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17. Juli 2021

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Wenn Frauen sichtbar werden… AHS.

Hallo ihr Lieben, ich freue mich, ab Wintersemester 2021 bei Kay Johannsen an der Musikhochschule Luzern CH Aufbauklasse Orgel und Orgelimprovisation zu studieren.
☺️ Er ist in der Stiftskirche Stuttgart.
Beautiful Schweiz ❤️ Ich habe noch nie in der Schweiz studiert. Liebe aber unsere Nachbarländer. Luzern ist eine der absolut schönsten Städte der Schweiz.
REGER, ich komme!

Sehr empfehlen kann ich Leguano. Ich liebe diese Schuhe, trage sie eigentlich immer und bekomme die Schuhe immer von der tollen Firma gesponsert.

Wenn  ich meinte, die Orgelwelt sei männerlastig, dann ist das nichts im Vergleich zur Komponierwelt. Dies ist ein Revier, das von Männern völlig dominiert wird. Gefährlicher sind besonders die, die von außen nett sind, deren Vorgehensweise jedoch in den gleichen hierarchischen Bahnen läuft wie bei offensichtlichen Machos. Besonders merkt man es, wenn Frauen wie ich sichtbar werden. Es heißt zwar von den „netten“ Männern oft: Ach, wenn doch mehr Frauen da wären… Aber wenn Frauen dann da sind, sichtbar werden – dann bekommen sie gleich mit der Bratpfanne eins über, bis sie wieder in Deckung gehen. Dass ich nicht in Deckung gehe, passt manchen gar nicht.

Wie äußert sich Revierverhalten? Nehmen wir Rezensionen zu meinen Werken bei einem Daniel Kunert: Es wollen viele Menschen Rezensionen zu meinen Werken schreiben, aber diese dürfen von mir nicht vorgeschlagen werden und müssen zudem Tests bestehen, was bedeutet, dass sie fremde 60-Seiten-Werke rezensieren müssen, bis sie mich überhaupt rezensieren dürfen. Und wenn sie dann endlich so weit sind und über mich schreiben, ist die Rezension über mein Werk „zu positiv“. Während zeitgleich ein Christoph Brückner, von Kunert vorgeschlagen und mit Lucas Kluck befreundet, hinter meinem Rücken meine Verlage belästigt – ein Aussteiger und ehemaliger Banker, der Jazz spielt und meiner Meinung nach keine Ahnung von meiner oder Neuer Musik hat, demnach Unsinn „fragt“ bzw. schreibt (warum die Taktzahlen so klein sind und warum es „gestrichelte Linien“ statt Taktstriche gibt…). Christoph Brückner zu beauftragen ist hierbei absurd. Er und die wenigstens in der Orgelwelt kennen Neue Musik. In der Klavierwelt ist das ganz anders. Ich hatte trotz Brückners Nachfragen eigentlich kein Interesse an einer „Zusammenarbeit“ mit ihm und vergaß, ihn zurückzurufen. Er ist zudem eng mit Menschen befreundet, die mich belästigen und vom Gericht nachweislich als unzurechnungsfähig eingestuft wurden. Mit solchen will ich nicht viel zu tun haben. Wie ging es nun weiter mit den Rezensionen? Schlage ich Rezensenten vor, „beeinflusse“ ich. Was übrig bleibt, sind Leute, die oft keine Ahnung haben von meiner Musik oder Neuer Musik, die meisten Semi, Laien, Aussteiger. Noch dazu befreundet mit einer äußerst unfreundlichen frauenfeindlichen Semi-Orgelszene, von der die Profiszene großenteils abhängig zu sein scheint. Wer kennt sich in der Orgelmusik über Neue Musik Orgel aus? Profis? Da ist Messiaen noch neu! Da werden fast nur Männer gespielt. Dazu Neo-Romantik, Neo-Gregorianik und Jazz. Und Franzooooooosen. Rezensenten, die sich auskennen, wurden nicht angefragt. Diese Vorgehensweise für Rezensenten ist falsch meiner Meinung nach. Kein Wunder, dass händeringend nach Rezensenten gesucht wird. Insgesamt werden wohl am Ende wie immer Männer Männer rezensieren. Und Neue Musik ist das nicht. Das ist ganz ganz alte Musik. Meine Bemühungen, dass es diesmal anders ist, wurden attackiert. Ich spüre, dass ich genau deswegen die Reviere Orgel und Komposition nicht der Weitervermännlichung preisgeben will, sondern erobern möchte. Mein zweites großes Orchesterwerk kommt bald.

Konzerte Oberhausen

16. Juli 2021

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Geduld ist gezähmte Leidenschaft. (Lyman Abbott)

Ich habe die wunderschöne Trost-Bach-Schloss-Orgel in Altenburg, Thüringen, gespielt. Sie ist eine der schönsten Orgeln, die ich je gesehen habe. Leider wird sie sehr abgeschottet und ist damit nicht wirklich zugänglich, was ich nicht in Ordnung finde. Das hätte Bach sicher nicht gefallen, diese Orgel abzuschotten. Sie wird wahrscheinlich selten gespielt. Das habe ich gespürt. Ich finde es wichtig, dass die Orgel zugänglich gemacht wird. Wie in Waltershausen. Bach würde es nicht gut finden, dass die Orgel so abgeschottet wird. Sie ist ein Geschenk für alle! Kein Porsche-Oldtimer in der Garage. Sondern lebendig.

Sie ist sehr anders als in Waltershausen, viel leichter zu spielen, schlichter, kleiner, obwohl sie sehr mächtig wirkt. Sie ist einfach perfekt platziert und wirkt enorm und überwältigend, wenn man die ev. Schlosskirche betritt. Man muss begeistert sein, das geht nicht anders. Sie ist etwas sehr Besonderes, ihre Rohrflöte und Achtfüße, alles atmet.

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Beautiful Trost Organ Schlosskirche Altenburg Bach Orgel – Orgel Date AHS, Vorstellung Erklär-Videos

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Mendelssohn Strobel Orgel

Was natürlich auffällt, ist das kleine, kompakte Pedal dieser Trost-Orgel; sie hat zwei Manuale, mit diesen typischen weißen Markierungen wie ein Streifenhörnchen und den weißen Tintenklecksen. Insgesamt sind die Manuale viel schlichter, auch die Teufelchen und langen Holz-Registerzüge. Jedoch ansonsten ist der gesamte Prospekt sehr geschmückt in einer sehr höfischen Schlosskirche voller Prunk, Wappen, Gold, goldenen Palmen und tragenden Männern. Mit Kirche in dem Sinn hat es nicht viel zu tun, eher mit Hof und Schloß und Geld. Wir besuchten hinterher auch das Museum, welches den Prunk bestätigt. Bach spielte hier, was mich zusätzlich und vor allem überwältigte. Die Akustik ist angenehm samtig trocken, die Klänge schön, jedoch wirkte die Orgel einsam und wie ein Ausstellungsstück. Wir besuchten auch das hübsche kleine Altenburg mit seinen 30.000 Einwohnern und atmeten Bachs Luft. Wir besuchten auch weitere Kirchen. Ich berichte morgen. Ich spielte Ladegast Nr 15 ❤️und Sauer Nr 3 ❤️.

15. Juli 2021

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 Schönheit, Eleganz, Struktur von Orgeln haben mich in ihren Bann gezogen. (AHS)

Zuletzt kam die schöne Hesse-Orgel 1823 in Brüheim in Thüringen, Ernst Ludwig Hesse, Ernst Siegfried Hesse. Einer der beiden, Ernst Ludwig Hesse, soll bei der Arbeit an der Orgel in der Orgel verstorben sein. Sie besitzt einen wunderbaren Spieltisch mit glänzendem Holz und Stern-Intarsien. Ich spielte Piece d’Orgue. Ohne Posaune im Pedal. Ein schöner, hellwarmer Klang. Ein großer hellholziger Prospekt, nah und freundlich. Es gibt ja auch arrogante Prospekte, arrogant und fern wirkende Orgeln, bewusst so gebaut. Aber ich mag diese demütigen Orgeln, diese zarten, nahen, bescheidenen Prospekte, die den Menschen entgegenkommen und Nähe, fast Verletzlichkeit präsentierten. In dieser kleinen christlichen Pfarrkirche, Vituskirche, fühlte ich mich an der Orgel geborgen und Gott nahe. Freu mich auf die Tasta-Tour 2022. Ich habe 2 Tage angeregt. Mal sehen, wo es dann hingeht.

Der benno-Orgel-Kalender 2022 ist sooo wunderschön geworden. Ich bin im Monat Juli 2022 drin, wie passend. Die Einzige mit Zitat und Gedicht. Das Paket ist bei mir angekommen. Wenn jemand einen Kalender mit Widmung möchte, sich bei mir melden. Ich habe allerdings nicht so viele. Die ersten malen zuerst (oder wie der Spruch noch mal ging…).

Ach, ich liebe Schubert, besonders op. 99 und op. 100 Klaviertrio 2. und 3. und 4. Satz. Ach, alles von beautiful Schubert. Und D810.

Auch sehr schön: Mein großes Interview ist erschienen im Wochenspiegel Sachsen-Anhalt von Markus Thurm. Zudem die neuen Videos, ich komme überhaupt nicht mehr hinterher mit all den vielen Orgeln, Videos, Interviews, Aufnahmen und News. All diese Herrlichkeiten stapeln sich bei mir bis zur Decke. Kann man auch mit Wundervollem erstickt werden? Wie Dagobert in Gold? Ich stehe vor einem Berg von Orgeln und bin damit geradezu überschüttet. Ich ertrinke in Videos und Orgeln und kann doch nicht genug bekommen. Ist das… normal? Vorsichtig gefragt.

