Heute erinnere ich an den Poeten Erdmann Neumeister, 1671, und an den Komponisten Johann Friedrich Fasch, 1688.
Es ist schön, mal Urlaub ganz ohne Musik zu machen, ob mir das gelingt? Wir fahren bald auf eine kleine Kreuzfahrt, bin gespannt.
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2. September 2026: Bewunderung zu erlangen, ist viel; mehr jedoch, Zuneigung. (Baltasar Morales)
Foto: Die Sonnen-Ewigkeits-Orgel von Paul Damjakob
September! Ich freue mich auf meine Konzerte in September, besonders auf Wümbach Ilmenau, Peitz Cottbus, Fürstenhagen Hessen, Hüffenhardt, Odenwald, Ausland, Hamburg…
31. August 2026: Wahrheit kann man an ihrer Schönheit erkennen. (Richard Feynman)
Foto: Waldesruh. AHS
Heute erinnere ich an die Forscherin Elaine Scarry und an den Dichter Angelus Silesius, 1624.
Ich lese den irischen Schriftsteller James Joyce, den ich mag. Sein StephenDedalus, der in der Kirche gelitten hat, besitzt starke autobiographische Züge.
Wer nicht beides spielt, Orgel und ein dynamisches Instrument, kann nichts spielen. Ich wusste das schon vor meinem Studium Orgel und Kirchenmusik. Ich merkte es an dem Neid der anderen Organisten. Auch dass manche meinten, ich hätte wohl mein Klavier aufgegeben. Dabei haben sie mich mit sich selbst verwechselt. Es ist den meisten unbegreiflich, beides zu können.
Meine Tenorflöte von Sigo Kunath ist angekommen, zu meiner Bassflöte.
Spannend finde ich, dass man KI trainieren kann. Anfangs wusste sie nichts über Orgel und machte viele Fehler. Weil sie es für ein unbekanntes Nischen-Thema hielt. Jetzt weiß sie, was ich wissen will und „kennt mich“. Sie lernt durch mich immer mehr dazu. Ich unterrichte KI zum Experten.
Nach Südschweden und an den Rhein: Schlüter zeigt eine sagenhafte Fingerfertigkeit vor 120 Freunden der Orgelmusik. Die Basilika in Altenstadt wurde mit kathedralen Klängen erfüllt. (jj, Merkur Schongauer Land)
Anbei die wunderbare Ewigkeits-Sonnenorgel, die Paul Damjakob-Orgel:
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31. August 2026: Kein anderes Instrument bietet uns so viel Kosmos. (Antje Vollmer, Theologin)
Heute erinnere ich an Pater Braun, den englischen Geistlichen Pater Brown (von Autor G.K. Chesterton) und die deutsche TV-Figur PfarrerBraun (mit Ottfried Fischer): Beide sind überzeugte, gläubigePriester. Ihre tiefe christliche Überzeugung prägt ihre Methoden und Motive.
Gestern waren wir auf der Sommerbühne in Würzburg mit dem „Zerbrochenen Krug“ in dieser schönen antik deutschen, poetischen Sprache, die einem nicht aus dem Kopf geht; das Stück tiefgründig und lustig zugleich. Es zeigt das krasse Fehlverhalten von Männern gegenüber Frauen. Wenn auch verharmlosend von Kleist ins Lustige, ins Lustspiel gezogen. Gnädig lachen die Damen im Publikum mit, und die Frau MartheRull wird von Männern grinsend als Furie bezeichnet.
Bezüglich der vielen Organisten, wie ich gestern im Blog meinte, die das Spiel von dynamischen Instrumenten aufgegeben haben und kein dynamisches Instrument gut spielen können und wenig (virtuose) Technik aufzeigen, möchte ich noch hinzufügen, dass diese auch um große historische und um alle schwergängigen Orgeln ohne Spielhilfen einen Bogen machen, um alle virtuose Literatur an der Orgel. Sehr viele dieser Leute sind KMDs, Kreiskantoren und Domorganisten etc. Sie rechtfertigen sich mit „Improvisation“. (Das wenigste davon ist wirklich Improvisation.)
Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“:
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30. August 2026: Das Gefährliche für die Gleichberechtigung ist der Mythos, wir hätten sie schon. (Ingunn Yssen)
Foto: Heissler Orgel kath. St. Kilian Kirche Unterschüpf Boxberg Baden
Heute erinnere ich an die baltische Freifrau Juliana von Krüdener, adelige, pietistische Schriftstellerin.
Ich glaube, bei vielen Leuten, die sich an dynamischen „kleinen“ Instrumenten versucht und früh aufgegeben haben, sei es Geige, Cello, Klavier, Oboe, Cembalo, Flöte – weil es technisch sehr schwer und anspruchsvoll ist und viel Fleiß, Disziplin, Begabung und Arbeit braucht – und die dann an die Orgel kommen, geschieht oft, dass diese fast nur an großen Orgeln mit Setzeranlage interessiert sind, da kleinere Orgeln sie an die dynamischen kleinen Instrumente erinnern, an denen sie versagt haben. Und das stimmt auch: kleinere Orgeln brauchen mehr Technik als große. Man kann zusammenfassen: alle, die nur an großen Orgeln spielen können oder wollen, haben meist keine gute Technik.
Heissler Orgel St. Kilian Kirche Unterschüpf Boxberg Baden, 2 M, 15 R, RP, neobarocker Touch
Das Instrument wurde ursprünglich in den 1960er-Jahren für das Knabenkonvikt St. Michael in Tauberbischofsheim errichtet und war dort die erste mechanische Traktur im Taubertal.
Nach dem Verkauf des Konvikt-Areals an einen Investor wurde die dortige Kirche profaniert.
Die Kirchengemeinde in Unterschüpf erwarb diese solide Orgel, ließ sie von einer Fachwerkstatt in Feuchtwangen renovieren und nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Pfarrkirche St. Kilian in Unterschüpf aufstellen.
Die Orgel passt perfekt in diese schöne helle, frisch sanierte Kirche mit großer Akustik. Es ist meine 12. Heissler-Orgel. Ich habe auch diese Werkstatt schon besucht.
In der evangelischen Kulturkirche Unterschüpf befindet sich zudem die historische Adam-Ehrlich-Orgel von 1742.
In der weißen katholischen Kirche direkt am Markplatz steht die Orgel mit schwarzen Tasten mit den Pfeifen direkt an den Tasten.
Die katholische Kirchengemeinde Boxberg-Ahorn rettete die Orgel vor der Verschrottung.
Erst nach Abschluss aller Renovierungen konnte sie endlich ihre weitere Reise antreten und in Boxberg-Unterschüpf endgültig eine neue Heimat finden und damit ihr „zweites“ Leben beginnen.
Nach Schließung des Konvikts 2020 erwarb die Kirchengemeinde Boxberg-Unterschüpf das Instrument statt einer geplanten elektronischen Lösung. Die mechanische Orgel klingt schön, muss jedoch saniert werden.
Es gibt Normalkoppeln als Pistons. Die Akustik ist schön und leuchtend.
29. August 2026: Orgeln sind Tempel, Wunderwerke, von Gottes Hand beseelt, Nachklang der Schöpfung. (J. Gottfried Herder)
Foto: Pneumatische Link Orgel opus 247 Schweigern Boxberg, Baden
Heute erinnere ich an Marek Edelmann, Ludwik Hirszfeld und Abraham Joshua Heschel.
Heute fuhren Sebastian und ich nach Schweigern:
Historische pneumatische und romantische Link Orgel op. 247 ev. Martinskirche Schweigern Boxberg (Baden), 2 M, 16 R
Hier im lieblichen Taubertal steht die hübsche evangelische Kirche mit ihrer schmucken Denkmalorgel.
1954 bekam die Kirche ein neues Geläut, denn die historischen wurden im Zweiten Weltkrieg geraubt.
1959 wurde sie renoviert und auch 1999.
Die Kirche ist hell, mit loser Bestuhlung und beweglichem Altar.
Die Akustik ist sehr schön, sprechend und vokal.
Orgelinnenraum und Orgelpfeifen wurden 1999 ebenfalls gereinigt und die Orgel neu gestimmt.
Nach Abschluss der Kirchenrenovierung wurde die Orgel wieder eingebaut.
Schweigern liegt in einer Talsohle der Umpfer zwischen Boxberg und Unterschüpf und ist Stadtteil von Boxberg in Baden.
Es ist meine 15. Link-Orgel. Diese hier ist eine der jüngeren. Da die Dörfer kein Geld hatten, ihre Orgeln zu tauschen und zu ändern im Zeitgeist, blieb diese Orgel original erhalten, was ein Wunder ist.
Es gibt auch einen Schöpfer für Wind. Es machte viel Spaß, mit lebendigem Wind zu spielen. Es ist weicher und zarter. Die Orgel muss wieder saniert werden, da der Wind recht langsam arbeitet.
Der Klang ist warm, direkt, hell, singend in sehr schöner Akustik. Durch die hellen, warmen Klänge ist die Orgel raumfüllend. Sie besitzt schöne romantische 8 – Füße, Flöten, Solostimmen.
Ich sitze mit dem Gesicht zur Gemeinde.
Die Koppeln sind blau, das Pedal rosa, das 2. Manual hellgelb, das HW weiß. Es war sehr schön, hier zu spielen.
28. August 2026: Ob Stoffe, Taft, Kleider, Farben oder Töne … ich erlebe das Wunderbare, Sinnliche auch beim Ineinanderfließen der Töne. (AHS)
Foto: Steinmeyer Orgel op. 2339 kath. Stadtpfarrkirche St. Jakobus der Ältere (1709)
Heute fuhren wir nach Lauda und trafen eine neue Königin:
Große neobarocke Steinmeyer Orgel opus 2339 kath. St. Jakobus Kirche Lauda Königshofen in Baden 3 M 36 R Radialpedal 4 Pedal Transmissionen aus HW
Im lieblichen Taubertal nah an Franken steht dieses Kind seiner Zeit mit wunderbaren Zungen und singenden Flöten und zartem Tremulant im Rückpositiv Schwebung im 3. Manual SW in dieser hellen großen langgezogenen Kirche mit viel weißem Stuck. Es ist eine der größten Orgeln der Umgebung. Die Akustik ist brillant.Die braune Orgel im zweigeteilten Prospekt verbunden durch ein Schwellwerk mit neobarockem Touch und mit großem RP an der weißen Emporenbrüstung steht auf der breiten WE.
Ihre Register und mechanische Setzeranlage sind etwas verwirrende dunkelbraune Kipp–Würfel: die linken müssen von links nach rechts und die rechts von rechts nach links gekippt werden. Ein Albtraum, hihi.
Als Organistin verschwindet man völlig hinter dem wuchtigen Instrument.Mechanische Spieltraktur (Tontraktur) und elektrische Registertraktur (Schleifladen-System). Freistehender Spieltisch mit Blick auf das Gehäuse.Es ist meine 45. Steinmeyer Orgel. In Lauda spielte ich auch in Gerlachsheim.Im Zuge einer Kirchenrenovierung wurde die Orgel gereinigt und gestimmt. Doch das Instrument benötigt eine umfassende Elektrosanierung da die Kosten hierfür von ursprünglich 15.000 Euro auf rund 50.000 Euro gestiegen sind. Bitte spendet!Die genaue registerweise Auflistung (Disposition) der Steinmeyer-Orgel von 1978 in St. Jakobus (Lauda) ist in den frei zugänglichen Online-Datenbanken nicht im Detail dokumentiert.
Daher ist die Disposition hier zum ersten Mal im Netz.
An den Seitenwänden unten in der Kirche sieht man den goldenen Kreuzweg von 1900. Die klassizistische Kanzel ist von 1804, das Deckenbild im Chorraum von 1894.
