Startseite Nach oben

27. Mai 2025

Foto: Steinmeyer Orgel Ersheimer Kapelle Hirschhorn am Neckar

Der Umfang der Klosterkirchen-Orgel in Hirschhorn ist begrenzt: C-d3 im Manual und C-c1 im Pedal. Bis auf Mozart, welches ich anpassen musste, ging jedoch das meiste meines Programms wunderbar, auch wenn einige Randtöne fehlen und es nur ein Manual gab.

Die Krämer-Orgel klingt butterweich, ist jedoch nicht leicht zu spielen, eher etwas unbequem. Die Bank war für mich recht hoch; man kann sie nicht verstellen. Ich habe mit Socken gespielt.

Die Akustik in der Klosterkirche ist wunderbar: Weich, brillant, singend. Die Orgel klingt sweet, weich und elegant warm, ist für mich, trotz der ehemals barocken Herkunft, um es mal so zu sagen, eine eindeutig frühromantische Orgel mit süffigem Sound, ohne Kanten, Direktheit oder grellen Farben. Auch die Mixtur ist angenehm und keineswegs schrill. Es ist auch möglich, natürlichen Wind zu schöpfen wie früher. 

Ich habe Zugaben gespielt und mich mit Socken unten verbeugt und Blumen bekommen. Danach gab es Sektempfang und leckeres Essen. Die Presse und eine Fotografin waren ebenfalls da: Rhein-Neckar und Stadt-Anzeiger. Besonders schön ist die Sandstein-Muschel-Treppe, die zur Orgel und eine kleinere zur Kanzel führen. Im Kloster wohnen seit Neuestem indische Karmeliten-Mönche aus Kerala. Sie sprechen sehr gut Deutsch.

Wunderschön ist auch der Kapitelsaal mit Vorzimmer und einem braunen gepflegten Bechstein-Flügel von 1935. Auch im Burg-Innenhof und Kloster-Innenhof finden Konzerte statt.

Noch älter ist die Ersheimer Kapelle:


Kleine neobarocke Steinmeyer Orgel Ersheimer Kapelle Hirschhorn am Neckar, Hessen, Odenwald, kath. ehem. Pfarrkirche St. Nazarius und Celsus, 1 M

Die Fledermaus-Kapelle

Auf der anderen Seite des Neckars liegt Ersheim. Von dem ursprünglichen Ort stehen die Kirche – älter als die Kirche in Hirschhorn – und wenige alte Häuser. Die anderen Häuser sind Neubauten.
Ersheim: Der einzige Ort auf der linken Neckarseite, der zu Hessen gehört. Als die Burg gebaut wurde, hatten die Ersheimer
Schutz auf der Hirschhorner Seite gesucht, auch wegen ständiger Hochwasser.

Heute steht die wundervolle, urige, denkmalgeschützte Kapelle – die älteste im Neckartal und die einzige hessische – in einem gepflegten Friedhof am Fluss umrundet vom gesunden Odenwald und wird von vielen Fahrrad- und Biker-Touristen besucht. Zudem wird sie für Beerdigungen und Hochzeiten genutzt. Sie gehört aus politischen Gründen zum Bistum Mainz. Was es für die Hirschhorner schwierig macht.

Berühmt sind die vielen, geschützten Fledermäuse unter dem Dach. Sie werden gepflegt. Damit das Dach nicht kaputt geht von dem scharfen Urin und dem Ammoniak, wurde für die Tiere aus extra Brettern ein Zimmer gebaut.
Der Odenwald ist nicht zerfressen worden von den Borkenkäfern wie der Harz.

Es sind viele romanische Bauteile und Deckengemälde in der Kirche. Auf dem Neckar-Radweg machen viele Halt und lesen auf den Tafeln die Geschichte des Ortes.

Die kleine solide Orgel steht zu weit hinten auf der Empore und ist daher nicht raumfüllend. Sie muss nach vorn.

Die Kapelle besitzt auch eine schöne Glocke.

Die Kapelle muss dringend saniert werden, bitte spendet!

Die Disposition beider Orgeln sind hier zum ersten Mal im Netz.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

26. Mai 2025: Auch die Empore ist mein Künstlerzimmer und meine Bühne.

Foto: Historische Krämer Voit Orgel 1780 / 1884 Klosterkirche Hirschhorn (1406) 2025

Historische seitenspielige Krämer Voit Orgel Karmeliter-Klosterkirche Mariä Verkündigung, Hirschhorn am Neckar, Odenwald, Hessen, 1 M, 13 R

Seit 1955 steht die hübsche kleine Orgel hier in der gotischen Klosterkirche im Neckartal, dem einzig hessischen Zipfel und Teil im Neckartal, sozusagen eine hessische Zunge in Baden. Vorher stand die Orgel in Weinheim.

2002 wurde das mechanische Instrument von F & N Förster & Nicolaus aus Lich restauriert und für fast 30000 € rekonstruiert. Die Kirche besitzt eine wundervolle Akustik und der Klang der Orgel ist frühromantisch. Betreut wird die Orgel von Vleugels. 2023-2024 wurde sie von Vleugels für 57000 € saniert, inklusive inklusive teurer, automatischer Belüftungsanlage aufgrund der enormen Feuchtigkeit von früher bis zu 90 Prozent Luftfeuchtigkeit durch Neckar und Sandstein. Sie musste aufgrund dieser Feuchtigkeit durch Sandstein und Neckar von Schimmelbefall gereinigt werden und riecht innen noch immer etwas modrig.

Unter der Kirche fließt nämlich der große Neckar mit seinen Schleusen, die den wilden Fluss für die Schifffahrt zähmen sollen, umrahmt von roten Sandsteinfelsen. Die drei katholischen Kirchen hier in Hirschhorn gehören aus politischen Gründen dem Bistum Mainz, was kein leichtes Unterfangen und kein leichter Zustand für die Kirche hier und für die Hirschhornerinnen allgemein ist.

Es war sehr schön, hier zu konzertieren. Es war das erste Konzert seit der Rekonstruktion, sozusagen das Einweihungskonzert. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt und brechend voll, das Konzert also hervorragend besucht. Meine Hände wurden nach unten gebeamed und das ganze Konzert live gestreamt von Ceol Studio.


Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Das Konzert in Hirschhorn wird heute ab 17 Uhr auf YouTube live gestreamt auf:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

25. Mai 2025: „Geschwind ist das schlimmste schwäbische Wort.“ (Schaffner im Zug (bzw. Zugbegleiter))

Foto: Krämer Voit Orgel 1780 / 1884 Klosterkirche Hirschhorn (1406) 2025

Heute Abend ist mein Konzert in der Karmeliter-Klosterkirche Mariä Verkündigung in Hirschhorn am Neckar, Hessen. Es ist das erste Orgelkonzert in diesem Jahr. Die spätgotische Kirche von 1406 liegt mit ihrem fliederfarbenen Pfarrhaus und Klostergebäude unter dem Schloss, das für 2 Millionen Euro frisch renoviert wurde, jedoch noch immer keinen Pächter hat. Vermutlich ist der Preis zu hoch.

Das Schloss ist jedoch eine wichtige Quelle für den wunderschönen Ort, da es das einzige Hotel und Restaurant ist und dringend verpachtet werden muss. Jetzt steht die teuer renovierte Burg leer. Vor ca. 10 Jahren war dies die erste Adresse vor Ort.

Das kleine Hirschhorn im Odenwald, früher eine reiche Ritterstadt im Mittelalter, besitzt 4 schöne Kirchen. Jedoch die wichtige und denkmalgeschützte Brücke über den großen Neckar, die innerhalb von 10 Monaten fertig saniert sein sollte, ist selbst im 5. Jahr noch nicht fertig und nicht befahrbar.


Die Klosterkirche, eine einschiffige Hallenkirche direkt oberhalb dem Neckar, besitzt einen Schlussstein im Chorgewölbe mit dem Wappen der Klosterstifter und Doppelgrabmale. Hirschhorn erinnert mich stark an Heidelberg. Heidelberg ist ja auch nur 25 km weit weg. Auch die Art, wie der Neckar eine Schleife dreht und mitten unter grünen Wäldern, umrahmt von Fachwerkhäusern und roten Häuschen, fließt, erinnert mich an meine Studienzeit in Heidelberg.

