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Ann-Helena Schlüter

26. März 2026: Keiner soll Geist haben als wir und unsere Freunde! (Moliére)

Ja, so denken viele, dass nur sie selbst den Geist haben dürfen. Der wahre Geist aber weht, wo er will. Er ist frei und für Menschen unberechenbar.

Garten schön gemacht. Volksfest.

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25. März 2026: Für dich darf die Musik nur Zierde, niemals Grundbasis deines Seins werden. (Abraham Mendelssohn an seine Tochter Fanny)

Ich lese “… ganz verrückt nach Musik” von Ulrich Rühle, Musiklehrer. Er schreibt sehr richtig, und das immerhin schon im Jahr 2000, dass Musik früher “dem Mann vorbehalten war”. Johann Sebastian musste Strafe zahlen, weil er seine Frau in der Kirche öffentlich singen ließ. Weibliches Komponieren ging gar nicht.

Der einzige Beruf einer Frau sei die der Hausfrau, bekundete auch Felix Mendelssohn, obwohl er genau wusste, wie begabt seine Schwester Fanny war, denn er bat sie oft um Rat; sie sollte sogar seine halbfertigen Stücke fertig komponieren. Aber er promotete sie nie. Fürchtete er Konkurrenz? Dies fragte sich auch Ulrich Rühle. Denn für einen gewissen Typ Mann ist es eine ganz andere Geschichte, von einer Frau Konkurrenz zu bekommen als von einem anderen Mann.

Fanny musste heimlich komponieren. Felix setzte sich nie für sie ein. Obwohl er es unzählige Male hätte tun können. Nun, kann man Abraham und Felix als frauenfeindlich bezeichnen? Nehmen wir mal den hinteren Teil des Wortes. Feindlich. Felix hat nachweislich Werke von Fanny unter seinem Namen veröffentlicht, ohne irgendeine Bemerkung. Die meisten Männer würden sich nicht als feindlich bezeichnen, weil sie Frauen hübsch, interessant, sexy, begehrenswert oder attraktiv finden; sie finden es gut, wenn sie eine haben, die sich kümmert, die hilft und die für sie kocht. Also sind sie doch nicht feindlich. Würden sie etwa einen Feind begehren? Einen Feind um Rat fragen?

Aber frauenfeindlich bedeutet etwas ganz anderes. Es bedeutet, einen weiblichen Menschen zu hindern, obwohl man die Macht hat, genau das Gegenteil zu tun.

Dieses Hindern kann viele Gesichter haben. Es kann passiv oder aktiv passieren. Bewusst oder unbewusst. Unterlassung. Es kann sogar gut gemeint sein. Was meist das Schlimmste ist. Oder als ganz normal, als selbstverständlich gesehen. Lebendige Männer zu nennen, ist leider heikel. Also nehmen wir wieder einen toten Mann als Beispiel. Robert Schumann. Er schrieb über seine hochbegabte Frau Clara: Sie ist so musikreich; aber eine Familie haben und einen immer fantasierenden Mann und komponieren, das geht nicht zusammen. – Und damit war für ihn alles gesagt und klar, nämlich, dass seine eigene Fantasien über die Claras gehen, denn für ihn geht es gut zusammen: eine Familie haben, eine begabte Frau und komponieren. Es geht für ihn sogar sehr gut, und für sie gar nicht.

Sehr gut versus gar nicht. Oft sind die die schlimmsten Feinde, die einem sehr nah sind oder nah kommen. Oft fürchten Männer Konkurrenz von der Frau, die ihnen etwas bedeutet – was das Ganze noch komplizierter macht. Ein Lehrer, der einen als besonders begabt erkannt hat; aber der eine Art Gehorsam verlangt, den man nicht bereit ist, zu geben. Die Konkurrenz fremder Frauen ist leichter zu ertragen.

Robert und Felix nehmen beide wahr, dass die begabten Frauen in ihrem Leben nicht genug Übung haben, weil sie dauernd anderen Pflichten nachgehen müssen. Das rührte sogar unseren armen Robert, ach wie süß. Da hatte Clara einen innigen Gedanken, konnte ihn aber nicht aufschreiben, weil er wieder nach seinem Bier oder Essen schrie.

Also, halten wir fest, feindlich und hindern gehören zusammen. Frauen werden auch heute durch vielerlei Dinge gehindert; vor allem, mit ihrer Kunst an die Öffentlichkeit zu gehen. Wehe, sie wollen mehr, etwas, sichtbar werden.

Frauenfeindlichkeit bedeutet, einen weiblichen Menschen zu hindern, obwohl man die Macht hat, genau das Gegenteil zu tun. Und es geht noch weiter: Einen weiblichen Menschen zu hindern aufgrund von Macht. Aufgrund von Liebe zur Macht. Aufgrund von dem Männer-eigenen-Egoismus, den sie als solchen gar nicht erkennen. Auch deswegen, weil er sich oft tarnt; manchmal sogar als Liebe; als Verantwortung.

Nun sagen manche: Wenn doch weniger Frauen in diesem oder jenem Gebiet da sind … da ist man doch nicht frauenfeindlich. Da sind einfach nur wenige Frauen da… Ja? Ach, wie unschuldig. Und wie gelogen. Denn die Frauenfeindlichkeit zeigt sich umso konkreter und konzentrierter, wenn schließlich endlich eine Frau da ist … die will, die sich zeigt, die kann, die fragt. Da zeigt sich die Fratze des Hinderns in unzähligen Facetten; die häßliche Fratze der Feindlichkeit. Die auf Frau konzentrierte Feindlichkeit. Musik-Femizide. Eine unbekannte Frau ist nicht leichter zu kontrollieren als eine bekannte.

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24. März 2026

Foto: Konzert Darmstadt 2026

Sehr empfehlen kann ich das Zukunftshaus in Würzburg, es gibt dort viele süße Sachen, unter anderem Socken von “Fräulein Prusselise”. Marienkäfer auf barockem Pedal. Hoffentlich laufen sie nicht in die Orgel hinein.

Den alten Film “Das Verhör” kann ich empfehlen. Es werden dort die Rollen vertauscht; hervorragende Schauspielerinnen und Schauspieler, sehr psychologisch.

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23. März 2026: Ich habe mich schon tausendmal gewundert über diese Fähigkeit des Menschen, das höchste Ideal neben der niedrigsten Gemeinheit in der Seele hegen zu können, und beides ganz aufrichtig. (Fjodor Dostojevski)

Foto: Goll Frey Orgel St. Joseph Jakobus Widnau St. Gallen Schweiz 2026

Das Konzert mit Lyrik und Musik gestern war sehr schön. Mir wurde gesagt, dass ich eine schöne Stimme habe, aber da ich nicht laut lese, sondern nachdenklich, haben mich manche der älteren Menschen nicht verstanden. Ich kann mir aber kaum vorstellen, Lyrik zu schreien. Es ist etwas so Zartes. Mir ist aufgefallen, wie wichtig mir Gedichte sind. Manchmal ist die Musik so übermächtig, dass das Wort vernachlässigt wird. In diesem Moment bin ich empört über die Macht der Musik.

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22. März 2026: alte musik neue musik – klang kennt nur das ewige jetzt.

Foto: Goll Cäcilia Alfred Frey Orgel St. Joseph Jakobus Widnau St. Gallen Ost-Schweiz 2026

Pneumatische Goll Frey Orgel op. 412 kath. St Joseph Kirche Widnau St. Gallen Schweiz, Pfarrei Jakobi, 3 M, 40 R, Schweller, Taschenladen, Rückpositiv

Es ist meine 10. Goll-Orgel.

Auf der Orgel steht: Cäcilia Orgelbau A. Frey, Luzern.

Goll konnte ich nicht finden. Ich gehe davon aus, dass Orgelbau Cäcilia A. Frey die Goll Orgel 1987 und 2009 massiv erweitert und revidiert hat.

Es erscheint mir auch so, dass Orgelbau Alfred Frey die Orgel leider so französisch angehaucht neobarockisiert hat, dass man leider nicht mehr von einer romantischen Orgel sprechen kann. Dennoch klingt sie in gewisser Weise noch immer so, vor allem in der schönen Akustik. Wir haben also eine pneumatische Orgel, neobarockisiert, mit Rückpositiv. Das empfinde ich als sehr ungewöhnlich.

Die aktualisierte Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Es gibt feste Kombinationen, Abstellungen, Forte, mf, p und Tutti, Handregister, Tremulant ab und zu, Normalkoppeln, Schweller, Walze, Pistons, keine Setzeranlage.

