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Tourblog

28. September 2021

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Orgeln sind wie Wein, so unterschiedlich wie Wein. (AHS)
Heute Nordhausen. Lutherstadt. In der Kreisstadt Nordhausen (ehemalige Kaiserpfalz und freie Reichsstadt) sind zwar bei den Bombenangriffen in den letzten Kriegstagen fast alle Orgeln zerstört worden, aber in den beiden größten Kirchen gibt es gute neue Orgeln: In St. Blasii eine dreimanualige Orgel der Fa. Schuster, Zittau 1995, 3 Manuale, 37 Register; im tausendjährigen Dom eine Orgel von Johannes Klais (1996, 3 Manuale, 56 Register).
Heute besuchte und spielte ich die schöne große  Schuster-Orgel (Zittau) von St. Blasii Nordhausen: Die größte evangelische Orgel in Nordhausen (eine sehr hübsche Stadt mit Fachwerkhäusern voll Efeu „im Osten“). St. Nikolai wurde zerstört. Rückpositiv, Schwellwerk. Neobarock, jedoch weich, neu: mit romantischer Gambe und Schweller. Drei Manuale, 2. M ist HW, unten RP, schwarze „Lacktasten“, leichtgängig, doch hohe Obertasten, sehr lange Registerzüge, glitzernde Akustik. Die Kirche von 1234 (2004 saniert) ist hell mit steinernen Gurtbögen. Auf der grünen Empore steht die Orgel in Holz. Lutherweg Nordhausen. 
Jede Orgel hat ihr eigenes Gesicht. Die einen sind schrill, trocken, die anderen fruchtig, manche weich. Und zur Musikalität muss man ein Cockpit-Gedächtnis haben: Wie ist die Bank eingestellt, habe ich die richtigen Schuhe, Noten, Hose… wo ist was, wie weit weg ist was, kann ich es noch erreichen, wo ist das SW, wie ist die Anordnung … Der Spieltisch ist nicht die Orgel. Der Spieltisch ist nur das Cockpit.
Man kann hier an der gereinigten Schuster von 1995 wunderbar Bach spielen, aber auch Mendelssohn, sogar Liszt (jedoch Vorsicht, es gibt keine Setzeranlage, das hätte 50.000 € mehr gekostet. Das heißt, wenn man es alleine machen will, dann muss man sich beschränken). Ich mag jeden Tag einen anderen Wein. Warum sollte ich wie Kirchenmusiker 18 oder 24 Jahre lang den gleichen Wein trinken? Manche Orgeln haben etwas „Verstaubtes“, was aber total sympathisch ist. Andere sind etwas kalt und kühl von ihrer modernen Eleganz her. Wieder anders sind teure Oldtimer, die mehr „Sprit“ kosten als sich die Leute leisten können. Da kostet die Reinigung schon 100.000 €. Wie hier an der Klais Orgel im Dom. Immer spannend.
Die Kirche hat rotglitzernde Fenster.
Nordhausen besitzt tolle alte „Villen“ wie die Post und das Rathaus, vor dem „der Roland“ steht, der das Reichswappen mit dem Adler hält. Barfüßer Tor. Nordhausen wurde drei Wochen vor Kriegsende von den Amerikanern und Engländern total zerbombt, und es wurden dabei auch Zivilsten und Kinder ermordet.
Die Ossis sind ganz lieb und lustig.
