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Bachvermittlerin

20. Juli 2025

Ich bin in Flieden bei Fulda angekommen und freue mich auf mein Konzert: Auf die große Matthias Kreienbrink-Orgel von 1963/64 mit drei Manualen und 36 Registern in kath. St. Goar im Fliedetal, die eben gereinigt und nachintoniert wurde. Das Denkmalinstrument wurde finanziell gefördert, so dass die Arbeiten von Orgelbau Hey (leider mittlerweile insolvent) ausgeführt werden konnten.

Die besonderen Register Hellzimbel 3fach, Schalmeyregal 8‘, Nonsept 1 1/7‘ + 8/9‘, Hornoboe 8‘ und das Pedal mit reichen 7 Registern wurden sorgfältig saniert.
Es ist meine 7. Kreienbrink-Orgel. Kreienbrink stammt aus Osnabrück.

Sankt Goar ist eine barocke Saalkirche mit 4 Glocken und gehört zur Pfarrkirche der Kirchengemeinde Christkönig Flieden im Dekanat Neuhof–Großenlüder des Bistums Fulda.

Von 1728 stammt die erste (anonyme) Orgel und trug das Wappen vom Spender Adalbert von Dalberg. 1756 kam schon die nächste Orgel: Orgelbauer Johann Wolfgang Wiegand baute ein neues Instrument, dessen barocker Prospekt teilweise noch erhalten ist. Darin steht nun die heutige Orgel: Das Brüstungspositiv wurde von der Orgel von 1756 übernommen, ein Rundturm in der Mitte und zwei Harfenfeldern außen, dazwischen kleine Flachfelder.

Der Hauptprospekt wurde genauso barock nachgebildet mit Rundturm in der Mitte und großen Harfenfeldern darum herum.

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19. Juli 2025

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18. Juli 2025: Musik ist Wiederholung der Welt in einem einzigartigen Stoff. (Schopenhauer)

Foto: Sehnsuchtsort Orgel

Meine heißgeliebte 23jährige blaue Gurkenkutsche VW Beetle namens Drop bzw. Sweet Kübel von 2002 ist gerade wieder durch den TÜV gekommen, nach dem zweiten Anlauf, ich freue mich. Ich bin übrigens punktelos.

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17. Juli 2025: Was ist Musik? (Ingeborg Bachmann)

Foto: Ladegast Orgel Bachstadt Köthen 1872 Opus 60 ev. St. Jakob Kirche am Marktplatz, Anhalt, 2025

Früher gab es auch eine geniale Buchholz-Orgel von 1834 in der Marienkirche Frankfurt (Oder), die 1945 leider zerstört wurde. Auch in der ehemaligen Nicolaikirche gab es eine spektakuläre Sauer Orgel von 1868 mit umwerfender Disposition, die 1966 einfach vernichtet wurde!

Ich mag gerne gut gemachte Barker-Maschinen, eine Art Vorläufer zur Pneumatik, die ich ebenfalls gern mag. Was ist eine Barker-Maschine oder ein Barker-Hebel? Kleine Bälgchen unterstützen das Öffnen der Tonventile und erleichtern somit das Spielen. Heutzutage ist es vorzüglich für eine Orgelbauwerkstatt, sich mit Pneumatik und Kegelladen überhaupt auszukennen; viele machen eher einen Bogen darum und haben kaum Ahnung von spätromantischen Orgeln.

Orgelbau Werkstatt Christian Scheffler Sieversdorf bei Frankfurt an der Oder

Das rote schöne Firmengebäude steht für die Restaurierung großer romantischer Orgeln, für Pneumatik und Kegelladen – all das, wo andere Orgelbauer einen Bogen drum machen. Ausgebildet im Umgang mit historischen Instrumenten, Pfeifenwerk und Dispositionen erhält diese Werkstatt mit 9 MA die mitteldeutsche und mitteleuropäische Orgellandschaft, um die historischen Epochen zu bewahren.

Ob mechanische Kegellade mit oder ohne Barker, Pneumatik oder Taschen- oder Rövers Kastenladen – all diese Systeme sind Arbeitsschwerpunkt. Ob Sauer, Walcker, Furtwängler, Röver, Reubke, Buchholz oder Ladegast, sogar Neubauten oder Stilkopien werden gemacht.



