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Tur Blogg

Wir leben alle in einer Art Plan B. (Sheryl Sandberg) 

Sehr empfehlen kann ich die App „Pray as you go“. 

Und die unkonventionelle Prinzessin Margaret.

Morgen fahre ich nach Mannheim, ich freue mich. Feiertag und Orgel-Welt.

Ich habe festgestellt: Vieles, was sich in dieser Welt Kunst und Musik nennt, ist vor allem Politik. Manchmal nichts anders als das. Sich hier als echte Künstlerin erfolgreich durch- und abzusetzen, das ist das Ziel. 

Älteste Kirche Thüringens

2. Juni 2021

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Die Pflanzen machen es uns vor: Die überschreiten ständig Grenzen und säen sich woanders aus. Davon können wir lernen. (Anja Maubach)

Das stimmt. Freue mich auf den Kunstsommer in Aub und Orgelsommer Nürtingen. Die Welt wimmelt von spannenden Orgeln.

Wie ihr sehn könnt, ist Malerin nun im Menü. Jetzt wirkt es ruhiger und ordentlicher. Auch ist auf der Front-Site Offical-Site bisschen was geändert worden. Wenn frau so viele Dinge macht wie ich, ist es schwer, das so zu ordnen, dass man selbst und auch andere noch durchblicken, wer ich bin. Was würdet ihr sagen, wer ich bin? In erster Linie? Für euch? Wie würdet ihr das strukturieren oder in Worte fassen? Bin froh über euer Feedback. Wer bin ich für euch? Was ist für euch hier auf der Webseite noch nicht klar oder ungeordnet? Was kann ich verbessern?

Das mit der Geräuschempfindlichkeit ist gar nicht so leicht zu handeln. Wenn ich im ICE zu jemandem sage, er solle doch bitte mit seinen Geräuschen aufhören, werde ich nur groß angesehen. Wenn ich gucke, in der Hoffnung, die Person würde darüber nachdenken, was ich meinen könnte, werde ich am Ende noch freundlich gefragt, ob ich auch eine Mohrrübe möchte. Was mir allen Wind aus den Segeln nimmt. Ich merke: Geräusche von Kindern, Tieren und Menschen, die ich kenne und mag, sind sehr gut bis leicht zu ertragen. Schwieriger ist es bei Unangenehmen, Fremden und wenn ich sowieso müde bin.

Empfehlen kann ich heute Greta M. Grossmann, schwedische Designerin.

1. Juni 2021

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Was wäre Kirche ohne Frauen? Ohne Pfarrerinnen? (AHS)

Freue mich auf meine nächsten Konzerte an der Schlimbach- an der Sauer- an der Wender- und an der Albiez- und an der Schönefeld- und Weigle-Orgel.

Der Mai ist wie im Nu verflogen.

Was ich empfehlen kann: “Landgarten” Bio-Himbeeren usw. –  Früchte in Schokolade. Sooo lecker. Wer mir Schoko schenken möchte, das! Denn das sind FRÜCHTE in Schoko: Gesund. ☺️

Was mir aufgefallen ist: Manche rund um “Kirchenmusik” schreiben gern darüber, dass Künstlerinnen zu wenig anhätten, zu viel Sex-Appeal zeigen, sich zu sehr darstellen würden. Und sich deswegen vllt. nicht so wirklich als Künstlerinnen bezeichnen dürften (hier wird übrigens genau auf das Gendern geachtet, was sonst in der Kirchenmusik nicht der Fall ist, besonders nicht bei Stellenausschreibungen). Vor allem Christoph Dohr und Matthias Müller (dessen deutsche Grammatik sehr zu wünschen übrig lässt) fielen mir hier auf.

