat, obwohl leider total zerbombt worden, eine sehr hübsche Altstadt und noch alte Villen, Hinterhöfe, frühere Latein-Schulen, Kirchen, ein schönes Rathaus (1397, 1555, 1570-72), Friedrich Rückert- Denkmal. Es gibt sogar eine fränkische Bachlinie (Kantor Georg Christoph Bach, gestorben 1697). Das älteste Bauwerk, ev. St. Johannis, 12. Jahrhundert, besitzt ein wunderschönes Altarbild von Adolf Kleemann. Die Kirche ist hell, barocke Kanzel von 1694, Steinmeyer Orgel, vielfach verändert und zerstört worden. Sehr schön auch die ev. St. Salvator, mit dem Wetterengel oben: Bläst die Engelsposaune in die Stadt, gibt es gutes Wetter. Bläst die Engelsposaune aus der Stadt (dreht sich also der goldene Engel), gibt es schlechtes Wetter.

Hier im schönen unterfränkischen Schweinfurt bei Würzburg: Älteste bekannte Orgel in St. Johannis von 1570, von Hermann Raphael Rottenstein aus Zwickau. 1662 wurde sie abgelöst von einer Orgel von Matthias Tretzscher aus Kulmbach mit schönem, barockem Prospekt. 1867 komplett erneut durch Steinmeyer. 1911 gab es eine zweite Steinmeyer-Orgel, mit Rokoko-Prospekt aus Rothenfels am Main, nun auf der südlichen Querhausempore. Diese Orgel wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Im Turm unter und neben der Uhr sind noch immer die Bombenkugeln-Einschlagslöcher zu sehen. So gab es 1951 eine dritte Steinmeyer-Orgel, die 1992 restauriert und vergrößert wurde.

Es war alles wie ausgestorben. Wir liefen an der alten Burgmauer entlang, am unteren Wall, am Main. Besuchten den alten schönen Schrotturm. Die Leute sagen: Wir sind zuerst in Unterfranken, dann in Bayern, dann erst in Deutschland. Warum ich so „preußisch hochdeutsch“ reden würde und nicht fränkisch? Hm. Ich kann schon. Aber meine Eltern sind ja keine Franken.

Wir besuchten auch ein Antiquariat. Es riecht dort so wundervoll nach alten Büchern. Ich liebe die Insel-Taschenbücher mit den bunten Rücken.
Am Ende waren wir viele Stunden im Georg Schäfer Museum. Hier habe ich mal vor Jahren gespielt am Flügel. Der steht noch da.
Das Museum ist toll. Es war 2+ oder geboostert. Wir haben den Test gemacht. Für Kunst schon.

Wir waren in der genialen Ausstellung über frühe Fotografie, genauer über Daguerreotypie. Der Franzose Louis Daguerre, 1851 gestorben, war ein interessanter Künstler, der herausfand, wie man Fotografie festhalten, also tatsächlich fixieren konnte. Vor dem Tageslicht retten. Er war zudem ein sehr guter Maler, aus armen Verhältnissen stammend. Er starb als sehr reicher Mensch. Diese alten Fotografien sind alle Kunstwerke. Wunderbar fand ich „Streetlife in London“ von John Thomson (Fotoserie), wie er das reale Leben abfotografierte als einer der ersten, Armut.
Es gab auch zwei wunderbare Malerinnen (ich suche immer nach weiblichen Namen). In dieser Zeit durften Frauen ja gar nicht lernen und malen. Daher findet man nur weibliche Ausnahmetalente. Nicht, dass es nicht genug weibliches Talent gab. Aber sie wurden beraubt und kleingehalten. Wie willst du mithalten können, wenn du das Handwerk nicht lernen darfst? Bin ich deswegen so sehnsüchtig, alles zu lernen, weil ich die Sehnsucht all dieser verflossenen Frauen in mir spüre, die beraubt worden sind?
Wie hätte ich ohne Wissen Organistin werden können? Talent alleine reicht nicht. Diese weiblichen Ausnahmetalente sind deswegen aussergewöhnlich, weil sie die Kraft hatten, sich gegen die Beraubung zu stellen. Das ist eine Extra-Gabe, zusätzlich zur Kunst. Manchmal muss dafür ein hoher Preis gezahlt werden. Diese Ausnahmetalente in dieser Show waren die wunderbaren Malerinnen Angelika Weiß (1797-1876, Kempten) und die Schweizerin Angelika Kauffmann (1741-1807) und Gabriele Münter (1877-1962, Berlin).

Meine Sache ist das Sehen, das Malen und Zeichnen, nicht das Reden. (Gabriele Münter, 1952)

Eine wunderbare Malerin (1877-1962). Sie hat lange gelebt in dieser Zeit. Die Fotos, wie die mit ihren Malsachen um 1900 herumläuft, finde ich berührend. Ihre Gemälde sind bunt und klagend. Sie lernte privat, war aus reichem Hause, lebte in Dänemark, Bayern und Berlin und war verlobt mit Kandinsky. Dadurch war sie im Netzwerk involviert (die Künstler des Blauen Reiters), auch mit der Malerin Lulu Lazard.

Kunst der Fuge:

Neu: Das letzte Video aus der spanischen Serie:

Bach Fuga g-Moll

29. Dezember 2021

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Standesämter gehen mit der Zeit: „Hiermit erkläre ich euch zu Person und Person.“ (Czech/Domzalski)

Heute erinnere ich an Sasha Waltz, Tänzerin – mit dem passenden Namen. Sie war für Gleichheit und Mitgefühl.

Hautarztcheck – TÜV ohne Mängel, sagte sie. 🙂

Daniel hat seiner Frau Annalena Baerbock zuliebe, um ihre Karriere zu unterstützen, seinen Job aufgegeben. Endlich mal anders herum. Schön. Das ermutigt mich.

Sehr gut in The Chosen ist das Weihnachts-Special: The Shepherd. Der Hirte. Es ist fast unmöglich, das anzusehen und nicht voll Anbetung zu sein. Es ist sehr geschickt und sensibel gemacht. Es geht um die Geburt Jesu.

Die Komponistinnen Sabine Lepsius und Louise Adolpha Le Beau (1850 geboren) bewundere ich, die in ihrer Lebenszeit komponierten und als Pianistinnen öffentlich auftraten, als Männer Frauen offiziell nicht in ihre Komponisten-Reihen aufnahmen (heute inoffiziell), die dennoch viele Symphonien komponierten. Emilie Mayer nahm die herablassende und gönnerhafte Kritik, “ihre Stücke seien gar so übel nicht”, mit Gleichmut hin und ging ihren Weg weiter. Solche Kritik kenne ich auch. Mit der Gleichmut allerdings hapert es bei mir.

Da Frauen Komposition nicht studieren durften, hatte Emilie Mayer Privatunterricht bei Carl Loewe genommen. Louise Adolpha nahm Privatunterricht, bei Joseph Rheinberger – der eigentlich nichts von komponierenden Frauen hielt; daher endete diese Beziehung letztendlich in einem Zerwürfnis. Das kenne ich auch. Louise Adolpha (schöner Name) lernte auf ihren Konzertreisen Liszt und Brahms kennen.
Selbst Malerei zu studieren war Frauen lange Zeit verboten, bis 1919. Jedoch die Komposition schien der schwerwiegendste Punkt des Verbots zu sein, was in vielen Frauen eine Opposition gegen die von Männern aufgestellte Ordnung aufsteigen ließ bis heute. Das traditionelle Frauenbild (schon damals schrieb man “die Dame” und “Fräulein” – das kenne ich auch, 2021) reichte so weit, dass der überhebliche Musikkritiker Wilhelm Tappert (oho, wir haben ihn schon kennengelernt) in der Allgemeinen Deutschen Musik-Zeitung 1880 ernsthaft über “Frl. Louise Adolpha” meinte, “die Mutter Natur (?) würde für gewöhnlich nicht so viel musikschaffende Töchter hervorbringen. Würden nicht viele Männer schlechte Musik schreiben, würde ich mein Lob in die Worte kleiden: Sie komponiert wie ein Mann.”

Weiter faselt er über die Schöpferkraft des Mannes. Louise Adolpha gründete bald darauf eine Musikschule für Mädchen und Frauen, Emilie hatte 8 Symphonien komponiert.

Nur ein Privatleben führen heißt, in einem Zustand leben, in dem man der Wirklichkeit, die durch das Gesehen- und Gehörtwerden entsteht, beraubt wird und der Möglichkeit, etwas zu leisten, das beständiger ist als das Leben. (Hannah Arendt, 2016)

Dies bedeutet, dass Frauen jahrhundertelang von Männern beraubt und zu einem Privatleben gezwungen wurden. Und ja, auch heute – wehe, eine Frau verlässt ihr Privatleben im großen Stil. Wehe, sie will gehört, gelesen und gesehen werden.

Neu: Neue Registrierung Bach a-Moll 543

Bach a-Moll 543

23. Dezember 2021

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Wie kann ich gegen das Orgelvirus geimpft werden? (AHS)

Oben: Stiftskirche Stuttgart

Das Floradomie-Video geht morgen online, hier ist es schon:

Heute war ein schöner Geschenke-Tag mit Jetzt-Schon-Geschenken (ich liebe Geschenke): Ganz viel Haarschmuck, hübsche Ordner, süße Socken, warme Wollsocken, Kerzen, Pullover mit weißer Spitze, Noten, Handstulpen für Orgel, Kalender, rosa Wolle-Band für die Ohren, Kabel, Bücher, Kekse, leckeres Essen. Merci ☺️ Es war sehr kalt heute, trotz Sonne.

Anbei: die Urfassung von Floradomie 

 

Mozarteum Salzburg

Unikate und Originale – das Lustige ist, ich bin nie ein Perscheid-Fan gewesen, ich mochte ihn als Mensch 

21. Dezember 2021

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Warum gibt es keinen Schwalbennest Flügel? (AHS) 

Oben: St. Laurentius Würzburg Heidingsfeld

Neue wunderschöne Fotos von gestern hier in der Orgel-Information von der Stiftskirche Stuttgart am vierten Advent:

Mühleisen Orgel Stiftskirche Stuttgart

 

Ich hätte Fotografin werden sollen ☺️

Das Schiff geht still im Triebe. … Das Segel ist die Liebe, der Heilig Geist der Mast.

Was für ein wunderschönes Bild. Ich LIEBE dieses Lied Es kommt ein Schiff geladen für immer und ewig.

Übrigens, für alle Liturgik-Missversteher und Nörgler: Darf man dies Lied im Advent singen, da doch der Heilige Geist drin vorkommt? Singt ihr diese zweite Strophe nur an Pfingsten? Und was ist mit dem Adventslied: O komm, o komm, du Morgenstern? Hier ist in der zweiten Strophe gar vom Osterlamm die Rede. Oh, da kommt das arme Liturgik-Gehirn ganz ins Durcheinander. Diese zweite Strophe darf dann nur an Ostern gesungen werden? Trotteliger geht es nicht.

Diese Menschen vergessen: Während wir Weihnachten feiern, ist Jesus längst kein Baby mehr, sondern Richter der Erde im Himmel zur Seite des Vaters, er ist nicht mehr das Baby in der Krippe. Und seine Augen sehen alles, was auf der Erde geschieht laut Bibel. Er ist keine Legende oder eine Märchenfigur. Wir haben es mit einem lebendigen Gott zu tun und feiern nicht nur Erinnerungsfeste. Nehmt als Affirmation, dass wir jederzeit Gott mit all seinen Facetten preisen  dürfen, denn er ist.

Aus allen Kommentaren, die ich so erhalten habe, könnte ich auch ein Buch machen. Manche sind so absurd, dass es sicher mal ein Highlight werden wird. 

Neu: Originale und Kunstdrucke Martin Perscheid & AHS:

Ich habe einige Originale und Unikate, 2 würde ich verkaufen:

Shop Perscheid Cartoons

Neu: Macht hoch die Tür:

 

Stiftskirche 4. Advent 2021

Sehr schöne Partner-Seite aus Berlin mit Interview mit mir:

Ann goes Polnisch in Berlin:

https://www.ann-helena.de/produkt-kategorie/cartoons-zeichnungen/#content-start

Cartoon von Martin Perscheid: „Es hat mich!“

Erinnerung an seinen Klavierunterricht bei mir in Köln (Aquarell, Jahr ist Geheimnis ❤️) Es ist das Original und Unikat. 

17. Dezember 2021

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Der Witz ist ja: Unsere Sprache ist schon gegendert, halt nur maskulin gegendert. Aber das wird als Norm dargestellt, deswegen als neutral. (Anne Wizorek)

Soviel zum Thema Gendern. Ich kenne Frauen, die „das Gendersternchen“ oder das „-Innen“ ablehnen, besonders unter meinen (christlichen) Freundinnen. Auch meine Wunschgroßeschwester hat hier eine andere Meinung als ich. Macht nichts.