Sehr begeistert bin ich auch von der großen viermanualigen Mühleisen-Orgel Baujahr 2004 in Stuttgart, 81 Register, evangelische Stiftskirche, zentral in der Innenstadt. Sie ist eine völlig andere Welt, vor allem, wenn man von historischen Orgeln kommt, besonders von historischen Barockorgeln, aber auch von historischen romantischen Orgeln. Denn diese edle neue Mühleisen-Orgel ist leichtgängig, kompakt, elegant, so, dass man schon schauen muss, nicht zu verrutschen. Wunderschöner Prospekt, die ganze große Kirche mit grünen Bändern geschmückt, zartes und geschmackvolles Rückpositiv (1. Manual), Hauptwerk 2. Manual, dann 3. und 4. Manual. Nebenzüge rechts, Pedal links. Feines, nahes  Pedal, nah und kompakt, wie Butter, kein Vergleich mit historischen Orgeln Strobel, Knauf, Hesse, Trost. Ich liebe beides, also sowohl moderne und neue Instrumente sehr sehr, aber auch historische Instrumente sehr sehr sehr. So sind in Stuttgart unter den Nebenzügen einige Winddrosseln zu finden, perfekt für moderne Musik. Es gibt zwei Schweller, Walze, viele Koppeln, wunderschöne Zungen, eine große spanische Zungenbatterie, sehr schöne Achtfüße, brillante Akustik, vierfach aufgeteilter Prospekt, einige 32-und 16-Füße, sehr zarte 16-Füße auch, eine gute Auswahl an 4-Füßen, was ich oft vermisse, schöne Solostimmen und kreative Kombinationsmöglichkeiten in alle Richtungen. Vor dem Krieg befand sich hier die wunderschöne Eberhard-Walcker-Orgel (80 Register) von dem wunderbaren alten Genie. Ist traurigerweise völlig zerstört worden. Dann gab es lange die Nachfolger-Walcker-Orgel von Sohn-Sohn-Sohn, bevor dann dieses schicke Kaliber eingebaut wurde unter der Leitung von Kay Johannsen (mit seinen sehr schönen Aufnahmen).

Empfehlen kann ich die CD Über Raum und Zeit erhaben  – Glocken Abtei Maria Laach und das Buch dazu. Danke für alle Geschenke, bei mir ist alles in guten Händen. Ich höre und lese.

Mühleisen Orgel Stiftskirche Stuttgart

Strobel Orgel Unterkirche Bad Frankenhausen

Schuke Orgel Dom zu Erfurt

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Trost Orgel Waltershausen

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Mühleisen Orgel Stiftskirche Stuttgart

14. Juli 2021

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Alles, was ich mache, mache ich als Künstlerin. (AHS)

Heute erinnere ich an Pina Bausch und Karen Uhlenbeck.

Die dritte und für mich schönste Knauf Orgel war die im thüringischen Oesterbehringen in rotem schönen Prospekt. Sie ist im Übergang zwischen Barock und Frühromantik mit süffigem Klang in großer Kirche, ev. Pfarrkirche. Johann Valentin Knauf-Orgel 1825. In wunderschön rötlichem Holz ist der Spieltisch eingebaut, hellblaue Bank, irgendwie schwedischer Touch. Die Kirche besitzt rot-blaue Emporen und einen roten Teppich unten, dazu hellblaue Bänke. Und vor der Kirche große grüne Bäume. Strahlenmechanik. Sauberes Inneres der Orgel. Nach der musikalischen Andacht (ich spielte Mendelssohn B-Dur und Bach Trio d-Moll, Thorsten Nietzsche) machten wir hier Rast.

Farblich das ganze Gegenteil ist die wunderschöne weiße Gustav-Adolf-Kirche im nahen Friedrichswerth. In sattem Himmelblau tönt die Decke bis zur himmelblauen Kuppel (Himmelszelt) über dem Altar. Der malerische weiße Prospekt der vierten und letzten Knauf-Orgel an diesem Tag, der auf vielen Büchern prangt, strahlt gegenüber der blauen Kuppel im Dialog zum Blau. Die Fenster sind golden-violett. Von außen sieht die Friedrich-Knauf Orgel 1860 perfekt aus. Die schöne Orgel muß jedoch dringend gemacht werden. Das obere Manual weint und heult (Windprobleme), und auch das Innere der Orgel ist sanierungsbedürftig, wenn auch sehr sauber. Vorne prangen Martin Luther und der schwedische Gustav Adolf, hinten Jesus. Spieltisch, Registerzüge und Konkav-Pedal sind eine Augenweide. Mensch stößt sofort mit den Knien gegen die Kante. Bequem ist es nicht, dort zu spielen. Stört mich nicht. Ich verteilte alles auf das untere Manual; war etwas verstimmt. Dann ging es an die letzte und fünfte Orgel an diesem Tag, eine wunderbare Hesse Orgel im thüringischen Brüheim, nicht weit weg. Zuvor kannte ich nur die schöne Hesse-Trost-Orgel in Greußen, die auch saniert werden muss. Dort konzertiere ich in ein paar Wochen. Hesse war der (indirekter Lehrer) Knaufs. 

