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Tur Blogg

Sagard, Sassnitz, Rügen, Bergen

Du selbst musst der Wandel sein…

Ich freue mich auf meine Konzerte an der Ostsee, in Helbigsdorf, Wetzlar, Aschaffenburg und Sagard und Sassnitz (Rügen). Die Kindt-Orgel in Sagard letztes Jahr war wunderschön. Ich bin etwas später gerne am dänischen Wieck spaziert. Ich liebe Barockorgeln. Meine Lieblingsorgel ist diesbezüglich die Cahman-Orgel in Lövstabruk.

Gern denke ich an Bonn und Klais-Orgelwerkstatt zurück. Die Mönch-Orgel in St. Bonifatius Heidelberg ist sehr schön, auch die Orgel in der Stadthalle Heidelberg.

Klavierkurse im Bildungszentrum Nürnberg.

Jönköping, Munksjön, Göteborg, Schweden, Sverige

Ich freue mich, dass ich dieses Jahr wieder Schweden besuchen kann. Letztes Jahr war wundervoll: Gränna Hamn, Skogskyrkogarden Jönköping, da Verwandte von mir sind, Munksjön. Landvetter Airport Göteborg, Mariefred, Skjervoy, Slott genom Vasa. Pfifferlinge im Wald gesammelt und gebraten.

Ich erinnere mich so gut an Stockholm letztes Jahr, die Zeit im Hus Lövstabruk mit den vielen Flügeln und Orgeln. Besonders schön war die Düben-Orgel (Neo-Barock) in Stockholm, der Fazoli-Flügel und die Heuvel-Orgel (nach Cavaillè-Coll) in der Katharinenkirche Stockholm, die Cahman-Orgel in Lövstabruk, die Deutsche Kirche Stockholm, die Marcussen-Orgel in der Storkyrka, Musikgudtjänsten,  und der Orgel-Meisterkurs mit Hans-Ola Ericsson.

Und Jönköping natürlich, St. Sofia, Vättern-See. Aber auch Fjord Ljungskile, der Strand von Restenäs, Wind, Muscheln, Steine, ähnlich mit Nordirland und doch ganz anders. Im Rathaus Würzburg wird immer mal wieder ein schwedisches Zusammentreffen gefeiert.

Musik und die Beschleunigung des historischen Wandels, Aufklärung und Musik, Bildungsimpulse… Was ist heute Musik?

Bonn Orgelfirma Klais 

Heute war ich in Bonn, Orgelfirma Klais, es duftete nach Holz. Es war sehr schön zu sehen, wie diese großen wertvollen Pfeifen hergestellt und gelötet werden, Windladen, Bälgchen, die Kernstücke einer Orgel. Es war spannend, wie Tasten aus Holz und Knochen verarbeitet, Schnitzereien, Engel und Gehäuse gezeichnet und erarbeitet werden. Eine große Werkstatt. Drei bis vier Orgeln pro Jahr werden hergestellt im Wert von ca. 1,5 Millionen Euro pro Orgel, in alle Welt (Polen, USA, Deutschland, Schweiz…). Es stimmt, dass die Orgel das einzige Instrument ist, dass bereits Energie liefert. Der Organist braucht keine Energie zu geben: Dies hat enorme Nachteile. Manche Organisten können damit nicht umgehen, was sich in maßloser Macht und Lautstärke ausdrückt. Es ist geklaute, billige Energie, was Pianisten und Trompeter etc. so nie liefern könnten und würden. Nun habe ich selbst viel Energie. Meine Energie trifft auf die Energie der Orgel. Ich hoffe, dies wird ein wunderbares Duett. Philipp Klais hat alles wunderbar erklärt und gezeigt.

Es ist nun eine Woche her, dass ich in Amsterdam war. Ich liebe diese Stadt. 

Voll, dunkel und etwas aus den Fugen geraten blies die Beckerath-Orgel Frankfurt über mich hinweg; schnell fügte ich meine Fuge ein. 

 

Martin Perscheid 

 

Heidelberg und Kreislauf

Gestern das Vorspiel an der Schiegnitz-Orgel in der Hochschule für Kirchenmusik HfK Heidelberg war sehr schön (Bach 542, Muffat). Ich liebe es, dass Musik etwas Animalisches hat, bei Bach besonders gezähmt, dass mich die Energie zusammen mit Trost überschäumen lässt. Aber auch Bruhns und Buxtehude haben dieses Animalische, Geniale, Wilde. Bei Bach ist eine außergewöhnliche Mischung aus animalisch und galant gegeben, jedoch beides untergeordnet unter den Anker des Generalbasses, dem Fundament, Prinzip der Polyphonie, symbolisch.

Begeistert war ich auch von der Walcker- und der Krämerorgel in der Christuskirche in Heidelberg und der Mönch-Orgel in St. Bonifatius.

Viele fragen, wie eine Künstlerin im kleinen Würzburg wohnen kann, warum ich nicht in Berlin wohne. Eine kleine Stadt wie Würzburg ist ein Rückzugsort, wenn man viel unterwegs ist; und es gibt noch andere Gründe. Ich habe außerdem viele Jahre in Großstädten gewohnt, in Nürnberg, Köln und Phoenix, ich reiste durch die ganze USA und reise viel durch und in Großstädten, all die Hauptstädte der Welt.
Wenn ich zuhause in Würzburg schlafe und das Fenster auf habe, ist es ganz ruhig, obwohl auch Innenstadt. In den Großstädten höre ich den bibbernden, quellenden Großstadtlärm durch die Fenster in der Nacht, der Lärm flimmert wie in Hitze. Ich weiß noch, wie ich mitten in Manhattan in New York gewohnt habe.Wenn Autos in der Ferne zu hören sind, klingen sie wie Disharmonien.

29. April 2019

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Berlin / Heidelberg

Klangvolle Steinmeyer-Orgel Berlin-Spandau, schönes Konzert, Madame Tussauds Berlin, unterwegs nach Heidelberg: Peterskirche.

Gedichte und Roman im Domradio Köln und ERF-Lesezeichen gelesen (mit Interview). Konzert bald in Erftstadt. Fotos mit Donata Wenders.

Göttingen, Berlin-Spandau

Heute fahre ich über Göttingen nach Berlin zum Orgelkonzert, spiele morgen um 18 Uhr und komme am Montag zurück. Meine CDs habe ich verkauft.

Die Realität ist nicht ein Stück hinter, sondern ein Stück vor Musik. Oder besser, die Realität ist nicht nur ein Stück vor, sondern auch in und hinter der Kunst.

25. April 2019

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Gestern hatte der Mond Adern. Ich habe mein Reitabzeichen RA 6 begonnen. Ca. 65 cm Springen gehört dazu. Reiten erdet mich. Im Juli spiele ich in Süd-Italien und freue mich schon darauf.

24. April 2019

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Reiten

Der Mond hatte heute Adern. Ich bin dabei, mich auf das Reitabzeichen RA5 vorzubereiten, Springen weit über 65 cm. Reiten erdet mich und macht Spaß. Nepi, Josie, Bilou… im Reitverein am Schenkenturm. Auch als Musikerin brauch ich Sport. Bewegung ist so wichtig für mich.

Reiten ist auch Kopf-Sport. Locker sein, aber Beine lang und Unterschenkel dran, Fersen tief, Hände fest zu, Gewicht nach links oder rechts, ich oben aber gerade und zurück, Pferd stellen und biegen, dabei ist die Bewegung, die man oft automatisch machen möchte, genau die falsche, man muss also umgekehrt denken (ich jedenfalls)… und alles mit Schwung und Fleiß und Rhythmus, mit Spannung und Entspannung, und das Pferd und seinen Kopf und seine Schulter und Beine fühlen und beobachten… Oft muss der Körper sozusagen widersprüchlich (und dabei exakt und feinfühlig) reagieren: Ellenbogen elastisch, Hände fest, Steigbügel fest, aber nur mit Spitze, Oberschenkel locker, aufgerichtet: alles gleichzeitig. Und dabei darf der Körper nur genau da angespannt sein, wo er sein soll, nirgendwo anders. Meist will ich da locker sein, wo er angespannt sein muss, und umgekehrt. Durch den Schwung des Pferdes kommt man dabei auch ganz außer Atem. Balance! Gleichgewicht! Reiten hat viel mit Erdung und Disziplin zu tun.

Im Juli spiele ich Orgelkonzerte in Süditalien und freue mich darauf. Der Wandel der Musik…

Der Wandel beginnt bei einem selbst.