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Neue Musik, Contemporary Classical Music, zeitgenössische Musik

2024-2019: Kompositionen bei Furore Verlag Kassel, Heinrichshofen,  VerlagLaurentius Musikverlag Frankfurt am Main, Eres Verlag (Edition Eres Horst Schubert), Waldkauz Verlag Remscheid, Edition Stringendo und Intermezzo Verlag Berlin

Komponistin Klavier, Orgel solo, für Chor und Orchester, Orchestermusik, Klavierkonzerte, Lieder, Choräle, Songs und Orgel mit elektronischer Musik

Schlueter-Komponistin-Lichtung-Noten

Chornoten-Hallelujah

Lyrikband op. 4: Gesungene Sehnsucht. Glare Verlag Frankfurt am Main: Neue Gedichte in Moll. Poesie. Lyrik 2023, 15 €, 30 Gedichte, vierter eigener Gedichtband

Booklet & Cover: Acryl und Zeichnungen von AHS

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Der neue Glaube. Man darf dabei nicht vergessen, dass Martin Luther katholisch war, so wie Jesus jüdisch. Alle Brückenbauer kommen aus dem Alten, kommen aus dem, was zuvor war.

Ich lese von Mörike “Mozart auf der Reise nach Prag.“ Empfehlen kann ich zu Weihnachten auch Jacqueliyn Mitchard: Christmas Present (auf englisch).

Marguerite Yourcenar ist ebenfalls ein Genie, die man kaum kennt: Gebildet durch das Leben: unstet, reisend, Krieg, Flucht, Sprachen, in vielem die erste Frau.

Pferd Ann-Helena Reiten

Ich habe nun evangelische, freikirchlich-evangelische, baptistische und charismatische, evangelikale und nun auch katholische Gottesdienste intensiv erlebt. Wie habe ich das empfunden? Was habe ich daraus gelernt?

In jeder Kirche gibt es Menschen, die es ernst meinen mit Gott, die mit Hingabe Jesus suchen und gläubig sind. Und in jeder Kirche gibt es die anderen.
Jede Kirche hat ihre Vor- und Nachteile. Überall gibt es die Echten und die Irrenden.

Es hat keinen Sinn, sich gegenseitig zu kritisieren. Wer Jesus sucht, ist nicht gegen ihn.

Heute erinnere ich an Grace Hopper, geniale Informatikerin, die den Computer erfand.


Fotos: St. Germanus Wesseling (Klais Orgel)

Video:

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Gedanke 115: So viele Orgeln…

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Ich habe heute das Buch “Die Juden“ (Grupello Verlag) gelesen.

Ich liebe es, Kirchenmusikerin und Konzert-Künstlerin zu sein, was völlig unterschiedliche Dinge und Berufe sind.

Heute erinnere ich an Angelica Rozeanu, Sportlerin, und Boudicca, Königin, die für ihre Rechte kämpfte.

Ich höre sehr gern Klavier-Trio, Klavier-Quartett oder Klavierquintett. Kammermusik beruhigt mich und erinnert mich an meine Kindheit, an meinen Papa, an Proben der tollen Musiker und Freunde bei uns im Haus, an Vanille-Eis mit heissen Himbeeren in den Konzertpausen.


Fotos: Füchtorf Sassenberg bei Münster (Sauer Orgel) und Sassenberg (Eule Orgel)

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Basilika Duderstadt  (Creutzburg Orgel)

19. April 2023:

Gesungene Sehnsucht 

Kunst ist gewordene Sehnsucht 

Wir die wir ungeübt sind 

im Nachdenken über Wahrheit (AHS)

Was ist neue Musik? Musik, die vorher so noch nicht da war. 

Foto: Kohle-Zeichnung AHS

Johann Sebastian Bach war ein musikalischer Philosoph.
Kein anderer hat sogar Todessehnsucht geistlicher Art so in Musik verpackt – in Zahlen, in Intervallen.

Im geordneten Kontext seines Gesamtwerks ist er ein musikalischer Wissenschaftler, einer, der sie mit gegründet hat. Zu seiner Zeit (und auch heute für manche) waren Musiker ‚Praktiker‘, ‚Musikanten‘, Männer. Damals ging man in die Lehre, in die Musik-Lehre, heute Studium.

Musikerinnen und Musiker: Forscher besonderer Art.

Heute erinnere ich an Auguste Pauline Lewinsohn, die ihre Familie ernährte und Politikerin wurde, 1868 geboren

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FLYING BACH. Bachvermittlung 

Breakdance zur Musik von Johann Sebastian Bach

Wie kann das zusammenpassen, könnte man sich fragen. Passt es zusammen? „Klassik und Breakdance“, wie viele Laien fragen? Wobei die Musik von Johann Sebastian Bach keine Klassik ist. Aber für viele Menschen gehört J.S. Bach eben zur sogenannten klassischen Musik.

Um das Zusammenpassen muss es dabei erst mal gar nicht gehen. Es geht um Entertainment und Unterhaltung und darum, dass die für viele längst vergangene oder gar tote oder verstaubte Musik Johann Sebastian Bachs in ein neues Licht gerückt und für junge Menschen zugänglich und dafür bearbeitet wird durch und für akrobatische, dynamische Tanzstile.

