2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
2025 CD BIBLISCHE BILDER, Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken
Liebst Du Musik? Dann bist Du hier richtig im Mitternachts-Blog und Tourblog 2009-2026! Begleite mich live auf meinem musikalischen Weg und hinter die Kulissen der Klassik und Kirchenmusik als Frau in einer Männerwelt.
Gebete. Sehnsuchtsort Orgel. Unterwegs. Sein.
Notenspur. Von Schönheit und Scherben. Kontraste. Gott. Stationen. Zerbrechlich. Trotzig. Unerhört. Lyrisch. Satirisch. Saitenspiel. Ort der Inspiration. Gefühlt. Tourblog. Erlebbare Musik-Geschichten.
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Live. Mit Gott. Gegenschätze. Goldstaub, Geistliches und Weltliches von Frauenhand. Your Key To Organ News. Impulse. Beyond Bühne: Konzert & Dokumentation. Musica sacra.
Viele Instrumente und Dispositionen hier zum ersten Mal im Netz.
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19. Juli 2026: Rätselhaft muss man nicht nur den anderen sein, sondern auch sich selbst. Ich studiere mich selbst. Wenn ich nicht mehr kann, rauche ich eine Zigarette und denke: Gott der Herr weiß, was er eigentlich mit mir gemeint hat. Oder was er aus mir machen will. (Søren Kierkegaard)
Foto: Pedal Siemann Orgel Kegelladen kath. St. Nikolaus Kirche Eibelstadt am Main 2026
Heute erinnere ich an Lindsay Clancy, die alles verlor und keine Hilfe für ihre psychischen Probleme bekam. Und an alle ausgebeuteten ‚Leihmütter‘.
Sehr empfehlen kann ich den GeDANKEnWeg in Greußenheim mit wunderschönen Stationen für Gebet und Innigkeit, von Frauen gegründet. Es hat uns sehr geholfen und gefallen. Leider ist der Wald ringsherum sehr durstig und trocken. Ich bete für Regen.
Anschließend waren wir im idyllischen Café Landhofcafé in Greußenheim. Es ist ruhig und romantisch dort. Die Region gehört allerdings dem sogenannten „Christus-Jesaja-Land“ vom UL mitten im katholischen, skeptischen Franken. Das reiche, gepflegte Areal des UL ist eng mit der Lehre der Sektengründerin Gabriele Wittek verbunden, eine Art spirituelles „Kloster“. Jedoch die Lebensmittel der eigenen Höfe sind ausgesprochen gesund und lecker; teuer zwar; aber der Käsekuchen ist ein Gedicht, die Quiche auch.
Ich habe keine Angst vor Sekten; ich meide Menschen auch nicht; im Gegenteil, ich bin neugierig. Wir Christen könnten laut Bibel sogar giftige Schlangen essen.
Ich habe die Broschüren des UL vor Ort durchgelesen. Manche spirituellen Freunde , die keine Christen sind, sagen, ich hätte „ein drittes Auge“ oder wäre eine Art „Hellseherin“. Oder einfach gesagt: Ich spüre und sehe Dinge, die andere nicht wahrnehmen. Ich habe sofort gespürt, dass diese Broschüren inhaltswise weit entfernt sind vom Evangelium. Ich komme mir vor wie eine Ermittlerin und wundere mich, dass man überhaupt auf die Idee kommen kann, aus dem, was die Wahrheit ist, eine Unwahrheit zu machen. Versteht ihr, was ich meine?
Die Presse zu meinem Konzert im Eberbacher Orgelsommer ist gekommen, ein Auszug: Viel Applaus für Ann-Helena Schlüter: Interessantes vom SEHNSUCHTSORT ORGEL. Und die Herzen flogen ihr zu. (RNZ) Außerdem steht da, ich sei lachend durch die Zuschauerreihen gegangen. 🙂
18. Juli 2026: Statt Gott, habe ich die Musik gefunden. (Hermann Hesse)
Foto: Engel Siemann Orgel Arnstein
Pneumatische historische Siemann Orgel St. Nikolaus Kirche Eibelstadt Unterfranken, Landkreis Würzburg, Bayern, 2 M, 20 Register
Das romantische Kegelladeninstrument in einem wunderschönen, braungoldenen Barockgehäuse von Nikolaus Will aus Würzburg von 1670 mit Engeln ist eine Augenweide. Ich liebe pneumatische Kegelladen. Die Akustik ist lieblich, die Klänge warm. Die historische Orgel muss saniert werden.
Das wertvolle Instrument hier in Mainfranken ist weitgehend original erhalten, nur das Krummhorn kam später noch hinzu, da 1959 der Umbau und die Erweiterung durch Orgelbau Gustav Weiß & Söhne aus Zellingen erfolgten.
Eibelstadt ist eine schöne kleine Stadt mit ca. 3500 EW, die sogenannte „kleinste Stadt in Bayern“ flächenmäßig, voll mit Weinbergen und direkt am Main. Es gibt sehr schöne Restaurants, einen Marktplatz und ein schmuckes Rathaus, ein barockes Amtshaus und eine vollständig erhaltene Stadtmauer mit 14 Türmen und eine Kreuzkapelle – der malerische Ort liegt nahe an Sommerhausen und Randersacker – alles wunderschöne unterfränkische Orte.
Die große rote Kirche besitzt eine Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt von Riemenschneider.
Die erste Orgel hier stammt von Matthäus Maurer 1630 (Giengen an der Brenz), dann 1657 Orgelneubau durch Orgelbau Johann Konrad Kitzinger (Münnerstadt), bevor 1670 Nikolaus Will (Würzburg) eine neue Orgel hier erbaute. Dieses delikate Gehäuse ist bis heute erhalten. Der Orgelkorb auf der Empore kippt stark nach unten, eine vorspringende Orgelbühne mit dem Heiligen Egidius von 1688.
1727 wurde die Orgel umgebaut durch Orgelbau Johann Hoffmann aus Würzburg.
Schließlich 1933 kam der Orgelneubau opus 473 in das Gehäuse von Nikolaus Will durch den Münchner Orgelbauer Willibald Siemann. Es ist meine 5. Siemann-Orgel.
Singende Akustik, schöne Zungen. Muss gewartet werden.
Es war sehr schön, hier zu spielen. Ich mag diese kleinen Dorforgeln, die demütig, genügsam und lieb in ihren Kirchen stehen und darauf warten, dass sie Gott loben können.
In der kleinen Kreuzkapelle gibt es noch eine wertvolle Orgel von Adam Adolph Otto (Würzburg) von 1794, die letzte erhaltene ihrer Art, mechanisch, mit 6 Registern und angehängtem Pedal (Typus unterfränkisches Kurzpedal).
Die Kreuzkapelle, auch Heilig-Kreuz-Kapelle genannt, ist ein denkmalgeschütztes katholisches Gotteshaus. Ich liebe den kernigen Klang solcher sogenannten „schrillen“ Orgeln.
17. Juli 2026: Ich höre Bach und vernehme darin das gesamte menschliche Flehen und eine Antwort darauf. Die Musik ist gelbfarben. (Frere Roger)
Foto: Register Frosch Orgel Gramschatz – die ehrlichen, authentischen Gesichter
Gestern waren wir in einem Konzert mit dem Streichquartett Feuerbach – es war sehr gut und mal etwas anderes. Im Hintergrund war die erleuchtete Residenz, und auf diesem Platz war ich tatsächlich noch nie, es ist nämlich der Innenhof des ehemaligen Mozart-Gymnasiums, von dem man einen für mich neuen Blick auf die Residenz hat. Ich entdecke immer noch neue Winkel in meiner Stadt. Mein Freund ist (neben gefühlt 1000 anderer ehrenamtlicher Ämter) Vertreter bei der Würzburger VR Bank, und die gaben ihr Sommerfest. Gut für mich. 🙂
Es war ein Crossover-Programm. Super gespielt, vor allem Michael Jackson – mit Streichquartett. Klasse!
Ich könnte so etwas zwar nicht jeden Tag hören, Bach allerdings schon. Und den habe ich vermisst.
Warum kann ich J.S. Bach jeden Tag hören? Es ist ganz einfach: Jeder noch so schöne Song ist irgendwann „ausgehört“. Er überlebt nur eine Weile, wie ein Insekt. Dann ist es genug. Zucker. Aber Bachs Musik ist mehr als Song. Viel mehr. Sie trifft den Geist.
Für manche gibt es nur Songs. Mehr kennen und mehr wollen sie nicht. Eintagsfliegen sind viele dabei. Sie treffen nicht mal die Richtung des Geistes. Bachs Musik ist ein Meer, wie schon gesagt wurde. Bekenntnis. Eine Flut. Ein quellender Sprudel.
Eine Quelle. Wasser, das jeden Tag getrunken wird, um rein oder gesund zu bleiben. Sie ist auch eine Sprache, die viele nicht verstehen. Und dann wird es anstrengend. Diese Sprache zu lernen, ist manchen scheinbar nicht unbedingt gegeben. Was ich sehr schade finde. Denn es geht eher um Instinkt als um Bildung, zu erkennen, wenn etwas in Richtung Geist klingt oder nicht. Das betrifft übrigens alles, nicht nur Musik oder Kunst. GEHE IN RICHTUNG GEIST.
Teil 3 meines Chorleitungs-Studiums:
Die großen staatlichen Musikhochschulen erkennen die Benotung und Fächer anderer hochwertiger Musikhochschulen an. So auch Folkwang. So konnte ich mich ganz auf das Dirigieren konzentrieren.
Im Gegensatz zu den kleinen privaten eher gehemmten kirchlichen, die eher ungern von staatlichen großen Hochschulen anerkennen. Matthias Schneider vom Institut in Greifswald hatte sogar Probleme damit, mir das Fach Klavier, worin ich Konzertexamen studiert hatte, was, soweit ich weiß, kein Dozent im gesamten Greifswalder Institut vorweisen konnte, geschweige denn er, anzuerkennen. Ich habe alles gespielt und gemacht wie die, die gerade mal eine Sonatine herfingern konnten.
Vieles erscheint mir eben wie nach Lust und Laune. So musste ich alles Alte wiederholen und das Neue trainieren. Das hat mir viel Kraft geraubt, anstatt mich auf das Dirigieren zu konzentrieren.
Das Überleben in einer Hochschule gleicht einem zittrigen Blatt im Wind, wenn man genau das wird, was die Hochschule anstrebt, was man werden soll: eine starke, künstlerische Persönlichkeit.
Doch Jörg Breiding wirkte auf mich wie ein Blatt im Wind: Er findet mich sehr musikalisch und super. Aber beim ersten Gerücht schwankt er und wird unsicher. Er verwandelte sich für mich von einem Dozenten, zu dem mal aufblicken sollte, zu einer Art schwachen Figur, der seinen Mund nicht aufbekam gegen Vorwürfe im Hintergrund oder mir zu antworten.
Ich glaube, wenn man sein Leben danach ausrichtet, anderen zu gefallen, ein System zu bedienen, Angst zu haben, anzuecken oder zu verlieren, wird man nie eine künstlerische Persönlichkeit, egal, wie lange man in der Hochschule arbeitet. Nur weil du in einer Garage stehst, wirst du nicht zum Auto. Nur weil du in der Kirche sitzt, bist du noch kein Christ. (Albert Schweitzer). Nur weil du in einer Musikhochschule arbeitest, bist du noch lang kein Künstler. Aber wehe, du wirst einer.
16. Juli 2026: Der größte Gegner der Wahrheit ist nicht die Lüge, sondern der Irrtum.
Foto: Frosch Orgel Gramschatz
Heute erinnere ich an die wunderschöne Ana Marie Abulaban. Opfer eines Femizids.
Ich finde es wichtig, Werke immer mal aus völlig neuen Noten zu spielen. Vor allem ein Werk, das schon länger erarbeitet zurück liegt. Sich (alte) Stücke neu zu erarbeiten aus völlig unberührten Noten – ist ein Abenteuer und schult die Musikalität. Deswegen habe ich die wichtigsten Werke und Komponisten immer doppelt und dreifach in den Schränken. Reubke. Liszt. Bach…
ps: Während meiner Konzerte treffe ich ja oft auf die unterschiedlichsten Kirchenmusiker und Kantoren. Zu manchen steige ich ins Auto und sie hören Bayern 3 oder Hitradio Radio Gong oder so was – teilweise auch unmittelbar nach dem Konzert. Manche nennen Stücke „Lieder“.
Sehr empfehlen kann ich wie immer leguano Barfußschuhe, leicht, und manche sind sogar an der Orgel gut.
Fortsetzung meines Chorleitungs-Studiums:
Etwas hat meine Note heruntergezogen: Es sollte auch eine Arbeit namens Programmheft im Rahmen des Masterprogramms geschrieben werden. Ich habe es wunderschön gestaltet, mit Gedichten, persönlichem Zugang und Text, Musikvermittlung, sehr schönen Fotos, auf dickem Papier gedruckt, tolle Texte. Sicher eine 1. Es liegt im Archiv oder der Bücherei der Folkwang und kann gern selbst angesehen werden.
Ich habe verstanden, dass dies ein künstlerisches Werk, eine künstlerische Leistung ist und an der Universität der Künste künstlerisch bewertet wird. Pustekuchen. Benotet hat es eine Frau Katharina Hottmann, die nun gar nicht künstlerisch ist und auch nicht künstlerisch studiert hat.
Viele Musikwissenschaftler erscheinen mir oft als die größten Gegner der Kunst und können Kunst gar nicht als solche erkennen meiner Erfahrung nach. Ich habe ja selbst Musikwissenschaft noch zusätzlich studiert und das so erlebt. Viele von ihnen haben es nicht geschafft, künstlerisch zu studieren und tun sich daher mit dem Zugang zur lebendigen Kunstpraxis schwer.
Ohne Begründung gab sie mir eine 2,3. Obwohl ein Programmheft für ein Publikum bestimmt ist. Sie hat es also bis auf das Maximum ausgereizt, wie weit sie gehen konnte? Ich habe dann nach der Begründung gefragt. Bis diese kam, dauerte es eine Weile, denn es war wohl ungewöhnlich, dass jemand wagt, nach der Begründung zur fragen. Also musste sie scheinbar erst überlegen, um eine Begründung zu finden, die diese Benotung rechtfertigt? Das war die erste Wartezeit. Als diese dann endlich da war, erschien mir die Begründung absurd: Dass ich Joseph Haydn „Meister“ nannte, war ihr zu altmodisch, dass ich „Cancel Culture“ verwendete, ihr wiederum zu modern. Ich legte Widerspruch ein. Begründeten Widerspruch. Stille. Folkwang hat das wohl noch nie oder selten erlebt; jedenfalls nicht bei bestanden.
Es vergingen Wochen, bis klar war, wie Folkwang nun damit umgehen wollte. Folgendes kam dann heraus: Dieselbe Person soll ihre Note noch mal überprüfen. Es darf keine externe Person prüfen und bewerten, um nicht in das „Hoheitsrecht“ der benoteten Person einzudringen. Das ist natürlich Unsinn. Es wird also gar nichts gemacht. Wer revidiert schon seine eigene Note? Wie Folkwang sich so einen Unsinn ausdenken kann, ist mir schleierhaft. Es hat sich sogar das Prüfungskomitee zusammen gesetzt. Aber diese dürfen an der Note nichts ändern. Mir war klar, dass Hottmann ihre Note nicht ändern würde. Wer einmal ungerecht bewertet, wird dies nicht ändern. Im Gegenteil. Dann kam die zweite Wartezeit.
Da dies fast 2 Monate gedauert hat, bis sie und ihr Kollege ihre „Überprüfung“ endlich abgaben, entstand bei mir der Eindruck, dass die sehr lange Bearbeitungsdauer in dieser kleinen Universität wohl eher mit meinem Widerspruch zusammenhängt. Sie mussten von der Folkwang Uni erinnert werden, endlich Bescheid zu geben. Kann man bei so einem Ablauf überhaupt noch das Gefühl haben, dass hier unvoreingenommen bewertet wurde? In dieser Warte-Zeit bekam ich auch kein Zeugnis, nur eine Bestätigung, was sie wusste. Und was kam heraus? Nichts. Die gute Katharina Hottmann hat ihre Note natürlich nicht verändert. Wie erstaunlich! Eine Begründung habe ich bis heute noch nicht erhalten. Bekomme ich aber noch. Vermutlich hat sie in diesen 2 Monaten noch immer nicht geschafft, eine zu schreiben? Jemand muss für sie eine aus den Fingern saugen? Wenn die Begründung da ist, sage ich euch Bescheid. Ich bin sehr gespannt. Bin nun in der dritten Wartezeit.
Das alles hängt sicher mit der Vorgeschichte zusammen, die ich mit Jörg Breiding erlebt habe.
Oft ist es so, dass wegen persönlichen emotionalen Empfinden oder Machtgefühlen einer Person in Hochschulen, die einem beispielsweise keine sehr gute Note gönnt, können schnell Gesamtnoten nach unten gezogen werden; von sehr gut auf gut; von bestanden nach nicht bestanden.
Ich habe den Anwalt meines Vertrauens gefragt. Gegen eine Note gerichtlich vorzugehen, vor allem bei bestanden, ist gerichtlich schwer. Vor allem dann, wenn sie „nur“ Kommazahlen hinter der letztendlichen Gesamtnote ausmacht. Darin sieht man auch die Macht, die solche Personen in Institutionen haben, gerade an Kommazahlen ihre Macht auszulassen. Es drängt sich bei solchen Institutionen oft der Eindruck auf, dass nach persönlichem Geschmack gehandelt wird. Frau Hottmann hat in meinem Fall aus meiner Sicht völlig unkünstlerisch benotet. Ich denke, eine 1,4 wäre korrekt gewesen; sie hat mir fast eine Note schlechter gegeben.
Jede Hochschule ist ja eine Institution. Sie hat viele ungeschriebene Gesetze und ihre eigene Gesetzgebung und Bürokratie. Sie ist ihr eigener Kosmos. Ungefähr wie die GEMA. Wenn man macht, was die Institution sagt, läuft es erst mal ganz ok. Aber oft nicht mal dann. Es passiert viel subtiler Machtmissbrauch. Viele Menschen haben große Angst vor einer Institution. Die Institution ist ihnen wichtiger als der (nächste) Mensch. Vor allem, wenn die Institution sie bezahlt. Und noch mehr, wenn die Institution sie benotet. Man will nicht untergehen in der Institution. Man schweigt, schaut weg, überlebt. Kümmert sich nur um sich selbst. Die, die mitmachen, werden belohnt. Das schadet der inneren künstlerischen Seele enorm. Das merkt man erst im Rückblick.
Viele betreten eine Hochschule weich, formbar, offen, leuchtend – und verlassen sie hart, desillusioniert, neidisch, böse.
Egal, wie betont cool, weltoffen, orange oder künstlerisch sich so eine Institution präsentiert, es passiert sehr viel Machtmissbrauch, Traumatisierung; Ungerechtigkeit und Diskrimierung in Institutionen, oft subtil und verborgen. Man gewöhnt sich daran. Aber: Je sensibler ein Künstler und eine Künstlerin, je länger dauert es, sich davon zu erholen.
Die meisten Institutionen werden von Männern regiert. Von Macht-Männern. Auch die Männer, die sich betont soft-spoken, kultiviert und freundlich geben, vor allem Frauen gegenüber – sind Wölfe im Schafspelz, sie allen wollten ganz bewusst eine Machtposition und damit auch Macht ausüben und haben darauf ganz gezielt hingearbeitet. Mit Hilfe anderer Männer. Keiner landet dort zufällig. Sie tauschen und schaukeln sich gegenseitig die Stellen zu.
Man konnte ja die letzten Jahre richtiggehend beobachten, wie gewisse Männer mit fragwürdigem Charakter ganz gezielt ganz konkrete Machtpositionen zielsicher angepeilt haben, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne großes Können. Ich kann hier sofort 12 Namen nennen. Ich halte diese Männer, die ihr sicher selbst alle kennt, allesamt für gefährlich und bedenklich. So werden also Stellen besetzt. Die Studierenden, die kommen, hinterfragen das lange erst mal nicht. Sie wissen es nicht besser. Es wird ausgenutzt, dass Studierende jung und naiv sind. Im Grunde noch Kinder.
So werden unsere Musikhochschulen also von fragwürdigen Charakteren geleitet und besetzt.
Es geht zwar an sich schon um Begabung und Können. Solange du nicht aus der Reihe tanzt. Ich habe erlebt, dass gewisse Regeln, Politik, Bürokratie und ungeschriebene Gesetze über Können, Begabung, Musikalität und Kunst gehen. Auch an der sogenannten Universität der Künste. Davon berichte ich das nächste Mal.
15. Juli 2026: Habe nicht den Mut, ohne Gott zu leben.
Foto: Vleugels Link Orgel Eberbach St. Johannes Nepomuk
Heute erinnere ich an Maria Waser. Und an den Stadtpfeifer Christoph Hoffmann aus Wandersleben.
Sehr empfehlen kann ich von Dr. Schaette das BioFit von SaluVet – ein Sport- und Massagebalsam. Es ist auch sehr gut gut für Musikerinnen und Musiker. Ich trage das Balsam auf die Unterarme mit ihren Sehnen auf, wenn ich Konzerte habe oder viel übe: Es ist kühlend, beruhigend und riecht gut. Und professionelles Orgelspielen und Klavierspielen ist ja auch Leistungssport für die Sehnen. Ich massiere es leicht (vor und nach dem Üben) ein, auf die Hände und besonders auf die Daumen-Muskeln. Perfekt!
Dann wurde ich gefragt, was ich für Bleistifte verwende für Fingersätze. Empfehlen kann ich hier von STAEDTLER Noris 2B 0 – weich, aber nicht zu weich, aber vor allem nicht zu hart. Harte Bleistifte sind der Tod für Noten, machen Löcher, zerkratzen, sind kaum mehr wegzuradieren.
Beim Komponieren nutze ich allerdings harte, dünne Bleistifte.
Und nun wie versprochen zu meinem Master-Chorleitungs–Studium an der Folkwang Universität in Essen:
Ich habe bei Jan Hoffmann (Chordirektor Semper-Oper Dresden) studiert, u. a. Haydns Schöpfung dirigiert und dabei viel gelernt. Es ist doch ein Unterschied, ob man bei einem Profi mit Profichören Dirigieren studiert oder bei einem Kirchenmusiker, der ausschließlich mit Laienchören arbeitet. Wobei es mir mit Laienchören auch sehr viel Spaß macht!
Doch jemand, der mit Profi-Sängern, Chören und Profi-Orchestern arbeitet, hat natürlich einen besonderen Drive und Anspruch. Das ist schon spannend. Ich bin regelmäßig zu ihm nach Dresden gefahren zum Einzel-Unterricht viele Stunden bei ihm zuhause, was die Folkwang Uni bezahlt hat, auch meine Meisterkurse. Abends habe ich Opern in der Semperoper angesehen. In der Loge. Genialer Chor!
Es ist ein zweijähriges Fulltime-Studium. Da mir aber viel anerkannt und ich hochgestuft wurde, konnte ich noch zusätzlich konzertieren und als Kirchenmusikerin arbeiten.
Fortsetzung folgt morgen. Anbei auch der Naxos Sammel-Link für meine Kompositions-CD Biblische Bilder:
14. Juli 2026: Dirigieren ist eine Möglichkeit, sich zu befreien. (Sergiu Celibidache)
Foto: Engel Orgel Arnstein
Heute erinnere ich an Barbara Rauch, die mit 59 Jahren von ihrem Ehemann, einem Kirchenmusiker, heimtückisch erstochen wurde. Sie wollte offenbar keine „Ehe zu dritt“.
Und ich erinnere ich an Johann Ludwig Backhaus, Komponist aus Gotha, 18. Jahrhundert, und an Johann Eberhardt Ungelenk, 1741, Organist und Schulmeister in Wandersleben. Es ist bezeichnend, dass der Beruf des Kirchenmusikers von Anfang an Hand in Hand ging mit dem Beruf des Schul-Lehrers. Sind daher vielleicht viele Kirchenmusiker eher Lehrer Lämpel Typen anstatt Künstler?
Es hat mir auch Spaß gemacht, die delikaten zarten Schubert Impromptus opus 142 und opus 90 auf die Orgel zu transkribieren. Eine Orgel reagiert zwar bei weitem nicht so schnell und weich wie ein Flügel, obwohl ja auch dieser ein enormes Teil ist. Aber genau das macht ja Transkription als Herausforderung aus.
Anbei die schöne Chororgel in Eberbach. Sehr empfehlen kann ich übrigens das Hotel Karpfen, in dem ich zwei Tage war, mit leckerem Restaurant.
Das hübsche kleine Instrument, die Chororgel im Neckartal, besitzt 5 klingende Register, darunter ein Pedalregister. Über die Zeit wurde die Chororgel immer weiter ausgebaut. Sie ist mobil, steht vorne rechts am Altar und dient zum Wortgottesdienst, der immer donnerstags ist.
Sie lässt sich aber auch als kleine mobile Truhenorgel spielen und kann abgekoppelt werden. Ansonsten stehst die Chororgel auf einem kleinen Holzpodest. Damit sie spielbar ist, muss ein Schlauch angeschlossen werden.
Die Truhenorgel wurde der Gemeinde geschenkt, sie stand irgendwo verstaubt, wurde wieder liebevoll versehrt und immer mehr erweitert.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz. Morgen erzähle ich von meinem Chorleitungsstudium.
13. Juli 2026: Musik gibt uns einen Schimmer von der Ewigkeit. (AHS)
Foto: Pedal Gramschatz Frosch Orgel
Mein Konzert gestern war sehr schön, gut besucht trotz Hitze und aufgenommen. Es war kein Eberbacher Orgelsommer so heiss wie dieses Jahr. Die Wärmebelastung quälte stark auf der Empore, denn ich war bereits den ganzen Tag da oben. Sauna-Feeling. 30 Grad.
Ich merkte die Wärme nach einigen Stunden vor allem auf den Augen, die schwer werden – und meine Augen brauche ich ja unbedingt beim Orgelspielen. Es sind Hände, Arme, Beine, Füße, Augen, Gehirn… Auch die Orgel weiß nicht, wie ihr geschieht.
Manchmal hatte ich auch das Gefühl, meine Konzentration schmilzt.
Meine Hände aber schwitzen nie, sind immer trocken und samtig.
Beim Orgel-Üben und Registrieren verliert man oft völlig die Zeit. Ich bin im Winter auch schon mal fast erfroren, bevor ich geholt wurde. Was angenehmer ist, als zu verglühen.
Unten war es wesentlich kühler, und da sassen die Menschen schon mit Fächern.
Ich verbeugte mich unten und bekam Standing Ovations.
Ich verstehe nicht, warum manche Menschen unter der Orgel-Empore sitzen. Das ist klanglich der schlechteste Ort. Die Tendenz, sich irgendwo hinten hin zu verkrümeln, anstatt in der Mitte zu sitzen, wo es am besten klingt, kann ich nicht nachvollziehen. Man sieht mich zwar auf der Leinwand. Aber es geht doch um den Klang! Wir sind doch nicht in der Schule, sondern im Konzert.
Anschliessend gingen wir essen, draußen war es ja mittlerweile angenehm.
Die Orgel ist etwas zu gross für den Raum; wurde von Link ja enorm erweitert; die Chamaden sind aber sehr angenehm. Ich spiele eigentlich nie „zu laut“, sondern registriere die Orgel spannend und ungewöhnlich und schlank. Meine eigene Komposition kam nach Liszt besonders gut an.
Liszt macht für die Spielerin haptisch viel Spaß; er ist aber nicht für jeden Zuhörenden etwas. Abgesehen davon, dass man denken könnte, der gute Franz hätte einen Albtraum B-A-C-H gehabt, aus dem er nie erwacht, so ist das „Finstere“ für den Organisten durch das Trainieren der Virtuosität in den Hintergrund getreten. Sie „gewöhnt“ sich dran. Ein sensibles oder unbedarftes Publikum trifft das Düstere aber direkt und frontal.
Die Orgel wird von Link betreut jedes Jahr. Sie ist eine der größten Orgeln in Baden mit über 3800 Pfeifen. Die Katholiken sind hier in der Diaspora. Unten gibt es eine hübsche Tzschöckel Chororgel (Truhenorgel mit Pedal).
Liszt B-A-C-H:
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12. Juli 2026: Von jeher schwankte das deutsche Wesen, sowohl im Einzelmenschen als auch im Volksganzen. (Max Frisch)
Foto: Vleugels Orgel St. Nepomuk Eberbach 2026
Ich bin im idyllischen Eberbach angekommen in der roten Kirche. Und mag es, dass die Vleugels kernige, spritzige Chamaden hat, dazu Carillons in allen Manualen, einen sensiblen Schweller, 16-Füße und Tremulanten in fast allen Manualen und eine brillante Akustik. Freier Spieltisch. Übersichtlich.
Trotz Setzeranlage ist mir wichtig, auch bei Liszt immer wieder spontan entscheiden zu können. Die schöne Krallenorgel kommt einem hier auch sehr entgegen. Ich registriere und mache alles allein.
Es ist nur leider sehr heiß auf der Empore, pendelnd zwischen 28 und 30 Grad. Unten ist es angenehm. Ich probe nur mit dünnen Socken wegen der Hitze.
Presse kommt. Chamaden sind frisch gestimmt.
Das Konzert wird nach unten gebeamt. Eintritt: 10 €
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11. Juli 2026: Die Orgel ist ohne Zweifel das kühnste aller Instrumente. (de Balzac)
Foto: Wilhelm / Döring Orgel Friedlos Ludwigsau ev. Preußenkirche
Ich freue mich sehr. Mein MASTER ZEUGNIS Chorleitung der Folkwang Universität der Künste Essen samt Abschlussdokumente ist heute gerade angekommen.
Ich habe die Gesamtnote 1,8 und meinen vierten Master of Music M.Mus. : Master Klavier, 2 x Orgel und Chorleitung.
Ich glaube, ich bin damit die Einzige. Zumindest in Deutschland, aber ich glaube, weltweit. Ich hatte die Noten 1,0, 1,0, 1,7 und 1,8. Und by the way, mein 12. oder 13. akademischer Abschluss insgesamt, ich muss noch mal zählen. Mit Musik hat sich mein Leben, die Schöpfung vollgesogen.
Ich poste das Zeugnis am Montag auf meine facebook Seiten, wenn ich wieder daheim bin.
Wie genau es gelaufen ist in der Folkwang Uni, erzähle ich euch beim nächsten Mal. Denn es waren Dinge dabei, die es in der gesamten Geschichte der Universität der Künste noch nie gegeben hat zuvor. Vermutlich in der Geschichte sämtlicher Musikhochschulen. Vor allem im Zusammenhang mit meinen Erlebnissen in deutschsprachigen Musikhochschulen, seit ich Orgel studiert habe 2018. Das ist ein Buch wert. So viel kann ich schon mal versprechen: Es ist kaum zu glauben und zu fassen. Ihr werdet denken, ich habe es erfunden. Habe ich aber nicht.
Bin unterwegs nach Eberbach zum nächsten Konzert.
Heute erinnere ich an Johann Ludwig Backhaus, Komponist aus Gotha, 18. Jahrhundert, und an Johann Eberhardt Ungelenk, 1741, Organist und Schulmeister in Wandersleben.
10. Juli 2026: Du hast deinem Diener Mose den Auftrag gegeben, Posaunen anzufertigen, damit sie erschallen. (Benedikt XVI.)
Foto: Bechstein Orgel Rohrbach
Klang, Schall und Gebetsrauch. Du hast deiner Dienerin den Auftrag gegeben, Posaunen zu spielen, damit sie von dir kündigen.
Vor einem wichtigen Konzert verhalte ich mich manchmal wie früher vor dem Examen, Wettbewerb, einer Prüfung, oder wie, wenn ich mich krank fühle: ich ziehe mich zurück, lebe ruhig im Schatten, bereite mich ruhig vor, schone mich, mache alles langsam und vorsichtig, halte mich fern von der Welt.
Ich liebe die Musik von Liszt. B-A-C-H. Bach auf ungarisch. Diese wild virtuose Musik, für Klavier noch 1000 x schwerer als für Orgel.
Für Klassikferne ist Liszts Kunstmusik oft seltsam. Ich teste das manchmal und probiere ein kleines privates Vorspiel mit „normalen“ Menschen aus: Folgende Kommentare habe ich bekommen: „Oh, das klingt wie transsilvanische Musik“ oder „Ist das etwas düster?“… Doch was mag ich besonders gern an Liszt, den Klangteppich, die Dissonanzen, Style brisé, das „Kriegerische“, Martialische, Radikale.
Es fragen mich viele Neugierige, was Künstlerinnen so machen – wie mein Tag unter der Woche aussieht. Ich persönlich bin sehr vielseitig: heute: ich komponiere, probe, übe, unterrichte, dirigiere Chöre, organisiere, plane, werde angefragt, schreibe. Und an den Wochenenden Konzerte und Gottesdienste. Die Freiheit und die Kunst müssen intrinsisch motiviert sein. Sonst geht es nicht. Die DNA ist Berufung.
Ich freue mich auf die schöne Krallenorgel, die große Vleugels Orgel in Eberbach: (jede Orgel bekommt von mir einen Kose-Namen)
Elektrische moderne große Vleugels Orgel 1972 / 2016 Kirche kath. St. Johannes Nepomuk Kirche Eberbach, Baden, Odenwald, Rhein-Neckar-Kreis, 3 M, 57 R, Schleifladen
Die schöne Krallen-Orgel mit spanischen Trompeten in brillanter Akustik: 2016 wurde die große Orgel durch Gebrüder Link neu intoniert und erweitert mit mobilem Spieltisch auf der Empore unter der Orgel und mit großer Setzeranlage. Es ist meine 7. Vleugels-Orgel.
Die große Kirche hat 2 Türme. Die Pedalfarben: Tiefe Terz, tiefe Quinte, gleich zwei Mixturen, Hintersatz 32, Posaune 16, Clarine 4, Trompete 8, insgesamt wundervolle Zungen. Glitzernde Akustik. Angenehmer, breiter Aufgang, warm und easy. Faszinierende Setzeranlage mit Aufnahme-Möglichkeit. Butterweich zu spielen.
Wunderbares Glockenspiel im dritten Manual: 12 Glöckchen perlen. Das dritte Manual gefällt mir auch deswegen besonders gut, weil man ein schönes Cornett formen kann, sogar ein Super Cornett mit Septime und Oktävlein 1 – das hier wirklich zur Geltung kommt. Mit einem Handy kann man die Lichter der Kirche gestalten und auch die Orgel bunt stellen. Vorne gibt es eine hübsche Chor-Orgel mit Pedal.
Die farbige Fenster-Rosette leuchtet hinter der großen Orgel, deren Pedaltürme in Krallen stecken. Die Säulen der Kirche erinnern mich an Keks-Stangen in Eisbechern:
Die Klosterkirche Haydau Altmorschen wurde 1235 als Klosterkirche erbaut. Nach der Reformation wurde sie 1527 Schlosskirche der Landgrafen. Seit 1810 ist sie evangelische Dorfkirche. Nun ist das Kloster Restaurant, Hotel und Tagungsstätte.
Die grün-rote, leichtgängige, französisch angehauchte Schleifladen-Orgel mit schwarzen Tasten und geradem Pedal steht recht weit oben in der hübschen uralten Dorfkirche im Fuldatal in Hessen; die Akustik singt mit deutlichem, starken Nachhall.
Morschen im Schwalm-Eder-Kreis besteht aus Altmorschen und Neumorschen und hat mit beiden Dorfteilen insgesamt eine Einwohnerinnen-Zahl von ca. 4000.
Das Instrument steht auf einer breiten Westempore, ragt spitz hoch und besitzt feste Kombinationen, schöne Zungen, Normal-Koppeln und weiße Kippschalter und leider keinen Schweller.
Was wohl vorher hier für eine Orgel stand?
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