1945 wurde der Turm beschossen und 1975 erneuert. Das Geläut besitzt 7 Glocken, wovon 2 historisch sind. Die Kirche besitzt einen schönen Chorraum, gekrönt mit einem hellblauen Vorhang und einem Hochaltar von 1755.
Sehr schöne sprechende Akustik, schwingend-süffig. Das ausdrucksstarke Schwellwerk verbindet optisch und akustisch die beiden Seitenflügel des Prospekts. Das Gehäuse ist eher schlicht. Was es wohl früher hier für eine Orgel gab? Geweiht wurde diese Orgel vom wunderbaren Paul Damjakob.
Sehr schön ist im RP das rauchige Quintatön und als Solostimme das Holzgedackt 8 mit Rohrflöte 4. Das HW ist gravitätisch, die Mixtur etwas zu scharf, sehr schön die französischen Zungen. Die Gamba mag ich und die Bifaria mit Salicional als Schwebung im SW oben. Und die Bombarde im Pedal.
Es war sehr schön, hier zu spielen. Die malerische Gegend mit ihren Dorfkirchen ist eine Augenweide! Der Spieltisch ist schlicht und praktikabel, abgesehen von den Würfeln. Nebenan gibt es Eis!
Die Orgel mit edlen Zinnpfeifen steht als schön geschreinerte Schränke aus getöntem Eichenholz vor dem großen Fenster.
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27. August 2026: Gott hat auch Herzensanliegen: Wir. Wie wir. (AHS)
Es gibt einen Unterschied zwischen (negativer) Angst vor Gott, also vor Kontrolle – und positiver Ehrfurcht. Ehrfurcht bedeutet, dass wir uns von Gott führen lassen. Wir sind nicht fremdgesteuert, wenn wir unserem Schöpfer erlauben, uns zu führen, und darin übernehmen wir Verantwortung und Selbststand in Form von Selbständigkeit.
Heute erinnere ich an Margaret Laurence, 1926, kanadische Schriftstellerin, die als kreative und künstlerische Frau ihren Weg gegangen ist und genau darüber schreibt – wie wir wachgerüttelt werden können.
Ich freue mich über den schönen Pressebericht zu meinem Konzert in Altenstadt.
Zu Weihnachten kommt ein neuer Lyrikband von mir heraus. Diesmal habe ich zum ersten Mal die Rolle einer lyrischen Übersetzerin übernommen. Die wundervollen Gedichte von Edith Södergran von 1916 habe ich lyrisch aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzt, ins moderne Deutsch von 2026. 110 Jahre liegen dazwischen. Es war viel Arbeit, hat aber auch viel Freude gemacht. Der Gedichtband heißt NOCTURNE. Die VÖ ist Mitte November.
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26. August 2026: Verloren geglaubte Empfindungen kommen beim Üben auch hervor. Oft muss ich stoppen und dem erstaunt nachfühlen. Manchmal passiert dies auch im Konzert, was sehr irritierend ist, da ich keine Zeit haben, nachzufühlen und mich das Gefühl kalt erwischt. (AHS)
Heute wurde ich Paul Damjakob vorgestellt, dem ehemaligen Domorganisten in Würzburg; er ist 87, fit, eine starke Persönlichkeit und sehr besonders. Er mag meine Videos zu Franz Liszt, besonders mein Ad nos aus dem Dom in Schwerin an der legendären, schwergängigen Ladegast Orgel (wo meine Füße auf dem riesigen breiten Pedal winzig aussehen) und mein Liszt B-A-C-H aus Hamm Heessen, und sagte, ich sei ein „Orgelvamp“, ein Genie, eine Virtuosin und eine Liszt-Expertin.
Er hat uns viel erzählt aus seinem Leben, was sehr spannend ist. Er schreibt nun an einem Buch über sein Leben.
Das sind so andere Zeiten als die, in denen wir nun leben. Ich bin überrascht, wie ein fast 90jähriger so lebendig, klug und gutaussehend sein kann; mit blauen, wachen Augen erzählte er uns, detailgenau, irgendwie unschuldig und mit viel Leidenschaft, wie die Zeiten 1940 und 1950 waren. Ich liebe Geschichte und könnte stundenlang zuhören, auch wenn mich viele Dinge aufwühlen und ich schon nach 10 Minuten das Gefühl habe, ich muss raus und alles verarbeiten und dann wiederkommen. Das denke ich alle 10 Minuten lang, viele Stunden lang.
Er redete dabei von allem anderen als Musik. Von Pferden, von Straßenbahnen und Zügen; er zeichnete sehr gut. Es war sehr interessant, zu sehen, wie er aufgewachsen ist; die Fotos, Briefe und Bilder – das unfassbar geschraubte Deutsch von damals in Briefen und die Musik zu hören.
Ich bin sehr dankbar und fühle mich geehrt, ältere Menschen, die weise und echt und nicht böse und bitter geworden sind, zu treffen; die lachen und sich freuen wie Kinder; bei denen man auch kindlich sein darf, ohne toll sein zu müssen; die die Zeit vergessen; die durch Schmerz und Leid durchgehalten haben.
Auch sagte er, dass die Zeiten auch bei ihm nicht immer leicht waren; er musste um alles um Erlaubnis bitten und fragen und bitten; aber er sagte, er hätte nicht weg gekonnt, denn die Domorgel in Würzburg sei sein Verdienst, „seine“ Orgel. Sein Leben war vor allem der Dienst in der Liturgie. Von daher verstehe ich es.
Mein Liszt an der legendären Ladegast-Orgel Dom Schwerin mit den brennenden Kerzen (Aufnahme nachts):
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25. August 2026: Wo willst du Gott suchen? In der Tiefe, über den Sternen? (Jakob Böhme)
Heute erinnere ich an Erika Mann, 1905. Sie reiste selbst herum, um zu erleben und verließ sich nicht darauf, was andere ihr erzählten, wie Sachen seien. So mache ich es auch. Es gibt zu viele Menschen, die hören Gerüchte und Stories und glauben sie, ohne selbst geprüft oder gesehen oder erlebt zu haben. Natürlich bedeutete es auch, dass Erika Mann kein leichtes Leben hatte.
Aber originelle Geister und große Intellektuelle würden dahinwelken in der zähen Masse von Spießbürgern, in der blühenden Idiotie, die schläfrig und krude die Kunst verachten und unfähig sind, edle und intelligente Gedanken nachzuvollziehen – so schrieb es auch José Maria Eça de Queirós, portugiesischer Schriftsteller und Kosmopolit, 1845. Er wurde als Nestbeschmutzer betitelt, weil er das Spießbürgertum seiner Landsleute aufdeckte.
Auch in der Schulmeister-Lehrer Lämpel-Kirchenmusik existiert viel Spießbürgertum, die Musik und Kunst im Keim ersticken. Man darf hierbei nicht vergessen, dass es Spießbürgertum um Macht geht. Um gesellschaftliche Stabilität. Um Gleichgültigkeit gegenüber Kunst. Um Unterdrückung. Wir brauchen wieder Kunst und Glauben in der Kirche.
Bürgerinnen der Welt schauen über die Grenzen ihres eigenen Landes hinaus. Sie reisen gern und schauen selbst nach, was Sache ist, auf den Bühnen des Lebens, suchend nach Geschmack und Erkenntnis. Das Herz schwebt himmelwärts, ist auf dem Sprung in die Ewigkeit. Die Erde reicht nicht aus. Mir wachsen Flügel, die Freiheit, an Orte zu gelangen, wo ich vorher nicht hinkonnte, und es ist leicht – besonders auch im Geist, in der Literatur, wie es auch Claire Keegan meinte, irische Schriftstellerin, 1968.
Musik ist wie ein Teil von mir, während ich Literatur als etwas von außen, außerhalb von mir, betrachten kann, das ich nach Belieben formen oder sein lassen kann. Beides, in mir, außerhalb von mir, hat Vor- und Nachteile.
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