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Ann-Helena Schlüter

Du hast mich berührt. Lass mein Leben ein Dank sein für deine Zartheit, Gott. (Marie-Luise Stangl)

Im Juli kommt mein Artikel in Zeitzeichen. Der Redakteur ist begeistert. Ob er attackiert wird?
Wohltemperiertes Klavier auf Orgel fast eingespielt:

Manche Menschen erscheinen mir hinterhältig mit zwei Gesichtern. Sie sind immer da aktiv und informiert, wo gelästert wird. Es ist mir schleierhaft, dass Menschen wie Sebastian Küchler-Blessing und andere zugesehen haben, anstatt zu helfen. Ich finde, das ist Mittäterschaft. Manche Menschen freuen sich, wenn Konkurrenz und Frauen fertig gemacht werden. Die Hater waren sich so sicher, dass niemand etwas gegen sie sagen wird und sie sich selbst decken können. Jeder, der etwas gegen sie sagt, wird attackiert.

Ich fühle mich von Rochus Schmitz seit Jahren belästigt, er schreibt mich dauernd über meine Webseite an. Oft Lügen und Beleidigungen. Damit ich ihm antworte. Früher war es facebook. Da habe ich ihn dann gesperrt. Er verhält sich zudem sehr verlogen und feige. Ein Anwalt wie Wolfgang Gourgé. Diese gehören schon lange zum Pfeifenorgelforum seit Ewigkeiten, kennen die Pappmeier dort und verteidigen sie. Wie können „Anwälte“ so ein unseriöses Forum verteidigen? Das können keine seriösen Anwälte aus meiner Sicht sein. Es gibt dort eine „Kasse“ gegen Klagen. Das Forum musste daher auch „down under“ gehen. In dieser ganzen Szene tummeln sich musikalische Laien, die weder ein Video noch eine CD veröffentlicht haben, aber andere massiv kritisieren, sogar Konzertkünstlerinnen und Profis.

Diese Szene besteht fast nur aus Männern, die nie Musik studiert haben. Dazu „orgelaffine“ Anwälte, damit da niemand sich traut, sich zu wehren. Da ist Frauenhass vorprogrammiert, denn Fehlverhalten von Männern kommt dort kaum zur Sprache. Genau das gleiche in Ansgar Kreutz‘ Kirchenmusikgruppe. Ein Ableger davon mit den gleichen Leuten. Diese tummeln sich auch in anderen Gruppen. Es sind völlig niveaulose Leute in meinen Augen. Viele haben Angst vor denen. Ich auch. Aber wenn ich Angst habe, kämpfe ich. Eine Kumpel-Welt.

Meine Note 1,0 bekam ich im September. Keine 2 Wochen später waren die Neider auf dem Plan. Angeheizt bzw. motiviert waren sie von den Schmitz und Jürgen Strupat. Zeugnis siehe hier unten und auf facebook.

Grund waren meine Videos auf YouTube. Da es kaum solche Orgelvideos von Frauen gibt, wurden einige Neider wahrscheinlich neidisch und skeptisch, weil ich auffiel damit. Mit meinen bunten Partituren. Diese Hater disliken, kaum dass meine Videos eine Sekunde online sind und haben dafür meinen Kanal abonniert. Ambivalent.

Das ist Kirchenmusik 2021? Streit, Neid und Frauenfeindlichkeit meiner Meinung nach. Rochus Schmitz und Karl-Bernhardin Kropf haben hier mitgemacht. Rochus Schmitz hat das Ganze begonnen. Christoph Bossert hat die Hater unterstützt. Vermutlich ist er immer noch sauer, dass ich statt in seinem Klassenabend heimlich einen Soloabend spielte. Ich berichte dies in Teil 12.
Lucas Kluck finde ich gefährlich. Er gilt als psychisch labil, hat einen Betreuer, ist mit Maximilian Rothe und Martin Schmitz befreundet, arbeitet wohl in einer Art Behindertenwerkstatt, wurde von Michael Siewert, mir, dem Bistum Würzburg und Stefan Schmidt 2021 angezeigt und belästigt mich. Er soll auch vorher schon andere Frauen belästigt haben.

Wenn man mich fragt: Warum konnte ich mein Zeugnis mit 1,0 nicht direkt posten – : Weil ich parallel in Hamburg studierte. So musste ich mein Zeugnis Würzburg erst mal für mich behalten. Neider stürzten sich auf mein Zeugnis. Fortsetzung in Teil 12. Weil ich so oft gefragt wurde. Und es ist schon sehr lange her. Ich berichte dies nun mit einiger Distanz.

Mein Weg mit der Orgel (12):

Christoph Bossert war mir ein guter Lehrer, ich habe viel gelernt seit Oktober 2018, und auch schon zuvor, jedoch menschlich ist er sehr schwierig meiner Meinung nach. Sehr autoritär. Schwieriger Umgang mit Frauen. Sehr cholerisch. Schreit viel. Verbreitet Angst und Schrecken, wenn er rumbrüllt. Jedenfalls aus meiner Sicht. Wohl jetzt das dritte Mal verheiratet. Sie alle mussten sich um ihn kümmern. Ich finde, es sollte umgekehrt sein. So etwas wie ich ist ihm wohl noch nie untergekommen. Ich mache mein eigenes Ding. Hans-Ola berichtete mir, in Trossingen sei viel Schlimmes vorgefallen, bevor Bossert ging. Sie waren mal gut befreundet.

