Ich bin in Bullandö, Yachthafen bei Stockholm. Bullandö Marina. Das kleine weißblaue Segelboot liegt bei U. Wir sind mit dem Wohnmobil Mercedes Karmann gekommen. Saugdiesel. Putzig. Und laut. Die Saison ist vorbei, die Sauna kalt, im Krog sitzen abends betrunkene Deutsche. Ich habe noch nie in einem Wohnmobil geschlafen. Es ruckelt alles ganz schön. Bullandö liegt in den Schären. 10.000 Inseln soll es hier geben. Wir fuhren über Gävle. Da beginnt der Norden.
Ich halte ja nicht so sehr viel von Til Schweiger, aber das Video hier gegen Kinder-“Impfungen“ ist mutig. Wie weit wird das Ganze noch gehen? Viele Leute lassen sich impfen, damit der Spuk aufhört und ein normales Leben wieder möglich ist. In Deutschland ist der Druck besonders. Das merkt man erst, wenn man Deutschland verlässt. Und das Drücken der scharfen Maske auf den Wangen – das muss man erst mal wieder vergessen. Das ist ja schon „normal“ geworden in Bayern. Man muss in Bayern mit scharfer Maske in den Bahnhof und ans Gleis, darf dann im Zug die weiche blaue nehmen und an der Grenze sie ganz abnehmen.
ps: Das Video wurde einfach gelöscht, in dem Til Schweiger eindrücklich sagt, wie entsetzlich er die Kinderimpfungen findet.
Man kann ja viel erzählen, Berlin ist nicht Bayreuth. Das muss man erst mal erleben, dass dem nicht so ist. (AHS)
Dabei bin ich nun schon lange in Schweden. Das Wetter ist die ganze Zeit herrlich. Zum Baden aber ist es leider zu kalt. Badewanne. Kaffee und Gespräche auf den Terrassen. Es ist ganz ruhig hier. Keine Autos. Es wird traurig sein, Nordschweden morgen wieder zu verlassen. Man kann hier sehr zur Ruhe kommen und dennoch viel erleben.
Sehr empfehlen kann ich englische Filme mit schwedischen Untertiteln, so till exempel Flood.
Ich lese Moa Martinson (1890-1964). Eine sehr interessante schwedische Schriftstellerin. Kann man sich vorstellen, dass ein Land wie Deutschland Autorinnen ehrt, die Beziehungen unter Frauen thematisieren und sogar politische Texte als Journalistinnen schreiben? Mir fällt auf, dass Redakteurin, Journalistin und Autorin sein eine enge Beziehung haben kann und dass politische Ansichten und biographische Hintergründe ohne Probleme dazu gehören dürfen zu literarischen Texten. In Deutschland hatte ich das Gefühl, dass man dies nicht verbinden darf und überhaupt möglichst alles geheimhalten soll, wer man ist, sogar in Gedichten. Was eigentlich sehr schade für die Literatur ist. Es scheint mir langweilig zu sein, Figuren nur zu erfinden. Ich mochte immer schon, wenn Echtheit in irgendeiner Form dahintersteckt: Die Seele und Tiefe des Menschen hinter der Literatur.
Hier mein Schwedenfilm:
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Sonntag. Hier sind leuchtend rot die Vogelbeeren und letzten Himbeeren. Ich war Gassi mit Seven. Es ist ein goldener warmer Herbst. 18 Grad. Nur abends wird es kühl. Die Katzen räkeln sich auf den selbstgemachten Terrassen. Wir waren in der kleinen schwedischen Freikirche in Härnösand. Es ist schön, schwedisch zu singen, und alles ohne Maske. An einem schwedischen alten Flügel. Die Predigt des neuen Pastors war sehr schön. Es ging darum, dass man wenig liebt, wenn einem wenig vergeben wird. Und dass man viel liebt, wenn einem viel vergeben wird. Es war diese schöne Bibelstelle, in der Jesus eine Frau ehrt vor einem Haufen widerlicher Männer. Die Männer, die dachten, es müsste ihnen gar nicht erst etwas vergeben werden. Jesus ist auch wunderbar sarkastisch. Welche Stelle ist es? Wer weiß es? Es gibt sogar mehrere zur Auswahl.
Konzert und Malkurs.
Hans-Ola schrieb mir, dass er es für keine gute Idee hält (eher für „wahnsinnig“ ), dass ich das riesige Grundstück nehme. Gåltjärn hat den höchsten Schneestand in Schweden. Ob es nicht etwas Passenderes gäbe? Sie selbst wohnen in einem seit einigen Jahren restaurierten und umgebauten Torp (Hof) mit Sauna und Atelier am See. (Hans-Ola malt ja auch, wie ich.) Ich wusste gar nicht, dass Hans-Ola so gut im Restaurieren ist. Ich bin handwerklich völlig unerfahren. (Und träumte, dass der Biber in mein Schlafzimmer kommt und meine Hände abnagt.) Ich dachte, alle Musiker sind schlecht oder unbegabt in handwerklichen Dingen. Aber das stimmt gar nicht. Ich finde es bewundernswert, wenn Leute selber bauen und restaurieren.
