17. März 2026: Wir können die Verluste nicht in Worte fassen.
Foto: Wegmann Orgel Ersrode
Heute erinnere ich an an Louise Farrenc, 1804.
Würzburg gedenkt an die Zerstörung vom 16.3.45. Eigentlich sollte ich nächste Woche in Israel spielen. Die El Al fliegt zwar sogar noch. Aber es ist zu gefährlich leider. Mein Flug ist zwar noch immer bestätigt. Aber Tel Aviv wird ja sehr attackiert.
Heute besuchte ich Freunde in Dornbirn und Bregenz. Unterwegs kam ich durch Schwarzach und dadurch zu meinem eigenen Erstaunen an der Orgelbaufirma Rieger vorbei. Ich dachte, diese Schrift kennst du doch. Ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass diese hier ihren Sitz haben. Es ist ein ziemlich großer fancy Kasten, völlig anders als Klais. Hätte mich schon interessiert. Da aber der Cyber Mobber Reiner Schuhenn dort arbeitet (der sich selbst als profiliert ausgibt, obwohl ich ihn noch nie auf einem Konzertplakat gesehen habe), hatte ich keine Lust, mich dem Kasten zu nähern. Irgendwann mal, wenn er weg ist.
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16. März 2026: Ich höre die geniale Live-CD Hiroshima Concert 1990 Haydn SCHÖPFUNG. Was für Bläser! Selbst die beste Orgel der Welt kommt niemals an einen solchen Orchesterklang heran.
Foto: Mathis Orgel Diepoldsau 2026
Nach einem langen Weg von Brandenburg Richtung München, Bregenz und hinein in die Schweiz kam ich rechtzeitig zum nächsten Konzert, ein Orgel plus Konzert mit einem sehr netten Trompeter. Die Mathis-Orgel ist etwas jünger als die Eule-Orgel op. 500. Ich höre die geniale Live-CD Hiroshima Concert 1990 Haydn SCHÖPFUNG in Assisi, Italien. Was für Bläser! Selbst die beste Orgel der Welt kommt niemals an einen solchen Orchesterklang heran. Das ist die beste Aufnahme, ein Geheimtipp, mit Moshe Atzmon. Es ist nicht so herzlos überspannt wie Rattle oder Karajan.
Ebenerdige mechanische neobarock tönende Mathis Orgel 1980 kath. St. Antonius Kirche Diepoldsau, Schweiz, 2 M, 23 R, Schweller
Es ist meine 7. Mathis-Orgel. Die besitzt 3 Koppeln: HW-SW, SW-Ped, HW-Ped. Die Register 1-8 sind für das Hauptwerk (1. Manual). 9-12 sind Pedalregister.
Auf der rechten Seite der Orgel sind die Schwellwerkregister 13-20, sowie das Regal (Nr 23). Pommer und Zinke sind nochmals Pedalregister. Die Orgel ist schön und mechanisch.
Die helle weiße Kirche besitzt eine samtig-trockene Akustik und steht im romantischen Dreiländereck bei Lindau, Bregenz, St. Gallen, Bodensee, Allgäu, Liechtenstein, ehemaligen Grenzen und schneebedeckten Bergen.
Die Orgel steht gegenüber des Altars. Zürich und St. Gallen sind ca. eine Stunde entfernt.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.
Es ist schön, hier zu spielen. Über einem wölbt sich die Orgel. Besonders die Mixturen sind eher direkt und neobarock.
Diepoldsau liegt direkt bei Dornbirn und Hohenems, beide Städte Österreich. Direkt an Grenze und Zollamt liegt Diepoldsau. Große Laster fahren leider durch die kleine Stadt. Das Konzert war sehr schön.
15. März 2026: Der Nachhall beträgt 8 Sekunden. Das heißt, dass jede kleine Verstimmung unten gereinigt ankommt. (AHS)
Foto: Eule Orgel Oberkirche Cottbus 2026
Als ich gerade die Wanderer-Fantasie von Schubert auf die Orgel übertrug, brach wegen der vielen Oktaven und Läufen das Hauptwerk unter mir zusammen und begann zu heulen auf einem hohen a. Das soll wohl noch nie vorgekommen sein. Ich brachte die Orgel zum Weinen! Dirk aus Peitz kam und behob das Problem. Gott sei Dank.
