Ich bin unterwegs nach Gütersloh und freue mich auf diese geniale Orgel an Ostermontag in Ostwestfalen: Konzert Orgelkonzert St. Marien Kirche Marienfeld Harsewinkel bei Paderborn, österliches Konzert, in der Reihe GeistlicheKonzerte:
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Pneumatische historische Kuhn Orgel Frauenkloster Maria der Engel Appenzell Schweiz, ca. 6000 Pfeifen, 2 M, 11 R, Taschenladen
Die kleine hübsche romantische Kloster-Orgel auf der Westempore hinter einem Zaun wurde 1991 und 2023 von Kuhn saniert, geputzt und revidiert, da Schimmel und Alter dem Instrument zugesetzt hatten. Außerdem wurde sie neu intoniert durch Matthias Hugentobler.
Schimmel verändert die Klangfarbe und ist allgemein gefährlich für die Orgel. Besonders auf Holzpfeifen setzt sich gern Schimmel ab. Die Pfeifen mussten ausgebaut und gereinigt werden. Eine zusätzliche Lüftung sorgt nun für besseren konstanten Luftaustausch in der Orgel, um Schimmel vorzubeugen.
Auch der Spieltisch wurde revidiert.
Und das gesamte Klostergebäude wurde saniert.
Sie ist die vierte Orgel des Klosters. Während von den ersten beiden Orgeln leider wenig bekannt ist, stammen einige der heutigen Pfeifen noch von der dritten romantischen Orgel von 1850.
Die Doublette 2’ und die dreifache Mixtur sollen noch aus dem Vorgängerwerk von Dörig stammen.
1975 wurde die historische Kuhn Orgel dem damaligen Klanggeschmack angepasst. Einige Register wurden leider beschnitten, um den Zeitgeist der Neubarockisierung zu befriedigen.
Man meinte, mit der Neobarockisierung hellere, glänzendere Klänge erhalten zu wollen. Dabei war die Orgel im Original schon weich, singend, zart und auf die Schwestern ausgerichtet. Diese Eingriffe sind wiedermal nicht zu rechtfertigen.
Die Klosterorgel besitzt eine pneumatische Traktur: Der Impuls von den Tasten zu den Pfeifen wird durch Luftstrom durch dünne Bleiröhrchen ausgeführt, also nicht mechanisch.
Dabei sind die Blasbälgchen und Leder-Membranen schnell verschlissen und müssen regelmäßig ersetzt werden, was leider manchen Kirchgemeinden zu teuer ist.
Die hübsche weiß-rote Kapelle mit 2 Glöcklein mitten im Dorfzentrum ist eine Augenweide. Wertvolle Kunstgegenstände befinden sich in ihr, aus dem 17. Jahrhundert: das Kruzifix, das Altarkreuz und die Kerzenstöcke. Der Opferstock ist sogar von 1560. Hier stand schon früh eine erste Kapelle von 1240.
Die spätgotische Heilig-Kreuz-Kapelle besitzt ein abgedachtes klassizistisches Sandsteinportal und ein spitzes Kupferdach. Hier hängen zwei kleine Glocken von 1772.
Die Kreuzwegstationen von J.A. Füchslin von 1788 sind ebenfalls sehr schön.
Bei einem Überfall 1291 wurde die kleine Kapelle zerstört und im romanischen Stil erneut errichtet. Doch 1400 brannte sie ganz ab und wurde wiederum neu aufgebaut, doch diesmal im gotischen Stil, bevor sie 1513 als Totenkapelle geweiht wurde.
Aber den riesigen Dorfbrand 1560 überstand sie leider nicht.
Die jetzige Kapelle wurde 1561 mühsam aufgebaut auf dem alten Mauerwerk, das noch vom Brand übrig blieb, und 1590 geweiht.
Den nächsten Dorfbrand 1710 überstand die Kapelle ohne Kratzer.
1919 brannte die Kapelle wegen Brandstiftung erneut, wurde aber sofort gerettet. Sie hielt also die Attacken und Brände durch.
1787 erhielt sie ein klassizistisches Portal und 1892 neue Fenster; 1964 musste sie komplett renoviert werden. Die bunten neuen Glasfenster stammen von Ferdinand Gehr aus diesem Jahr, gefielen aber nicht allen.
3. April 2026: Bildung ist ein Angebot. (Niklas Luhmann)
Foto: Konzert Werdau 2026
In Appenzell gibt es ein Frauenkloster namens MariaderEngel, und dort gibt es auch eine historische pneumatische Kuhn-Orgel, klein und hübsch. Und es gibt eine weiße kleine Kapelle namens Heiligkreuzkapelle mit Glasfenstern von Ferdinand Gehr (1896‒1996), ein Ort für Gebet.
Und es gibt die pneumatische Klingler Späth Orgel St. Mauritius Kirche Appenzell, Kegelladen, 3 M, 43 Register (39). Das große braune elektropneumatische Instrument besitzt ein großes Pedal mit 30 Tönen. Der Schweizer Max Klingler hat eine schöne, spätromantische Orgel gebaut. Späth hat sie 1969 erweitert. Man merkt dies an der Disposition auch daran, dass der Tremolo bei Späth plötzlich Tremulant heißt.
Die schöne mächtige historische Orgel steht auf der weißen zweiten Westempore unter großen schönen Deckengemälden und Stuck. Ringsherum hängen wertvolle Kunst-Medaillons.
Die graue schlichte Kirche steht mitten in der hübschen berühmten Innenstadt mit dickem Glockenturm.
Der gewaltige Prospekt trägt lebensgroße bunte Engelfiguren. Hier in Appenzell gibt es typische süße Köstlichkeiten. Appenzell besitzt ca. 7000 Einwohnerinnen.
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2. April 2026: Ich glaube nicht, dass Gott zu Besuch kommt. Er ist immer da. Er sieht und hört alles. Er kommt nicht nur mal eben vorbei. Er kann gar nicht anders, als immer da zu sein. Er ist allgegenwärtig. Und es ist auch keine Mühe für ihn.
Foto:Klingler Späth Orgel Appenzell Schweiz 2026
Gesegneter Gründonnerstag!
Manche meinen, Gott wäre doch nicht für dieses oder jenes zuständig. Und warum sollte er mit einem im Supermarkt dabei sein, er hätte doch was Besseres zu tun. Aber das ist unlogisch. Entweder er ist immer da oder nicht. Ganz einfach.
Ich freue mich auf meine Konzerte in Heerbrugg und Appenzell. Im hübschen Appenzell steht eine romantische große historische Max Klingler Orgel, ein Orgelbauer aus Rorschach, wo ich auch schon war.
1. April 2026: Es geht in der Musik nicht immer um Wucht.
Foto:Frey Orgel Kriessern 2026
Würzburg hat eine neue Straßenbahn. Und der Bayerische Rundfunk hat mich dazu interviewt. 🙂
Altstätten in der Ostschweiz besitzt wunderschöne, bemalte Häuser, einen musikalischen Brunnen und die Appenzeller Bahn nach oben, nach Gais und Appenzell in die Alpen. Auch Appenzell hat eine Kapelle.
Die kleine weiße Kapelle mit Glocke in der hübschen kleinen Stadt Altstätten im Kanton und Bistum St. Gallen wurde kurz nach dem 30jährigen Krieg erbaut. 1998 wurde sie renoviert. Ich finde es schön, wenn Orte eine Kapelle haben für Gebet. Diese Kapelle ist ein Kulturdenkmal.
Ich erinnere heute auch an Kunigunde Edle von Altstätten, die das Kloster gründete, zu dem die Kapelle gehört. Wunderschöne Bilder sind innen zu sehen, Inschriften und Reliefs, Reime und Altar.
Pneumatische neobarocke Cäcilia A. Frey Orgel Kirche Kriessern Bistum & Kanton St. Gallen Ost-Schweiz, 2 M, 18 R, 1265 Pfeifen
2016 wurde auch diese Orgel mit freistehendem Spieltisch von Orgelbau Walter Mutzner aus dem Nachbarort Rebstein gereinigt von Russ, Staub, Schimmel – und saniert. Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz. Die hübsche kleine weiße Dorfkirche ist innen hell und freundlich. Das Instrument besitzt 27 Stumm-Pfeifen, stehend im Gehäuse als Fassade, und 54 Holzpfeifen.
Die Kombination aus neobarock und pneumatisch ist für mich etwas Besonderes.
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31. März 2026: Kammermusik ist vollkommenes Miteinander.
Foto:Duett Violine & Orgel 2026
Brahms betonte die Notwendigkeit technischer Meisterschaft in der Kammermusik.
Was ist denn der Unterschied zwischen Händel und Bach? Händel ist im Vergleich “plump” und nett. Bei ihm ist alles sonnenklar und ohne Experiment. Jubelierende Solistin und frische heitere Begleitung. Es ist nicht nur so, dass Johann Sebastian im Gegensatz zu Georg Friedrich diese Festlegungen aufhebt. Bei J.S. verbinden sich die Stimmen zu einem Duett. Auch die Stimmen des Tasteninstruments werden Solisten und verweben sich dicht mit der Geige, die sogar manchmal begleitet wie die Orgel, ein singendes Duo.
Es ist nicht nur so, dass Johann Sebastian künstlerisch experimentiert und harmonisch absolut revolutionär arbeitet. Dort, wo Georg nur Dur-Moll-Echos gestaltet, öffnet Johann harmonisch völlig neue Türen und Welten mit unglaublich schönen Melodien. Da, wo man Händel vom Blatt spielen kann, muss Bach erobert und erarbeitet werden. Aber all dies ist gar nicht der Punkt, die enorme Handwerkskunst und die Inspiration, die Bach darlegt. Nein, es ist seine berührende, tiefe Musikalität, es sind seine Sprache, sein Geist und sein Ausdruck. Und diesen Bach wollte Händel nicht kennenlernen.
Georg war vor allem gut in Marketing.
Gestern besuchte ich die Frey Orgel in Kriessern, Schweiz. Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:
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Foto: Konzert Musik & Wort zur Fastenzeit Diepoldsau 2026
Das Konzert mit Martina war sehr schön. Dies war u.a. das Programm:
O du mein Trost und süßes Hoffen: Johann Wolfgang Franck, 1641
Sehet, welche Liebe: Josef Gabriel Rheinberger, 1839
Vater unser: Josef Gabriel Rheinberger, 1839
Gebet op. 46 Nr 1 : Ferdinand Hiller
Trostreicher Jesus: Wolfgang Adel, 1727
J.S. Bach: Jesu, Jesu, du bist mein
So gehst du nun, mein Jesus: C.F Witt, 1715
Stabat Mater: Antonio Vivaldi
Gebet: Mörike-Lieder Nr 28: Hugo Wolf
Dazwischen gab es Orgel solo und eine Andacht. Ich spiele zur Zeit auch die Bach-Werke BWV 553-560. Gerade diese vergleichsweise kurzen Stücke zeigen die unfassbare Meisterschaft Johann Sebastians, da in sehr komprimierter Weise seine kreative künstlerische Ader und ihr Nektar auf die Erde fließen und quillen. Bach spielte ich auch im Palmsonntags-Gottesdienst, der draußen am Stage Piano begann.
Ich probte vorgestern auch mit Michaela Bach-und Händel-Sonaten für Klavier (Orgel) und Violine. Diese Sonaten eignen sich hervorragend für Orgel. Überhaupt finde ich es wundervoll, die Orgel für zarte Kammermusik zu verwenden. Manche mögen Orgel ja nur „laut“, was eine totale Verblendung offenbart.
ps: Händel und Bach in einem Atemzug zu nennen, was viele tun, fällt mir schon sehr schwer. Das hat auch nichts mit Vergleichen zu tun. Spielt man Bachs Violinsonaten für Geige und Klavier (Orgel), und direkt anschließend Händels Sonaten, merkt man so richtig dicke, dass und wie Johann Sebastian eine völlig andere Kategorie ist – Händel ist dagegen der Stallknecht von nebenan.
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Foto: Kuhn Orgel op. 458 kath. Dreikönigspfarrei Kirche Balgach St. Gallen Schweiz 2026, kath. Pfarrkirche Ostschweiz (1826)
Gesegneten Palm-Sonntag!
Die Schweizer Bauernhöfe im Rheintal sind wunderschön. Ich sah Schafe mit ihren Lämmern, gerade einen Tag alt und jedes mit seiner eigenen starken Persönlichkeit wie alle Tiere. Ich sah weiße große Almhunde auf der Weide, die darauf warten, im Sommer mit Schafen und Ziegen hinauf zu ziehen in die Berge. Ich sah Störche neben meinem Auto auf den Äckern. Dahinter die schneebedeckten Alpen in tiefhängenden Wolken. Ich fuhr auf kleinen engen Brücken im Stile Mini-Golden-Gate über den Alpenrhein in die Rheininsel Diepoldsau.
Der AlteRhein unten ist eine Augenweide. Auf der anderen Seite liegt Österreich: Vorarlberg. Manche Autobahnschilder haben die Aufschrift: „Nach Deutschland“.
Ich aber fuhr durch den langen Pfändertunnel. Bis Diepoldsau / Hohenems kannst du ohne Vignette fahren. Um auf diese Autobahn in den Osterferien zu kommen, musst du eine grüne Ampel abwarten. Alles voller Wohnwagen und Pendlern. Ich wusste das nicht, das mit der Ampel zur Autobahn, und stand mit meinem Drop dann kurzzeitig quer auf der Gegenfahrbahn, weil ich dachte, ich könnte mal schnell alle anderen überholen 🙂 Die Schweizer und Österreicher werden sich gedacht haben: Eine vorwitzige Würzburgerin!
Th. Kuhn, Orgelbau – = Maennedorf = – System Kuhn, Baujahr 1915 / 2002 restauriert, opus 458
Spätromantische pneumatische Kuhn Orgel kath. Dreikönigspfarrei Kirche Balgach Bistum & Kanton St. Gallen Schweiz, 2 M, 19 klingende Register
Die hübsche weiße Dorfkirche in den Bergen liegt inmitten des Friedhofes auf einem Hügel umrandet von schneebedeckten Bergen. Die pneumatische grüne Orgel mit frei stehendem Spieltisch auf der Westempore direkt unter der Decke wurde 2002 von Orgelbau Walter Mutzner aus dem benachbarten Ort Rebstein restauriert. Mutzner betreut in der Region sehr viele Orgeln.
Widnau, Balgach und Diepoldsau gehören zusammen. Im Vergleich zur Goll Frey Orgel im Nachbarort Widnau hat es diese historische Orgel hier geschafft, romantisch zu bleiben. Gott sei Dank wurde die Kuhn Orgel nicht neobarockisiert. Sie ist eine schweizerische Art Sauer-Orgel mit bunten Kippschaltern und sanften gravitätischen Charakterstimmen.
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Foto: Kuhn Orgel op. 458 kath. Dreikönigspfarrei Kirche Balgach St. Gallen Schweiz 2026, kath. Pfarrkirche Ostschweiz (1826)
Th. Kuhn, Orgelbau – = Maennedorf = – System Kuhn, Baujahr 1915 / 2002 restauriert, opus 458
Spätromantische pneumatische Kuhn Orgel kath. Dreikönigspfarrei Kirche Balgach Bistum & Kanton St. Gallen Schweiz, 2 M, 19 klingende Register
Die hübsche weiße Dorfkirche in den Bergen liegt inmitten des Friedhofes auf einem Hügel umrandet von schneebedeckten Bergen. Die pneumatische grüne Orgel mit frei stehendem Spieltisch auf der Westempore direkt unter der Decke wurde 2002 von Orgelbau Walter Mutzner aus dem benachbarten Ort Rebstein restauriert. Mutzner betreut in der Region sehr viele Orgeln.
Widnau, Balgach und Diepoldsau gehören zusammen. Im Vergleich zur Goll Frey Orgel im Nachbarort Widnau hat es diese historische Orgel hier geschafft, romantisch zu bleiben. Gott sei Dank wurde die Kuhn Orgel nicht neobarockisiert. Sie ist eine schweizerische Art Sauer-Orgel mit bunten Kippschaltern und sanften gravitätischen Charakterstimmen.
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27. März 2026: Menschsein heißt, ein Minderwertigkeitsgefühl zu besitzen, das ständig nach Überwindung drängt. (Alfred Adler)
Ja, so denken viele wie der jüdische Psychotherapeut Adler, der Christ wurde. Dieses sogenannte Minderwertigkeitsgefühl ist aber die wundervolle positive Sehnsucht nach Gott, welche nur gestillt wird, wenn man ihn gefunden hat. Minderwertigkeitsgefühle müssen nicht nach Überwindung drängen, sondern nach Lösung, Frieden und Befriedigung, nach Rettung, welche Menschen und die Welt nie dauerhaft geben können. Und das ist auch nicht schlimm. Denn dafür gibt es den Himmel. Und Gott ist schon hier auf der Erde.
Das heißt nicht, dass wir nicht überwinden sollen. Die meisten Kirchen predigen, wenn sie überhaupt predigen und nicht nur Meinung und Politik und Zeitgeist wiedergeben, – sie predigen wenn, dann meist nur Trost und Beruhigung. Es wird selten von Sünde oder Buße gesprochen, außer in der katholischen Kirche. Meist hört man nur von “Fehlern”, die wir haben. Aber wir sollen nicht Fehler und Komplexe überwinden, sondern unsere Sünde. Und diese lautet, dass wir unser Leben gottlos leben.
Und das ist nicht nur ein Fehler oder ein Komplex. Wir können unsere Komplexe und Fehler auch nicht überwinden. Nicht mal unsere Sünden. Nur Gott kann uns befreien.
ps: Wusstet ihr, dass Musik auch verdummen kann? Ja, Musik (meist mit Betonung auf der ersten Silbe), die als Partymusik daher kommt und betrunkene Menschen stundenlang in Zelten attackiert in immer gleicher Manier, verdummt. Im Sinne von Abstumpfen.