Ich mag die Bewegungswege der Orgel, übertragende Wege. Klangwege. (AHS)
Oben: Klais Orgel Dom Trier
Wieder daheim. Bald kommt mein musikalischer Adventskalender auf YouTube
Ich finde den Fall von Kyle Rittenhouse sehr spannend. Schaut euch Trial Day 3 an (YT). Wie unterschiedlich diese beiden Anwälte sind. Der eine kalt, manipulativ und unsympathisch. Der andere (ältere) so warmherzig und sorgenvoll, dass ich seine Anspannung und sein Seufzen bis zu mir spüren konnte. Es geht offenbar viel um Formulierung bis hin zur Manipulation. Aber was mir vor allem auffällt: Man braucht viel IQ und Selbstbeherrschung in extrem emotionalen Dingen – alle Beteiligten. Der einzige, der nicht so emotional schien, war der Richter. Doch am Ende wird er wild und autoritär. Aber der Kühle hat sehr gut und klug reagiert. Ich bewunderte seine Hartnäckigkeit am Ende. Denn das System ist meist nur eines: Politik. Und er ist absolut korrekt, dass es unfassbar ist, auf andere zu schießen.
Man darf nicht vergessen: Die Waffengesetze gehören ins Gefängnis: Junge Menschen entsprechend erziehen, Waffen erlauben und dann Theater machen, wenn tatsächlich geschossen wird: Heuchelei. Was ist das für eine Justiz?
Und ich war auch an der Arizona State University. Und auch in Wisconsin.
Oh Leute, es hat sich gedreht. So spannend. Ich bin nun absolut auf der Seite des Kühlen. Er hat Recht und ist gar nicht kühl. Sehr gut.
Tatsache: Dieser Fall geht um das Waffengesetz! Und der Killer ist Opfer dieser Gesetze. Und außerdem ist er ein Killer. – Fast alle US-Verhöre (unfassbar, dass diese zugänglich sind auf YT), die ich sah, sind meist voll strategischer Manipulationen seitens der Ermittler. Aber man lernt viel. Spannend!
Pflüger Orgel, Tirol
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In die Tiefe gehen, aber das große Ganze und gegenläufige Entwicklungen nicht aus dem Blick verlieren. (Britta Fünfstück)
Physikerin, Zitat. Oben: Große Klais Orgel Dom Trier (4 M)
Heute besuchte ich zum ersten Mal den Dom in Trier, ganz nah zur ev. Basilika. Völlig andere Orgel als in der Basilika.
Hübsche, romantische, vielseitige Knospen-Orgel im Dom Trier an der Mosel, rosa-weiß und geschmückt mit Trauben und Tauben, derselbe Künstler wie der Gestalter der Altarinsel weit unten links. Schwalbennest Orgel. Klais 1974. Weit oben. 4 M. Ich spielte Vierne. Passt perfekt hier. Schönes Rückpositiv. Man bekommt ein Headset, um die Akustik unten auch oben etwas prüfen zu können. Denn unten klingt alles anders. Jedoch gefällt mir die Wechselwirkung zwischen Orgel und Raum. Man kann die Akustik gut einschätzen. Wunderschöne Knospen-Orgel, Schwalbennest-Orgel in der Liebfrauenkirche/Dom, Trier an der Mosel, Rheinland-Pfalz. Große, romantische, vielseitige Blüten-Orgel mit 4 Manualen. Ein mächtiger, runder, heller, schöner Dom mit starkem Besucherandrang und römischen und gotischen Anteilen, viel Stuck, Schmuck, Figuren, Engeln. Danke an Kantor Still, der hier schon seit 1994 tätig ist.
Wunderschöner Tremulant für das Pedal, besonders für die singenden Vierfüße, gut für Vierne und Messiaen. Sehr schöne Grundstimmen Rückpositiv (erstes Manual, unten), schöner Prinzipalklang im HW (zweites Manual). Sehr duftige Schwellwerke (drittes und viertes Manual). Der linke Schweller ist für das dritte und der rechte Schweller für das vierte Manual. Walze. Schwarze Tasten, leichtgängig, angenehmes helles Radialpedal. Tremulant, Schwebung, Solostimmen und leise Zungen besonders schön im vierten Manual. Die beiden Schwellwerke perfekt für französische Musik. Diese „Universalorgel“ ist sehr gut geeignet für Alte Musik, deutsche und internationale Romantik und Neue Musik. Es gibt ein schönes Glockenspiel im HW. Alles lässt sich koppeln. Die beiden Pedaltürme sind rechts und links. Das dritte Manual ist direkt über einem und wirkt daher sehr laut am Spieltisch. Die Orgel klingt viel ausgewogener unten und entfaltet sich erst unten. Die Oboe im dritten Manual ist unten leise zu hören, oben laut. Sehr schön auch die Unda Maris und Lochgedackt im vierten Manual. Eine sehr singende Orgel!
