Startseite Nach oben
Gehäuse Orgel Meckbach Ludwigsau

Dauphin Orgel Dorfkirche Meckbach Ludwigsau Nordhessen

ev. Dorfkirche (1650 / 18. Jh.)

Orgelbauer:

vermutlich Johann Eberhard Dauphin

Baujahr:

1725

Datum des Erstbesuchs:

Juni 2026

Disposition und Spielhilfen

Historische barocke Dauphin Orgel Dorfkirche Meckbach Ludwigsau 2 in Nordhessen, 1 M, 8 klingende Register, Altar-Orgel

Diese alte original erhaltene J.E. Dauphin Orgel aus der ersten Dynastie geht mit dem Calcanten an, dem Gebläseschalter, und wird von Orgelbau Waltershausen gewartet, zuletzt 2025. Das Instrument ist eine Augenweide und komplett historisch. Nur die Sesqui ist später hinzugekommen.

Die Orgeln in Nordhessen auf dem Land sind noch sehr unerforscht.
Dabei ist diese kleine alte Kirche ein Traum: bemaltes Holz in Rottönen, wohin man blickt, was eine schummerige Atmosphäre auslöst, eine samtig trockene Akustik, schiefe Emporen, Logen, eine weiße gepflegte Stuckdecke, und die Orgel mit ihren goldenen Schleierbrettern steht als Krönung über dem Altar in einem bemalten schiefen Holzkorb.

Die Kirche wirkt durch die weiße Stuckdecke trotz allem hell; die Farben rot (das schwedische dunkle Rot), gold und weiß treten sofort ins Auge.

Man könnte die Klangfarben der historischen Barockorgel als etwas schrill bezeichnen; aber ich mag diese Kombination und finde, diese direkten Klänge in der trockenen Akustik haben etwas sehr Reizvolles.

Sehr besonders ist auch die wunderbare alte LiedAmpel: Sie wird mit einer Kurbel bei der Altarorgel hochgezogen und bestückt, was eine sehr tricky Angelegenheit ist; die Küsterin ist jedoch bestens damit vertraut.

Die Kirchen in Hessen sind meist sehr gepflegt mit Schieferturm.

Diese Orgel auf der Empore im Chorbereich wurde im Zuge der Kirchenrestaurierungen umfassend saniert und wird dem Orgelbauer J. E. Dauphin zugeschrieben, was jedoch nicht sicher ist. Es ist meine 2. Dauphin Orgel; die erste in Spachbrücken Reinheim, Hessen.

Meckbach bildet mit dem Nachbarort Mecklar ein gemeinsames Kirchspiel und gehört nun zu Ludwigsau 2.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Rechts

Prinzipal 4

Sesqialtera 2fach

Octave 2

Spitzflöte 4

Calcant

Links

Gedackt 8

Mixtur 1 3fach

Quinte 3

Subbaß 16

Pedalkoppel

Es ist nicht die Orgel allein, die beeindruckt: Die Atmosphäre und Persönlichkeit der gesamten Kirche.

Das bemalte Holz wirkt wie Samt, auch am wunderbaren Prospekt. In das trockene Samt der Holz-Akustik singt die Orgel direkt; diese historisch alt-trocken-schrill-Kombi mit historischem Klang-Samt (und das ist der Punkt!) ist sehr berührend. Authentisch, echt und ungekünstelt.

Klang und Akustik

Persönliche Note

Es war sehr schön, vor meinem Konzert in Ludwigsau Ersrode die Kirchen in Ludwigsau, Knüllwald, Odenwald und Rotenburg an der Fulda zu besuchen und Süd- Nord- und Osthessen kennenzulernen.


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert