2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
2025 CD BIBLISCHE BILDER, Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken
Liebst Du Musik? Dann bist Du hier richtig im Mitternachts-Blog und Tourblog 2009-2026! Begleite mich live auf meinem musikalischen Weg und hinter die Kulissen der Klassik und Kirchenmusik als Frau in einer Männerwelt.
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Viele Instrumente und Dispositionen hier zum ersten Mal im Netz.
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Foto: Furtwängler Orgel von 1848 in Bredelem Langelsheim bei Goslar, Harz, Niedersachsen, ev. St. Matthäus Kirche (1847)
Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist nicht die obige Furtwängler Orgel, die krachende Registerzüge hat, sondern eine andere, die ich heute auch kennengelernt habe und von der ich morgen berichten werde. Ich weiß, ich mache es spannend 🧐
Heute stelle ich die super knuffige schöne romantische Furtwängler Orgel von 1848 in Bredelem Langelsheim bei Goslar, Niedersachsen, ev. St. Matthäus Kirche, vor.
Wenn ich nicht zu müde bin, was ich bin. Und im Hotel in Goslar. Leider kann ich aufgrund meiner bekannten Stalker das Hotel nicht nennen, da sonst das Hotel belästigt wird. Aber es ist sehr hübsch in der Innenstadt voller Fachwerkhäuser.
Morgen ist mein Konzert in der Jakobikirche.
Niedersachsen besitzt also ebenfalls eine Vielzahl sehr interessanter Orgeln. Es ist meine 4. Furtwängler-Orgel: In diesem Landstrich gibt es zu meinem Erstaunen viele davon. Hier in Bredelem ist diese ein Geheimtipp, denn sie ist pure Handarbeit, restauriert, keinerlei Fabrik-Orgel, historisch, frühromantisch, 2 M, Zimbelstern hier genannt Glockenspiel (versteckt im Inneren) und – etwas Besonderes: mit „Ersatzzug“ im Pedal. Nein, keine Eisenbahn, sondern eine Art Sub-Pedalkoppel oder ein verstärkender Prinzipal 8.
Ihr Zimbelstern hat ordentlich Pfiff – Furtwängler war zuvor Uhrenmacher! Und die 8-Füße … eine süffige Wonne.
Sie ist völlig eigen und ganz anders als die ebenfalls schöne Furtwängler-Orgel im nahen Schladen, in der ich vor kurzem spielte.
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8. April 2025: Instrumente miteinander zu vergleichen, um sie ab- oder aufzuwerten, macht keinen Sinn. Das ist, als würde man Menschen miteinander vergleichen, um sie ab- oder aufzuwerten.
Natürlich machen große Orgeln viel Spaß. Ich liebe große, neue Orgeln. Ich beschränke mich jedoch nicht darauf. Warum auch. Da würde mir ja viel entgehen.
Ich wurde gefragt, warum ich Unmusikalität als Einstellung bezeichne. Ich würde Kinder nie als unmusikalisch bezeichnen. Meiner Meinung nach kommt niemand unmusikalisch auf die Welt.
Wer jedoch als Erwachsener die Einstellung vertritt, er könne ohne Ausbildung oder mit viel geringerer Ausbildung diejenigen verhöhnen, die professionell ausgebildet sind und denen er eindeutig in keiner Weise das Wasser reichen kann, nur weil er den Menschen nicht versteht, nicht kennt, nicht mag oder weil er größenwahnsinnig von sich selbst denkt oder dieser Künstler, den er verhöhnt, anders ist als seine gewohnte Umgebung oder eine Frau – das ist Unmusikalität. Man kann es auch als Dummheit bezeichnen – wobei Unmusikalität eine besondere Form der Dummheit ist.
Dummheit ist auch eine Einstellung, ein Mindset. Ich meine damit die Menschen, die ganz bewusst dumm bleiben und nichts dazu lernen wollen.