Als würden sich Frauen schämen, wenn sie Aufmerksamkeit/Attention bekommen, ja, wenn sie gemeint sind, angesprochen werden. Ich wünsche mir, dass Frauen mehr Mentorinnen füreinander werden, dafür, sichtbar zu werden. Und aus diesen „interfemininen Konflikten“ herauskommen. Frauen sind schlau, furchtlos, lieb.
Es geht hierbei nicht um ein Matriarchat. – Obwohl, warum eigentlich nicht? ☺️

Neues Video: Bach Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903 an der herrlichen spanischen Orgel in Valencia ❤️❤️ Transkription: AHS. Vor genau 3 Jahren. Das ist die CD, die Carsten Wiebusch verhindern und verbieten wollte:

12. Dezember 2021

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Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist mit Bewegung, Tanz, Sprache verbunden, Musik, die man selbst tun muss, in die man nicht als Hörer, sondern als Mitspielerin einbezogen ist. (Carl Orff)

CDs versendet auch nach Südafrika, England, USA, Schweiz, Kanada, Spanien … Na, und Deutschland natürlich.
Es wurden wieder einige Konzerte wegen Corona verschoben.

Wunderschöne rote Deutschhauskirche auf der anderen Mainseite, eine meiner ersten Orgeln zum Üben überhaupt, ich erinnere mich hier an meine Anfänge, zusammen mit meinen allerersten Orgelschuhen, ehemals Stepptanzschuhe, zu Orgelschuhen umfunktioniert. Man darf hier nur nicht nachts üben. Nachbarn haben hier schon aus Wut Fahrradreifen platt gemacht:

Jehmlich Orgel Würzburg Deutschhauskirche:

Jehmlich Orgel Deutschhauskirche Würzburg

Neu: Orgel-Information:

Späth Freiburg Orgel HSLU Luzern

 

Neue CD Audite 2022 – welche Orgel ist das?

Neu: Orgel-Information: zu meiner ersten Orgel-CD an einer spanischen Orgel. Bestellung dieser ersten CD (2018) jetzt bis Weihnachten: Rabatt, Paypal: info@ann-helena.de: 10 €


Flautat 8

Flauta xemeneia

Octava 4

Quintzena 2 

Plens 4fach 1 1/3

Trompeta de batalla 8

Baixons 4

Clarins Clars 8 

II/I

Mozart

28. November 2021

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Liszt daheim spielen, als würde man mit einem Haubschrauber im Wohnzimmer fliegen. (AHS nach Nelson Piquet)

Oben: Erler Orgel Terfens, Tirol, Österreich

Es wird 17:50 auf der Uhr und ich denke an…

Heute war der dritte Tag des DokKol und Rethinking Classical Music, und es ist faszinierend, immer tiefer in empirische Forschung einzutauchen und die Schlüssigkeit zu verstehen. Es ist eine eigene Community. Aber nicht uninteressant. Selbst Leute, die man „komisch“ findet, sind, wenn man sich ihnen auf ihrer Ebene nähert, ganz nett. Am schönsten ist es natürlich, wenn man sich geehrt und verstanden fühlt, ohne sich auf allzu „fremde“ Ebenen begeben zu müssen. Aber es ist freilich so, dass auch die fremden Ebenen geschätzt werden wollen, egal, welche es sind. Es ist also ein gutes Training. Und morgen erster Advent. 

Jeden Augenblick:

 

19. November 2021

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Musik ist die Tinte, die die Poesie des Lebens schreibt. (AHS)

Es war sehr schön heute an der wunderbaren, singenden Späth Orgel in der großen, katholischen Kirche St. Michael in Saarbrücken, meine größte Späth Orgel bisher, in einer der größten Kirchen in Saarbrücken, eine Kathedrale, hoch, mit wunderbarer, starker und mystischer Allround- Akustik (Nachhall). 3 M. 1925. Unter riesigen türkisfarbenen Schleierbrettern schlummert die gesamte Orgel, der Spieltisch steht frei (elektrisch, früher pneumatisch) vor ihr, mit dem Rücken zum Porzellan-Altar. Viele Fenster werden gerade wiederhergestellt.
Die Orgel wurde in den Achtzigerjahren (1983) von Orgelbau Mayer verbarockisiert. Ich dachte, so etwas würde nur in den Sechzigerjahren passiert sein. Mayer hat auch den Namen Späth entfernt. Aber jetzt – für um 600.000 € – wird die Späth von Orgelbau Scheffler wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt, bis ca. 2024. Sogar das Fernwerk in der Decke wird wiederhergestellt. 1945 wurde das Fernwerk zerbombt. Thomas Kitzig führte uns nach oben zum Fernwerk unter die schöne Kuppel-Kassetten-Tafeldecke. Was ich dort sah, wirkte wie faszinierende uralte Trümmer, unter dem Meer gelegen, mit Löchern von Bomben. Tremulant, Balg. Aber Orgelbau Scheffler sieht in all dem großes Potential, es exakt wieder so herzustellen, aus dem Original, mit lieblichen leisen Stimmen und zarten Zungen. Ist das nicht genial?
❤️
In 4 Jahren wird die Orgel 100 Jahre alt. Ob es mal ein Saar-Bistum geben wird?

