13. September 2025: Die Kunst ist DIE Tochter der Freiheit.
Foto: Eule Orgel Oberkirche St. Nikolai Cottbus 2025
Mein Konzert in der Klosterkirche war sehr schön. Die pneumatische Orgel ist in der trockenen Akustik, wenn Publikum da ist, nicht so ganz leicht zu spielen. Mir gefallen die Registerzüge mit ihren goldenen Bögen, die man nach oben wegdrücken muss.
Dann spielte ich die gleichschwebende Eule Orgel Oberkirche St. Nikolai Cottbus, Süd-Brandenburg, Niederlausitz, 3 M, 50 R, Schleifladen, 3672 Pfeifen:
Walze, Schweller, Pistons, Tremulanten. Sie besitzt ein Fernwerk, eine Vleugels-Orgel aus den Sechzigern aus der Kapelle / Loge nebenan, 2 M, die separat auf dem SW hinzugeschaltet werden kann. So besitzt die Orgel 4 Manuale.
Die helle, elegante, große hohe Hallenkirche mit großer Akustik ist schmuck; vorne gibt es auch eine hübsche Truhenorgel. Der herrlich alte Prospekt der Eule-Orgel stammt von 1759 von Johann Gottfried Stecher, Johann Georg Schön und Adam Gottfried Oehme. Sie wirkt auf den ersten Blick wie eine Silbermann-Orgel.
Die Akustik ist phantastisch, mit und ohne Leute. Es gibt keine Unterkirche. Der Turm und der Glockenturm gefallen mir sehr, die Aussicht vom Turm her oben ist genial. Es war sehr schön, hier zu spielen. Es gibt noch eine weitere Orgel: Eben die kleine Vleugels-Orgel in der Bonhoeffer-Kapelle ist vom zweiten Manual aus spielbar als Fernwerk, eine zweimanualige Orgel:
Metalflöte 8, Prinzipal 4, Waldflöte 2, Mixtur 4f., Großgedackt 8, Rohrflöte 4, Kleinprinzipal 2, Sesqui 2 2/3 und Trichterregal 8.
Die dreimanualige Vorgänger-Orgel von Heinze 1912 wurde im April 1945 zerstört und die Jehmlich Orgel 1950 wurde 1979 schwer beschädigt.
Cottbus ist eine schöne Stadt, etwas kleiner als Würzburg, mit einem hübschen Marktplatz, einer Stadtmauer, dem Park, Spreewald und einer wundervollen Klosterkirche.