Die aktuelle Klasse in Würzburg war klein und eng und bestand aus Männern, die ihm „in den Hintern kriechen“, wie ich beobachtete, zudem aus ganz ergebenen und leisen Asiatinnen, die kein Deutsch konnten – und mir. Nun ja. Das sagt ja schon alles aus. Ich holte mir bei der Exkursion ein Coffee to Go und entfernte mich ca. 4 Minuten von der Gruppe. Bossert war da schon einem Nervenzusammenbruch nahe und schrie herum, ich solle da bleiben. Ich hasse es, wenn jemand schreit.
Ich ertrug es, weil ich sehr viel lernte. Weil ich alles lernen wollte. Zudem gab es immer den Weg hinaus: Hamburg. Ich erinnerte mich an den Duft des Meeres.
Doch die „Hinternkriecher“ in der Klasse Würzburg waren schwer zu ertragen.
Musikalisch waren Bossert und ich auf einer Wellenlänge. Der Unterricht war top! Das entschädigte alles. Aber menschlich? Katastrophe! Choleriker. Jähzornig. Schreiend. Bitter. Jeder Versuch Richtung Freiheit wurde niedergebügelt in meinen Augen. Meine Konzerte waren ihm auch eher ein Dorn im Auge. Aber er ließ mich gewähren, was ich ihm anrechnete. Er sprach ständig von Martin Sturm. Ich konnte es nicht mehr hören.

Martin Sturm hatte mir Bossert empfohlen. Ich verstand es nicht mehr. Dennoch war das erste Jahr sehr intensiv. Ich lernte alles. Dann kam Tag X. Klassenabend in Hoffenheim. Gleichzeitig hatte ich Solokonzert in Zülpich bei Köln. Beides 17 Uhr. Wie sollte ich mich aufteilen? Zerreißen? An zwei Orten gleichzeitig sein? Ich war in einer Zwickmühle und hatte nicht das Gefühl, dass mir Christoph Bossert entgegenkommen würde. Ich hoffte, es würde die Woche später werden. Ich deutete Bossert mein Dilemma an. Er verstand nicht. Er sagte, man dürfe (am Tag davor) nur in Hoffenheim die Orgel spielen, wenn man auch dann im Konzert spielt. Damit war mein Schicksal besiegelt. Ich wollte unbedingt an der Orgel spielen. Das wusste er. Ich hätte jeder Bedingung zugestimmt. Ich durfte nur mit Konzert an die Orgel. Also sagte ich zu. Die Walcker ist GENIAL! Es war ein schöner Tag an der Orgel.

Mein erstes Mal. Ich verdrängte das Problem mit dem Tag danach. Hoffte auf ein Wunder. Denn das Solokonzert absagen ging natürlich nicht. Es wird doch egal sein, ob ich da bin oder nicht im Klassenabend, dachte ich, die werden froh sein, wenn ich nicht da bin, dachte ich, wenn sie meine Zeit bekommen können: So tröstete ich mich. Das war ein Fehler. Bosserts „Sprecher“ waren neidisch und unfreundlich und wollten ihre Vorrechtsposition nicht verlieren.
Ich meldete mich also ab und fuhr nach Zülpich bei Köln. Das war etwas naiv und ein Fehler von mir.

Es dauerte keine 5 Stunden, bis ich verraten wurde von Studenten. Ich hatte ein schönes Konzert in Zülpich. Danach hatten wir lecker gegessen. Aber kaum wollte ich schläfrig ins Bett steigen, bekam ich von Leonard Nachrichten via WhatsApp, die mir den Schlaf raubten. Dass er wusste, wo ich war. Dass er mich verraten würde. Dass er im Gegensatz zu mir einen doofen Tag hatte. Bossert war wohl wieder am Schreien. Ich bat, zu warten – ich würde es Bossert selbst sagen. (Wie, war mir schleierhaft.) Er wartete nicht. Leonard Klimke verriet mich bewusst sofort, direkt vor meiner Unterrichtsstunde.

Ohne es mir zu sagen. Er warnte mich nicht mal. Ich erkannte an Bosserts Gesicht sofort alles. Er besprach mit mir den Text eines Chorals. Es ging um Schuld und Sühne. Ich war einer Ohnmacht nahe. Dann ging das Schreien wieder los. Ich erfror. Ab da waren Bossert und ich keine Freunde mehr. Es ging zwar noch ein paar Wochen gut. Aber das Verhalten von Bruno und Leonard Klimke goss ständig Öl ins Feuer. Zudem hatte Bossert Carsten Wiebusch kontaktiert, wie er mir sagte. Da hatten sich zwei gefunden, dachte ich.

So gab ich auf und bat um Vorziehen meiner Prüfung. Innerhalb von wenigen Monaten lernte ich (meist via Zoom wegen Corona) mit Jan Dolezel und auch Günther Kaunzinger und auch Hans-Ola Ericsson ein schweres, neues Prüfungsprogramm: Liszt, Messiaen, Bach Passacaglia, die haben das toll gemacht, ich lernte sehr viel Neues, anderes, besonders Registrierung. Bossert und Kaunzinger sind sich schon seit Jahrzehnten nicht grün, und auch Hans-Ola und Bossert sind sich nicht mehr grün. Da ich in Schweden konzertiert hatte, verhinderte Bossert meine Prüfungen an der Saal-Orgel. Er schob Corona vor.

Ich hatte mich dort schon etwas eingerichtet. Hätte aber plötzlich sowieso nur 8 Stunden dort haben dürfen, weil Bossert bewusst plötzlich neue Regeln aufstellte. In 8 Stunden hätte ich es schwer geschafft, mein ganzes Programm einzuregistrieren. Klimke und Co waren da schon Jahr und Tag an dieser Orgel. Unfair! Wegen Schweden durfte ich ja eh nicht mehr hinein (Corona).

So spielte ich meine Prüfungen in Kirchen und bekam zweimal eine 1,0. ❤️ So, das war die Kurzfassung. Da mir tolle Organisten bei dieser Prüfung geholfen haben, u.a. auch aus Merseburg, Ilmenau, Helmstadt und Kanada, war ich sehr gut vorbereitet gewesen. Dass ich auch bei Organisten war, die Christoph Bossert (der gern über andere schlecht spricht) ein Dorn im Auge waren, gefiel diesem natürlich nicht. Unterricht aber hatte ich bei Bossert bereits seit Oktober 2018 bis Dezember 2019, ingesamt mind. doppelt so viel Stunden, wie manche Hater behaupten, ganz zu schweigen von dem vielen Gruppenunterricht, den Improvisations-Unterrichtszeiten und den Seminaren bei ihm.

Ich spielte auch meine eigenen Werke. ob sie in großen Verlagen verlegt werden?
Offenbar traut man Orgelwerke Frauen nicht so zu. Oder die Werke müssen zumindest ähnlich klingen, wie es bereits schon käuflich ist, wie man es kennt. In beiden Kirchenmusikzeitungen ist seit Jahrzehnten fast nur von Männern die Rede.

Die Orgel ist feminin. Und neu. Komponistinnen und Organistinnen sollten gefördert werden und zu Gehör kommen. Frauen auszuschließen, die etwas zu sagen haben, ist auch 2021 oft passiert. Eine (Semi)-Kirchenmusik, die in Männerforen und Gruppen lästert, zeigt den weiteren Verfall der Kirche. Und da sind viele, die bewusst wegschauen beim Hinschauen.

Wie muss es anderen Komponisten ergangen sein, die Neues erschaffen wollten? Der Laurentius Verlag Frankfurt am Main, Heinrichshofen, Stringendo, Intermezzo und Furore haben nun bisher meine Werke veröffentlicht, was mich sehr freut. ❤️


Manuel Kelber-Bender, Lucas Kluck, Johannes Richter, Tim Weigardt, Christoph Brückner und Brigitte Wintzen: Wie diese Orgel spielen, gefällt mir überhaupt nicht, sehr laienhaft. Dennoch lästern sie über mich, plustern sich auf, wie ich finde.

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J.S. Bach – Präludium Es-Dur BWV 852 WTK I Nr 7 Lobback Kreienbrink Orgel Weikersheim, AHS

Zeugnis Note 1,0 mit Anstecknadel.

24. Juni 2021

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Vieles in der Wissenschaft scheint sprachlich eine Floskelwelt. (AHS)

Eine Ladegast-Zeit die letzten drei Tage. 4 Ladegast an 3 Tagen. Am 3.10. spiele ich übrigens an der Ladegast in Rudolstadt. (Ich war schon dort, wunderbar.) Der Künstler Ladegast kommt aus Döbeln / Hermsdorf, da habe ich überall schon gespielt.

Nach Ladegast Weißenfels St. Laurentius, Erlöserkirche Braunsbedra und St. Peter in Hohenmölsen konnte ich auch den weiteren Vorgang an der großen Ladegast, durch Eule restauriert und intoniert, in der evangelischen Stadtkirche in Weißenfels weiter beobachten. Das war spannend. Bis September muss die Orgel fertig sein. Darüber berichte ich gleich noch.

Eins muss ich noch dringend empfehlen: Wunderbar ist das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels, des Komponisten Heinrich Schütz. Ganz wunderbar gestaltet. Wunderbare Musikbeispiele, Instrumentenkunde, Geschichte, Komponierkunde. Theorbe (Saiteninstrument), Dulzian (weich und exotisch, Blasinstrument), Alt-Pommer, Schäferpfeife, Tenor-Posaune (golden-dunkel), Virginal (Clavier, klingt wie ein Cembalo), Stiller und Krummer Zink (Horn, wie eine menschliche Stimme, sehen aus wie Säbel), Travers… Für mich als Organistin sind die alten Instrumente natürlich sehr interessant. Die Stadtpfeifer! Ich habe hier viele Stunden verbracht. Nein, aber es ist so interessant. Da er hier seine letzten Werke komponiert hat, Schwanengesang und seine geistlichen Sinfonien ordnete, ist sein Geist in diesem Haus. Ich ließ mich mit seiner Musik umgeben via Kopfhörer, erfuhr von seinem Leben. Leider ist die Darstellung in diesem Museum sexistisch in meinen Augen, da in den Hörstationen von seiner Frau überhaupt nicht berichtet wird. Sie wird kaum (eigentlich gar nicht) erwähnt. Wer weiß, was sie alles für Schütz getan und geopfert hat! Vermutlich ihr Leben: Wieviele Frauen starben damals durch unzählige, unkontrollierte Schwangerschaften! Im Museum aber heißt es dazu, wie sehr darunter Schein und Schütz litten, dass ihre jungen Frauen so früh starben! Kein Wort darüber, dass die Frauen litten.

Und die arme Schwester Justina, 13 Jahre jünger als Heinrich, laut Museum hochmusikalisch, durfte keinen Beruf erlernen wie die meisten Frauen dieser Zeit nicht. Wirklich schrecklich. 

Ich wandelte einige Tage morgens allein durch die Räume, die nach Holz dufteten, und ließ sein Schaffen auf mich wirken. Er wurde alt. Ich liebe seine Psalmen.

Wir waren auch in Naumburg und hörten von unten die Bachorgel. 
Ganz besonders war, zu erleben, wie der Intonateur die wunderbaren Klänge der großen Ladegast der Stadtkirche schärfte, die große Schwester von Hohenmölsen. Er verwendete hierzu ein Orgamat und konnte dann von unten mittels eines winzigen Keyboards die wundervollen Klänge der großen Orgel prüfen. 

Übrigens habe ich den Blog-Eintrag gestern noch erweitert und ergänzt.

Neu: f-Moll mit 4-Fuß: (zuvor habe ich es auch in 8-Fuß auf YouTube gestellt):

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21. Juni 2021

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Das Genie ist der Blitz, dessen Donner Jahrhunderte währt. (Hansen)

Es gewittert ganz arg. Das Zitat passt wieder enorm, obwohl ich es vor Tagen ausgesucht habe. 

Trost Orgel AHS

Steinmeyer Gartenstadt

Steinmeyer Popp Lukaskirche Mannheim

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Von manchen Orgeln bin ich die erste im Netz mit der neuesten Disposition und Video: Zb Steinmeyer Lukaskirche Mannheim, Weigle Mannheim…

Ich freue mich auf die Orgel Radtour mit Thorsten, Archiv Musik und Frau, Interview Zeitzeichen.
Fortsetzung 10 kommt morgen im Laufe des Tages.

Mein Weg mit der Orgel (10):

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Durch diese Prüfungsvorbereitung lernte ich meine Liebe zum Dirigieren kennen. Aber wenn man auch noch so begabt ist, man kann nicht alles machen. Es geht zeitlich nicht. Es war dennoch wundervoll und spannend, sich damit zu beschäftigen. Ich merkte bald, dass ich hier genauso begabt war.

Bernd Stegmann, der (ohne je auch nur ein persönliches Wort oder Gruß an mich gerichtet zu haben) sehr voreingenommen gegen mich wirkte aufgrund der Gerüchte von Wiebusch und Viegelahn aus Frankfurt (und das am Ende seines Berufslebens, wo ich mich fragte: Was hat dieser Mensch in seinem Beruf bezüglich Lästern und Gerüchte eigentlich gelernt?) gab mir (durch andere) zwei Wochen zuvor ein „überteuertes“ Stück zum Dirigieren, also eines, das fast jeden Takt Taktwechsel hatte, komplex und schwer war, obwohl ich noch nie zuvor Chordirigieren studiert hatte, was er wusste. Er sprach mit mir über das Stück keinen Ton. Auf was ich achten sollte, was ihm wichtig war, zu sehen oder wer er ist etc. Nichts. Er sprach überhaupt keinen Ton mit mir. Er wirkte auf mich völlig unpädagogisch. Viele Leute sagten mir, das Stück war schwerer als normale Zwischenprüfungsstücke, die jahrelang vorbereitet werden. Man fragte mich: „Haßt der dich?“


Ich ließ mich noch nie von Gemeinheit abhalten oder einschüchtern. Auf diese Weise lernte ich alle Taktarten im Dirigieren kennen und war wirklich entzückt, den Chor dann vor mir zu haben (auch wenn er fast nur aus lästernden Studenten bestand). Es machte mir dennoch erstaunlich Spaß (wieviel mehr unter anderen Umständen) – und ich bekam ein berauschendes Gefühl, so als hätte ich Alkohol getrunken. Ich war im Rausch, so wunderbar war es, menschlich-musikalisches Feedback umgesetzt auf mein Dirigieren zu bekommen. Es war ganz neu für mich. Als würde ich zum ersten Mal einen Salto direkt vom 50-Meter-Brett machen. Vor Leuten, die mich fallen sehen wollten. Für mich wurde der Chor ein Instrument. Irgendwie harmonierte es. Ich sah neugierige Blicke und wollte mich ganz auf die Musik konzentrieren. 40 Minuten vergingen wie im Flug, wie 4 Minuten. Bernd Stegmann aber blieb meiner Meinung nach ungerührt und kalt trotz meines offensichtlichen Potentials, Mutes und Leidenschaft, die ich in der Extremsituation bewiesen hatte. Nach nur 14 Tagen als Neuling so ein Stück zu dirigieren. Sein Versuch, mich reinzureiten, war misslungen. Was ich jedoch schockierend fand: Jemanden nicht mögen wollen, ist eine Sache. Aber Talent bewusst nicht honorieren, ansprechen oder sehen wollen, noch dazu als alter, erfahrener Lehrer, ist eine ganz andere Sache in meinen Augen. Das ist für mich menschlich schwach, armselig, Machtmissbrauch und unmusikalisch. Jan Wilke schien mir wie Stegmanns Hündchen, der, obwohl er zuvor mein Potential mehrfach mir gegenüber erwähnt hatte im Unterricht, plötzlich den Schwanz einkniff, schwieg und sich in keiner Weise traute, gegen Stegmann etwas zu sagen. Er schwieg auch zum ganzen Verlauf, obwohl er mir zuvor und auch hinterher gesagt hatte, wie unfassbar er das Ganze fand, wie es abgelaufen war und dass Menschen bewusst ihre Macht gegen mich eingesetzt hatten. Dass er alles von vorneherein bedenklich fand. Er teilte mir auch hinterher bedenkliche Insider mit. Dennoch war er meiner Meinung nach zu feige, auch nur den Mund aufzumachen gegen das System, weil ihm sein eigener Stand dort das Wichtigste war und er seinen Job behalten wollte.

Fazit bisher (morgen berichte ich weiter): Der Machtmissbrauch an vielen Musikhochschulen in Deutschland erscheint mir immens, besonders gegen Frauen. Sehr junge Studierende können sich meist gar nicht dagegen wehren. Vieles wird unter den Teppich gekehrt und totgeschwiegen. Mitarbeiter, besonders im unteren Bereich, wagen meist nicht, gegen Vorgesetzte auszusagen oder überhaupt etwas zu sagen. Sie schauen auch jahrelang zu, wenn diese mit Mädchen und Studierenden ins Bett gehen. Zudem gibt es starke Männer-Seilschaften, die zusammenhalten.

20. Juni 2021

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Wenn frau in eine Männer-Domäne eindringt, Komponistin, Konzertorganistin, Orgelsachverständige oder alles drei, gibt es Attacken von Männern geistlicher Art, weil neues Land eingenommen wird. (AHS)

Heute erinnere ich an Eva Menasse, Ursula Herking, Donna Hay, Lena Dunham.

Neue Orgeln abgebildet in Bild und Ton, u.a.:

St. Katharinen HH

Weigle Orgel Mannheim

Predigerkirche Erfurt

Das Weiterblättern der OrgeI-lnfo wird noch verbessert. 12 Orgeln sind schon drin. Es folgen noch mind. 441.

Die Fortsetzung  Nr 9 folgt im Laufe des Tages.

Neu:

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Mein Weg mit der Orgel (9):

Das Hochstufen ins 5. Semester KiMu Kirchenmusik sah in Heidelberg nicht so aus wie meine bisherigen Hochstufungen (bis zu sechs Semester), an die ich mittlerweile gewohnt war, die klappten und die ich gemeint hatte: Dass ich hochgestuft werde und in der Zeit danach mich in Ruhe akklimatisieren konnte. Das funktionierte prima. Wie in Frankfurt und später in Würzburg und Hamburg. Dass mir meine Leistungen anerkannt wurden.
Doch Gerhard Luchterhand, eng verbunden mit Viegelahn und Wiebusch, und Martin Mautner gedachten es so, dass es unmöglich war, es zu schaffen: innerhalb von 2-3 Wochen (!) sollte ich zwei Jahre bereits nachgeholt haben und in einer Zwischenprüfung vorweisen. Das war natürlich absurd und eine Falle. So hatte ich das nicht gemeint. Das konnte niemand schaffen. Und es ging auch nicht darum, dass ich es schaffen sollte: Im Gegenteil. Es sollte gar nicht funktionieren. Ich war Mautner und Luchterhand ein Dorn im Auge, sie waren unfreundlich, grüßten mich nie, und Luchterhand lehnte mir ab (ohne dass ich ihn je zuvor gesehen hatte), antwortend auf meine private freundliche Mail auf hochoffizielle und unfreundliche Art und Weise mit zig Leuten in Kopie gesetzt, „seine“ Walcker Orgel nebenan kennenzulernen. (Da mutierte aus einer kleinen Frage ein Staatsakt, woran man immer erkennen kann, dass es um andere Dinge geht.) Als mich dann jemand anderes dort hinein- und spielen ließ, war er sauer.
Dass ich sowieso längst woanders hin wollte und Aufnahmeprüfungen bestanden hatte, wussten sie nicht. Ihre Angst, dass ich bleiben könnte, war unberechtigt.
Gutgläubig ging ich davon aus, dass Menschen nicht so böse und unprofessionell sein würden, mir bewusst eine Falle zu stellen, damit ich scheitern musste.
Ein Fehler.
Ich bin der Typ Mensch, der jede Herausforderung annimmt und es spannend findet, auch wenn ich etwas Angst hatte. Dass ich einem Männermobb ausgeliefert sein würde, das von vorneherein genau wusste, dass es nicht zu schaffen war und das auch deswegen so geplant hatte, daran dachte ich nicht, das wusste ich nicht. Trotz Jan Wilkes Gespräch mit Martin Mautner eine Woche vorher, dass es nicht zu schaffen sei, ob es nicht andere Wege gäbe, mich hochzustufen, beharrte Martin Mautner dennoch stur auf diesem absurden, meiner Meinung nach rechtswidrigen Vorgehen. Welche Hochschule mit Verstand und Gewissen lässt jemanden ernsthaft und bewusst in zwei Wochen zwei Jahre nachholen und dann zur Prüfung antreten und damit als Lamm zum Schlachter? Mit Fächern, die ich teilweise vorher noch nie hatte? Ich ahnte, wer dahinter steckte, denn Eugen Polus hörte nicht auf, von „Wiebusch und Frankfurt“ zu reden. Dennoch nahm ich die Herausforderung an und machte meine Sache unter diesen Umständen so gut, dass ich es sogar geschafft hätte, wenn man mir wohlgesonnen gewesen wäre. Was man mir jedoch hier eindeutig nicht war. Ich lernte dennoch sehr viel, auch menschlich. Mautner saß mit Grabesmiene in fast jeder meiner Prüfungen (warum?), ohne zu grüßen oder zu lächeln. Er ist ja kein Musiker. Er ist – unfassbar genug – Pfarrer! (Und fährt einen Kleinwagen mit einem Fisch drauf. Dem christlichen Symbol.) Dennoch war er bei mir überall in jeder Prüfung dabei. Da ich hochsensibel bin, irritierte mich sein Verhalten. Später fragte er mich mitten in der Prüfung, von was ich eigentlich leben würde. Er wirkte auf mich neugierig, irritierend, unfreundlich, kalt und siegesgewiss, dass ich es auf keinen Fall schaffen würde/dürfte. Morgen berichte ich weiter. Tatsache ist, sie mussten sich ganz schön anstrengen, damit ich es nicht schaffe. Später machten sie mir sogar noch den Vorwurf, warum ich angetreten sei und gar, es wäre ja meine Idee gewesen.

Und der Tag war Hellas Beerdigung. Sie hatten nichts dazu gelernt.

Wenn die Welt gerettet werden kann, dann nur von den Widerspenstigen. (Gide)

Wunderschöne Hey Orgel St. Matthäus Markt Einersheim

Mein Weg mit der Orgel (5): 

Nun begann ein spannendes halbes Jahr mit guten Lehrenden. Ich nahm an Meisterkursen teil bei Hans-Ola Ericsson in Stockholm und Regensburg, durch den ich sehr viel lernte, der mich versteht und ein Herz wie Butter hat. Ich bekam auch viele private Stunden von ihm via Zoom.

Ich war so eifrig, dass ich oft das Gefühl hatte, ich bin eine Frucht, die gleich aufplatzt, wie ein Granatapfel, der überall seine Kerne versprüht. Ich wurde von mindestens 10 Professoren unterrichtet, also jede Woche woanders, und überall lernte ich Neues, in diesem halben Jahr so viel wie andere in 3 Jahren. Es war für mich ein großer Gewinn; ich verstand mehr und mehr, was Orgel ist.

Auch wenn ich teilweise Konträres, Komplimentäres lernte, öffnete gerade dies die wichtigsten Erkenntnisse. Ich reiste überall begeistert, konzertierte weiter, meine erste Orgel-CD kam heraus (Bach zwischen Lübeck und Paris), und ich bekam überall die Unterschriften, die ich für mein Zeugnis brauchte. (Eigentlich hätte die CD: Bach in Spanien heißen sollen 😊)

Was mir auffiel: Bevor Wiebusch und Viegelahn nicht wussten, dass und wo ich war, waren alle diese anderen Lehrer sehr nett zu mir, interessiert, sogar begeistert. Sobald sie aber erfuhren, wo ich unterrichtet worden war… Carsten Wiebusch wollte mir Videos, Konzerte und CD verbieten und nötigte mich sogar, mich sonst nicht mehr zu unterrichten.

Doch kaum hatten Wiebusch und Viegelahn erfahren, wo ich war, veränderten sich einige diese Lehrer im Nachhinein mir gegenüber, besonders deutlich zu sehen bei Martin Schmeding in Leipzig und Gerhard Gnann in Mainz.

Eine der größten Hilfen und ein wunderbarer Lehrer war Frank Scheffler, der mir für meine Bachelor-Prüfung blätterte, Tee mitbrachte und absolut verlässlich war. So hatte die HfMDK jedenfalls eine große Anzahl der besten Unterschriften des Landes (und darüber hinaus). Ich hatte das, was ich vorweisen musste, um ein Vielfaches überschritten.

Die Professoren schrieben mir wunderbare Dinge, unter anderem, dass es eine Ehre war, mich zu unterrichten. Aber am meisten bin ich, wie gesagt, dankbar für Frank Scheffler. Ich bekam den Prüfungstermin Februar 2019, es wurde ein externer Prüfer eingeladen aus Heidelberg: Carsten Klomp. Wiebusch und Viegelahn versuchten wohl noch alles, dass ich im Saal spielen muss, obwohl alle andern Prüflinge in einer der besseren Kirchen in Frankfurt spielen.

Auch dafür musste ich kämpfen, die gleichen Bedingungen zu erhalten wie alle anderen. An einem sonnigen Tag spielte ich meine Prüfung sehr gut nach zwei Semestern Turbo-Studium, Note 1,4. Als ich zurückkam in die Hochschule, gratulierten mir wildfremde Menschen, und die Frauenbeauftragte, die zuvor noch nie in einem solchen Konzert war, hatte Tränen in den Augen. Danke, Gott, dass du mir im Angesicht von Diskriminierung und Frauenfeindlichkeit geholfen hast!

Wunderschöne Hey Orgel St. Matthäus Markt Einersheim

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Blaue Blume, die leise tönt in vergilbtem Gestein. (Georg Trakl)

Ach, den lieb ich. Die verborgene, zärtliche Trauer.

Diesmal ein Vormittags-Blog.
Sehr schönes Konzert gestern, sonniges Wetter. Wunderschöne Steinmeyer 1855, klein, aber fein, von Hey restauriert. Ich hatte nackte Füße und musste zum Verbeugen um die Kirche herum, auf den Steinen. Am Flügel: Aufstehen. Verbeugen. An der Orgel: Sprint um die Kirche herum.

Fotos an der Orgel sende ich morgen. Aber auf facebook habe ich sie schon gepostet. 

Ich habe an dieser Orgel auch meine Lieder gesungen. Das war neu. Danach waren wir etwas essen. Mit lieben Menschen. Auch im Garten. Manche sind 4 Stunden angereist.
Franken lag friedlich inmitten sonniger Felder.
Und die schöne Hey in Einersheim. Kleinod. Unvorstellbar, dass so viele alte schöne Orgel-Gehäuse unbekannt und anonym sind.

Mein Weg mit der Orgel (3): 

Ich beschloss, zu prüfen, ob es Carsten Wiebusch um mein Wohl ging oder um meinen Schaden, als er meine künstlerischen Tätigkeiten an der Orgel inklusive CD zu verbieten versuchte. Er wollte zudem, dass ich meine damaligen YouTube Videos Orgel löschte. Dass dieses Verbieten nicht rechtens und respektlos war, ahnte ich – und hätte sofort Hilfe holen müssen, aber ich appellierte in mir an das letzte bisschen Vertrauen, dass ich ihm gegenüber hatte, und dachte: „Ich schaff das schon alleine mit ihm. Er ist mein erster Orgel-Prof und hat bei mir einen Stein im Brett!“ Außerdem riet mir Manfred Gerhardt zum Durchhalten.

Ein Fehler.

Ich beschloss, ich würde Wiebusch die CD-Aufnahme senden. Er könnte mir dann ja Feedback geben, wie er es fand, ob es zum Veröffentlichen gut sei oder nicht. Aufnehmen an sich könne er ja nicht verbieten. Dass er mir „seine“ Orgel zur Aufnahme nicht geben wollte, kam mir schon bedrückend vor, denn ich spielte Liszt B-A-C-H bereits sehr gut und hatte mit CD-Aufnahmen bei Hänssler Classic seit Jahren Erfahrung. Aber er wollte mich nicht fördern.

Mein erstes Youtube Orgel-Video im ersten Semester wurde von den Männern der Orgelklasse angefeindet: „Wie kannst du schon ein Video machen im ersten Semester?“ Dies: 

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Die letzte Stunde vor den Sommerferien kam. Theoretisch war ich nun gerade erst am Ende des zweiten Semesters, jedoch hochgestuft ins sechste. Wiebusch sagte während der Stunde kaum einen Ton, ließ mich spielen, wirkte auf mich beleidigt, stur und abgelenkt. Meine Fragen beantwortete er nicht, sondern sagte: „Einfach machen.“ Und grinste. 

Ein klärendes Gespräch mit ihm war völlig unmöglich. Das, was unter Männern so einfach geht, nämlich reden, wenn es einen Konflikt gibt, ist für eine Frau wie mich schier unmöglich. Er reckte das Kinn weit in die Höhe und wurde noch viel größer als ich. Dennoch schien er Angst vor mir zu haben. Wie sollte ich hier zu einem normalen Gespräch kommen? Ich versuchte es zweimal vergeblich.

Ich wandte mich schließlich an Stefan Viegelahn. Keine Reaktion. Die beiden waren hier aus meiner Sicht keine zwei voneinander unabhängige Personen, sondern eine recht geschlossene (und zudem auch aus meiner Sicht ungute) Seil- oder Kollegschaft. Von Viegelahn war keine Hilfe zu erwarten. Im Gegenteil. Er schwieg oder wiegelte mich ab. Mir kam der Gedanke, dass das Verbieten vielleicht von ihm ausgegangen war, denn mit Wiebusch war etwas völlig anderes ausgemacht gewesen, woran er sich auch 7 Monate hielt. Viegelahn aber war der Boss der Abteilung, der Wiebusch ins Haus geholt hatte.

Um das freiwillige Wahlfach Hammerklavier versuchte ich noch am Tag der Deadline vor den Ferien zu kämpfen, da ich wunderbare Stunden bei Christensen gehabt hatte und er mich weiter fördern wollte. Aber Wiebusch hatte längst Kontakte zum Riemer-Verwaltungs-Büro geknüpft. Er weigerte sich, mir das Fach zu erlauben. Wie er ja zudem bereits angekündigt hatte, er würde mir nichts mehr unterschreiben oder mich unterrichten, wenn ich weiter konzertierte. Aber Konzertieren ist ja mein Beruf, und die Orgel mein neues Metier. (Für jedes Wahlfach braucht man die Unterschrift des Hauptfach-Lehrers.) Ich hatte dem Büro davon berichtet.