Nach der Schuster spielte ich die große Klais Orgel im katholischen Dom Nordhausen, die größte Orgel in Nordhausen. Völlig andere Orgel, Johannes Klais 1964/1996. Der Dom ist wunderschön, helle Pfeiler, geschmückte Decke, wertvoller Altarbereich mit Holzschnitzereien. Krypta, Chorraum, Sandsteinfiguren, Wappen-Schlusssteine an der Decke. Enormer Nachhall (7 Sekunden). Die Orgel ist eine Wucht! Sie stammt aus Kassel und wurde nach Nordhausen verkauft. Sie ist eigentlich eine Konzert-Orgel. Oben ist das Oberwerk. Sie thront wie eine extra kleine Orgel oben auf der Orgel. Und eine extra Orgel sie ist, eine kleine extra Orgel. Sie wirkt süß da oben, aber hat enorme Power. Klein, aber oho. 3. Manual. Sie schallt direkt und ohne Abdeckung an die Decke und ist oft lauter als das Schwellwerk (1. Manual). Sie mischt sich nicht ganz so gut mit dem Rest der Orgel und hat erstaunlich wenig leise 8-Füße.
Der Prospekt ist sehr kreativ: Unter der kleinen süßen OW-Orgel zeigt sich das HW, darunter das rote Schwellwerk mit den 16-Füßen davor, und rechts und links das Pedal, die großen vorne und die kleinen Solostimmen dahinter. Die Orgel hat einen schönen sanften Schwung durch diese Aufteilung. Sie wurde sehr gut angepasst an die schwarzen Bänke hinten an die Hinterfront. Sie hängt tief, und der Spieltisch ist ebenerdig und exponiert. Daran sieht man deutlich den enormen Unterschied zwischen großer Orgel und dem kleinen braunen Spieltisch (dem Cockpit). Mein erster Gedanke war: Schneewittchen-Orgel: Schwarz wie Ebenholz ist die Zierdeleiste und die Bank, rot wie Blut das Schwellwerk, auch die Zierdefarbe, und „weiß wie Schnee“ die silbernen Pfeifen. Aufgrund des Nachhalls ist es wichtig, langsam und ruhig und „bodenständig“ zu spielen. Stretta geht hier gar nicht, vor allem nicht bei Fugen. Die „romantischen“ und ruhigen Werke Bachs klappen gut, Fugen und Virtuoses können anstrengend sein. Alle Läufe müssen mit Bedacht gespielt werden. Es gibt Walze und Schweller und 64 Setzer. Auch das Mischen der Farben braucht hier viel Erfahrung. Alle Register sind links, weiße Kippschalter. Dazu Vorpleno, Pleno, Zungen-Pleno, Tutti für jedes Werk. Morgen berichte ich weiter.
Die fluffigen Klangfarben sind mit zeichnenden schön zu mischen, das ist wichtig. Die Orgel besitzt trotz ihrer reichen Palette wenige (leise) 8-Füße. Das Pedal zeichnet schön und kann ohne Koppeln gut verwendet werden. Vorsicht vor Tutti-Knöpfen im Allgemeinen, besonders in starker Akustik. Lieber ein ausgewähltes Plenum nehmen. Es gibt auch eine Walze, die jedoch etwas springt und neu programmiert werden muss, da scharfe Register zu früh und zu abrupt gezogen werden und sich manche Register beißen. Erstaunlich finde ich, dass man wenig Walzen antrifft, die schön programmiert sind. An jeder Orgel muss man neu denken. Selbst wenn man kommt und seine Werke kann, ist damit oft nur die Hälfte geschafft, da eine Passacaglia von Bach hier ganz anders gespielt werden muss in starker ebenerdiger Akustik (ruhig, durchsichtig, aber nicht spitz) als in trockener Akustik. Kippschalter sind anders als lange Züge, die Anordnung sehr unterschiedlich…  
Nach dem Dom „Heiliges Kreuz“ besuchten wir das Haus von Christian Gottlieb Schroeter, Organist, der Bach verteidigt hat. Es wird renoviert. Lutherplatz.
Die Kantoren waren sehr nett. Danke auch an Manfred Machlitt und Team!
Die dritte Orgel heute hier im Südharz ist die kleine einmanualige Heinrich Deppe Orgel (Zweibrücken/Nordhausen, 19. Jahrhundert) in Obersachswerfen: St. Marien.

Die Orgel ist das lauteste und leiseste Instrument. (Spielerinnen gesucht)

Keine „Spielertypen“.
Diese kleine Dorf bei Liebenrode besitzt eine Kirche aus Bruchsteinen ohne Turm mit einer absolut niedlichen Dorforgel, 2000 restauriert. In den Dörfern ringsum gibt es manch reizvolle, meist einmanualige Orgel, oft kaum mehr spielbar.
Ich übernachtete beim Ritter von Lievenroth. Die Kirche St. Petri ist auf einem Hügel erbaut,
auf dem sich wahrscheinlich ein Heiligtum für den germanischen Gott Donar (Thor) befand. Im Pfarrhaus wurde um 1535 der Dichter Johannes Mylius geboren. Er wirkte später in Krakau, Litauen, Wien und an der Universität Jena. Außerdem die Gelehrten Martin und Johann Friedrich Schweser (17. Jh.). Letzterer war auch Lautenspieler, lebte später als Berater des Markgrafen Christian Ernst von Brandenburg in Bayreuth.
Knauf-Orgeln sind toll! Seit 1835 besaß die Petri-Kirche Liebenrode eine zweimanualige Orgel von Friedrich Christian Knauf (Groß-Tabarz/Gotha), die 1926 von Georg Kiessling (Bleicherode) umgebaut wurde und in den 1980er Jahren völlig verfiel. Das Dorf lag im Grenzgebiet, das Kirchendach stürzte ein, die Orgelpfeifen wurden geklaut. Nur Gehäuse und Prospekt blieben halbwegs erhalten, in die Thomas Hübener 2019 die Königsberger Strebel Orgel aus der Oberpfalz mühevoll einpasste. Er musste dabei einiges an der Strebel-Orgel verändern. Die Kirche ist von einer Mauer umgeben, eine Art Kirchenburg. Aber man kann über die nicht mehr sehr hohe Mauer in die Landschaft sehen, auf die Hainleite, ins Ohmgebirge (Eichsfeld).
Die Kirche ist innen schlicht, barocke Kanzel und Altar sind in den Nachkriegswirren
verschwunden. Mir gefällt sie so. Nichts lenkt ab, die Akustik ist angenehm, nicht zu hallig. Schnelle und filigrane Passagen verwischen nicht.
Es gibt hier einige interessante Orgeln, etwa in
Eichsfeld (St. Marien Heiligenstadt, Gebr. Späth, Fulda 1941), in Bleicherode (Friedr. Knauf, 1837;
erneuert von Robert Knauf, 1898, restauriert 2013 durch Fa. Brode, Heiligenstadt); dann die klassizistische Orgel in der Welfenstadt Herzberg (Nicolaikirche, Joh. Andreas Engelhardt, 1845; steht unter Denkmalschutz), die wunderbare Orgel von Christoph Junge (1681) in der Trinitatis-Kirche Sondershausen, der einstigen Hofkirche der Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen, einst von Andreas Werckmeister abgenommen
(3 Register aus der Bachzeit existieren noch, 1997 wurde die Orgel von der Fa. Hey (Rhön) modernisiert, 3 Manuale, 40 Register, Schwellwerk.
Im Kloster Walkenried (4 km von Liebenrode) gibt es eine neue Orgel (2017) von Jörg Bente (2 Manuale, 29 Register).
In Nordhausen gab es vom 17. – 19. Jh. mehrere Orgelbauer-Dynastien. Auch der Miterfinder des Hammerklaviers Christoph Gottlieb Schröter (1699 – 1782) lebte in der Stadt als Organist der Hauptkirche St Nicolai. Er war auchKomponist, Musiktheoretiker, Schriftsteller und Instrumentenbauer, entwickelte um 1717 nicht nur eine eigene Hammerklaviatur, die er am sächsischen Hof vorführte, sondern auch 1740 das Modell eines Schwellwerks für die Orgel. Er war mit Bach bekannt, schrieb für ihn 1749 eine Verteidigungsschrift im Streit mit Rektor Bidermann. Schröter ist leider fast vergessen.
Christoph Brückner möchte hier auch gleich konzertieren und schrieb meine Veranstalter an.

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Johann Heinrich Deppeé Orgel 1824/2000 in Obersachswerfen

27. September 2021

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Flöte spiel ich mit links und mit den Füßen Posaune. (Spielertypen an der Orgel)

Heute schönes Konzert 19 Uhr an der Weigle Orgel Echterdingen 1954 Opus 995 in der evangelischen  Markuskirche Mannheim-Zentrum (helle, warme Holzkirche), 2021 von Orgelbau Popp renoviert, festliches Einweihungskonzert mit Sekt heute, gut besucht trotz Wahl und Regen. Blumen. CDs verkauft. Pandemic Dance kam gut an. Meine vierte Weigle. 
Eine liebe Pfarrerin, die Indien liebt und mir richtig Lust auf Indien gemacht hat. Zudem hat sie indisch gekocht. Die pneumatische dreimanualige Orgel, wie ein großer Kamm aufgefächert, besitzt Walze und Schweller, freie Kombinationen, Absteller, hat gewisse „neobarocke“ Schrillheit hier und da, was ich jedoch gut abfedern konnte. Zudem macht sie Holz-Nebengeräusche, die ich oben kaum gehört habe, und pfeift etwas beim Treten von Tutti. Ich informiere Popp.
Mitte Oktober spielt hier Johannes Michel – dessen Stücke mir nicht gefallen, zu gefällig, weniger originell, nach dem Zeitgeist mit einer Prise „Jazz“, U. Pop an der Orgel ist nicht so meins. Die meiste sogenannte neue „Klassik“ heute in Kirchen ist U. Vor allem Chor und Orgel. Gefälliges.

Ich stehe auf E. Auf Neue Musik.

Die Weigle ist völlig anders als die Strebel Orgel gestern. Es macht großen Spaß, als Konzertorganistin Orgeln zu bereisen und zu erobern. Es gibt ja kaum Konzertorganistinnen. Ich bin eine absolute Rarität. Jedes Mal ein Abenteuer: Diesmal heute habe ich neu Liszt Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen (WKSZ) das zweite Mal gespielt, heute komplett mit Walze. Auch Ritter d-Moll zum ersten Mal komplett mit Walze. Und Schweller.
Walze ist ja eine Welt für sich. Es ist wirklich interessant, es zu trainieren. Wichtig ist hier, alle Koppeln und Register vorher zu entfernen. Die Walze ist schwergängig, sie visuell beobachten und mit der Ferse betätigen, sonst tut sich da nichts. Man muss mit der Walze eins werden. Nach unten wird es lauter. Man muss ein Gespür bekommen, unsichtbar dafür, wo die Nähte und Brüche der Klänge sind. Man muss mit der Walze atmen.