Ich glaube, dass dieses ehemals hochromantische Instrument mit 2 Manualen eine Ohrenweide und es nicht nötig war, sie zu erweitern und orgelbewegt zu beschneiden. Dennoch leuchtet sie wundervoll in dieser Akustik. Es war sehr schön, hier zu spielen.

So herrlich war die Orgel zuvor bestückt mit romantischen Charakterstimmen, sogar mit Euphonia und Harmonika – eine Tragik, dass man sie neobarockiert hat:

siehe:

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21. März 2026: Weisst du – nachts – wenn der Mond scheint, gehe ich manchmal hinaus auf den Hügel und spreche mit der Esche – sie ist ein Weibchen – … (Linard Bardill)

Foto: FastenWoche Wort & Musik 2026

Wahrheitsbringen.

Linard Bardill war neulich zu Besuch, ein sehr interessanter Schweizer Schriftsteller. Er hat Theologie studiert, aber in seinen Gedichten kommt Gott nicht mehr vor. Aber wird umschrieben.

Gestern war ich vor dem Auftritt mit dem Frauenchor im Frauenverein an der schönen pneumatischen historischen Goll-Orgel von 1913 opus 412 in der katholischen Pfarrkirche St. Joseph in Widnau St. Gallen. Sie hat 3 Manuale, einen freistehenden Spieltisch aus massivem Eichholz, Taschenladen, einen Musikalienkasten (?) und einen Rollschweller. Die Josephskirche ist groß, hell, edel geschmückt mit brillanter Akustik. Sie gehört zur Jakobus-Pfarrei. Ursprünglich hatte die Orgel zwei Manuale und bekam später ein drittes Manual hinzu. Diese ursprünglich spätromantische Goll-Orgel ist eine Wucht und erinnert mich an historische Sauer-Orgeln.

Mein Erfahrungsbericht ist die Spielhilfe.

Diepoldsau hatte früher auch eine alte Kirche, die aber wegen Bauschäden abgerissen werden musste. Nur der schöne weiße Turm ist geblieben. Nun besitzt sie eine kleine süße bescheidene moderne Kirche von 1977 – mit niedriger Decke, was für die Akustik schwierig ist. Zudem gibt es in Diepoldsau im Gegensatz zu Widnau sowohl eine evangelische als auch eine katholische Kirche. Widnau dagegen, der Nachbarort, besitzt eben die eine große pompöse Kirche mit großer Akustik. Wenn man aus Diepoldsau kommt, erlebt man erstmal einen Akustik-Schock.

Für mich ist die Akustik und die Goll-Orgel ein Traum. Die Mathis-Orgel kommt wegen der niedrigen Decke leider nicht genug zur Geltung.

Lustig ist, dass es auch hier auf den Dörfern wie in Deutschland “Dorfstreitigkeiten” gibt – allerdings in der Schweiz viel höflicher als in Deutschland. Man sagt, wie ich hier lernte, so wie die Kirche ist, so das Dorf. In Diepoldsau bescheiden, in Widnau hochnäsig. 🙂 Mittlerweile verstehe ich Schweizer Deutsch sehr gut, sogar den wirklich heftigen Diepoldsauer Dialekt.
Dennoch bin ich froh, wenn die Menschen so etwas wie “Hochdeutsch” mit mir reden. Allerdings rede ich noch immer viel zu schnell. Ich frage mich, wie es morgen beim Lyrikabend wird. Heute Abend ist erstmal Abend-Messe.

Goll-Orgel op. 412:

Es ist meine 10. Goll-Orgel:

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20. März 2026: Licht scheidet Feuer und Wasser. (AHS)

Foto: Osterkonzert 2026

Ach, der Ton der Klarinette ist so schön. Warm, rund, zart und überhaupt nicht aufdringlich. Die genialste Orgel der Welt kann die wahre Klarinette nicht nachmachen. Und das muss sie auch gar nicht. Aber man sollte sich darüber im Klaren sein: Wie die wahren Instrumente klingen, die wir mit unseren Registern imitieren. Darüber scheinen sich manche Organisten nicht im Klaren zu sein: Wie sich diese realen Instrumente im Orchester oder mit Klavier mischen, wie sich eine Oboe mischt, wie eine Flöte. Die Demut, solche Instrumente imitieren zu dürfen.

Dann kann man die Charakterstimmen und Solostimmen einer Orgel erst richtig einsetzen.

Ich liebe Kammermusik. Auch an der Orgel. Auch wenn sich dies anders anfühlt als am Klavier.

Heute habe ich geprobt, geübt, Chor geleitet, Gottesdienst gespielt, unterrichtet, besprochen und war um die Berge herum spazieren. Die Luft ist hier anders; anfangs macht sie müde.

Es gibt ja Leute, die meinen, ich würde mich nicht für Frauen einsetzen, wenn ich mich nur für mich einsetze. Erstens setze ich mich nicht nur für mich ein, sondern für Frauen allgemein, und zweitens: wenn sich eine Frau für sich als Frau einsetzt, kämpft sie für alle Frauen mit.

Und wiederum sagen manche, es sei doch keine Frauenfeindlichkeit, wenn man nur mir gegenüber feindlich ist und mit anderen Frauen angeblich keine Probleme hat. Aber es ist so: Wenn auf einem Gebiet, wo es wenig bis keine Frauen gibt, die, die es gibt, hasst oder immer etwas an ihr auszusetzen hat, dann hat man dem ganzen Gebiet geschadet bzw. mit dazu geführt und gesorgt, dass es überhaupt so wenige bis keine Frauen gibt. Die Unterlassung, eine Frau, die es real gibt, zu fördern, zu schützen oder zumindest zu akzeptieren, ist Frauenfeindlichkeit – ganz zu schweigen von aktivem Boykott.

Zudem: Der offensichtliche Hang gewisser deutscher Kirchenmusiker, die wenigen deutschen Organistinnen in ihrem eigenen Land bewusst zu übersehen, aber ununterbrochen deutsche männliche Kollegen einzuladen, ist frauenfeindlich. Vor allem, wenn sie schlechter spielen. Nach Kritik sind manche dazu übergegangen, Organistinnen aus dem Ausland einzuladen – was die Frauenfeindlichkeit eher noch unterstreicht. Ich glaube, das unsichere Patriarchats-Denken vieler braver deutscher Kirchenmusiker duldet keine weibliche deutsche konstante Konkurrenz. Dieser Typ Kirchenmusiker ist sich auch untereinander optisch und charakterlich wahnsinnig ähnlich. Ich rieche diesen Typ Kirchenmusiker schon 5 Meilen gegen den Wind.

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19. März 2026: Ich habe den See nicht gefunden. (Ann-Helena in Bregenz)

Foto: Mönch Mutzner Orgel Kirche Heerbrugg St. Gallen Ost-Schweiz 2026

Neobarocke Mönch Mutzner Orgel katholische Pfarrkirche Heerbrugg Schweiz, 2 M, 15 R, Tremulant, Bistum und Kanton St. Gallen

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz. Die Register sind alle auf der linken Seite lokalisiert. Die Orgel selbst steht auf der äußersten rechten Kante der Westempore, teilweise an der Wand hängend.

Die kleine rote Kirche mit Turm direkt an einem vermieteten Fachwerkhaus und gegenüber dem Gemeindesaal besitzt wunderschöne große moderne bunte Glasfenster, durch die die Sonne Regenbogenfarben auf die Bänke malt.

Die Akustik ist samtig-trocken. Orgelbau Mutzner hat das Schleifladen-Instrument 2008 umgebaut und renoviert. Mutzner kümmert sich auch um die Mathis-Orgel in Diepoldsau.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

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18. März 2026. Freund und Feind hat der Tod vereint. Lassen wir die Toten Mahner für den Frieden sein. (1914-1918; 1939-1945)

Foto: Behmann Orgel St. Martin Kirche 2026

Pneumatische historische Behmann Orgel 1928 kath. Stadtkirche St. Martin Dornbirn Österreich Vorarlberg, 3 M, 72 R, Glockenspiel

Das große weiße, breit gefächerte Kegelladen-Instrument mit elektropneumatischer Registratur in der im klassizistischen Stil 1840 neu erbauten Hallenkirche ist ein Denkmal der “Elsässer Orgelreform”. Sie wird auch Monumental-Orgel der Jahrhundertwende genannt.

Sie ist zudem auch die größte Orgel in Vorarlberg und eine Denkmal-Orgel, einzigartig und unverändert erhalten. Sie ist eine der größten Orgeln in Österreich.

Denn über die komplette Westempore erstreckt sich der Prospekt in weißen Schleierbrettern, weit ausladend. Es ist meine erste Behmann-Orgel. Behmann war ein Weigle-Schüler, was man sofort erkennt.

Die bronzierten Zinkpfeifen des Prospekts weisen stumme Blindpfeifen und grosse Überlängen auf, mit insgesamt über 200 Pfeifen vorne, nach einem Plan vom Bildhauer Thomas Mennel.

In der Mitte prangt golden die Inschrift: Diene der Ehre Gottes und kündige künftigen Geschlechtern Dornbirns braven Opfersinn.

Ich liebe pneumatische Orgeln und Kegelladen. Sie wurde von Orgelbau Kuhn (Schweiz, Männedorf) 1986 restauriert. Zuvor gab es viele Stimmen, die einen Neubau forderten. Ich bin froh, dass entschieden wurde, die Orgel zu restaurieren. Unregelmäßigkeiten wurden geglättet. Die Kontaktnadeln und alle Magnete mussten überarbeitet und lederne Elemente ersetzt werden.

Zuvor gab es hier um 1845 eine Orgel von Remigius Haaser aus Immenstadt/Allgäu (II/P/30). 1925 wollte man jedoch eine größere, neue Orgel haben.

Zwei Jahre später erhielt Josef Behmann den Auftrag zum Neubau, was er gern annahm. Zunächst erschuf er ein dreimanualiges Werk mit 67 klingenden Registern und 25 Röhrenglocken, 1927 feierlich eingeweiht, und 1928 kamen noch Hochdruckregister hinzu, diese auf Schleifladen. Es ist ein spätromantisches Werk. Es ist sozusagen für mich eine Art österreichische Sauer-Orgel.

Die sinfonische, gleichstufige Orgel hat pastellfarbene und leidenschaftliche Sounds, zarte, kammermusikalische Klänge und gleichzeitig viel Power.

Es gibt zudem eine Chororgel und eine Kapellenorgel vorne.

Die weiße Chororgel ist von Johannes Karl/Aichstetten im Allgäu von 1969, ein mechanisches Schleifladeninstrument mit 15 Registern, 2 M.

Die Kapellen-Orgel ist von Kuhn 1969, Schleifladen, mechanisch, 1 M, 4 R.

In der Kirche steht der Hochaltar von Johann Kaspar Rick (1808–1888).

Dornbirn ist eine hübsche kleine Stadt mit ca. 55.000 EW. Sie besitzt einen sehr herzigen kleinen Marktplatz mit bunten Häusern und Restaurants – und mittendrin steht die Martinskirche mit ihren großen Gemälden sowohl innen als auch außen und dem großen weißen Turm.

Sehr schön ist auch Bregenz, die kleinere Nachbarstadt mit ca. 30.000 EW.  Bregenz ist jedoch bekannter durch den Bodensee, das Kunsthaus und die kulturellen Veranstaltungen.

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17. März 2026: Wir können die Verluste nicht in Worte fassen.

Foto: Wegmann Orgel Ersrode

Heute erinnere ich an an Louise Farrenc, 1804.

Würzburg gedenkt an die Zerstörung vom 16.3.45. Eigentlich sollte ich nächste Woche in Israel spielen. Die El Al fliegt zwar sogar noch. Aber es ist zu gefährlich leider. Mein Flug ist zwar noch immer bestätigt. Aber Tel Aviv wird ja sehr attackiert.

Heute besuchte ich Freunde in Dornbirn und Bregenz. Unterwegs kam ich durch Schwarzach und dadurch zu meinem eigenen Erstaunen an der Orgelbaufirma Rieger vorbei. Ich dachte, diese Schrift kennst du doch. Ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass diese hier ihren Sitz haben. Es ist ein ziemlich großer fancy Kasten, völlig anders als Klais. Hätte mich schon interessiert. Da aber der Cyber Mobber Reiner Schuhenn dort arbeitet (der sich selbst als profiliert ausgibt, obwohl ich ihn noch nie auf einem Konzertplakat gesehen habe), hatte ich keine Lust, mich dem Kasten zu nähern. Irgendwann mal, wenn er weg ist.

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