Ich übte Vierne einige Stunden. Dann fuhren wir nach Trier, ca. eine Stunde entfernt (Rheinland-Pfalz). Ich bin im Auto eingeschlafen. Als ich aufwachte, war es plötzlich schon dunkel. Trier ist ungefähr so groß wie Würzburg, so ähnlich wie Würzburg, aber ganz anders. Sehr „römisch“. Kornmarkt. Kornbrunnen. Alles ist golden und weihnachtlich geschmückt. Mein Hotel ist in der Innenstadt, direkt gegenüber dem Musikgeschäft. Ich sehe vom 4. Stock aus über die geschmückten Straßen. Wir aßen beim Italiener neben der schönen, evangelischen Konstantin-Basilika. Der Palastgarten dahinter lag im Dunkeln. Ich freue mich, die Eule Orgel kennenzulernen. Ich habe den Meisterkurs mit allem geschenkt bekommen und bin gespannt.


Rieger Orgel Zweibrücken

14. November 2021

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Hörende Hand. Raum schaffen im Kopf. (AHS)

Oben: Laurentiuskirche Contwig, morgen bzw heute (Sontag) Konzert dort 17 Uhr

Es war ein schöner Tag (trotz Nieselregen) mit 5 neuen Orgeln. Oliver Duymel zeigte mir die Orgeln der Gegend. Wir waren an der Ott-Orgel (3 M) von 1963, meine 3. oder 4. Ott-Orgel, in der Alexanderkirche Zweibrücken (evangelisch, sehr netter, relaxter Pfarrer), auf dem Bauschutt des zweiten Weltkrieges, neben kath. Heilig Kreuz, wo ich gestern spielte, und neben der schwedischen ev. Karls-Kirche, schwedische Krone an der Pforte, ein Geschenk des schwedischen Königs (keine Orgel) – und nun soll sie verkauft werden, da sie mit 30.000 € pro Jahr an Kosten nicht mehr zu halten sei! Ich sagte, es kommen doch sicher die Schweden zum Gottesdienst? Oliver: Welche Schweden? Wo sollen die herkommen? Aus Ikea? Das einzige, was die Leute hier kennen, ist das Billy-Regal. 

(Schade, dass man bei Ikea keine Schweden kaufen kann…)

Wer kauft eine Kirche? Oh, Holland… 

Wie waren zuvor nebenan in Homburg/Saar in der kath. Rundkirche, der runden Kuppelkirche mit bunten Fenstern, St. Fronleichnam, an der Hugo Mayer Orgel von 1986 (3 M, Koppel-Manual unten). Die Akustik ist krass durch die Rundheit und Kuppel.
An der Orgel direkt geht es. Ansonsten ist die Akustik so irritierend, dass ich dauernd schlucken musste, wie wenn man im Flugzeug, auf dem Berg ist oder unter Wasser. Denn sie warf jedes Wort rund, was erstickend klang. Dennoch faszinierend. Der nette Organist ist 84. Klar, solche Generationen von Kirchenmusikern leben in einer anderen Welt als ich. Für sie ist die Gestaltung eines Gottesdienstes das Wichtigste, nicht Konzerte. Ob ich gleich ein paar Gottesdienste spielen möchte? Nun, für … 20 €? Ähm…

Hugo Mayer ist umstritten hier, was mich überraschte. Aber Gerüchte gibt es nun ja überall… Ob es alles so stimmt? Mit Gerüchten muss man vorsichtig sein. 

Dann waren wir an der hübschen kleinen Oberlinger 1959 (2 M) in Ernstweiler-Zweibrücken, Pfalz, Christuskirche, evangelisch. Sie muss wegen Schimmelbefall behandelt werden. Das ist für mich sehr interessant. Sehr netter Pfarrer.

Es gibt wohl viel Konkurrenz, Necken und Witze zwischen Pfalz und Saarland. Naja, was sich liebt, das neckt sich. 

Morgen berichte ich mehr. Bin müde. Morgen (heute) 17 Konzert. Und frühs spiele ich auch in der kath. Messe. 

Meine Kunstwerke wurden gestern auf Beamer und in den Live-Stream gesetzt. Dazu las ich meine Lyrik und spielte meine Kompositionen. 

Oberlinger Orgel