Und just heute erfuhren wir in der Kirche, dass es ein weißes schwedisches Haus gibt in der Nähe von Härnösand mit kleinem Grundstück am See, das viel besser zu mir passt. Morgen um 11 besichtigen wir es. (Und man müsste auch nicht das ganze Jahr über dort wohnen, sondern dann, wenn man möchte.) Hier passt auch mein weißer Schaukelstuhl hin. Und im ehemaligen Kirchsaal der weißen Villa kann man Konzertreihen halten.
Ich saz uf eime steine und dahte bein mit beine. (v.d.Vogelweide)
Ich bin in Västernorrland angekommen, es riecht nach Meer: Die Ostsee ist hier direkt. (Ich kann immer Meer schon in 2 Stunden Entfernung wittern und riechen.) Nordschweden. Lappland ist nicht weit. Ich fuhr mit dem Snabbtåg von Stockholm nach Sundsvall über Gävle und Söderhamn (4 h) und wurde in Sundsvall abgeholt. Die Hafenstadt Sundsvall hat 60.000 Einwohner. Bis Umeå sind es noch 2 Stunden. Auch Haparanda am Meer ist nicht mehr weit weg. Vi har varit i hotellet Södra Berget. Vi krossade stora brun över hamnet: Die Autobahnbrücke E4. Die Aussicht ist enorm und wunderschön. Der Himmel in Schweden ist groß und leuchtend wie in den USA. Wir haben einen unglaublichen Regenbogen gesehen. Die Luft ist so sauber und voller Sauerstoff, dass ich müde wurde anfangs und mich erst eingewöhnen musste. Wir sind am nördlichsten Ende Europas. Das fühlt sich schön an, kein Transitverkehr, alles ruhig und ohne Vermischung. Eben individuelle skandinavische Lebensart. Vi har varit i Birsta City bei Ikea und in der großen modernen Mall. Dann fuhren wir nach Smitingen (der bekannteste Badeort hier und Naturreservat und Sandstrand und Felsen). Wunderschöner Strand. Es gibt dort auch blaue Nurdachhäuser. Und Härnö Gin. Dann fuhren wir nach Östanvik und Gåltjärn, mitten im Wald. Und ratet, wer hier in der Nähe wohnt? Hans-Ola.
Wie ich allerdings ein Haus mit 10 Hektar Grundstück mit Wald, Wiese, Biber-Teich und Bach neben meiner Karriere bewirtschaften soll, ist mir ein Rätsel.
Heute besuchten wir Höga Kusten (Hohe Küste) und Höga Kusten Brun, das ist die drittgrößte Hängebrücke der Welt. Die größte ist die Golden Gate Bridge, da war ich schon zweimal, 2016 und 2006, und die zweitgrößte ist in Japan. Direkt an der Brücke gibt es das schöne große Höga Kusten Hotellet (Hotel). Unter der Brücke fließt der riesige Ängerman Älven (Fjord, Ausbuchtung des Meeres), der in die Ostsee fließt. Im Grunde ist dieser Älven schon Ostsee. Das Septemberwetter ist mild und sonnig, und so auch die Ostsee, keine einzige Welle. Wir waren in der wunderschönen kleinen Hafenstadt Härnösand, in der die Leute Boote (Segelboote und Motorboote) und Chevys und schicke große Oldtimer haben. Es ist die Zeit der Elchjagd, man darf nicht ins Dickicht. Wir waren in Eriks Hjälpen und kauften einen weißen Schaukelstuhl für mich. Wir kauften in Hemköp einen Salat an der Salatbar und aßen diesen am Hafenbecken (Brackwasser). Die Ostsee ist nicht so salzig wie die Nordsee. Dann fuhren wir mit dem schönen alten VW T4-Bus mit Spüle und Vorhängen nach Sälsten an den Steinstrand (altes Fischerdorf), sahen aber leider keine Robben. Ich bildete mir ein, in Felsen Robben zu sehen. Überall gibt es noch vereinzelt Camper. Dann fuhren wir nach Vårdkasen: ein Rundumblick auf dem Turm (Vogelperspektive). Gretaland. Windräder.
In Gåltjärn (Waldsee) auf dem Grundstück gibt es einen riesigen Biberteich (Biotop). Biberfamilien fressen Rinde, große Bäume werden geknackt. Der Biber staut Wasser und baut Dämme. Von Damm zu Damm baut er, um seinen Lebensraum zu vergrößern. Er isst Birke. Er schält den Baum komplett ab. Ich habe die zerstören Birken gesehen. Wo ich doch Birken liebe. Er fällt die Birken nach dem Sanduhrprinzip. Er entrindet Laubbäume. Killer-Tier. Er verändert die Landschaft und Wälder massiv. Schweden muss sich momentan gegen die Biber so wehren. Manche werden erschossen. Vor dem Fenster sind Schafe und Katzen, da es auch Mäuse gibt. Und Seven, der Australier (wuscheliger Hund). Und ganz viele riesige Pilze überall, Steinpilze und Fliegenpilze, richtige Oschis. Und Igel habe ich auch gesehen. Noch keine Elche. Noch keine Füchse. Wildschweine gibt es hier nicht, zu viel Schnee.
Es gibt hier massiv viel Schnee Dezember bis März. Er taut erst im April. Hier ist noch absolut kein Klimawandel. 1, 75 m hohen Schnee gibt es hier, den höchsten Schneestand Schwedens (war im Fernsehen). Ich wäre im Schnee ertrunken. Aber jetzt ist es warm, sonnig, samtig und angenehm. Man kann es sich nicht vorstellen. Aber wie ich 10 ha wildes Land und 4 Monate meterhohen Schnee mit meiner Karriere verbinden soll, ist mir ein Rätsel. Was denkt ihr? Da ich hier bei lieben deutschen Freunden bin, spreche ich momentan leider kein Schwedisch. Aber lese.
Abends hörten wir Back to Black (LP) von Amy Winehouse. Ich lese Agnes von Krusenstjerna (1894-1940).
I‘ll sing you a song, ain‘t very long. (Bob Dylan)
Er hieß Robert Zimmermann, seine Eltern russische Juden. Aus Deutschland geflohen. Nach Stockholm kam er nicht. 🙂 Er ist Christ und Jude.
Meine Reise nach Stockholm heute war noch sehr abenteuerlich, wegen Problem mit dem Nachtzug (ich hatte mich so auf den Schlafwagen gefreut) und Schienenersatzverkehr bei Lund, weswegen ich einen Zug verpasste. Schließlich strandete ich dann, weil ein Zug auf einem anderen Gleis abfuhr Richtung Halmstadt. Daraufhin nahm mich, da es mittlerweile ein Uhr morgens war, eine Schwedin mit nach Hause in der Nähe Helsingborg, die im selben Zug saß. Eine sehr liebe. Sie wohnt mit ihrer Familie in einem sehr schönen (amerikanisch wirkendem) Neighbourhood mit Hybrid-Auto und Katze, die in meinem Bett blieb. Im Stil USA. Eine Familie, in der jeder perfekt Englisch sprach. Sogar die Katze. In mein Schwedisch muß ich erst wieder reinkommen, denn bin zu schüchtern, herum zu stottern. Ich verstehe viel besser, als ich spreche. Das ist anfangs immer so.
Um 6 Uhr früh ging es dann weiter. Snabbtåg Lund-Stockholm. Schwedischer ICE. Ich liebe die schwedischen Schnellzüge, hell, bequem und ein Bistro zum Träumen: Schwedisches Gebäck, schwedische Schokolade, Bilar, Oboy, Köttbullar ❤️ Man isst im Zug Köttbullar mit Kartoffelbrei. Das ist Ikea auf Schienen! Die Schaffnerinnen sind sehr nett, mein Ticket war ja eigentlich nicht mehr gültig, aber aufgrund der Probleme im Verkehr, für die ich nichts konnte, war alles ok. In Schweden sind die Sitze ja alle reservierungspflichtig. Im Bistro bekam ich sogar Kaffee spendiert. Schweden ist wie ein Garten Eden, ein Ort des Schutzes. Und Stockholm ist: ❤️.
Hier ist es so mit der Maske: Du kannst alles, wenn du willst. Aber du musst nicht. Das liebe ich. Daher gibt es hier auch keine Proteste oder Rebellen. Jeder akzeptiert den anderen. Weil man nicht gezwungen wird. Kontrollen sind auch eher pro forma. Der Wunsch nach Freiheit ist gross bei den Schweden. Bei mir auch.
Ach, ich liebe schwedische Frauen! Selbstbewusst. Da ist viel mehr Zusammenhalt, Kraft und Liebe unter Frauen. Und Männer sind automatisch Gentlemen. Das mag ich nämlich. Ich bin altmodisch. Zum Beispiel: Schwedische Männer warten, wenn es darum geht, aus- und einzusteigen (ICEs). Sie lassen mich vor. In Deutschland drängen sich die Männer vor die Frauen und wollen als erstes rein oder raus.
Ich habe mir die schwedischen Klassiker (Set) gekauft. Schweden liebt seine Frauen. Deutsche Klassiker würde wohl Frauen wenig bis kaum präsentieren. Bei den schwedischen Klassikern kommt als erstes Elin Wägner. De blå Silkesstrumporna (Die blauen Seidenstrümpfe). Die Verbindung von Dichtung und (diskreter) Politik oder Weltanschauung finde ich faszinierend. Den „Zeitgeist“ treffen ohne Zeitgeist. Unbemerkt. Diese Elin Wägner aus einem ganz anderen Jahrhundert ist/schreibt genauso „frech“ und raffiniert oder mutig wie ich, das muß etwas Schwedisches sein, etwas, das viele deutsche Männer überhaupt nicht verstehen und daher verurteilen.
Ein Land, das seine Frauen liebt, ist gesegnet. Zudem haben Frauen faszinierende Weltanschauungen und sehen Politik mit ganz anderen Augen, sind auch politisch gesehen eine absolut notwendige Brille. Elin Wägner (1882-1949) ist so etwas wie eine deutsche Alice Schwarzer, wenn auch ganz ganz anders. Und sie wird/wurde in Schweden hoch geehrt. Und was macht Deutschland mit seinen Frauen? Das Gegenteil. Damit beschmutzt ein Land sich selbst. Da Deutsche ihr Land aus historischen Gründen oft sowieso nicht lieben, fällt ihnen das nicht mal auf: Frauen im eigenen Land zu beschmutzen ist hochgradiger Selbsthass. Denn sie beschmutzen die Zierde des Landes. Hier in Schweden darf ich Frau und stark sein. Ich muß und will keine Mannfrau werden, um erfolgreich zu sein.
Brei flieht entsetzt aus Kochshow: Zu viele Köche! (Czech/Domzalski)
Es ist soo schön, wieder in Schweden zu sein. Schon in Kolping und Kopenhagen merkte ich, die Luft atmet sich freier. Und endlich keine Maskenpflicht mehr. Ich musste richtig quieken vor Freude. Als ich in den Schnellzug nach Kopenhagen wechselte, wurde neben Pass auch geprüft, ob man getestet ist. Ich war es nicht. Immerhin bin ich einmal geimpft. Hierfür hatte ich aber auch keinen Nachweis dabei. Aber da es so voll war und jemand den Polizisten just in dem Moment ans Handy rief, vergaß er mich. Gott sei Dank. In Kopenhagen aß ich bei Sunset Boulevard (ist aber nicht so lecker wie Subway, und es gibt auch nicht die leckere scharfe Soße). Und stand sehnsüchtig vor Tivoli (das letzte Mal war ich vor 3 Jahren da). In Malmö holte ich mir eine Minz-Trinkschokolade im Pressbyrån.
Die schwedischen Frauen sind meist sehr groß. Ich komme mir wie eine Zwergin vor. Ich habe eine blaue Jeans an mit einem weißen Teddy aufgestickt auf dem rechten Oberschenkel. Jetzt steige ich gleich in den Nachtzug nach Stockholm.
Meist vergessen mich Leute nicht, wenn sie mich einmal gesehen haben. Selbst wenn es Jahre her ist. Aber ich vergesse oft viele Leute vom Aussehen her.
Ich freue mich, im Fotobuch zur Orgel (Deutscher Musikrat) dabei zu sein.
Es spielt nur noch meine Seele, die aus Flügeln und Willensstärke besteht. Aus blitzschnellen Kolibri-Flügeln. (AHS)
Ich freue mich morgen auf Schweden. Stockholm und Härnösand; fahre zurück mit der Fähre Stockholm-Rostock. Am 10. Stuttgart, am 11. Ansbach. Da muss ich wieder zurück sein. Walldorf wurde verschoben.
Stefan Zweig schreibt sehr gut, die Inhalte erscheinen mir jedoch ab und zu bedenklich, besonders wenn er über Frauen schreibt. Irgendwie bin ich manchmal unangenehm berührt. Aber dennoch genieße ich, wie er schreibt.
