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25. November 2025: Das Widerlegen von Schwachsinn erfordert mehr Energie als dessen Produktion. („Brandolinis Gesetz“)

Nachdem Johann Sebastian viele Jahre lang mit gutem Auskommen und viel Freiheit „säkular angestellt“ gearbeitet hat, zuletzt in Köthen, muss es für ihn eine große Umstellung gewesen sein, an die Kirche zurückzukehren. Über ein Jahrzehnt hatte er den Luxus der Welt genossen und sehr viel komponiert. Es waren zwar kleine Städtchen gewesen, immer außerhalb der großen Städte, die er nur besuchte, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten er und seine kleine Familie nie in großen Städten gelebt.

Vor den Höfen in Weimar und Köthen hatte Bach nur eine vergleichsweise kurze Zeit an Kirchen fest gearbeitet; bisher hatte er auch nie eine wirklich große Orgel oder Stadt gehabt. Die Stelle in Halle hatte er abgelehnt zugunsten des Hofes. Und andere Stellen kamen nicht zustande.

Nun kam er 1723 nach Leipzig. Wenn man seine Geschichte bis hierhin studiert hat und weiß, dass Bach ein sehr gläubiger, umtriebiger und radikaler Mensch war, so kommt man zu dem Schluss, dass es von Gott bestimmt gewesen sein könnte, dass JS nach Leipzig kam und dort auch bleiben musste. Denn obwohl er sich nicht beworben und eine gut bezahlte Stelle hatte und Leipzig andere Männer haben wollte, landete er über ungewöhnliche Umstände doch in Leipzig bis zum Tod.

Hier musste er gegen die „Herren Räte der Ratsverwandtschaft“ ankämpfen, eine bornierte Gesellschaft, die ihn weder verstanden noch ehrten und sich über ihn ärgerten und verachteten, dass er kein Universitäts-Studium besaß, sondern nur ein Musiker war. Sie haben nicht erkannt, dass sie es mit einem Künstler zu tun hatten, sondern sahen ihn nur als Musikus, als Musikanten. Sie wollten eigentlich andere Männer haben.

Ich finde es erstaunlich, wie es überhaupt geschehen kann, dass manche Menschen in ihren Lebzeiten nicht erkannt werden. Dazu gehört auch Jesus. Vielleicht kann man sagen, dass sie erkannt wurden – aber im Haß und Widerstand der Macht-Menschen. Johann Sebastian fühlte sich ausgeliefert und fand sich in Leipzig pausenlos in Querelen und Zusammenstößen wieder. Diesmal konnte er nicht fliehen.

24. November 2025: Unzählige Femizide weltweit pro Tag. Tendenz steigend.

Heute erinnere ich an den „Orange Day“: Gegen Gewalt an Frauen. Über 400 Frauen sollen allein im letzten Jahr in Deutschland bei häuslicher Gewalt getötet worden sein.

Kunst versus Kirche? Johann Sebastian wusste nicht nur, was er wollte und wer er war. Bach wusste offensichtlich genau, was “eine Kirchenmusik nach Gottes Willen“ ist und was nicht. Und er kannte seinen Wert als Künstler. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es schwer ist, in einer „devoten Untertanhaltung“ zu leben, wenn man seinen Wert als Künstlerin kennt – selbst oder gerade dann, wenn andere ihn nicht kennen.

Dahin zu kommen, zu seinem eigenen künstlerischen Wert zu stehen, ist ein wichtiger und langer Prozess. Vor allem dann, wenn man angefeindet wird.

Johann Sebastian wurde mehrfach abgewertet und verletzt, teilweise von Personen, die seinen Wert hätten kennen müssen. Das ist noch viel schlimmer, als wenn einen dumme Fremde verletzen.

Die eingeschworenen Machtverhältnisse waren damals nicht besser als heute. Und sehr viel haben wir nicht dazu gelernt. Es gibt zwar heute keine absolutistisch regierenden Herzoge mehr. Dafür aber mindestens genauso schlimme Systeme der Macht. Zudem kommt, dass für manche Menschen gerade die, die besonders begabt sind, das größte „Gesindel“ sind, wenn sie nicht tun, was der Norm entspricht oder was sie wollen. So erging es J.S. Bach, als er wochenlang inhaftiert worden war in Weimar – weil er sich nicht alles bieten ließ. Das war im November 1717. Jetzt ist November 2025. Was haben wir seither gelernt? Aber es sollte für ihn in Leipzig noch viel schlimmer kommen.

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23. November 2025: In der Geschichte der Menschheit ist kein Kapitel unterrichtender als die der Verirrungen. (Schiller)

Heute erinnere ich an das erste Kind der Bachs: Catharina Dorothea.

Es hat geschneit. Mein Garten und mein Beet liegen unter Schnee. Meine Amaryllis hat leuchtend rot davor ausgeschlagen, und der Duft der Yankee Kerze erfüllt das Haus, zusammen mit Schuberts Forelle.

Ich freue mich auf das Wochenende mit den Konzerten in Fulda und Landsberg. Am Mittwoch habe ich die nächste Vorbereitung für meinen Master in Chorleitung.

Mein erstes Weihnachtsgeschenk habe ich schon erhalten: eine große schwarze Ledertasche für meine Noten.

Johann Sebastian war nicht einfach nur ein Kirchenmusiker, er war vor allem ein Künstler. Das Komponieren und Konzertieren waren ihm das Wichtigste. Wer ihn daran hinderte, wurde aus dem Weg geräumt. Das war auch der Grund, warum er der Kirchenmusikstelle in Halle eine Absage erteilte, trotz großer, neuer, toller Orgel damals und guter Bezahlung.

Bach blieb lieber in säkularer Anstellung, wo er in Ruhe komponieren und konzertieren konnte.

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22. November 2025: Sogar im Plumpsklo ein Schmetterling. (Issa)

Heute erinnere ich an Bachs Lyriker, Salomo Franck.

Die Kombination von Musik, Spielen, Lernen und Lehren ist mit Schönste im Leben. Johann Sebastian Bach hat dies richtig gelebt: Seine Schüler (leider gab es darunter nicht wirklich Frauen) lebten bei ihm und seiner Frau, daheim, teilweise viele Jahre lang. Maria Barbara versorgte sie alle. Es waren mindestens 12 Schüler. Und damals musste Wasser aus dem Brunnen geholt werden.

Sie aßen, halfen, schliefen. Sie erlebten diese wundervolle Familie jeden Tag. Das ist wahrer Unterricht. So etwas gibt es heute leider so kaum mehr. Aber ich habe das erlebt. Daheim. Als Kind. Bei meiner Familie. Im Ausland später. In den USA. In Studium, als ich bei meinen Profs. daheim lebte – und auf Meisterkursen. Und ich habe es geliebt und bin sehr dankbar dafür.

Einen solchen Haushalt zu führen, war unglaublich viel Arbeit. Gut, dass Maria Barbara ihre Schwester im Haus hatte.

Johann Sebastian war zwar wohl kein Freund von Opernmusik, aber definitiv von Kammermusik. Ich liebe Kammermusik auch. Diese fehlt in der Kirchenmusik leider oft. Für J.S. gehörte diese genauso zur schöpferischen Arbeit zu Ruhm und Ehre Gottes. Leider verstehen dies viele Kirchen nicht – und verachten Instrumente, Soli und (professionellen) Gesang.

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20. November 2025: In dem, in dem Bach am besten war, verdiente er kaum. Das hätte nicht zum Leben gereicht.

Ist es nicht bemerkenswert, dass in dem, was am Ende als Kunst bezeichnet wird, oft (zu Lebzeiten) keine müde Mark mit verdient wird oder zu verdienen ist? Umgekehrt gilt das oft genauso: Wer mit etwas auf der Erde viel verdient hat, hat seinen Lohn meist schon gehabt. Sein Werk verpufft und kein Hahn kräht mehr danach.

Vielen Leuten ist es erstaunlich unwichtig, ob ihr Werk Bestand haben wird oder nicht. Alles, was nach ihnen passiert, interessiert sie nicht mehr. So habe ich nie gedacht. Im Gegenteil. Vermutlich, weil ein Teil meiner Freunde schon lange tot ist.

In dem, in dem Bach am besten war, verdiente er kaum. Aber das war ihm egal. Er suchte und brauchte die Zeit zum Komponieren.

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19. November 2025: War Johann Sebastian wirklich kein Freund der Oper?

Johann Sebastian fand sich, als er endlich seine „regulierte Kirchenmusik zu Ehren Gottes“ machen durfte, nicht in der Kirche, sondern bei Hofe wieder. Also als „säkularer“ Musiker, in Weimar. Denn sowohl in Arnstadt als auch in Mühlhausen hatte er bereits eine schwere Zeit als Kirchenmusiker durchlebt: Streit und Druck; er schrieb, dass ihm in den Kirchen die regulierte Kirchenmusik verwehrt worden war. Verwehrt! Dann war es also schon damals so. Vermutlich schon immer? Bach war tief enttäuscht erstens über die Bezahlung und zweitens: „Eine regulierte Kirchenmusik zu Ehren Gottes und Ihrem Willen war nicht möglich.“ An den Pfarrer bzw. den Kirchenvorstand.

Das ist sehr mutig, das so zu formulieren. Viele Kirchenmusiker machen einfach weiter, was man ihnen sagt; ob es eine regulierte Kirchenmusik zu Ehren Gottes ist oder nicht. Viele wissen zudem gar nicht, was das überhaupt bedeutet. Bach wusste offensichtlich genau, was es ist. Und was er wollte. Denn es ist schon ein starkes Stück, den Geistlichen mitzuteilen, dass „eine Kirchenmusik nach Gottes Willen hier nicht möglich war.“

So einen Ort zu finden, wo es möglich ist … ob der nur im Traum existiert? Oder im Himmel? Habt ihr schon mal einen Ort gefunden, an dem wirklich die Kirchenmusik gemacht wird, die zur Ehre Gottes ist? In Freiheit und Kunst? Offen und gläubig? Virtuos und frei? Hingegeben und ohne Kampf zwischen evangelisch oder katholisch? Ohne religiösem Getue und Macht? Ohne auf einen Stil festgefahren zu sein? Ohne Vetternwirtschaft und Frauenfeindlichkeit? Heilig und in Liebe? Auf höchstem Niveau?

Ich mag Oper natürlich gern. Nicht nur als Spektakel. Es ist definitiv Kunst. Es ist nicht meine Lieblingskunst, da mir die gewisse Tiefe fehlt, das Geistliche. Es wird zwar durchaus das Existenzielle thematisiert, Tod, Liebe, Leben. Aber eben nicht der Himmel bei Gott. Somit ist Oper nicht vergleichbar mit Bachs Kantaten. Da liegen Welten. Zu Bachs Gunsten. Ich mag Geschichten, gute Storys. Aber noch mehr mag ich, mit der Wahrheit tief berührt zu werden.

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18. November 2025: Ja, sagt’ ich, komm nur her, du getreues Instrument. Unser Reich ist nicht von dieser Welt. (Eichendorff)

Foto: Steinway und Trompete 2025

Was im Kopf von Menschen vorgeht, die ein Instrument als Hobby erlernen und die Musik als Hobby betreiben und darin dilettieren, mit ab und zu Üben, war für mich nicht immer leicht zu verstehen, da Musik ein Teil von mir ist, sowohl körperlich als auch emotional, mein Ausdruck ist, sowohl geistlich, körperlich als auch seelisch. Und dieser Ausdruck soll der beste und schönste und intensivste sein, sonst hat es doch keinen Sinn. 

Doch auf der anderen Seite ist es gerade für Profi-Musiker wichtig, ein Instrument als Hobby und ganz ohne Leistung zu erlernen, wie zum Beispiel das Saxophon.

Man lernt, wie man als Erwachsene lernt (wobei ich das schon kenne, siehe die Orgel, die ich als Erwachsene professionell mehr oder weniger über Nacht lernte). Frau sieht von außen auf sich, wie sie lernt. Und man sieht und lernt, wie man unterrichtet wird. Die Kombination von Musik, Spielen, Lernen und Lehren ist mit Schönste im Leben.

Ich habe von meinen Eltern viele „alte“ Klavierbücher, u.a. Nachdenken über Musik (1976) von Alfred Brendel, erhalten. Jetzt, mit den Augen von heute, ist so ein Buch in gewisser Weise seltsam.

Brendel bedankt sich ausschließlich bei Männern, eine Liste, als hätte er in seinem beruflichen Leben nur mit Männern zu tun gehabt, was vermutlich stimmt. Letztendlich ist das ganze Buch für und von Männern, er schreibt rein maskulin und zitiert ausschließlich Männer und listet diese in Fußnoten, um einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.

Auf jeder Seite werden unterschiedliche Männer genannt, die mit weiteren unterschiedlichen Männern über Männer-Komponisten diskutieren. Diese Art Buch in seiner völlig Ignoranz, was Frauen angeht, weibliche Kunst, Kolleginnen, Künstlerinnen, Pianistinnen etc., ist erschreckend.

Ein Wesen vom Mars würde denken, es gäbe nur Männer auf der Welt, würde es so ein Buch in die Finger kriegen. Und wenn es Frauen gäbe, sind sie weder in der Kunst noch im Originellen und Künstlerischen zu finden? Gerade mal Clara kommt einmal vor.

Ist dies die normale berufliche Welt von Männern, bevor das totale Frauen-Außenvorhalten nicht mehr erlaubt wurde? Ich fürchte ja.

Das einzige Mal, wo von Frauen die Rede ist, auf Seite 126, zeigt eine eher negative Weise – als würde der gute Liszt mit seiner Musik nur „die Frauen“ aufreißen wollen. „Die Frauen“. Wie profan: „Liszts Wirkung wird aufs Physische und Profane beschränkt“, schreibt Brendel. Dieser Satz in diesem Zusammenhang ist schlimm und dumm, man könnte allein über diesen Satz als Merkmal der Frauenfeindlichkeit stundenlang diskutieren.

Ich glaube, dieser Satz ist ein Schlüssel zum Verständnis des ganz normalen, gesellschaftstauglichen Sexismus.

Es ist eine Art berufliche Frauenfeindlichkeit, die sich natürlich auf alles erstreckt. Man kann nicht sagen, man findet Frauen super, wenn man sie nicht im Beruflichen akzeptiert, fördert, annimmt.

Das ist doch sonnenklar. Wieviel Angst muss dahinter stecken, einen so großen Teil der Menschheit nicht wahrnehmen zu wollen und ewig lang unterdrückt zu halten? Nur für Haushalt und Befriedigung zu benutzen?

Der Rest des Buches klingt eher konservativ und langweilig, ich kann nichts Neues oder Künstlerisches in diesem Buch finden.

17. November 2025: Was, du übst du noch? Ich dachte, du hast studiert? 

Foto: Konzert Orgel und Trompete St. Laurentius Kirche Leinach 2025

Das Konzert war sehr schön. Trompete und Orgel ist eine brillante Mischung, besonders in guter Akustik. Wolfgang Huhn, Solo-Trompeter aus Aschaffenburg, und ich hatten Freude beim Spielen. Ein wunderschöner Kranz wurde zum Gedenken nach vorn getragen. Gern hätte ich so einen Kranz. Aber leider bekommt man so einen scheinbar erst, wenn man stirbt?

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Volkstrauertag Oberleinach Kirche


16. November 2025: Beim Klavierspielen stelle ich mir auch Register vor.

Gesegneter Volkstrauertag!

Ich spiele heute ein Trompete-Orgel-Konzert auf einer kirchlichen Gedenkveranstaltung. Ich liebe den Klang aller Blasinstrumente – sei es nun Oboe, Posaune, Flöte … Ich selbst spiele Saxophon und Blockflöte. Habe jetzt wieder regelmäßig Unterricht in Saxophon. Ich habe ein paar schöne Saxophone: Alt, Tenor, C-Melody. Davon spiele ich nun mein goldenes Alt-Sax aus den USA in einem alten Selmer-Koffer, der innen lila gepolstert.

Talent zeigt sich nicht darin, ob man üben braucht oder möglichst wenig üben braucht oder gar nicht – sondern daran, wie sehr und wie häufig man üben möchte. 

Männer und Frauen sind musikalisch unterschiedlich begabt. 

So wie Sport und Herzinfarkt sich anders auswirken oder Alkoholkonsum. Aber oft wird nur die männliche Begabung gefördert in Wettbewerben und im Beruf. Das muss aufhören.  

Sich auch im „Mittelmaß“ (musikalisch) ausdrücken können. 

Denn auch das Leben ist oft „Mittelmaß“. Die meisten Menschen sind es. Mittelmaß muss man sein können. Ob man es nun ist oder nicht. 

Ich habe gestern den alten Männer-Film Fail Safe gesehen. Er ist schlimm und zeigt, wie sehr Männer durch Macht und Krieg das Leben ganzer Städte, das Leben unseres Planeten zerstören.

Habe die Silverline Classics DVD Collection, aber ich bin nicht mehr Fan, denn: Die alten Aufnahmen mancher Orchester sind – ich weiß nicht, wie man das nennen soll – … da sitzen die Orchester, mit wenigen Frauen bestückt, und es werden ausschließlich und ununterbrochen die Männer gefilmt und das in Großaufnahme – die Frauen sieht man nur, wenn die Kamera auf die gesamte Bühne schwenkt. Warum?

Und ich lese Der ideale Chordirigent von Wolfgang Schäfer, hat er mir zugeschickt, weil es das Buch leider nicht mehr zu kaufen gibt. Es erschien bei Peters. Ist super!

Gerade war ich das dritte Mal in der Semperoper Dresden: diesmal in Romeo und Julia. Ich probe in Dresden mit einer Harfenistin für ein Konzert in Berlin. Die Semperoper ist top, vor allem Chor und Orchester. Wir saßen auf dem besten Platz der ganzen Oper: in der Loge.

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15. November 2025: Das ist, wenn man ganz vorn gerade, erwartungsvoll auf der Stuhlkante sitzt. Zum Beispiel im Chor.

Foto: Julián de la Orden Orgel Kathedrale Málaga

Außergewöhnliche Julián de la Orden Zwillingsorgel Kathedrale Malaga, Andalusien, Spanien, 2x 3 M mit 51 Tasten, mechanisch

Der spanische Orgelbauer Julián de la Orden erschuf diese wundervolle große Barockorgel bestehend aus zwei Orgeln mit je 3 Manualen in der Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación des Bistums Málaga nahe am Hafen.

Ich war einige Tage als Pianistin auf dem neuen Segelschiff Sea Cloud Spirit, Baujahr 2021; wir waren in Spanien, es war sehr interessant.

Wir besuchten Málaga in Andalusien, die Picasso-Stadt, wo ich die große Palastanlage und Festung Alcazaba und die Burg Castillo de Gibralfarobesuchte, die hoch oben liegt. Das Wetter war sonnig und warm, ca. 24 Grad.

Von der Burg aus konnte ich den schönen Hafen mit unserem Segelschiff und das römische Theater sehen.

Spannend war natürlich auch die Kathedrale, die zu den reichsten in Spanien gehört und über zwei Orgeln verfügt, die 1780 von Julián de la Orden erbaut wurden:

Phantastisch erhaltene, barocke, große, beinahe identische Zwillings-Orgeln, die gegenüber stehen, mit über 10.000 Pfeifen, 2000/2001 restauriert.

Sie steht in außergewöhnlicher Akustik und umschließt das wertvolle braune Chorgestühl. Das Orgelpaar steht ungewöhnlicherweise in der Mitte der Kirche und wird vom Rest der Kirche umschlungen. Das Orgelpaar besteht aus diesen Orgeln: Die Evangelienorgel wurde 1781 fertiggestellt, die Epistelorgel 1782.