In einem solchen Moment wünschte ich, ich hätte noch Orgelbau studiert. Denn oft ist es nur eine „Kleinigkeit“, aber man muss eben genau wissen, wo was wie. Es ist nicht möglich, in die Orgel zu klettern und irgendwas zu machen. Man muss sich auskennen.
Selbst wenn man weiß, was es ist (es ist wohl offensichtlich etwas herausgesprungen), muss man wissen wo. Und selbst wenn man weiß, wo (und was und wie es aussieht), muss man wissen, wie man das Problem behebt und das entsprechende Werkzeug dabei haben. In diesem Fall eine bestimmte Zange. Denn in der Orgel ist es eng und recht dunkel. Man muss vorsichtig sein; es ist eine ziemliche Fummelei.
Die herausgesprungene Feder (die trotz Schutzbrett herausgesprungen ist!), aussehend wie eine Klammer, musste wieder eingefriemelt werden. Ich bin natürlich mit hineingeklettert. (In der Orgel sind alle immer per Du.)
Dann konnte ich weiterspielen. Wobei ich ab da immer gefragt wurde, ob die Orgel noch steht.
Vor der Kirche gab es den Samstag-Markt mit „DDR-Leberkäse“ (eine Art Leber-Pastete), „Pferde-Bockwurst“, Wildschwein-Salami, polnischem Heilbutt, Spreewaldgurken und „Harzer Blasenwurst“. Wir spazierten an der Spree entlang und aßen zu Mittag.
In der Kirche gibt es auch eine Bibliothek und ein Archiv mit sehr alten Büchern. Das Konzert war gut besucht. Der Nachhall beträgt 8 Sekunden. Das heißt, dass jede kleine Verstimmung unten gereinigt ankommt.
Aufgrund der kahlen Wände gibt es zudem auch ein Echo, da der Klang oft wieder zurückgeworfen wird. Optimal sind ca. 4 Sekunden. Allerdings besitzt jedes Gebäude seine eigene Schwingung, den eigenen Ton. Darauf muss man achten. In der Oberkirche ist der Schwingungston tief, was bedeutet, dass die Bässe stark verstärkt werden. Es muss also darauf geachtet werden, dass es nicht zu mulmig wird. Oder dass der Klang nicht in eine Endlos-Schleife geworfen wird wie im Dom zu Fulda.
Bei der 542-Fuge blätterte Peter, allerdings bin ich meist etwas gestresst, wenn jemand blättert, weil dann in meine Sphäre eingebrochen wird. Doch mag ich nur echte Noten, keine kalten kahlen iPads.
14. März 2026: Von opus 8 Ladegast nach opus 500 Eule…
Foto: Eule Orgel op. 500 Cottbus 2026
Ich bin in Cottbus angekommen. Brandenburg.
Die gleichschwebende Eule Orgel opus 500 Oberkirche St. Nikolai Cottbus, Süd-Brandenburg, Niederlausitz, 3 M, 50 R, Schleifladen, 3672 Pfeifen
Walze, Schweller, Pistons, mehrere Tremulanten, Setzeranlage: Sie besitzt ein Fernwerk, eine eigenständige Vleugels-Orgel aus den Sechzigern, 1966, mit Schweller, aus der Bonhoeffer Kapelle / Loge nebenan, die als Chorraum dient mit Blüthner-Flügel, 2 M, die separat auf dem SW hinzugeschaltet werden kann. So hat die Orgel von 1984 beinahe 4 Manuale.
Die helle, elegante, große hohe Hallenkirche mit großer Akustik ist schmuck; vorne gibt es auch eine hübsche Truhenorgel. Der herrlich alte Prospekt der Eule-Orgel stammt von 1759 von Johann Gottfried Stecher, Johann Georg Schön und Adam Gottfried Oehme. Sie wirkt auf den ersten Blick wie eine Silbermann-Orgel.
Die Oberkirche konnte ebenfalls ihre Schätze vor dem Krieg bewahren, da sie sie rechtzeitig eingemauert hatten. Sehr klug. Andere wollten die Niederlage bis zum Schluss nicht wahrhaben, was Deutschland viel gekostet hat.
Das Besondere an dieser Orgel: Sie besitzt einen Pedal-Tremulanten.
Die große rote Backsteinkirche erinnert mich sehr an die „dicke Marie“ in Greifswald, fast 400 km entfernt.
Ich habe jetzt schon 3 x in Cottbus konzertiert. Die Oberkirche besitzt die größte Orgel der Umgebung und Stadt.
