Kuhn Orgel Frauenkloster Maria der Engel Appenzell Schweiz
kath. Kloster Maria der Engel
Orgelbauer:
Kuhn AG (Orgelbau Schweiz)
Baujahr:
1926 / 1975 / 1968 / 1991 / 2023
Datum des Erstbesuchs:
2026
Disposition und Spielhilfen
Pneumatische historische Kuhn Orgel Frauenkloster Maria der Engel Appenzell Schweiz, ca. 6000 Pfeifen, 2 M, 11 R, Taschenladen
Die kleine hübsche romantische Kloster-Orgel auf der Westempore hinter einem Zaun wurde 1991 und 2023 von Kuhn saniert, geputzt und revidiert, da Schimmel und Alter dem Instrument zugesetzt hatten. Außerdem wurde sie neu intoniert durch Matthias Hugentobler.
Schimmel verändert die Klangfarbe und ist allgemein gefährlich für die Orgel. Besonders auf Holzpfeifen setzt sich gern Schimmel ab. Die Pfeifen mussten ausgebaut und gereinigt werden. Eine zusätzliche Lüftung sorgt nun für besseren konstanten Luftaustausch in der Orgel, um Schimmel vorzubeugen.
Auch der Spieltisch wurde revidiert.
Und das gesamte Klostergebäude wurde saniert.
Sie ist die vierte Orgel des Klosters. Während von den ersten beiden Orgeln leider wenig bekannt ist, stammen einige der heutigen Pfeifen noch von der dritten romantischen Orgel von 1850.
Die Doublette 2’ und die dreifache Mixtur sollen noch aus dem Vorgängerwerk von Dörig stammen.
1975 wurde die historische Kuhn Orgel dem damaligen Klanggeschmack angepasst. Einige Register wurden leider beschnitten, um den Zeitgeist der Neubarockisierung zu befriedigen.
Man meinte, mit der Neobarockisierung hellere, glänzendere Klänge erhalten zu wollen. Dabei war die Orgel im Original schon weich, singend, zart und auf die Schwestern ausgerichtet. Diese Eingriffe sind wiedermal nicht zu rechtfertigen.
Die Klosterorgel besitzt eine pneumatische Traktur: Der Impuls von den Tasten zu den Pfeifen wird durch Luftstrom durch dünne Bleiröhrchen ausgeführt, also nicht mechanisch.
Dabei sind die Blasbälgchen und Leder-Membranen schnell verschlissen und müssen regelmäßig ersetzt werden, was leider manchen Kirchgemeinden zu teuer ist.
Manual II Schwellwerk
Liebl. Bourdon 8
Principal 4
Gedecktflöte 4
Quinte 2 2/3
Doublette 2
Mixtur 2
Hauptwerk I
Suavial 8
Harmonika 8
Flûte harmonique 8
Traversflöte 4
Pedal
Subbass 16


Koppeln und Spielhilfen
Manualkoppel II – I
Normalkoppel II – I,
II – P, I – P
Oberoktavkoppel II – II, II – I, I – P
Unteroktavkoppel II – I
1 freie Kombination
Registercrescendo
Klang und Akustik
Schöne, zarte Akustik.
Persönliche Note
Es ist schön, die Appenzeller Bahn steil nach oben zu fahren, von Altstätten nach Gais und Appenzell in die Alpen. Auch Appenzell besitzt eine Kapelle wie Altstätten. Hier in Appenzell gibt es typische süße Köstlichkeiten, ein Kloster, schöne Kirchen. Appenzell besitzt ca. 7000 Einwohnerinnen.
gefällt mir gut dieses Kloster. Gibt es hier noch echte Schwestern? WoW. da muss ich unbedingt hin.