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30. April 2021

Ich bin dort zuhause, wo ich arbeite. (AHS)

Manchmal kann es wunderschön sein, Dinge sein zu lassen.

Ich übe am Flügel Liszt B-A-C-H. Es macht Spaß.

Anbei der Link, neues Leipzig-Interview: Interview Sonntag Sachsen

Unter Downloads könnt ihr es auch downloaden.

Auch das Logo.

„Du lässt mich auf deinem sauberen Laken liegen. Die rumpelnde Waschmaschine gemischt mit dem Klang deiner Videospiele”. (Lili Reinhard)

Vielen Dank für Eure Treue.

Heute spannendes Doktorandenforum.

Verrohung der Kultur. – Genau das ist es, was ich erlebte: Die Zusammenfassung und Formulierung, was mir eine Zeitung schrieb, ja, perfekt formuliert. Diese Verrohung ist für einige ganz normal und erfreulich, lästern. Nur die Sensiblen sind geschockt. Deren Schock erfreut die Rohen noch mehr. Männer gehen auf Männer nicht so los, untereinander, in der Kirchenmusik. Diese Art der rohen Attacke ist außergewöhnlich –  weil es kaum Frauen gibt in der deutschen Konzertorganist(*inn)enwelt, und schon gar nicht solche wie mich. Es gibt ja ohnehin kaum deutsche Konzertorganistenwelten. Diese wird von manchen Kirchenmusikern oft verhindert und lokal auf sich selbst begrenzt. Die Art und Weise, wie ich von Männern bis heute, die ich nicht kenne, denen ich nichts getan habe, die mich nicht interessieren und mit denen ich nichts zu tun habe, attackiert und belästigt wurde, grob, roh, mit fletschenden Zähnen (Lockdown oder Langeweile spielten wohl auch eine Rolle), wie ich es noch nie zuvor erlebt habe, aus dem Teil der “Kirchenmusiker” mit ihren Lästerforen, ist Verrohung der Kultur, oder besser, Verrohung der Menschen darin. Damit muss frau erst mal umgehen lernen als sensible Künstlerin, ein dickes Fell bekommen, gelassen bleiben. Das muss ich noch mehr lernen, ist aber viel besser geworden. Je berühmter man wird, dann hätte man dies sowieso lernen müssen. Ich glaube, viele dieser Menschen haben nicht verstanden, dass erfrischende Quereinsteiger wichtig sind, für Paradigmenwechsel, um den Deutungs-Hoheiten auch mal Paroli zu bieten und Wasser abzugraben. In der Semi-Kirchenmusik sind die sogenannten Wertungs- und Deutungshoheiten aber sogar oft unprofessionelle Nichts-bis Wenigkönner. Das macht deren Rohheit umso unverständlicher für mich. Es sind die Fans, die ich habe, auf die sie eifersüchtig sind. Aber viel schlimmer sind in meinen Augen gewisse  Kirchenmusiker, die als direkte “Konkurrenten” (ich sehe diese nicht als Konkurrenz für mich) Konzertorganistinnen attackieren. Sonst wären Laien ja nicht dementsprechend, wenn die „Profis“ nicht schon so wären. Rohheit betrifft fast alle Branchen, allerdings erweitert die große Semi-Laien-Szene der Kirchenmusik die Rohheit in dieser Branche um ein Vielfaches. Wobei ich damit nicht die Laien hauptsächlich kritisieren möchte, da die “Haupt-Hoheit-Roheit” von oben kommt, von “Männern an der Macht”. Viele haben Angst vor Transformation. Und eine meiner größten Stärke kann ich hier nicht zum Thema machen. Was ist diese? Das, was von einigen Mobbern am meisten attackiert wurde. Was könnte das wohl sein? Abgesehen davon, dass ich eine Frau und auch Pianistin bin? ——–

Aber viele sind auch super tolle Menschen in der Kirchenmusik. Diese super guten Menschen mache ich oft zu wenig zum Thema, weil man dazu tendiert, die rohen Menschen zu sehr zum Thema zu machen, weil man unter diesen leidet. Es tut mir leid, dass ich euch Wundervolle zu wenig erwähne.

Und manchmal sind Fans und Hater sehr ähnlich, man kann sie fast nicht auseinander halten. Es sind „Häns und Fater“. Will sagen, eifersüchtig aufeinander, haben zweifelhafte Motive, leben in einer Traumwelt, haben Besitzanspruch, sind auch (harmlos) Verrückte und Nervige dabei unter den Fans. Aber das ist besser zu ertragen, weil sie es nicht böse meinen. Manche Hater sind ähnlich wie Fans, aber der Unterschied ist, dass sie Böses wollen, kontrollieren, ändern, einschüchtern wollen. Als Frau ist das nicht so leicht, weder mit Fans noch mit Hatern. Viele Männer haben weder Fans noch Hater, die wissen gar nicht, wie das ist.

Ich freue mich, dass München klappt, vieles ist nun Stream. Das ist auf Dauer ein finanzielles Problem für Veranstalter, da es kein zahlendes Publikum geben darf live und kein zahlendes für Streams gibt. Ich hoffe, dass sich alles bald wieder normalisiert. Das Verschieben scheint auch keine Lösung zu sein, da man nicht weiß, ob man es dann bis 2077 verschieben müsste. Und was ist mit den Künstlern?

Hauskreise und Seminare via Zoom…

Eine Antwort auf “30. April 2021”

  1. Benedikt Schwarz

    Meine Orgel ist meine Orgel. Da darf niemand sonst ran. Ich bin sehr gut darin, Dinge zu verhindern– Sie spielen besser als ich, da möchte ich nicht, dass ich dann schlecht aussehe mit mit meinem Sonntagsspiel.

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