Nun, da dieses Thema immer wieder auftaucht, möchte ich mich dazu äußern:

Frauen sind von Natur aus schön. Und das dürfen sie auch sein. Es ist schier unmöglich, als Frau keinerlei Sex-Appeal zu haben. Das Weibliche ist schön, ist attraktiv. Frau könnte in einer Kutte herumlaufen, es gäbe immer noch Männer, die mich attraktiv finden würden. Schönheit und Attraktivität verstecken zu müssen, das ist in einer bestimmten Welt-Religion Pflicht für Frauen. Attraktivität einer Frau vorzuwerfen, ist Frauenfeindlichkeit, egal, was sie anhat. Denn wie und warum sollte sie hässlich oder versteckt werden? Schönheit ist der Kern der Weiblichkeit. Der Grund, warum manche Männer dies Frauen vorwerfen, und zwar auch dann, wenn sie ganz normal angezogen sind, ist meiner Meinung nach, weil diese Männer das Schöne in Frauen nicht mehr unschuldig und rein wahrnehmen können, sondern Lust und Frust ihre Augen verblendet haben. Besonders, wenn die Frau dann auch noch was kann. Das ist aber das Problem dieser Männer, nicht das Problem der Frauen. Manchmal spüre ich auch Neid oder Zorn bei Männern auf Weiblichkeit. Frauen ziehen sich oft den Schuh an und fürchten ihre eigene Schönheit oder das Mädchenhafte in ihnen oder finden sich nie schön genug.

Die gleichen Männer, die manchen Künstlerinnen “zu viel Sex-Appeal” vorwerfen, sind sicher nicht zufällig genau die gleichen, die auch mich angegriffen haben, obwohl bei mir nun wirklich nichts ist, was man mir diesbezüglich vorwerfen könnte. Es ist also letztendlich egal, was eine Frau trägt oder wie sie sich gibt, es wird immer solche Männer geben, denen etwas an Künstlerinnen nicht passt, die gegen Frauen sind und die etwas Negatives finden werden – wenn nicht das, dann etwas anderes. Wie sollte frau es bewerkstelligen, so auszusehen wie Christoph Spengler?

Neu: LICHTUNG: Orchesterwerk ( – Zimbelstern und  – Wehmut):

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Neu: J.S. Bach – Präludium D-Dur BWV 850, Christian Förner Orgel Schlosskirche Weißenfels

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Mode ist Persönlichkeit. (AHS)

Wieder zuhause. Wir waren nach dem Gottesdienst noch in Aumühle bei Hamburg. Wunderschön da! Wunderschöne Häuser. Es gibt dort einen Waldfriedhof – wie im Himmel. Wie ein Paradies. Ich habe überhaupt keine Angst vor Friedhöfen. Im Gegenteil. Es hat so etwas Friedliches. Am liebsten würde ich mich gleich dazulegen und ausruhen. Heute traf ich auch zum ersten Mal den Setzer aus HH, der zwei meiner Werke gesetzt hat. Wehmut hat 28 Stimmen, Zimbelstern 32 – beides großes Orchester.

Auf dem Rückweg gab es Stau.

Neu: Anbei Italienisches Konzert an der wunderschönen Ladegast:

The Intimate Bach

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Gottesdienstspielen ist ganz anders durch das Stop-and-Go-Spiel als Konzerte.

Ich düse durch die berlinische Nacht. (AHS)

Ich bin in Wohltorf bei Hamburg. Die Beckerath Orgel ist eine Wucht. Megaschöner 8 Prinzipal im HW. Tolle Akustik. Überhaupt schönes HW (unten). Klein wenig dünn das OW, da eine Flöte 8 fehlt. So eine sagenhaft schöne Hohlflöte 8. Oder Rohrflöte. Das wär‘s. Der Prinzipal 4 ist jedoch sehr schön. Nur der Sprung zwischen Gedackt 8 und P 4 ist einfach groß. Aber Trio-Sonate geht dennoch sehr gut, da der traumhaft schöne Prinzipal 8 im HW in dieser singenden Akustik verbunden mit dem P 4 im OW bestens harmonisiert. Oder besser: harmoniert. Bach passt hier her-vor-ragend.

Es wirkt wie eine Insel hier, man sucht das Meer. Frische Luft, alles grün.

Ich übe die C-Dur Trio-Sonate. Ach, der 2. Satz ist so schön, vor allem die letzte Zeile. Das d. Wisst ihr, welches ich meine? Largo. Ich habe Ohrwurm. Gute Nacht!

