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Ann-Helena Schlüter

21. Mai 2024: Foto Will Orgel Bad Neustadt

Bin im Schwarzwald angekommen. In Würzburg war es warm, hier ist mit Regen Wintereinbruch; alles sattgrün, da es seit Wochen regnet; ich ohne Jacke im blauen Kleidchen. Mein Klavierabend in Freudenstadt mit Bach, Beethoven, Chopin und Schlüter heute abend 20 Uhr war sehr schön; auf dem glänzend braunen Schimmel im Vortragssaal des Gesundheitsparks Hohenfreudenstadt spielte ich. Und habe viele CDs verkauft. Vorher war ich in der Sauna. Danach waren meine Hände warm, schwer und relaxed.

In Freudenstadt habe ich schon oft gespielt: an der Rieger Orgel und bei dem Musikhaus Rudert Festival. Ich wohne nun im Hotel Teuchelwald. Die Zimmer sind ganz schön mit toller Aussicht und erinnern mich an mein Hotelzimmer in Haifa. Es sind recht viele Kurgäste hier. Abends im Lesezimmer wurde ich von einer Gruppe angesprochen, ob ich auch Kurgast sei.

Da ich manchmal gern in Rollen schlüpfe, tat ich so, als wäre ich ein neu angekommener Kurgast und dachte dabei an Thomas Mann. Sofort wurde ich mit guten Ratschlägen überhäuft, zu Schnaps und Bier eingeladen und erfuhr den neuesten Tratsch. Als ich schließlich auf mein Zimmer ging, hatte ich verräterisch Noten, CDs und Konzertplakat im Arm, jedoch fiel dies der lustigen Gruppe, die von klassischer Musik vermutlich nie viel gehört hatten, gar nicht auf.

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20. Mai 2024: Musik ist wie Mosaik. Eigentlich ist alles im Leben Polyphonie. (AHS)

Direkt nach meiner Israel-Konzertreise, kaum gelandet, fuhr ich zu meinem Konzert nach Hamburg zur vollpneumatischen, historischen Walcker Steinmeyer Orgel 3 M von 1923 in die evangelische Auferstehungskirche. Frankfurt Flughafen und Hamburg ist doch sehr weit, weiter als ich dachte, und der El-AL Flug von Tel Aviv nach Frankfurt Flughafen war etwas verspätet. Ich beeilte mich sehr und war die erste am Gepäckband, 10 Minuten vor allen anderen. Aber was nützte es mir? Nichts, denn die Koffer trudelten erst nach 20 Minuten ein, und mein roter Koffer war auch in keiner Weise der erste.

Ich kam aber immerhin pünktlich zum Konzert und spielte mein Programm ohne Einspielzeit. Trotzdem lief alles wunderbar, denn ich kannte die Orgel schon aus meiner Hamburger Studienzeit. Orgelstadt Hamburg! Stiftung Denkmalpflege. Muttertag. Es war sonnig und warm.

Sehnsuchtsort Orgel Konzert.

Die rote Kirche mit blauer Kuppel und Mosaik über dem Altar liegt in einem schönen Garten in Barmbek. Barmbek ist ein ruhiger Stadtteil in Hamburg. Ich wohnte direkt im Pfarrhaus gegenüber und übte abends am Flügel in der Kirche:

Ich liebe F.E. Walcker Orgeln sehr. Fast noch schöner als die in Hamburg ist die in der evangelischen Kirche in Essen Werden, eine von 1900, 3 M. Eine Augenweide, wunderbare Akustik, bunte Registerwippen. Die rote Kirche wird von blühenden Büschen umrahmt. Unten gibt es noch einen Flügel und eine wunderschöne Jacob Engelbert Teschemacher Orgel, ein kleines wertvolles Orgelpositiv von 1750, ein Manual, an dem man den Wind selber treten muss, also mit geschöpftem Wind spielt, was in dieser Akustik genial klingt.

Wenn man den Wind tritt, drehen sich kleine Sternchen und der Deckel oben hebt sich an. Sie hat also keinen Motor. Teschemacher Orgeln habe ich bereits in Köln und Bonn kennengelernt und gespielt.

