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Tourblog

Man kann die Bedürfnisse der Menschen nicht ignorieren, nur weil man glaubt, sie sollten eigentlich etwas anders wollen. (Denise Scott Brown)

Neu: Ronneburg

Heute nahm ich an der genialen historischen Wiegleb Orgel 1748 in Schornweisach in Mittelfranken / Steigerwald auf (meine dritte Wiegleb), bei Neustadt/Aisch (wo ich schon paar Mal konzertierte) und Geiselwind (das ich als Kind liebte), und zwar BWV 846; und an der genialen Strebel-Heintz-Orgel in Kirchrimbach, etwas weiter weg, hier fis-Moll BWV 859. Beide Orgeln waren Erlebnisse. Bin immer recht glücklich danach. Die Wiegleb hat einen wunderschön runden Prospekt mit vergoldeten Holzpfeifen und trompetenden Engeln in wunderbarer Akustik. Altar mit Türmchen und Muschelkanzel, alles handgeschnitzt, helle Fenster, und die Orgel thront beinahe schwindelerregend oben an der Holzdecke auf der zweiten Empore (habe etwas Höhenangst). Ein Manual, aber oho. Die Kirche ist innen blau. Orgel frisch gereinigt (Schimmel und Staub weg) und liebevoll gepflegt.

Wiegleb Orgel zu Schornweisach

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Die Strebel ist auch eine Wucht! Darüber berichte ich morgen. Ganz anders, genial! Heintz Orgelbau aus dem Schwarzwald hat sie wunderbar restauriert! Die Akustik ist eher trocken. Aber dadurch sind die Zungen sehr warm, keineswegs hart. Ich habe auf beiden Manualen mit Trompete gespielt, frisch gestimmt. Wunderbares Pedal, der Prospekt offen, sauber, blau gemalt, ein besonderes historisches Strebel-Gehäuse. Danke an die lieben Kantorinnen, die so ein riesiges Dekanat abdecken müssen. Sie meinten, es sei ein Knochenjob und sicher nicht für jede Frau geeignet, da man zu nichts anderem mehr kommt.

Natürlich kann ich das fis-Moll auch anders interpretieren, seufzend, zart, leise, ohne MW und Pedal. Auf meiner Hänssler-Classic-CD Klavier habe ich auch ganz anders interpretiert, ich habe das ganze WTK aufgenommen auf CD auf Steinway (Wohltemperiertes Klavier). Aber diesmal wollte ich es anders spielen. 

Ich habe nun Caching, damit die Seite schnell lädt, dadurch werden manche News etwas verspätet angezeigt, nicht sofort. 

Ladegast Braunsbedra

1. Juli 2021

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Wenn du dir etwas, das dein Recht ist, zurückholen musst, dann bist du bestohlen worden. Wir Frauen wollen unsere Freiheit zurück. (Mesale Tolu)

Der Sommer vergeht wie im Fluge. Ich empfehle heute auch Sylvia Caduff und Carmen Nebel. Frausein und Musik ist das verbindende Element. Anbei:

Neu: Ladegast Braunsbedra

und

Naumburg Bach-Orgel

Heute wieder Fugen aufgenommen Bad Mergentheim und mit Erich über Fußball geplaudert. Auch wenn ich ja kein Fan bin.
Bald kommt Teil 13. Ich bin zu Besuch in Hohenmölsen.

NEUE GRUPPE „Orgel-Prospekte“ by me auf facebook

Wenn man darüber nachdenkt, dass wegen Regenbogen Gebäude und Kirchen etc. angestrahlt werden – wann wurde schon mal etwas für Frauen angestrahlt, für den anderen Teil Mensch (vermutlich der größere), dass deren weltweite Unterdrückung aufhört? Ich nehme mal für Frauen das Symbol Sonne ☀️.  Wann wurden wegen ☀️Länder sanktioniert? betrifft in erster Linie wieder Männer, finde ich. Nur in anderen Farben. Egal, wie sie sich bezeichnen oder nicht oder wen sie im Bett bevorzugen oder nicht. hat mit Frauen kaum etwas zu tun, ist meiner Meinung nach weder D noch X … sondern überwiegend (Symbol Mann) in einem anderen Gewand. ist v – nicht ☀️
Rochus Schmitz hat mich erneut auf facebook belästigt, ich musste ihn sperren und blockieren.

Neu:

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Anbei neu das Interview in Zeitzeichen für Juli. Der Link kommt: Meine zweite große Liebe.

