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12. April 2026: Wer die Enge seines Herzens ermessen will, höre Musik, musiziere oder bete. (AHS)

Foto: Nöske Rotenburg Orgel Rengshausen, Hessen

Auf nach Appenzell!

Schön war in Marienfeld auch Standing Ovations und dass die Presse, die NW, so etwas Schönes geschrieben hat:

IM ANDEREN KLANGKOSMOS

Die Spielfreude ist Ann-Helena Schlüter in jedem Akkord anzumerken

Die Botschaft von der Auferstehung bringt die Organistin Ann-Helena Schlüter bei ihrem Konzert am Ostermontag in der ehemaligen Abteikirche St. Marien hoch emotional und sehr modern rüber. Ihre mit dem schwedischen Wort LÄNGTAN (Sehnsucht) überschriebenen Kompositionen bilden das Herzstück ihres Solospiels, das in der langen, herausragenden Reihe der Auftritte in dem historischen Gotteshaus eine Sonderstellung einnimmt…“

Soon:

https://www.stumm-orgelverein.de/event/matinee-sehnsuchtsort-orgel-und-gesang/

Matinee Stumm-Orgel

Historische Heiligkreuzkapelle Appenzell Kreuzkapell

Die hübsche weiß-rote Kapelle mit 2 Glöcklein mitten im Dorfzentrum ist eine Augenweide. Wertvolle Kunstgegenstände befinden sich in ihr, aus dem 17. Jahrhundert: das Kruzifix, das Altarkreuz und die Kerzenstöcke. Der Opferstock ist sogar von 1560. Hier stand schon früh eine erste Kapelle von 1240.

Die spätgotische Heilig-Kreuz-Kapelle besitzt ein abgedachtes klassizistisches Sand­steinportal und ein spitzes Kupferdach. Hier hängen zwei kleine Glocken von 1772.

Die Kreuz­wegstationen von J.A. Füchslin von 1788 sind ebenfalls sehr schön.

Bei einem Überfall 1291 wurde die kleine Kapelle zerstört und im romanischen Stil erneut errichtet. Doch 1400 brannte sie ganz ab und wurde wiederum neu aufgebaut, doch diesmal im gotischen Stil, bevor sie 1513 als Totenkapelle geweiht wurde.

Aber den riesigen Dorfbrand 1560 überstand sie leider nicht.

Die jetzige Kapelle wurde 1561 mühsam aufgebaut auf dem alten Mauerwerk, das noch vom Brand übrig blieb, und 1590 geweiht.

Den nächsten Dorfbrand 1710 überstand die Kapelle ohne Kratzer.

1919 brannte die Kapelle wegen Brandstiftung erneut, wurde aber sofort gerettet. Sie hielt also die Attacken und Brände durch.

1787 erhielt sie ein klassizistisches Portal und 1892 neue Fenster; 1964 musste sie komplett renoviert werden. Die bunten neuen Glasfenster stammen von Ferdinand Gehr aus jenem Jahr, gefielen aber nicht allen.

Mein Konzert heute ist in der St. Mauritius Kirche.


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

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11. April 2026: Kann ich nur bestätigen.

Foto: Mönch Orgel kath. Kirche Heerbrugg Schweiz 2026

Heute erinnere ich an Ricarda Huch, 1864.

Das Konzert in Heerbrugg gestern war sehr schön.

Ja, es gibt nicht nur die Enge der Heimat, zu der man immer gern zurückkehrt. Es gibt auch die Enge der eigenen Zeit. Deswegen finde ich jede Art von Geschichte so wichtig und spannend: Kirchen. Orgeln. Komponistinnen. Literaten. Das, was für andere nur alt, tot oder Geraffel ist, ist für mich eine enorme Erweiterung meiner Zeit und Persönlichkeit. Die Fingerabdrücke der Ewigkeit. Bereits gestorben Künstler sind für mich lebendig.

Eigentlich kann ich dankbar sein: Aufgrund der männerdominierten und sektenartig evangelisch-freikirchlichen Lobpreis-Szene habe ich meinen Wunsch, die Orgel zu lernen, wirklich verfolgt. Ich bin zwar vom Regen in die Traufe gekommen, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Es gibt vermutlich keine nicht-männerdominierte Kunst-Branche. Oder fällt euch eine ein? Selbst in der Koch-Szene sind die Helden plötzlich Männer.

Meine Beobachtung in der Freikirche war, dass dort das Thema „Leitung“ das Wichtigste war. Nur „die Leiter“ schienen etwas wert. Alle anderen hießen Publikum, Frau oder dumme Schäfchen. Im direkten Zusammenhang zu Leitung stand Demut. Und je begabter du warst, desto demütiger musstest du sein. In meinem Fall war die Kompass-Nadel der benötigten Demut niemals zu erreichen.


