Startseite Nach oben
St Peter Kirche Ladegast Orgel Hohenmölsen

Schöpferische Gemüter haben immer gewusst, wie sie schlechte Erziehung überleben. (Anna Freud)

9. März 2026: Man wird zur Frau gemacht. (Simone de Beauvoir) … oder besser, frau…

Foto: Ladegast Orgel Hohenmölsen 2026

Heute erinnere ich an Marie d’Agoult, französische Schriftstellerin.

Ja stimmt, selbst schlechte Erziehung in Musikhochschulen, Neid, Druck und Konkurrenz überleben künstlerische = schöpferische Gemüter.

Mein Konzert gestern im Frühjahrs-Sonnenschein war schön und gut besucht. Lars Tappe und ich haben zuvor Posaune und Aeoline gestimmt. Das Konzert wurde mehrfach aufgezeichnet.

Beautiful Ladegast Orgel 1851 op. 8, Sachsen-Anhalt, ev. Stadtkirche St. Peter in Hohenmölsen bei Weißenfels, 24 R, 2 M

Hohenmölsen hat ca. 10.000 EW. Die helle, alte, schlichte Dorfkirche ist eine der wenigen offenen Kirchen, die es noch gibt. Die singende Orgel, eine der frühen und original erhaltenen Ladegast, geht unten mit dem Calcanten an und steht auf einer bunt bemalten Empore. Es gibt Zungen und auch Sperrventile, die mitten unter dem Registervolk stehen und die man nicht übersehen darf. Die breiten Registergesichter und der typische, pianistische Ladegast-Spieltisch mit dem rohen Pedal sind eine Augenweide. Die Elfenbeintasten sind etwas unregelmäßig, aber dafür sind die dunklen Klänge umso schöner. Besonders liebe ich die Doppelflöte, Lieblich Gedackt, Posaune, die seltene Aeoline 16 und den insgesamt vollen, tiefen Ton im Stile einer Toni Braxton, da alles 16füßig ausgestattet ist. Ich liebe Ladegast-Orgeln.

Die weiße Orgel wurde 1851 von Friedrich Ladegast, einem der bedeutendsten deutschen Orgelbauer des 19. Jahrhunderts, als Opus 8 geschaffen. Bei der Zunge Aeoline 16 im Schwellwerk handelt es sich um eine seltene linguale Form dieses Registers mit trichterförmigen, aber engen Bechern. Ich habe hier schon ein paar Mal gespielt. Als ich ihr das erste Mal begegnete, war es meine 6. Ladegast-Orgel.

Eine Inschrift an der Orgel lautet: „Im Jahr 1851 wurde ich in Weißenfels bei Fr. Ladegast erbaut.“

Und weiter: „Es erging mir traurig: Durch Regen und beim Thurmbau 1875–76. Renoviert im Mai 1877.“ 

Die Orgel wurde 1980 als Werk von Ladegast wiederentdeckt und ist nahezu im Originalzustand erhalten geblieben, weil es Gott sei Dank kein Geld gab. Nur die im Ersten Weltkrieg abgegebenen Prospektpfeifen waren 1922 ersetzt worden. 

Zudem ersetzte Orgelbau Jehmlich die Kastenbälge 1952 durch einen Schwimmerbalg; der Winddruck beträgt nun 71 mm. 1998 wurde das Instrument durch Orgelbau Wegscheider aus Dresden umfassend restauriert und rekonstruiert. 

Das Instrument wurde 1851 als eine der ersten Projekte und Orgeln des genialen romantischen Orgelbauers Ladegast realisiert. Ihre ursprünglich 24 Register und der Gesamteindruck blieben bis heute weitgehend erhalten. 1998 erfolgte nach Abschluss der Restaurierung die Neu-Einweihung:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD des Monats

Bach berühren auf jpc

2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel

2025 CD BIBLISCHE BILDER bei Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken

5 Antworten auf “Schöpferische Gemüter haben immer gewusst, wie sie schlechte Erziehung überleben. (Anna Freud)”

  1. Saal Feldpower

    In Dresden an der Frauenkirche sind auch wieder die Tausch Kumpel zugange. Teilweise im Wochenabstand. Spielen immer das gleiche Zeugs
    Frauen fast nie

  2. Andreas

    Toll dass du Ladegast Orgeln sammelst. Das Konzert gestern war genial. Auch Pfarrer Johannes Rohr hat das gut gemacht. Schön dass du dich darauf eingelassen hast und das Lied mit der kleinen weißen Friedenstaube am Schluss gespielt hast. Das hat gut getan.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert