5. April 2026: Amen! Gesegnete Ostern 2026!
Foto: Konzert Appenzell 2026: SEHNSUCHTSORT ORGEL Schweiz
Pneumatische historische Kuhn Orgel Frauenkloster Maria der Engel Appenzell Schweiz, ca. 6000 Pfeifen, 2 M, 11 R, Taschenladen
Die kleine hübsche romantische Kloster-Orgel auf der Westempore hinter einem Zaun wurde 1991 und 2023 von Kuhn saniert, geputzt und revidiert, da Schimmel und Alter dem Instrument zugesetzt hatten. Außerdem wurde sie neu intoniert durch Matthias Hugentobler.
Schimmel verändert die Klangfarbe und ist allgemein gefährlich für die Orgel. Besonders auf Holzpfeifen setzt sich gern Schimmel ab. Die Pfeifen mussten ausgebaut und gereinigt werden. Eine zusätzliche Lüftung sorgt nun für besseren konstanten Luftaustausch in der Orgel, um Schimmel vorzubeugen.
Auch der Spieltisch wurde revidiert.
Und das gesamte Klostergebäude wurde saniert.
Sie ist die vierte Orgel des Klosters. Während von den ersten beiden Orgeln leider wenig bekannt ist, stammen einige der heutigen Pfeifen noch von der dritten romantischen Orgel von 1850.
Die Doublette 2’ und die dreifache Mixtur sollen noch aus dem Vorgängerwerk von Dörig stammen.
1975 wurde die historische Kuhn Orgel dem damaligen Klanggeschmack angepasst. Einige Register wurden leider beschnitten, um den Zeitgeist der Neubarockisierung zu befriedigen.
Man meinte, mit der Neobarockisierung hellere, glänzendere Klänge erhalten zu wollen. Dabei war die Orgel im Original schon weich, singend, zart und auf die Schwestern ausgerichtet. Diese Eingriffe sind wiedermal nicht zu rechtfertigen.
Die Klosterorgel besitzt eine pneumatische Traktur: Der Impuls von den Tasten zu den Pfeifen wird durch Luftstrom durch dünne Bleiröhrchen ausgeführt, also nicht mechanisch.
Dabei sind die Blasbälgchen und Leder-Membranen schnell verschlissen und müssen regelmäßig ersetzt werden, was leider manchen Kirchgemeinden zu teuer ist.
Historische Heiligkreuzkapelle Appenzell Schweiz
Die hübsche weiß-rote Kapelle mit 2 Glöcklein mitten im Dorfzentrum ist eine Augenweide. Wertvolle Kunstgegenstände befinden sich in ihr, aus dem 17. Jahrhundert: das Kruzifix, das Altarkreuz und die Kerzenstöcke. Der Opferstock ist sogar von 1560. Hier stand schon früh eine erste Kapelle von 1240.
Die spätgotische Heilig-Kreuz-Kapelle besitzt ein abgedachtes klassizistisches Sandsteinportal und ein spitzes Kupferdach. Hier hängen zwei kleine Glocken von 1772.
Die Kreuzwegstationen von J.A. Füchslin von 1788 sind ebenfalls sehr schön.
Bei einem Überfall 1291 wurde die kleine Kapelle zerstört und im romanischen Stil erneut errichtet. Doch 1400 brannte sie ganz ab und wurde wiederum neu aufgebaut, doch diesmal im gotischen Stil, bevor sie 1513 als Totenkapelle geweiht wurde.
Aber den riesigen Dorfbrand 1560 überstand sie leider nicht.
Die jetzige Kapelle wurde 1561 mühsam aufgebaut auf dem alten Mauerwerk, das noch vom Brand übrig blieb, und 1590 geweiht.
Den nächsten Dorfbrand 1710 überstand die Kapelle ohne Kratzer.
1919 brannte die Kapelle wegen Brandstiftung erneut, wurde aber sofort gerettet. Sie hielt also die Attacken und Brände durch.
1787 erhielt sie ein klassizistisches Portal und 1892 neue Fenster; 1964 musste sie komplett renoviert werden. Die bunten neuen Glasfenster stammen von Ferdinand Gehr aus diesem Jahr, gefielen aber nicht allen.
Neue CD 2026 BACH BERÜHREN:
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