“Klischee ist kein Missverständnis, sondern Strategie“: Zuvor hatte ich mich noch nie mit Alice Schwarzer beschäftigt. Es geschah nun rein zufällig. Ich bin erstaunt über ihre Persönlichkeit. Manches verwirrt mich auch. Was Alice Schwarzer an Diffamierung erlebt hat, übersteigt bei weitem alles, was ich erlebt habe, doch ist sie auch viel berühmter. Ihre Bücher sind Bestseller geworden, obwohl sie hochpolitisch sind, in Top-Verlagen. Der Preis für ihren Erfolg war/ist enorm: Sie wurde in Deutschland direkt und unverblümt beschimpft und beleidigt („Tucke“, „Hexe“, „hässlich“…). Es ging nie um Sachdifferenzen, sondern um ihre Person. Auch im Spiegel und Stern wurde sie angegriffen. Sie wurde in den Medien belastet. Es wurde vor ihr gewarnt. Sie wurde als Terroristin bezeichnet. Sie wurde gehässig und feige verfolgt. Es gab Boykottaufrufe gegen sie. Tribunal. Frauen haben sie auch sehr attackiert. Ich finde: Sie sollte den Friedensnobelpreis erhalten, denn sie hat viel für Frauenbewegungen getan. Sie ist anders als ich, sehr anders, sowohl inhaltlich als auch formal. Gleichzeitig ist sie weise, mutig, diskret und bewundernswert. Ich bin absolut nicht für Abtreibung und habe christliche, konservative Werte, Ehe usw. Die Musik schützt mich, zu politisch zu werden und damit auch vor öffentlichem Haß, der Frauen in der politischen Öffentlichkeit entgegenschlägt. Dass meine Kritik tatsächlich politisch ist, habe ich noch nie so begriffen wie beim Hören von Alice Schwarzer (Hörbuch Lebenslauf). Ob ich das ausgehalten hätte wie sie? Oder lernt ein Mensch einfach step by step dazu? Im Grunde darf man sich in der Öffentlichkeit keine Fehler erlauben. Das ist als impulsive Künstlerin schwer. Ich bin nicht cool genug. Vielleicht bin ich nicht der Typ dafür, ein Star zu sein. Ist es nicht schwer, eine geliebte und beschimpfte Star-Frau zu sein? Journalistin ist schon toll! Ich genieße es aber sehr, privat, verborgen und auch kindlich sein zu dürfen. Dennoch finde ich es schwer, bei Ungerechtigkeit zu schweigen, was leider die meisten Frauen tun. Frauen, die sich für andere Frauen einsetzen, werden persönlich diffamiert. Es geht dabei nicht um Inhalt und Sache, sondern um Projektion.
Alice möchte ich gern kennenlernen. Was mich an ihrem Schreiben besonders emotional trifft und zum Nachdenken bringt, ist die „Männer-Mafia“ und ihre Skandale, die damals noch viel schlimmer waren als heute (Kritikerinnen tun viel mehr weh als männliche Kritiker, das sehe ich auch so):
– Frauen haben immer noch oft als Kriterium Nummer 1, von Männern begehrt zu werden. Etwas, das nicht von ihnen alleine kommt
– Frauen sind angeblich „frigide“, wenn sie nicht mit Kollegen ins Bett gehen
– Erwachsene Frauen werden oft gegängelt wie Kinder
– Männer haben oft einen vorauseilenden Gehorsam, vor allem dann, wenn sie jemanden beurteilen oder verurteilen sollen (Journalisten)
– Seht her, ihr Frauen, das machen wir mit einer, die so aufmüpfig ist
– Frauen sind Opfer von Männern, die ebenfalls Opfer sind
– Die Tragik der Frauen
– Frauen werden oft als ‚relative Wesen’ gesehen: Sie ist die Frau neben dem und dem…
– Niedrigkeiten entlarven sich von selbst und pöbelnde Männer auch, wenn frau geschickt oder gar nicht auf sie reagiert
– Spießer riechen einen auf hundert Meter Entfernung und hassen einen unausweichlich
– Die von Männern hergestellte Kombi von Politik und nackten Frauen (siehe BILD)
– Humor ist die ultimative Waffe
– Minderbezahlung von Frauen („er muss ja schließlich die Familie ernähren“)
– Stühle und Sitze nach Männermaßen, auch in Autos
– Frauen werden in Männerberufen oft links liegen gelassen
– Gratisarbeit der Frau in der Familie
– Doppelbelastung Frau: Gratis geleistete Familienarbeit (Beruf 1) und Beruf (Beruf 2) – das passt der Wirtschaft ganz gut; dazu noch schlechter bezahlt
– Motive der Männer gegen Frauen: Sie wollen (private) reale Privilegien nicht aufgeben
– Frauen biedern sich oft bei Männern an
– Marktwert von Frauen nach Aussehen und Alter, als wäre Alter ein Manko statt Geschenk
– Anbiederungsversuche von Frauen bei Männern auf Kosten anderer Frauen
– Männer verstehen traditionell mehr von Verrat und Macht als Frauen
Vieles von dem ist erschütternd. Und: Politik.
Sehr viel im Leben ist einfach von Männern gemachte Politik. Wäre ich keine Künstlerin, wäre ich gern Politikerin oder Journalistin geworden. Aber so schließt sich das in jeder Hinsicht aus. Leider. Es bleibt da nur mein kleiner, irgendwie doch politischer Blog? Und der sorgt schon für Wirbel.
Hier schimmert der Sound wie Perlmutt. Dann leuchtet Bachs Kombinatorik. Dann hat jeder Ton Richtung und Größe. Satt, dicht, elastisch. (AHS)
Neue Konzerte. Wieder daheim. Die nächsten Konzerte: Ansbach, Nürtingen, Liebenrode, Dortmund und bald auch Steingaden/Wies. Gestern war ich noch in Wächtersbach bei Fulda. Lebenslauf von Alice Schwarzer ist sehr spannend. Sehr gut geschrieben. Wahnsinns-Kindheit. Sehr politisch. Hörbuch. Sie hat sehr gute Erfahrungen mit Männern und eher schlechte mit Frauen gemacht. Sie ist schlau und schön gewesen, herzensgut und sozial, alles andere als spießig.
Mit Brüstungsorgel (Fernwerk) spielte ich Rapture. Die Walcker Orgel in der Ringkirche Wiesbaden 1894-2016, E.F. Walcker & Cie Ludwigsburg: Die Orgel versteckt sich hinter dem Kanzelaufbau. Alle alten Walcker-Register von 1894, 1949 neu beschriftet. Umbau, Erweiterung durch Steinmeyer: Neues Klanggewand 1955. Restaurierung 2016 durch Lenter und Hans Kielblock. Soli Deo Gloria! Komposition Neue Musik, zeitgenössische Musik, E-Musik, Contemporary Classic, experimentelle Musik, female composer Rapture / Zyklus Pandemic Dance
Als Pianistin und Organistin hat man es nicht leicht. Es gibt immer noch Leute, die meinen, beides ginge nicht zusammen. Jemand sagte mir: Endlich spielt jemand mal virtuos und musikalisch und nicht „orgelgemäß“ spröde.
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Ich habe mein Feinsliebchen so lange nicht gesehen. (Der Zupfgeigenhansl, deutsche Wandervogelbewegung/Volkslieder, Hans Breuer)
Schön. Goldig, die alten deutschen Volkslieder, Leipzig 1915. Meine Wiesbaden-Gasteltern sind seit Jahrzehnten Volkslieder-und Chorfans: Hans Breuer, Musikstudent aus Heidelberg, schon mit 20 gefallen im 1. WK. Und dann Hermann Löns, der Heidedichter, 1914 gefallen. Liederdichtung „Der kleine Rosengarten“, Jena 1919, Komponist Fritz Jöde aus Hamburg. Die alte deutsche Schrift ist manchmal schwierig zu lesen.
Mein eigenes Werk kam in Wiesbaden sehr gut an. Entrückung spielte ich mit hellen Tönen und „letzter Posaune“. Kurz: Massive Zunge und Fernwerk (Brüstungsorgel) in Solo-Kombination. Da braucht man schon Ohren. Überhaupt braucht man für meine Werke Ohren. Menschen mit Tinnitus und Hörgeräten haben es da schwerer. Und alles immer selbst geblättert und registriert. Auch dann, wenn es keine Setzeranlage gibt, siehe Sauer-Orgel in Berlin.
Ich habe ja bewusst keinen Fernseher mehr. Aber zu Besuch schaue ich dann manchmal ganz gern, vor allem Nachrichten. Was ich aber gestern wieder erfuhr, kaum, dass ich mal fernsehe, ist erschreckend: Afghanistan und das entsetzliche Verhalten Frauen gegenüber. Im Grunde wird der weltweite (bei uns zivilisierte) Frauen-Haß durch massive Unterdrückung dort nur für alle sichtbar auf die Spitze getrieben.
Wie sieht die deutsche zivilisierte Frauenunterdrückung aus? Nun, die Anpassung ist der erste Punkt: Im Heute-Journal ist die Rede-Vormacht wie üblich deutlich den Männern vorbehalten. Sie deuten, berichten und analysieren für uns Frauen mit. Sie haben Anzüge an. Wenn man hier als Frau „dabei sein will“, muss man ebenfalls irgendwie „Anzug“ tragen. Und am Ende kommt immer Männersport. Da kann die Welt zusammenbrechen, im Anschluss kommt Männersport. Der völlig bedeutungslos ist.
In Berlin spielte ich auch einige Stunden in der Gedächtniskirche. Sehr geschichtsträchtig, in Charlottenburg. Tolle Karl-Schuke-Orgel, umgeben von leuchtendem Blau. Trotz großem Besucherandrang spielte ich Ritter auch tutti. Wir fuhren von St. Michael über die Jannowitz-Brücke (Spree) über die Friedrichwerdersche Kirche zum Auswärtigen Amt, zum Potsdamer Platz, zur welligen Philharmonie, dann beginnt der Bezirk Schöneberg, dann Botschaftsviertel. Dann Wittenberg Platz mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens), über Tauentzien (Einkaufsstraße) zur Gedächtniskirche in Charlottenburg. Wir radelten auf dem Kurfürstendamm: Das westliche Pendant zur Unterden Linden.
Der westliche Pracht-Boulevard bis zum Halensee (See). Am Savigny- Platz aßen wir im San Marino hausgemachte Bonbonnudeln mit Kapern und Spinat und tranken Sauvignon (roter Wein).
Der Lärm in Berlin ist schon bedenklich. Viele beten, wenn sie einen Krankenwagen hören. Mich macht der Lärm leider nur fertig. Die ganze Stadt scheint am Toben zu sein. Manche Leute haben keine Ohren am Gehirn. Als wir mit unseren Rädern am Pariser Platz ankamen, waren da eine Kundgebung und Demo nach der anderen. Dazwischen schwarze Diplomatenwägen, Polizei, schreckliche Elektroroller voll ungelenker Touris, Rad-Kutschen mit dicken Touris, für die sich abgestrampelt wird, und wenn man ein Radl ausleihen will, muss man seine kompletten Daten dalassen.
Ulrike kennt sich bestens aus und wollte mit mir einen Schleichweg fahren. Dazu fuhren wir durch eine Absperrung. Mir klopfte das Herz bis zum Hals. Überhaupt wurde ich beim Radeln durch diese Stadt von einer Adrenalinwelle nach der anderen überflutet, weil Ulrike auch über rote Ampeln fuhr. Zuvor berichtete sie mir in aller Seelenruhe, wieviele Tote sie in der Stadt schon gesehen hätte. Atemlos durch die Stadt.
Hielt ich mit ihr Schritt. Beziehungsweise Rad. Der Polizist vor Merkels Wohnung war besonders lustig. Man kann ja viel erzählen, dass Berlin nicht Bayreuth sei. Das muss man erst mal erleben, dass dem nicht so ist. Das muss erst nachvollzogen werden. ps: Die Touristen-Restaurants kann ich nicht empfehlen. Leider hab ich es nicht mehr geschafft, Hans-Olas Konzert zu hören. Der westliche Pracht-Boulevard bis zum Halensee (See). Am Savigny- Platz aßen wir im San Marino hausgemachte Bonbonnudeln mit Kapern und Spinat und tranken Sauvignon (roter Wein).
Der Lärm in Berlin ist schon bedenklich. Viele beten, wenn sie einen Krankenwagen hören. Mich macht der Lärm leider nur fertig. Die ganze Stadt scheint am Toben zu sein. Manche Leute haben keine Ohren am Gehirn. Als wir mit unseren Rädern am Pariser Platz ankamen, waren da eine Kundgebung und Demo nach der anderen.
Dazwischen schwarze Diplomatenwägen, Polizei, schreckliche Elektroroller voll ungelenker Touris, Rad-Kutschen mit dicken Touris, für die sich abgestrampelt wird, und wenn man ein Radl ausleihen will, muss man seine kompletten Daten dalassen. Ulrike kennt sich bestens aus und wollte mit mir einen Schleichweg fahren. Dazu fuhren wir durch eine Absperrung. Mir klopfte das Herz bis zum Hals. Überhaupt wurde ich beim Radeln durch diese Stadt von einer Adrenalinwelle nach der anderen überflutet, weil Ulrike auch über rote Ampeln fuhr. Zuvor berichtete sie mir in aller Seelenruhe, wieviele Tote sie in der Stadt schon gesehen hätte. Atemlos durch die Stadt. Hielt ich mit ihr Schritt. Beziehungsweise Rad.
Der Polizist vor Merkels Wohnung war besonders lustig. Man kann ja viel erzählen, dass Berlin nicht Bayreuth sei. Das muss man erst mal erleben, dass dem nicht so ist. Das muss erst nachvollzogen werden. ps: Die Touristen-Restaurants kann ich nicht empfehlen. Leider hab ich es nicht mehr geschafft, Hans-Olas Konzert zu hören.
Schukes Flaut douce ist auch spannend und selten. Wenn Pfeifen fertig hergestellt sind, kommt ja noch kein Ton, sie krächzen höchstens. Sie müssen also erst zum Singen gebracht, vorintoniert werden: Kernspalte, Bärte, Stimmrollen, Aufschnitt. Überall liegen Geräte, Reibahlen. Und dann bin ich von Alexander Schuke direkt zu Karl Schuke gefahren: Gedächtniskirche.
Gedächtniskirche Berlin 2021
Schuke Orgelbau
Das sind die Formen zur Herstellung von Pfeifenfüßen für 16-Fuß-Größe.
„Wusstest du, dass bald Tag der deutschen Sprache ist?“
„Nope. Cool!“
Czech. Heute erinnere ich an Pinar Atalay (Moderatorin) und Hauke Stars (Managerin, blitzschnell, eindrucksvoll).
Mein Konzert gestern in der Ringkirche Wiesbaden war sehr schön und gut besucht. Es waren auch Inhaber von Musikläden da. Es wurde aufgenommen. Ich habe eine Uraufführung gespielt, da in Hessen 2021 das Jahr der Uraufführungen ist. Rapture. Entrückung. Letztes Jahr habe ich hier in Wiesbaden in der Marktkirche gespielt. Kurz vor der Hysterie. Im Februar 20. Da hat noch keiner im Entferntesten geahnt, was kommen wird. Jetzt können wir noch sagen: „Letztes Jahr am Jahresbeginn war noch alles in Ordnung.“ Bald nicht mehr. Reger-Stadt Wiesbaden! Tolle Orgel! Reger hat dort auch gespielt und war sicher auch in der Ringkirche. Denn Reger war 8 Jahre in Wiesbaden, und die Orgel in der Ringkirche wurde in dieser Zeit neu gebaut. Die Walcker Orgel in der Ringkirche hat nun einen neuen Spieltisch bekommen. Letztes Jahr habe ich noch den alten gespielt. Sie wird von Orgelbau Lenter betreut. Man braucht einen Chip wie in Heidelberg.
Das Besondere an historischen Walcker-Orgeln: Jedes Register hat eine eigenständige, runde Farbe. Die Prinzipale klingen wie warme Hörner. Mischt man zwei Register, entsteht eine ganz neue faszinierende Farbe. Solche Orgeln zu restaurieren und zu betreuen ist sicher nicht ganz leicht, wenn man diesen Charakter wahren will. Iveta spielt hier am Mittwoch. Das Display der Setzeranlage muss vorher jedoch noch repariert werden. Als ich gestern spielte, war das Display noch tot. Es ist etwas unangenehm, mit einer Setzeranlage ohne visuelle Kontrolle zu spielen. Eine gute Übung. Allerdings gefällt mir diese besondere E-Setzeranlage in der Ringkirche gut. Ivetas Agentin hat sich die Disposition genau durchgeben lassen. Widor V möchte Iveta hier allerdings nicht spielen.
Die Orgel steht hinter dem Altar. Man kann sich in dieser großen, runden Kirche, die mich immer an die Christuskirche Karlsruhe erinnert, so setzen, dass man seitlich die Organistin von unten gut sieht. Mich stört nur der Lärm vom Ring draußen. Der Kantor Hans Kielblock, der in Berlin und Lübeck studiert hat, ist sehr nett. Seine Frau ist Ärztin. Es ist angenehm, wenn man mit Musikern auch über andere Dinge als nur Orgel sprechen kann. Er wohnt in einem Künstlerinnen-Viertel. Ja, das hat Wiesbaden ❤️: Ein Viertel mit Straßennamen nur mit Frauennamen, von Künstlerinnen (meist lokale Schauspielerinnen). Überhaupt ist Wiesbaden mit seinen hohen verschnörkelten Altbauten rings um die Ringkirche wunderschön. Landeshauptstadt eben. Wir waren danach Pizza essen (da ich nur einmal geimpft bin, durften wir nirgends rein). So bestellte Hans Pizza, und wir aßen sie bei meinen „Gasteltern“, wo ich übernachtete, ein liebes Ehepaar aus seinem Chor. Ich aß eine große Pizza Fantasia mit Gemüse. Wir unterhielten uns dabei u.a. über Neue Musik an der Orgel. Meiner Meinung nach ein brach liegendes Gebiet, vor allem in Deutschland. Es gibt zwar viel Unterhaltung, seichtes Entertainment wie Noten von Zsolt Gardonyi oder Johannes Michel oder überhaupt fast alles bei Strube, wie ich finde, Seichtes und Leichtes für die „Masse“ mit Light-Jazz-Einschlag. Neu ist das nicht. Neue Musik oder E-Musik schon gar nicht. Es kommt mir eher etwas schulmeisterlich gefällig und nett vor, was jeder spielen kann, der nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Das kann man ja mal machen, aber immer nur? Ich meine, es ist schön, dass Orgel und Unterhaltung zusammen gefunden haben. Aber ich vermisse komplett neue, originale, kreative Gattungen für die Orgel. Kunst. Neue Kunst. Für die Orgel. Macht frau etwas Neues, ohhh oh. Und dann gibt es noch neben Bearbeitungen und „Vollendungen“ die ganze Nachmacherei. Das, was sich dann „Improvisation“ nennt. Da werden von Deutschen vor allem die Franzosen nachgemacht. Da gibt es dann Leute, die virtuos immer das Gleiche gleich nachmachen, was andere erfunden haben. Stundenlang. Ein Leben lang. Das kann man ja mal machen, aber immer nur? Immer dasselbe, festgefahren, unspontan und einseitig?
Und ich übe Reger. Reger soll ja in Wiesbaden sehr gesoffen haben. Seine Musik soll ebenfalls betrunken sein. Ich kann mir das nicht recht vorstellen. Man sagte mir: Am besten spielt man Reger, wenn man selbst betrunken ist. – Wein aus der Ringkirche habe ich ja schon geschenkt bekommen.
Ich mag die schönen runden Fenster der Ringkirche.
Was wirklich seltsam ist: Im ICE ist es total voll, niemand schert sich um Impfungen. Und dann steigt man aus und muß in einem halbleeren Restaurant einen Impfausweis vorzeigen. Da kann ich schon verstehen, dass Menschen mit gesundem Menschenverstand Fragen und Zweifel haben.
Morgen berichte ich weiter von Berlin.
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