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Tourblog

Ich finde, dass Meetings mit 20 Männern und (k)einer Frau einfach nicht zeitgemäß sind. (Helene von Roeder)

Aufgrund meiner vielen Videos und Fotos ist mein Handy (iPhone 12) 12 Stunden ausgefallen. Ich muss schauen, wie ich das mit der iCloud löse. Ich habe das Gefühl, ich sprenge sogar jeden digitalen Raum

Es war sehr schön, in GangoIfsömmern zu spielen an der wunderschönen Ladegast Orgel: Bachs Kunst der Fuge und WTK und Schlüter. Die Gegend um Sömmerda ist eine Erdbeer-und Honig-Gegend.

Der Pfarrer Bernhard Schilling ist sehr nett, wir waren zuerst Eis essen, ich liebe Erdbeer-Becher; ich bekam Erdbeer-Sekt am Ende, Erdbeer-Wein (soo lecker), Erdbeermarmelade, Erdbeerkandis… was es nicht alles gibt!

Auf dem Friedhof steht übrigens eine alte (geschmückte) Badewanne. Dann wurde ich schon direkt abgeholt für das Konzert in St. Martini in Greußen. Die Trost-Hesse-Orgel ist ganz anders als die Ladegast; sehr viel schwergängiger; da ich aber beide Orgeln kenne, konnte ich sofort switchen, ohne die Trost-Orgel diesmal vorher angespielt zu haben.

Es war das vierte Konzert an diesem WE. Meine Hände taten danach etwas weh (die Adern auf meinem Handrücken). Eine super liebe Pfarrerin! Die herrliche Orgel muß unbedingt gemacht werden.

Heute erinnere ich an Ise Gropius und Alva Myrdal.

Danach fuhr ich zum fünften Konzert in drei Tagen nach Oberhausen bei Essen mit dem ICE. Es ist eine sehr schöne Hey-Orgel in der evangelischen Christuskirche, die Orgel ist ca. 20 Jahre alt, brillant, mit Rückpositiv.

Der nette Kantor Danny hat alles so eingestellt mit Kameras und Videos, dass das Konzert nach unten auf Bildschirm (Beamer) übertragen werden und das Publikum meine Hände sehen konnte.

Das gefällt immer. Das Konzert war sehr gut besucht. Hinterher spielte ich Chopins Revolutionsetüde am braunen Steinway, an der Orgel Mendelssohn, Bach und Schlüter. Danach waren wir im Biergarten.

Ich übernachtete im Arthotel in der Innenstadt. Oberhausen ist eine große Stadt. Natürlich traf ich auch die Gründerin der Hiob-Stiftung. Ich bin dankbar für alle Organisation und Hilfe an diesem WE! 

Bin wieder daheim.

Neu: Verlinkung, Volker Hege macht das super, über 13.000 YouTube Abonnenten:

Klassikseite Ann-Helena

Anns YouTube bei Volker

Neue Videos:

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31. Juli 2021

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Wenn du immer versuchst, normal zu sein, wirst du nie erfahren, wie toll du sein kannst. (Maya Angelou)

Es war sehr schön, an der wunderbaren Bach-Wender-Orgel in der Bachkirche Arnstadt im Bach-Festival das Mittagskonzert zu spielen. Die Orgel war mir schon vom letzten Jahr her bekannt. Sie spielt sich sehr schön. Es ist immer gut, wenn man eine Orgel schon kennt, denn es macht insgesamt einen großen Unterschied, wenn die Orgel vertraut ist, selbst wenn es schon ein Jahr zurückliegt. Denn es speichert sich bei mir ab, wie sich die jeweilige Orgel anfühlt. Jörg hat sogar Wasser eingefüllt beim Vogelgezwitscher. Er ist wie immer super relaxed und witzig. Das Vogelgezwitscher habe ich im Pandemic Dance verwendet. Ich liebe das „kleine Prinzipal“ im zweiten Manual: Gemshorn mit Viola da Gamba. Auch alle Vierfüße sind eine Wucht, so dass ich das virtuose c-Moll aus dem WTK I im Vierfuß wagte. Jörg hat gefilmt, Andreas auch. Anschließend war ich unten an der schönen Steinmeyer mit Ritter. Die Akustik der Bachkirche ist ja trotz Größe und Höhe relativ trocken, ganz anders als in St. Dionysius Neckarsulm.
Dann aßen wir beim Italiener, später kam schon Bernhard und holte mich für das nächste Konzert. Wir ließen den Thüringer Wald hinter uns und fuhren in das sogenannte Thüringer Becken, in die Goldene Aue, der Kornkammer Thüringens. Es ist eine sehr fruchtbare Gegend, etwas trocken, jedoch voller Felder, Korn, Trecker, Sonnenblumen und Getreide. Die kleine Kirche liegt in der Sonne, die mir vertraute Ladegast winkte mir freundlich zu, wie ein Golden Retriever, der mir einen Schuh bringt und mit dem Schwanz wedelt. Fortsetzung folgt.

