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2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel

2025 CD BIBLISCHE BILDER, Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken

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Viele Instrumente und Dispositionen hier zum ersten Mal im Netz.

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1. März 2026: Oops! .. I did it again! Es ist schon März.

Ich freue mich sehr, dass die neue Bach-CD nun bei mir angekommen ist. Gestern öffnete ich das Paket.

Bach berühren: Es ist meine erste grüne CD. Nach der schwarzen CD Biblische Bilder und der gelbblauen CD Holy Spirit nun eine grüne. Das freut mich sehr. Sie ist wirklich sehr schön geworden. Innen ist eine in Gelb getauchtes Booklet mit Texten von mir und Informationen zur Orgel und zum Werk mit wunderschönen Fotos. Hier ist sie:

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Meine neue CD ist da: Bach berühren

Neue Bach CD 2026

Ihr könnt sie nun bei mir oder Ambiente oder jpc bestellen und bekommt sie (bei mir signiert) gleich zugeschickt:

VÖ 2026 neue CD BACH BERÜHREN J.S. Bach Goldberg Variationen BWV 988 G-Dur, Ambiente Audio 2026

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/johann-sebastian-bach-goldberg-variationen-bwv-988-fuer-orgel/hnum/12634126

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

29. Februar 2026

Foto: Konzert Hohenmölsen 2026

Es gibt auch Museen, die die Zeit und die Personen, um die es geht, nicht widerspiegeln. Im Schubert-Museum in Hohenems geschieht leider genau dies – im Vergleich und Gegensatz zum Jüdischen Museum nur ein paar Häuser weiter. Es mag auch daran liegen, dass Schubert nie in Hohenems war und dadurch schon ein wichtiger Teil der Möglichkeit eines historischen Treffpunkts genommen ist.

Aber vor allem liegt es daran, dass das Museum ein Ort der zusätzlichen Unterhaltung für die älteren, wohlhabenden Konzertbesuchenden der Schubertiade darstellt. Ja, die Villa ist auch sehr schön: hell, voll Holz, mit schönen Böden und Räumen, einem kleinen Saal mit Stuckdecke, und ausgestellt werden viele alte Noten und Informationen. Aber Franz, dem Komponisten, kommt man kein Stück näher hier. Und das mag man vielleicht noch stehen lassen. Doch man kommt Schubert nicht nur nicht näher, er wird verzerrt und oberflächlich als jemand dargestellt, der er nicht war; als jemand anderer dargestellt, als er war.

Und dabei habe ich mich so gefreut, dass mir das Museum eigens und nur für mich geöffnet wurde. Meist ist das Museum geschlossen und nur für Konzertbesucher im Sommer geöffnet.

Es geht auch nicht darum, wie fancy oder groß oder schön oder reich ein Museum bestückt ist. Und auch nicht um Geschmackssache. Sondern darum, ob das Thema des Museums verfehlt wurde oder nicht. Denn wenn das Thema, sehr einfach gesagt, ein roter Stein ist und man stellt blaue Steine aus, dann ist das Thema verfehlt, egal, wie hübsch das Museum oder die Schmuckschatulle an sich ist und egal, wieviele Informationen über Steine allgemein gegeben werden.

Lieber etwas weniger Informationen, Fotos, Entertainment und Sachen hinter Glas, dafür aber das Thema pfeilgenau getroffen, und zwar so, dass man auch als Besucherin und Besucher getroffen und berührt wird, weil man dem besonderen Menschen über die Zeiten hindurch vorgestellt wird. Hier im Schubert-Museum hatte ich das Gefühl, Franz wird als Superstar ausgestellt, als junger, wohlhabender Beatle des 19. Jahrhunderts, in postromantischer Manier und in bester, sauberer Kleidung. Das ist aber völlig falsch. Schubert hatte ein schweres Leben in einer Zeit, die für uns heute kaum vorstellbar ist, arm, ignoriert, emotional leidend, später krank, nur von seinen besten Freunden gehalten. Und dass er in genau in einem solchen Leben seine diese Werke schrieb – das ist doch das Wunder. Die Winterreise hat doch mit dem in Hohenems ausgestellten Franz Schubert nichts zu tun. Ich habe Gott sei Dank schon Schubert-Museen besucht, wo ich meinem Franz begegnet war, in Wien.

Das Museum irritierte mich. Ich lief unruhig umher und hatte das Gefühl, eine Wirklichkeit sei ausradiert und in eine andere, fremde Wirklichkeit ausgesetzt worden. Ich suchte sie verzweifelt, tigerte von Raum zu Raum. Vielleicht hatte sie sich versteckt?

In der Wirklichkeit versteckt, die kreiert worden war, um einen Schubert zu präsentieren, der den Konzertbesuchern angepasst und angenehm gemacht worden war. Wie schrecklich! Was sagt das über die Konzertbesucher aus! Sie hätten den wahren Franz genauso abgelehnt wie die reichen Leute seiner Zeit.

Meine neue CD ist da: Bach berühren

Neue Bach CD 2026

Ihr könnt sie nun bei mir oder Ambiente oder jpc bestellen und bekommt sie (bei mir signiert) gleich zugeschickt:

VÖ 2026 neue CD BACH BERÜHREN J.S. Bach Goldberg Variationen BWV 988 G-Dur, Ambiente Audio 2026

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28. Februar 2026: Ich war auch noch nie so fromm, als während der Zeit, da ich an der Schöpfung arbeitete; täglich fiel ich auf meine Knie nieder und bat Gott, dass er mir Kraft zur glücklichen Ausführung dieses Werkes verleihen möchte. (Joseph Haydn) 

Foto: Konzert Cottbus 2026

Ich war im Jüdischen Museum in Hohenems in Österreich in Vorarlberg, während auf der Berlinale antisemitisch eingestellte Künstler Israel und Deutschland bedrohten, von dem sie gerade 50.000 Euro Preisgeld erhalten hatten.

Hohenems an der Grenze zu Deutschland und der Schweiz mit kleinem bewohnten Palast, jüdischem Museum, Schubert Museum, Kirchen, Schubertiade und neuem Literaturhaus ist sehr schön.

Ich habe ja schon mal erzählt, dass ich Museen liebe. Manche haben mich gefragt, warum. Denn es gibt Menschen, die mit einem Museum nicht viel anfangen können. Was gefällt mir an Museen? Dies:

Ich habe manchmal eine sehr intensive Gotteserfahrung in einem Museum. Nehmen wir das Jüdische Museum im schönen Hohenems an der Grenze zu Deutschland und der Schweiz in der besonderen jüdischen Rosenthal-Villa im Jugendstil: Hier ist es gelungen, dass die Zeiten und Orte verschmelzen und Geschichte direkt präsent wird.

Glücklicherweise war es fast leer, als ich durch die Räume mit dem knarzenden Boden lief. Oft stören mich andere, wenn sie laut und unsensibel sind. In einem Museum sollte man gar nicht reden, finde ich; dann kann man richtig eintauchen. In einem Museum wird man ganz anders eintauchen als in einem Film, im Kino oder auf YouTube, weil man mittendrin ist, in einem Ort der Geschichte. Ich laufe, sehe die Gesichter, höre mit dem Kopfhörer oder dem Audio Guide die Stimmen und die Musik.

Was macht ein gutes Museum aus? Dass die Zeit, wie sie war, wirklich so dargestellt wird. Dazu muss sie erst mal richtig erfasst werden. Und dann so dargestellt, dass man es auch als ganz normaler Mensch, der hineinspaziert, erkennen und erfassen kann, und zwar so, dass es erträglich, sogar angenehm und ästhetisch ansprechend ist. Dass man weder erschlagen noch veräppelt, weder für dumm verkauft noch überfordert ist. Und das ist gar nicht so leicht. Schon gar nicht bei komplexen Themen. Das ist in Hohenems hervorragend gelungen.

Ich lief also ruhig durch die Räume und las die Texte und Zitate, die schlicht eine unfassbare und schlimme Wirklichkeit und Zeit beim Namen nannten; ohne zu belehren, ohne Theatralik. Sehr nüchtern. Und gerade dadurch so erschütternd. Hübsch gestaltet sind poetische kleine Geschichten, die man im Audio Guide dazu anhören kann, die alles etwas aushaltbarer machen. Im zweiten Stock angekommen gibt es Interviews zu hören; in einem kleinen dunklen extra Mini-Raum; dort setzte ich mich in eine Nische und nahm die Kopfhörer, die vor vieler Benutzung schon etwas abgewetzt und auditiv schlecht geworden waren.

Ich saß also da in der Nische mit diesen Kopfhörern und hörte und sah ein altes jüdisches Ehepaar, 2000 gestorben, in einem Interview von 1997, und sie saßen auf ihrem Sofa, 1912 geboren, und es war, als würde ich mit ihnen auf diesem Sofa sitzen, jetzt, in ihrem Daheim, und als würden sie direkt mit mir sprechen und mir erzählen. Die Zeit hielt an. Die beiden sprachen in einem Schweizer Dialekt, aber gut verständlich für mich (und auch mit Untertiteln). Sehr authentisch. Ohne Show. Jeweils den anderen Ehepartner erinnernd. Der Mann berichtete, wie er als junger Mann in Deutschland von Nazis beinahe tot geprügelt worden war. Seine Frau und sein Baby mussten zusehen. Jakob und Ida Kreutner ist das Ehepaar.

Weil die Nazis dachten, er sei tot, ließen sie ihn liegen und nahmen ihn nicht mit. Und diese entsetzliche Sache, dass sie ihn vermeintlich tot liegen ließen, war seine Rettung. So beschlossen sie endlich, zu fliehen, und sie konnten fliehen. Sie kamen an die nahe Schweizer Grenze und baten darum, hinüber gelassen zu werden, denn das war ihre einzige Hoffnung. An die Grenze und dem Zollamt, hier, die ich eben gerade ebenfalls zu Fuß und zuvor via Auto passiert hatte. Die Art, wie der Mann dies erzählte, einfach, ohne Vorwurf, ohne Hass, und nach all der Zeit immer noch so, als könne er es nicht begreifen (und dies kann man ja auch nicht!), ließ mich weinen. Ich saß also in dieser Nische allein und weinte. Er war so sympathisch, so klug, so unschuldig – ich weine auch jetzt, während ich es schreibe. Sie traten ihn, weil sie dachten, er sei ein „spuckender Jude“, weil er vor Angst vergass zu schlucken, als sie ihn schlugen.

Das Museum ist und wurde ein historischer Ort des Treffpunkts von Generationen, die sich die Hand reichen und über Tod und Zeit hinaus Versöhnung, Vergebung und Erkenntnis erfahren. Hier an diesem Knotenpunkt treffen sich die deutschsprachigen Völker der Deutschen, Juden, Schweizer und Österreicher. Nach dem Besuch eines solchen Ortes und eines solch guten Museums wird man mit berührtem, reinerem Herzen hinausgehen als aus der Kirche nach so manchen Predigten.

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Meine neue CD ist da:

Neue Bach CD 2026

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VÖ 2026 neue CD BACH BERÜHREN J.S. Bach Goldberg Variationen BWV 988 G-Dur, Ambiente Audio 2026

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/johann-sebastian-bach-goldberg-variationen-bwv-988-fuer-orgel/hnum/12634126

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27. Februar 2026: Unser Haydn ist ein Sohn unserer Zone und wirkt ohne Hitze, was er wirkt. Wer will denn auch erhitzt sein? (Goethe über die Heiterkeit in der Schöpfung am 31. März 1826)

Neobarocke mechanische Rotenburg Noeske Orgel, ev. Klosterkirche Trinitatisgemeinde Kloster Haydau Altmorschen, Morschen an der Fulda, Nordhessen, 2 M, 22 R

Die grün-rote, leichtgängige, französisch angehauchte Schleifladen-Orgel mit schwarzen Tasten und geradem Pedal steht recht weit oben in der hübschen Dorfkirche im Fuldatal in Hessen; die Akustik singt mit deutlichem Nachhall.

Morschen im Schwalm-Eder-Kreis besteht aus Altmorschen und Neumorschen und hat mit beiden Dorfteilen insgesamt eine Einwohnerinnen-Zahl von ca. 4000.

Das Instrument steht auf einer breiten Westempore, ragt spitz hoch und besitzt feste Kombinationen, schöne Zungen, Normal-Koppeln und weiße Kippschalter und leider keinen Schweller.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Der Begründer der Orgelbauwerkstatt Rotenburg, Dieter Noeske, verstarb 2020. Seit 2008 ist der Werkstattmeister und Teilhaber Peter Kozeluh Geschäftsführer der Firma. Das Schleifladen-Instrument wird von Orgelbau Rotenburg betreut. Es ist meine erste Noeske Rotenburg-Orgel.

Die beiden Zungen im Pedal sind sehr schön im Klang. Mir gefällt zudem, wenn die Mixur Rauschwerk genannt wird; wie passend hier.

Die Orgel besitzt insgesamt 3 Mixturen. Scharff ist etwas zu scharf, wird jedoch durch die schöne Akustik abgemildert. Die Hauptwerk-Mixtur ist im Plenum schön rund. Die Sesqui ist eher als Solostimme zu verstehen. Die Trompeten sind alle französisch angehaucht.

Mir gefällt der weiche, neobarocke Klang im Nachhall der Kirche. Ersrode ist nicht weit weg; obwohl die Kirche in Ersrode größer ist, ist der Nachhall in Altmorschen stärker. Die Wegmann-Orgel ist schwergängiger und weicher im Klang. Neobarocke Orgeln haben oft viel Wumms.

Mir gefallen die vielen interessanten Orgeln in Nordhessen sehr gut, auch die in den Dörfern und Randgebieten; sowohl die historischen als auch die neuen Instrumente. Besonders schlägt mein Herz für die restaurierten historischen Orgeln.

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Meine neue CD ist da:

Neue Bach CD 2026

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26. Februar 2026: Dies schrieb Schubert 1799 an seinen Verleger Breitkopf zur Schöpfung.

Ich freue mich auf meine nächsten Konzerte in Hohenmölsen an der Ladegast, Cottbus an der Eule und der Schweiz.

Meine neue CD ist da:

Neue Bach CD 2026

Das erste CD-Paket ist unterwegs zu mir. Am Sonntag kann ich es öffnen. Alle sagen, sie ist wunderschön geworden. Ab 1. März wird sie die CD des Monats auch auf der Ambiente Webseite.

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VÖ 2026 neue CD BACH BERÜHREN J.S. Bach Goldberg Variationen BWV 988 G-Dur, Ambiente Audio 2026

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25. Februar 2026

„Oft, wenn ich mit Hindernissen aller Art rang, die sich meinen Arbeiten entgegenstemmten,

wenn oft die Kräfte meines Geistes und Körpers sanken und mir es schwer ward, in der angetretenen Laufbahn auszuharren – da flüsterte mir ein geheimes Gefühl zu:

„Es gibt hinieden so wenige der frohen und zufriedenen Menschen, überall verfolgt sie Kummer und Sorge, vielleicht wird deine Arbeit bisweilen eine Quelle, aus welcher der sorgenvolle oder der von Geschäften lastende Mensch auf einige Augenblicke Ruhe und Erholung schöpfet.“ –

Dies war dann ein mächtiger Beweggrund, vorwärtszustreben, und dies ist die Ursache, dass ich auch noch jetzt mit seelenvoller Heiterkeit auf die Arbeiten zurückblicke, die ich eine solange Reihe von Jahren mit ununterbrochener Anstrengung und Mühe auf diese Kunst verwendet habe.“ (Joseph Haydn, 1802)

Joseph Haydn wurde 1732 geboren und stammte aus einfachen, ärmlichen Verhältnissen. Seine Familie war im niederösterreichischen Burgenland verwurzelt und bestand primär aus Bauern und Handwerkern. Trotz dieses bäuerlichen Hintergrunds kam der junge Haydn früh mit Musik in Berührung: Der Dorflehrer, der auch Kantor war, unterwies ihn an verschiedenen Instrumenten, so dass er erste Erkenntnisse erwarb. Als Chorknabe wirkte er in der Kirchenmusik seines Heimatortes mit. Diese frühen Erlebnisse mit Volksliedern und Tänzen prägten seinen Stil lebenslang und begründeten seine tiefe Verwurzelung in der heiteren Volkstümlichkeit seiner Heimat.

Bemerkenswert ist, dass Haydn nie ein formelles Kompositionsstudium oder gar Musikstudium absolvierte, sondern seine Meisterschaft nur durch Praxis und Beobachtung erlangte. Er muss eine sehr intensive und schnelle Beobachtungs- und Auffassungsgabe gehabt haben, hochmotiviert und hochbegabt gewesen sein. Sehr vieles erlernte er autodidaktisch.

Heute ist es geradezu undenkbar, dass ein so berühmter und produktiver Komponist mit bahnbrechenden Werken keine berühmten Lehrenden oder Hochschulen genossen hat. Er sah sich nie als Genie, sondern als Handwerker und Dienstleister, verborgen und zurückhaltend. Erst gegen Ende seines Lebens musste er mit Ruhm und Starkult klar kommen, was ihm schwer gefallen ist, ihn erschöpfte.