Die Akustik ist phantastisch und bezaubernd, mit und ohne Leute. Es gibt keine Unterkirche. Der Turm und der Glockenturm gefallen mir sehr, die Aussicht vom Turm her oben ist genial.
Die dreimanualige Vorgänger-Orgel von Heinze 1912 wurde im April 1945 leider im Krieg zerstört. Ich habe schon Heinze-Orgeln gespielt, u.a. in Lützen und Bad Blankenburg. Die Jehmlich-Orgel nach dem Krieg von 1950 wurde 1979 schwer beschädigt. Es sind eben nur fast 4 Manuale, denn wenn ich das Fernwerk spiele, kann ich leider nicht unabhängig davon die Klänge des Schwellwerks nutzen, was schade ist. Es fehlt ein viertes Manual. Die Farben des Fernwerks klingen zauberhaft durch die offenen kleinen Fenster der Loge.
Die Zungen sind wundervoll.
Es war sehr schön, hier zu spielen. Es gibt noch eine weitere Orgel: Eben die kleine Vleugels-Orgel in der Bonhoeffer-Kapelle ist vom zweiten Manual aus spielbar als Fernwerk, eine zweimanualige Orgel: Metalflöte 8, Prinzipal 4, Waldflöte 2, Mixtur 4f., Großgedackt 8, Rohrflöte 4, Kleinprinzipal 2, Sesqui 2 2/3 und Trichterregal 8.
Cottbus ist eine schöne Stadt, nah an Polen, etwas kleiner als Würzburg, mit einem hübschen Marktplatz, einer Stadtmauer, dem Park, Spreewald und einer wundervollen Klosterkirche, in der ich auch schon konzertiert habe. Berlin ist ca. 150 km entfernt.
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13. März 2026: Jede Kunst ist parteilich, sogar die, die nur ästhetische Interessen vorgibt, die aber dem Kunstmarkt entsprechend die Partei des Kunstmarktes selbst ist und damit parteilich wird für die, die den Kunstmarkt bestimmen. (Edith Schürmann)
Foto: Konzert Orgel Cottbus 2026
Heute erinnere ich an Ilja Ehrenburg, 1891, russische Schriftstellerin.
Ich bin unterwegs nach Cottbus zum nächsten Konzert. Ich verstehe, was Edith Schürmann sagen will – denn es gibt Männer, die den Musikmarkt und den Kunstmarkt dominieren wollen, so wie es Männer gibt, die die Kirchenmusik dominieren und die, die die Macht auf der Welt allgemein besitzen wollen. Trotzdem glaube ich, dass wahre Kunst nicht parteilich ist in diesem Sinne, sondern wenn, parteilich mit Schönheit, Gott und Wahrheit. Aber nicht mit Testosteron. Es ist auch nicht „der Iran“, der angreift, sondern iranische Männer. Sie hat vermutlich zu viele schlechte Erfahrungen gemacht. Aber Kunst ist eine eigenständige Macht und Person.
Ps: Was mir auffällt, ist, dass viele Menschen, sobald sie mit Gott in Kontakt treten, eine andere Sprache verwenden, die sie weder fühlen noch denken noch im Alltag sprechen, eine Art stehengebliebene Sprache in immer gleichen Formulierungen, Mantras und Floskeln wie „es steht geschrieben“ oder „der Friede, der „da“ höher ist…“
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2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
12. März 2026: Kunst ist nicht allein von Individuen definierbar, sondern immer eine Frage von Vereinbarungen, die einem Verfallsdatum unterworfen sind. (Barbara Hess)
Foto: Konzert Orgel Hohenmölsen 2026
Marcel Broodthaer spricht von Kunst geradezu als eine Art Ware, was auch ein Stück weit stimmt. Ich finde auch, dass der Skeptizismus gegenüber lebenden Künstlerinnen und Künstlern sehr hoch ist, weswegen viele erst nach dem Tod anerkannt werden können. Ist dies auch eine Art Haltbarkeitszusatz? Oder ist es genau anders herum, dass historische Kunst uninteressiert ist oder wird? Ware und Verfall, wie passen diese Dinge zur Kunst?
„Art is to change what you expect from it“, schrieb Seth Siegerlaub, der Kunsthändler aus den USA. Ich würde sagen, Art is to change what you expect.
An sich finde ich es richtig, Kunst als eine Person anzusehen, eine Persönlichkeit. Sie setzt uns on fire, schenkt einen überstarken Drang zum Ausdruck, ist schön, grausam, radikal, heilig und wahnsinnig.
Heute erinnere ich an Ellen Key, schwedische Schriftstellerin, und an die deutsche Malerin Hella Santarossa.
2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
11. März 2026: Kunst ist edel und fromm. (Edith Landmann) .. und mehr (AHS)
Foto: Konzert Orgel Hohenmölsen 2026
Heute erinnere ich an Margherita Sarfatti, 1886, Kunstkritikerin.
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2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
Bezaubernder Klang, schüchtern und selbstbewusst zugleich, dunkel und zart, warm, grundtönig, weich. Die Akustik ist schön und sprechend trotz niedriger Holzdecke. Es war sehr schön, hier zu spielen, auch 2026, aufzunehmen und interviewt zu werden. Im Konzert 2026 wurde ich ebenfalls zweimal professionell gefilmt.
Nach der schönen, großen, romantischen, pneumatischen Sauer-Orgel ist die kleine, bezaubernde Ladegast-Orgel in Hohenmölsen eine völlig andere Welt. Besonders schön ist die Aeoline 16, die wie ein Akkordeon oder eine Melodica klingt und mich an Schiffe erinnert.
Diese weiße Ladegast-Orgel mit ihren zwei Manualen und ihrem typisch wunderbarem Spieltisch (ähnlich Schwerin, Leipzig, Rudolstadt, Köthen, Merseburg) und ihrem rohen, wunderbaren Pedal ähnlich wie Alkmaar, ist wie Vollkornbrot, wie dunkle Erde. Ich hatte hier während meines Master-Studiums Online-Orgel-Unterricht bei Pieter van Dijk.
Als ich dort Bachs Passacaglia gespielt habe, merkte ich, dass die Orgel frisch und gesund ist. Sie bog sich mir zart, beinahe schüchtern entgegen. Die Sauer-Orgel von 1902 bog sich mir ganz anders entgegen.
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2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
9. März 2026: Man wird zur Frau gemacht. (Simone de Beauvoir) … oder besser, frau…
Foto: Ladegast Orgel Hohenmölsen 2026
Heute erinnere ich an Marie d’Agoult, französische Schriftstellerin.
Ja stimmt, selbst schlechte Erziehung in Musikhochschulen, Neid, Druck und Konkurrenz überleben künstlerische = schöpferische Gemüter.
Mein Konzert gestern im Frühjahrs-Sonnenschein war schön und gut besucht. Lars Tappe und ich haben zuvor Posaune und Aeoline gestimmt. Das Konzert wurde mehrfach aufgezeichnet.
Beautiful Ladegast Orgel 1851 op. 8, Sachsen-Anhalt, ev. Stadtkirche St. Peter in Hohenmölsen bei Weißenfels, 24 R, 2 M
Hohenmölsen hat ca. 10.000 EW. Die helle, alte, schlichte Dorfkirche ist eine der wenigen offenen Kirchen, die es noch gibt. Die singende Orgel, eine der frühen und original erhaltenen Ladegast, geht unten mit dem Calcanten an und steht auf einer bunt bemalten Empore. Es gibt Zungen und auch Sperrventile, die mitten unter dem Registervolk stehen und die man nicht übersehen darf. Die breiten Registergesichter und der typische, pianistische Ladegast-Spieltisch mit dem rohen Pedal sind eine Augenweide. Die Elfenbeintasten sind etwas unregelmäßig, aber dafür sind die dunklen Klänge umso schöner. Besonders liebe ich die Doppelflöte, Lieblich Gedackt, Posaune, die seltene Aeoline 16 und den insgesamt vollen, tiefen Ton im Stile einer Toni Braxton, da alles 16füßig ausgestattet ist. Ich liebe Ladegast-Orgeln.
Die weiße Orgel wurde 1851 von Friedrich Ladegast, einem der bedeutendsten deutschen Orgelbauer des 19. Jahrhunderts, als Opus 8 geschaffen. Bei der Zunge Aeoline 16 im Schwellwerk handelt es sich um eine seltene linguale Form dieses Registers mit trichterförmigen, aber engen Bechern. Ich habe hier schon ein paar Mal gespielt. Als ich ihr das erste Mal begegnete, war es meine 6. Ladegast-Orgel.
Eine Inschrift an der Orgel lautet: „Im Jahr 1851 wurde ich in Weißenfels bei Fr. Ladegast erbaut.“
Und weiter: „Es erging mir traurig: Durch Regen und beim Thurmbau 1875–76. Renoviert im Mai 1877.“
Die Orgel wurde 1980 als Werk von Ladegast wiederentdeckt und ist nahezu im Originalzustand erhalten geblieben, weil es Gott sei Dank kein Geld gab. Nur die im Ersten Weltkrieg abgegebenen Prospektpfeifen waren 1922 ersetzt worden.
Zudem ersetzte Orgelbau Jehmlich die Kastenbälge 1952 durch einen Schwimmerbalg; der Winddruck beträgt nun 71 mm. 1998 wurde das Instrument durch Orgelbau Wegscheider aus Dresden umfassend restauriert und rekonstruiert.
Das Instrument wurde 1851 als eine der ersten Projekte und Orgeln des genialen romantischen Orgelbauers Ladegast realisiert. Ihre ursprünglich 24 Register und der Gesamteindruck blieben bis heute weitgehend erhalten. 1998 erfolgte nach Abschluss der Restaurierung die Neu-Einweihung:
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2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
2025 CD BIBLISCHE BILDER bei Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken
8. März 2026: Von vielen Dingen spreche ich gar nicht, weil sie sich von selbst verstehen. Kluge Menschen wissen das. (Lea Mendelssohn, Mutter von Felix)
Foto: Konzert Spabrücken 2026
Gesegneter Internationaler Frauentag!
Die Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern ist nach wie vor schwer am Boden. Die Ungerechtigkeit wird von Männern oft vertuscht und verharmlost. So geben Stephan Zippe bzw. Christian Bischof vom Amt für Kirchenmusik teilweise nach langer Warte- und Schweigezeit zögerlich und desinteressiert wirkend verharmlosende, beschönigte und damit falsche Zahlen zum Zustand der Frauenquote in der Kirchenmusik München und Freising an und lassen unter den Tisch fallen, dass gerade mal 19 Prozent (!) Frauen angestellt sind in den A-Stellen. Christian Bischof antwortete gar nicht, und die Zahlen, die er durch seinen Anwalt weitergab, sind nicht vollständig und wirken damit verharmlosend.
Denn diese beschönigten Zahlen dienen ihm offenbar dazu, so kam es mir vor, die Männerdominanz der Kirchenmusik in München zu verharmlosen oder abzustreiten. Es kam mir dabei vor, als müsste man um die korrekten Zahlen kämpfen. Als wäre es fast nicht möglich, an diese Zahlen zu kommen, weil sie die Männerdominanz bestätigen. Als müsste ich dafür einen Privatdetektiv einschalten. Als ich mit meinem Namen anfragte, bekam ich gar keine Antwort. Und es war vermutlich eher ein Versehen oder ein Zufall, dass jemand für Christian Bischof einem „Privatdetektiv“ einen Teil der realen und erschreckenden Zahlen weitergab. Dieser wurde dann nachts von Stephan Zippe kontaktiert, ob er die Zahlen und Anfragen weitergegeben hätte.
Erwähnt wurde von Christian Bischof auch nicht, dass es keine Frauen in den gut bezahlten Innenstadtkirchen-Kirchenmusik gibt; von der Besetzung der Konzertreihen und Hochschulstellen ganz zu schweigen. Und auch die Ämter für Kirchenmusik in Deutschland sind männerdominiert. Oft mit Männern, die kaum Konzerte spielen noch künstlerisch tätig sind.
Es wird auch gern mal aufgerundet, damit es nicht ganz so frauenfeindlich klingt. Das Amt für Kirchenmusik in Trier mit Thomas Sorger, der alles bestens so findet, will ganz genau wissen, warum man diese Zahlen haben möchte und verschweigt sie vorsichtshalber lieber, anstatt sie preiszugeben. Scheinbar ist es ein heikles Thema, bei denen sich die Macht-Menschen kurz unangenehm aus ihrem Ego herausgerissen fühlen. Da muss dann schon die Sekretärin antworten und den Kopf hinhalten.
Heute erinnere ich an Anna Sewell, 1820, englische Schriftstellerin.
Ich bin unterwegs nach Weissenfels Hohenmölsen. Ich liebe die schöne Ladegast-Orgel dort.
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2025 CD BIBLISCHE BILDER bei Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken