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Tourblog

25. Mai 2022

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Jeder sagt: “Über Nacht berühmt geworden.” Das geht nicht über Nacht. Das sind Jahre voller harter Arbeit. (Margot Robbie)

Heute erinnere ich an Kaiserin Masako, aus Tokio, und Malaika Mihambo, Sportlerin, Ausnahmeathletin.

Foto: Labialpfeife Jetschke und AHS, Würzburg Heidingsfeld

Neu: Eule Orgel Opus 654 Mozarteum 

Danke an Jiri

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https://ladegastverein.de

Ich bin nicht mehr so sehr wie früher darauf angewiesen, dass man mich mag. (Elisabeth Stöppler)

Regisseurin. Heute erinnere ich an Ana Fidelia Quirot, kubanische Läuferin. Und Margrethe Vestager, Politikerin.

Foto: Bad Windsheim, Hey Orgel

Bin wieder in Greifswald. Musste um 5 aufstehen. Es ist nicht so schwül hier, es weht immer eine leichte Brise, vom Meer her. Es gibt viele verschiedene Wege, nach Greifswald zu gelangen. Diesmal bin ich über Hamburg gefahren. Morgen wartet ein anstrengender Tag auf mich. Wie gefallen euch die schönen Lieder EG 135 und 121?

NEU: BACKSTAGE PODCAST Kulturpodcast: Es ist sehr schön geworden, finde ich. Ich klinge etwas erschöpft, was mich nicht wundert, aber auch sehr nüchtern und klar, was mir gefällt.

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Hüttenheim, gestern, Konzert

In der Musik gehört der erste Platz den Musikern und Komponisten, dem Theoretiker kommt die zweite Stelle zu, dort ist sein Platz. (Hermann Pfrogner)

Heute erinnere ich an Gurinder Chadha, eine talentierte Inderin, die Humor verwendet, um Frieden zwischen Mann und Frau zu schaffen. Humor als Waffe für Gleichberechtigung. Schönes Zitat von Hermann Pfrogner. Heutzutage denken viele Theoretiker und Musikwissenschaftler, ihnen gehöre der erste Platz und nicht den Musikerinnen. 

Foto: Greifswald Dom

Das Weihe-Konzert der Steinmeyer Orgel in der Kirchenburg Hüttenheim war sehr schön. Danach gab es zur Weihe noch einen Umtrunk. Ich habe Blumen und Wein geschenkt bekommen. Es war wunderschönes Wetter. Presse und Sonntagsblatt mit Timo Lechner waren da und haben Fotos gemacht, bald kommt der neue Artikel. Mein Podcast bei Backstage geht am Montag mittag online, ich sende euch den Link, auch auf YouTube. Das Interview habe ich in Greifswald gegeben. Orgelbau Hey hat auch andere Orgeln hier in Franken restauriert, eine davon wurde vor ein paar Tagen abgenommen.  Die Presse zu den Konzerten der letzten Tage und Wochen in der Thüringer Allgemeine etc. stelle ich noch ein.

Ich mag sehr Camille Saint-Säens “Orgel-Symphonie”, Da Falla “Noches”. Wusstet ihr, dass Antonio Loprieno Sprache als Mittel zur Verewigung sieht? Sie dient aber nur vorübergehend zur Verewigung menschlicher Macht. Denn das Wort an sich ist laut Bibel Gott. Er ist das große, unendliche Wort  (Johannes 1). Erstaunlich finde ich immer, dass viele Menschen versuchen, die Bibel zu interpretieren und auszulegen und damit massiv in die Wolle mit anderen kommen oder ganze Sekten gründen, auch und gerade Theologen und Philosophen. Was verrückt ist, denn die Bibel ist sehr klar, deutlich, auf den Punkt, sachlich und legt sich selbst aus, und das völlig logisch. Das NT ist völlig klar und erklärt sich selbst. Da gibt es gar nichts dran zu wundern, sondern nur zu glauben oder eben nicht. Die Bibel erklärt sich selbst. Gerade Fragen wie “Woher kommt das Böse”, “Wie werden wir gerettet”, “Wer ist der Messias?”, “Wer ist Jesus?” und “Was passiert nach dem Tod?” werden deutlich erklärt und auch, was Tod und was Sünde und was Opfer ist und was das Kreuz bedeutet und warum Jesus sterben musste etc.  – wird alles genau erklärt. Wenn jemand meint, das anders zu erklären oder andere Interpretationen zu suchen und zu finden, dann ist es halt keine biblische Interpretation mehr. 

