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Musikvermittlungskonzerte, Familienkonzerte, Schülerkonzerte und My Playlist Beethoven mit der Deutschen Radio Philharmonie unter Azis Sadikovic 2020:

  

ARD-Musikwoche 2020 Ann-Helena Schlüter

Mittwoch 22.1. um 9.30 und 11.30 Großer Sendesaal, Funkhaus Halberg Saarbrücken, u.a. Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 (Moderation Ingrid Hausl)

Donnerstag 23.1. um 9:00 und 11:00 Großer Sendesaal, Funkhaus Halberg Saarbrücken, u.a. Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 (Moderation Roland Kunz)

Freitag 24.1. um 9:30 und 11:30 SWR Studio Kaiserslautern, Emmerich-Smola-Saal, u.a. Beethoven Klavierkonzert Nr. 3

Samstag 25.1. um 16 Uhr Familienkonzert My Playlist Beethoven,SWR Studio Kaiserslautern, Emmerich-Smola-Saal, u.a. Beethoven Klavierkonzert Nr. 3

Sonntag 26.1. um 11 Uhr Familienkonzert My Playlist Beethoven, ARD Musik-Woche 2020, Großer Sendesaal, Funkhaus Halberg Saarbrücken, u.a. Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 

http://www.bach-festival.de

21.03.2020 12.00 Uhr in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche
Mittagsmusik auf der Wender-Orgel und Steinmeyer-Orgel, Werke von Bach, Bruhns und Buxtehude. 21.03.2020 17.00 Uhr in Bachs Traukirche in Dornheim. Bachprogramm auf der Gerhardt-Orgel (aus Bach Kunst der Fuge und Wohltemperierten Klavier I)

Erklärungen zum WTK I und zur Kunst der Fuge 
Aus dem WTK I :

Präludien und Fugen C-Dur, D-Dur, e- Moll, g-Moll, h-Moll 

Aus der Kunst der Fuge:

Contrapunctus I bis VII 
Vier Kanons
Contrapunctus XIV

Improvisation zu B-A-C-H

27. Dezember 2019

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Cuxhaven Teil 2

Warum müssen Frösche beim Schlucken die Augen schließen? Weil sie keine Schluckmuskeln haben.

Tidestieg und Tidefall:

Ich finde es spannend, dass auch die Elbe Gezeitengewässer ist, weil die Flut vom Meer herein drückt. Der Tidenhub (Unterschied Wasserstand zwischen Ebbe und Flut) in Hamburg ist 3,60 m! Erst hinter dem Sperrwerk in Gesthacht ist der Gezeiten-Einfluss vorbei. Für die Elbphilharmonie elbaufwärts wurde extra ein Puffer eingebaut, um auch Sturmfluten zu berücksichtigen. In den USA und Kanada gibt es einen Tidenhub von über 13 Meter (Bay of Fundy, Kanada)! Die Ostsee misst nur einen Tidenhub von ca. 30 cm. Es sind mindestens 3 Meter an der Nordsee hier in Cuxhaven (3,40 m).

“Ham-mer nich’. Stade drum.”

Je nachdem, mit was für Gedanken oder Geschichten ich mich beschäftige, verwandeln sich die Töne beim Üben in Vögel oder Menschen oder Engel… Das Auswendiglernen braucht am meisten Zeit.

Heute besuchten wir die Alte Liebe, den Hafen, die Fischkutter, Leuchtturm und Wasserturm (zuständig für den Wasserdruck), das Semaphor Cuxhaven (Windstärke anhand Borkum und Helgoland, heute war Windstärke 4) bei der Alten Liebe, das Schloss Ritzebüttel und den Weihnachtsmarkt um den Schlossgraben. Ich mag die roten Backsteinkirchen. Vom Hafen aus kann man nach Sylt, Neuwerk, Helgoland und zu den Seehundbänken fahren, jeweils Tagesausflüge. Wenn ich auf Sylt spiele und in Bremerhaven, versuche ich dies einzurichten.

Ich sammle übrigens gern: Briefmarken (besonders Tiere und Musiker), Münzen, Schallplatten, Badeenten (besonders Musiker), Tiere zum Aufstellen, Noten, Filme, Bücher, CDs und Instrumente.

Empfehlen kann ich heute Lynn Austins Luisas Töchter und Bücher von Elizabeth Musser. Zudem das Kartenspiel Elfer raus! und den Film Music of the heart – ein Film, den ich schon mehrmals gesehen habe. Auch ich würde sehr gern in der Carnegie Hall spielen, wo auch Rachmaninov und Tschaikowski gespielt haben.

Übrigens: Nur zwei Prozent der Weltbevölkerung sind echt blond, habe ich heute gelesen.

25. Dezember 2019

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Cuxhaven

Weihnachten an der Nordsee mit Spazierengehen, Baggersee (Gudendorfer See und Franzenburg), Altenwalde (einem Straßendorf), Plätzchenbacken, Herrnhuter Sternen, Power Nap, Musik, Meeresluft, Wein, mit Geschenken (ich liebe Geschenke), Lesen von Romanen, Kuchen, einer plattdeutschen Mitternachtsmesse St. Nicolai in Altenbruch mit der wunderschönen historischen Orgel Klapmeyer 1730, von Ahrend restauriert, und drei mächtigen Glocken im Glockenturm, Lüdingworth, Strand (Döse und Duhnen, klingt ein bisschen wie Dick und Doof), Kurpark mit Pinguinen, Fisch und asiatischem Essen…

Duhnen hat viele Hotels, zum Beispiel das Badhotel. Besonders gut gefällt mir der Strand an der Kugelbake. Dort gibt es Dünen. Dort fließt die Elbe in das Meer. Hinter Deich, Wellenbrechern und Damm wird die Elbe plötzlich 13 Meter tief. Grosse Container fahren dort Richtung Hamburg oder Ostsee.

Und dann gibt es noch Sahlenburg mit Wald direkt am Wasser.

Ich bin sehr empfänglich für Orgeln wie die Nadel eines Kompasses. Irgendwie bin ich zufällig immer in der Nähe toller Orgeln.

Ich mag die Jahreszeiten am Meer. Die Wolken im Winter sind anders als im Sommer.

Die Nordsee mag ich besonders, weil sie tougher ist als die Ostsee, und wegen Ebbe und Flut, Gezeiten (Tiden) und Priel; das Feeling ist einfach anders an der Nordsee.

Die winzige Insel Neuwerk ist sicher auch sehr schön: Dort kommt man nur mit dem Pferdewagen hin, dem Wattwagen, über das Meer, oder mit dem Schiff oder wattandern (mit Führer). Hat einer der wenigen Anwohner auf Neuwerk Zahnschmerzen, wird er mit dem Hubschrauber nach Hamburg geflogen.

Vielleicht sollte ich eine Fischbude aufmachen und werde reich und aberreich? Kaum zu glauben, dass dies alles noch Niedersachsen ist. Einfach riesig.

Cuxhaven hat ca. 50.000 Einwohner, dazu gehören auch Holte-Spangen (ein Pferdeort) und Altenbruch, jedoch mit dem ganzen Gebiet herum, mit allen Dörfern und Orten wie Otterndorf, Stade und Buxtehude ca. 200.000 Einwohner. Ahoi, Weltenbummlerin!

Eine Frau, die in einem Mann die Angst entdeckt, ist auch bereit, ihn zu lieben.

Woran man sieht, dass es keine Evolution in dem Sinne gibt? Leider, nun, Männer sind seit Anbeginn exakt die Gleichen geblieben. Da hat sich nun nichts geändert seit biblischen Zeiten bis heute.

Ist alles im Leben ein Tanz?

Zu Mozart habe ich noch folgendes bedacht: Es kostet sehr viel Kraft und Hingabe, auf Knopfdruck und innerhalb kürzester Zeit von Kreativität zu leben, das heißt, mit Kunst und Komposition Geld zu verdienen. Mit großen Opern in seinem Fall. Ich bewundere ihn dafür. Er dirigierte seine eigenen Werke, obwohl er nie Dirigieren oder Komponieren “studiert” hatte wie wir es heute tun. Hätte es damals eine Art GEMA gegeben, niemals wäre Mozart arm gewesen, denn seine Opern wurden überall schon zu seiner Lebenszeit aufgeführt, doch er selbst sah dabei keinen Pfennig. Genialität kann man nie verurteilen, und auch nicht die, die genial begabt sind – mit solchen Gaben muss man erst mal (über)leben können.

Es macht keinen Sinn, jemanden zu hassen, den man liebt. 

7. Dezember 2019

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Musikalischer Impuls 4:

Erkenntnis, Interpretation, Disposition und Improvisation

Genius ist Obsession. Ob Musik eine Art Droge sein kann?

Ich glaube nicht, da Tiefe, Vernunft und Werte in der Kunst liegen. In dem Buch Die Orgeln J.S. Bachs und bei Klinda lese ich viel über unterschiedliche Dispositionen der Thüringer Orgeln, der Orgeln aus Sachsen und der norddeutschen Orgeln. Ich meditiere über diese, wie was zusammen klingt, was wie begleitet werden kann und wie die Orgeln aufgebaut sind, wo welches Werk positioniert ist, wo die Streicher sind, wo was ineinandergreift, wie aufregistriert werden kann, welche Werke korrespondieren, wie die Orgel proportioniert ist – da mir die Registrierungen zu Bachs Orgelwerken wichtig sind (nicht nur 8-4-2-Mixtur…).

Da sind zum Beispiel die Johanniskirche in Lüneburg, Naumburg, die Kirchen und Orgeln in Dresden und die große Trost-Orgel in Waltershausen bei Gotha von 1730, die Bach eventuell kennengelernt hat (er arbeitete hier bereits 8 Jahre in Leipzig). Es ist für mich spannend, Dispositionen zu meditieren und einen Orgeltyp mit einem anderen (den ich schon kenne) zu vergleichen. Der Unterschied zu den Orgeln Mitteldeutschlands und den norddeutschen (und sowieso süddeutschen) ist groß. In Waltershausen gibt es im Hauptwerk sechs Achtfüße und einige Streicher und Schwebung. Mit diesen Streichern und vielen Acht- und Vierfüßen kann man neue Farben kreiert.

An norddeutschen Orgeln gibt es keine Streicher und keine Möglichkeit, viele Achtfüße zusammenzuziehen, im Gegenteil, dies ist zu vermeiden. Wenn man Dispositionen nicht meditiert, können schöne Orgeln sehr schnell sehr schlecht klingen. Man kann an Dispositionen natürlich nicht alles und vieles nicht erkennen: Man kann beispielsweise nicht ablesen, ob die Mixtur eine Terz hat oder nicht.

Jede Mixtur ist ein Unikat. Waltershausen hat eine tiefe Mixtur. Jedoch erst am Repetieren einer Mixtur ist zu erkennen, wie tief oder hoch eine Mixtur wirklich ist. Waltershausen besitzt sehr viele Grundregister vieler verschiedener Bauarten. Neobarocke Orgeln werden heute mit zu vielen Aliquoten gebaut.

Waltershausen besitzt sogar einen Geigenprinzial, eine Art Koppel, obwohl dies eigentlich ein Registerzug für die Romantik ist, wie viele sagen, dazu viele weiche Flöten, eine überlassene, spuckende Traversflöte, ein Nachthorn als milde Quintadena (immer gedackt), Blockflöte und Gemshorn.

Wichtig ist, nie zu vergessen, dass man bei einer Orgel Flächen zum Klingen bringen muss (Koppeln) und dass Orgelspielen ein Spielen in Räumlichkeiten ist. Dass man im Resonanzkörper der Orgel sitzt.

Ich beschäftige mich auch mit Eggebrechts Orgelbewegung von 1967. Erstaunlich ist, dass dieser berühmte Forscher von “wahrheitsgemäßen, gültigen und vorbildlichen Orgeln” spricht und damit bestimmte Orgeln abwertet und nicht den Schaden der Orgelbewegung erkennt. Die Frage der Orgel ist noch immer nicht geklärt. Natürlich hat die Orgelbewegung auch Gutes und Nachdenken bewirkt. Aber eben nicht nur.

Dabei gibt es so viele spannende Orgeln: Auch die neue Klaisorgel in Würzburg mit lieblicher Cytharra (Streicher), Physharmonika und ihrem Windschweller, Holzharmonika, Harmonium und dass man die Windzufuhr komplett von 0-9 einstellen kann, fasziniert mich. Hier zu improvisieren und dabei einfach die Orgel “machen lassen”, ohne Melodien, ohne konkreten harmonischen Plan, sie einfach klingen (oder nicht klingen) zu lassen, mal wie ein Schlaginstrument, mal wie Frösche eines Akkordeons…

26. November 2019

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Clavichord und Cembalo

Ich bin begeistert von dem Instrument Clavichord. Es ist natürlich anfangs nicht leicht, wunderschönen Klang zu erzeugen: Spielt man zu stark, verstimmt es sich schnell und blubbert über, ist man zu unsicher, kommt kein Klang zustande, und es wispert brüchig und steif vor sich hin. Natürlich muss man erst einmal schauen, welche Stücke passen und welche erst mal nicht. Schwer ist Bachs Kunst der Fuge, aber etwas leichter das WTK. Schön ist Buxtehude (Suites) und Choräle. Selbst ein Mozart kann sehr schön klingen. Wichtig ist, legato und portato spielen zu können, um einen süffigen Sound zu erzeugen. Ich verstehe, dass Bach dieses Instrument geliebt hat und möchte sehr gern ein eigenes haben, das im Schlafzimmer steht. Es ist das perfekte Übeinstrument. Und natürlich ein Cembalo, ein zweimanualiges edles. Ich finde Steigleder, Buxtehude, Bach, Muffat und Couperin wunderschön darauf, und ich finde die Artikulation dort besonders hilfreich für Musikverständnis.

Früher bin ich am Flügel viel von der Dynamik ausgegangen. Nun kommen andere wichtige Parameter zum größeren Vorschein, das Training erfordert. Genau wie bei Liturgischem Orgelspiel bin ich eine neue Schreinerin, die mit Hobel arbeitet, bis ich Schränke und Tische herstellen und verzieren kann.

Wenn ich es mit Künstlern zu tun habe, sehe ich ihnen nicht Mann oder Frau, sondern künstlerische Menschen. Natürlich ist es für mich als Frau in der Welt anders als für einen Mann; ich gebe zu, dass ich denke, dass es als Mann leichter ist und wäre; meine Perspektive ist eine weibliche; tauschen will ich nicht unbedingt. Eines kann ich sagen: Ohne die Unterstützung und Förderung von Männern wäre ich nicht da, wo ich bin. Es ist gibt sehr wunderbare Männer!

19. November 2019

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Ökumenisches Forum Hafencity Hamburg

Das Interview im Kontext mit meinem Roman Frei wie die Vögel im Ökumenischen Zentrum in der Hafencity mit seinem Gebetsraum aus roten Backsteinen war sehr schön; auch das Video zum Roman; danach habe ich noch das Maritim-Museum Hamburg in der Hafencity besucht. (Ich komme immer noch durcheinander, wo die Landungsbrücken, wo die Alster, wo die Elbe, wo die Hafencity ist und von den unglaublich langen Wegen dazwischen.) Ich liebe Segelschiffe. Und Ölbilder zu Segelschiffen. Es war sehr interessant, zu sehen, wie Schiffe gebaut werden. Mit was für Herzblut die lieben Rentner Boote bauen. Sie haben mich gefragt, ob ich mitbauen möchte. Von Hamburg bin ich direkt nach Bamberg zum Konzert gefahren.

Man schließt die Augen der Toten behutsam; nicht minder behutsam muss man die Augen der Lebenden öffnen. (Jean Cocteau)

Vogelerkundungen IV

Diese Tauben! Die haben nun auch von meinem Vogelfutter Wind bekommen. Ich habe sie verjagt, nach ihnen geworfen, sie kamen mehrmals wieder und starrten die Kohlmeisen neidisch an. Die Kohlmeisen wissen genau, dass die Tauben unerwünscht sind. Johann und seine Familie warnen mich, wenn die Tauben kommen, aber diese flüchten erst, wenn ich nach ihnen werfe. Ich weiß nun, dass es eine Familie ist: Johann, seine Frau und seine zwei Kinder. Sie spazieren auch auf dem Boden meines Balkons umher.

9. November 2019

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Musikinterpretation

Die Partitur ist nur ein Notat – natürlich wichtig, aber eine Krücke; in den Noten steht nicht das, um was es eigentlich geht. Man muss zwischen den Zeilen lesen, wie die Musik gemeint ist und klingen soll. Nach einer Weile liest man sozusagen die Musik aus dem Notat heraus. Aber eigentlich ist dies das Geheimnis, das verinnerlichte künstlerische Geheimnis, der Klang, das Herz, die Vision – wie die Pfeifen das Kernstück einer Orgel sind.

Interessant ist es, den Würzburger Abbe Vogler und seine Präludien zu spielen. Man kennt ihn kaum. Mozart kannte den Älteren, der mit Walcker zusammenarbeitete (Effekte statt Pfeifen). Ich bin übrigens schon immer fasziniert von der Orgelgeschichte Eberhard Walkers und Eberhard Friedrich Walckers. Es war nicht nur der Zweite Weltkrieg und seine Bomben, sondern die sogenannte “Orgelbewegung” (die noch heute in den Köpfen vieler herumgeistert), die bedeutende romantische und frühromantische Orgeln verstümmelte und zerstörte. Dies hat natürlich Walckers Orgeln besonders betroffen. Walcker war der Pionier, noch vor Cavaille-Coll, er war der Genius; dennoch reden seit ca. 30 Jahren alle nur von Cavaille-Coll und haben den deutschen Genius vergessen, den selbst Cavaille-Coll (als der Jüngere) größte Ehre aufwies und ihn nachahmte. Walcker wurde missverstanden und vergessen. Dabei ist er wirklich etwas Besonderes, wie man allein in Hoffenheim erkennen kann. Es ist leider typisch für Deutsche, andere Länder wie Frankreich zu feiern als ihr eigenes. Als hätte Deutschland nicht wunderschöne romantische Orgeln gebaut!

22. Oktober 2019

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Lesung in Leer und Walcker-Orgel Hoffenheim

Ich freue mich auf Ostfriesland und ich freue mich auf die Walcker-Orgel in Hoffenheim, Vorbild für die Saage-Bossert-Klais-Orgel. Die Walcker-Orgel ist von 1845 und hat wunderschöne Klangfarben: Salicional 16, Holzharmonika, schwellbare Physharmonika: Schubert, Brahms, Mendelssohn, Reger, Liszt und Mozart klingen hier wundervoll, aber man kann sie auch querlesen mit Muffat und Bach. Alle sprechen von Cavaille-Coll, kaum jemand von Walcker, und wenn, dann negativ: “Ach, die gibt es nicht mehr … war das nicht so eine chaotische Orgelbaufirma…?” Dabei ist Walcker das deutsche Gegenstück vom Niveau her zu Cavaille-Coll. Ich freue mich auch, dass Bearbeiten und Transformationsprozesse an der Orgel möglich sind.

Man kann nicht immer sinnvoll von Original sprechen in der Musik. Das Original war im Kopf der Komponierenden. Es ist ein stufenartiger Prozess.