Heute erinnere ich an alle, die Meisterschaft ohne Studium und sogar autodidaktisch erlernt haben.

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24. Februar 2026: Das ist das Höchste, mit jemandem zu lachen, weil beide die selben Dinge komisch finden. (Gloria Vanderbilt)

Heute erinnere ich an die karibische Musikerin Hazel Scott.

Ich finde es sehr wichtig, dass Menschen ihr Gehör schulen. Daher ist es so entscheidend, dass Menschen ein Instrument erlernen. Das Gehör lässt sich am besten als Kind trainieren; denn es ist ja nicht allein das äußere Gehör, sondern das innere: Das Verstehen und Erkennen von Musik, von Rhythmus, von Vorstellungskraft, Farben, Anmut und Schönheit, von Kunst in Zeit. Klavier spielen erlernen ist ja nicht, „richtige Töne zu drücken“, wie als würde man auf dem Schießstand oder auf der Kirmes die richtigen Blechbüchsen treffen. Klavierspielen ist nicht, ein Kreuzworträtsel lösen oder irgendeine Aufgabe. Es ist etwas Übernatürliches.

Orgel spielen lernen sollte viel später kommen. Denn das dynamische Spielen lernt man nicht an der Orgel. Leute, die zu früh oder nur an die Orgel kommen, erkennt man sofort am groben Tastendrücken und an der Unmusikalität (am Klavier).

Wenn ich reise und spiele, muss ich manchmal an Mozart denken, der solche Wegstrecken mit einer rüttelnden Postkutsche zurücklegen musste. Und in dieser Kutsche komponierte er noch! Man mag es ja kaum glauben, aber Wien hatte das Interesse an Mozart verloren und er musste sich nach anderen Städten umsehen. Wie kann es sein, dass manche Kirchenmusiker 20 oder 30 Jahre an einem Ort sind und nicht überdrüssig werden, obwohl sie viel weniger begabt sind als Mozart?

Künstler scheinen schneller überdrüssig zu werden als Nicht-Künstler.

Wenn ich an Haydns Charakter denke, kommen mir die Tränen, wie wundervoll dieser Komponist gewesen sein muss. Warum genau, das berichte ich morgen.

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23. Februar 2026: Adam schob sofort alle Schuld Eva in die Schuhe. So sind viele Männer. (Nancy Astor)

Zwei Politikerinnen.

Heute erinnere ich an Elsa Schiaparelli, 1890, italienische Modeschöpferin, die zudem sehr gut kochen konnte. Sehr gern mag ich den Schweizer Käse Pfeffermutschli. Und höre Haydns Jahreszeiten.

HIMMELSLIEDER SCHÖPFUNG

Er fasste in kurzen musikalischen Kleinoden die gewaltigen Schöpfungsmomente zusammen – die Erschaffung von Sonne, Mond und Sterne in nur wenigen Noten-Zeilen; die Entstehung des Lichts in nur einigen Partitur-Seiten. Aber in diesem musikalischen Zeitraffer, in beinahe zusammengeraffter künstlerischer Darstellung gelang ihm die Überschreitung von Raum und Zeit, die riesige Weite, das große Geheimnis, Unendlichkeit und ein Regen von Gold. Ohne Zweifel. Wofür sich Haydn viel mehr Zeit lässt, ist der Lobpreis und die Anbetung Gottes

Gold – das ist das erste, was mir einfällt, wenn ich an Haydns Schöpfung denke: Gold, Gloria und Ruhm. Das große Wort Gottes in Musik getaucht! Der hellen Sterne Gold

Wie konnte es gelingen, die Gesetze von Ewigkeit, Majestät und Göttlichkeit so bescheiden-heiter taktgenau auf den Punkt zu bringen? Und dann auch noch ein nicht-studierter, autodidaktisch gereifter und mittlerweile alter Bauernsohn und Landmann aus einer Arbeiterfamilie, dem Biographen einen „gesunden Bauernverstand“ bescheinigten? Joseph Haydn. 

Jubelnde Terzette, Hörnerschall, heranpeitschende Natur, kosmische Ereignisse und feurige Anbetung eifern miteinander.

Das tiefe Empfinden für Lebendigkeit und Boden, eigenes Erleben und Erkennen, umfassend, obwohl er eben nicht auf Show schrieb, nicht auftrumpfend, vulgär oder auf Bombast komponierte, sondern eher kindlich … dies alles scheint der Schlüssel zum Mysterium der musikalischen Schöpfung zu sein. Sie ist ein Wunder. Wie die reale Schöpfung.

Mit leisem Gang und sanftem Schimmer schleicht der Mond die stille Nacht hindurch…

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22. Februar 2026: Menschlichkeit ist eine Frage des Geistes. (AHS)

Interessant ist, wie Haydn die Schöpfung komponierte. Er verwendete die Sinfonik als etwas Revolutionäres, Neues, Monumentales, mit musikalischen Charakteren, Kontrasten und in organischer Einheit von Chor und Orchester. Der Klang sollte durch große Transparenz, Beweglichkeit und weiche Fülle gekennzeichnet sein. Das Orchester untermalt den großen Chor und die Episoden der Schöpfung: den Aufgang der Sonne, die Beschreibung des Mondes, der Tiere und der Wasser.

Selbst hat Joseph Haydn nie Komposition studiert. Er wuchs in den alten Bauerntraditionen des Burgenlandes auf. Aber er kam schon früh mit allen Instrumenten in Berührung durch den Dorflehrer und Kantor. Er wurde in den Chor geschickt und wirkte in der Kirchenmusik seines Dorfes mit, so gut er konnte. Er war verwurzelt in inniger Volkstümlichkeit und liebte die Tänze und Lieder seines Ortes.

Trotz seines fast ununterbrochenen Dienstes später am Hof gelang es ihm, mit seiner Musik die Herzen des Volkes zu erreichen und seine Kunst immer auf der Höhe der Zeit und des Volkes zu halten. Papa Haydn wurde in Wien sehr verehrt. Er bekam regelrecht ‚Fanpost‘, während er allmählich siebzig Jahre alt wurde, was zu seiner Zeit ein Greisenalter war. 

 Haydns Schöpfung inspirierte die Musikwelt so sehr, dass Oratorien wieder in Mode kamen und sogar Oratorienschulen gegründet wurden.

Es wurde ihm aber vorgeworfen, dass er die biblische Schöpfungsgeschichte als reales, direktes, tatsächliches Geschehen in seinen Tonmalereien darstellte und nicht als Legende oder als Mysterium. Er glaubte doch nicht etwa wirklich daran?

Und es war in all dem Erfolg schwer für Haydn, die Vorwürfe zu ertragen, seine Kirchenmusik sei weltlich. Es wurde ihm vorgeworfen, warum er die Schöpfung ohne Gottesdienst in den Kirchen aufführte, sozusagen außergottesdienstlich, was ihm sogar verboten und untersagt werden sollte. Schon damals gab es Cancel Culture: das systematische Bestreben zum (sozialen) Ausschluss von Personen, Werken, Konzerten und Aufführungen.

Joseph Haydn wehrte sich und legte sich mit der Kirche an. Er schrieb: „Diese Erregung heiliger Gefühle sollte Entweihung der Kirche sein?“

Und er geht noch weiter:“ Ich bin der Überzeugung, dass die Menschen nach Anhörung meines Oratoriums mit reinerem Herzen aus der Kirche gehen als nach so manchen Predigten.“ Und drohte, er würde bei weiterer Ablehnung den Kaiser und die Kaiserin einschalten.

Heute gibt es keine Kaiserin mehr, an die man sich wenden kann, wenn die Kirche cancelt oder verbietet. Wer kümmert sich heute?

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21. Februar 2026: … die stille Nacht hindurch. (aus Haydn: SCHÖPFUNG)

Die Musik der Schöpfung ist meiner Meinung nach im besten Sinne kindlich (was ich als sehr positiv empfinde, gerade in unserer Zeit des Hasses und der Angst), unbefangen, aufbauend, heiter, vielleicht sogar naiv komponiert. Und gleichzeitig hoch majestätisch und dramatisch, was eine wunderbare Kombination ist. Der lobpreisende Text hat romantische Anklänge (der hellen Sterne Gold…). Text: Gottfried van Swieten

Die Schöpfung ist für unsere Zeit ein Wundermittel, gegen Verwirrung und Depressionen: Dieser Schimmer des Mondes zieht sich durch das ganze Werk. Überall glitzert und schimmert es. Und alle Sängerinnen und Sänger und alle Instrumente kommen auf ihre Kosten.

Joseph Haydn hat ganz bewusst dieses große Oratorium so geschrieben, dass die Herzen mit Ehrfurcht vor Gott erfüllt werden, und dies auch außerhalb der Kirche. In jedem Saal. Bei allen Heiden, sogar unbewusst. Und dies ist ihm hervorragend gelungen. Anbetung und Schönheit pur. Er wollte, dass die Menschen beim Anhören dieses Werkes „heilige Gefühle“ erfahren … erquickt werden. Wie auch J.S. Bach seine Musik schrieb: zur Erquickung des Geistes. Erquickung geht nur mit reiner Kindlichkeit. Die Kindlichkeit Gottes wird sehr unterschätzt.

Ich mag dieses Kindliche; manchmal werfen mir Leute dies auch vor und sagen „wir sind doch nicht im Kindergarten“. Ich bin auch manchmal Kindergarten.

Es kommen mir bei Haydns Schöpfung plötzlich Spritzer des Glücks hoch, weil es so intensiv und … göttlich – das darf man nicht sagen – geschrieben ist. Selbst das Chaos ist himmlisch bei ihm. Ruhig und hoffnungsvoll. Auf den Flächen der Tiefe ….

Ich weiß, manche mögen keine Programmmusik. Ich LIEBE Programmmusik. Ich liebe einfach die Kombination von Wort und Musik, von Lyrik und Musik, wie bei Schubert und Bach…

Auch Haydn hatte Hater, die sich als Kritiker bezeichneten und seine Kindlichkeit (in der Schöpfung) „Unfug“ nannten. Es gefiel ihnen nicht, wie Haydn die biblische Stimmung darstellte. Die Kritiker kennt man heute namentlich überhaupt nicht mehr. Viele von diesen waren auch in der katholischen Kirche.

Doch woher stammt diese Kindlichkeit in der Kreativität? Vom größten Künstler überhaupt: Von Gott, der Punkte auf Marienkäfer und auf Hundebeine und auf Gesichter malt.

Die Tonsprache, die Haydn für die Schöpfung verwendet, wird bis heute diskutiert; die leuchtende, freundliche Stimmung, die er zeichnet, findet sowohl Anhängerinnen und Anhänger wie auch Kritiker, die beispielsweise einen mehr pathetischen Grundton verlangten, wie es die damaligen Oratorien ihrer Meinung nach an den Tag legten. Doch Haydn ließ sich nicht beirren. Er wollte die liebenswürdige Stimmung ganz bewusst, denn diese durchzieht sein Gesamtwerk. Es ist auch nicht zu verstehen, wie die Kritiker die Majestät, den Glauben, das Lyrische und die poetische Vorstellungskraft seiner Schöpfung überhaupt verpassen konnten.

Haydn sagte zu seinen späteren Biographen: „Der Sonnenaufgang gelang mir so gut, weil ich mir dabei den Vater des Lichts vorstellte, mit Stahl und Stein in den Händen… so war der Funke da, aus welchem das prächtige Licht hervor strahlte…“

Darf man Haydn mit Bach vergleichen? Ja, das darf man. Haydn war im Gegensatz zu Johann Sebastian frei, reich, reisend, von Erfolg und Vermögen verwöhnt, ohne Erben, sammelte Geld, da er aus armem Hause stammte, was ihn offenbar traumatisiert hatte. Joseph arbeitete am Hofe und nicht in der Kirche, war wie JSB tüchtig und fleißig und hatte neben dem fürstlichen Dienst große Werke und bis ins hohe Alter geschrieben. Er hatte reiche Gönner, Sponsoren und Auftraggeber im Gegensatz zu Johann Sebastian, der seine größten Werke ohne Geld schrieb.

Haydn wurde älter als Bach und wurde fast genauso vergessen begraben wie Bach, denn Haydns Tod fiel in die Kriegspanik Wiens, und auch er schrieb seine größten Werke alt, aber er war wie die meisten Österreicher katholisch, wie der Kaiser es befohlen hatte. Und gegen Ende seines Lebens hatte sich Haydn mit der Kirche angelegt, wie es auch Bach tat.

Wenn ich jedoch Bach mit Händel vergleiche, kommt Händel nicht gut weg; selbst in Händels Halleluja kommt mir dessen „Gott der Götter“ beinahe heidnisch vor.

Die Schöpfung ist für mich zeitlose sinfonische Musik, die weit über seine eigene Zeit hinausreicht. Und Ordnung keimte empor…

Habt ihr die Schöpfung auf CD mit einer Dirigentin gefunden?

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