Das malerische Hirschhorn ist ein hessischer Zipfel zum südhessischen Bereich „Bergstraße“, umrundet von Baden und badischen Städten von Baden-Württemberg. Aber die katholischen Kirchen in Hirschhorn gehören aus politischen Gründen zum Bistum Mainz. Die Bewohnerinnen Hirschhorns müssen nach Heppenheim fahren, wenn sie zu Ämtern müssen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


24. Mai 2025

Ich bin in Hirschhorn angekommen, in Hessen zur Grenze von Baden-Württemberg, malerisch, im Odenwald, am Neckar, eine Mittelalter-Stadt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


23. Mai 2025: Auch Orgeln atmen rückwärts.

Foto: Kathedrale Görlitz Eule-Orgel

Neobarocke Jehmlich Orgel kath. Kirche Propsteikirche St. Maria Friedenskönigin Cottbus, Lausitz, 2 M, 24 R, über 2000 Pfeifen:

Die Dornenkronen-Orgel

Das mechanische Schleifladen-Instrument im evangelischen Cottbus mit elektrischer Registertraktur stammt aus dem Kulturpalast Dresden und wurde 2012 nach Cottbus gebracht durch Jehmlich; 2015 saniert und umgebaut. Die Kirche ist eher modern. Obwohl Cottbus Brandenburg ist, gehört die Kirche zum Bistum Görlitz.

Ohne Menschen in der Kirche ist die Akustik wunderbar. Voll besetzt ist sie etwas zu trocken. Grund ist die Holzdecke und die Holzvertäfelung; es ist eine große, rote Dornenkrone aus Holz, die rings um die Kirche führt, was eine schöne Idee ist – von dem Künstler Friedrich Press.

Cottbus ist eine sehr schöne Stadt, etwas kleiner als Würzburg, mit einem hübschen Marktplatz, einer wundervollen Klosterkirche. Der Bahnhof ist weiter draußen.

Es gibt keine Unterkirche. Der Turm und der Glockenturm der Oberkirche gefallen mir sehr, die Aussicht oben ist genial.

Cottbus gefällt mir gut, besonders der Oberkirchplatz, der Spremberger Turm.

Übrigens begegnete ich in Dresden dem, der im Zug lebt; Lasse sieht genauso aus wie in YouTube, exakt genau so.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


22. Mai 2025: Der trunkenen Flut. Die Seele dicht 

Foto: Görlitz Eule-Orgel

Heute erinnere ich an Pfarrer Hackethal und an Pfarrer Lorenz OMI.

Neobarocke Eule Orgel kath. Kathedrale zu Görlitz, Sachsen, 3 M, 47 R, Schleifladen, Radialpedal, 3175 Pfeifen


Die kompakte, mechanische Eule-Orgel mit elektrischer Registertraktur ist für die große, langgestreckte Kathedrale im evangelischen Görlitz eigentlich fast zu klein.

Aber da sie geschickt auf Füße gestellt wurde, trägt dies dazu bei, dass der Klang raumfüllend und sie mit HW und SW von unten beinahe zu sehen ist – außerdem gibt dies der Westempore mehr Platz. Jedoch ist dadurch die schöne West-Fensterrosette verbaut.

Das Instrument ist insgesamt geschickt aufgestellt: Durch das Rückpositiv und die Pedaltürme, die die Säulenpfeiler nachahmen und an der Brüstung hängen, wirkt die Orgel größer als sie ist.

Der freie Spieltisch mit Setzeranlage besitzt alle Register auf einer Seite: links, Kippschalter (die recht „gefährlich“ sind, da man sie oben ausstellen muss). Sehr schöne Zungen, Tremulante und Schwebungen. Die Tasten aus Elfenbein sind unregelmäßig.

Die Eule-Vorgänger-Orgel im großen, roten Bau wurde 1945 im Krieg beschädigt und 1949 von Orgel neu disponiert. Die Kirche besitzt einen Hochaltarretabel von 1900 und historische Beichtstühle.

Das Bistum Görlitz ist das jüngste und kleinste in Deutschland. Görlitz ist ansonsten eher evangelisch. Die Kathedrale liegt direkt auf der Rückseite des Bahnhofs. Görlitz hat ca. 60.000 EW.

Görlitz und Cottbus sind ansonsten eher evangelisch. Cottbus hat ca. 100. 000 EW und hat ebenfalls sorbische Bevölkerung wie Wittichenau und Görlitz. Die meisten Gottesdienstbesucher besitzt die Hochburg Wittichenau.

Die Filialkirche Heilig Kreuz besitzt ebenfalls eine Eule-Orgel.

Die Akustik ist brillant und warm. Die Kirche ist mit moderner Kunst geschmückt, unter anderem mit QR-Codes an Decken und Böden, die zu Bibelworten führen, und Schmuckbändern, die die Pilgerwege symbolisieren. Auch in dieser Gegend ist der Schweller auf, wenn er unten ist, also genau umgekehrt.

Görlitz ist die östlichste Stadt in Deutschland.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


21. Mai 2025: „Nach meiner Ueberzeugung würde die Herstellung dieser Anlage circa 40 rtl. kosten.“ (C. A. Buchholz in Osterburg 1825)

Foto: Osterburg 2025

Es ist schön, einen spannenden Fund in Bezug auf Instrumente zu machen. Konsequent restaurierte, klangschöne Instrumente gehören dazu. Handwerk ist doch genial – also top Handwerk kombiniert mit Kunst. Erbauungszustände sind doch heute sehr erbaulich.

Wenn alte, kraftlose, störanfällige Instrumente aus ihrem Schattendasein befreit werden. Viele wertvolle Instrumente wurden leider vernichtet. Pfeifenwerk, Windanlagen, Windladen, Winddruck, Ventile, Schleifen, Kanzellen – all das ist kompliziert, zu rekonstruieren.

So ein Fund sind Buchholz-Orgeln, Buchholz, der für den Osten das war wie Walcker im süddeutschen Raum.

Die große runde rote Kirche in Osterburg ist innen schlicht und hell und grün. Sie riecht angenehm modrig. Die Kirche soll in den nächsten Jahren saniert werden. Der Turm wurde schon saniert.

Die Akustik ist samtig-trocken, da die romanische Kirche gotisch überbaut wurde und der Klang sich in den großen Bögen verfängt. Ich mag solche sprechende Akustik, die wie eine samtig pelzige Zunge spricht. Der Elefant (die Pedal-Posaune) und auch die anderen Zungen haben ihren wundervollen Charme.

Ich habe Blumen und leckeres Essen bekommen.


20. Mai 2025: Wo wir auftauchen, sind wir Feuer und Flamme. Brennende Engel.

Die bombastische Orgel in Neuzelle betritt man durch die spannenden, geheimnisvollen Katakomben und Labyrinthe hinter der Kirchenfassade; durch die Treppen und Gänge hinter Winterkirche und Kreuzgang.

Es war sehr schön, hier zu spielen.

Die Engel auf der Empore spielen alle Instrumente, Trompete, Geige, Harfe…

Sehr schön ist auch die Prozessionsorgel von 1765 von J.M. Heinitz.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Der spätromantische, grundtönige Klang mit Flöten und Streichern trifft auf Barock und Gotik und verschmilzt tief und berührend. Dazu kommt die Posaune im Pedal. Keine Setzeranlage. Jedoch der untere, einmanualige Spieltisch besitzt eine Setzeranlage.


Ich denke Wunder was nichts.

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

19. Mai 2025

Foto: Pedal Link Orgel ev. Kirche Nidda Stornfels, Hessen

Historische kleine Link Orgel ev. Kirche Nidda Stornfels, Süd-Hessen, 7 R, Altarorgel, Denkmal-Orgel, 1 M

Das romantische Dörfchen hoch auf dem Berg liegt wunderschön ländlich im Grünen mit schönen Gässchen, Fachwerk, Pferden. Der Ausblick über die Wetterau bis nach Frankfurt und in den Taunus ist wunderschön. Die Kirche steht hoch oben dort, wo früher die Burg war. Ich übernachtete im Berghotel auf dem Vulkan Vogelsberg, umrahmt von Pferden.

1636 war hier in dieser Saalkirche mit Steinen der mittelalterlichen Burg, Kulturdenkmal, die erste Orgel, bevor 1837 das neue Instrument entstand. Diese rekonstruierte Link-Orgel ist nicht mit dem Orgelbau Link aus Giengen an der Brenz, BWB, zu verwechseln, welche ich auch schon spielte.

F&N, welche ich auch schon gespielt habe, hat die Orgel 1913 repariert und auch 1956 – zu einer völlig neuen Zeit. Und wieder 1976. Und dann wieder 2017 für 30.000 €.

Der schöne, weiße, fünfachsige Prospekt hat ein Mittelfeld, das von zwei doppelgeschossigen Pfeifenfeldern flankiert wird und außen mit je einem Rechteckfeld abschließt. Den oberen Gesimskranz bekrönen zwei kleine Urnen. Die Orgel ist also weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten.

Die Kirche gehört zum Dekanat Friedberg, besitzt eine Flachdecke und grüne Emporen.

Der Dachreiter besitzt zwei Glocken: 1875 von Georg Otto in Gießen gegossen, 100 Kilogramm, und die größere Glocke wiegt doppelt so viel, von 1949, und wurde von der Glockengießerei Bachert, Heilbronn, gegossen. Die Vorgängerglocken mussten in den Weltkriegen leider an die Rüstung abgeliefert werden. Die Läutanlage war 1980 elektrifiziert worden.

Der Klang ist direkt, hell, singend, freundlich schrill in trockener Akustik. Das Pedal liegt direkt auf dem Boden auf, ist aber dennoch nicht unbequem zu spielen, trotz der Stummel-Obertasten, zumindest nicht mit Socken. Durch die hellen, direkten Klänge ist die kleine Orgel raumfüllend. Sie besitzt schöne romantisch angehauchte 4 – Füße und 8 – Füße und Pedalkoppel. Der Umfang ist begrenzt.

Es war sehr schön, hier zu konzertieren. Nidda ist eine schöne südhessische Stadt bei Kassel, Stornfels liegt ländlich auf einem Vulkankessel.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Plakat Stornfels Konzert


18. Mai 2025

Foto: Beautiful Link Orgel ev. Kirche Nidda Stornfels, Hessen

Ich bin von der schönen Altmark ins hessische Vulkangebiet Vogelsberg gefahren zum nächsten Konzert. Im Taunus und in Hessen habe ich schon oft konzertiert.

Durch meine Konzertreisen habe ich schon viele wunderbare Gebiete Deutschlands kennengelernt: Eichsfeld, Taunus, Altmark, Vogelsberg, Hunsrück, Harz, die Wetterau, Uckermark, Münsterland, Pfalz, Baden, Pommern, Lausitz… um nur einige zu nennen.

Die schöne kleine historische, 2017 von F& N für 30000 € rekonstruierte Link-Orgel von 1837 in Nidda Stornfels hat mir auch gut gefallen. Da ein ICE wegen Personalmangel ausgefallen ist, musste ich von Kassel abgeholt werden. Ich kam ja aus Sachsen-Anhalt. Wir erreichten 5 vor 14 Uhr die Kirche und um 14 Uhr begann das Konzert. Ich startete pünktlich nach dem Glockengeläut um 14 Uhr, ohne die Orgel probiert zu haben, aber es hat wunderbar geklappt. Ich habe sofort mit der Orgel geklickt.

Da ich schon so viele historische Orgeln gespielt habe, reicht oft nur ein Blick auf Register, Pedal, Umfang und Manuale, und ich weiß über vieles Bescheid. Und selbst wenn Überraschungen dabei sind, was ich immer hoffe, dann bin ich begeistert und gut gelaunt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen