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17. Juni 2025

Foto: Helbig Orgel

Heute erinnere ich an Karen Read. Wahnsinn, was wir in dieser Welt für Justizsysteme haben.

Wenn ich spiele und übe, ist es, als hätte ich eine Art „Wegmacher“ – als würde ich mit einem großen Radiergummi alles löschen, was auf dieser Erde falsch läuft. Ein Heilmittel oder eine Salbe.

Anbei die neue teure Breitkopf Bach-Ausgabe 🤣:

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16. Juni 2025

Foto: Helbig Orgel

Historische, mechanische Scherer Orgel St. Marien Kirche Hansestadt Stendal, Altmark, Sachsen-Anhalt, 3 M, 2700 Pfeifen, 38 R

Rote Backsteingotik am Marktplatz, 2 hohe Türme (82 m hoch), dreischiffige Hallenkirche, 12 Glocken. Auf der schmalen Westempore aus Holz, reich und schön kindlich bemalt, steht die große alte Orgel, mysteriös schief, pure Handarbeit, 2 große Pedaltürme. Unter der Orgel befindet sich die hanseatische astronomische Uhr von 1856 / 1977.

Sehr schön sind die Kanzel von 1844 und der auffällige Taufstein von 1474. Sehr schön sind auch der goldene hohe Flügelaltar von 1470 und die großen roten Pfeiler.

Die Kirche wirkt angenehm kühl, rot und hell. Es ist meine erste Scherer-Orgel. Es gibt noch eine weitere im nahen Tangermünde in St. Stephan. Der rote Dom St. Nikolaus mit seinen großen Fenstern, nicht weit weg, besitzt ebenfalls 2 Türme und wird renoviert. Der „anonyme“ Prospekt der Dom-Orgel erinnert mich stark an Scherer, die alte Orgel jedoch zerstört, nun mit Schuke Potsdam bestückt.

Die alten Pfeifen lösen bei mir eine angenehme Gänsehaut aus. Dass die Orgel dringend saniert gehört, sieht man jedoch auch. Sie erinnert mich ein wenig an die Orgel in der Marienkirche Rostock, die auch dringend saniert werden muss.

Die Scherer-Orgel hat sehr gelitten unter Feuer, Krieg und Umbauten. Bereits seit 2011 soll die Orgel renoviert werden! Bitte spendet.

So war das Roland-Fest im vollen Gange, als ich kam. Die arme Marien-Kirche schien dicht umrundet von muslimischen Shops und Buden heidnischer Art, in denen Buddhas, „magische“ Steine und Ketten, Stofftier-Fratzen, Alkohol und alle Sorten Fleisch angeboten wurden. Die kleine beschauliche Stadt umgeben von Strassendörfern aber freute sich auf das Fest. Gottesdienste gibt es kaum noch. Sonntag morgen sucht man vergeblich nach einem in den ev. Hauptkirchen.

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Scherer Orgel Stendal


15. Juni 2025: Meinen nicht 🔥. (A.H.S)

Foto: Letzte Helbig Orgel 1737 Eichstedt 2025

Es war sehr schön, hier zu spielen. Die Presse war auch da: Altmark Zeitung und Volksstimme. Die Orgel erinnert mich an eine italienische Orgel.

Sie ist sehr schmal und kompakt und nicht leicht zu spielen, zudem keine Spielhilfen. Manual und Pedal sind begrenzt und eng. Es ist ein Jonglieren buchstäblich. Das Manual ist geteilt, so dass man die Oboe unten begleiten und eine gewisse Zweimanualigkeit herstellen kann.

Die große, schlichte Kirche im gepflegten Friedhof im idyllischen Dorf hat eine große Anziehungskraft.Die Akustik ist samttrocken, die Orgel klingt hell, zart und ausgeglichen; wunderschöne Oboe – und Fagott 16 im Bass! Und ein reich bestücktes Pedal. Die kindlich mit Blumen gemalten Holzdecken-Balken (Bach lässt grüßen) geben ihr übriges dazu. Barocker Klang. Es gibt ein Sperrventil und eine Pedaltrennung.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Die hübschen einfachen Holz-Emporen stammen von 1757 und 1761 mit gemalten Wappen.

Die Dorfkirche besitzt eine Bronzeglocke von 1230 mit der Aufschrift; „IHS LAA XPS AwG • Sancta maria + sca • katerina + Sct. Pancrativs + Dvm • sonat hoc • signvm • fvgiat pcvi • ome malignvm •“ (dum sonat hoc signum, fugiat procul omne malignum). Die beiden anderen Glocken von 1931 wurden in Erfurt gegossen.

Die hölzerne Kanzel stammt von 1724, das hölzerne Kruzifix von 1624, der Strahlenkranz von 1460 und der polygonale Korb ist mit gedrehten Ecksäulen und Gemälden der Evangelisten in den Füllungen von 1724.

Ich übernachtete im Hotel Bahnhof in Stendal und aß im KORFU.



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14. Juni 2025: … und alles mögliche andere … (J. Nestroy)

Wie zB die Musik. Und Instrumente. Bin wieder in der schönen Altmark angekommen. Ich liebe Sachsen-Anhalt.

Ich freue mich auf die jüngst original restaurierte, kulturhistorisch bedeutsame Johann Georg Helbig Orgel von 1737, letzte ihrer Art, des Förderkreises St. Katharinenkirche Eichstedt (nicht zu verwechseln mit Eichstätt), unterstützt von der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, der Stiftung Orgelklang, durch Spenden und Orgelpfeifen-Patenschaften. Es brauchte rund 160000 €, da die Orgel klein ist.

Wie ihr wisst, liebe ich sanierte, historische Orgeln, vor allem, wenn sie noch etwas verborgen, vergessen oder unbekannt sind und ich ihre Dispositionen zum ersten Mal im Netz präsentieren kann. Diese Orgeln sind unser Erbe. Wer weiß, wie sich unser Land noch verändern und wie lange es diese Orgeln noch geben wird. Die Eichstedter Kirche ist eine Augenweide und das Instrument ein Kleinod, von Schuke (Werder) saniert.

Für manche sind diese Denkmal-Orgeln irrelevant, weil für sie nur Größe, Macht und Lautstärke zählen, was eine komplett unmusikalische und dumme Einstellung ist. Es ist eher die Einstellung, die viele Männer gegenüber Autos haben: Möglichst groß, möglichst dick, möglichst teuer. Genauso denken viele, die irgendwie an der Orgel tätig sind.

Es ist meine erste Helbig-Orgel. Helbig stammt aus Tangermünde an der Elbe (S-A).

Ich übernachte im Hotel in Stendal.

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12. Juni 2025: Doch göttlich ist die Musik ❤️

Heute erinnere ich an Elfrida André, Domorganistin in Göteborg, Schwedens erste Frau in dieser Position:

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Ist es nicht erstaunlich, dass Frauen so lange kämpfen mussten?

Die Goldberg-Variationen sind ein beautiful Zungenbrecher in vieler Hinsicht.

Mein erster Rosen-Garten:

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11. Juni 2025: Die hochbegabte Nachtigall …

Ich bin eine Rosenfrau geworden. Candy Sugar Rosen oder weiße, rote, gelbe … Bänke wetterfest gestrichen.

Heute geht es wieder los zum nächsten Konzert.

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10. Juni 2025

Ich freue mich auf meine neue CD Bach berührend

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9. Juni 2025: Es braucht mehr wütende Frauen in unserer Welt. (Greta)

Es ist nicht so leicht, die richtige Hausorgel zu finden. Kisselbach-Orgeln kann ich jedenfalls gar nicht empfehlen. Abgesehen davon liebe ich echte Instrumente, die atmen und leben. Lieber echt und fein als groß und fake.

Ich habe es heute sehr genossen, im Garten zu arbeiten.

Eigentlich finde ich Frauen wie Greta Thunberg toll. Aber auf der anderen Seite mache ich mir Sorgen, dass der neue Antisemitismus woke-links-grün ist, oft liberal und demonstrativ pro-palästinensisch – die neue Mainstream-„Demokratie“, die jede andere Meinung hasst, die die Bibel ablehnen und alles, was nicht links ist, als rechtsextrem oder undemokratisch oder falsch bezeichnen.

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8. Juni 2025: Was also ist ein Kunstwerk? (Martin Heidegger)

Foto: Beautiful Heintz Orgel op. 137 ev. Stadtkirche Bad Rappenau, Kraichgau

Die schöne, große, neugotische Kirche mit Turm (47 m hoch) und Spitzbogenfenstern und Fialen, wurde 1957 innen renoviert. Die 4 großen Glocken wurden 1950 installiert. Die leuchtenden Chorfenster gefallen mir (6 m hoch). Die „Holzgotik“-Orgel passt perfekt in den Raum und hat Anteile am englischen Orgelbau.

Früher gab es hier eine große Walcker-Orgel von 1937-1988

Die erste aber war eine große Voit-Orgel Nacktpfeifen-Prospekt von 1888-1937.  Schöne Zahlen.

Es ist meine zweite Heintz-Orgel. Es wäre meine zweite Voit-Orgel.

Es regnet, was schön ist. Der Spargel schmeckt gut. Ich liebe Kartoffeln.

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7. Juni 2025: In der Kunst findet der vom Leben gequälte Mensch für eine Weile Frieden. (nach Schopenhauer)

Foto: Georges Heintz Orgel op. 137 ev. Stadtkirche Bad Rappenau, Baden

Die Kunst steht für viele als eine Art Ersatz für Jesus. Für mich nicht. Ich liebe beides.

In Bad Rappenau wurde ich nach dem Konzert in dem schönen kleinen Hotel ADLER untergebracht. Es war übrigens ein Benefizkonzert, und meine Gage wurde von der Sparkasse Heinsheim gesponsert. Nach dem Frühstück starteten wir unsere kleine Film-Tour durch die Stadt hin zur evangelischen Stadtkirche auf dem Marktplatz zur schönen Georges Heintz Orgel 1993 op. 137 (Schwarzwald). Das helle, mechanische Schleifladeninstrument, 30 R, mit Rot verziert, steht nicht wie die Vorgänger-Orgel auf der Westempore, sondern auf der Nordseite rechts, was besonders ist.

Somit sind die leuchtenden Fenster freigelegt in der hellen Kirche mit der brillanten Akustik. Es war sehr schön, hier zu spielen. Die neue Orgel ist groß, mit Tremulanten und Schweller, perfekt für Romantik und auch für Bach, mit Zungen und Flöten. Man hat auf Setzeranlage und Walze verzichtet, was nicht unbedingt notwendig ist.

Was ich sehr seltsam finde (aber vllt sind es ideologische Einstellungen): Wenn man den Vorgänger-Orgelbauer, der meist im Prospekt noch vorhanden ist, schlicht ignoriert, als wäre er nicht vorhanden. Dann sagt man in Idstein, „das sei keine Stumm-Orgel“. Wenn man etwas nachfragt, redet man von der „Hülle“. So würde ich nie reden.

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