Ich achte meist darauf während eines Konzerts, alle Register hervorgehoben präsentiert verwendet zu haben. Ausnahmslos. Keines soll vergessen werden. Das gelingt mir besonders durch Pandemic Dance, bei dem ich ganz neu mische.
Danach Käseplatte und jetzt dringend schlafen. 

Sind Sie eigentlich schwul? (AHS)

Konzert Mannheim AHS

AHS

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Weigle Orgel Mannheim

What have we done to the world? Look what‘ve done. (Michael Jackson, Earth Song)

Das Konzert in Nordthüringen war schön heute und gut besucht. Es wurde aufgenommen, Blumen, Zugabe, sonniges Wetter, danach für alle leckere Happen zu essen und Sekt. Das historische Gehäuse von Friedrich Knauf (1835) wurde (wie die Kirche) im Krieg zerstört, und die Orgel von Johannes Strebel von 1904 (Königsberg, Unterfranken) wurde 2019 frisch restauriert eingesetzt von Thomas Hübener, mit Knaufpfeifen (stumm), also Pfeifen von Knauf stumm im Prospekt. Soli Deo Gloria. Thomas Hübener war heute auch da im Konzert. Er hat bei Orgelbau Schulze gearbeitet (gibt es leider nicht mehr), sein Gesellenstück ist in der Schulze Orgel in der evangelischen Kirche St. Marien in Torgau zu finden.

Mein Papa kommt aus Torgau.
Orgelbauer Johannes Strebel (eine Orgelbau-Dynastie) aus Nürnberg hat sehr gute Qualität geliefert. Das malerische Königsberg hat eine neue große Mühleisen bekommen.
Ich bin in Nürnberg geboren und spiele an einer Nürnberger Orgel mit original Nürnberg-Strebel-Spieltisch, aber in Nordthüringen.
Die Orgel-Dynastie Knauf ist aus Thüringen (bei Gotha). Hier treffen Thüringen und Franken aufeinander, im wahrsten Sinne des Wortes.
(Die Ratsherren waren auch damals schon befreundet.) Ich finde die unterfränkischen Dörfer ähnlich malerisch wie die  thüringischen Dörfer. Matthias Grünert (Frauenkirche Dresden) spielt hier nächste Woche und übernachtet in der gleichen Pension wie ich. Die Pension ist ein ehemaliges Rittergut. Ich habe die Tiere auf dem Land des Ritterguts gleich ins Herz geschlossen: Nele (Labrador), hübsch gescheckte kleine Mamakühe mit Kälbchen (erst eine Woche alt), direkt neben meinem Schlafzimmer, Hühner mit Riesenhähnen, Kätzchen; habe selten so schöne Kühe gesehen. Sie sehen aus wie aus dem Bilderbuch. Ich connecte mit Tieren innerhalb von Sekunden.

Dohlen und Turmfalken sind zu hören, wenn man die schöne Kirche St. Petri betritt.
Ihre romantische Orgel ist auch sehr gut geeignet für Bach.


Der Südharz mit seinen Eichen, Wiesen, Seen, Bauernhöfern und Hügeln gefällt mir gut. Mylius (Dichter) kommt von hier.
Natürlich war die Orgel sehr überrascht, mich zu treffen. Dort hat noch nie jemand Liszt oder den Thüringer Ritter oder Pandemic Dance gespielt. Erst durch solch eine „Feuertaufe“ kommen Dinge bei der Orgel ans Licht, die noch nicht stimmen, gut, dass der Orgelbauer da war. Die Orgel muß erst wieder repariert werden nach meinem Konzert. Mal sehen, ob sie rechtzeitig fertig werden, bis Matthias Grünert kommt. Sie haben gleich angefangen nach meinem Konzert. 


Solche Orgeln in direkter Akustik (wenn Publikum da sitzt, ist die Akustik so direkt wie im Wohnzimmer, man hört alles – kein Nachhall) sind schwerer zu spielen als große Orgeln in großen Kirchen mit Nachhall. Die Klais-Orgel in Neckarsulm oder die Walcker Orgel im Ulmer Münster sind im Vergleich dazu so angenehm wie Honig zu spielen, denn die mächtige Akustik umschmeichelt jeden deiner Klänge. Man kann da gar nicht schlecht spielen. 

Doch in einem Wohnzimmer zu spielen ohne Nachhall, ohne Setzer, ohne Nummern, ohne Schweller, das ist Kunst, eine Kunst für sich. Denn es gibt ja kein Pedal wie am Flügel.
Manches klingt auch etwas kautzig. Aber ich liebe Herausforderungen und sowohl die großen als auch die kleineren Orgeln. Ich habe Liszt Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen hier zum ersten Mal gespielt (vor drei Tagen begonnen). Sicher eine Revolution. 
Heute in Nordthüringen.
Morgen in Nordbaden. Morgen muss ich wieder früh aufstehen: Konzert in Mannheim. 

