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Orgel Karlskirche Wien

Orgel Karlskirche Wien

kath. Wiener Karlskirche (Rektoratskirche)

Orgelbauer:

unbekannt

Baujahr:

1716 / 1739 / 1847 / 1972 / 1989

Datum des Erstbesuchs:

Juli 2025

Disposition und Spielhilfen

Wunderschöne Barock-Orgel Karlskirche Wien Wieden, 2 M, 31 R, Schleifladen

Die große weiße barocke Denkmalschutz-Kirche St. Karl am Karlsplatz in Wien gilt als Wahrzeichen Wiens. Der Karlsplatz liegt nah am Stephansplatz.

Die faszinierende Orgelempore mit Säulenvorbau zeigt die Barockorgel mit gebrochener Oktave in M und P, Zungen und begrenztem Umfang, die 1739 von Gottfried Sonnholz, 1822 von J. Deutschmann und 1847 von Joseph Seyberth aus Wien stark verändert und von 18 auf 31 Register erweitert wurde und mit einem freistehenden Spieltisch ausgestattet.

Die Seitenflügel stammen von 1847. Fast alle anderen Veränderungen dieser Art wurden 1972 wieder zurückgestellt durch Adolf Donabaum.

Orgelbau Gerhard Hradetzky renovierte die Orgel 1989 samt Klaviaturen.

Die Orgel der Karlskirche hat mechanische Traktur, besitzt 2 Manuale (C-c3) und Pedal mit Kurzoktav (C-a) – eine Besonderheit der Orgeln aus süddeutscher Orgellandschaft der Spät-Renaissance. Sie ist für Alte Musik konzipiert.

Die Orgel hat in der großen Oktav des Pedals kein “cis” , kein “es” , kein “fis” und kein “as”. Die Stimmung ist nicht gleich-temperiert, 450Hz.

Die Kirche nimmt normal ca. 10 € Eintritt.

I HW

1. Bordun 16′
2. Princip 8′
3. Coppel 8′
4. Hohlflöt 8′
5. Quintatön 8′
6. Gamb-Viol 8′
7. Oktav 4′
8. Spitzflöte 4′
9. Flöte 4′
10. Quint 223
11. Oktav 2′
12. Mixtur Maior II–III 3′
13. Mixtur Minor II–III

II OW (Positiv)

14. Coppel 8′
15. Gamba 8′
16. Flöte 4′
17. Gedeckt 4′
18. Oktav 2′
19. Mixtur III
20. Physharmonica 8′

 

III. Pedal C–a


21. Princip: Bass 16′
22. Sub Bass 16′
23. Oktav Bass 8′
24. Gedeckt Bass 8′
25. Violon Bass 8′
26. Cello 8′
27. Quint Bass 513
28. Oktav Bass 4′
29. Cornett Bass IV 4′
30. Posaun Bass 16′
31. Posaun Bass


Koppeln

Manualschiebekoppel, Pedalkoppel

Spielhilfen

Sperrventil für die Pedalzungen

Metallhebel für die Einschaltung der Physharmonika

Klang und Akustik

Das Instrument hat als Besonderheit eine im Spieltisch eingebaute Harmoniumstimme („Phys-Harmonica“, 1989 rekonstruiert). Damit erinnert sie mich an zwei wunderbare historische Walcker-Orgeln in Süddeutschland.

Die Akustik ist durch die hohen Decken majestätisch brillant.

Persönliche Note

Es war sehr schön, hier zu spielen.
Schön war es auch, auf dem Turm die Aussicht zu genießen. Während ich spielte, zog der Publikumsverkehr, der auf die Orgelempore darf, an mir vorüber bzw. machte Videos und Fotos. Faszinierend ist die Mischung aus Alt und Neu: das Design der alten Fresken und die Lichtinstallationen.


Eine Antwort auf “Orgel Karlskirche Wien”

  1. Andreas Friedrich

    Mir gefallen die Bilder und die Orgel. Herrlich gespielt von dir. Musikalische Geschichte beeindruckend dargestellt. Klasse!

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