Danach fuhr ich nach Bad Neustadt an der Saale zur wunderbaren Barockorgel, Will Orgel von 1722, ein Manual, in der katholischen (jetzt neutralen) Karmeliten-Klosterkirche, um mich für mein Konzert einzuspielen, im Kloster dieser hübschen Stadt in der bayerischen Rhön mit ca. 16. EW. Die Orgel ist etwas schwergängig in warmer Akustik, früher mit kurzer Oktave.

Der Umzug in meine neue Wohnung geht gut voran, es ist sehr viel Arbeit. Wir haben 140 Kisten bis jetzt gepackt und sind immer noch nicht fertig. Es ist wie bei Harry Potter. Je mehr wir packen, desto voller wird es. Ich freue mich, dass ich in meiner neuen Wohnung Garten habe und fast 100 Quadratmeter, und vor allem steht der Steinway im Erdgeschoss. Leider habe ich aber das Seminar „Möbelpack“ nicht belegt.

In dieser Woche spiele ich 2 Klavierabende, in Freudenstadt und in Bad Neuenahr die Goldberg Variationen und dann in Siegen Orgelkonzert. Dazwischen bin ich Hilfsarbeiterin in Kistenpack.

Walcker Steinmeyer Orgel Auferstehungskirche Hamburg Barmbek

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12. Mai 2024: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. (Entweder von Einstein oder von Zweistein. Vielleicht aber auch von Dreistein)

Sonntag früh fliege ich heim. Ich werde Israel vermissen. Es war eine sehr intensive Zeit.

Mein 25-Stunden-Shabbat war spannend; ich habe zwar nicht alles komplett durchhalten können; aber so gut ich eben vermochte. Meine Gastfamilie Rabin hält sich wie viele Juden an die Regeln: kein Handy, keine elektronischen Geräte, keine Anrufe, keine Instrumente, keine Musik, nicht kochen (inklusive Kaffeekochen), nicht duschen, nicht arbeiten oder üben, keine Schule, elektrisches Licht so lassen, wie es vorher war, nicht Auto fahren (abgesehen davon, dass auch eh keine Busse etc. mehr fahren und keine Geschäfte offen sind 24 Stunden lang)…

die Zeit hält einfach an von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang Freitag Abend bis Samstag Abend. Je nachdem, wann die Sonne untergeht. Gegen 19 oder 20 Uhr.

Stattdessen gemeinsam reden, essen (vorher gekocht), viel schlafen und ruhen, lesen, beten, Klagemauer, spazieren gehen, in die Synagoge gehen. Familytime. Gemeinschaft. Es ist tatsächlich eine gesegnete Zeit: Wir haben festlich gegessen, mit Kerzen, Wein, Salat, Fleisch, selbstgemachtem und noch warmen Hummus, Avocado, Eis, Kuchen … waren zweimal in der Synagoge (es sind dort recht lange Gebetszeiten) und haben viel geredet bis tief in die Nacht, auch über Glaube und Politik. 

Samstag Abend ab ca. 20 Uhr geht der Alltag wieder los mit Wäsche waschen, Emails usw. – und Sonntag ist Schule, Arbeit…

Ich habe in Deutschland mit jüdischen Freunden zweimal Shabbat gefeiert, aber immer nur einen Abend, an dem festlich gegessen wurde – keine 24 Stunden mit allen Regeln, und schon gar nicht in Israel.

Es war ein echtes Erlebnis. Die Synagogenbesuche waren kein Kulturschock für mich. Ich kann durchaus die Wurzel des christlichen Glaubens erkennen.

Mittags besuchte und spielte ich die Karl Schuke Orgel (Berlin) in der evangelischen deutschen, weißen Erlöserkirche (Redeemer Church) in der Altstadt Jerusalem (nahe der ultraorthodoxkatholischen Grabeskirche mit Rieger Orgel, die leider kaum gespielt werden darf).

Die Schuke Orgel ist mit ca. 22 Registern eher klein, älter und kompakt, neobarock intoniert, allerdings ist die Akustik in dieser geschichtsträchtigen Kirche so genial, dass die teilweise etwas schrille Orgel glitzert und leuchtet. Sie ist raumfüllend, etwas direkt, auf keinen Fall zu laut; gut für Bach und Mozart geeignet.

Was ich gar nicht mag, sind Pseudo-Jazz-Stücke ala Gardonyi auf der Orgel, wie „Mozart Changes“. Dann doch lieber den echten Mozart.

Ich war danach oben auf dem Turm der Erlöserkirche; der Ausblick ist wirklich toll, aber durch die Drähte des Zaunes etwas „zerstört“.
Da die Kirche nahe des muslimischen Viertels steht, hört man recht laut den Muezzin-Ruf bis in die Kirche.

Grabeskirche Sanctum Sepulcrum Church Jerusalem:

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Shabbat Shalom!

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11. Mai 2024 

Bin im Hotelzimmer in Haifa. Mein Konzert in Haifa im Auditorium der Universität war sehr gut besucht, ca. 200 Menschen im Publikum. Die Konzertreihe in Haifa ist schon seit Jahrzehnten etabliert. Eintritt: 60 Shekel, das sind ca. 15 Euro. Ich, meine Hände und Füße wurden auf eine große Leinwand gebeamt. Zwischen den Stücken habe ich eine kleine Einleitung gesprochen auf Englisch.

Es war ein tolles Publikum, sehr begeistert und wertschätzend. Ich habe alles allein geblättert und registriert, nur am Schluss, die Fuge g-Moll BWV 542 … da brauchte ich Yuval zum Blättern und Registrieren. Denn diese Fuga feuert straight durch, ohne Pause und gibt einem keine Atempause.

Anschliessend fuhren wir nach Caesarea, da dies auf dem Weg zwischen Haifa und Jerusalem liegt. Auf dem Hinweg sind wir über den immergrünen Mount Carmel gefahren.

Das reiche Caesarea ist atemberaubend mit seinem Hafen am Mittelmeer, dem Strand, römischem Aquädukt direkt am Meer, seinem alten und neuen Hafen, der neuen (modernen) und alten Stadt, den Ruinen, Palmen, dem Museum und dem National Park Maritima mit Theater, antikem Circus, Marmorsäulen und Krügen und Mosaik, das ganze historische, antike Gelände von Herodes, Augustus, Jesus, Petrus, Paulus in Gefangenschaft …

Caesarea wird Kä-Saria ausgesprochen.

Heute erlebe ich 25 Stunden Shabbat. Dann fliege ich nach Deutschland zurück. 

Caesarea:

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Gideon Schamir Orgel Haifa University Auditorium Hecht Museum Israel

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10. Mai 2024 Foto: University of Haifa. Wir bitten dich um Integrität, Unversehrtheit und Abgrenzung, was Sünde an sich und Sündende angeht. 

Heute erinnere ich an Kay Warren.

Heute ist mein Konzert hier in Haifa. Ich freue mich. 

Gideon Schamir Orgel Haifa University Auditorium Hecht Museum Israel

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9. Mai 2024 Welche Menschen profitieren von meinem Glauben? Foto: Gideon Schamir Orgel, Haifa University, Israel, Konzert morgen in der Konzertreihe. 

Immer noch happy in Israel. 

Gottes Weisungen machen weise. Welche deiner Landstriche in deinem Leben hast du noch nicht für Jesus erobert (siehe 5. Mose)? Gott hat mich komponiert. Von meinem ersten Atemzug an. Man kann Glück nicht selbst produzieren, egal, wieviel man dafür tut. Vertrauen ist es. 

In Yuvals Garten fliegen blauschwarze Kolibris, und auf dem großen Markt „Machne Yehuda“ in der neuen Stadt gibt es Zwiebeln, Avocados und Zitronen in atemberaubenden Größen. Und auch allerhand anderes köstliches Zeug. 

Gestern war ich an der Klagemauer (Western Wall) in der Altstadt. Der wesentlich kleinere Teil der Mauer (für die Frauen) war hochfrequentiert mit intensiv weinend betenden Frauen allen Alters, Baby bis Oma.

Heute fahren wir nach Haifa ans Mittelmeer mit Yuvals Fiat zur israelischen Gideon Schamir Orgel, Haifa University Auditorium Hecht Museum, meiner ersten israelischen Orgel. Die moderne Universität am Mittelmeer in Haifa besitzt Gondeln von einem Gebäude zum nächsten! Morgen ist um 11 Uhr das Konzert, Eintritt 60 Shekel (ca. 12 €). 

