Karl Chor-Orgel St. Martin Kirche Dornbirn Österreich
kath. Kirche (1840)
Orgelbauer:
Johannes Karl (Aichstetten)
Baujahr:
1969
Datum des Erstbesuchs:
2026
Disposition und Spielhilfen
Weiße Karl Chor-Orgel St. Martin Kirche Dornbirn Österreich, Voralberg, 15 R, 2 M
Es gibt eine Chororgel und eine Kapellenorgel vorne.
Die weiße Chororgel ist von Johannes Karl/Aichstetten im Allgäu von 1969, ein mechanisches Schleifladeninstrument mit 15 Registern, 2 M.
Die Kapellen-Orgel ist von Kuhn 1969, Schleifladen, mechanisch, 1 M, 4 R.





HW I
Prinzipal 8′
Gedeckt 8′
Oktave 4′
Rohrflöte 4′
Waldflöte 2′
Mixtur 6-fach 11/3′
OW II
Koppelflöte 8′
Prinzipal 4′
Sesquialter 2-fach
Oktave 2′
Quint 11/3′
Cymbel 3-fach
Tremolo

Spielhilfen & Koppeln |
II/I, I/P, II/P |
Pedal
Subbass 16′
Oktave 8′
Rohrpfeife 4
In der Mitte der Hauptorgel prangt golden die Inschrift: Diene der Ehre Gottes und kündige künftigen Geschlechtern Dornbirns braven Opfersinn.
Klang und Akustik

In der Kirche steht der Hochaltar von Johann Kaspar Rick (1808–1888).
Dornbirn ist eine hübsche kleine Stadt mit ca. 55.000 EW.
Sie besitzt einen sehr herzigen kleinen Marktplatz mit bunten Häusern und Restaurants – und mittendrin steht die Martinskirche mit ihren großen Gemälden sowohl innen als auch außen und dem großen weißen Turm.
Sehr schön ist auch Bregenz, der Nachbarstadt, etwas kleiner mit ca. 30.000 EW. Bregenz ist jedoch bekannter durch den Bodensee, das Kunsthaus und die kulturellen Veranstaltungen.
Persönliche Note

Pneumatische historische Behmann Orgel Stadtkirche St. Martin Dornbirn Österreich Vorarlberg, 3 M, 72 R, Glockenspiel
Das große weiße, breit gefächerte Kegelladen-Instrument mit elektropneumatischer Registratur in der im klassizistischen Stil neu erbauten Hallenkirche ist ein Denkmal der “Elsässer Orgelreform”. Sie wird auch Monumental-Orgel der Jahrhundertwende genannt.
Sie ist zudem auch die größte Orgel in Vorarlberg und eine Denkmal-Orgel, einzigartig und unverändert erhalten. Sie ist eine der größten Orgeln in Österreich.
Denn über die komplette Westempore erstreckt sich der Prospekt in weißen Schleierbrettern, weit ausladend. Es ist meine erste Behmann-Orgel. Behmann war ein Weigle-Schüler, was man sofort erkennt.
Die bronzierten Zinkpfeifen des Prospekts weisen stumme Blindpfeifen und grosse Überlängen auf, mit insgesamt über 200 Pfeifen vorne, nach einem Plan vom Bildhauer Thomas Mennel.
Ich liebe pneumatische Orgeln und Kegelladen. Sie wurde von Orgelbau Kuhn (Schweiz, Männedorf) 1986 restauriert. Zuvor gab es viele Stimmen, die einen Neubau forderten. Ich bin froh, dass entschieden wurde, die Orgel zu restaurieren. Unregelmäßigkeiten wurden geglättet. Die Kontaktnadeln und alle Magnete mussten überarbeitet und lederne Elemente ersetzt werden.
Zuvor gab es hier um 1845 eine Orgel von Remigius Haaser aus Immenstadt/Allgäu (II/P/30). 1925 wollte man jedoch eine größere, neue Orgel haben.
Zwei Jahre später erhielt Josef Behmann den Auftrag zum Neubau, was er gern annahm. Zunächst erschuf er ein dreimanualiges Werk mit 67 klingenden Registern und 25 Röhrenglocken, 1927 feierlich eingeweiht, und 1928 kamen noch Hochdruckregister hinzu, diese auf Schleifladen.
Es ist ein spätromantisches Werk. Es ist sozusagen für mich eine Art österreichische Sauer-Orgel.
Die sinfonische, gleichstufige Orgel hat pastellfarbene und leidenschaftliche Sounds, zarte, kammermusikalische Klänge und gleichzeitig viel Power.
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