4. August 2025
Foto: Die Riesen-Orgel Wien im Stephansdom
Natürlich kann man Wien nicht ohne die Riesen-Orgel verlassen. Manche Orgelbauer bezeichnen sie als glatt und seelenlos. Orgelbauer, die an ihr gearbeitet haben, betonen stolz die Riesigkeit der Orgel, obwohl sie natürlich aus „ganz anderen Gründen Riesen-Orgel“ heißt. Es ist nämlich nur ein Zufall, dass sie riesig geworden ist und 130 Register hat. Das war gar nicht beabsichtigt. Eigentlich sollte sie eine Zwergen-Orgel werden und ist immer noch fast zu klein. Denn nur ab 130 Register wird Vielfältigkeit garantiert.
Es ist auch sehr wichtig, zu betonen von Riegers Personal Johannes Zander auf meinem YouTube Kanal, dass sie 231 Registerwippen hat. Zweihunderteinunddreißig. Erst ab 230 Registerwippen kann nämlich wahre Größe entstehen. Damit „könnte sie (sogar) als riesig bezeichnet werden“. Könnte. Das Instrument passt zur Bescheidenheit des Stephansdoms.
Sie ist geradezu das Symbol für Macht und Männer-Spielzeug. Vielleicht wird sie auf 400 Register aufgestockt. Je mehr Register, desto besser und mehr Seele. Und natürlich können auf diesem wahnsinnig komplizierten Geschoss zu 96 Prozent nur Männer spielen. Frauen wären völlig überfordert, zu ziehen und zu drücken. Ach, was sage ich. Es ist drücken und drücken.
Nun, ist diese Orgel der Rede wert? Was meint ihr?


Der männerorientierte Dom in Trier mit Thomas Kiefer hat 38 Prozent Männer und nur 25 Prozent Frauen in Erwägung gezogen, nur eine Alibi Frau von gerade mal 4 weiblichen Bewerbungen zugelassen und letztendlich keine.
Der inzwischen emeritierte Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert hat ja dein Firmungsfoto von Stift Haug geliked.