Wir fuhren durchs moderne, flache, feuchte Tel Aviv mit seinen Wolkenkratzern (das hügelige Jerusalem dagegen über 700 Meter über dem Meeresspiegel), über Netanya und über Mt. Carmel (denkt an Mendelssohns Elias).

Gideon Schamir Orgel, Haifa University, Israel:

 


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8. Mai 2024 Sprache muss verstanden werden. Ohne Tricks. Ohne Mätzchen. (G. Dahl)

Viele reden ja von Engeln; aber in Wirklichkeit ist es doch Gott selbst, der uns rettet: Jesaja 63, 8-9

Shalom!! Ich bin wohlbehalten in Israel angekommen. Mit El-Al flog ich direkt von Frankfurt nach Tel Aviv und kam nachts oder besser frühs um 2 Uhr an. Ich wurde abgeholt, und wir fuhren die 45 Minuten in die Millionenstadt nach Jerusalem mit dem Auto auf freien Strassen. Es ist mein 3. Mal in Jerusalem. Wir sind eine Stunde hier voraus. Es ist warm, sonnig, friedlich und wir haben jetzt vormittags 19,5 Grad. 

Man fliegt knapp 4 Stunden. Zwischendurch gab es ein paar Turbulenzen, aber insgesamt war es ein ruhiger Flug über den Wolken und dann in die Dunkelheit hinein. Der Flieger war ausverkauft, und zwar nur mit Israelis und orthodoxen Juden mit ihren Hüten und Anzügen und gekringelten Haaren und ihren Familien. Und mir. Teilweise hatten diese Familien 7 (!) kleine Kinder.

Es wurde nur Hebräisch gesprochen. Hebräisch klingt ein wenig wie Französisch, finde ich. Auch ich wurde auf Hebräisch angesprochen. Touristen waren in diesen Kriegszeiten nicht an Board. Es war also familiär und trotz der vielen kleinen Kinder ruhig. Alle wollten nach Hause.

Ich empfand es als Segen und als eine besondere Ehre, nur mit jüdischen Menschen in einem Flugzeug zu sein. Man ist ja oft als Europäerin mit vielen Türken, Arabern oder Asiaten auf engstem Raum. Aber mit Israelis? So gut wie nie. Das ist exotisch und spannend. Die Menschen haben meist schöne dunkle Augen, sehr gerade Nasen und wirken gebildet und – ja – exotisch auf mich.

Kontrolle usw. war kein Problem. Alle waren sehr freundlich und wünschten mir viel Erfolg bei meinem Konzert in Haifa.

Ich wurde auch ein paar Mal gefragt, ob mir Männer etwas in meinen Koffer getan hätten und wer meinen Koffer gepackt hat. Als ob Frauen so dumm wären, dass Männer Bomben in ihren Taschen platzieren könnten. 

Ich wohne hier im neuen Stadtteil Katamon von Jerusalem, ca. 15 – 20 Minuten von der Altstadt mit dem Auto. 


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6. Mai 2024 Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das, was man bereit ist, zu geben. (Catherine Hepburn)

Foto: Seufert / Siemann / Weiß Orgel Esselbach kath. St. Margaretha Kirche

Ich stimme damit nicht ganz überein. Liebe ist durchaus das, was man bekommt. Es ist sehr wichtig, die Liebe anderer Menschen anzunehmen und sie dadurch zu ehren und zu würdigen. Manche Menschen können Lob, Geschenke, gute Worte und Liebe anderer kaum annehmen. Sie wollen alles selbst machen und alles kontrollieren. Ich liebe Geschenke, Lob, gute Worte, Hilfe und kann in all diesen Dingen Gott erkennen. Wenn mir ein Mensch Gutes tut, sehe ich Gott darin. Und Gott ist Liebe pur. Natürlich ist Liebe Geben. Aber zuerst muss man Nehmen können. Denn Gott muss man keine Liebe geben, sondern seine Liebe annehmen. Das ist schwerer, als viele denken. Und dann: dann geben und lieben. Aber eben nicht aus dem Motiv, alles selbst zu machen und zu kontrollieren. Lieben und geben, weil man wirklich liebt und weil man geliebt wird. Für mich war es nämlich sehr erstaunlich, dass auch Gott geliebt werden möchte. Wie viel mehr wir Menschen. Im Grunde ist es für uns Menschen ein Schock, nicht geliebt zu werden. Ich glaube, selbst für Gott. Man sieht ja schon an Tieren und Kindern, wie sehr sie nach Liebe lechzen und geschockt sind, wenn sie diese nicht erhalten. Jede kleine Amsel, die in der Erde nach Würmern pickt, will geliebt werden. Und alles, was man kritisiert, sollte man im Airbag der Liebe einbetten. Als ich auf meinem Balkon im Frühjahr aufhörte, Vogelfutter auszulegen, hat die Amsel mehrere Tage lang Zeter und Mordio gerufen. 

News: Ich ziehe ja endlich um in eine große Wohnung, in der mein Steinway zur Geltung kommt und ich dort Videos und Aufnahmen machen kann. Wir haben am Wochenende über 74 Kartons gepackt, die alle zusammen 3 1/2 Tonnen wogen mit Platten, Noten, Büchern, CDs und DVDs. Die Umzugsfirma sagte, so viele so schwere Kartons, dennoch gut gepackt, hätten sie noch noch nicht gesehen. Und das ist erst die Hälfte. 

Am Wochenende war ich in Bischbrunn und Esselbach, Unterfranken, Spessart. 

Pneumatische Weise Orgel, katholische Kirche Allerheiligste Dreifaltigkeit in Bischbrunn, Esselbach, Franken, Spessart, 2 M, 17 R

Nacktpfeifeninstrument, neobarock intoniert, feste Kombis, Kippschalter. Sehr hübsche rote, geschmückte und doch schlichte Dorfkirche im Fränkischen, ca. 1200 EW; bei Marktheidenfeld. Der Spessart besitzt den größten geschlossenen Wald Deutschlands.

Meine 8. Weise Orgel. Ich spielte sie unter anderem in Cham, Würzburg, Kleinostheim, in Bayern und Franken bis ins beinahe schon „fränkische Aschaffenburg“ hinaus.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.


Anschließend waren wir in Esselbach, Franken, Spessart:

Romantische Philipp Seufert / Willibald Siemann / Gustav Weiss Orgel mit fränkisch-spätbarock-französischem Touch, katholische St. Margaretha Kirche Esselbach, Bischbrunn, Unterfranken, Spessart, 2 M, 22 R

Die heutige Orgel mit 22 Registern wurde später, um 1941, im historischen, blaugoldenen Prospekt der Orgel von Siemann (1864-1932) eingebaut, die vorher im Kloster Triefenstein stand. Orgelbau Weiß sanierte die Orgel 1994.

Die hübsche, kleine und geschmückte Dorfkirche im Fränkischen steht unter Denkmalschutz, ca. 1200 EW im Ort; bei Marktheidenfeld. Der Spessart besitzt den größten geschlossenen Wald Deutschlands.

Meine 3. Seufert / Seuffert Orgel. Ich spielte sie unter anderem in Bayern und Franken bis ins beinahe schon „fränkische Aschaffenburg“ hinaus; auch im Dom Würzburg. Philipp Seufert war der Sohn von Johann Philipp Seuffert, Begründer einer Orgelbau-Dynastie.

Siemann-Orgeln spielte ich in Arnstein (Franken) und in Regensburg. Weiß-Orgeln spielte ich bereits 10 Instrumente, unter anderem in Leinach, Würzburg und in fränkischen Dörfern.

Weiß ist nicht mit Orgelbau Weise zu verwechseln. Beide sind fränkische Orgelbauer.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Die frühklassizistische Saalkirche wurde 1779 gebaut und besitzt einen eingezogenen Chor mit halbrundem Ende. Der Fassadenturm im Westen mit Pyramidendach und Laterne hat eine hübsche Turmuhr und den Glockenstuhl mit fünf Kirchenglocken.

Ins Auge fällt der 1790 gebaute Hochaltar, die 1690 erschaffene Kanzel und das Taufbecken von 1648. Die kleine Orgel steht auf der grünen Westempore.

Süffige und zarte und lichte Akustik. Man klettert über ein paar Stufen auf die Orgel wie auf ein Pferd.