Konzert AHS Südharz

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Knauf Strebel Orgel Liebenrode

Der Boden muss erst fruchtbar sein. Erfolgen müssen Niederlagen vorweg gehen. Glück sind Nieren-Erkenntnisse. (AHS)

Ich bin wohlbehalten in Liebenrode/Thüringen gelandet. Nordthüringen, Grafschaft Hohenstein, Vorharz. Überall Pferde und Rehe und gute Luft. Nah ist die Grenze zu Niedersachsen und Bad Sachsa (Wander-Kurort), wo wir chinesisch essen waren. Und der weiße „Sachsenstein“ (Gipswand, auf denen dunkelgrüner Wald wächst). Früher gab es hier Stacheldraht und Hunde und Mienen zum Westen, und Leute durften ihre eigenen Verwandten nicht besuchen. So erzählte es mir der Einheimische, Manfred.
Die Kirche St. Petri ist wunderschön. In das historische Gehäuse der Knauf-Orgel wurde vor kurzem die frisch renovierte Strebel-Orgel gesetzt. Ich wohne in der süßen Ferienwohnung direkt 30 m daneben. Die Gegend ist nett, unterwegs von Kassel sah man den mystischen „Brocken“ im Nebelglitzer. Knauf und Strebel, was für eine schöne Mischung, kenne und schätze beide sehr. 2 Manuale, bunte Registerkippschalter ala Späth und Walcker, eine malerische kleine Kirche mit samtiger Akustik.
Ich berichte morgen mehr. Nach dem Konzert. Dieses WE sind es wieder zwei.

Ich wurde nach Joyce Meyer gefragt. Ich finde sie erstaunlich gut. Sie bekommt zwar viel Kritik, wie alle öffentliche Personen, aber ich habe mir ein paar alte Aufnahmen angehört und dachte: Wow, diese Frau lehrt und predigt besser als die meisten Preacher in unserem Land. Zudem ist sie klug und sehr direkt. Sie redet nie um den Brei herum. Sie hatte eine schwere Kindheit, vor allem mit Männern. Sie weiß, wovon sie spricht. Aber sie redet nie schlecht über Männer. Im Gegenteil. Männer sollten über ihre Lehre sehr dankbar sein. Es ist fast unheimlich, wie direkt, stark und auch ironisch sie ist. Und in vielem spricht sie direkt biblische Wahrheit. Diese Frau (nun glücklich verheiratet) muß viel erlebt haben.

Ich finde es gut, dass das Thema „Gewalt gegen Frauen“ immer mehr Thema wird durch den aktuellen Fall Gabby Petito, der mich aufwühlt. Dazu morgen mehr.

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Knauf Strebel Orgel St. Petri Liebenrode, Thüringen, 1835/Strebel 1904, 2019 frisch restauriert, AHS

Durchführen heißt: Durch weite Räume führen. (Webern)

Heute empfehle ich die Autorin Willa Cather. Und ich erinnere an Rosalind Franklin (Biochemikerin, Erkenntnis DNA), Michaela DePrince (Tänzerin) und Kiri Te Kanawa (Opernsängerin).
Was ich süß finde, ist Miniscule (Movie).
Lecker schmecken Datteln mit Bündner Schinken und Pflaumen.
Entdeckt habe ich das neue französische Restaurant in Würzburg.

Wenn ich zum Thema Klima gefragt werde: Um zu verdeutlichen, was ich meine, verwende ich nun unlyrische Worte: Ich persönlich glaube, dass wir ein Pflaster auf eine krebskranke Welt heften, aus schlechtem Gewissen heraus absurde Regeln aufstellen und absurde Diskussionen führen, ob nun die Gurke pflastikverpackt sein darf oder nicht, wir werden verarscht und betrogen, und es wird Geld damit gemacht.

Wir betrügen uns selbst und lassen uns bewusst veräppeln. Wir gehen in den Bioladen, um unser schlechtes Gewissen zu besänftigen, wir fahren E-Autos, zahlen mehr für Strom und Energie, aber unseren Lebensstandard wollen wir nicht verlieren oder verändern. Wir wollen alles behalten – aber nun eben in Bio bitte. Dafür lassen wir uns gern betrügen und betrügen uns selbst.

Wenn der einzige Preis Bio ist – ok. Hauptsache, wir müssen nicht wirklich was verändern. Doch:
E-Auto fahren ist genauso schlecht wie mit Sprit, nur anders schlecht. Milch und Yoghurt in Flaschen ist fast genauso schlecht wie Plastik, denn die Flaschen müssen gekarrt werden und die Deckel werden weggeworfen und verbrauchen mehr Energie als die ganze Tüte. Und unverpackt? Wenn unverpackte Gurken schlecht werden, ist eben gleich die ganze Palette schlecht.

Und unsere neuen Zuckerrohrverpackungen sind geradezu ein Umweltverarschungswitz. Das alles löst unsere Probleme nicht. Im Gegenteil! Aber wir machen jeden Schmarrn mit: Hauptsache, wir leben wie vorher. Wir bestellen. Wollen. Kaufen. Und alles wird von A nach B gekarrt. Unser Luxus und unsere Fülle. Und jetzt eben in Bio. Vegan. Porsche in Bio.

Doch nicht nur wir wollen alles so lassen, vor allem die reichen Lobbys und Wirtschaftskonzerne haben keinerlei Interesse, etwas wirklich zu ändern. Im Gegenteil. Rebellion gegen unseren Planeten.
Wir düngen unsere Erde kaputt (düngen ist hier auch bildlich gemeint) und werfen Artenvielfalt auf den Müll. Und uniformisieren die ganze Welt. Aber neeein, wir Menschen sind es nicht. Das alles macht die Natur gaaaanz von alleine. Es ist niemand unschuldiger als der Mensch respektive der Mann.

Ich bin stets froh und erleichtert, wenn ich tolle Kirchenmusiker treffe. 

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Liszt

23. September 2021

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„Süßsein“ scheint für viele Männer gleich mit Antikönnen zu sein. Süß und Können ist für viele Männer schwer zu kombinieren. (AHS)

Presse:

https://www.ntz.de/nachrichten/kultur/artikel/organistin-ann-helena-schlueter-glaenzte-bei-den-nuertinger-orgelkonzerten/

Presse zu AHS Nürtingen

Endlich kommt mit den letzten 4 Seminaren (Methode, Scientific, 2. Fach, D-Forum) das PhD-Doktoratsstudium am Mozarteum zu einem hoffe ich sehr guten Ende. Ich habe viel gelernt, aber es war auch anstrengend. Ich komme hier jetzt schon in das 9. Semester. Bald ist auch das AMPF. Im Grunde muss man so was Full Time machen: Präsentieren, Darstellen, Strukturieren, PP, Diskutieren. Empirie, Kodieren, Logik. Ich finde, es ist schon ein eigenes Gebiet des Denkens. Spannend. Jedoch Musik und Üben – das ist nicht zu toppen.

Ich werde gefragt, was ich von den „Sternchen“ halte. Da Sprache wichtig ist, halte ich es für notwendig, Männerdominanz auch in unserer Sprache im Auge zu behalten und zu hinterfragen.

Nicht so sehr empfehlen kann ich Osigermany Hessen, die Hauptwerkorgeln verkaufen, denn es gab einige Probleme, die jetzt zumindest behoben sind. Zumindest haben wir jetzt endlich eine Lösung gefunden, was die letzte Pedal-Reparatur angeht. Ich liebe Lösungen für Probleme.


NTZ Nürtingen Esslingen

Wo die Welt nur das Ende sieht, lässt Gott auch die Müden beginnen. (Jochen Klepper)

Neu: Piece d‘Orgue live, Konzertmitschnitt Albiez Orgel

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Neue Konzerte:



Aber jetzt freue ich mich erst mal auf das nächste WE.

Ich liebe Liszt „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ – was für ein süffiges, intensives, durchtränktes Stück voller Seufzer.
Dass viele das pianistische Werk mit starker Terrassen-Dynamik spielen (diese, so nenne ich es, steife Orgel-Dynamik voller harter Registerbrüche) gefällt mir nicht und zeigt deutlich, wie wenig viele Organisten Klavier-Dynamik kennen und können. Da wird dann spröde etwas gezogen, wenn man es lauter braucht, und Dynamik wie harte Schnitte aneinander gesetzt, wie einzelne Bauklötze, die keine Verbindung haben. Das klingt so unmusikalisch. Auch die Aufnahme von Martin Lücker gefällt mir hier gar nicht. Sehr hart.
Und fast alle machen an der gleichen Stelle das gleiche accelerando, das gar nicht da steht (gähn). Uniformität. Bei den meisten Aufnahmen erkennt man nicht mal den Rhythmus der ersten beiden Seiten. Es ist wie ein Geschwanke auf dem Boot, ohne Eins, mit langgezogenen Pausen. Der Dreiertakt geht dabei völlig verloren. Ich war überrascht, dass das Werk tatsächlich in 3 geschrieben ist. Bei welchen YT-Aufnahmen kann man das hören?

Wo sind die weichen Seufzer? Das Stück braucht Sensibilität und Musikalität und pianistisches Spiel.
Ich liebe Liszt an der Orgel.
Nach Ad nos und B-A-C-H mein drittes Orgelwerk.

Übrigens wurde ich erneut von Manuel Kelber-Benders Frau belästigt. Die Nötigungs-Emails sind grammatikalisch und sprachlich und was Satzzeichen angeht ungefähr auf dem Level, wie Manuel Kelber-Bender Orgel spielt. Sehr niedriges Niveau. Meist finden sich solche mit ihresgleichen, sei es nun Lucas Kluck oder Markus Theising und Johannes Richter. Für mich ist das alles gleiches Niveau. Da ich eine der wenigen Frauen in der männerlastigen Orgelwelt bin, sind sie wohl sauer wie Zitronen. Kaum zu fassen, dass solche Leute in Kirchen spielen. Was für ein Sammelsurium.

Sprache und Musik sind eins. Ich glaube, dass Spieler, die keine Grammatik und Gespür für Wort haben und kaum Kommas setzen können an die richtige Stelle (außer, es wurde ihnen nicht beigebracht), wahrscheinlich auch keine Phrasierungsbögen, musikalische Abschnitte spüren und erkennen können. Es gibt allerdings auch mathematische Menschen. Es kann sein, dass Musik auch mit einer „mathematischen Brille“ verstanden und gefühlt werden kann. Allerdings ist ja die Sprache ein Teil von Mathematik. Ohne Sprache geht es nie.

Gedenke des ganzen Weges, den du bisher gegangen bist. (Sprüche 3,6)

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Pandémica 3 G. Pandemic Dance – Albiez Orgel Nürtingen. AHS Uraufführung

Neu:

Goll Orgel Nürtingen

Albiez Orgel St. Johannes Nürtingen

Und mein 2. neues True Crime

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True Crime Gabby Petito

Das Leben ist gar nicht so. Es ist anders. (Tucholsky)

Nürtinger Orgelkonzerte waren super, Pandemic Dance in Nürtingen, schönes Wetter, wieder daheim. Briefwahl gemacht. Nicht zu wählen ist keine Option, Leute! Außerdem konzertiere ich am Wahlabend, daher Briefwahl. Den wunderschönen Innenraum von St. Johannes hat Hajek gestaltet.


Heute durfte ich die schöne große Goll-Orgel in Nürtingen (Stadtkirche Laurentius) spielen. Meine vierte. Smooth mit fabelhaften Zungen, french Style, Power. Pure Qualität. Schöne evangelische Kirche im Zentrum mit top Akustik. Hanzo Kim ist super Typ. Schöne A-Stelle. Er und Karl-Heinz sind einfach nett und lustig. Wir waren am Neckar etwas essen. Die vielen ings in Baden-Württemberg (Sindelfingen, Reutlingen, Esslingen, Tübingen…) lassen Nürtingen in seiner Schönheit nicht genug zur Geltung kommen, wie Nürtingen es verdient hätte. Andreas Merkelbach hat viel für die Kultur dieser Stadt getan.

Es ist richtig, dass man als öffentliche Person – ob Politiker oder Musiker… – eine Figur ist. Es ist nur ein Bruchteil von mir. Ich habe eine völlige private und persönliche Seite. Das darf man nie vergessen, das schützt einen auch, vor Fans und Anti-Fans. Wer ich selbst bin – ist ein Geheimnis sogar für mich. Wer kennt sich selbst? Wie sollten uns andere dann wirklich kennen? Außer Gott. Ich bin oft verblüfft über mich selbst.
Auch entwickelt man sich immer weiter, verändert sich, teilweise sehr.

Zudem haben öffentliche Personen Berater. Das ist tatsächlich wichtig. Darauf hören, was Berater raten. Und insgesamt gilt: Immer mind. 48 Stunden warten. 12 oder 24 Stunden reichen nicht. Je sensibler frau ist, desto länger warten mit Reaktionen. Manchmal lernt man effektiv nur auf die „harte Tour“. Warum? Weil nur dann echte Erkenntnisse geschehen, Nieren-Erkenntnisse. Denn was nützen Berater, wenn man nicht vertrauen kann oder will? Was nützen Berater, wenn man nicht abwarten kann? Wenn man selbst alles besser weiß? Eben. Der Boden muss erst fruchtbar sein. Echten Erfolgen müssen Niederlagen vorweg gehen. Glück auf dieser Erde sind Nieren-Erkenntnisse.

Change. Make that change. (Michael Jackson Man in the Mirror)

Wir haben heute am Neckar auch darüber geredet, warum es diese dumm-eingebildete Laien-Semi-Orgelszene gibt, was es bei keinem anderen Instrument gibt. Antwort: Die Kirche braucht Orgelspiel. Es muss Leute geben, die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen spielen. Und das möglichst billig. Das können Profis und Künstler gar nicht auffangen, und schon gar nicht für 40 €. Deswegen gibt es diese „billige Szene“. Die übernimmt das. Die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen sind öffentlich. Dann sitzen also unmusikalische Typen mit langen Fingernägeln, dicken Wurstfingern und staksender Nicht-Technik an den Orgeln, zappeln herum und lichten ihr Hochzeits-Tauf-Gottesdienst-Pop-Geklimper ab und halten sich für Stars, weil sie da mal öffentlich vor Leuten spielen können. Das Erschreckende ist, dass diese Billigen den Unterschied gar nicht hören und bemerken. Dass sie gar nicht unterscheiden können, so unterirdisch ist das Niveau. Es ist hinter der feisten, fetten Stirn keine Erkenntnis, kein IQ, keine Bildung da, kein demütiges Wissen über ihr Unvermögen, über ihre Antibrillanz. Im Gegenteil. Sie lästern noch über andere und halten sich tatsächlich für besser als Profis und Künstler. Ich habe selten so eine Verblendung erlebt. Es muss damit zusammen hängen, dass die jeweilige Kirchengemeinde die billige Hilfskraft nicht verlieren will und daher dem Laien Honig ums Maul schmiert und ihn über den grünen Klee lobt fern jeder Realität. (Und dass viele dieser Laien insgesamt keine Akademiker sind bzw. niedrige Intelligenz besitzen.)

Wenn diese Billigen Christen wären, wäre es noch ok und erträglich. Aber nichts könnte ferner sein. Es sind oft ganz hinterhältige Menschen.

Ich unterscheide in folgende Gruppen (crescendo nach unten):

  1. Nichtchristen mit schlechtem Charakter
  2. Nichtchristen mit gutem Charakter
  3. Christen mit schlechtem Charakter
  4. Christen mit gutem Charakter

Ich habe viele Kirchenmitarbeiter/Kirchenmusiker erlebt, die ich unter Punkt 1 einsortiere. Deutlich weniger gehören zu Punkt 2 (mit diesen zu tun zu haben ist schon eine Erleichterung) und noch weniger zu Punkt 3 (keine leichten Menschen, aber hier finden sich irgendwie viele Christen wieder, evtl. Durchgangsstation) und leider nur ganz wenige, maximal 3-5 Prozent, zu Punkt 4: Die seltene Creme de la Creme, Pannacotta mit bester Himbeersauce, von Punkt 1 Lichtjahre entfernt.

Charakter und Musikalität gehören natürlich zunächst nicht zusammen, aber bedingen sich doch. Ich finde zudem, dass Sprache und wie sich jemand sprachlich ausdrückt (dazu gehören auch Rechtschreibung, Grammatik und Satzzeichen), mit Musikalität und musikalischer Interpretation zusammenhängen. Schlechte sprachliche Ausdrucksformen können auf mangelnde Musikalität hindeuten. Es gibt Ausnahmen, vor allem bei Störungen, mangelnder Bildung und bei Krankheiten.

Orgel-Verzeichnis


Goll Orgel Nürtingen

An jeder neuen (fremden) Orgel muss frau sich erst wieder neu eingrooven, Hüfte, Gelenke, Körper, sich strecken. (AHS)

Konzert war super, „ausverkauft“, etwas mehr als 100 Leute (mehr durften mit „3 G“ nicht hinein), 1 1/2 Stunden gespielt. Presse war auch da (Zeitung für Nürtingen und Esslingen). Blumen. Ich berichte morgen, bin grad erst ins Hotel zurückgekehrt.

Dadurch, dass ich in der Mitte des Konzertes meine eigene Lyrik gelesen und gesungen habe, hatte ich mein gutes zeitliches Gespür für die Länge eines Konzertes etwas verloren… deswegen die Überlänge ohne Pause. Plus Zugabe.
Ich habe aber gemerkt, wie sich Erschöpfung einstellte bei den letzten beiden großen Bach-Werken am Ende des Konzertes. Dadurch hätte ich merken müssen, dass ich bereits weit mehr als 60 Minuten das Publikum „entertained“ hatte.

Nürtingen liegt praktisch: Nah an Ulm, Stuttgart, Reutlingen, Augsburg…

Die Albiez-Orgel lässt sich ja nicht ganz so easy spielen, da sie federt und die Sternsetzer unten schwer zu sehen sind, vor allem die beiden letzten außen. Wenn man dann alles selbst macht, dann fiebern Kollegen, die wissen, was es heißt, unten mit. Ritter und Bach. Pandemic Dance. Andreas und Hanzo sind sehr nett. Danach waren wir essen beim Italiener. Ich habe Tatar und Parfait gegessen und dazwischen Trüffel-Spaghetti. Ich liebe den Duft von Trüffel.

Happy Birthday, Emilia! ❤️

Neu an der Albiez-Orgel:

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Schlüter – Komet