Eins muss ich noch schreiben heute: Ich bin meist entsetzt über die sogenannten „Orgel-Wettbewerbe“, besonders wenn Ludger Lohmann in der Jury sitzt. Erstens: Man kann sich hier meiner Meinung nach meist sicher sein, dass die Preisträger seine Schüler sind oder direkt oder indirekt mit ihm zu tun haben. Das haben mir seine Schüler bestätigt, die sich selbst als „die Besten“ bezeichnet haben. Zweitens: Dass die Preisträger meist alle Männer sind. Drittens: Dass die weiteren Jurymitglieder indirekt oder direkt meist mit ihm zu tun haben. Da Ludger sehr Alpha und bestimmend zu sein scheint, ist es meiner Meinung nach daher unmöglich, eine ganz andere Meinung zu haben als er. Man würde zudem sicher nie wieder eingeladen werden. Er hat in Stuttgart eine Männer-Dynastie heran gezüchtet, in der er der Chef war/ist. Das Ganze ist also weit entfernt von neutral, gerecht, anständig oder fair in meinen Augen. Solche Wettbewerbe sind eine Farce, Abhängigkeit, Eitelkeit, eine Klüngelei und daher eine Katastrophe, wie ich finde. Dass ich mich für solche Wettbewerbe gar nicht erst bewerben kann (ich würde sicher einiges verändern und aufmischen), ist schade und zeigt auch die Diskriminierung: Es werden junge Männer gefördert. Wenn ich Fotos von der Christuskirche Mannheim sehe, wo nur Männer mit Blumensträußen da stehen, möchte ich ihnen im Traum am liebsten ihre unpassenden Blumensträuße in den Mund stopfen. Aber es würde wahrscheinlich nicht helfen. Einer solchen Einseitigkeit muss ich anders begegnen und entgegentreten. Solche Menschen wie Ludger Lohmann verändern sich sicher nicht mehr, denn ich habe ihm schon gesagt, was ich von seinem Verhalten und wie er seine Macht einsetzt, halte. Dass Johannes Michel Ludger unterstützt, wundert mich nicht. Manche Menschen scheinen immer da zu sein (wie ich finde), wo der Wind in seinen immer typischen hierarchischen Verläufen weht, wie es schon immer war. Das ist bequem und bringt Vorteile. Wenn man im System ist, sind alle wahnsinnig freundlich, habe ich erlebt. Die wahren Gesichter sieht man erst, wenn man nicht (mehr) im System ist. Die Frage ist dennoch, was und wer am Ende bleibt.

Sauer Walcker Orgel Marktkirche Wiesbaden

und

Ladegast Orgel Stadtkirche Rudolstadt

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Neu: Wunderbare Mühleisen Orgel Stiftskirche Stuttgart

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Neu: Wunderbare Strobel-Orgel Orgel Unterkirche Bad Frankenhausen

13. Juli 2021

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Psalm 45

Thorsten Pirkl spielt mein Werk Längtan (Sehnsucht):

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Die Knauf Orgel 1875 in Tüngeda gestern war sehr speziell, Guido Knauf, Friedrichs Sohn. (Schulze war damals um 1840 mit Arbeit überhäuft und suchte einen regionalen Orgelbauer, der seine Instrumente, beispielsweise in Warza, nach den erstellten Plänen vollenden sollte. Und Knauf hatte Zeit. Tabarz liegt auch viel näher an Warza als Paulinzella, wo Schulze seine Werkstatt hatte.) Die Jesuskirche ist kleiner als die Kirche in Wangenheim, jedoch mit schönen rustikalen Emporen, und der Prospekt der Orgel ist golden-Holz, ganz anders. Die Mechanik ist sehr laut, nicht ganz ausgewogen, aber das stört mich nicht; die Registerzüge hier ebenfalls seitwärts, die Schriftzüge sind noch nicht erneuert, durch die hohen Emporen kann man in die offene Orgel blicken. Pedal, Bank, Boden und Seitenwände, alles knarzendes, duftendes, rustikales Holz mit Bleistiftmarkierungen, und die Kirche hatte etwas Weihnachtliches an sich, während sich draußen allmählich das Wetter zusammenzog. Die Kronleuchter spendeten Licht. Hier ad hoc direkt vom Radl, ohne etwas anzuspielen, Bach zu interpretieren ist eine Herausforderung, die ich jedoch liebe und trainiere. Es kam gut an. Sozusagen noch nass von Regen und Radl-Sport sofort Bach e-Moll aus dem WTK I. Dann nach Oesterbehringen an die dritte große Knauf. Dies war meine schönste. Groß und rot. Ich berichte. Und dann Friedrichswerth, Gustav-Adolf-Kirche.

Ergänzt:

Trost Orgel zu Waltershausen

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Und das wunderschöne es-Moll an der wunderbaren Strobel-Orgel. Danke, TMR Radio! Die Strobel-Orgel ist vielleicht tatsächlich größer als die Trost-Orgel. Aber eigentlich wirkt dennoch die Trost-Orgel irgendwie mächtiger auf mich. Vielleicht weil man dort von Registerknöpfen umrundet ist.

Woehl Orgel München Neuried

Wen ich wirklich gern spielen höre, sind Theophil Heinke und Thorsten Pirkl.

THÜRINGEN. Trost links und rechts Knauf

12. Juli 2021

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Da, wo du dich gefunden hast, lass dich nieder. (nach Eckhart von Hochheim)

Es war sehr schön, die 7. Tasta-Tour-Orgel-Radtour mit zu machen. Eine schöne Mischung aus Andacht, Sport, Gemeinschaft, Bildung und Musik. Kann ich nur empfehlen. Ich liebe Thüringen. Dieses „Völkchen“ ist zwar ruppig im Straßenverkehr und manchmal auch sonst, z.B. beim Kauf einer Thüringer Bratwurst, aber ansonsten sehr lieb. Wir waren ca. 70 Leute; noch nie gab es dabei so eine große Gruppe. Thorsten fuhr alles mit Auto ab, aber ich wollte radeln mit der netten Pfarrerin (die einen roten Notenschal trug) zusammen über Stock und Stein und an Pferden vorbei, denen es auf den regennassen Wiesen gut ging. Später kamen wir auch etwas in den Regen und in Gegenwind (bergauf), aber ich wurde nicht nur mit Radl, sondern auch mit einem langen Regencape versorgt. Zuerst aber musste mein Sattel nach unten gestellt werden. Wir begannen bei der wunderschönen Kirche in Wangenheim, ev. St. Trinitatis. Dort steht eine wunderbare, frühromantische Friedrich Knauf-Orgel von 1858, 2 Manuale. Man kann sagen, dass diese Gegend „verknauft“ ist. Im absolut positiven Sinn. Meine erste Knauf. Was ist das Besondere an Knauf-Orgeln?

  1. Er und Schulze (Knauf ist Schulze-Schüler) haben die strahlenförmige, sonnenförmige Abstraktenserie (Strahlenmechanik) erfunden. Voraussetzung für diese sehr langen geraden Abstrakten ist bestes Material und handwerkliches Geschick. Ich konnte diese in der Orgel sehen. Es sieht sehr ästhetisch aus. (Knauf war indirekter Schulze-Schüler. Wegen Warza: Dort hatte Knauf die von Schulze begonnene Orgel zu vollenden und sich dort so viel angeschaut und abgeschaut, dass er danach seinen Stil grundlegend änderte und all die Besonderheiten der Schulze-Orgeln in seine Werke integrierte.)
  2. Das geschwungene, gebogene Konkav-Pedal (nicht zu verwechseln mit Radial-Pedal).
  3. Als Schulze-Schüler haben diese auch entwickelt, unabhängig von Architekten von Prospekten zu sein. Schulze baute oft keine Pfeifen in die Prospekte. Dies gibt einen besonderen Klang.
  4. Die seitwärts stehenden (schwarz-dicken) Registerzüge mit schöner Schrift.

Schulze und Töpfer haben ja unglaublich viel für den „romantischen“ Orgelbau beigetragen. Das wissen viele nicht. Töpfer war dabei der Theoretiker, Schulze hat es praktisch umgesetzt. Symbiose Organist und Orgelbauer. Schulze war genial. Töpfer auch.


Die Kirche ist hell, gepflegt, weiß, mit runden, wunderbar bemalten Emporen, rotem Boden und großen Deckengemälden, Kronleuchtern und rotem Samt, Kanzel grün geschmückt zur Saison. Die weißen Holztasten (ähnlich wie Elfenbein) waren gut zu spielen, der Prospekt ist hell, gepflegt, ästhetisch, ein Schmuckstück. Schöner Spieltisch. Faszinierend sind immer die alten Bänke.  Thorsten und ich wechselten uns ab im Spiel. Ich habe hauptsächlich Bach und Mendelssohn, Thorsten regionale Komponisten gespielt. Die Leute waren begeistert. Es wurde gesungen. Später gab es Grillkäse und Kuchen und Geschenke. Es war eine schöne Erholung zu den beiden großen Konzerten. Thorsten Pirkl hat die Orgeln sehr schön vorgestellt. Es war spannend, und ich habe viel gelernt. Wir waren ein gutes Team. Ich wünschte, die Kirchen wären immer so voll besetzt, mit Jung und Alt, aus Nord und Süd, Franken, Hessen, Thüringen. Andreas Friedrich aus Sachsen-Anhalt war auch dabei. Dann ging es weiter zur Jesus-Kirche nach Tüngeda zur nächsten Knauf. Ich berichte.

 

11. Juli 2021

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Bach-Queen! (über AHS )

 Mein Konzert heute an der Trost-Orgel in Waltershausen war wunderbar, Zugabe, Bravo-Rufe und Standing Ovations. Aufgezeichnet von TMR. Ich habe sehr gut mit der Orgel connected und auch Romantik dort gespielt. Mendelssohn B-Dur-Sonate kam besonders gut an.
Theophil hat mir geblättert und Register gezogen, darüber bin ich dankbar. Wäre sonst anstrengender gewesen. Ich war nass geschwitzt danach in meinem Samtkleid. Ich musste anfangs das Kleid irgendwie zurecht zurren und zupfen. Ich saß durch die besetzten Emporen für alle sichtbar auf dem Präsentierteller. Es war sehr gut besucht. Auch Kinder waren da. Viele Leute sind von sehr weit her angereist, um mich zu hören. Danke an alle! Sehr gut war meine eigene Komposition und natürlich Bachs Passacaglia zum Schluss. Und ich habe mit der Trio-Sonate BEGONNEN! Dann lauter Brecher: Piece d‘Orgue , Mendelssohn, Passacaglia, me. Danach essen beim Italiener. Morgen holt mich Thorsten Pirkl um 9 für die Orgel-Radtour ab. Wir besuchen und spielen verschiedene wunderbare Orgeln zwischen Thüringen und Fulda. Ein Radl gibt es für mich auch. In Zeitzeichen ist mein Artikel. Schön geworden. Ich werde zur Zeit oft angefragt, ob man meine YouTube Videos verwenden darf. Zum Beispiel für Beerdigungen und Feste. Sehr höflich und anständig. Vielen Dank ! Ja, man darf.

Ich bin jetzt sehr erschöpft, da ich seit 9 Uhr an der Orgel saß (Aufnahmen), und Tags zuvor bis Mitternacht. Als ich gestern Mitternacht von der Orgel aufstehe, bin ich so müde, dass ich mich ernsthaft frage, wie ich es bis zum Hotel schaffen soll. Mein Zimmer ist hier ein nettes Bürgerbauern-Stübchen. Morgen berichte ich noch mehr!!

10. Juli 2021

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30. Thüringer Orgelsommer 2021

Auf dem Rückweg aus der Unterkirche Bad Frankenhausen besuchten Theophil und ich (wegen Abholung einer Truhenorgel) Rastenberg. Dort wird die wunderbare Schulze Orgel restauriert und saniert für eine halbe Million. Sie ist die erste Töpfer-Mensuren-Orgel. Diese weiten romantischen Mensuren hat kein Orgelbauer, sondern ein Organist etabliert! Ich konnte den leeren weißen „Prospekt“ sehen und die leere Orgelkammer dahinter, es sah fast unheimlich aus. Habe ich so noch nie gesehen. Die Pfeifen liegen ausrangiert. Die romantische Orgel wird nur geschöpften Wind haben, daher so teuer. Schulze war in England sehr bekannt und beliebt. Auch die Trostorgel hat einen Hebel für geschöpften Wind. Die schöne Kirche in Rastenberg, die ebenfalls frisch renoviert wird, besitzt eine wunderbare Altarwand. Das habe ich auch so noch nie gesehen. Und einen sehr netten Pfarrer. Ich wünsche mir sehr, dass auch die dem Verfall völlig preisgegebene Bach-Orgel im nahen Buttstädt endlich samt Kirche restauriert wird. Ich bin entsetzt, dass die Verantwortlichen der Kirche Buttstädt verantwortungslos seit über 15 Jahren die große wunderbare Orgel dem totalen Verfall preisgeben! Wer kann hier eingreifen? Bevor es zu spät ist? Seit 2019 hat man mir dort versprochen, dass es vorwärts geht. Aber dem scheint nicht so zu sein! Ich bin sehr empört darüber!

Da ich selbst blättere, muß ich mir oft „den Hals verrenken“, da ich noch irgendwas auf Seitenblättern far off erkennen muss.

Von der größten romantischen zur größten Barockorgel!

Hier im Hotel kennt man mich als Pyjama-Lady. Ich habe bei der CD-Aufnahme meinen Pyjama hier liegen lassen. Er wurde mir mit der Post zugesandt. „Waren da nicht Hasen drauf?“ „Nein, Eulen!“

Aufgrund dessen, dass Kirchen auf gottesdienstliches Spiel angewiesen sind, gibt es eine recht große öffentliche Dilettanten-Szene in der sogenannten „Kirchenmusik“. So sagte man mir auch. Aufgrund dessen, dass diese dann manchmal in ihrem Dorf oder Umfeld „gefeiert“ werden, halten sich manche (verrückte) Dilettanten dann für „Orgelstars“. (Daran sieht man das Dumme dieser Szene.) Jeder pianistische Dilettant im selben Niveau der Orgel-Dilettanten würde nie öffentlich spielen, sondern daheim. Aber das gleiche schlechte Niveau reißt in der Kirchenmusik das Maul auf und lästert in Foren im selben Katastrophen-Niveau wie deren Orgelspiel. Zero Respekt, zero Benehmen, und vor allem zero Erkenntnis und Einsehen, was es bedeutet, Orgel zu studieren, zu üben, zu reisen, zu konzertieren, davon zu leben, am Tag 6 Stunden zu üben etc. Es sind Leute, die Laien „Leihen“ buchstabieren. Aufgrund solcher ist die Orgel für Menschen in der Gesellschaft eher ein Dilettanten-Gottesdienst-Instrument und damit leider uninteressant. Anstatt gegen solche Idioten vorzugehen, machen manche dummen Kantoren noch mit und helfen damit, das Instrument Orgel für Gesellschaft und Musikwelt unattraktiv zu machen und nur einer kleinen Gruppe zugänglich. Dabei ist die Orgel so ATTRAKTIV! Aber manche Laien und Kantoren wollen gar nicht, dass die Orgel attraktiv wird, da dies aus ihrem Bereich, aus ihrer Kontrolle und ihrem Können herausfallen würde. Daher soll die Orgel steif, langweilig und konservativ bleiben.

Schade, dass der neue Thomasorganist wieder ein Mann ist. Ob sich das jemals ändert? Ich glaube, es war wieder eine reine Männerjury? Und diese kann sich scheinbar nicht mal vorstellen, dass es eine Thomasorganistin geben könnte. Männer wie Markus Leidenberger etc. haben scheinbar genaue Vorstellungen der Norm, die hier einzuhalten sind.

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9. Juli 2021

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Erntedank-Gemüse-Orgel im Kurort Bad Frankenhausen! (AHS)

Es war sehr schön, gestern an der wunderbaren, frisch restaurierten Strobel-Orgel im Kurort Bad Frankenhausen in Thüringen im Thüringer Orgelsommer das erste Konzert zu spielen – Nr. 1.

Morgen Nr. 2 an der großen Trost-Orgel in Waltershausen, ebenfalls Thüringer Orgelsommer. Ich bin gerade in Waltershausen (Theo und ich kamen um Mitternacht hier an), wo ich meine wunderbare CD bei audite Detmold aufgenommen habe, und übernachte wieder in der Ratsherberge direkt an der Kirche. Kann ich empfehlen. Die wunderbare Strobel-Orgel von 1886 in Bad Frankenhausen ist 2015-2019 für 600.000 € von Eule saniert und restauriert worden und ist die größte romantische Orgel in Deutschland, die in Thüringen gebaut wurde. Sie hat einen barocken Prospekt von 1703. Die Kirche ist ebenfalls von 1703. Die wunderbare Kantorin Laura Schildmann hat sich sowohl für die Restaurierung der großen Kirche als auch für die absolut notwendige Restaurierung der Orgel eingesetzt und dem Orgel-Freundeskreis (seit 2006) geholfen. Die sogenannte „Außenhaut“ der großen barocken Steinkirche muss jedoch noch gemacht werden (herrliches Mauerwerk). Der Thüringer Orgelbauer Strobel hat in Thüringen sehr viele Orgeln gebaut, auch in den Niederlanden, Haarlem, und in anderen Ländern. Und sogar in Süd-Afrika, wer weiß wo?

Ich bin dankbar, die Erste gewesen zu sein, die diese größte Strobel-Orgel im Thüringer Orgelsommer frisch restauriert spielen durfte, noch dazu zum Jubiläum. 30. Thüringer Orgelsommer. Der Chef des Thüringer Orgelsommers, Theophil Heinke, hat zusammen mit der Kantorin das Begrüßungswort gesprochen. Es war auch der künstlerische Leiter von Orgelbau Eule aus Sachsen da.

Die Orgel wird auch „Gemüseorgel“ genannt, da sie atypisch nicht nur mit Engelchen, sondern mit Pflaumen, Blumen, Zwiebeln und Gemüse dekoriert ist. Was mir gefällt. Kreativ. Eine Erntedankfestorgel.

Das Konzert wurde von TMR-Radio mitgeschnitten. Jens und Tommi.

Ich bin eine „Selbstregistrantin“ und „Selbstblätterin“. Die Orgel hat natürlich keine Setzeranlage, und viele verwenden dann zwei Registranten. Was ich gelernt habe und meine Tipps und Hinweise für Selbstregistranten sind:

  1. Es ist Stress und Arbeit.
  2. Wissen und das Risiko kennen, dass die Register zu weit weg und unerreichbar sind, um allein noch etwas ändern (retten) zu können, wenn ein Register zu viel oder zu wenig gezogen wurde.
  3. Dass man gerade bei Solostimmen und Pedal sich auch spontan irren kann, was Lautstärken und Mischungen angeht (besonders wenn die Orgel noch fremd ist).

Nach meinen eigenen Stücken bin ich immer beinahe nass geschwitzt, da ich mich in einem intensiven Tanz mit der Orgel befinde. Die historische Orgel ist an sich durch die fünf Barker-„Maschinen“ (Die Barker sind kleine Bälgchen, die mit Luft gefüllt werden) viel leichter zu spielen als die Trost-Orgel (die zusammen mit Schwerin und Merseburg meine bisherig schwergängigsten sind). Man hört die Barker atmen. Allerdings trillert sie sich nicht so gut. Klebt. Das Pedal ist recht weit gezogen. Vorsicht vor dem tiefen C, nicht verwechseln mit der Außenkante. Besonders schön ist die Hohlflöte im HW (1. Manual), der akustische 32-Fuß, die Zungen und vielen Flöten und Achtfüße. Mein Programm hieß Verlangen und Sehnsucht mit Mendelssohn, Bach, Scheidt, Schlüter (zwei Werke von mir). Ticketverkauf war 18 Uhr. Es war ganz gut besucht. Es waren auch junge Leute da. Aufgenommen haben wir auch wieder Teile aus dem WTK Wohltemperiertes Klavier für Orgel. Ich habe auch CDs verkauft. Ich mag die Emporen, die bunten Register (braun für Pedal, blau für BW und OW, weiß für HW; mit Schweller, den man einhaken kann), den weißen Flammen bei den Pfeifen, Bibelspruchbänder, Deckenbemalung – und den roten Feuerlöscher – haha.

Wenn man die große Kirche betrifft und die Orgel von unten sieht, ist frau schon begeistert und berührt. Frauenpower hier mit der Pfarrerin. Unten steht auch eine kleine Strobel-Orgel. Ich freue mich auch auf meine Konzerte in Arnstadt und Dornheim, heute mit Arnstadt telefoniert.

Während ich die Bach-Aufnahmen anhöre hier im TMR-Radio, wird Techno nebenan gespielt. Krach am Bach. Oder besser Krach mit Bach.

Nach dem Konzert aßen wir in der Kirche, das war gemütlich. Ich vermisse manchmal die direkte Verbindung mit dem Publikum. Diese Connection. Das fällt mir schwer von so weit weg. Ich bin nach dem Konzert die vielen verwinkelten Treppen nach unten gelaufen. Ich liebe es, mich dem Publikum zu zeigen. Die Atmosphäre. Der Kontakt. Das Klatschen, die Blumen.

An sich liebe ich Barockorgeln etwas mehr, da sie „schärfer“ sind, irgendwie, die größeren „Diven“, die es zu erobern gilt.

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8. Juli 2021

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Nur wer ein Leben lang lernt, wird genau jetzt so weit sein.  (AHS)

Manche meinen, man wäre erst so weit, wenn man ausgelernt hätte. Falsch.

Neu:

Schuke Orgeln Berlin Heiligensee

Morgen fahre ich zur Strobel-Orgel, Konzert. Ich filme auch. Es wird gefilmt. Auch am 10. und 11. 

Was ich nicht mag, wenn Menschen wie Karl-Bernhardin Kropf und andere mir wiederholt schreiben, es gäbe Frauen, die wären einfach gut und würden sich nicht über das System beschweren… Der gibt damit erstens zu, finde ich, dass das System ein ungerechtes ist, und zweitens, dass sie nichts dagegen tun, und drittens, dass in diesem ungerechten System der normale mittelmäßige Mann ohne Probleme sein kann, aber Frauen müssen stets sehr gut sein und dürfen sich auch nicht beschweren.

Und was“ sehr gut“ ist, wer bestimmt das, nicht Männer – meist die mittelmäßigen?

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