Man fährt mit dem Fahrstuhl hinauf und läuft dann oben in den Gewölben herum, und oben ist es riesig. Und hell. Über Treppen erreicht man dann die Orgel und darf nicht allzu unschwindelfrei sein. Und auch nicht das Bedürfnis haben, sich hinabzustürzen. Den schönen Gewölbe-Altar sieht man links, auch die hängende, hübsche, elegante Chororgel und den nicht hängenden Flügel, der tatsächlich auf dem Boden steht. Warum gibt es eigentlich keinen Schwalbennest-Flügel?
Zuvor gab es hier eine Hocque-Orgel von 1593, eine Nollet-Orgel von 1727, eine Breidenfeld vom 1837, eine Weigle Orgel von 1908, jedoch gab es mit Weigle Probleme. Dann wurde Klais beauftragt. Die ganze Sache wurde sehr teuer. Jedoch konnte man sich zufrieden einigen.
Zwei Schweller, Pistons, Walze. Ornamente aus Aluminium umgeben die Orgel. Es gibt Röhrenglocken im HW und auch eine Panflöte!
Die wunderschöne Klais Chororgel ist von 1996. Geschmückte Hängekonsolen. 24 R. Zuvor eine Stumm-Orgel 1837. Die Truhenorgel in der Ostkrypta von Link (Giengen) 1994. 5 R.
Das Gewicht der Orgel mit fünf Stockwerken beträgt 30 Tonnen bei einer Höhe von 16 m und einer Breite von 8 m. Der Wunsch, die Orgel zu schmücken, gelang den Bildhauern Hillebrand und Heiermann zusammen mit Maler Viktor Breiling. Das mittlere Orgelgehäuse wird von den Türmen des Pedals umgeben (C- und Cis-Seite). Aus Platzgründen stehen die 32 gedeckten Holzpfeifen des Untersatz 32’ auf einer eigenen Lade, Ventilsteuerung elektrisch, Gebläseanlage. Die Verbindung zwischen Tasten und Pfeifen, die Spieltraktur, geschieht über dünne hölzerne Zugruten (Abstrakten). Die Schaltung der Register und der Koppeln geschieht elektrisch, elektronische Setzerkombinationen.
Als besondere Spielhilfen gibt es eine Tastenfessel und Windauslassventile für Haupt- und Schwellwerk.
Hinter dem Dom breitete sich der Weihnachtsmarkt aus. Mein erster Weihnachtsbaum Season 2021: Innsbruck. Mein erster offener Weihnachtsmarkt (Stuttgart war noch geschlossen): Trier. Es war 2G. Mein erster 2G-Weihnachtsmarkt. Der Weihnachtsmarkt ist mit 30 gestrichenen Buden sehr verkleinert worden. Aber dafür war er wunderbar. Andere Städte haben ja gar keinen. München musste dicht machen. Traurig. Aber hier war er heimelig und süß. Es gab ungarische Hefetaschen mit Knoblauch und Käse – so lecker. Und Kinderpunsch. (Ich kann keinen echten Glühwein mittags trinken.) Weihrauchs-Dufter und eine kleine Krippe aus Birkenholz (Tirol) habe ich gekauft und einen schönen blauen Wollpullover. Und die Hälfte der Besucher waren Amerikaner! Es gab auch noch einen kleinen Weihnachtsmarkt in der Nähe von der Porta Nigra (Wahrzeichen von Trier), ebenfalls umzäunt. Es war sonniges Wetter.
Auch die Orgel in der Jesuitenkirche gefällt mir sehr gut: Wunderschöne gelbe Säulen, helle Kirche, nah und zerbrechlich wirkende und dreigeteilte Wellen-Orgel um ein leuchtendes blaues Fenster. Die mächtigen schlichten Außen-Stein-Fassaden geben optisch ein ganz anderes Bild ab als die zarte, pastellfarbene Innengestaltung. Auf dem Hof steht ein schöner Brunnen, und durch die Pforten geht es ins Innere des großzügig eingerichteten Priester-Seminars. Das Aulmann Hotel kann ich empfehlen.
Ob ich auch gegen das Orgel-Virus geimpft werden kann? Help! Jedoch: Seit 1724 bis heute gab es auch in diesem Dom noch nie eine Domorganistin! Stattdessen 19 Männer! Das ist unglaublich, der Zustand der Orgelwelt. Wahrscheinlich bin ich seit 1724 eine der wenigen Organistinnen, die an der Orgel überhaupt spielten.
Der Meisterkurs Vierne war gut, auch wenn Dubois eher nüchtern ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Alle waren freundlich, witzig und nett. Die Atmosphäre war angenehm. Die Basilika in Trier ist groß, schlicht, hoch, mit enormer Akustik. Von allen Seiten klingt die Orgel anders. Ja, die Orgel!
Unglaublich schöne singende Gambe 8’ im Schwellwerk in Clair de Lune (Vierne), was ich heute spielte. Ich war die einzige Frau, die spielte. Wunderschöne sanfte Flöten und Zungen. Grandiose Hochdruck-Register. Extrem powerful und auch extrem zart: Alles möglich! Orgeln, die nicht leise singen können, fehlt etwas Wichtiges. Diese mächtige Orgel aber singt gefühlvoll. Trotz ihrer kühlen (starren) Fassade singt sie sehr musikalisch und verführerisch.
Die Hochdruckstimmen werden elektrisch angespielt, schwellbares Solowerk mit Hochdruck-Registern (u. a. eine Tuba imperialis), Winddruck von 380 mm Ws.
Man tritt in den beinahe leeren, halligen Raum mit den Bänken, die verschluckt erscheinen, dreht sich um und sieht – eine riesige, edle Orgel, die dennoch zart wirkt in diesem mächtigen Saal, in einer Dreieinigkeit hängend wie ein Kreuz. Wie ein Mahnmal in einer Steinkirche.
Es war leider sehr kalt.
Vorne rechts, weit weg, guckt noch eine hübsche, kleine Schuke Chororgel mit spanischen Trompeten frech und schüchtern aus dem Gestein.
Die neue Hauptorgel hat 82 Register, über 6.000 Pfeifen, 5 extendierte bzw. transmittierte Register im Pedal, verteilt auf 4 Manualwerke und Pedal. Die Orgel ist die größte Orgel in Trier, eine der größten Orgeln in Rheinland-Pfalz.
Römische Konstantin Basilika Erlöserkirche, Rheinland-Pfalz. Größte Orgel Triers: Die neue, große, sinfonische Hauptorgel schließt den Wiederaufbau der Basilika nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Perfekt für Musik der deutschen und französischen Orgelromantik, hohe Intonationsqualität. Die im Krieg zerstörte Ibach-Weigle-Orgel an der Rückwand der Kirche wurde durch Eule ersetzt. Das Land Rheinland-Pfalz zahlte. In zwei Auswahlverfahren, Orgelbau und Architekturwettbewerb für Design, welche auch die Gestaltung der Orgel in Raum zum Gegenstand hatte, wurde am Wiederaufbau gearbeitet. Die Orgel sollte nicht ebenerdig sein, der Spieltisch schon. Die äußere Gestaltung wurde von dem Architekturbüro Auer & Weber (München/Stuttgart) komponiert:
Drei mächtige und doch schmale Orgelkörper an der roten Rückwand hängend, im dunkelgrauen Gehäuse, perfekt zwischen die Fenster passend. Eine lange, graue, zierliche Wendeltreppe führt zum oberen Spieltisch in der Mitte. Zwischen unterem Spieltisch und den Orgelkörpern könnten es locker 30 Meter sein!
Die Orgel wirkt edel, kühl, mächtig, distanziert, beinahe sachlich.
Zuvor hatte ich nicht gewusst, dass Ibach auch Orgeln baute. Wir hatten früher ein Ibach-Klavier daheim.
Der Franzose Vincent Dubois ist ein sehr lieber Mensch, warmherzig, klug, offen, mit schönen, sensiblen Augen. Ich habe viel von ihm gelernt. Er ist zudem sehr lustig und privat. Am meisten hat mich sein Pedalspiel fasziniert, ruhig, tief und stets Ferse. Zudem hat er die ganze Zeit sehr fleißig und engagiert durchgehalten, ohne Allüren.
Er hat sofort gemerkt, dass ich auch Pianistin bin. Er fand mein Spiel schön und musikalisch. Zum Essen waren wir im Priesterseminar. Es gab Fisch mit Sauerkraut. Danach gingen wir noch Kaffee trinken und Kuchen essen, am Ende des Tages noch etwas trinken. Die ganze Gruppe war lieb, und der Tag war gut organisiert von den Kantoren Bambauer und Still, die auch immer da waren.
Ich habe wieder Lust auf die französische Musik bekommen. Nicht alles gefällt mir, manches wirkt etwas langweilig und zu sehr nach Zirkusmusik, da fehlt mir irgendwie der „deutsche Geist“ von Brahms, Liszt und Schumann usw., aber die zweite Sinfonie von Vierne ist herrlich, besonders 2., 3. und 4. Satz. Und die Fantasiestücke! Und gerade seine zarten und virtuosen Werke gefallen mir, wenn sie nicht zu depressiv sind. Vierne hatte kein leichtes Leben und war sensibel.
Wunderschönes Pedalspiel macht den Klang aus.
Bedrohlich und fremd wirken die Orgel-Quader nicht auf mich, aber sie könnten so empfunden werden.
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Musik ist die Tinte, die die Poesie des Lebens schreibt. (AHS)
Es war sehr schön heute an der wunderbaren, singenden Späth Orgel in der großen, katholischen Kirche St. Michael in Saarbrücken, meine größte Späth Orgel bisher, in einer der größten Kirchen in Saarbrücken, eine Kathedrale, hoch, mit wunderbarer, starker und mystischer Allround- Akustik (Nachhall). 3 M. 1925. Unter riesigen türkisfarbenen Schleierbrettern schlummert die gesamte Orgel, der Spieltisch steht frei (elektrisch, früher pneumatisch) vor ihr, mit dem Rücken zum Porzellan-Altar. Viele Fenster werden gerade wiederhergestellt.
Die Orgel wurde in den Achtzigerjahren (1983) von Orgelbau Mayer verbarockisiert. Ich dachte, so etwas würde nur in den Sechzigerjahren passiert sein. Mayer hat auch den Namen Späth entfernt. Aber jetzt – für um 600.000 € – wird die Späth von Orgelbau Scheffler wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt, bis ca. 2024. Sogar das Fernwerk in der Decke wird wiederhergestellt. 1945 wurde das Fernwerk zerbombt. Thomas Kitzig führte uns nach oben zum Fernwerk unter die schöne Kuppel-Kassetten-Tafeldecke. Was ich dort sah, wirkte wie faszinierende uralte Trümmer, unter dem Meer gelegen, mit Löchern von Bomben. Tremulant, Balg. Aber Orgelbau Scheffler sieht in all dem großes Potential, es exakt wieder so herzustellen, aus dem Original, mit lieblichen leisen Stimmen und zarten Zungen. Ist das nicht genial? ❤️
In 4 Jahren wird die Orgel 100 Jahre alt. Ob es mal ein Saar-Bistum geben wird?
Ich übte Vierne einige Stunden. Dann fuhren wir nach Trier, ca. eine Stunde entfernt (Rheinland-Pfalz). Ich bin im Auto eingeschlafen. Als ich aufwachte, war es plötzlich schon dunkel. Trier ist ungefähr so groß wie Würzburg, so ähnlich wie Würzburg, aber ganz anders. Sehr „römisch“. Kornmarkt. Kornbrunnen. Alles ist golden und weihnachtlich geschmückt. Mein Hotel ist in der Innenstadt, direkt gegenüber dem Musikgeschäft. Ich sehe vom 4. Stock aus über die geschmückten Straßen. Wir aßen beim Italiener neben der schönen, evangelischen Konstantin-Basilika. Der Palastgarten dahinter lag im Dunkeln. Ich freue mich, die Eule Orgel kennenzulernen. Ich habe den Meisterkurs mit allem geschenkt bekommen und bin gespannt.
Rieger Orgel Zweibrücken
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Für nichts wird so viel Reklame gemacht wie für Männer. (Luise F. Pusch)
Foto oben von Cordula von Waldow, Rieger Orgel
Aber wehe, es wird für eine Frau Reklame gemacht (Presse, Webseite, Plakate, YouTube, Wikipedia, Internet, Konzerte, CDs). Und sie wagt es gar, Reklame für sich selbst zu machen und sich zu präsentieren. Dann ist der Neid groß, siehe Pfeifenorgelforum (mit den dümmsten Pfeifen: Leute, die nichts können, lästern hier anonym. Sie sind zu faul, zu feige, sich beim Stänkern offen zu zeigen, geschweige denn bei Leistung). Gegen andere Männer zeigt sich Neid nicht so offensichtlich. Wenn Frau plötzlich rauskommt, sind gewisse Männer irritiert. Aussagen von Männern aus diesem Forum: „Ihre Karriere geht hoffentlich bald den Bach runter.“ „Das ist ja nur PR. Stimmt alles gar nicht. Sie ist gar nicht so gut.“ „Wir verbreiten Gerüchte über sie.“ „Wir sorgen dafür, dass sie nie wieder an Orgeln rankommt.“ „Wir sorgen dafür, dass sie keine Videos mehr machen kann.“ „Wir verhindern ihre Konzerte.“ „Wir lassen sie erst gar nicht groß rauskommen.“ Dieses Forum ist Neid, Lästern, kriminelle Energie und Frauenhass. Es gibt Anwälte in diesem Forum, die richtig kriminell sind, nötigen, belästigen und stalken. Ich glaube, es gibt ihnen einen sexuellen Kick. (Wahrscheinlich läuft es zuhause nicht mehr im Bett.) Sie sind fasziniert von mir, weil sie noch nie einer Frau wie mir begegnet sind. Meine Seltenheit überfordert sie offenbar. Dass meine Virtuosität von der Pianistin herkommt, ist ihnen ein Dorn im Auge, da sie kein Stück auf dem Klavier zusammen bekommen, geschweige denn Chopin. Da gibt es zudem „Orgelsachverständige“ und Lehrbeauftragte, die gar nichts oder wenig können, an der Orgel, am Klavier. Dann die Unzurechnungsfähigen und Labilen in diesen Foren, die schweigen, nervlich schnell am Ende sind und leicht zu beeinflussen, nach Aufmerksamkeit suchen. Anstatt sich zu freuen und zu unterstützen, suchen sie jeden Fehler, weil sie selbst voll Fehler sind, aber eigene Fehler ausblenden, sich gegenseitig decken. Daher ist es wichtig für Frauen zu wissen: Traue solchen Männern nie. Sie werden immer, wenn es darauf ankommt, zu anderen Männern halten. Das liegt daran, dass sie sich letztendlich von Männern mehr Vorteile erhoffen, Männern generell mehr glauben und Frauen gegenüber skeptischer sind, besonders, wenn Frauen besser oder anders sind. Dies ist besonders bei unsicheren Männern der Fall.
Ich karikiere Auszüge aus dem Forum, damit das Niveau klar wird: Motto: Wir sind Kirchenmusik.
– Ja, und das war gerade mal eben brav gespielt, und der Applaus war nur gut gemeint. (Null-Konzerte-Spieler)
– Stimmt, und die Aufnahmetechnik war nicht dolle. (Total-Schlechte-Videos-Haber, Dorforganist)
– Und diese Noten erst. (Laie, Stalker, unmusikalisch)
– Und sie sieht so und so aus, und ich mache mich gern lustig. (Krankenpfleger, Devot-Diener)
– Und ich weiß das und das über sie. (Bewusst-Anonym-Krimineller)
– Ich lästere generell gern und „anonym“. (Domorganist)
– Und heute schrieb sie das und das, ich weiß es besser. (Homosexuell-Laie Nr XXI)
– Wir sorgen dafür, dass sie Schaden hat. (Unzurechnungsfähiger via Gericht und Clique)
– Wir schweigen und decken. (Feiglinge, Labile, Rest)
– Stänker, Furz, Fähnchen hoch im Wind. (Dick & Doof aus Mitteldeutschland)
– Ich grüble gern mit grübelnden Grüßen und liebe es, Frauen schlecht zu machen und klein zu halten. (Frauenfeind-Sachverständiger und Experte für Frauenfeindlichkeit alias Soli Deo Gloria)
– Ich bin hinterhältig und vertusche es auf freikirchlich. (Rentner-Heuchler-Hessen)
– Hallo??! Ich will die Aufmerksamkeit! Nicht sie! (Lehrbeauftragter Nr. XXX)
– Ich bin Kontrollfreak und konservativ, außer nachts, wenn ich labil und einsam bin. (Marien-Lästermaul, möchtegernschwedisch)
Heute habe ich viele schöne Geschenke bekommen, unter anderem einen Adventskalender vom meiner Wunsch-Großen-Schwester ❤️.
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Jesus war der erfolgloseste Blogger aller Zeiten. Gerade mal 12 Follower. (Czech/Domzalski)
Oben: Homburg/Saar
Es war wieder super mit Kay in Stuttgart. Heute haben wir uns auch mit Improvisation beschäftigt: Er findet vieles gut, was ich mache, Effekte und Ideen, jedoch arbeite ich nun auch daran, „in einem Raum zu bleiben“ und Ideen und Motive zu festigen und auszuarbeiten, ohne wieder eine neue Tür aufzumachen. Und metrischer zu sein, so dass mehr Fundament und Form da ist. Ich mag seine trockene und ironisch lustige Art. Hinterher sagte mir eine Dame (er stand dabei), es wäre so nett und besonders, wie ich immer von der Orgel der Stiftskirche herunter lachen würde. Hier in der Akustik hört man das gut. Und vermutlich lachen kaum Leute an der Orgel. Kay durchschaut musikalisch recht schnell und witzig, besonders meine Liebe zu Trillern…, so dass ich lache.
Und wir arbeiteten auch an der „strengen Improvisation“, Triosatz, 4stimmig enge und weite Lage, und an „Jazzfiguren“. Er macht das alles ganz erfahren und toll. Besonders Trio. Da ist die kirchenmusikalische Ebene, die faszinierend sein kann. Und natürlich legato-Pedal, denn es geht um Klang (parallel, Fußsatz, staccato erst mal legato üben, nicht hinsehen, beide Beine, Drehen und Einsatz und Drehen von Ferse, Ballen, smooth, unbetont, leicht, dicht, nicht hoch, kein Strampeln). Das Wichtigste ist, dass beim Pedalspiel die Hände nicht beeinträchtigt, sondern frei, cantabel, unabhängig sind. Ich spiele ja nicht an einem Stummelpedal oder an einer Ahlborn. Es darf einem nie um die Bequemlichkeit gehen, sondern immer um den Klang.
Dann Gottfried Ritter 4. Sonate A-Dur, Liszt WKSZ.
Es stimmt: eine halbe Stunde druckloses, konzentriertes Üben (ohne Konzertstress und Druck) ist Gold wert.
Überall Weihnachtsbäume. Auch in Frankfurt Flughafen Fernbahnhof. Ich schreibe Blog im Laufen nur mit dem linken Daumen auf iPhone.
In Stuttgart liebe ich den Markt direkt rings um Kirche und Schloss, in dem ich hinterher übe, und dass dort immer ein alter Schachspieler sitzt, mit dem man spielen kann. Er spielt gegen zwei auf einmal und gewinnt wohl immer. Ich bin stets zu busy oder zu müde gewesen, aber ich möchte gern mit ihm spielen. Erstens sind es fast nur Männer. Und zweitens mag ich Schach. Leider habe ich viel da vergessen. Früher habe ich gern gespielt und ganz schnell diese Schach-Diplomas geschafft und war Feuer und Flamme ❤️, vor der Orgel.Presse Saarbrückener Zeitungen
Und ratet mal, wo ich noch die einzige Frau bin bald… Ohne mich wären viele Orgelveranstaltungen reine Männer-Meetings. Und Presse: Rheinpfalz
Übrigens, bei Politik- und Covid-Diskussionen auf facebook etc. äußere ich mich nicht mehr. Das habe ich gemacht zwischen März und Oktober letzten Jahres. Aber meist bringt es nichts. Ich kann alle verstehen. Und gegen Leute, die anonym stänkern, ihre Arbeitszeit dazu nutzen oder nichts zu verlieren haben, ist es Zeitverschwendung und vergeudete Liebesmüh.
Ernstweiler, Oberlinger Orgel
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Es ist einfacher, durch jemand anderen zu leben, als selbst vollständig zu werden. (Betty Friedan)
Wieder daheim.
Morgen Unterricht bei Kay in Stiftskirche Stuttgart (Dienstag).
Es fehlen nur noch ein paar für 2000 Abonnenten auf YouTube! Merci für eure internationale Unterstützung für die deutsche Orgelwelt! ❤️ „Multi Talent in Heilig Kreuz“. (Rheinpfalz, Zweibrücker Rundschau)
Zu Ernstweiler, wer der Orgel dort finanziell helfen mag: Feuchtigkeit, Staub und Schimmelpilz bedrohen die Oberlinger-Orgel. Pfarrer Scheller kümmert sich liebevoll um die Sanierung.
Die Dachsanierung kommt teurer – hierfür sind 170 000 Euro veranschlagt: Asiatischer Schimmelbefall, Asperegillus Wentii, ein asiatischer Schimmelpilz (Tafeldecke). Das historische Kirchenschiff samt Innenausstattung und einschließlich Orgel wurde 1945 verbrannt. Die kleine Kirche ist voll hübscher Details aus Stein: Tiere am Taufbecken, ein Schmetterling an der Wand, eine Kirchenmaus am Boden, Igel und Eidechse. Der kleine Turm mit leuchtender Akustik, sehr hübsches Altarfensterbild.
Hugo Mayer Orgel Homburg/Saar
Orgel mit Koppelmanual, frappierende Akustik:
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Der Begriff Vaterunser wird ersetzt durch Elternteilunser. (Czech/Domzalski)
Es war ein sehr schönes Konzert gestern. Ich mag die Späth Orgel von 1932, von Gebrüder Späth (Ennetach-Mengen) erbaut: 28 Register, 1918 Pfeifen, 78 Pfeifen sind aus Holz, 390 Pfeifen aus Zink und 1450 Pfeifen aus einer Zinn-Blei-Legierung. Der nacktpfeifige Prospekt wirkt beinahe weiß, nicht silber. Freier Spieltisch. Süffiges Pedal. Leichtgängig. Trotz der Größe der katholischen Laurentiuskirche (Hauptkirche in Contwig, Pfalz) gibt es keine allzu starke Akustik.
Standing Ovations. Unten verbeugt. Und oben. CDs und Bücher verkauft. Fans von weiter weg gekommen. Die großen Werbebanner hat ein Autohaus finanziert. Manche Männer hielten mein Foto für „verkehrsgefährdend“, teilte mir Oliver mit.
Sehr gefallen haben mir die silbernen Handhebel der Orgel (sehr mildes Registercrescendo). Man kommt sich vor wie in einer Cockpit-Zeitmaschine. In einer Zeit der alten Grammophone.
Es wurde geheizt. Es ist meine 5. Späth-Orgel. Sie ist ganz anders als die extrovertierte Rieger von meinem Konzert am Freitag, viel weicher. Die Orgel ist sehr kompakt und angenehm am Spieltisch, besonders das Pedal. Es war eine sehr begabte Orgelschülerin zum Blättern da. Es wurde wieder von Gerhard Schmidt gefilmt. Auszüge daraus erscheinen bald auf YouTube. Für einen Live-Stream war das Internet der Kirche nicht stark genug. Ich habe meine eigenen Werke gespielt, dazu Bach, Romantik, Himmelslieder mit Gesang. Hinterher ging ich mit dem Pfarrer etwas essen, denn ich wollte sehr gern mit ihm über den Glauben reden. Es ist ein sehr besonderer Pfarrer, da er ebenso ein „Spätberufener“ ist, sehr musikalisch und zuvor ein ganz normales Leben hatte als BWLer. Wir haben auch über Martin Luther gesprochen. Und über Heldinnen und Heilige. Und über Rom. Ich habe noch nie einen Pfarrer erlebt, der so gut singen kann. Es war auch schön in der Messe frühs, meine eigenen Lieder zu singen. Ich mag den katholischen Glauben, auch wenn ich evangelisch bin. Ich kann auch verstehen, welche Rolle Maria und die Sakramente spielen. Dass Bischöfe so viel verdienen, hat mich jedoch stutzig gemacht.
Ich habe ein Präludienbuch, perfekt dafür, neue Orgeln damit zu bespielen (ich spiele meist von Blatt). Sehr schön war es auch, am Abend zuvor in der Messe der kath. Kirche „Maria, Königin der Engel“ in Contwig Stammbach zu spielen, an der Hugo Mayer von 1966. Die ländliche Pfalz ist wirklich schön. Rote Sitzkissen, gut besuchte Messe, Kupferpfeifen im Prospekt, der Spieltisch direkt vor dem Prospekt. Es hat Spaß gemacht, hier in der Messe zu spielen und meine eigenen Lieder zu singen. Ein sehr musikalischer Pfarrer leitet die Gemeinden, Johannes Müller. Danke auch an Oliver Duymel, der alles organisiert hat. ps: Das Hotel & Restaurant Bärmann kann ich nur empfehlen. Sehr nette Leute. Sie haben mir sogar die Presseberichte hingelegt.
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Oben: Laurentiuskirche Contwig, morgen bzw heute (Sontag) Konzert dort 17 Uhr
Es war ein schöner Tag (trotz Nieselregen) mit 5 neuen Orgeln. Oliver Duymel zeigte mir die Orgeln der Gegend. Wir waren an der Ott-Orgel (3 M) von 1963, meine 3. oder 4. Ott-Orgel, in der Alexanderkirche Zweibrücken (evangelisch, sehr netter, relaxter Pfarrer), auf dem Bauschutt des zweiten Weltkrieges, neben kath. Heilig Kreuz, wo ich gestern spielte, und neben der schwedischen ev. Karls-Kirche, schwedische Krone an der Pforte, ein Geschenk des schwedischen Königs (keine Orgel) – und nun soll sie verkauft werden, da sie mit 30.000 € pro Jahr an Kosten nicht mehr zu halten sei! Ich sagte, es kommen doch sicher die Schweden zum Gottesdienst? Oliver: Welche Schweden? Wo sollen die herkommen? Aus Ikea? Das einzige, was die Leute hier kennen, ist das Billy-Regal. …
(Schade, dass man bei Ikea keine Schweden kaufen kann…)
Wer kauft eine Kirche? Oh, Holland…
Wie waren zuvor nebenan in Homburg/Saar in der kath. Rundkirche, der runden Kuppelkirche mit bunten Fenstern, St. Fronleichnam, an der Hugo Mayer Orgel von 1986 (3 M, Koppel-Manual unten). Die Akustik ist krass durch die Rundheit und Kuppel. An der Orgel direkt geht es. Ansonsten ist die Akustik so irritierend, dass ich dauernd schlucken musste, wie wenn man im Flugzeug, auf dem Berg ist oder unter Wasser. Denn sie warf jedes Wort rund, was erstickend klang. Dennoch faszinierend. Der nette Organist ist 84. Klar, solche Generationen von Kirchenmusikern leben in einer anderen Welt als ich. Für sie ist die Gestaltung eines Gottesdienstes das Wichtigste, nicht Konzerte. Ob ich gleich ein paar Gottesdienste spielen möchte? Nun, für … 20 €? Ähm…
Hugo Mayer ist umstritten hier, was mich überraschte. Aber Gerüchte gibt es nun ja überall… Ob es alles so stimmt? Mit Gerüchten muss man vorsichtig sein.
Dann waren wir an der hübschen kleinen Oberlinger 1959 (2 M) in Ernstweiler-Zweibrücken, Pfalz, Christuskirche, evangelisch. Sie muss wegen Schimmelbefall behandelt werden. Das ist für mich sehr interessant. Sehr netter Pfarrer.
Es gibt wohl viel Konkurrenz, Necken und Witze zwischen Pfalz und Saarland. Naja, was sich liebt, das neckt sich.
Morgen berichte ich mehr. Bin müde. Morgen (heute) 17 Konzert. Und frühs spiele ich auch in der kath. Messe.
Meine Kunstwerke wurden gestern auf Beamer und in den Live-Stream gesetzt. Dazu las ich meine Lyrik und spielte meine Kompositionen.
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Unsere Weltkugel ist so zerbrechlich wie eine Orgel. Papierdünne Atmosphäre. Die Werke sind Kontinente. (AHS)
Mein Konzert an der Rieger-Orgel war sehr schön. Sie ist groß, blau, 3 M und extrovertiert, für diese große Heilig Kreuz Kirche muß sie das auch sein, starke Akustik. Die Registrierung hat Spaß gemacht. Zwei Presse war da. Die Artikel kommen Dienstag. Ich mag die Pfalz, so dicht an Frankreich. Rheinland-Pfalz und das Saarland – nette Gegend. Die Uni-Abteilung Informatik aus Kaiserslautern unter Prof. Gerhard Schmidt war da wegen dem Livestream, es war eine hybride Veranstaltung:
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Meine Bilder und Kunstwerke am Beamer kamen gut an. Leider ist meine Stimme nicht sehr laut, eher zart.
Leider durfte wegen C nicht geheizt werden (!).
Ich bin im Hotel in Contwig. Das Essen war lecker.
Ich habe festgestellt, dass bei manchen Menschen die Liturgie bzw. Liturgik (menschengemachte, kirchliche Tradition um Jahreszeiten) über dem Evangelium steht, das immer gültig ist, nicht nur in einem kleinen Jahresabschnitt. Dass der Kreuzweg nur um Ostern herum passend sei oder Relevanz habe, ist pures Heidentum und Unglaube; dass der Heilige Geist nur um Pfingsten herum eine Rolle spielen darf, Dummheit.
Es ist im besten Fall Religion im Sinne von Pharisäertum und fern von Bibelverständnis. Mich nervt Liturgik-Nörgelei. Als ginge es darum, „wann das WO aufzuführen ist“. Weihnachten gibt es auch ohne „WO“ und auch ohne Jahreszeiten, Kirche und Liturgik. Weihnachten kann im Sommer im Dschungel passieren. Was ist Weihnachten?
Nicht Kirchenfrömmigkeit. Weihnachten ist, dass Gott Mensch geworden ist. Und dass Menschen dies erkennen. Mit Musik hat das nichts zu tun. Die Liturgik-Religion ist so, als würde man sagen, Weihnachten ist Weihnachtsbaum, WO, Glühwein, Lebkuchen, liturgische Farbe. Nein.
Weihnachten ist: Gott wurde Mensch. Der Startpunkt des Evangeliums und Gnade für jeden Tag. Revolution. Nicht Tradition.
Und der Kreuzweg mit Jesus gilt jeden Tag, gilt durch alle Ewigkeiten. Das auf bestimmte Rituale und Zeiten zu beschränken ist Kontrolle und Sicherheitsdenken. Das Evangelium aber lässt sich nicht einsperren.
Auch nicht in die Kirche. Da schon gar nicht. Und Gott zu beschränken – just try it. Die, die an Liturgik mehr festhalten als an dem ungeheuerlichen Evangelium, glauben mehr an Kirche und Tradition als an die Botschaft der Auferstehung, die immer gilt. Solche Menschen denken wahrscheinlich, dass die Bibel nur Legenden oder Märchen oder Symbole erzählt, die das Jahr irgendwie einteilen.