Startseite Nach oben

Ann-Helena Schlüter

17. März 2021

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Nicht das Wort Heimat, sondern das Wort Kunst war für mich das Wesentliche. (Clara Viebig)

Heute das größte Kapitel der Dissertation fertig bekommen. Es ist schwierig, da man im Flow bleiben muss. Sobald man diesen verliert, wird es schier unerträglich, wieder dorthin zurückzukehren, wo man war. Wie oft ist mir dies schon passiert, aufgrund der Musik. Anstrengend ist, dass man pausenlos denken muss, um kompakt zu bleiben im Inhalt, und das ganz ohne Musik.

Dennoch ist es schön, die Puzzlestücke zusammenzusetzen, zu sehen, wie es vorwärts geht. Am meisten machen mir die Grafiken Spaß: Den Inhalt visuell zu sehen. Man muss immer eine gespannte Saite sein, brennend, angezündet.

Heute erinnere ich an Robin Wright, die sagte: Ich habe es satt, mir auf die Zunge zu beißen.

16. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Welche Musik wirkt auf welchen Menschen zu welchem Zeitpunkt auf welche Weise? (Minkenberg)

Neues schönes Interview im Tableau Musical. Kommt bald. Und bei Zeitzeichen. Heute möchte ich an die nordische Jeanne d’Arc erinnern: Elsa Brandström, Schwedin. Berufstätige Frau, Lebensretterin, Kämpferin.

Habe mich heute bei TikTok angemeldet, weil man mich mehrfach bat, obwohl ich (lebe hinter dem Mond? bin der Mond?) gar nicht weiß, was nun hier der Unterschied zu YouTube ist. Kürzere Videos? Ihr könnt mir hier gern folgen. Unter meinem Namen bin ich dort zu finden. Ihr könnt die ersten Follower sein. Ich denke, ich werde dort ganz andere Dinge hineinstellen, wenn, kurze knackige Handyvideos aus meinem Leben oder anderes. Mal sehen. Etwas Menschliches, nicht nur Leistung.

Würzburgs Dom, am 16.3. 1945 zerstört, zeigt nun viele historische Dokumente. Es ist nett zu sehen, wie die Stadt ganz früher aussah. Ich mag die ernsten, echten Gesichter auf den Fotos.

Hauptwerkorgel mit neuen Reed-Schaltern bestückt. Hierzu braucht es Bohrer, die kleiner als Millimeter bohren können. Das Pedal wurde auch justiert.

Mein Leben als Konzert-Organistin in der Männer-Domäne Orgel ist nicht leicht.

Ich habe mit Heiko, der Clavichorde sammelt, gesprochen über Sexismus auch in vielen anderen Branchen, GenderPayGap usw. Er fragte mich nach einer Lösung. Oho! Ich weiß zumindest schon, wie sie nicht aussieht. Man kann sich hierbei nicht auf die Hilfe von anderen Frauen verlassen. Noch nicht. Ich denke, dazu muss eine neue Generation frei heranwachsen. Die jetzigen Frauen wollen zu oft Männern gefallen, sehen diese als Autorität, der zu glauben ist.

Auch labile Männer, die anderen nachlaufen, können keine Hilfe sein, im Gegenteil. Sie werden zum Judas, wenn es darauf ankommt, und haben viel zu viel Feigheit, sich gegen einen Mob durchzusetzen. Die Kirchenmusik-Gruppen werden ohnehin zu 80 Prozent von Laien dominiert. Was für eine seltsame Branche. Und dann gibt es dort die, die niemanden hochkommen lassen wollen, der auch nur irgendwie die Chance hat, mehr zu werden als sie selbst.
Gehöre ich zur Lösung? Wegschauen kann keine Lösung sein; ein Feldzug auch nicht. Ich schlage Thesen in meinem Blog an die Kirchentür. Ob sie verstanden werden? Oder wird wie bei Luther ein Bauernkrieg ausbrechen? Ich glaube, Männer werden helfen müssen, eine Lösung zu finden; Männer der Art, wie auch Martin Luther um sich hatte: Wundervolle.
Ich glaube, die Lösung ist: Öffentlichkeit. Solange man nur im Privaten darüber diskutiert, wird sich nichts ändern, da Bewusstsein und Interesse geweckt werden müssen.

15 März 2021

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Wenn wir alles anders hören würden, sähe alles anders aus. (aus der Oper Der unglaubliche Spotz)

Sonniger Sonntag. Wenn ich Fotos der wunderschönen Unterwasserwelt, der Tierwelt im Meer sehe, beispielsweise von Wakolbinger, dann sehe ich die Kindlichkeit und Unschuld Gottes: Tiere mit Schmollmund, mit Riesenaugen, die witzigsten Tierchen, zart, bunt, verletzlich. Der größter Künstler des Universums ist zart und unschuldig. Doch wer dominiert auf der Erde die Kunst- und Musikszene?

Neuer Rekordbesuch auf meiner Webseite.

Was mir gefällt: Bei Blumen zeigt sich, wie sich Geduld auszahlt: Manche Bäume und Pflanzen blühen und treiben, auch wenn man sie beinahe schon aufgeben wollte. Aber ich höre auf mein Bauchgefühl, und sie belohnen mich. Das Leben bricht sich Bahn. Wenn ich merke, es wird Frühling und die Vögel singen, das ist so positiv.

Ich mag gern edle alte Möbelstücke, die ein wenig wie Lampenschirme aus alten Zeiten aussehen.

Hunde, die den Mond ankläffen, versuchen, den Mond vom Himmel zu ziehen und ebenfalls zum Kläffer zu machen, zu ihresgleichen. Der musikalische Mond hasst Lärm und besonders Gekläffe. Ich danke euch, dass ihr mich erinnert, dass der Mond am Himmel bleibt, die ihn noch höher hinauf sehen wollen. Denn in der Höhe, dorthin reicht das Negative nicht. Der Mond hat eine ganz andere Adresse als die Kläffer.

Ich mag Homilius. 

14. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Das Bleibende im Denken ist der Weg.
(Heidegger)

Schöner Valentinstagsfilm.

Zoommeeting zum Orgelprojekt Königskinder. Jugendliche und klassische Musik, hier einen persönlichen Bezug und neue Zugangsdimensionen zu finden, das interessiert mich sehr.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

13. März 2021

Schlagwörter: ,

1 Kommentar
Kommentar verfassen

Ich gucke gern auf Menschen, die eine Vorstellung haben von dem, was sie erreichen wollen. (Margarethe von Trotta)

Jeder Mensch macht gern Sport. Ich auch. Momentan heißt dieser: Pflegen im Badezimmer, das macht viel Spaß und ist körperliche Ertüchtigung. Je mehr Farben und Düfte, umso besser. Gern mag ich Weleda und Sante. Rosenbad von Weleda mit einem Schuss Lavendel, dazu Gesichtsmaske mit Sanddorn, Ananas und Maracujá, und Vanille-Lotion. Zum Trinken Preiselbeer-Apfel-Smoothie.
Wenn man den ganzen Tag am Computer sitzt wegen der Dissertation, dann tun einem die Augen weh. Reed-Schalter an der Orgel noch nicht ausgetauscht.
Es ist interessant: Die meisten Posts in Orgelgruppen über Einzelpersonen werden kaum diskutiert. Außer Cameron Carpenter. Und ich. Die Lästermäuler sind immer dieselben. Ich kann nicht auf jeden einzelnen eingehen. Ich habe festgestellt, dass es nichts bringt. Es ist zwar nicht leicht für mich, aber: Ignorieren ist echt das Beste. Mir ist die Aufmerksamkeit viel zu viel. Aber es muss nur jemand anderes etwas von mir teilen, da geht es wieder los. Scheinbar treffe ich mit dem, was ich mitteile, genau ins Schwarze. Ihre Reaktionen bestätigen, was ich schreibe. Würde es nicht stimmen, wären gewisse Männer nie so feindselig und hintenrum. Aber leben und leben lassen.
Sehr empfehlen kann ich meine beiden Anwälte; besonders an Frauen: Wenn ihr Hilfe braucht bei Schikanen von Männern, schreibt diese an.