30. Juli 2021

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Wo der Herr nicht hülfe, so läge meine Seele schier in der Stille. (94ste Psalm)

Aus Kaunzinger Reubke-Ausgabe rot.
Das erste Konzert des Thüringer Orgel-Marathons ist sehr gut gelaufen, ausverkauft plus 20 Extra-Plätze oben. Die Licht-Männer verzauberten die schöne Traukirche Bachs in Dornheim bei Arnstadt in rosa-gold-weiße Farben. Ich hatte mein schwarzes Samtkleid an. Die Schönefeld-Orgel (Stadtilm) von 1985 gefällt mir gut. Ich war ja schon letztes Jahr hier. Die alte Gerhard-Orgel war ja völlig kaputt.

Es wurde gefilmt.
Ich bin im Hotel Goldene Sonne in Arnstadt untergebracht, hier war bereits Johann Sebastian und seine Familie. Vor dem Hotel ist ein hübscher Platz mit Brunnen. Alle Bach-Festival-Künstler sind hier untergebracht. Von all den vielen Zimmern bekam ich das Bach-Zimmer. Zuerst sollte ich woanders (in einem größeren Zimmer) sein, aber wurde doch dann „zufällig“ ins passendste verfrachtet.
Überall auf großen hohen Stangen in den Städten hier hängen die gelben Plakate von dem lieben Felix Reuter und mir und wehen die Bach-Festival-Banner. Das kleine, verschlafene, schöne Arnstadt wird zur Metropole. Ich musste heute schon um 6 aufstehen und erwischte den Zug auf den letzten Drücker. Daher bin ich jetzt erschöpft. Ich bekam schöne Konzertblumen und ein wunderschönes Glas-Deko mit meinem Namen eingraviert vom Bach-Festival. Morgen spiele ich um 12 Uhr hier in der Bachkirche, frühstücke um 8 und gehe um 9 rüber an die beiden herrlichen Orgeln, Wender oben und die Steinmeyer weiter unten. War ja schon letztes Jahr hier.

Ich mag die Ignatianischen Impulse, wenn sie auch bewusst sehr männerlastig sind.
Ich freue mich, dass meine Werke im Archiv für Frau und Musik Frankfurt gelistet sind. CDs habe ich bis nach Kanada verkauft. Das Doktorandenkolleg ist im November. Freue mich auch auf mein Konzert in Freckenhorst.

29. Juli 2021

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Herr, wie lange sollen die Gottlosen prahlen? (94. Psalm)

Reubke.
Ich freue mich auf mein Thüringen-Konzert-Marathon. Dass ich im GEMA-Schutzschirm bin, freut mich. Und ich freue mich auf Oberhausen. Ich hoffe, dass sich die Unwetter gelegt haben.
In Würzburg habe ich die Blumen gesehen vor dem Kaufhaus, indem von einem abgelehnten Asylbewerber Frauen ermordet wurden.

Ach und Arnstadt ❤️

In der Ruhe liegt die Kraft. Das ist oft gar nicht so leicht.

Sehr empfehlen kann ich das Buch „Widerspruch aus Loyalität“ von Mertes. Es passt sehr gut zu meiner Situation in gewissen Foren und Gruppen der sogenannten „Kirchenmusik“. Klaus Mertes schreibt, dass man als Mensch, der Strukturen einer Gruppe kritisiert, von Leuten aus der Gruppe als „Verräterin“ oder als illoyal empfunden wird, beschimpft, ausgeschlossen und bestraft. Dabei genießt dieser „Verräter“ höchste Prominenz, da sich ja die Gruppe über sie/ihn ereifert – und genau das wird ihm wiederum vorgeworfen, so wie Jan Wilke schrieb, ich wolle ja nur Aufmerksamkeit. Das ist das Perverse: Der „Verräter“ wird gruppenintern erhoben, was ihm wiederum vorgeworfen wird, was „die unpolitische Mentalität derer bloßlegt, die ihn erheben“ (Mertes). Das heißt, jemand, der wie ich Gruppen kritisiert bzw. Threads und Posts (von Benjamin Frensel, Ansgar Kreutz, Rochus Schmitz, Jürgen Strupat, Lucas Kluck und Konsorten, meist Laien-Welt, fremde unbekannte Menschen), die mich aus dem Nichts attackierten – aber vor allem die Frauenfeindlichkeit und starke Männerdominanz in der (Dom)organistenwelt und Kirchenmusik anprangert – der muß öffentlich und politisch sein bzw. wird es automatisch dadurch, dass er kritisiert. Und muß dann auch dazu stehen, auch wenn das Politische nicht geplant gewesen war. Da jedoch niemand anderes mutig genug ist (und das schon seit Jahrzehnten), muß es ja jemand tun und den Druck der Feindseligkeit aushalten. Man muss hierzu sagen, dass selbst Leute wie Thorsten Pirkl zu Feindseligkeiten in diesen Gruppen schweigen und am nächsten Tag von „Sonne und blauem Himmel“ posten. Es gibt aber keine neutrale Zone. Alle, die schweigen, unterstützen damit die Feindseligkeiten und halten sich eben nicht raus. Zudem verdächtigt mich Thorsten Pirkl falsch. Er ist mit Christoph Brückner befreundet, der mich laut Lucas Kluck „vernichten will“. Warum? Weil mir Christoph Brückners Zeichnungen und Musik gar nicht gefallen. Das „Netzwerk“ Kunert, Brückner, Pirkl, Kluck, Matthias Dreißig etc. scheint mir eine ziemlich aktive Gerüchteküche zu sein.

Eine Kirche in der Schweiz hat meine Musik genommen, dieser Vers passte so wundervoll gegen alle dieses Lästermäuler: 

So ist Gott, kommt mit diesem Bibelvers aus dem Nichts daher. Gott ist wie ein Register, eine Zunge mit Windzufuhr: 

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28. Juli 2021

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Ich finde, man sollte das Register Schwiegel in Schwengel umbenennen, für mehr wärmende Reibung. (Anonymer Kommentar)

☺️

5 Konzerte Thüringen und Bach-Festival ❤️ und Ruhrgebiet
29.7. Dornheim 19:30
30.7. Arnstadt Bachkirche 12 Uhr
30.7. 18 Uhr Gangolfsömmern
30.7. 20 Uhr Greußen
31.7. 17 Uhr Oberhausen, Hey-Orgel

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Ich liebe die Herausforderung und habe Freude an unerbittlichen Fragen. (Mildred Dresselhaus)

Entwarnung: Ich war beim Arzt, beim Orthopäden – alles in Ordnung, es ist nichts, nur aufgrund der Belastung ist das Nagelbett an den Fingern etwas entzündet, aber nichts Schlimmes, soll mich nur etwas schonen. Das empfindliche Nagelbett ist aber in meiner ganzen Familie sensibel.

Arthrose (Verschleiß) oder Ähnliches ist es nicht. Bitte betet, dass ich das nie bekomme. Das kann jeder Mensch bekommen, auch die, die keine Pianisten sind.

Ich übe Schnizer Sonate, Böhm C-Dur, Ritter 1. und 4. Sonate  und … Reubke. ❤️ Hallo Endzeit again.

Was ich bei vielen Interpretationen von Reubke nicht mag: Unsensibler und unmusikalischer Umgang mit dem Schweller, eine kalte und atheistische Interpretation des 94. Psalms (merkt man, die haben den Psalm nie gelesen), viel zu aufdringliche Farben.

Spannung in langen Werken zu halten, liebe ich und ist für mich kein Problem. Bereits mit 10 spielte ich Brahms-Sonaten von 40 Minuten Länge.

Heute erinnere ich an Irena Sendler, Francoise Barré, Mildred Cohn, Johanna Hagn und Tawakkol Karman.

Letztere schreibt unter anderem darüber, dass unsere Zivilisation und Gesellschaft eine menschliche, keine männliche ist/sein sollte. Aber für viele Männer ist Mensch Mann.

Es geht diesen um Selbsterfüllung. Frau ist wie ein „Zusatz“ zum Mensch.

Man merkt das auch daran, dass solche Männer den bewusst abwertend gewordenen Begriff „Emanzipation“ verwenden, wenn eine Frau die gleichen Rechte möchte, was eine Selbstverständlichkeit sein sollte und was Sexismus ist, wenn es nicht so ist.
Es wird jedoch ein negativ konnotierter Begriff verwendet, damit Frauen abgeschreckt werden, die gleichen Rechte haben zu wollen. Dann sind sie ja „Emanzen“. Es wäre so, als würde ein Mann mit dem Begriff Machozipation konfrontiert werden, wenn er Gerechtigkeit möchte. Er ist dann ein Machoze.

Apropos Endzeit: Der zweite Reiter:

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Mir gefällt der Name Mildred.

Insgesamt ist es wichtig, auch als Künstlerin ein Privatleben zu haben. Darauf muß ich mehr achten.

Ps: Ich bekomme immer noch (seit 9 Monaten nun)  negative Kommentare von Rochus Schmitz und gewissen anderen aus der unchristlichen „Kirchenmusik“. Ich frage mich, worin die Gründe für derartiges Verhalten liegen und ob solche Menschen einsam sind. Da sie sich so um meine Webseite, Videos und Fotos drehen, mich belästigen, sich einmischen und mir hinterher stellen und Unterstellungen und Lügen schreiben.

Es gibt viele, die ihre Bewunderung nur in Neid ausdrücken können. Die in Wirklichkeit verunsichert sind. Die nur aus der Ferne anbeten können, Oberwasser haben müssen, indem sie korrigieren und spotten und lästern, sich vermutlich danach oder dabei einen runterholen. Sie himmeln nach uraltem Brauch die „alten Hasen“ an, auch wenn diese meiner Meinung nach schwerfällig, kalt, langweilig und steif spielen. Sind irritiert und beleidigt, wenn die alten Hasen hinterfragt und kritisiert werden. Und laufen Traditionen hinterher. Ich finde, meine Ritter-Sonate ist nach nur einem Tag üben besser als Lohmanns Version. Lohmann war übrigens zuerst sehr begeistert und interessiert an mir, änderte jedoch wegen Wiebusch/Viegelahn seine Meinung. Da ist mir wieder einmal mehr aufgefallen, was für ein Sumpf diese Szene ist. Und schlechte Lehrer in meinen Augen.
Lohmann hielt mich äußerlich für so jung, dass er dachte, ich gehe noch aufs Gymnasium. Da wusste er noch nicht, wer ich bin, denn ich war undercover unterwegs. Nur von den Fakten meiner Vita meinte er zu glauben, ich würde mich nicht mehr für die Orgel genug umstellen können aufgrund meines Werdegangs oder Alters. (Ich glaube eher, er hatte Angst vor meinem Potential.) Jemand, der hauptsächlich nur junge Männer, die Norm, fördert, kann wohl gar nicht anders denken. Er beging hier seinen eitelsten Fehler in meinen Augen. Sein ehemaliger Schüler Jürgen Essl, aus genau diesem „Stall“ kommend und von Lohmann beeinflusst, auch in Bezug auf mich (zuvor war Essl sehr begeistert von mir) ließ dann nur seine und Kollege Lohmanns Schüler im Wettbewerb 2019 gewinnen, wohl ganz nach dem Vorbild Lohmanns? Selbst diesen Schülern war das peinlich, denn es war schon vorher klar und wohl fast jedes Jahr so. Das war der ganze Sinn des Wettbewerbs: Die eigenen Schüler und damit sich selbst protegieren. Von Fairness und echtem Wettbewerb konnte nicht die Rede sein. Ich war sprachlos. So offensichtlich und schamlos hatte ich es nie für möglich gehalten. Was für ein Sumpf, in dem sich Männer gegenseitig (symbolisch gesehen, und vielleicht auch in echt? – die Kirchenmusik-Szene hat sehr viele Homosexuelle, die Frauen nicht leiden können, wie ich erlebte) den Schwengel reiben. Die gesamte Akademie in Schwaben, in dem Essl seine Kurse hält, als auch die gesamte Lohmann-Abteilung in Stuttgart und die Wiebusch/Viegelahn-Abteilung Frankfurt sind zu 91 bis 99 Prozent männerdominiert. Und meiner Meinung nach ganz bewusst und gewollt, was man u.a. im Umgang mit mir deutlich sehen kann. Frauen haben keinen echten Zugang. Es ist ein Männerclub der schlimmsten Sorte. Lohmann meinte noch zu mir, es würde „irgendwann anders werden“. Diese höhnische Bemerkung sagt alles aus. Seine Nachfolger und Kollegen könnten aber noch schlimmer sein. Immerhin wurden sie von ihm ausgesucht.

Ich werde viel mehr ausgebildet sein und viel besser spielen können. Und bin froh, dass Gott die Ketten sprengt und mehr Macht als diese hat.

„Herr Gott, des die Rache ist, erscheine. Erhebe dich, Du Richter der Welt, vergilt den Hoffärtigen, was sie verdienen.“

Der 94ste Psalm. Der wunderbare und glorreiche „Rachepsalm“ der Bibel, den Reubke vertonte, was ich nun übe: Mit meiner Interpretation dieses Werkes und mit jeder Übeminute sei die Rache Gottes über diese Leute und Szene ausgesprochen, ausgedrückt und ausgespielt. Ich überlasse es ihm. Und werde in den nächsten Artikeln jeweils einen weiteren Vers zitieren aus dem 94. Psalm, bis er ganz zitiert ist. Und dann darüber komponieren: Meine Version.

26. Juli 2021

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Kunst ist eine Darstellung unserer Hingabe zum Leben. (Agnes Martin)

Drama um meine Hauptwerk-Orgel, dabei is nix: Ich dachte, die umgekippte Blumenvase wäre in die Pedalelektronik gelaufen, dabei ist da hinten keine Elektronik drin. Es war nur ein Kabel rausgerutscht, als ich saubermachte. Und deswegen sind zwei Elektroniker eingetrudelt zu einer hysterischen Ann-Helena. Dafür musste ich ihnen etwas vorspielen. Dafür fiel einem der beiden auf, dass meine kleinen Fingergelenke vorne überlastet wären vom Üben. Sie sind leicht geschwollen und etwas rot. Ich muss das im Auge behalten. Gestern und vorgestern habe ich rund um die Uhr geübt. Morgen gehe ich eh zum Masseur und frage den.

25. Juli 2021

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Es ist genug, dass ich hier bin. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen. (Angela Ponce)

Mein eigenes Stück: Der weiße Reiter. Ich habe es mit der Endzeit. Der erste Reiter. 

Vielleicht weil ich sie so arg spüre. Oder weil mich die Offenbarung nach Johannes in der Bibel so fasziniert. Schon immer. Das war das erste, was ich in der Bibel las. In der ich gerne lese.

Die vier apokalyptischen Reiter. Hier ist der erste. Pandemie Dance. Und gleichzeitig eine Liebeserklärung an die wunderbare Physharmonica. Ich mochte schon immer den Klang von Akkordeon. Und Bandeon.

Ich bin nun ein Fan vom Erfurter Komponisten Ritter. Seine Musik ist stark beeinflusst von Bachs Musik und dennoch zu seinen Zeiten neu und revolutionär gewesen mit dieser Sonatenform für die Orgel. Ich möchte gern alle seine Sonaten spielen. Die erste d-Moll habe ich in einem Tag gelernt und dann gleich gestern im Konzert gespielt (darf man ja niemandem sagen). Sie kommt sehr gut an. Mir wird schon beim Üben dauernd geklatscht, wenn Menschen in der Kirche sind. 

Überhaupt bin ich jemand, der gern das Programm auch mal umstellt. Warum? Erst, wenn man an der Orgel sitzt, weiß man: Ah, das passt perfekt hierher. Das möchte die Orgel. Sie sagt mir, was sie will. Ich reagiere. Ein Programm im Kalten und Fernen zu schreiben ist nicht dasselbe, als wenn man warm und sensibel und hellhörig an der Orgel sitzt (auch wenn man sie schon kennt). Als Künstlerin möchte ich da offen und flexibel und weich bleiben. 

Meist habe ich ja wenig Vorbereitungszeit, mache zudem alles gern allein (Registrieren, Blättern usw.). Aber es ist ein wunderbares Gefühl, mit der jeweiligen Orgel blitzschnell zu verschmelzen. 

Nun bin ich wieder zuhause. Wir sind auf der Rückfahrt nachts noch von Gewitter überrascht worden. Vor Blitz hab ich Angst. Ich mag das Schwabenländle. Vor allem das Essen. 

Viele Organisten, so sagte mir auch Thomas Astfalk, sind klotzig, sowohl im Spiel (besonders am Klavier und besonders bei Laien, jedoch bei weitem nicht nur) als auch oft menschlich und im Leben, bedeutet, klobig, unsensibel, kantig, grobmotorisch, Knöpfedrücker. Bedeutet, sie kompensieren ihre Mängel in Technik und auch in Musikalität durch die Orgel, die auch durchaus eine gewisse Klotzigkeit haben kann, wenn man sie nicht erobert. Diese Klotzigkeit ist bei einer Pianistin überhaupt nicht da. Wahrscheinlich rührt daher oft der Neid. Wie äußert sich der? Als ich noch neu war und beispielsweise einen falschen Knopf (Register) erwischte (was ja nun mit Musikalität nichts zu tun hat), wurde darüber gelästert. Dabei gibt es ganze Welten an Mangel von Dynamik, Technik und Musikalität bei genau diesen Knöpfedrückern, wenn man diese nur an ein dynamisches Instrument wie einen Flügel setzt. Da kommen die Dinge dann ans Licht. Ich werde alle Knöpfe perfekt drücken können und mehr. Aber bei denen ist Hopfen und Malz verloren. Musik ist nicht klobig, kantig und Knöpfe. 

 

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24. Juli 2021

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Romantische Fülle heute in Ann-Helenas Konzert. (Bettina Astfalk)

Heute dreifache Premiere:

  1. Ritter Sonate das erste Mal im Konzert gespielt
  2. Zwei romantische Sonaten in einem Orgel-Konzert gespielt (Mendelssohn und Ritter)
  3. Ein Physharmonica-Stück komponiert und uraufgeführt an der wunderschönen Klais (Baujahr 2015) in Neckarsulm bei Heilbronn

Und alles gefilmt. Das ist Pandemic Dance. Der apokalyptische weiße Ritter aus der Offenbarung, Teil 1.

Die Physharmonica ist ein außergewöhnlicher Registerzug an einer außergewöhnlichen Orgel. Die Tonerzeugung und der Klang sind ähnlich einer Mundharmonika, mit einer unglaublich großen dynamischen Bandbreite. Die Töne entstehen durch durchschlagende kleine Zungen, viele Metallzungen; die Lautstärke wird mit dem Fuß über einen Windschweller geregelt. Mehr Wind: lauter, weniger Wind: leiser. Der Klang erinnert mich an ein Akkordeon. Ein Akkordeon funktioniert auch mit durchschlagenden Zungen; ein Akkordeon ist auch eine kleine Orgel. Summend, wie eine Hummel positiv beißend klingt es. Ich kann den Klang und die Lautstärke an der Klais Orgel nicht nur durch den rechten Windschweller steuern, sondern da diese Register im Schwellkasten stehen, zusätzlich genialerweise die Physharmonica durch beide Schweller beeinflussen (Schweller sind windregulierbare Schlitze, die den Austritt des Schalls regulieren; beim normalen Schweller ist der Schallaustritt, nicht die Windzufuhr für die Lautstärke verantwortlich). Das ist aussergewöhnlich, dass ich die Physharmonica durch beide Schweller anschwellen und dynamisch bedienen kann, selbst in Hoffenheim gibt es das nicht. Nur noch an der Klais in Würzburg (Saal-Orgel). Es ist klanglich ein großer Unterschied, ob ich mit der Windzufuhr oder mit dem Schallaustritt arbeite. Das Pianissimo ist durch den Windschweller geradezu entschwebend oder aus dem Nichts kommend, wie es nicht durch ein Schwellwerk herstellbar ist. Ursprung der Physharmonika ist das vom genialen E. F. Walcker erstmals in Hoffenheim (zwischen Heidelberg und Heilbronn) eingebaute Register. Diese Orgel in Hoffenheim ist eine phantastische Orgel. Das von Walcker erfundene und in Hoffenheim erstmal eingebaute Register Physharmonica hat Klais wundervoll nachgebaut: Eine regionale organologische Rarität und Spezialität. Die Physharmonica habe ich mit Traversflöte 4, später mit Nasard und auch mit Schwebung gemischt – ich liebe diese verrückten und ausgefallenen Klangfarben. Dazu Zungen im Pedal, frisch gestimmt, und helle Aliquoten (Flötenmensur) und Klangkronen (Mixturen).

Kleine Quizz-Insider-Frage: Durch was wurde Hoffenheim in Zusammenhang mit mir noch berühmt? 🙂

Ritter-Sonate:

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23. Juli 2021

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Ich glaube, dass durch das Hinzufügen kleiner Flecken, fleißig wie eine Biene, ein Bild entsteht. Ein Bild muss ein Herz haben. (Maria Helena Silva)

Ich freue mich sehr auf die Klais in Neckarsulm, Konzert und meine Freunde dort wieder zu treffen. Spiele Ritter und Mendelssohn und Böhm. Ritter op. 11

Ich habe zufällig einige Deutschland-Aussteiger getroffen (Schweiz). Sie sagen, dass rückblickend der Neid in Deutschland ihnen an schlimmsten in Erinnerung ist. Ich habe von der Kirchenmusikgruppe berichtet. Außenstehende sind sprachlos, dass Neid und Hass vor Musik und Kirche nicht Halt machen. Dennoch kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, mein Land zu verlassen. Den Juden ist es ja genauso gegangen. Sie liebten Deutschland und wollten nicht gehen trotz allem.
Gestern schrieb mir ein Benjamin Frensel, der mich belästigt, verdächtigt und sich von Ansgar Kreutz bewusst als „Administrator“ einsetzen ließ, pathetisch darüber, wie blasphemisch es sei, einen Papst Urban zu kritisieren (siehe Tourblog gestern). Ausgerechnet Frensel, der vor falschen Verdächtigungen, Hintenrum, Spott und Machtmissbrauch nicht zurückschreckt, schreibt von Blasphemie. Und dann nahm dieser den Namen Jesus Christus in den Mund. Das war für mich beinahe eklig, weil ich Heucheln hasse. Ein weiterer Admin von Ansgar Kreutz ist Maximilian Rothe, stark beeinflusst worden von Kreutz, ein früherer Fan von mir, ein Fähnchen im Wind in meinen Augen, mal Hü, mal Hott, mit Lucas Kluck befreundet, Kluck, der nachweislich andere, zB Michael Siewert, regelmäßig beleidigt, auch über den Nachrichtendienst „5 vor 12“ (zuvor noch nie davon gehört, es sollte verboten werden, darüber „anonym“ versenden zu dürfen), und das durchaus auch mit falscher Identität, beispielsweise bei mir. Erstaunlich ist insgesamt, finde ich, dass gerade die, die mir vorwarfen, ich hätte „mehrere Accounts“, zig Accounts haben, hintenrum agieren, mich mit Fake-Emails anschreiben. Das Gesicht der Kirchenmusik? Ich muss eine neue Gruppe gründen.

Eine neu eingeführte Regel in Ansgar Kreutz‘ Kirchenmusikgruppe ist, dass man das Unvermögen der Mitglieder nicht benennen darf: Wird also beispielsweise ein Video dort in den Dreck getreten, darf man nicht schreiben: Aber ihr könnt doch selbst gar nicht spielen.
Sehr viele, ich schätze, 70 Prozent Mitglieder dieser Gruppe, haben nicht Musik studiert. Mit diesen neuen Regeln hat die Kreutz-Gruppe das Niveau der Strupat-Gruppe meiner Meinung nach noch übertroffen.

Heute erinnere ich an die Symbolfrauen Emmanuelle Carpentier, Agnieszka Holland, Doris Zinkeisen, Isabel Abedi, Susan Anthony, Prinzessin Beatrix, Elsa Montagnon, Claudia Reinery.

Schade ist, dass mein Blog noch immer auch Ratten und Abschaum anzieht und Leute, die stänkern. Ich hoffe, es wird nicht immer so sein. Meine Zielgruppe ist eine ganz andere: Menschen, die die Welt verändern wollen.

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