Ganz geniale Orgeln haben keine drei Manuale, zB die Trost Orgel in Altenburg. Um fehlenden Anspruch kann es also nicht gehen, sondern um Repertoire, Klang und Können. An kleinen, feinen Orgeln braucht man andere Werke, andere Technik, muss sich sehr flexibel umstellen können und auch zarte oder kleine, direkte Klänge zum Leuchten bringen. Alles läuft über das Ohr, über die Musikalität, über Virtuosität. Die pianistische Ausbildung und die norddeutsche Orgelausbildung hilft sehr an kleineren Orgeln.
Instrumente miteinander zu vergleichen, um sie ab- oder aufzuwerten, macht keinen Sinn. Das ist, als würde man Menschen miteinander vergleichen, um sie ab- oder aufzuwerten.
An großen Orgeln muss ich anders organisieren, auch was Tempi angeht, da dann der Raum meist größer ist und der Nachhall stärker. Auch dies läuft über das Ohr, genauso auch die Auswahl an Repertoire und Farben. Gibt es eine Setzeranlage und ist die große Orgel neu, ist sie meist viel einfacher und leichtgängiger zu spielen und zu bedienen als historische Instrumente. Der „Anspruch“ kann also „niedriger“ sein an großen, neuen Orgeln als an kleineren, historischen, schwergängigen ohne Setzeranlage.
Zunächst braucht man für alle Sorten von Orgeln viel Erfahrung und Repertoire. Je mehr man reist und Orgeln spielt, desto besser. Die reale Erfahrung vor Ort ist die beste Lehrmeisterin.
Da die Szene rund um die Orgel gefährdet ist mit Drücken und Ziehen, noch dazu mit Größe-Cockpit-Macht-Phantasien, erscheint sie mir als die letztendlich potentiell unmusikalischste Szene der klassischen Musik. Einer Cellistin, einem Sänger, einer Violinistin, einem Hornbläser, einer Pianistin – allen diesen geht es nie um Größe, Drücken und Ziehen. Manchen Männern in der Orgelszene aber geht es um das Beherrschen von Räumen. Manche können nichts anderes als Drücken und Ziehen.
Ein erschreckend großer Teil rings um die Orgelszene, ob nun weit weg oder nah, gibt an, wie toll es sei, „große Räume mit Klang zu fluten“ oder „an riesigen Spieltischen zu sitzen“ oder „wie geil es sei zu wissen, dass dies die größte Orgel von xy“ und mit wie viel Millionen sie saniert worden sei usw. Es ist nicht schlimm, sich zu freuen, dass eine Orgel groß, riesig, laut, einflussreich und teuer ist oder sein kann. Aber wenn das alles ist, dann ist das viel zu wenig.
Wenn Machtphantasien mit „Beherrschen von großen Orgeln“ oder mit Beherrschen von Räumen einhergeht, wenn das alles ist, kann man dies als Unmusikalität bezeichnen. Denn zum Herrschen braucht es weder Musikalität noch Technik. Ich habe Leute herumdrücken und herumziehen sehen, die keinen Lauf hinbekamen, und das in Tutti.
Langsam und unvirtuos, geradezu schwerfällig.
Am gefährlichsten aber ist die Tatsache, dass man „irgendwie“ Orgel spielen und durch Drücken, Lautstärke und Ziehen wenig Technik und Musikalität und fehlendes Üben maskieren kann. An keinem anderen Instrument „funktioniert“ das so gut. Damit ist vielen Männern mit der falschen Einstellung Tür und Tor geöffnet. Unmusikalität ist eine Einstellung, ein Mindset.
Ob der Raum Kirche hier auch eine Rolle spielt oder dass die Orgelszene mit ihren vielen Zwiebelringen männerdominiert ist, darüber werde ich demnächst schreiben.
Es darf jedenfalls nicht allein um Größe oder Macht gehen.
Foto: Konzert Schulze Orgel Oberweissbach, Südthüringischer Dom
Ich weiß nicht, woher es kommt, dass rings um die Orgelszene, sei es nah dran oder ganz weit weg, die Meinung gibt, kleinere Orgeln seien weniger wert. „Zwei Manuale genügen meinem Anspruch nicht“. Das sind die, die auf einmanualigen Orgeln meist gar nicht spielen können. Diese können dann auch weder Klavier noch Clavichord noch Cembalo spielen. Und das merkt man dann halt – auch wenn diese Männer auf dreimanualigen oder fünfmanualigen Orgeln spielen.
Es geht nie um Größe oder Macht. Die wertvollsten Instrumente sind oft winzig. Violinen zum Beispiel.
Ich bin immer wieder erstaunt über die Unmusikalität fernab und auch in der Orgelszene. Große Orgeln zu spielen ist nicht anspruchsvoller zu spielen als kleine, nur anders. Kleinere (vor allem historische) Orgeln zu spielen, ist nicht weniger anspruchsvoll, im Gegenteil. Ich zähle im nächsten Blog die Unterschiede auf.
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Das Konzert war sehr schön. Obwohl man mit dem Rücken zum Publikum sitzt, saßen diese mit dem Gesicht zu mir. Ich habe viele CDs verkauft und die Presse (Hessische Allgemeine) war da. Es gab hinterher Getränke und Snacks.
Die hessisch-reformierte Predigerkirche zu der Aufklärungszeit zu Walburg ist 1759 entworfen worden und denkmalgeschützt. 1773 wurde sie errichtet und besitzt eine virtuos-samtig-trockene Akustik.
Es war sehr schön, hier zu konzertieren. Das Dorf besitzt viele schöne Fachwerkhäuser.
Ich bin in Walburg angekommen. Die schöne, helle, frisch sanierte Dorfkirche, ein vorklassizistischer Saalbau, zwischen Kassel und Göttingen, besitzt eine wundervolle Akustik (Predigerkirche), Stühle statt Bänke und ein wertvolles Instrument, das 2018 von Orgelbau Krawinkel aus Nordhessen für ca. 71.000 € restauriert wurde.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.
Stolz ist die Gemeinde natürlich auf ihre Posaune 16.
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Ich bin wieder im schönen fränkisch-schwäbischen Bad Mergentheim zum 3. Konzert. Diesmal ist es ein Konzert nur mit meinen Kompositionen. Die Kirchenmusiker führen durch das Programm und lesen auch meine Gedanken zu den Werken vor.
Die CD wird heute im Radio BR 4 Klassik um 22:05 in der Sendung „Orgelmusik“ und morgen wieder gespielt. Orgelmusik, erst recht neue Orgelmusik, wird selten im Radio gespielt. Und davon sind Organistinnen noch seltener. Es ist also echt was Besonderes. Meine nächste CD-Produktion ist im Sommer.
Hier ist die CD beim produzierenden Verlag Ambiente Audio:
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Ich freue mich auf die neu restaurierte Ziese Orgel in Walburg am Samstag, ev. Kirche.
Es macht mir Spaß, Orgel zu unterrichten. Ich habe ein paar kleine Jungen und Mädchen, die sind echt fit. Orgel ist natürlich schon ein „körperliches Instrument“, Registerzüge, Posaune und Schweller – das macht den Kids Spaß. Was oft eine Hürde darstellt, ist das flüssige Lesen von Baßschlüssel, dazu Koordination, Tempo und Rhythmus. Wenn Kids vom Klavier kommen, hilft das auf jeden Fall. Achtung: Das Konzert in Miltenberg findet leider nicht statt, da es Fehlplanungen vor Ort gab.
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2. April 2025: … auch wenn man dies mit vielen Frauen versucht hat, besonders in Naturwissenschaften, Kunst und Politik.
Foto: Philipp Furtwängler Orgel Schladen
Ich freue mich auf Freitag und Samstag 🎶 Am Freitag spiele ich meine neue CD live.
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Romantische, pneumatische, mahagoni-rote, seitenspielige Furtwängler & Hammer Orgel kath. St. Marien Kirche Schladen bei Goslar, Harz, Niedersachsen
Wunderschöne, rote Dorfkirche im Nordharz in Ostfalen. Es ist meine dritte Furtwängler-Orgel. Es ist die erste seitenspielige Furtwängler-Orgel, die ich je getroffen habe und die kleine Schwester der genialen Furtwängler Orgel in der St. Petri Kirche Buxtehude, ebenfalls Niedersachsen.
Sie ist zungenlos und mit Schweller und wunderbaren Koppeln. Schladen gehört zur Region Wolfenbüttel. Niedersachsen ist schon Norddeutschland und groß, nach Bayern das größte Bundesland. Es gibt viel Landwirtschaft; in Schladen gibt es auch sogenannte Domänen, also aktive ehemalige Staats-Gutshäuser, die wertvolle alte Kapellen besitzen.
Schladen ist Teil der Kaiserpfalz Werla mit ihren Ausgrabungsstätten. Außerdem gibt es in Schladen eine Schlangenfarm. Und das habe ich erst bei der Abfahrt erfahren. Nachts zuvor träumte ich nämlich von Schlangen und das so intensiv, dass ich es am nächsten Tag noch wusste.
Obwohl ich Tiere liebe, auch Schlangen und Insekten, träumte ich hier, dass ich zischenden Schlangen den Kopf mit nackten Füßen zertrat, und das ohne Hast und Angst und katastrophal, als wäre es mir egal, ob sie Giftschlangen waren. Ich habe noch immer das Bild der zerquetschten Schlangenköpfe in Erinnerung, vor allem deren zerstörte Mäuler, die ich zerrieb.
Doch zurück zur Orgel. Sie klingt warm und mild, auch im Tutti, was mir sehr gefällt. Es ist ein echtes Klangjuwel und erinnert mich an die wunderbar romantische Clewing-Orgel in Hünhan, Burghaun, ebenfalls mit bunten Kippschaltern. Hier aber bin ich bei Werlaburgdorf. (Es gibt noch ein anderes Burgdorf bei Hannover.)
Das pneumatische Instrument, das einen Anschaltapparat mit einem roten Feuerwehrautoknopf besitzt und viele Koppeln, muss gereinigt und saniert werden, weil es eine wundervolle Denkmal-Orgel ist. Wer spenden will, gern an die Kirchgemeinde!
Die Akustik ist warm, passend zum Sound. Ich würde den Nachhall als rot-samtig bezeichnen. Besonders schön ist das Gemshorn 4. Ich liebe Orgeln mit Gemshorn und schönen, warmen 4-Fuß-Flöten. Der Schweller ist leider bis zur Sanierung festgeschraubt worden. Doch selbst die Principal-2-Fuß sind warm, nichts ist grell oder schreiend.
Es war sehr schön, hier zu konzertieren. Ich habe schöne Blumen bekommen, CDs verkauft, es gab eine Pause mit Sekt und hinterher köstliches Essen im Pfarrhaus. Es ist eine lebendige Gemeinde, die sich sehr für die Sanierung ihrer Orgel ins Zeug legt.
Nach der Pause wurde es ein Orgel plus – Konzert mit Saxofon mit dem Saxofonisten Matthias Schulte. Wir spielten u.a. schöne schwedische Stücke. Ich wohnte direkt nebenan in der süßen Pension Fachwerkstübchen.
Zum Konzert, aus Duderstadt vom Konzert kommend, wurde ich mit dem Taxi über den Harz gebracht. Leider lag der berühmte Brocken im Nebel. Obwohl ich schon so oft rund um den Brocken konzertiert habe, war es mir noch nicht vergönnt, ihn wirklich zu sehen, nicht nur zu ahnen.