Ich hoffe, ich kann so etwas wie ein Raw Model sein gegen Sexismus in meinem Berufszweig. Es ist, als würde man nebenbei noch Jura studieren. Das Feld unseres Rechtssystems mit Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht usw. war mir vorher zwar völlig fremd. Es ist aber spannend und wichtig.

11. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Frauen müssen sich bemerkbar machen, auch wenn es ihnen albern vorkommt. (Marion Knaths)

Gestern schrieb mir ein finnischer Fan, er habe meine Bachwerke (Klavier) auf dem Handy als Klingelton. Das freut mich.

Die ersten 20 Prozent für das Pedalclavichord ✅: erreichten die Niederlande. Eibe und Eiche, der perfekte Smoothie… heute übrigens Birne-Himbeere-Mandel-Hafermilch. Freue mich, mit Schachtner und anderen tollen Komponisten am 6. Juni eigene Kompositionen aufzuführen.

Ich bin Musikerin, die ihr Land liebt. (U. Kulthum)eine 

Ich auch.

Die Sorge, die viele Veranstalter und Pädagogen zu haben scheinen, dass Bachs Musik zu anstrengend oder zu monoton für Jugendliche sei, ist unbegründet, wenn man sie hinführt und abholt.


Eben nicht nur laute, schnelle Musik interessant zu finden entspricht in etwa der Bildung, die durch Bachs Musik automatisch (aus)gelöst wird. Man könnte es mit dem Vorgehen der Interviewanalysen in meiner Dissertation vergleichen: In den Interviews deutet und transportiert man Informationen mit Chiffren, eine Art Vokabular; Jargons; man standardisiert, hat Grundkenntnisse, ist sozusagen ein „Instrumentist“, um herauszufinden, was signifikant ist.

Man kommt aus der Halbausbildung in eine Ganzausbildung, lernt immer mehr dazu, ist nicht einfach nur „naturgewachsen“, gewinnt sogar eine Klangvorstellung für Gefühle, aus der Feinanalyse der Stimme; ähnlich dem Legatobogen im 18. Jahrhundert.

Welche Ausbildung und Artikulation sind signifikant? Es ist lehrbar. Man gewinnt eine Art Orthographie. So auch mit Bachs Musik, dem ersten Kontakt und den folgenden. Man bleibt nicht naturgewachsen. Man lernt dazu, wenn man möchte. Man entdeckt und erkennt das Vokabular, die Chiffren, bekommt eine völlig neue Klangvorstellung für Musik.

Neue Klänge zu entdecken, Klang neu zu entdecken und kennenzulernen gehört mit zu den schönsten, faszinierendsten musikalischen Erlebnissen überhaupt. Das möchte ich weitergeben.

Ich habe ein paar sehr begabte kleine Klavierschüler. Ich nehme wenig Schüler an. Nur dann, wo ich spüre, dass musikalisch geatmet. Ich erkenne am Atmen den Grad der Musikalität.

9. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Für heute nacht nehme ich die Schöpfung zurück. (Günter Kunert)

Danke für die Blumen und Grüße zum Frauentag, ich fühle mich ja fast, als hätte ich Geburtstag. ❤️
Danke für das Lob, dass ich mutig und kompromisslos bin.

Ich werte die Interviews aus für meine Promotion. Es ist erstaunlich, zu sehen, wie Jugendliche auf Bachs Musik reagieren, in ihrem ersten Kontakt. 

Ich liebe es, die alte Sehnsucht in mir in neuen Dingen zu entdecken. In Klang, Wundern. Dem wilden Verhängnis Musik ausgeliefert zu sein.

Verbindung und Wechselwirkung zwischen Pianistin und Organistin  

In einer schwedisch-deutschen Pianistenfamilie bin ich aufgewachsen und habe Konzertfach Klavier (Konzertexamen) und Orgel (gerade zweiten Teil abgeschlossen) studiert – zwei sehr unterschiedliche Instrumente, die jedoch eine Einheit bilden, sich ergänzen und bereichern. Die Orgel mit ihrer Kraft und Größe fängt meine Energie anders auf als der Flügel, den ich zuerst liebe, da er meine Kindheitsliebe ist, der eher brillant, kompakt, spitz zulaufend ist, ein Muskelpaket von Klang. Die Orgel dagegen wartet und ist beinahe feminin. So groß sie (von unten gesehen) oben auf der Empore wirkt, so zerbrechlich ist sie, wenn man oben bei ihr angekommen ist. Sie singt und bläst einem warm entgegen. Ihren Klang suche und finde ich ganz anders, denn ihre Farben muss ich durch Wissen erfahren und erlernt haben, um die Register „zu beherrschen“ und zu kennen: Orgelspiel ist Wissen. Die Orgel ist meine zweite große Liebe, die größere vielleicht. Für mich als Pianistin war es spannendes Neuland, zu erfahren, wie eine Orgel aufgebaut ist, Prinzipale, Flöten, Zungen, das Mischen und das Zusammenspiel – hier geht es um musikalische Erfahrung. Am Flügel, da ich diesen schon seit meinem dritten Lebensjahr kenne und spiele, hatte ich stets das Gefühl, ich kann den Klang instinktiv und aktiv führen und bestimmen, das Klavier biegt sich mir hier entgegen. Jedoch an der Orgel ist es klares (beinahe sachliches) Wissen, Kalkül im besten Sinne. 

Auch die Technik in meinen pianistisch trainierten Händen braucht an der Orgel einen anderen Twist, teilweise eine gegensätzliche Herangehensweise: Am Klavier zählt vor allem, wie ich in die Taste hineingehe. An der Orgel ist wichtig, wie ich aus der Taste herausgehe. Das weiche Absprechen ist grundlegend wichtig an der Orgel für Dynamik und Artikulation. Je größer die Orgel, desto zärtlicher muss man sein. 

Das sehen viele Organisten (die meisten sind Männer) anders, da geht es viel um Macht und Lautstärke. Jedoch an einer Orgel musikalisch und virtuos und auch leise spielen zu können, das ist die Kunst. 

Mir macht es Freude, Chopin und andere virtuose Stücke auf die Orgel zu übertragen. Ich orientiere mich nicht an eine bestimmte festgelegte Strömung wie die, die nur eine Art Spiel oder eine Art Orgel akzeptieren und nichts anderes gelten lassen („nur Franzosen“; „nein, nur Bach“; „nein, nur Reger, sonst ist man kein richtiger Organist“ usw.). Da ich als Neueinsteigerin erst seit ca. 2018 in der „Szene“ bin, bin ich dankbar dafür, dass ich nicht gebunden, festgelegt, manipuliert oder beeinflusst war oder werden konnte. Dadurch sehe ich die Orgel mit freien Augen, und ich sah sie automatisch als Konzertinstrument. Warum? Weil ich es vom Flügel nicht anders kenne. Es war für mich überraschend, dass die Orgel für viele (für mich nun neue) Kollegen nicht als Konzertinstrument gesehen wird oder gilt. „Spiele nicht zu schnell, sondern langsam, spiele nicht virtuos!“

Ich studierte Konzertfach Orgel zunächst in Franfurt am Main, dann in Heidelberg, Würzburg und Hamburg, und ich bin Christin, gläubig, noch überraschter, dass in der Kirchenmusik viele Kommilitonen an Gott nicht glaubten. In der pianistischen Welt spielt der Glaube kaum eine Rolle. Ich hoffte, dass es in der Kirchenmusik anders wäre; ist es oft leider nicht. Jedoch meine Liebe für die Musik, die Orgel und Gott überwand diese Hindernisse. Warum? Man kann auch mit schnellen Fingern, auch als Frau und Künstlerin mit einem konzertanten Willen die Orgel als heiliges Instrument begreifen und sprechen lassen. Gerade die Orgel kann in einem Konzert Gottesdienst sein. 

Dass ich meine Technik am Klavier an der Orgel einsetzen kann, freut mich sehr. Das Pedal musste ich neu lernen; hier einen guten, klugen Lehrer zu finden, war zunächst nicht leicht. Und das Zusammenspiel, die Koordination – den Raum der Kirche als Resonanzkörper der Orgel empfinden, die Wichtigkeit der Artikulation begreifen – dies lernte ich in sehr kurzer Zeit deswegen, weil ich seit 2017 über 240 Orgeln unter den Fingern und Fittichen hatte und wunderbare Orgelmeisterkurse besuchte und viele Konzerte spielte von Anfang an – auch Videos aufnahm, wofür ich dankbar bin. Ich liebe es, zu reisen, so konnte ich an allen Orten die Orgeln kennenlernen. Jede Orgel ist eine Lehrmeisterin. Sie hat mir geholfen, Raum, Register, Aufbau, Klang und Artikulation schnell umsetzen zu können, direkt vor Ort, auch an fremden Instrumenten. Meine virtuose Art vom Klavier war manchmal eine Hilfe, jedoch manchmal auch ein Hindernis. Warum? An der Orgel geht es nicht in erster Linie um Beeindrucken, sondern um Berühren: Um Fühlen des Raumes, der Resonanz, der Pfeifen, bis unter die Decke, bis hinter zum Altar. Die Kraft der Orgel, gleichzeitig ihre Zartheit – diese Kombination inspiriert mich, denn ich bin genauso. Daher habe ich neue Werke für die Orgel komponiert, um den „neuen Sound“ einzufangen (Laurentius-Verlag Frankfurt am Main, Furore-Verlag Kassel…). Dem Verhängnis Musik ausgeliefert. Orgeln unter den Fittichen haben.

8. März 2021

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Frauen fürchten nicht das Alter. Sie fürchten nur die Meinung der Männer über alte Frauen. (Jeanne Moreau)

Altersdiskriminierung, durch Männer verursacht. Männer dürfen alt und fett sein. Frauen müssen dünn und jung sein.

An meiner Hauptwerkorgel wurde wegen Reed-Schaltern herumgebastelt.

Angst vor Altersdiskriminierung, die ein Teil von Sexismus und Frauenfeindlichkeit ist, kann überwunden werden. Ich mag Maggie Kuhns Satz: „Das Alter ist eine wunderbare Zeit für Skandale. Mein Ziel ist es, wenigstens einmal in der Woche etwas Skandalöses zu sagen oder zu tun.“ Na dann!
Ich bin doch noch nicht sicher, ob ich Duruflé spielen werde. Dass er seine 20 Jahre jüngere Studentin geheiratet hat, mit der er dann gnädigerweise Konzerte teilte, war für mich ein Schock und macht ihn in meinen Augen zu einem typischen „Professor“, wie es sie zuhauf gibt – einer, der Probleme mit Frauen hat.

Wenn ich Ken Follet lese, dann, um zu analysieren, was ihn zu einem solchen Bestseller gemacht hat. Ich fand heraus: Er schreibt meiner Meinung nach spannend, plakativ, unrealistisch, in vieler Hinsicht oft leicht sexistisch oder machomäßig im Gesamtstil, über Frauen aus der Sicht eines Mannes, die in keiner Weise stimmt, aber irgendwie sinnlich, easy und angenehm – er reiht sehr geschickt spannende Teilgeschichten aneinander. Gutes Entertainment zu schreiben ist nämlich gar nicht so leicht. Nettes Entertainment ist auch die Staffel „Criminal Minds“. Jedoch eigentlich interessiere ich mich für Sprache aus einem ganz anderen Blickwinkel: Appräsentieren, Vollzugswirklichkeit von Sprache… was man alles lernt beim Analysieren von Interviews (Promotion).

„Wenn man sich zu alt für eine Sache vorkommt, sollte man sie erst recht probieren“. (Pablo Picasso)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen