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Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst. (Paul Gerhardt, 1653)

Es war spannend, die große Schuke-Orgel im Dom Erfurt zu spielen, Potsdam Schuke 1992, drei Manuale. Mechanische Schleiflade. Und elektronische Wege zur Chor-Fern-Orgel, die glitzernd zu jedem Manual dazu gelegt werden kann und unendlich nachklingt. Wunderbare Farben. Singende Akustik. Schöner, hellholziger, niedriger Prospekt mit großen Pedaltürmen, enge Wendeltreppe, schwarze Tasten. Gotischer, verhältnismäßig schlichter Dom mit langen Fenstern.
Dann nebenan an die elektropneumatische Klais direkt daneben in der Severi (Betonung zweites e, freier Spieltisch, 3 M, Handregister, Walze). Die Orgel der Severikirche wurde 1930 von Johannes Klais (Bonn) in dem Barockgehäuse der Wender-Orgel von 1714 erbaut. Johann Friedrich Wender (*1655 in Dörna, Thüringen (getauft 1655); † 13. Juni 1729) war ein deutscher Orgelbauer, der seine Werkstatt in Mühlhausen hatte. Die ältere Klais in dem wunderbaren alten Engel-Prospekt ist völlig anders als die Schuke nebenan und erinnerte mich an meine Pfalz-Orgeltour. Ich mag auch die elektrische Schleiflade und die Dynamik-Knöpfe. Schwer hochschiebbarer Ratter-Deckel. Die Akustik ist empfindlich. Morgen kommt die nächste Orgel.
Wir aßen beim Italiener (in) (also im Haus) 
Spaghetti Bolognese und redeten über Musik und die Orgelwelt.

Seltsam, dass manche Menschen, wenn man ihre Politik beherrscht, „sehr nett“ wirken. Nett sind sie aber nie wirklich. Es ist Schlangen-Nettigkeit. Muß ich deren Politik wirklich wollen? Es geht doch nur um Bedingungen, Selbstsucht und unfaire Regeln. Musik wird politisiert.

Neues Video: J.S. Bach – Präludium Fuge IV cis Moll BWV 849 Dom Erfurt Schuke Dom-Orgel

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6. Juni 2021

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In was du dich versenkst, daraus entsteht deine Kunst. (AHS)

Mein Master Zeugnis Orgel aus Hamburg ist endlich angekommen – Note 1,7 – naja, für meine Verhältnisse schlecht, aber es war auch eine unglaublich stressige Sonder-Situation, beruflich und privat. Dafür habe ich es hervorragend gemeistert. Zudem spielte ich beide Prüfungen innerhalb von wenigen Tagen in einer live-Stream-Übertragung (hochgestuft). Abgesehen davon, dass ich zu dieser Zeit seit 1 1/2 Jahren parallel ein Dreifach-Studium absolvierte, was es zuvor noch nie so gab (Würzburg, Salzburg Mozarteum und Hamburg). Ohne Corona hätte ich das gar nicht geschafft. Ich habe das so gut gemacht und durchgestanden, dass sich keiner auch nur ansatzweise beschwerte und kaum jemand etwas davon ahnte. Es war mein Geheimnis. Ich war überall ganz und mit meinem ganzen Herzen und Fleiß präsent. Zoom hat mir hierbei geholfen, jedoch muß man betonen, dass man via Zoom noch viel fleißiger und selbständiger sein und viel Willenskraft haben muss. Zudem habe ich konzertiert und viele Videos gefilmt. Es ist ein Wunder und Segen, dass ich das alles so erfolgreich geschafft habe.

Warum habe ich das so und nicht anders entschieden? Der Hauptgrund war, dass ich wusste, dass ich in Hamburg ganz andere Sachen lernen und erfahren werde als in Würzburg, und umgekehrt. Und so war es auch. Beides. Süddeutsche Orgeln. Norddeutsche Orgeln. Und hierzu die unterschiedlichen Interpretationen, anderes Repertoire, neue Technik und Herangehensweisen. Ich wollte in kürzester Zeit die beste und intensivste Ausbildung bekommen, die möglich war. Mich verwirren unterschiedliche Herangehensweisen nicht, im Gegenteil. Zudem kannte ich aus Frankfurt und Heidelberg zu diesem Zeitpunkt, wie pädagogisch und fachlich schlecht und menschlich kontrollierend Orgellehrer sein können, besonders talentierten und wissbegierigen Frauen gegenüber. Da ist es besser und sicherer, nicht von einem allein abhängig zu sein. Was sich auch prompt bestätigte. Ich bereue es keine Sekunde, auch wenn es sehr viel Energie und Leidenschaft braucht, intensive Studien parallel so durchzuziehen. Im Grunde war es sogar ein Vierfach-Studium. Aber dazu später. Nun habe ich drei Master.

Meine Abschluss-Noten in Orgel bisher: 1,4 und 1,0 und 1,7. Meine Master-Noten insgesamt bisher 1,2 und 1,0 und 1,7.

Heute las ich im Finale von Nürnberg-Kraftshof „Blattwerk“. Der Goldene Blumentopf. Absurd! Es ist doch bemerkenswert, dass Prosa und Lyrik in einen Topf geworfen und zusammen bewertet wurde, anstatt getrennt. Als würde man Räucherlachs mit Mohnkuchen vergleichen. So bekam eine Sex-Geschichte eines Mannes eine höhere Punktzahl als meine Gedichte (es wurde bis 10 bewertet). In dieser seiner Sexgeschichte ging es um eine unbefriedigte Frau in einem One-Night-Stand mit einem schlechten Lover. Wörter wie Akt, Penis, Schweiß – kurz: plump, direkt, maskulin, „witzig“ (?) und sehr leicht verständlich für Menschen aller Bildungsklassen – bekamen beinahe Höchstpunktzahl der Männer-Altherren-Jury. Ich fragte mich: Wo bin ich hier? Meine Lyrik dagegen ist das genaue Gegenteil: symbolisch, weiblich, ernst, bildhaft, komplex, indirekt, musikalisch, hohe Intelligenz und Bildung erfordernd.

Es ist für mich unbegreiflich, wenn man sie nicht versteht.

Ich habe das auch angesprochen, diese Niveaulosigkeit. Wie kann so eine billige Sex-Geschichte im Finale landen? Und warum kicherten die Frauen im Publikum bei so einer plumpen Geschichte? Wenn ich das vorher gewusst hätte! Ich habe daraus gelernt. Bei solchen Wettbewerben reiche ich nicht mehr ein. Das hat mit Literatur nichts zu tun. Was mich aber gefreut hat, ist, dass ich sehr schön vorgelesen habe, ruhig und sinnlich und mit Ausdruck. Nicht zu schnell. Zudem war der Wald mit seinen uralten Eichen wunderschön. Auch wenn ich sofort zerfressen wurde von sämtlichen Insekten und nun von Mückenstichen übersät bin. Es gibt noch Insekten!

Ps: Gestern bin ich im Schlaf aus dem Bett gefallen.

Anbei neu:

J.S. Bach – Trio Sonate C-Dur BWV 529 2. Satz Largo Orgel Ann-Helena Schlüter

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Bach-Trio-Sonate 529


5. Juni 2021

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Frauen sagen eher „wir“ – Männer sagen „ich“. (Julia Komp)

Wenn eine Frau „ich“ sagt, dann…

Eine-ein-Frau-Performance. Pittoresk!

Pfalz-Orgel-Tour!
Heute die wunderbare Späth Orgel opus 500 von 1938 in Maikammer (Pfalz, ca 50 km von Mannheim) gespielt: Original, elektro-pneumatisch, Taschenlade (man kann die Orgel nicht in eine Tasche laden, nein). Einzeln stehender Spieltisch, Walze, Schweller, „Kindersicherung“, ca. 50 Register, Boden untendrunter hohl für alle Drähte und Kabel, frisch überholt, Schwellwerk ist nun 3. M. Nett verstellbare „Stift“-Bank. Super Akustik und viel Platz für die Pfeifen. Es macht Spaß, zwischen Walze, Handregister, Schweller und Schwebungen hin und her zu wechseln. (Besonders schön war das Farbmischen an der Woehl-Orgel.) (So wunderbar wie die Späth in Weikersheim.)

So auch die zweimanualige Steinmeyer in M-Gartenstadt (Taschenlade), alle mit freiem Spieltisch, woran ich meist das Elektro (-Pneumatische) erkennen kann.

Dann die rustikale, dreimanualige Weigle Orgel opus 995 von 1954 in Mannheim Markuskirche, vom Aufbau ähnlich, doch diese mit elektro-pneumatischer Kegellade; freier Spieltisch.

Dann die lokale Hugo Wehr Orgel (aus Hassloch) in Rödersheim (Pfalz) (2 M), elektrische Schleiflade und elektrischer Registertraktur. So auch die Steinmeyerin in M-Almenhof (zw. Mannheim und Ilvesheim) von 1968 in der Lukaskirche. Alle mit freiem Spieltisch.

Jedoch die Popp-Orgel mit historischem Gehäuse in kath. St. Peter Ilvesheim (rot-gelb, wie früher unser Schlösschen) mit mechanischer Schleiflade gefiel mir besonders gut, auch wenn der Druckpunkt nicht ganz gleichmäßig schien. Jedoch auch in wunderschöner Akustik. Ich habe versucht, mir die unterschiedlichen Laden mit ihren unterschiedlichen Spielweisen motorisch in den Fingern einzuprägen.

Es gibt noch viele Orgeln hier…

Die Pfalz ist eine schöne Gegend, es gibt die Vorder-Pfalz, wo wir nun waren (wir waren bis Edenkoben, fast bis Landau). Und dann gibt es die Hinter-Pfalz (Kaiserslautern…). Und die Kurpfalz (Heidelberg…). Und die Oberpfalz … Und manches davon ist Rheinland-Pfalz, und ganz nah liegt Baden. Etwas verwirrend. Wir waren bei einem Kantor/Musiklehrer eingeladen, und es gab typisch Pfälzer Essen. Dies schmeckte etwas seltsam: „Saumagen“, Leberknödel, Brot und Sauerkraut. Aber der Wein war super, grüner Silvaner und gelber süßer Wein. Und Heilwasser. Er besitzt eine Hausorgel mit vier Registern, selbst gebaut (Material mind. 30.000 €).

Sehr mag ich Grazia Deledda, dir bisher einzige italienische Literaturnobelpreisträgerin!

Wichtig beim Konzertieren ist, das Stück, das man gerade spielt oder geschrieben hat, zu werden – nicht nur vorzutragen.

Woehl-Orgel München: Der Satanssturz Teil 1 – The Pain of God.

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4. Juni 2021

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Unsere Zeit ist eher schwachsinnig. Der Idealzustand, dem wir uns nähern, ist, alles über nichts zu wissen. (Chargaff)

Da ist was dran. Wir erkennen weder die großen noch die kleinen Dimensionen, wie auch Fritzsch feststellte. Und Gott erscheint mir sowohl unendlich groß wie unendlich klein. Ich denke momentan noch über Ernst Cassirer nach.

Sehr mag ich Jacqueline du Pré. Wen ich nicht mag: Barenboim.

Entdeckt: Tash Sultana. Wow!

Wir leben alle in einer Art Plan B. (Sheryl Sandberg) 

Sehr empfehlen kann ich die App „Pray as you go“. 

Und die unkonventionelle Prinzessin Margaret.

Morgen fahre ich nach Mannheim, ich freue mich. Feiertag und Orgel-Welt.

Ich habe festgestellt: Vieles, was sich in dieser Welt Kunst und Musik nennt, ist vor allem Politik. Manchmal nichts anders als das. Sich hier als echte Künstlerin erfolgreich durch- und abzusetzen, das ist das Ziel. 

Älteste Kirche Thüringens

2. Juni 2021

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Die Pflanzen machen es uns vor: Die überschreiten ständig Grenzen und säen sich woanders aus. Davon können wir lernen. (Anja Maubach)

Das stimmt. Freue mich auf den Kunstsommer in Aub und Orgelsommer Nürtingen. Die Welt wimmelt von spannenden Orgeln.

Wie ihr sehn könnt, ist Malerin nun im Menü. Jetzt wirkt es ruhiger und ordentlicher. Auch ist auf der Front-Site Offical-Site bisschen was geändert worden. Wenn frau so viele Dinge macht wie ich, ist es schwer, das so zu ordnen, dass man selbst und auch andere noch durchblicken, wer ich bin. Was würdet ihr sagen, wer ich bin? In erster Linie? Für euch? Wie würdet ihr das strukturieren oder in Worte fassen? Bin froh über euer Feedback. Wer bin ich für euch? Was ist für euch hier auf der Webseite noch nicht klar oder ungeordnet? Was kann ich verbessern?

Das mit der Geräuschempfindlichkeit ist gar nicht so leicht zu handeln. Wenn ich im ICE zu jemandem sage, er solle doch bitte mit seinen Geräuschen aufhören, werde ich nur groß angesehen. Wenn ich gucke, in der Hoffnung, die Person würde darüber nachdenken, was ich meinen könnte, werde ich am Ende noch freundlich gefragt, ob ich auch eine Mohrrübe möchte. Was mir allen Wind aus den Segeln nimmt. Ich merke: Geräusche von Kindern, Tieren und Menschen, die ich kenne und mag, sind sehr gut bis leicht zu ertragen. Schwieriger ist es bei Unangenehmen, Fremden und wenn ich sowieso müde bin.

Empfehlen kann ich heute Greta M. Grossmann, schwedische Designerin.

1. Juni 2021

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Was wäre Kirche ohne Frauen? Ohne Pfarrerinnen? (AHS)

Freue mich auf meine nächsten Konzerte an der Schlimbach- an der Sauer- an der Wender- und an der Albiez- und an der Schönefeld- und Weigle-Orgel.

Der Mai ist wie im Nu verflogen.

Was ich empfehlen kann: „Landgarten“ Bio-Himbeeren usw. –  Früchte in Schokolade. Sooo lecker. Wer mir Schoko schenken möchte, das! Denn das sind FRÜCHTE in Schoko: Gesund. ☺️

Was mir aufgefallen ist: Manche rund um „Kirchenmusik“ schreiben gern darüber, dass Künstlerinnen zu wenig anhätten, zu viel Sex-Appeal zeigen, sich zu sehr darstellen würden. Und sich deswegen vllt. nicht so wirklich als Künstlerinnen bezeichnen dürften (hier wird übrigens genau auf das Gendern geachtet, was sonst in der Kirchenmusik nicht der Fall ist, besonders nicht bei Stellenausschreibungen). Vor allem Christoph Dohr und Matthias Müller (dessen deutsche Grammatik sehr zu wünschen übrig lässt) fielen mir hier auf.

Nun, da dieses Thema immer wieder auftaucht, möchte ich mich dazu äußern:

Frauen sind von Natur aus schön. Und das dürfen sie auch sein. Es ist schier unmöglich, als Frau keinerlei Sex-Appeal zu haben. Das Weibliche ist schön, ist attraktiv. Frau könnte in einer Kutte herumlaufen, es gäbe immer noch Männer, die mich attraktiv finden würden. Schönheit und Attraktivität verstecken zu müssen, das ist in einer bestimmten Welt-Religion Pflicht für Frauen. Attraktivität einer Frau vorzuwerfen, ist Frauenfeindlichkeit, egal, was sie anhat. Denn wie und warum sollte sie hässlich oder versteckt werden? Schönheit ist der Kern der Weiblichkeit. Der Grund, warum manche Männer dies Frauen vorwerfen, und zwar auch dann, wenn sie ganz normal angezogen sind, ist meiner Meinung nach, weil diese Männer das Schöne in Frauen nicht mehr unschuldig und rein wahrnehmen können, sondern Lust und Frust ihre Augen verblendet haben. Besonders, wenn die Frau dann auch noch was kann. Das ist aber das Problem dieser Männer, nicht das Problem der Frauen. Manchmal spüre ich auch Neid oder Zorn bei Männern auf Weiblichkeit. Frauen ziehen sich oft den Schuh an und fürchten ihre eigene Schönheit oder das Mädchenhafte in ihnen oder finden sich nie schön genug.

Die gleichen Männer, die manchen Künstlerinnen „zu viel Sex-Appeal“ vorwerfen, sind sicher nicht zufällig genau die gleichen, die auch mich angegriffen haben, obwohl bei mir nun wirklich nichts ist, was man mir diesbezüglich vorwerfen könnte. Es ist also letztendlich egal, was eine Frau trägt oder wie sie sich gibt, es wird immer solche Männer geben, denen etwas an Künstlerinnen nicht passt, die gegen Frauen sind und die etwas Negatives finden werden – wenn nicht das, dann etwas anderes. Wie sollte frau es bewerkstelligen, so auszusehen wie Christoph Spengler?

Neu: LICHTUNG: Orchesterwerk ( – Zimbelstern und  – Wehmut):

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Neu: J.S. Bach – Präludium D-Dur BWV 850, Christian Förner Orgel Schlosskirche Weißenfels

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31. Mai 2021

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Mode ist Persönlichkeit. (AHS)

Wieder zuhause. Wir waren nach dem Gottesdienst noch in Aumühle bei Hamburg. Wunderschön da! Wunderschöne Häuser. Es gibt dort einen Waldfriedhof – wie im Himmel. Wie ein Paradies. Ich habe überhaupt keine Angst vor Friedhöfen. Im Gegenteil. Es hat so etwas Friedliches. Am liebsten würde ich mich gleich dazulegen und ausruhen. Heute traf ich auch zum ersten Mal den Setzer aus HH, der zwei meiner Werke gesetzt hat. Wehmut hat 28 Stimmen, Zimbelstern 32 – beides großes Orchester.

Auf dem Rückweg gab es Stau.

Neu: Anbei Italienisches Konzert an der wunderschönen Ladegast:

The Intimate Bach

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Gottesdienstspielen ist ganz anders durch das Stop-and-Go-Spiel als Konzerte.

30. Mai 2021

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Ich düse durch die berlinische Nacht. (AHS)

Ich bin in Wohltorf bei Hamburg. Die Beckerath Orgel ist eine Wucht. Megaschöner 8 Prinzipal im HW. Tolle Akustik. Überhaupt schönes HW (unten). Klein wenig dünn das OW, da eine Flöte 8 fehlt. So eine sagenhaft schöne Hohlflöte 8. Oder Rohrflöte. Das wär‘s. Der Prinzipal 4 ist jedoch sehr schön. Nur der Sprung zwischen Gedackt 8 und P 4 ist einfach groß. Aber Trio-Sonate geht dennoch sehr gut, da der traumhaft schöne Prinzipal 8 im HW in dieser singenden Akustik verbunden mit dem P 4 im OW bestens harmonisiert. Oder besser: harmoniert. Bach passt hier her-vor-ragend.

Es wirkt wie eine Insel hier, man sucht das Meer. Frische Luft, alles grün.

Ich übe die C-Dur Trio-Sonate. Ach, der 2. Satz ist so schön, vor allem die letzte Zeile. Das d. Wisst ihr, welches ich meine? Largo. Ich habe Ohrwurm. Gute Nacht!

Ps: Meine Geräuschempfindlichkeit ist schlimmer geworden. Im ICE sind gewisse Geräusche für mich fast unerträglich. Und ich kann nicht flüchten. Im Auto ist es besser.


Johann Sebastian Bach – Aria Goldberg Variationen BWV 988 Rommel Orgel Blasii Zella Mehlis Thüringen

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The Intimate Bach

Mann und Frau sind anders gleich. Anders und gleich. Nicht „gleich“. Frau in ihrem Anderssein zum Mann ist alles genauso „erlaubt“. Sie ist anders (und nicht allein anders, denn warum sollte Mann Vergleichsmaßstab sein?)

Morgen fahre ich zum Konzert nach Wohltorf bei Hamburg zur Beckerath Orgel. Ich habe mein Wort gegeben, auch wenn es recht weit weg ist. Ich habe einen Chefregistranten dabei, der gleichzeitig Chauffeur ist. Eigentlich gehöre ich eindeutig in die Zeit, in der man mit sämtlichen Hilfen und Freunden in einem Haus wohnte. Das war früher ganz normal. Schubert hatte seine Schubertianer. Ich habe meine Annhelenianer. Danke, ihr lieben Annhelenianer! Ihr seid meine „Indianer“ (Reimspiel). Oder Schlüterianer. Was wäre ich ohne euch! Manche von euch wissen besser als ich, wo ich wann sein soll. 🙂 (Übrigens, ich bin nicht indianerophob, falls das jetzt manche hineindeuten wollen.)

Wohltorf Hamburg

Wehmut und Zimbelstern sind fertig für Orchester. Harfe, Perkussion, Streicher, Bläser … Nun kommt mein großes Werk, Kristalle. Komponistin.

Wenn sich manche vielleicht wundern: Ich bin oft sehr verspielt und brauche es, viel zu lachen. Wenn es nichts zu lachen gibt, finde ich was. Dennoch kann ich auch sehr, sehr ernst sein.

Nun suche ich ein Ersatzwort für gleich. Nach einiger Zeit fand ich es. Nicht gleich, sondern anders, genauso oder besser. Das Problem mit dem Wort gleich – „Gleichschaltung“, „Gleichmacherei“, Gleichberechtigung … ist deutlich, denn das Wort „gleich“ ist in der Kirche problematisch, wenn nicht klar gesagt wird, dass und wie anders Mann und Frau sind. Leider nutzt der Mann dieses Anderssein oft für sich zum Vorteil aus. Um Frauen Dinge zu verbieten. Leiden Frauen unter dominanten, unsicheren Männern, sind Frauen oft selbst unfreundlich anderen Frauen gegenüber, vor allem den „wilden, freien“ gegenüber. Leider sind auch Pfarrersfrauen davon betroffen, die selbst noch am Muttertag oder Feiertag heimeilen müssen, um „zu kochen“. Dabei sind doch viele Ehefrauen Mütter für ihre Männer. Dann sollten wenigstens am Muttertag Männer für ihre Ehefrauen sorgen, da diese doch meist Mütter für sie sind, ein Mutterersatz, der bügelt und kocht. Und in ihrer Sanftheit glauben Frauen Männern noch, was diese über Frauen im Allgemeinen sagen. Und das ist meist nichts Gutes. Viele Männer sind oft nicht darauf spezialisiert, das Verhalten von Frauen zu deuten und zu interpretieren, vor allem nicht im Berufsleben. Sie sind ungeübt darin, Frauen zu verstehen. Umgekehrt ist das anders. Frauen haben gelernt, Männer zu deuten. Doch Frauen kann man nicht immer wie Männer deuten.

Manche Evangelischen behaupten, dass Frauen laut der Bibel nicht in der Kirche lehren dürften; mit einem Paket von Flyern von „Lutherische Beiträge“ von Pro Ecclesia. Im Namen von Luther sollen Frauen ausgebremst werden, wo sich doch gerade Luther für Frauen einsetzte? Man kann darüber nachdenken. Das Wort Ordination kommt nicht in der Bibel vor. Und Jesus hat vieles nicht explizit geäußert, was heute in der Kirche gang und gäbe ist, wovon einiges unbiblisch ist und Tradition genannt wird. Dass viele Männer auf die Idee kommen, Frauen aufzuhalten und ihnen auch in der Kirche mit einem Nein zu begegnen, kommt mir seltsam vor: Tun nicht gerade Männer täglich, wovon in der Bibel die Rede ist, diese nicht zu tun? Sind nicht Männer die Gewalttäter der Erde? Raub, Vergewaltigung, Missbrauch, Verbrechen, Pornos, Sucht, Mord, Aggression, Überheblichkeit, Prostitution, Drogen, Egoismus. Die Gefängnisse sind voll mit Männern. Und diese tun das Gegenteil von dem, was gut ist. Und meinen, Frauen belehren und mansplainen zu dürfen. 

Die ersten Apostel waren Frauen. Sie haben den auferstandenen Jesus das erste Mal gesehen. Für das Beste suchte sich Jesus auch Frauen aus.

Frauen sind kluge, individuelle, eigenständige Wesen ganz unabhängig von Männern und nicht in deren Vergleich zu setzen, wo und wie und ob sie anders sind und was sie deswegen wann wie dürfen. Viele Frauen geben ihr Leben für ihre Männer und arbeiten und dienen sich an diesen ab. 

Und was wäre die Erde, die evangelische Kirche ohne Frauen, Helferinnen, ohne Pfarrerinnen? Einpacken könnte sie ganz und gar. Denn es sind die Mütter der Kirche, die diese am Laufen halten. Wie in jeder Familie.

Neu: Meiningen: Bless the Lord, my soul. Taize Song, Organ Improvisation, Marienkirche Meiningen Orgel

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