Aber mir wurde dort nicht zugehört, sondern noch ein Strick daraus gedreht, dass ich dennoch dieses Fach Hammerklavier richtig wollte und darum bat, Wiebusch zu kontaktieren. Anatol Riemer wollte gar nicht groß mit mir sprechen. Die Männer-Hierarchie in den Hochschulen ist in meinen Augen stark. (Dass Anatol Riemer eigentlich Musikwissenschaftler ist, habe ich heute erst gelesen. Wahrscheinlich ist es nicht sonderlich erfüllend, als promovierter Musikwissenschaftler in einer Verwaltung zu sitzen, die Wahlfächer zuteilt und Buchhaltung macht, was wann wie finanziert werden kann. Zudem hatten wir einen Rocky Start, von dem Wiebusch wusste: Riemer wollte mir keinen Wahlfach Gesangsunterricht zuteilen lassen, außer ich würde am Chor teilnehmen. Aber ich hatte schon zig Semester Chor gehabt – gefühlt 199 – , was ich vorlegte.)

Dass ausgerechnet in einer Musikhochschule nicht verstanden wird, dass es Künstlerinnen gibt, die tatsächlich (!) von und für ihrer Kunst leben (wozu Künstlerische Orgel studieren, wenn ich nicht konzertieren darf?) (und Konzertieren ist für mich so normal wie Atmen) kam mir spanisch vor.
Apropos Spanien:

In den Ferien reiste ich nach Spanien und nahm auf. Es war wundervoll. 44 Grad, Meer, Salz, Sand, Sonnenbrand, und täglich 5 Stunden Aufnahme in schweißtriefender Hitze. Ich lernte sehr viel. Spanische Orgeln in Valencia sind toll! 7 Tage! Julian Bewig war super! Top Lehrer! Ich kam nach Hause und sandte Wiebusch begeistert den Aufnahme-Link. Grünes Licht für die CD?

Keine Reaktion. Ich bekam nie mehr eine Antwort von ihm bis heute.

Im September erfuhr ich zufällig von anderen, dass ich nicht auf der Liste des Sommerferien-Unterrichts stand.

Wie sollte es nur im Semester weitergehen? Wie weit würde er noch gehen? Alle Deadlines zum Wechsel waren längst abgelaufen. Und wie würde er meine Prüfung benoten?

Was nun?
Das berichte ich morgen.

Bisheriges Fazit: Professoren sollten nicht so handeln und ihre Macht nicht ausnutzen dürfen. Es sollte Studierenden leichter gemacht werden, angehört und ernst genommen zu werden und sich zu wehren.

Musik (auch nicht das Gebiet der Profi-Musik) ist  allgemein kein Feld der Eitelkeiten, Zwang, Angst, Verbote, Macht, Abhängigkeiten, Konkurrenz, Seilschaften und Neid! Musik ist nicht nur Business! 

Steinmeyer Opus 1832 Mannheim-Gartenstadt

11. Juni 2021

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Wir haben Gestaltungsmacht. (AHS)

Heute empfehle ich Safia Shah und Constanze Stelzenmüller.
Ich übe gerade alle 6 Trio-Sonaten von Bach: Vollkornbrot, und liebe Andante aus Trio-Sonate e-Moll BWV 528, besonders die letzten zwei Zeilen.

Ich mag noch immer Die 3 ???

Ihr auch? Und dabei Pizza von Lieferando…

Danke für fast 12.300 Follower.

Anmeldung Sonntag beim Pfarramt Nenzenheim in Willanzheim⋯ geht aber auch spontan.
http://www.evangelische-termine.de/d-5798831

Neu: Klais Erfurt: Severikirche. Wunderbare Kegellade. Elektropneumatische! Ich liebe es manchmal, entweder überdurchschnittlich schnelle oder ungewöhnlich langsame Tempi (Adagio…) zu haben, etwas am Puls vorbei im Extrem!

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Und aus Hamburg HfMT Master: Danke für eure Glückwünsche! Neben Promovieren mal eben noch zwei Master gemacht Danke für all euren Support! Super Woman! Morgen berichte ich euch, wie mein Weg mit der Orgel überhaupt verlief. 

10. Juni 2021

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Meine Stücke sind nicht immer dafür gemacht, schön zu sein, aber Schönheit trotzdem in sich zu tragen. (AHS)

Ich freue mich auf die Konzerte beim Thüringer Orgelsommer und Bad Frankenhausen, Oberhausen, Sachsen, Bayern… Amberg fällt leider aus. Hüttenheim am Sonntag geht. Ob Altenburg klappt?

Heute Doktoranden-Stammtisch, es war super, habe via Zoom mein Thema vorgestellt; es war sehr nett mit den Österreichern auf der anderen Seite. Die Salzburger sind so höflich, ehrlich und nett. Ihre Art zu loben und zu gendern ist geradezu Balsam für meine Ohren. Ich brauche manchmal Erholung vom aggressiven Deutschen. Daher zieht es mich oft ins Ausland. Auch die Deutschen, die in Österreich leben, scheinen sanfter. Und ach, ich spüre keine Frauenfeindlichkeit. Das tut sehr gut. Alles ist höflich und geradezu akademisch warmherzig. Was ich als positiv und gesittet empfinde. Soft Skills!

Ich glaube, manche Männer denken, die Welt sei ihr Revier, und Frauen dürften mitmachen bei ihrem Spiel, mehr aber nicht.

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Vlog Organ & Piano #7 Organistin und Pianistin. Beides sein? Pianist and Organist: being both

9. Juni 2021

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Ich bin sicher, dass es Leute gibt, die skeptisch sind, dass eine Frau diesen Job so gut machen kann wie ein Mann. Glücklicherweise bin ich mit der Fähigkeit ausgestattet, sie völlig zu ignorieren. (Frances Arnold)

Dieses Ignorieren ist nicht so leicht. Ich frage mich auch, ob das Ignorieren überhaupt der richtige Weg ist. Ich muss das noch testen.

Gedicht Frausein

Sie summt und weiß dass Männer
Stimmen oft die großen Worte

sind Und doch sie singt
und kämpfend auch
und klar in ihren Schwingen

In Erfurt tranken wir noch giftgrüne Brause: Thüringer Brause. Ich fragte den Restaurantinhaber, ob diese ungesund sei. Er bezweifelte es. Waldmeister Limo. Dazu gab es vegane Bolognese. Und Gnocchi. Was es nicht alles gibt.

Welche von den drei Erfurt-Orgeln, die ich spielte, mir am besten gefallen hat, wurde ich gefragt. Ich glaube, die Dom-Orgel, aufgrund ihrer Farben. Aber eigentlich ist es nicht zu sagen. Manche Orgeln haben einen wunderbaren Prospekt, aber sind vom Spielgefühl und Spieltisch eher ernüchternd und „enttäuschend“. Andere wirken eher unscheinbar von außen, sind aber der Himmel von Farben und Spielgefühl her. Ich mag wohl eher die letztere Variante. Am schönsten ist es, wenn beides zusammen kommt. Das reißt mich dann sehr vom Hocker. Das Pompöse einer Orgel allein ist jedoch nicht, was ich suche. Jede Orgel hat eine Seele und bewirkt in mir Zuneigung zu ihr. Sie muss nicht pompös oder groß sein. Die Schüchternen, Vergessenen mag ich besonders gern. Das Simple, Zarte. Das Ruhige. Siehe Bach. Ist es nicht erstaunlich, wie Bach „Unpompöses“ für die „pompöse“ Orgel schreibt? Kurz: Das, was bei Bach „pompös für die Orgel“ ist, Bachs Pompöses, anders als am Klavier, die „Epic Music“ Bachs – DAS liebe ich. Denn es bleibt unpompös. Ich mag es, überrascht und erstaunt zu werden. Berührt. Oft spüre ich auch die Atmosphäre rund um eine Orgel. Manchmal ist diese von hochnäsigen Typen geprägt, die dort seit Jahr und Tag sitzen. Dann muss ich das erst mal wegspielen und wegspülen innerlich und die Orgel von zu viel Aufgeblasenheit befreien. So kommt mir das vor. Wie ein Pferd, das immer nur mit Sporen geritten wird und plötzlich eine seltene weibliche Hand auf seinem Hals spürt und leise schnaubt. Ich werde nicht durch Pompösität allein beeindruckt. Charakter, Zartheit, Originalität braucht es dazu. Lebendigkeit.

Der Prospekt der Predigerkirche ist natürlich sehr schön, eine eigene Festung, mit einer Art Rückpositiv über und vor einem; man hat den ganzen Prospekt immer sichtbar über einem, dazu hell, freundlich, gewölbt. Man ist nicht im dunklen Kabuff, einsam, versteckt. Sondern leuchtend ragt alles vor einem auf.

Auch die Dreiecksspitze Klais Orgel 1935 in St. Lorenz Erfurt ist sehr schön, 3 M, Elektro-Pneumatik. Freier Spieltisch. Als ich den Kirchenmusiker fragte, welche Lade sie hat, sagte er: „Ähm, Windlade“.

Heute empfehle ich die Chemikerin Frances Arnold, Hilla Becher (Fotografin), Chloe Kim.

Karten für den 29.7. in Arnstadt kann man nun online buchen.

Mein Album Himmelslieder wird immer noch sehr gemocht und gekauft.

Die GEMA Mitgliederversammlung (via Webex) – meine erste! Und dann online. Und ich hab mich auch mutig gleich zu Wort gemeldet! Und gefragt, warum die GEMA so männerlastig ist. Nun: Sie antworten lieb und freundlich. Aber doch unangenehm berührt, etwas genervt und mit schlechtem Gewissen. Denn 15 Prozent – nur 15 Prozent – Frauen sind GEMA-Mitglieder. Schlimmer als ich dachte! Hürden und Regeln der GEMA-Männergesellschaft für Gremien etc. macht es Frauen schwer! Müssen Frauen Männer sein und werden?: Kumpels. Langweilige Themen. Ausreden. Unehrlichkeit. –   – Berechtigte Kritik von Frauen macht Männer kirre und gekränkt.

Ich habe mit Kai Koepp auch über den Männlichkeitswahn in der deutschsprachigen Kompositionswelt gesprochen. Es werden männliche „Gefühle“ dargestellt.

Die Herrschaftsstrukturen in der sog. Neuen Musik sind heute nach wie vor massiv, wie er bestätigte. Dies sei sogar der Musikwissenschaft aufgefallen. Am Nullpunkt angelangt! Kommt daher der Haß gegen komponierende Frauen?

Und ganz anders:

Wide – Swedish Piano Music – Klaviermusik Schweden Skandinavisch, Ann-Helena Schlüter piano

https://youtu.be/UJABWhTfxD0

31. Mai 2021

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Mode ist Persönlichkeit. (AHS)

Wieder zuhause. Wir waren nach dem Gottesdienst noch in Aumühle bei Hamburg. Wunderschön da! Wunderschöne Häuser. Es gibt dort einen Waldfriedhof – wie im Himmel. Wie ein Paradies. Ich habe überhaupt keine Angst vor Friedhöfen. Im Gegenteil. Es hat so etwas Friedliches. Am liebsten würde ich mich gleich dazulegen und ausruhen. Heute traf ich auch zum ersten Mal den Setzer aus HH, der zwei meiner Werke gesetzt hat. Wehmut hat 28 Stimmen, Zimbelstern 32 – beides großes Orchester.

Auf dem Rückweg gab es Stau.

Neu: Anbei Italienisches Konzert an der wunderschönen Ladegast:

The Intimate Bach

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Gottesdienstspielen ist ganz anders durch das Stop-and-Go-Spiel als Konzerte.