Startseite Nach oben

9. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Für heute nacht nehme ich die Schöpfung zurück. (Günter Kunert)

Danke für die Blumen und Grüße zum Frauentag, ich fühle mich ja fast, als hätte ich Geburtstag. ❤️
Danke für das Lob, dass ich mutig und kompromisslos bin.

Ich werte die Interviews aus für meine Promotion. Es ist erstaunlich, zu sehen, wie Jugendliche auf Bachs Musik reagieren, in ihrem ersten Kontakt. 

Ich liebe es, die alte Sehnsucht in mir in neuen Dingen zu entdecken. In Klang, Wundern. Dem wilden Verhängnis Musik ausgeliefert zu sein.

Verbindung und Wechselwirkung zwischen Pianistin und Organistin  

In einer schwedisch-deutschen Pianistenfamilie bin ich aufgewachsen und habe Konzertfach Klavier (Konzertexamen) und Orgel (gerade zweiten Teil abgeschlossen) studiert – zwei sehr unterschiedliche Instrumente, die jedoch eine Einheit bilden, sich ergänzen und bereichern. Die Orgel mit ihrer Kraft und Größe fängt meine Energie anders auf als der Flügel, den ich zuerst liebe, da er meine Kindheitsliebe ist, der eher brillant, kompakt, spitz zulaufend ist, ein Muskelpaket von Klang. Die Orgel dagegen wartet und ist beinahe feminin. So groß sie (von unten gesehen) oben auf der Empore wirkt, so zerbrechlich ist sie, wenn man oben bei ihr angekommen ist. Sie singt und bläst einem warm entgegen. Ihren Klang suche und finde ich ganz anders, denn ihre Farben muss ich durch Wissen erfahren und erlernt haben, um die Register „zu beherrschen“ und zu kennen: Orgelspiel ist Wissen. Die Orgel ist meine zweite große Liebe, die größere vielleicht. Für mich als Pianistin war es spannendes Neuland, zu erfahren, wie eine Orgel aufgebaut ist, Prinzipale, Flöten, Zungen, das Mischen und das Zusammenspiel – hier geht es um musikalische Erfahrung. Am Flügel, da ich diesen schon seit meinem dritten Lebensjahr kenne und spiele, hatte ich stets das Gefühl, ich kann den Klang instinktiv und aktiv führen und bestimmen, das Klavier biegt sich mir hier entgegen. Jedoch an der Orgel ist es klares (beinahe sachliches) Wissen, Kalkül im besten Sinne. 

Auch die Technik in meinen pianistisch trainierten Händen braucht an der Orgel einen anderen Twist, teilweise eine gegensätzliche Herangehensweise: Am Klavier zählt vor allem, wie ich in die Taste hineingehe. An der Orgel ist wichtig, wie ich aus der Taste herausgehe. Das weiche Absprechen ist grundlegend wichtig an der Orgel für Dynamik und Artikulation. Je größer die Orgel, desto zärtlicher muss man sein. 

Das sehen viele Organisten (die meisten sind Männer) anders, da geht es viel um Macht und Lautstärke. Jedoch an einer Orgel musikalisch und virtuos und auch leise spielen zu können, das ist die Kunst. 

Mir macht es Freude, Chopin und andere virtuose Stücke auf die Orgel zu übertragen. Ich orientiere mich nicht an eine bestimmte festgelegte Strömung wie die, die nur eine Art Spiel oder eine Art Orgel akzeptieren und nichts anderes gelten lassen („nur Franzosen“; „nein, nur Bach“; „nein, nur Reger, sonst ist man kein richtiger Organist“ usw.). Da ich als Neueinsteigerin erst seit ca. 2018 in der „Szene“ bin, bin ich dankbar dafür, dass ich nicht gebunden, festgelegt, manipuliert oder beeinflusst war oder werden konnte. Dadurch sehe ich die Orgel mit freien Augen, und ich sah sie automatisch als Konzertinstrument. Warum? Weil ich es vom Flügel nicht anders kenne. Es war für mich überraschend, dass die Orgel für viele (für mich nun neue) Kollegen nicht als Konzertinstrument gesehen wird oder gilt. „Spiele nicht zu schnell, sondern langsam, spiele nicht virtuos!“

Ich studierte Konzertfach Orgel zunächst in Franfurt am Main, dann in Heidelberg, Würzburg und Hamburg, und ich bin Christin, gläubig, noch überraschter, dass in der Kirchenmusik viele Kommilitonen an Gott nicht glaubten. In der pianistischen Welt spielt der Glaube kaum eine Rolle. Ich hoffte, dass es in der Kirchenmusik anders wäre; ist es oft leider nicht. Jedoch meine Liebe für die Musik, die Orgel und Gott überwand diese Hindernisse. Warum? Man kann auch mit schnellen Fingern, auch als Frau und Künstlerin mit einem konzertanten Willen die Orgel als heiliges Instrument begreifen und sprechen lassen. Gerade die Orgel kann in einem Konzert Gottesdienst sein. 

Dass ich meine Technik am Klavier an der Orgel einsetzen kann, freut mich sehr. Das Pedal musste ich neu lernen; hier einen guten, klugen Lehrer zu finden, war zunächst nicht leicht. Und das Zusammenspiel, die Koordination – den Raum der Kirche als Resonanzkörper der Orgel empfinden, die Wichtigkeit der Artikulation begreifen – dies lernte ich in sehr kurzer Zeit deswegen, weil ich seit 2017 über 240 Orgeln unter den Fingern und Fittichen hatte und wunderbare Orgelmeisterkurse besuchte und viele Konzerte spielte von Anfang an – auch Videos aufnahm, wofür ich dankbar bin. Ich liebe es, zu reisen, so konnte ich an allen Orten die Orgeln kennenlernen. Jede Orgel ist eine Lehrmeisterin. Sie hat mir geholfen, Raum, Register, Aufbau, Klang und Artikulation schnell umsetzen zu können, direkt vor Ort, auch an fremden Instrumenten. Meine virtuose Art vom Klavier war manchmal eine Hilfe, jedoch manchmal auch ein Hindernis. Warum? An der Orgel geht es nicht in erster Linie um Beeindrucken, sondern um Berühren: Um Fühlen des Raumes, der Resonanz, der Pfeifen, bis unter die Decke, bis hinter zum Altar. Die Kraft der Orgel, gleichzeitig ihre Zartheit – diese Kombination inspiriert mich, denn ich bin genauso. Daher habe ich neue Werke für die Orgel komponiert, um den „neuen Sound“ einzufangen (Laurentius-Verlag Frankfurt am Main, Furore-Verlag Kassel…). Dem Verhängnis Musik ausgeliefert. Orgeln unter den Fittichen haben.

8. März 2021

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Frauen fürchten nicht das Alter. Sie fürchten nur die Meinung der Männer über alte Frauen. (Jeanne Moreau)

Altersdiskriminierung, durch Männer verursacht. Männer dürfen alt und fett sein. Frauen müssen dünn und jung sein.

An meiner Hauptwerkorgel wurde wegen Reed-Schaltern herumgebastelt.

Angst vor Altersdiskriminierung, die ein Teil von Sexismus und Frauenfeindlichkeit ist, kann überwunden werden. Ich mag Maggie Kuhns Satz: „Das Alter ist eine wunderbare Zeit für Skandale. Mein Ziel ist es, wenigstens einmal in der Woche etwas Skandalöses zu sagen oder zu tun.“ Na dann!
Ich bin doch noch nicht sicher, ob ich Duruflé spielen werde. Dass er seine 20 Jahre jüngere Studentin geheiratet hat, mit der er dann gnädigerweise Konzerte teilte, war für mich ein Schock und macht ihn in meinen Augen zu einem typischen „Professor“, wie es sie zuhauf gibt – einer, der Probleme mit Frauen hat.

Wenn ich Ken Follet lese, dann, um zu analysieren, was ihn zu einem solchen Bestseller gemacht hat. Ich fand heraus: Er schreibt meiner Meinung nach spannend, plakativ, unrealistisch, in vieler Hinsicht oft leicht sexistisch oder machomäßig im Gesamtstil, über Frauen aus der Sicht eines Mannes, die in keiner Weise stimmt, aber irgendwie sinnlich, easy und angenehm – er reiht sehr geschickt spannende Teilgeschichten aneinander. Gutes Entertainment zu schreiben ist nämlich gar nicht so leicht. Nettes Entertainment ist auch die Staffel „Criminal Minds“. Jedoch eigentlich interessiere ich mich für Sprache aus einem ganz anderen Blickwinkel: Appräsentieren, Vollzugswirklichkeit von Sprache… was man alles lernt beim Analysieren von Interviews (Promotion).

„Wenn man sich zu alt für eine Sache vorkommt, sollte man sie erst recht probieren“. (Pablo Picasso)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

7. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Warum willst du dich von uns allen und unsrer Meinung entfernen? – Ich schreibe nicht, euch zu gefallen. Ihr sollt was lernen. (Goethe)

Schönes Interview im Sonntagsblatt Nürnberg, ich bin auf dem Cover. Ich freue mich auch auf den Thüringer Orgelsommer und Bachfest Arnstadt und bin gespannt. Diese Orgeln sind Himmel.
Schreibe an meinen beiden Arbeiten. Jetzt ist Zeit da. Bewundere jeden, der es geschafft hat. Es ist wirklich hart.

Sehr empfehlen kann ich den Film „Der menschliche Körper“ von BBC. Phänomenal ist der erste Part davon:„Wie das Leben beginnt“.

Rivalität und das eifersüchtige Hüten von Orgeln mancher Männer erstaunt mich. Als würde man „die ganze Welt erobern wollen“, wenn man Orgeln der Welt spielt. Diese Ansichten bestimmen teilweise die Szene und waren schon zu Bachs Zeiten so. Aber er nahm die Rechte an sich, trotz aller Auseinandersetzungen, er war sozusagen hochberühmt und vielgeschmäht gleichzeitig. Auch er musste sich durchsetzen. Die Universität wollte daraufhin nichts mehr mit ihm zu tun haben. Bach war ein Kämpfer. Dennoch weiss ich bis heute nicht, wie er wirklich war. 

Wichtig ist immer die Ökonomie an der Orgel, und hierzu muss man die Grundsätze verstehen.

Ich habe übrigens wie der Pianist bei Snoopy eine blaue Kuscheldecke mit meinem Geruch (von einem Pastorenehepaar aus den USA geschenkt), die ich gern zum Einschlafen habe und in Hotels vermisse.

6. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Jeder Clavierist soll einen guten Flügel und auch ein gutes Clavichord haben. (D. G. Türck)

Schon 1789 gesagt und auch 2021 für gut befunden. Habe ich! Habe ich beides. Die Musik an sich ist ein Vehikel des Gefühls. So ist das Clavichord auch bei mir wiederaufgelebt. Man kann einen modernen Flügel und auch ein Clavichord haben, einen prächtigen Nachbau. Jetzt nur noch Truhenorgel und Tafelklavier. Das schließt sich nicht aus, Neu und Alt! Man muss sich nicht spezialisieren, man kann beides lieben, Altes und Neues. Und ja, ich glaube dennoch, dass Bach die modernen Instrumente mit Freude vorausgesehen hat. Um beides zu lieben, das Alte und das Neue, brauche ich keine Streitschriften. Das Gute von Streitigkeiten ist jedoch die neue Aufmerksamkeit, die wichtig ist, um neue Dinge voranzutreiben. Ich unterstütze das Revival  alter Kostbarkeiten und will dennoch das ganz Neue: Das gehört zusammen, und genauso hat es auch Bach gemacht. Um Neues zu wollen, braucht man keinen Verbesserungsdrang, sondern muß das Alte lieben und ein historisches Bewusstsein haben. Entwicklung und Fortschritt ja, aber nicht auf Kosten des Alten. Ich schätze da auch sehr Wanda Landowska.

Wie kann man auch etwas so Hübsches wie ein bundfreies Pedal-Clavichord ablehnen? Es muss nicht alles laut sein.

Heute erinnere ich an die besonderen Frauen Ida Davidsen aus Norwegen, Hannah Stockbauer (Supersportlerin), die Geigerin Erica Morini und Martina Koederitz. Super finde ich auch Vera Birkenbihl.

ps: Happy Women‘s Day!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

5. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

So schlaf! Dein Name bleibt vom Untergang frei! Die Schüler deiner Zucht und ihrer Schüler Reih‘ bereiten für dein Haupt des Nachruhms Ehrenkrone. (Telemann über Bach) 

Wie schön und prophetisch, dass Telemann Bach ehrte und liebte, an das kollektive Musikergedächtnis dachte.


Das Finale des Literaturwettbewerbs Zeilen.lauf in Österreich findet online statt. Bin gespannt.

Bald kommt mein vierter Lyrikband heraus.

Ich freue mich, Orgeln im Ausland kennenzulernen. Und ich hoffe, dass Ende 2021 mein Clavichord kommt, das „sanfte Clavier“, das empfindsam ist, expressiv, Lieblingsinstrument vieler Musiker heute, damals. Manche schreiben über das Clavichord, es würde beruhigen, trösten, versüßen, eine Vertraute sein, zum Lächeln bringen.

Es sind einige neidisch auf meine Sponsoren. Aber es ist wichtig zu wissen: Sponsoren unterstützen, worin sie Potential und Kunst sehen. Harte Arbeit und Fleiß sind absolute Voraussetzungen. Zudem braucht es Kraft und Talent, Sponsoren zu generieren. Und eine Beziehung zu Gott, dem alles gehört und für den Millionen nichts sind. Vertrauen in Fülle muss man trainieren.

Ich war einmal vor längerer Zeit auf einer teuren Bibelschule im Ausland mit Jugend mit einer Mission. Damals wusste ich noch gar nicht, dass ich Organistin werde. Ich ging bewusst hin ohne einen Cent, um Gott zu vertrauen, ans Ende der Welt, nach Australien. Das war eine enorm wichtige Übung für mich. Eine schwere, verrückte. Am Ende hat Gott die gesamte Bibelschule (über 30.000 Dollar) nicht nur bezahlt, sondern ich hatte noch 10.000 übrig. Ab da vertraute ich ihm große Summen an. Ich bekam wenig später meinen nagelneuen Steinway-Flügel. Er war schon in den USA extrem großzügig zu mir. Gott ist zu jedem großzügig, er ist unendlich reich.

Aber das Geld ist es gar nicht. Oft kommt die Summe auf den allerletzten Drücker. Es braucht Vertrauen, viel Fleiß, Kraft, Mut, Arbeit und Hingabe. Denn ich bin abhängig von Gottes Segen, was mir eine Ehre ist. Als ich klein war, sagte er mir: Du wirst große Dinge tun. Das mag für Atheisten verrückt klingen. Aber wir werden am Ende sehen, wer recht hat.

Eine Frau hatte 2013 eine Art Vision und sah mich „mit den Füßen spielen“. Ich dachte: Wie verrückt, mit Füßen auf der Klaviertastatur, wie soll das gehen. Dass ich Organistin werde, habe ich nicht mal im Traum gedacht.

Empfehlen kann ich das Bach-Buch von dem leider verstorbenen Klaus Eidam, großartiger Mensch.

Es ist ja so, sagte mir jemand: Wenn man Erfolg oder Talent oder beides hat, möchte eine Art „finsterer Schatten“ andere besiegen. Daher muss man immer stärker sein als dieser Schatten und an seiner Herzlichkeit genauso arbeiten. – Ich sehe bei mir diesen Schatten nicht, aber andere vielleicht haben Angst oder sehen ihn. Was ich sehe: Wenn man etwas hat, was andere wollen, tanzt man auf einem Hochseil. Doch kann ich mir nicht vorstellen, was bei mir diesen Neid oder dieses Missfallen auslöst, meine Fehler sammeln zu wollen, mir hinterher zu schnüffeln.

Manchmal gibt es Missverständnisse: Meine Offenheit wird von manchen Männern als Interesse gedeutet oder facht etwas an, was ich überhaupt nicht „in mind“ hatte. Dann sind manche Männer beleidigt und nachtragend, weil sie etwas erwartet haben, was von mir überhaupt nicht so gemeint war, beispielsweise, dass ich sie heirate. Die Mischung von Verletzlichkeit und Stärke, die ich habe, irritiert manche Männer. Daher habe ich auch Fans, die Hater geworden sind. Das sind übrigens die schlimmsten Hater und die hartnäckigsten Fans. Weil jemand wie ich sucht, fragt, bittet, kindlich ist, Fehler macht, unbekümmert ist und trotzdem macht, was sie will – das ist ja nicht so normal in der heutigen Gesellschaft. Da ist ja jeder recht abhängig. Freiheit ist mir wichtig.

Manche posten da täglich, niemand interessiert es. Aber wenn ich da etwas poste, geht es rund. Ich bin übrigens beinahe die einzige Frau, die dort Orgelvideos postet. Das kapieren viele gar nicht. Jan Wilke und Benjamin Frensel sind üble Lästermäuler.
Ich habe nichts gegen Laien, im Gegenteil, viele Laien sind sehr musikbeflissen und lieben auch meine Kunst, wie Profis. Sie bringen oft respektable Leistungen. Noch haben diese Männer es nicht geschafft, mir freundlich, höflich und anständig zu begegnen. Ihr Interesse an meiner Kunst trauten sie sich bisher nur negativ auszuleben. Ich hoffe, dass sie es irgendwann schaffen, sich zu entschuldigen, und dass es eine Ebene gegenseitigen Respekts gibt und sie mir mit meinen Leistungen höflich, achtungsvoll begegnen, wir uns gegenseitig. Das würde der ganzen Szene gut tun und wäre dann so etwas wie Kirchenmusik. Würdig des Kirchenmusikalischseins. Jedenfalls bin ich nicht nachtragend. Ein gutes Gespräch, und sicher beruhigt es sich dann, und das Böse verblasst und nimmt eine positive Richtung. Versöhnung finde ich generell schön und christlich. Und durch das Mobbing habe ich viel gelernt. Das war neu für mich. Ich habe halt bisher noch nie Laien wie Lucas Kluck und seinen Kumpel Schmitz erlebt.

Meine Registrierungen für St. Katharinen in Hamburg habe ich in ein Buch namens „Kaiser Konstantins Taufe“ geschrieben, zwischen die Geschichte. Das kleine, braune Buch bewahre ich auf. Hans-Ola hat Recht: Man muss lernen, alles selbständig zu registrieren und zu blättern. Alle seine Studenten machen alles allein. Ich hasse Blätterer und Registranten, sie machen mich kirre. Ich werde mich in Zukunft daran halten und alles allein machen, so wie Hans-Ola sagt. Tack!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

4. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Bach hört nie auf, in einem zu loben und zu wachsen. (AHS)

Für viele Schreiber ist es geradezu Scharlatanerie oder Musikantentum, wenn Musik „etwas ganz Bestimmtes“ ausdrückt. Für sie ist es bis heute wichtig, dass Musik „abstrakt“ bleibt. Auch beim unbegrenzten Werk Bachs.
Was ich an Bachs Musik so mag? Sie scheut nicht, sie lispelt nicht, sie bringt Licht und Zuversicht, klares Ja und Nein, sie weist auf etwas anderes hin, wie eine Glocke ruft sie.
Sehr empfehlen kann ich Martin Petzoldts (Leipzig) Erzählung zu Bachs 60. Geburtstag. Martin Petzoldt habe ich wegen meiner Doktorarbeit noch kennengelernt. Ein wunderbarer Mensch.

Kaputtgelacht habe ich mich bei Süskind „Der Kontrabaß“. Was für ein Buch!

Ich freue mich auf das Komponistinnentreffen im Oktober.

23.2.2021, St. Johannis Harvestehude Hamburg 

3. März 2021

Schlagwörter: ,

1 Kommentar
Kommentar verfassen

Unmoralisch ist, lebendig tot zu sein, sonnenerloschen, eifrig bemüht, die Sonne auch in anderen auszulöschen. (D.H. Lawrence)

Man merkt in seinen Liebesgeschichten, dass D.H. Lawrence Frauen mag. Das gefällt mir. Es stimmt, dass es Menschen gibt, die die Sonne in anderen auslöschen wollen. Vor allem neidische Konkurrenten; sie lästern, verstoßen gegen das Wettbewerbsrecht und wollen einen ausradieren, als gäbe es Knappheit auf der Welt. Ich bin froh, dass meine Sonnenglut heißer ist als der Neid dieser Männer. Was rate ich hier anderen Frauen? Es ist ok, sich dagegen zu wehren. Es ist ok, darunter zu leiden. Wichtig: Vergeltet Böses nicht mit Bösem. Es ist eine Übung, zu lernen, wie mit Provokationen gut umzugehen ist. Denn was ich mache, wie ich reagiere, das ist das, was wichtig ist, was übrig bleibt, was zählt, was interessant ist. Die anderen zählen nicht. Das wird nicht im Gedächtnis bleiben, sondern vergänglich sein. Es ist dabei wichtig, wenig Emotion für Neider zu haben. Wozu ist man gläubig, wenn nicht genau dann vertrauend, wenn man verfolgt wird, auch wenn es schwer ist?

Konzerte im März wurden verlegt, bei Fragen mich anmailen. Bachfest Arnstadt auf Ende Juli, ich spiele am 29. Juli 2021, die Tickets könnt ihr hierzu schon bestellen und kaufen in Arnstadt, Bachfest.

Primeln gekauft, Sekundeln, Terzeln und Quarteln, alles für den Balkon. Und endlich wieder Massage. Neu auf meiner Webseite: Yoast SEO zum Verbessern der Seiten.

Danke für Eure Bestellungen mit PayPal und Stripe, das klappt ja prima. Heute erinnere ich an die tollen Frauen Annemarie Pieper, Margaret Moth, Indra Nooyi, Kristina Vogel. Bald kommt das Interview im Tableau Musical.

St. Katharinen 22.2.2021

2. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Zweifeln ist wichtig. (AHS)

Bin wieder zuhause. Habe zu meinen Prüfungen das neue iPhone 12 in weiß (mit größtem Speicherplatz) bekommen. Freue mich auf neue Fotos und Videos. Bei meinem iPhone 7 spinnten Mikro und Akku. 

Manchmal ist es gut, schwach zu sein.
Schon jetzt Ostererfahrung. Man muss nicht immer Heldin sein, auch wenn man beobachtet wird. Mangel und Fülle werden von Gnade durchzogen. Ruhe ist Einstellung. Ist nicht im Grunde alles vergänglich. Bis auf einen.

In Hamburg rieche ich stets das Meer. Carl Philipp Emanuel Bach war auch in Hamburg. Er war ein wunderbarer Clavichordspieler. Ich freue mich auf meines, dem „Vehikel des Gefühls“. Übrigens muss man an der Orgel die Flöten stets im Blick haben, besonders die Flöte amabile – bezüglich Stimmung, Lautstärke, Ansprache.

Es gibt noch so viele wunderbare Komponisten, die ich spielen möchte: Worp, Stam, Wolf, Rinck, Zwart…

Welchen Weg plane ich, als Komponistin zu gehen? Mich noch mehr auf die neuen Wege einzulassen, auf den neuen Geschmack. Als würde die Musik durch meine Haut gehen, also die Klänge, die ich suche. Die neuen Klänge haben selbst Ohren und hören zurück. 

Ps: Ich sammle Krimi-Romane aus dem Verlag Scherz.

1. März 2021

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Routine ist Ernten. Alles andere ist Säen. (Hermann Scherer) 

Die Prosa von D.H. Lawrence – das Ironische und Sinnliche gefällt mir, auch wenn sie stark aus der Sicht eines Mannes dargeboten ist. Aber witzig und klug.

Freiburg: Freunde und Orgeln besucht.

Ich liebe die Schrift von Bach – die vom Orgelbüchlein besonders. Ich würde gern Bachs Mutter, Elisabeth, kennenlernen, geborene Lämmerhirt, eine Kürschnerstochter. Wie sie wohl war? Gibt es Bücher über sie? Dass Bach auch in Sänften saß… Der Schwede Soederblom, ein Bischof, nannte Bach einen Evangelisten. Sehe ich genauso. Alte und neue Überlegungen über Bach… Bach hat sich, genauso wie ich, sehr für Instrumentenbau und Klangverbesserungen interessiert. Dennoch ist das Feld der Orgelsachverständigen von dominanten Männern besetzt, wie man an den vielen Büchern über Orgeln erkennen kann, beispielsweise an dem Buch „Die Krönung des deutschen Orgelbaus“. Viele Männer nehmen Frauen auf diesem Gebiet meiner Erfahrung nach nicht ernst und wollen sie auch nichts entscheiden oder bestimmen lassen.

Ich besitze mittlerweile sehr viele Orgelbücher.

Die Orgelschulen von Werner, Ritter und Knecht sind interessant: Orgelüben im 19. Jahrhundert. Auffällig ist, dass es heute, im Gegensatz zu Klavierlehrern und Klavierprofs, kaum oder pädagogisch-technisch recht schlechte Orgellehrer gibt. Gelesen habe ich auch Barbara Kraus. In meinem Fall musste ich suchen, bis ich endlich jemanden fand, der mir klug und interessiert das Pedalspiel beibrachte. Die meisten können das gar nicht erklären. Einige Orgellehrer wurden unsicher und rot, als ich Fragen stellte, die sie sich selbst noch nie gestellt hatten, und schwiegen stur und verbissen vor sich hin. Die meisten richtig guten Orgellehrenden sind meiner Meinung nach nicht in deutschen Hochschulen zu finden. Abgesehen davon, dass dort fast nur Männer am Werk sind: Ein Männerverein. Wenn ich diese Wahrheit ausspreche, finden mich entsprechende Männer „frech“. Traurig, dass auch das Gebiet der Orgelpraxis fast ausschließlich von Machtgierigen beherrscht wird. Viele davon sind autoritär. Wie sagte mir Hans-Ola Ericsson: Jeder, der dich bewusst nicht an „seine“ Orgel lässt, ist meiner Meinung nach ein Arschloch.

Bei manchen Orgeln muß ich warten, bis entsprechende Hinderer endlich gestorben sind. Ich habe Zeit. Der Tag wird kommen.

Empfehlen kann ich auch das Buch „Trost der Musik“ von Duhamel.