Ich komponiere Werke für Orgel, Orchester, Chor und Klavier. Ich bin hierbei von verschiedenen Kulturen beeinflusst worden, insbesondere von der jüdischen, amerikanischen und französischen. Auch verschiedene Kunstsparten wie Lyrik und Malerei fließen in meine Kompositionen ein. Da ich male, stelle ich mir die Klangfarben an der Orgel als reale Farben vor, wie auf einer Leinwand. Viele meiner Werke sind von Gedichten beeinflusst. Ich liebe hierbei die Sprache, auch die klangvolle Sprache anderer Länder und Kulturen, transkulturell. Da es viel zu wenige Komponistinnen gibt, besonders nicht in E-Musik, für Orgel und Orchester, möchte ich weiter viel komponieren und in Verlagen veröffentlichen. Dazu gehört viel Mut. Es werden fast nur männliche Werke gespielt weltweit, und zu wenig weibliche Personen, die zeitgenössische klassische Musik, also Contemporary Classical music schreiben. Da Konzertprogramme bis heute zu 100 Prozent aus Männer-Komponisten bestehen, ob Alte Musik oder Neue Musik, möchte ich hier die Quote dringend heben. Es macht mir viel Spaß, die weibliche Komponente in der Musik herauszuheben. Ich habe die Pandemie durch einen Zyklus in Musik festgehalten. Dieser Zyklus heißt Pandemic Dance. Wilde Tänze an der Orgel.

Meine Kompositionen wurden seit 2018 bis 2022 in folgenden Verlagen veröffentlicht:
Heinrichshofen Verlag Bielefeld 2019 (schwedische Orgelmusik)
Laurentius Musikverlag Frankfurt am Main 2020 und 2021 (Pandemic Dance Zyklus)
Furore Verlag Kassel (für Komponistinnen) 2020, 2021, 2022, Werke für Orgel, Klavier, Chor und Orchester
Merseburger Verlag Kassel für Orgelwerke 2022
Stringendo Verlag für meine Orchesterwerke 2022
Intermezzo Verlag Berlin für meine Orchesterwerke 2021
Diese Werke habe ich zum großen Teil selbst uraufgeführt in Konzerten (Live-Mitschnitte auf Youtube)

Danke für die Stipendien: GVL; HfMT Hamburg/Siemens Musikstiftung, Stipendium Mozarteum, Stipendium der Stadt Würzburg für Kultur, GEMA, Gisela Bartels-Stiftung Hamburg.

22. Mai 2022

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Wenn du da oben auf der Bühne stehst, dann bist du mit Abstand die coolste Person im Raum. (Jule Weber)

Heute erinnere ich an Hester Stanhope, britische Abenteurerin. Und an die wunderbare Schwedin Ellen Ammann (1870-1932). Sie war die erste weibliche Abgeordnete im bayerischen Landtag. Sie wird in München im Bahnhof geehrt. Sie warnte bereits 1923 vor Hitler. Gestern kam mein ICE wegen Unwetterwarnung erst sehr spät.

Foto: Seufert Orgel, Dom Würzburg

Die Canora 4‘ in 1013 im Mozarteum hat Firmengründer Hermann Eule um 1880 einige Male gebaut. Es ist ein trichterförmiger Principal mit etwas Strich, aber mehr Volumen als ein Geigenprincipal. Eule hat die Canora 4‘ auch noch 2013 in Vaduz/LI im Chorbegleitwerk eingebaut.

Gestern Nacht hat mich Johannes Krahl, Orgelstudent aus Leipzig, auf WhatsApp belästigt, er wollte wissen, ob ich einen Freund habe, teilte mir mit, dass ich ihn heiraten solle, dass er Sex mit mir haben wolle und dass er fleischliche Gelüste hätte und ich nach einem Konzert in seinem Bett schlafen solle und dass er schon 2 Jahre keinen Sex mehr gehabt hätte. Ich habe noch nie von ihm gehört. Um mir zu imponieren, log er auch ziemlich viel, was mir gleich auffiel. Ich war gerade mit dem ICE aus Salzburg unterwegs. Das sexistische Niveau der Orgelszene ist echt immer wieder erstaunlich, auch, dass solche Typen für sehr wenig Geld spielen und auch andere mehr oder weniger für umsonst spielen lassen wollen. Ob sie deswegen aus Frust Frauen sexuell belästigen? Auf jeden Fall Vorsicht vor Johannes Krahl. Der scheint es echt nötig zu haben. Er wollte zudem Zugriff zu meiner Webseite bekommen und hat, um das zu erreichen, das Blaue vom Himmel heruntergelogen. Er scheint mir gefährlich zu sein. Ist er ein Schmeding-Schüler? Es ist nicht das erste Mal, dass mich Schüler von Martin Schmeding attackiert haben. Das ist bestimmt kein Zufall. Ob Tom Anschütz dahintersteckt?

Morgen spiele ich hier:

Steinmeyer Orgel Kirchenburg Hüttenheim in Franken

Neu: Bochmann Orgel Weißenfels, Museum Weissenfels

Bochmann Lahmann Orgel Ladegast Museum Weissenfels

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Öffentliche Menschen sind auch sehr private Menschen. (AHS)

Es war schön in Salzburg, wenn auch sehr heiß. Viele Touristen. Der Park beim Mirabellplatz brütete unter der Sonne. Unsere Vorträge in der Science Community waren interessant. Ich habe an der Eule Orgel im Mozarteum zum Thema Lecture Recital (Transkriptionen an der Orgel) gehalten. Alles Teil der Promotion. Der Orgel-Raum 1013 hat eine gute Klimaanlage. Am Mozarteum kann man übrigens nicht Kirchenmusik studieren, aber Konzertfach. 

Es gab danach ein „Literaturfest“ auf der Wiese, aber ich bin traurig, dass Literatur heute oft wie ein alternative Obdachlosenversammlung daherkommt und Leute mit schmutzigen Füßen in Zelten kauern. Ich persönlich stelle mir unter „Literaturfest“ etwas anderes vor.
Abends habe ich mir einen Bubble Tea geholt und bin heimgefahren nach Würzburg. In Freilassing hat die BP die Pässe kontrolliert.

Die meisten Menschen, die nicht mit Musik, Klassik, Konzerten, Kirche und Orgel zu tun haben, kennen mich wohl eher nicht. Zum Beispiel das Klientel, das Martin Perscheids Cartoons toll findet. Das sind meist Leute aus ganz anderen Ställen, da sind auch Machos dabei. Ich habe festgestellt, dass die Heiden-Machos nicht schlimmer sind als die Kirchen-Machos. Im Gegenteil. Es ist das gleiche Kaliber. Bei denen, die offen zu geben, dass sie Heiden sind, ist in gewisser Weise noch Nachsicht zu üben, denn sie wissen es vielleicht nicht besser.
Insgesamt fällt mir auf, dass Sexismus eine Ideologie ist, wie alle anderen -ismuse. Die Ideologie des Seximus überhöht den Mann.

Heute erinnere ich an Barbara Frischmuth, Übersetzerin, die Bestseller übersetzt hat. Am Montag fahre ich dann wieder nach Greifswald.

Am Sonntag ist mein Konzert in Franken.

Neu: Orgel-Info:

https://www.ann-helena.de/orgelinfo/eule-orgel-mozarteum-salzburg/

Neu:

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20. Mai 2022

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Bach war bei uns eine Familienkrankheit. (Marie-Claire Alain)

Heute erinnere ich an Lina Bo Bardi, Architektin.

Foto: Greifswald

Regelmäßig einen wirklichen Chor oder ein Orchester zu dirigieren und nicht nur ein Klavier, das macht Spaß – dem Chor zugewandt sein. Man arbeitet akribisch wie unter Laborbedingungen. Ich kann nicht meine “Tastenbewegungen” auf das Dirigieren übertragen. Kopf und Körper müssen relativ ruhig sein. Obwohl ich ansonsten im Leben mittlerweile “weiß, was ich will” –  so bin ich beim Dirigieren eher zart und mit kleinen, weichen Impulsen. Da gibt es ganz andere mit großen oder harten Bewegungen. Es gibt sehr unterschiedliche Typen des Dirigierens. Das Spannende ist, dass man Hören und Hände miteinander verbinden muss – auf eine andere Weise als am Instrument. Es kommt mir so vor, als würde man beim Dirigieren das Skelett der Musik wie Gräten bei einem Fisch beachten müssen, nicht nur das süffige Fleisch – zum Beispiel „blinde Eins“ geben etc.

Handgelenke dürfen nie an Kraft verlieren. Bewusste Körperspannung. Ja: Dynamik zu dirigieren ist pure Körperspannung.

Stimmlippen sind ja an sich winzig, zart und zerbrechlich.

Hier an der Ostsee sind die ersten Touristen eingetroffen mit Kind, Kegel und E-Bike. Es ist sonnig und windig hier. Es ist recht pricey, besonders Eis. Als ich neulich im Eisladen mit Einheimischen ins Gespräch kam und sie in eines der Konzerte einlud, sagte einer erstaunt: Mit den winzigen Füßen sind Sie Organistin?

Es macht mir Freude, meine Musikalität auszuleben, auch wenn es sehr viel ist: Bariton, Gesang, Cembalo, jeden Tag Chor / Chorleitung, was das Wichtigste hier ist, Dirigieren, LO, Orgel, Klavier, Theologie, Hymnologie, Liturgik, GB, Partitur, Konzerte…

Morgen aber fahre ich nach Salzburg zum Mozarteum. Das Thema meines Vortrags ist: Lecture Recital: Wie hält man ein Lecture Recital?

J.M. Bach – Choral “Warum betrübst du dich, mein Herz”, St. Jacobi, Schuke Orgel Greifswald

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19. Mai 2022

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Wenn du oft gewinnst, lernst du nicht viel. Durch Hochs und Tiefs habe ich viel gelernt. (Tina Maze)

Heute erinnere ich an Vera Grabe Loewenherz, Friedensaktivistin aus Bogota.

Foto: HfMT Köln

Heute war wieder Akademische Orgelstunde: Improvisation, Orgelliteratur und Dirigat. Diesmal in St. Jacobi Greifswald. Extrovertierter Klang, leuchtend, neobarock. Sie klingt etwas spröder als die Domorgel. Schöne Akustik mit angenehmem Nachhall. Auch für elegische Stücke ist die Orgel gut geeignet, auch wenn sie nur zwei Manuale hat. Die schöne Orgelbewegungs-Orgel erbaut 1968/69 durch Fi. Schuke Potsdam; die ursprüngliche Orgel 1822 durch Fi. Buchholz wurde 1955 leider durch Brand zerstört. Die Kirche befindet sich in der Innenstadt der kleinen Hansestadt Greifswald in der Nähe der Universität und des Doms. Der neobarocke Klang hier in Jakobi ist schon (auch von der Lautstärke) entschärft worden. Früher war die Orgel noch lauter und schärfer. Süffige, große Pedalpfeifen und Zungen. Helle, rötliche Kirche, wunderschöner Altar. Ich liebe Schuke-Orgeln. Die Bank hat ein hochinteressantes Verstellsystem: Man muss in der Mitte heben und erst ganz nach oben und dann unten und dann verstellen, was etwas Krach machen kann bei der Akustik. Und man muss einiges an Aufwand betreiben, bis die Orgel “läuft”. 

Wenn ich 30 km am Tag radle, fahre ich durch Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen. Ich sehe Hasen, Rehe und Störche. 

Neu: Orgel-Information, schöne Jacobi Kirche Greifswald 

Schuke Orgel St. Jacobi Greifswald

Neu: WORLD WAR III

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Neu:

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Es ist nicht das große Ziel, das oft so weit weg und unerreichbar ist, sondern etwas Nahes, Erreichbares. (Vera Loewenherz)

Heute erinnere ich an Janica Kostelic, Ski-Rennläuferin mit Rekorden.

Ich habe heute zufällig eine Zeitlang Videos aus dem Bundestag gesehen und bin erschüttert, wie sich unsere Politiker gegenseitig behandeln. Die buhen sich gegenseitig aus, unterbrechen sich respektlos, keifen sich feindselig, misstrauisch und voll Konkurrenz an. Ich finde es auch nicht in Ordnung, wie die AfD behandelt wird im Bundestag. Man kann ja stets anderer Meinung sein, bei jeder Partei, aber es ist bei weitem nicht alles falsch oder dumm, was hier gesagt wird und sollte zum Nachdenken anregen (und immerhin, wir haben überhaupt eine Opposition) – warum kann man sich dann also nicht gegenseitig respektvoll, ruhig und anständig zuhören? Wie können diese Politiker Vorbilder für uns sein? Insgesamt würde ich den kompletten Bundestag erneuern, denn es ist eine Tragödie, was da läuft. Bei solchen Politikern wundert es mich nicht, dass wir ein Rechtssystem haben, das unmoralisch, geldgeil, ungerecht, sehr verworren und von Grund auf männerfreundlich ist. Was soll nur aus unserem Land werden?

Ich wundere mich auch über viele Philosophen, sogenannte christliche oder fromme Philosophen, die sich Gott irgendwie zusammendenken. Nach dem Motto: Gott ist, weil wir ihn denken. Kant hatte so ein Vernunftsbedürfnis, dass er mir schon heidnisch vorkommt. Dagegen gefällt mir Martin Luther gut und viel besser, und seine 26 Lieder im EG sind berührend.

Foto: Bad Windsheim

Neu:

Heinrich Schütz Haus Weißenfels

Ladegast Orgel Weißenfels

Sei dankbar für jeden Dorn, den andere auf dich schleudern, das Zeichen, dass du bald in Rosen badest. (Elif Shafak)

Türkische Schriftstellerin. Heute erinnere ich an Yvette Vaucher, Schweizer Bergsteigerin, und Erika Runge, Regisseurin (oral history) und Assia Djebar (algerische Regisseurin).

Foto: restaurierte Ladegast Orgel St. Laurentii Weißenfels, Einweihungskonzert gestern, Mai 2022: Wunderschöne zarte kleine Orgel, die spitz nach oben läuft. Sehr schönes und einzigartiges Museum in Sachsen-Anhalt, sehr zu empfehlen. Das Museum gehört zur hübschen, kleinen, roten, evangelischen Kirche St. Laurentii (Laurentiuskirche) unter großen Bäumen, ein Ort der Zivilcourage 1989. Mein Konzert am Museumstag am 15.5.2022 war sehr schön. Es war das Einweihungskonzert der 2020 restaurierten Orgel.

Die Orgel mit 14 Registern wurde im Jahr 1879 durch Ladegast in der kurz zuvor errichteten Kirche installiert und besitzt ein Kegelladesystem. 1895 nahm sein Sohn Oskar Ladegast Veränderungen und Erweiterungen vor, anstelle der mechanischen eine pneumatische Traktur.

Obwohl es zwischendurch auf Grund des Ausfalls einer Orgelbaufirma eine Verzögerung bei der Neurestaurierung gab, wurde diese Ladegast-Orgel schließlich durch die Orgelbaufirma Thomas Bochmann restauriert.

2020 saniert, seit 2010 existiert das Museum.

Friedrich Ladegast (1818 – 1905) gehört neben Heinrich Schütz und Novalis zu Weißenfels, S-A. In Ladegasts dort 1847 gegründeter Werkstatt entstanden 200 Instrumente und zogen Franz Liszt, Julius Reubke und Max Reger an. Neben Wilhelm Sauer und Eberhard Friedrich Walcker gilt Ladegast als Schöpfer der deutschromantischen, süffigen “Monumentalorgel“ im 19. Jahrhundert, besonders hier im heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. In Weißenfels und Umgebung sind viele Orgeln im Originalzustand erhalten. Diese Orgel ist klein, aber oho.

Schöne samtig trockene Akustik, griffiger und sinnlicher Spieltisch.

Mir gefallen Haydns Flötenuhren sehr. Am meisten aber liebe ich Haydns Schöpfung und seine Klaviersonaten.

Es hat viel Spaß gemacht, die 2020 restaurierte Ladegast Orgel von 1879 in der Laurentiuskirche einzuweihen, gut besuchtes Konzert, Blumen, liebe Leute, die bis aus dem Harz gekommen sind. Wir waren lecker essen (Spaghetti, Spargel, Eis…). Museumstag 2022. Die Stasi-Lampe direkt neben der Orgel spendete mir Licht.

Sehr schön war hinterher das Konzert im Heinrich Schütz-Haus, mit dem Ensemble “suonArte”, das ich sehr empfehlen kann. Wundervolle Instrumente, schöne Atmosphäre, Schlüsselfideln, Gamben, Clavichorde und Schütz‘ wunderbare geistliche Musik, sich auf ihn und seine Zeit einzulassen. Was mir zudem gefiel: Auch optisch war das Ensemble angepasst an die Zeit von Schütz, kein moderner Schmuck, schöne, schlichte Kleidung von damals, und auch die Noten waren in Hüllen und Umschlägen, die keine moderne Zeit verrieten – also alles angenehm und schlicht. Dazu die Instrumente: eine Schlüsselfidel (Key Fidel), Viola da Gamba, Blockflöten in allen Formen und Größen, und eine schöne Stimme ohne massives Vibrato von Friederike Urban. Von allen wunderbaren Komponisten stach Schütz in seiner Genialität doch immer wieder heraus, wie ich fand.

Das Programm war leider rein weltlich. Ich liebe geistliche Musik. Nur am Schluss, als Zugabe, gab es einen Choral, was meine Laune erheblich steigen ließ. Begeistert hat mich auch die gespielte Komponistin Barbara Struzzi (1619-1677). Eine der wenigen Frauen (ein Adoptivkind), die damals Kompositionsunterricht nehmen durfte. Obwohl sie unglaublich gute Madrigale komponierte und sehr talentiert war, durfte sie nicht wie die Männer am Hofe als Komponistin arbeiten, sondern nur als eine Art höher gestellte Hof-Geliebte, als eine Art Edel-Prostituierte dort wohnen. Das ist die Männerwelt mit ihrer buchstäblich aus allen Poren tropfenden Geschlechter-Ungerechtigkeit, sowohl damals als auch heute. Es gibt sicher nicht viele Frauen, die Einweihungskonzerte von restaurierten Orgeln spielen.

ps: “Ohne Schuld” von Charlotte Link kann ich empfehlen, spannend als Hörbuch, wenn auch sehr lang, aber perfekt für das Auto. Und CDs mit geistlicher Chormusik von Heinrich Schütz.

Um wieder rechtzeitig an der Uni in Greifswald zu sein, musste ich um 3 Uhr früh aufstehen (da es dort um 10 Uhr weitergeht heute) und wurde nachts nach Berlin gefahren. Danke für alle Hilfe, allein würde ich das organisatorisch nicht schaffen.

Neues Video: Haydn Flötenuhr an der Ladegast Orgel

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Jehmlich Orgel in Plauen

Ladegast-Orgel-Museum Weißenfels

Haltungen im Leben sind unerlässlich: Attitude. (Julia Koschitz)

Heute erinnere ich an Wendie Renard, Fußballerin.

Foto: Hey Orgel Bad Windsheim

Am meisten liebe ich die Choräle “In dir ist Freude” und “Bewahre uns Gott, behüte uns Gott”. Wenn ich Texte von Paul Gerhardt wie “Nun ruhen alle Wälder” betrachte mit seinen wunderschönen Strophen, eine schöner als die andere, oder noch schöner, “Der Mond ist aufgegangen” von Matthias Claudius, dann sind die Texte unserer heutigen deutschen Lieder ein Witz. Es geht hierbei nicht nur um die Auswahl der Wörter, sondern um die innerliche Erkenntnis, die Reife. Da ist es besser, sich auf lateinische Texte zurück zu beziehen, wie Bruckner oder Arvo Pärt in „Da pacem Domine“ oder in schlichte, wahre Texte wie “Herr, erbarme dich”. Sehr schön ist Sweelincks “Herr Gott, höre mein Flehen”. Ich finde, diese alten, wahren Texte wunderschön in Musik zu setzen, ist eine Kunst, auch heute. Oder biblische Texte zu vertonen. Psalmen. “Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.” Dies ist nicht von Herbert Grönemeyer, sondern von Matthias Claudius.

Doch so lauten Texte von heutigen christlichen Liedern: Ich weiß, wer ich bin … Gott, nimm mich so, wie ich bin, denn ich … und ich .. und ich… Gott, mach das… und das… und am besten noch das…

Nunja. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ich bin gespannt, ob das 9 Euro Ticket Auswirkungen auf mich hat. Ich berichte.

Mein Konzert in Weißenfels war sehr schön und gut besucht. Ich liebe die Friedrich Ladegast Orgel und das schöne dazugehörige Museum.

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