Daher ist FLYING BACH eine Art Bachvermittlung, also eine Musikvermittlung, die sich um Bach dreht. Die Flying Steps aus Berlin, die vierfachen Breakdance-Weltmeister, die Bachs Musik schätzen und ihr Special Drive geben, touren auf der ganzen Welt. Bach und Breakdance passen nicht zusammen? Das Gegenteil bewies der Opernregisseur Christoph Hagel in der Show FLYING BACH mit Flying Steps mit ihrer weltweiten, erfolgreichen Crossover-Show, lange Zeit gesponsert von Red Bull. Gründer ist Vartan Bassil.

Was macht diese Show so besonders und erfolgreich?

Es ist die Mischung aus berühmten, fast jederfrau bekannten, rhythmischen Bachwerken, zum Beispiel am Klavier, die pur oder dann mit elektronischen Mitteln aufgerockt in meist großer Lautstärke dargeboten werden, und faszinierendem modernen Tanz dazu, also Bewegungen, die in einer breiten Öffentlichkeit populär geworden sind, meist getanzt auf Hip Hop, dessen erster Tanzstil der Breakdance ist.

FLYING BACH ist also eine Mischung, die bewusst irritieren soll, die polarisiert und erst einmal nicht direkt oder vermeintlich nicht zusammenpasst.

Der ursprüngliche Straßentanz der sogenannten B-Boys oder B-Girls in Manhattan aus afroamerikanischen Straßenbanden um 1970, die sich Tanz-Battles liefern, ist nämlich ein Teil der jugendlichen Hip-Hop-Bewegung und wirkt zunächst daher weit entfernt, weit weg von sogenannter Alter Musik oder Barockmusik.

Mittlerweile ist Breakdance ein Modetanz geworden aufgrund phantastischer Tänzerinnen und Tänzer und Performer, die sich einem Wettbewerbsformat stellen. Die Flying Steps aber tanzen in einer Einheit zusammen, mit muskulösen Powermoves, Körpersprache, mit Originalität und verschiedenen Styles von Footwork und Freeze-Movements.

Die Lautstärke aus Boxen tragen einen erheblichen Teil dazu bei, junge Leute zu fesseln, denen „klassische Musik“ oft zu leise ist.

Die Männer von Flying Steps (leider hier nur B-Boys, keine Frauen außer Gast-Tänzerinnen, aber auch die meisten Gasttänzer sind Männer) tanzen auf dem Kopf und drehen sich dort, während Bachs Kunst der Fuge und Auszüge des WTK I von elektrischen Sounds, von Schlagzeug, Marimba und E-Gitarre unterlegt wird, um dann wieder auf dem Cembalo oder auf der Marimba Solo vorgetragen zu werden.

Der Breakdance der Flying Steps wirkt vielfach filigran, geradezu wie Ballett. Zu einer Lichtshow tanzen die Männer synchron und sehr trainiert (fast wie Synchron-Schwimmer) weitausgreifend über die Bühne.

Es darf hierbei auch nicht Bachs berühmte Toccata d-Moll auf der Orgel fehlen. Aber auch da erklingt Bach im Original nicht sehr lange, sondern wird schnell abgewechselt von Rocksounds, der der Bachschen Musik beigemischt werden.

Zu dieser veränderten Version drehen sich die Männer wie Brummkreisel auf dem Kopf, werfen sich auf den Boden und schmeißen wie Käfer die Beine in die Luft. Meist ist die Bewegung des Breakdance, dass der Körper auf den Kopf gestellt (Head Spins) und von dort irgendwie gedreht wird mit akrobatischen Bewegungen wie bei einer Windmühle.

Durch das Beschleunigen und Drehen entsteht auch beim Publikum ein Gefühl der Schwerelosigkeit und Atemlosigkeit.

Auch wenn der Tanzstil vielleicht nicht unbedingt jedem zusagt, die kreativen Wege, mit Bachs Musik umzugehen, kann faszinieren. Und der Tanzstil zu FLYING BACH ist eben ein besonderer Breakdance:

Die Bewegungen sind nicht von unten nach oben, sondern auch oft von oben nach unten durchgeführt, also eine Mischung aus Hip Hop (im Stehen) und Breakdance (am Boden), Freestyle. Die Choreographie passt sich genau den Bewegungen der Bach-Präludien an.

Die Männer mit Hüten und Anzug, die vom Look her Frank Sinatra ähneln, imitieren Michael Jackson, Aufziehpuppen, Roboter und Marionetten und kennen mit ihren Tanz-Movements jeden Takt von Bachs Musik.
Es erinnert ein wenig an Mitmach-Bewegungen bei Kinderliedern, ist jedoch bis zur letzten Bewegung durchchoreographiert und entwickelt sich immer 
weiter.

2024 wird Breakdance als Sportart Teil der Olympischen Spiele sein.

Foto: Oberösterreich