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10. April 2026: 🙂

Foto: Klais Orgel Harsewinkel 2026

Ich wurde gefragt, was ich von dem Neuen Geistlichen Lied halte oder von Worship und Lobpreis. Ja, also, ich habe nichts dagegen, im Gegenteil, viele Songs und Lieder sind sehr schön. Ich habe ja selbst viele geschrieben. Was mir allerdings auffällt, ist, dass diese Lieder von Albert Frey und Lothar Kosse und Co und in diesem Stil auf Dauer langweilig, platt und immer gleich klingen; sie sind im Gegensatz zu den alten wundervollen Chorälen so schnell „ausgelutscht“. Aber manche singen sie immer noch. Dass sie so wenig Substanz haben letztendlich im Vergleich zu den Chorälen, das liegt auch an den Texten, glaube ich. Die Texte sind einfach nicht tief genug. Sie halten sich nicht.

Die Lieder erinnern mich an die Schokolade Bounty. Ich habe das mal so geliebt und dauernd gegessen; heute kann ich das nicht mehr recht verstehen; und ich mag Bounty eigentlich nicht mehr sonderlich. Ich kann es trotzdem essen. Aber ich habe es schon ewig nicht mehr gegessen. Aber Brot und Käse und Butter – das wird nie langweilig. So ist es mit diesen Liedern und den Chorälen im Vergleich.

Außerdem habe ich die traurige Erfahrung gemacht, dass die Leute, die diese Lieder geschrieben haben, keine Vorbilder oder besonders tolle Christen oder so waren. Im Gegenteil. Das Lobpreis Business ist sehr weltlich, sehr männerdominiert, es geht um Geld, um Macht, um Revier. Mit viel Sekten-Charakter. Auch da haben Männer ihre Hand auf dem Hebel gehabt, Männer wie Frey, Arne Kopfermann und Michael Schlierf haben niemanden neben sich geduldet oder hochkommen lassen, der oder die anders oder besser war oder nicht ins Bild gepasst hat – und Frauen (außer die eigene) und studierte Musikerinnen schon gar nicht.

Ich habe auf diesen freien christlichen Treffen Dinge an Hauen und Stechen erlebt, an Männer-Klüngel „im Namen Jesus“, wo Leitertreffen als „Elefanten-Treffen“ bezeichnet wurden, in denen nur die Männer saßen, eingebildet und ungebildet bis dorthinaus, die davon sprachen, dass ich nicht demütig genug sei, zu leiten.


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9. April 2026: Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Jesus: Joh 11,25)

Foto: Klais Orgel op. 1240 St. Lucia Kirche Harsewinkel 2026

Heute erinnere ich an die wunderschöne Noelia Castillo Ramos aus Spanien. Sie wurde 2022 Opfer von Männer-Gewalt.

Klais Orgel opus 1240 kath. St. Lucia Kirche Harsewinkel, Ostwestfalen, 3 M, 38 R, Rückpositiv, spanische Trompeten aus Kupfer, 2728 Pfeifen

Die große St. Lucia Kirche mit 4 Glocken und mit großer Akustik und starkem Nachhall besitzt diese neobarock angehauchte Klais Orgel von 1963 mit einer Setzeranlage von 2019 mit 10.000 Kombinationen und Sequenzschaltung. Die Schleifladen-Orgel mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur wirkt von unten auf den ersten Blick pneumatisch. Es war schön, sie zu spielen.

Sie wurde 2019 saniert von Orgel-Manufaktur Stefan Peters.

Die Filialkirche St. Johannes der Täufer in Greffen mit einer Breil-Orgel gehört ebenfalls zu St. Lucia. Ebenso St. Paulus in Harsewinkel und St. Marien in Marienfeld.

Tolle spanische Trompeten in großer Akustik. Durch die Säulen und die hohen Decken und die schlichte Ausstattung ist der Nachhall mächtig. Es ist meine 24. Klais-Orgel. 

Anbei alle drei Orgeln in Harsewinkel Ostwestfalen:

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8. April 2026: Die Schutzengel unseres Lebens fliegen manchmal so hoch … blabla (Jean Paul) – wozu einen Schutzengel, wenn wir Jesus haben?

Foto: Französische Muhleisen-Orgel 2004 St. Paulus Kirche Harsewinkel 2026

Ich finde es schön, nach dem Konzert, wenn alle Menschen stehen und nach oben schauen, plötzlich unten zu erscheinen. Viele sind sehr verblüfft, mich zu sehen.

Neue französisch-symphonische Mühleisen Orgel kath. St. Paulus Kirche Harsewinkel Ostwestfalen, 3 M, 35 R (45 R durch Transmissionen), Glockenspiel

Das mechanische schöne Schleifladen-Instrument hier im Norden besitzt eine elektropneumatische Doppelregistratur, Transmissionen und eine Setzeranlage. Die Setzeranlage mit 18000 Kombinationen und Sequenzern lässt sich komplett verstecken. Man muss sie also nicht verwenden. Dann kann man das Instrument rein mechanisch spielen.

Ich finde es sinnlicher, ohne Setzeranlage zu spielen – auch weil man dann spontan und flexibel bleiben kann. Manche sind sonst total festgelegt auf ihre Programmierungen und können nicht mehr auf ein Gefühl, einen Eindruck im Konzert reagieren. Es wird nur noch runtergespult, was man zuvor festgelegt und festgetackert hat, außerhalb des Konzertes. Und drückt dann nur noch Knöpfe und Nummern. Manche agieren nur so.

Wir besuchten die Muhleisen Orgel nach meinem Konzert in Marienfeld. Es ist eine ebenerdige Altarorgel.

Obwohl Harsewinkel in Ostwestfalen im Münsterland nur ca. 25.000 EW besitzt, hat sie gleich drei große, dreimanualige Orgeln, die sehr unterschiedlich sind: Die Klosterorgel Marienfeld, diese Muhleisen-Orgel und die Klais-Orgel in St. Lucia.

Die rote Kirche St. Paulus ist eine moderne Kirche aus den 60iger Jahren, groß, hell und sehr angenehm, was nicht bei allen modernen Kirchen der Fall ist. Harsewinkel ist ein reicher Ort.

Die schicke französische Orgel, die von Spenden finanziert wurde, steht links vorne am Altar. Es ist meine 5. Mühleisen-Orgel. Es war schön, sie zu spielen.

Diese französische Orgel mit romantischen Stimmen ist ganz anders als die Barockorgel im Kloster Marienfeld. Es war hochinteressant, die Mühleisen Orgel direkt im Anschluss an mein Konzert zu spielen.

Transmissionen haben oft keinen guten Ruf, sind eher „verpönt“. Aber wenn man Transmissionen in einer Orgel verwendet, muss man genau wissen, wie, und wenn sie sind sehr gut gemacht sind, wie hier, können sie super sein. Sie „vergrößern“ die Orgel, was bedeutet, dass Farben, die es schon in einem anderen Werk gibt, auf ein anderes Werk übertragen werden, so zum Beispiel in das Pedal, wie hier. Und dann die Kunst der Intonation!

Sehr schöne, singende Akustik. Die Orgel klingt sehr direkt, ohne übergriffig zu sein. Der Klang ist weich, sonor, füllig:


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7. April 2026: Den gewohnten Hörkosmos exquisit verlassen.

Foto: Abbey Marienfeld Barockorgel 2026: Zungen Zimbel Zungen

Mein Konzert an der Klosterorgel heute in Marienfeld in der St. Marien Kirche von 1222 war sehr gut besucht. Es gab an der Kasse eine Schlange. Die Presse war auch da, die Neue Westfälische, die Fotos von mir an der Orgel machten. Ich habe zwei eigene Kompositionen gespielt.

Ich wünschte zu wissen, wie die originale Johann Patroclus Möller Orgel von 1751 geklungen hat. Die blau-grüne große Möller Kreienbrink Orgel hier in Ostwestfalen am Rande des Münsterlands im reichen Harsewinkel besitzt eine offene Tür im “Parterre”-Prospekt hoch zum Spieltisch, eine Ostertür unten, ein leuchtendes rotes Kreuz an Ostern im Gehäuse, 2 Zimbelsterne: einen langsamen (zart stöhnenden) und einen schnellen flirrenden Zimbelstern.

Zudem 2 Tremulante, Zungen, Flöten. Kein Schweller, keine Setzeranlage ❤️ Wenn es keinen Schweller gibt, gestalte ich durch die Registrierung einen Schweller. Und es ist mir auch diesmal gut gelungen. Menschen dachten, es gäbe einen Schweller.

Die Register für das dritte Manual befinden sich über dem Kopf. Dieses dritte Manual ist sehr laut am Spieltisch; man muss als Konzertkünstlerin immer auch unten sein, sich sozusagen durchschneiden, um auch unten zu hören gleichzeitig.

Ich verbinde sehr gern Spaltklänge und gestalte ungewöhnliche Sounds und verwende alles, was an Farben da ist, jeder Klang und jedes Register wird gefeiert. Die Manualtasten sind etwas ungleichmässig, das Pedal recht eng; mit Holz-Wölbungen an den Seiten, die man für weitere Tasten halten könnte.

Die große majestätische Orgel der Klosterkirche des ehemaligen Zisterzienserklosters ist leider keine historische Orgel mehr, sondern es ist nur das historische wunderbare Gehäuse von Johann Patroclus Möller.

Es ist der größte und schönste Barockprospekt Westfalens.

Diese Orgel ist leider keine Restaurierung, sondern ein Kreienbrink-Neubau mit einigen erhaltenen alten Pfeifen. Das ist natürlich ein Schock.

Diese riesige beeindruckende ebenerdige Parterre-Orgel ist nicht restauriert worden, sondern wurde ein Schleifladen-Neubau. Dabei wären u.a. Ahrend, Wegscheider, Scheffler … sehr gute Orgelbau-Firmen für eine Rekonstruktion und Sanierung gewesen.

Kreienbrink hatte hier leider wenig Erfahrung gehabt. Doch man einigte sich 1999 in den Diskussionen leider nicht und stritt. Das lag an mehreren Faktoren.

Es gab um 1999 herum männerdominierte Symposien, um über die Zukunft der Möller-Orgel zu entscheiden. Jedoch hatte man unterschiedliche Vorstellungen, auch finanziell, und es gab wohl keine verlässliche Möller-Disposition. Es entschied dann die Partei, die aus dieser Gegend stammt, und man entschied sich für Kreienbrink, was etwas schade ist, da das barocke geniale Instrument nun eine etwas vage neobarocke unspezifische Version wurde. Dennoch immer noch wunderschön. Allein durch die brillante singende Akustik.

Nun ist ja viel Zeit vergangen. Vielleicht kann man ja nun neu ein Symposium starten, für eine Rekonstruktion?

Die spätromanische Abteikirche des alten Zisterzienserklosters ist ein wertvolles Baudenkmal in Westfalen.
Die Kirche aus dem Jahr 1222 mit den später ergänzten Seitenschiffen ist innen reich verziert.

Mein Hotel ist sehr schön. Im Gästebuch der Orgel-Künstler bin ich – wie so oft – die einzige Frau:


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6. April 2026: Froher Ostermontag 2026!

Foto: Konzert Kloster Marienfeld 2026

Ich bin unterwegs nach Gütersloh und freue mich auf diese geniale Orgel an Ostermontag in Ostwestfalen: Konzert Orgelkonzert St. Marien Kirche Marienfeld Harsewinkel bei Paderborn, österliches Konzert, in der Reihe Geistliche Konzerte:

Orgel Kloster Marienfeld

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5. April 2026: Amen! Gesegnete Ostern 2026!

Foto: Konzert Appenzell 2026: SEHNSUCHTSORT ORGEL Schweiz

Pneumatische historische Kuhn Orgel Frauenkloster Maria der Engel Appenzell Schweiz, ca. 6000 Pfeifen, 2 M, 11 R, Taschenladen

Die kleine hübsche romantische Kloster-Orgel auf der Westempore hinter einem Zaun wurde 1991 und 2023 von Kuhn saniert, geputzt und revidiert, da Schimmel und Alter dem Instrument zugesetzt hatten. Außerdem wurde sie neu intoniert durch Matthias Hugentobler.

Schimmel verändert die Klangfarbe und ist allgemein gefährlich für die Orgel. Besonders auf Holzpfeifen setzt sich gern Schimmel ab. Die Pfeifen mussten ausgebaut und gereinigt werden. Eine zusätzliche Lüftung sorgt nun für besseren konstanten Luftaustausch in der Orgel, um Schimmel vorzubeugen.

Auch der Spieltisch wurde revidiert.

Und das gesamte Klostergebäude wurde saniert.

Sie ist die vierte Orgel des Klosters. Während von den ersten beiden Orgeln leider wenig bekannt ist, stammen einige der heutigen Pfeifen noch von der dritten romantischen Orgel von 1850.

Die Doublette 2’ und die dreifache Mixtur sollen noch aus dem Vorgängerwerk von Dörig stammen.

1975 wurde die historische Kuhn Orgel dem damaligen Klanggeschmack angepasst. Einige Register wurden leider beschnitten, um den Zeitgeist der Neubarockisierung zu befriedigen.

Man meinte, mit der Neobarockisierung hellere, glänzendere Klänge erhalten zu wollen. Dabei war die Orgel im Original schon weich, singend, zart und auf die Schwestern ausgerichtet. Diese Eingriffe sind wiedermal nicht zu rechtfertigen.

Die Klosterorgel besitzt eine pneumatische Traktur: Der Impuls von den Tasten zu den Pfeifen wird durch Luftstrom durch dünne Bleiröhrchen ausgeführt, also nicht mechanisch.

Dabei sind die Blasbälgchen und Leder-Membranen schnell verschlissen und müssen regelmäßig ersetzt werden, was leider manchen Kirchgemeinden zu teuer ist.

Historische Heiligkreuzkapelle Appenzell Schweiz

Die hübsche weiß-rote Kapelle mit 2 Glöcklein mitten im Dorfzentrum ist eine Augenweide. Wertvolle Kunstgegenstände befinden sich in ihr, aus dem 17. Jahrhundert: das Kruzifix, das Altarkreuz und die Kerzenstöcke. Der Opferstock ist sogar von 1560. Hier stand schon früh eine erste Kapelle von 1240.

Die spätgotische Heilig-Kreuz-Kapelle besitzt ein abgedachtes klassizistisches Sand­steinportal und ein spitzes Kupferdach. Hier hängen zwei kleine Glocken von 1772.

Die Kreuz­wegstationen von J.A. Füchslin von 1788 sind ebenfalls sehr schön.

Bei einem Überfall 1291 wurde die kleine Kapelle zerstört und im romanischen Stil erneut errichtet. Doch 1400 brannte sie ganz ab und wurde wiederum neu aufgebaut, doch diesmal im gotischen Stil, bevor sie 1513 als Totenkapelle geweiht wurde.

Aber den riesigen Dorfbrand 1560 überstand sie leider nicht.

Die jetzige Kapelle wurde 1561 mühsam aufgebaut auf dem alten Mauerwerk, das noch vom Brand übrig blieb, und 1590 geweiht.

Den nächsten Dorfbrand 1710 überstand die Kapelle ohne Kratzer.

1919 brannte die Kapelle wegen Brandstiftung erneut, wurde aber sofort gerettet. Sie hielt also die Attacken und Brände durch.

1787 erhielt sie ein klassizistisches Portal und 1892 neue Fenster; 1964 musste sie komplett renoviert werden. Die bunten neuen Glasfenster stammen von Ferdinand Gehr aus diesem Jahr, gefielen aber nicht allen.

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3. April 2026: Bildung ist ein Angebot. (Niklas Luhmann)

Foto: Konzert Werdau 2026

In Appenzell gibt es ein Frauenkloster namens Maria der Engel, und dort gibt es auch eine historische pneumatische Kuhn-Orgel, klein und hübsch.
Und es gibt eine weiße kleine Kapelle namens Heiligkreuzkapelle mit Glasfenstern von Ferdinand Gehr (1896‒1996), ein Ort für Gebet.

Und es gibt die pneumatische Klingler Späth Orgel St. Mauritius Kirche Appenzell, Kegelladen, 3 M, 43 Register (39). Das große braune elektropneumatische Instrument besitzt ein großes Pedal mit 30 Tönen. Der Schweizer Max Klingler hat eine schöne, spätromantische Orgel gebaut. Späth hat sie 1969 erweitert. Man merkt dies an der Disposition auch daran, dass der Tremolo bei Späth plötzlich Tremulant heißt.

Die schöne mächtige historische Orgel steht auf der weißen zweiten Westempore unter großen schönen Deckengemälden und Stuck. Ringsherum hängen wertvolle Kunst-Medaillons.

Die graue schlichte Kirche steht mitten in der hübschen berühmten Innenstadt mit dickem Glockenturm.

Der gewaltige Prospekt trägt lebensgroße bunte Engelfiguren.
Hier in Appenzell gibt es typische süße Köstlichkeiten. Appenzell besitzt ca. 7000 Einwohnerinnen.

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2. April 2026: Ich glaube nicht, dass Gott zu Besuch kommt. Er ist immer da. Er sieht und hört alles. Er kommt nicht nur mal eben vorbei. Er kann gar nicht anders, als immer da zu sein. Er ist allgegenwärtig. Und es ist auch keine Mühe für ihn.

Foto: Klingler Späth Orgel Appenzell Schweiz 2026

Gesegneter Gründonnerstag!

Manche meinen, Gott wäre doch nicht für dieses oder jenes zuständig. Und warum sollte er mit einem im Supermarkt dabei sein, er hätte doch was Besseres zu tun. Aber das ist unlogisch. Entweder er ist immer da oder nicht. Ganz einfach.

Ich freue mich auf meine Konzerte in Heerbrugg und Appenzell. Im hübschen Appenzell steht eine romantische große historische Max Klingler Orgel, ein Orgelbauer aus Rorschach, wo ich auch schon war.


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