Ps: Meine Geräuschempfindlichkeit ist schlimmer geworden. Im ICE sind gewisse Geräusche für mich fast unerträglich. Und ich kann nicht flüchten. Im Auto ist es besser.


Johann Sebastian Bach – Aria Goldberg Variationen BWV 988 Rommel Orgel Blasii Zella Mehlis Thüringen

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The Intimate Bach

Mann und Frau sind anders gleich. Anders und gleich. Nicht “gleich”. Frau in ihrem Anderssein zum Mann ist alles genauso “erlaubt”. Sie ist anders (und nicht allein anders, denn warum sollte Mann Vergleichsmaßstab sein?)

Morgen fahre ich zum Konzert nach Wohltorf bei Hamburg zur Beckerath Orgel. Ich habe mein Wort gegeben, auch wenn es recht weit weg ist. Ich habe einen Chefregistranten dabei, der gleichzeitig Chauffeur ist. Eigentlich gehöre ich eindeutig in die Zeit, in der man mit sämtlichen Hilfen und Freunden in einem Haus wohnte. Das war früher ganz normal. Schubert hatte seine Schubertianer. Ich habe meine Annhelenianer. Danke, ihr lieben Annhelenianer! Ihr seid meine „Indianer“ (Reimspiel). Oder Schlüterianer. Was wäre ich ohne euch! Manche von euch wissen besser als ich, wo ich wann sein soll. 🙂 (Übrigens, ich bin nicht indianerophob, falls das jetzt manche hineindeuten wollen.)

Wohltorf Hamburg

Wehmut und Zimbelstern sind fertig für Orchester. Harfe, Perkussion, Streicher, Bläser … Nun kommt mein großes Werk, Kristalle. Komponistin.

Wenn sich manche vielleicht wundern: Ich bin oft sehr verspielt und brauche es, viel zu lachen. Wenn es nichts zu lachen gibt, finde ich was. Dennoch kann ich auch sehr, sehr ernst sein.

Nun suche ich ein Ersatzwort für gleich. Nach einiger Zeit fand ich es. Nicht gleich, sondern anders, genauso oder besser. Das Problem mit dem Wort gleich – “Gleichschaltung”, “Gleichmacherei”, Gleichberechtigung … ist deutlich, denn das Wort „gleich“ ist in der Kirche problematisch, wenn nicht klar gesagt wird, dass und wie anders Mann und Frau sind. Leider nutzt der Mann dieses Anderssein oft für sich zum Vorteil aus. Um Frauen Dinge zu verbieten. Leiden Frauen unter dominanten, unsicheren Männern, sind Frauen oft selbst unfreundlich anderen Frauen gegenüber, vor allem den “wilden, freien” gegenüber. Leider sind auch Pfarrersfrauen davon betroffen, die selbst noch am Muttertag oder Feiertag heimeilen müssen, um “zu kochen”. Dabei sind doch viele Ehefrauen Mütter für ihre Männer. Dann sollten wenigstens am Muttertag Männer für ihre Ehefrauen sorgen, da diese doch meist Mütter für sie sind, ein Mutterersatz, der bügelt und kocht. Und in ihrer Sanftheit glauben Frauen Männern noch, was diese über Frauen im Allgemeinen sagen. Und das ist meist nichts Gutes. Viele Männer sind oft nicht darauf spezialisiert, das Verhalten von Frauen zu deuten und zu interpretieren, vor allem nicht im Berufsleben. Sie sind ungeübt darin, Frauen zu verstehen. Umgekehrt ist das anders. Frauen haben gelernt, Männer zu deuten. Doch Frauen kann man nicht immer wie Männer deuten.

Manche Evangelischen behaupten, dass Frauen laut der Bibel nicht in der Kirche lehren dürften; mit einem Paket von Flyern von “Lutherische Beiträge” von Pro Ecclesia. Im Namen von Luther sollen Frauen ausgebremst werden, wo sich doch gerade Luther für Frauen einsetzte? Man kann darüber nachdenken. Das Wort Ordination kommt nicht in der Bibel vor. Und Jesus hat vieles nicht explizit geäußert, was heute in der Kirche gang und gäbe ist, wovon einiges unbiblisch ist und Tradition genannt wird. Dass viele Männer auf die Idee kommen, Frauen aufzuhalten und ihnen auch in der Kirche mit einem Nein zu begegnen, kommt mir seltsam vor: Tun nicht gerade Männer täglich, wovon in der Bibel die Rede ist, diese nicht zu tun? Sind nicht Männer die Gewalttäter der Erde? Raub, Vergewaltigung, Missbrauch, Verbrechen, Pornos, Sucht, Mord, Aggression, Überheblichkeit, Prostitution, Drogen, Egoismus. Die Gefängnisse sind voll mit Männern. Und diese tun das Gegenteil von dem, was gut ist. Und meinen, Frauen belehren und mansplainen zu dürfen. 

Die ersten Apostel waren Frauen. Sie haben den auferstandenen Jesus das erste Mal gesehen. Für das Beste suchte sich Jesus auch Frauen aus.

Frauen sind kluge, individuelle, eigenständige Wesen ganz unabhängig von Männern und nicht in deren Vergleich zu setzen, wo und wie und ob sie anders sind und was sie deswegen wann wie dürfen. Viele Frauen geben ihr Leben für ihre Männer und arbeiten und dienen sich an diesen ab. 

Und was wäre die Erde, die evangelische Kirche ohne Frauen, Helferinnen, ohne Pfarrerinnen? Einpacken könnte sie ganz und gar. Denn es sind die Mütter der Kirche, die diese am Laufen halten. Wie in jeder Familie.

Neu: Meiningen: Bless the Lord, my soul. Taize Song, Organ Improvisation, Marienkirche Meiningen Orgel

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Die größte Furcht des Organisten ist die Pianistin. (Elisabeth Waas)

Es ist schon das 3. Mal, dass ich meine Noten am Veranstaltungsort vergessend zurückgelassen habe.

Bin bei einem neuen Lyrikwettbewerb ins Finale gekommen.

Was mich aber viel mehr freut: Meine neuen Orchesterwerke sind beinahe fertig. Ich habe von dem einen Teil schon die DIN A 3 – Partitur erhalten. Mich kribbelt es, wenn ich die “digitale Version” höre. Natürlich bin ich betriebsblind und kann nicht wirklich sagen, wie es klingt, das müssen Menschen von außen sagen. Ich weiß nur, mich packt eine große Freude, es zu hören, es ist so  – speziell, besonders, anders, so faszinierend, etwas crazy, berührend. Das ist eine Art Freude, die mit wenig zu vergleichen ist, die eigenen Werke zu hören mit Orchester. Was gibt es Schöneres?

Anbei das Interview mit mir von Leonardo Ciampa über Covid, mich und Orgeln, Aprilausgabe von „The American Organist“ New York.

ApriI-Interview The American Organist

Es ist erstaunlich, dass ich Orgel gerade rechtzeitig kurz vor Covid lernte. Ohne Orgel wäre es viel trauriger und unmöglich geworden für mich, nur mit Klavier.

Dass die Musikwissenschaft oft atheistisch denkt, merke ich an Aussagen, dass Bach seine Musik und Affekte nur wie eine Dichter-Schablone eingesetzt habe, aus einem Arsenal von Modellen und Figuren. Als sei es Bach gleichgültig gewesen, welchen Schmerz er nun vertont habe. Bach, der Schablonen-Komponist?

Ich weiß nun, warum Frauen oft mehr als dreimal so gut sein müssen als männliche Kollegen. Sie müssen den Vorteil der Männer-Seilschaft (Sauna-Freundschaft), die sie nicht nutzen können, überspringen. In einer Sauna-Freundschaft geht es nicht um Leistung. Im Gegenteil.

Frauen wollen künstlerische Zusammenarbeit, nicht Sauna-Freundschaften.

Neu aus München: Die wunderschöne Wellen-Etüde:

Chopin – Ocean Etude op. 25 No. 12 C-Minor, Organ Transcription, c-Moll Ozean Etüde, Orgel München

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Hat man Hater an der Backe, lebt es sich (durchaus nicht) Kacke. (Gemeinschaftszitat WS und AHS)

Mein kleiner Beetle kam sehr gut durch den TÜV. Er bekam zudem zuvor vier neue Reifen (Continental), Wartung Klima und Bremsflüssigkeit. Es fährt sich ganz anders mit neuen Reifen.

Meine Seite wird in drei Sprachen übersetzt. Ich freue mich.

Wenn ich Albert Schweitzer höre – es ist fremd, alt, aber auch sehr ehrlich und berührend. Er war ja sehr gegen „Fabrikorgeln“. Ich kenne eigentlich kaum solche Fabrikorgeln, die er gequälte Seelen nennt. Es ist wahr, dass die Vernichtung alter Orgeln „Sünde“ ist. Die „Orgelfrage“ und Orgelästhetik… Es ist natürlich durchaus wichtig, Bach auf einer Orgel spielen zu können. Aber nicht nur. Natürlich ist es wichtig, dass eine Orgel polyphones Spiel möglich macht. Aber orchestrale Orgeln verteufele ich nicht; im Gegenteil. Aber Schweitzer liebte Dorforgeln und schöne Mixturen. Er hat Recht: Mit schönen Mixturen steht und fällt eine Orgel. Schreien diese, ist alles zu spät. Die „ideale Bachorgel“ – ich verstehe mittlerweile, was er damit meint. Immerhin hatte er ja Ausbildung bei Widor und spielte auch auf den „Dorforgeln“ die Franzosen! Mit 80 gab Schweitzer sein letztes Konzert. Ich möchte mein letztes mit 100 geben.

Heute las ich „herzoffen“ und „Gottes hauchdünnes Schweigen“.

Sehr empfehlen kann ich Alexandria Ocasio-Cortez und Barbara Broekman. Was ich von David Helfgott halten soll, weiß ich nicht recht. Mich macht das ganz wuselig. Was für ein Vater. Schrecklich. Ein Sinnbild des Patriarchats.

Was kann ich für Tipps geben bei Mobbing und Hatern? Werde ich oft gefragt. Manchmal fragen mich ganz neugierige und ängstliche “Kollegen”. Wie Moritz Unger. Es herrscht Angst vor Mobbern und Hatern der Kirchenmusikszene und deren Semi-Szene. Das sagt schon viel aus.

  1. Nun, zunächst mal: Man darf ruhig zeigen, was man drauf hat. Da sollte man sich von Hater und Mobbern nie aufhalten lassen. Auch außergewöhnliche Kreativität darf frau und man zeigen. Und dass man anders ist. Das ist ein Kompliment.
  2. Hater und Mobber und Neider zu haben ist ein Kompliment.
  3. Es gibt tatsächlich und nachweislich Cyber-Stalking, auch wenn Mobber das verharmlosen und runterspielen. Es ist eine Art Verfolgung und Belästigung im Internet.
  4. Mobbing und Hetze gegen Frauen ist besonders häufig.
  5. Nicht erschüttert sein, wenn man ohne Grund in Stärken (und Schwächen) von Fremden und/oder Nichtskönnern angegriffen und attackiert wird. Das macht Mobbing aus. Das sind typische Merkmale von Mobbing. Vor allem dann, wenn man denen nichts getan hat.

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Wenn man noch keine Neider hat, hat man es noch nicht geschafft. (Hiob Stiftung Schop)

Ich habe das Gefühl, dass ich schon mein ganzes Leben lang Neider habe. KünstlerInnen mögen zwar egoistisch wirken, aber träumend und kindlich; etwas verrückt, aber verletzlich. Empfinden neidische Nichtkünstler dagegen als egoistisch und blind; nüchtern und gefährlich. Was die Verletzlichkeit von KünstlerInnen steigert. 

Bin wieder zuhause. Vermisse die Sauer-Kleuker-Oberlinger-Schuke-Orgel in Berlin.

War beim Friseur. Und erinnere mich an die hitzig-netten Diskussionen in Mariahilf München letzte Woche, welche Komponisten katholisch und evangelisch seien („und dass seit Bach die Evangelischen keine wirklich Großen mehr vorzuweisen haben“). Selten habe ich die Luft um mich herum katholischer empfunden und hoffte, dass meine Glaubensrichtung meinen Gesprächspartnern nicht bekannt war).

Was ich nett finde: Es gibt viele kleinere Stücke für Orgel, die gut und majestätisch klingen, durch die Registrierung und Akustik. Anders als am Klavier, bei dem kleinere Stücke oft belächelt werden.

Ich bin im Finale des Literaturwettbewerbs Nürnberg „Blumenorden“ (etwas seltsamer Name) und lese am 5. Juni um den Preis. Kein Stream, sondern real.

Sehr empfehlen kann ich die Bücher von K. Baum: Mit Kerzen haben sie nicht gerechnet. Das Ende der DDR.

Ein super Mensch auch! Ich habe ihn in Berlin kennengelernt. Er hat mir heute früh die Bücher in meine Tasche gesteckt, heimlich, als Geschenk.

Nicht empfehlen kann ich die Herder-CD mit Rilke-Gedichten. Warum muss hier plumpe Jazzmusik im Hintergrund laufen? Das passt gar nicht zu den Gedichten. 

Sehr empfehlen kann ich den Film RBG – Ruth Bader Ginsburg. Was für eine Frau! Klein, unter Männern, und sich um ihren schwerkranken Mann kümmernd und dennoch Karriere als Richterin machend. Ich bewundere sie. Sie erzählt davon, dass viele Frauen (Männern zuliebe) ihre Klugheit unterdrücken.

Das ist wahr. Viele Männer sind sehr unsicher, wenn Frauen begabt und präsent sind. Sie versuchen, das zu zerstören. Auch Ruth hatte einen schweren Weg. Sie berichtet: „Nette Mädchen wehren sich nicht und stellen keine Forderungen. Das wird so erwartet“. Wenn frau sich wehrt, ist frau für Männer nicht mehr so nett. Dass sie sich überhaupt wehren muss!

Das Patriarchat klebt? Ich erinnere mich an die Anfeindungen gegen mich.

Einige dieser Personen wie Rochus Schmitz, Jürgen Strupat, Markus Theising und Martin Schmitz habe ich bereits im Oktober 2020 angezeigt, aber bis heute ist der Fall nicht fertig bearbeitet, nach 8 Monaten. Dass Attacken gegen Frauen im Netz von Polizei und Staatsanwaltschaft nur sehr langsam und schleppend bearbeitet werden und es bis heute nicht fertig ist, zeigt und vermittelt mir den Eindruck, wie wenig ernst solche Cyber-Attacken genommen werden.

Ich wünschte mir, Frauen wie Ruth würden in der Staatsanwaltschaft und im Gericht sitzen… Dann sähe das alles anders aus. Es wäre sofort und schnell bearbeitet worden.

Ich bin jedenfalls überrascht und enttäuscht von dieser Ungerechtigkeit im Rechtssystem und glaube, dass dieses selbst noch unterschwellig frauenfeindlich ist. Ich finde, bisher hat die Polizei bei Internet-Hetze allgemein versagt.

Oder sie sind überfordert. Ich gehe sehr davon aus, dass die, die ich angezeigt habe, auch die sind, die monatelang meine Wikipedia-Seite attackierten. Mich mit Fake-E-Mails belästigten. Eigentlich gipfelt darin der Neid und der Haß: auf meine aussergewöhnliche Vita. Denn ich habe mich für deren Wikipedia-Seiten nie interessiert, falls sie überhaupt eine haben, nicht mal meine eigene beachtet oder aktualisiert.

Ich habe die Hasser ungehindert zerstören lassen, ohne einzugreifen. Wenn sie denn unbedingt wollen, zu zerstören. Interessant, wie falsch Neider und Hater mich einschätzen. Am meisten stört sie wohl, dass ich mich für sie nie interessiert habe, aber sie für mich.

Die Frauen, die im „Rechtssystem“ arbeiten, haben „das Recht der Männer“ gelernt und wissen genau, was die Männer wollen und tun. 

Viele Dinge, die ich tue, tue ich im Namen von Frauen, die schweigen, und Ruth ist mein Vorbild. Oder jedenfalls ist das mein Wunsch und Bestreben. Menschen nach mir sollen wissen, wie es Frauen wie mir erging. Ruth war ja ganz anders als ich: Ruhig. Abwartend. Introvertiert.

Start-Up-Frauen sollen meist nur gut aussehen und ansonsten ruhig sein, da die meisten Start-Ups scheinbar von Männern gestartet werden. Ich aber habe den Beruf der deutschen Konzertorganistin neu erfunden, neu definiert. Das passt einigen gar nicht. Dabei habe ich gerade erst angefangen.

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25. Mai 2021

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Thüringen lässt ein Musikerherz höher schlagen. (AHS)

Berlin auch. Bin noch hier. Es war sehr schön, neben der Dorfkirche auch die Waldkirche in Heiligensee kennenzulernen, mitten im Wald, aber mit Saal und Flügel und einer schönen Akustik mit hübscher, kleiner Orgel, ehrlich klingend, einer Schuke auch, 2 M. Meine dritte an diesem Tag und WE. Schwere Koppel (ich mag das, vor allem als Übeorgel); manche würden sagen, sie würde etwas spröde klingen. Finde ich nicht, da jede Orgel ein Wesen ist, das sein Bestes gibt. Typisch für Schuke sind die Farben der Pfeifen, finde ich.

Dass es so viel Wald hier gibt! Direkt hinter der Waldkirche verläuft, besser verlief die Todeszone und Grenze nach Osten. Im Wald! Nur die ganz Linientreuen durften hier an der Grenze wohnen.

Was mir auffällt: Die Beleuchtung macht sehr viel aus bei einer Orgel. Dies fiel mir besonders bei der großen schönen Schuke in Frohnau heute auf, 3 M. Die rote Johanneskirche ist innen recht düster, auch oben. Wenn dann noch Hängelampen in ähnlicher Farbe wie die Pfeifen von der Decke baumeln (noch dazu etwas schief), ist das eher kontraproduktiv. Es ist wichtig, wie die Lichtquelle beschaffen ist, um eine Orgel optisch gut zur Geltung zu bringen.

Unten gibt es noch einen alten, schönen Ibach-Flügel.

Heute bin ich 35 km geradelt und ziemlich erschöpft. Ich habe zudem versucht, mit Karl-Heinz Baum Schritt zu halten, der mit seinen 80 Jahren und seinem E-Bike davongebraust ist. Ohne Rücksicht auf Verluste raste ich hinter ihm her. Dass jemand mit 80 so witzig und cool sein kann! Die Radwege an der Havel entlang sind wunderbar. Es gibt Strände, große Bäume, tolle Villen, Gärten, Schiffe, Segelboote, Inseln. Wir fuhren durch den Tegelforst bis nach Tegelort, sahen Moby Dick (Fähre), fuhren weiter nach Tegel, tranken etwas, dann zurück nach Heiligensee. Ich zoomte alle Eindrücke rechts und links in mich hinein und sauste hinter Karl-Heinz her, der seine 200-Marke nicht verlieren wollte. Rosemarie war ein Teil der Strecke auch dabei. (Die beiden haben einen wunderschönen Garten mit Teich und Fröschen.) Besonders beeindruckte mich der Mauerweg. Wir waren dabei ein paar Mal in der “DDR”. Ich kann immer noch nicht verstehen, dass die West-Berliner nicht (viel früher) dafür gekämpft haben dafür, dass die Mauer fällt. Wie kann man eine Mauer quer durch die eigene Stadt akzeptieren? Wie akzeptieren, dass die Landsleute eingesperrt sind? Wo ist da die Liebe? Gekämpft haben letztendlich die Ost-Berliner für ihre Freiheit.

Sehr empfehlen kann ich Anders De La Motte. And that is me:

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