10. April 2026: 🙂
Foto: Klais Orgel Harsewinkel 2026
Ich wurde gefragt, was ich von dem Neuen Geistlichen Lied halte oder von Worship und Lobpreis. Ja, also, ich habe nichts dagegen, im Gegenteil, viele Songs und Lieder sind sehr schön. Ich habe ja selbst viele geschrieben. Was mir allerdings auffällt, ist, dass diese Lieder von Albert Frey und Lothar Kosse und Co und in diesem Stil auf Dauer langweilig, platt und immer gleich klingen; sie sind im Gegensatz zu den alten wundervollen Chorälen so schnell „ausgelutscht“. Aber manche singen sie immer noch. Dass sie so wenig Substanz haben letztendlich im Vergleich zu den Chorälen, das liegt auch an den Texten, glaube ich. Die Texte sind einfach nicht tief genug. Sie halten sich nicht.
Die Lieder erinnern mich an die Schokolade Bounty. Ich habe das mal so geliebt und dauernd gegessen; heute kann ich das nicht mehr recht verstehen; und ich mag Bounty eigentlich nicht mehr sonderlich. Ich kann es trotzdem essen. Aber ich habe es schon ewig nicht mehr gegessen. Aber Brot und Käse und Butter – das wird nie langweilig. So ist es mit diesen Liedern und den Chorälen im Vergleich.
Außerdem habe ich die traurige Erfahrung gemacht, dass die Leute, die diese Lieder geschrieben haben, keine Vorbilder oder besonders tolle Christen oder so waren. Im Gegenteil. Das Lobpreis Business ist sehr weltlich, sehr männerdominiert, es geht um Geld, um Macht, um Revier. Mit viel Sekten-Charakter. Auch da haben Männer ihre Hand auf dem Hebel gehabt, Männer wie Frey, Arne Kopfermann und Michael Schlierf haben niemanden neben sich geduldet oder hochkommen lassen, der oder die anders oder besser war oder nicht ins Bild gepasst hat – und Frauen (außer die eigene) und studierte Musikerinnen schon gar nicht.
Ich habe auf diesen freien christlichen Treffen Dinge an Hauen und Stechen erlebt, an Männer-Klüngel „im Namen Jesus“, wo Leitertreffen als „Elefanten-Treffen“ bezeichnet wurden, in denen nur die Männer saßen, eingebildet und ungebildet bis dorthinaus, die davon sprachen, dass ich nicht demütig genug sei, zu leiten.
Neue CD 2026 BACH BERÜHREN:
https://www.ann-helena.de/orgelinformation
https://www.ann-helena.de/shop
https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

sehr guter Presse-Bericht über dich: in der Neuen Westfälischen Zeitung: von Burkhard Hoeltzenbein:
IM ANDEREN KLANGKOSMOS
Die Spielfreude ist Ann-Helena Schlüter in jedem Akkord anzumerken
Die Botschaft von der Auferstehung bringt die Organistin Ann-Helena Schlüter bei ihrem Konzert am Ostermontag in der ehemaligen Abteikirche St. Marien hoch emotional und sehr modern rüber.
Man sieht: man kann auch Kunst und klassische Musik und Kunstmusik frisch, modern rüberkriegen ohne so banal zur Popmusik zu tendieren wie Anna Lapwood
bei mir klingt alles schief