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Du hast mich berührt. Lass mein Leben ein Dank sein für deine Zartheit, Gott. (Marie-Luise Stangl)

Im Juli kommt mein Artikel in Zeitzeichen. Der Redakteur ist begeistert. Ob er attackiert wird?
Wohltemperiertes Klavier auf Orgel fast eingespielt:

Manche Menschen erscheinen mir hinterhältig mit zwei Gesichtern. Sie sind immer da aktiv und informiert, wo gelästert wird. Es ist mir schleierhaft, dass Menschen wie Sebastian Küchler-Blessing und andere zugesehen haben, anstatt zu helfen. Ich finde, das ist Mittäterschaft. Manche Menschen freuen sich, wenn Konkurrenz und Frauen fertig gemacht werden. Die Hater waren sich so sicher, dass niemand etwas gegen sie sagen wird und sie sich selbst decken können. Jeder, der etwas gegen sie sagt, wird attackiert.

Ich fühle mich von Rochus Schmitz seit Jahren belästigt, er schreibt mich dauernd über meine Webseite an. Oft Lügen und Beleidigungen. Damit ich ihm antworte. Früher war es facebook. Da habe ich ihn dann gesperrt. Er verhält sich zudem sehr verlogen und feige. Ein Anwalt wie Wolfgang Gourgé. Diese gehören schon lange zum Pfeifenorgelforum seit Ewigkeiten, kennen die Pappmeier dort und verteidigen sie. Wie können „Anwälte“ so ein unseriöses Forum verteidigen? Das können keine seriösen Anwälte aus meiner Sicht sein. Es gibt dort eine „Kasse“ gegen Klagen. Das Forum musste daher auch „down under“ gehen. In dieser ganzen Szene tummeln sich musikalische Laien, die weder ein Video noch eine CD veröffentlicht haben, aber andere massiv kritisieren, sogar Konzertkünstlerinnen und Profis.

Diese Szene besteht fast nur aus Männern, die nie Musik studiert haben. Dazu „orgelaffine“ Anwälte, damit da niemand sich traut, sich zu wehren. Da ist Frauenhass vorprogrammiert, denn Fehlverhalten von Männern kommt dort kaum zur Sprache. Genau das gleiche in Ansgar Kreutz‘ Kirchenmusikgruppe. Ein Ableger davon mit den gleichen Leuten. Diese tummeln sich auch in anderen Gruppen. Es sind völlig niveaulose Leute in meinen Augen. Viele haben Angst vor denen. Ich auch. Aber wenn ich Angst habe, kämpfe ich. Eine Kumpel-Welt.

Meine Note 1,0 bekam ich im September. Keine 2 Wochen später waren die Neider auf dem Plan. Angeheizt bzw. motiviert waren sie von den Schmitz und Jürgen Strupat. Zeugnis siehe hier unten und auf facebook.

Grund waren meine Videos auf YouTube. Da es kaum solche Orgelvideos von Frauen gibt, wurden einige Neider wahrscheinlich neidisch und skeptisch, weil ich auffiel damit. Mit meinen bunten Partituren. Diese Hater disliken, kaum dass meine Videos eine Sekunde online sind und haben dafür meinen Kanal abonniert. Ambivalent.

Das ist Kirchenmusik 2021? Streit, Neid und Frauenfeindlichkeit meiner Meinung nach. Rochus Schmitz und Karl-Bernhardin Kropf haben hier mitgemacht. Rochus Schmitz hat das Ganze begonnen. Christoph Bossert hat die Hater unterstützt. Vermutlich ist er immer noch sauer, dass ich statt in seinem Klassenabend heimlich einen Soloabend spielte. Ich berichte dies in Teil 12.
Lucas Kluck finde ich gefährlich. Er gilt als psychisch labil, hat einen Betreuer, ist mit Maximilian Rothe und Martin Schmitz befreundet, arbeitet wohl in einer Art Behindertenwerkstatt, wurde von Michael Siewert, mir, dem Bistum Würzburg und Stefan Schmidt 2021 angezeigt und belästigt mich. Er soll auch vorher schon andere Frauen belästigt haben.

Wenn man mich fragt: Warum konnte ich mein Zeugnis mit 1,0 nicht direkt posten – : Weil ich parallel in Hamburg studierte. So musste ich mein Zeugnis Würzburg erst mal für mich behalten. Neider stürzten sich auf mein Zeugnis. Fortsetzung in Teil 12. Weil ich so oft gefragt wurde. Und es ist schon sehr lange her. Ich berichte dies nun mit einiger Distanz.

Mein Weg mit der Orgel (12):

Christoph Bossert war mir ein guter Lehrer, ich habe viel gelernt seit Oktober 2018, und auch schon zuvor, jedoch menschlich ist er sehr schwierig meiner Meinung nach. Sehr autoritär. Schwieriger Umgang mit Frauen. Sehr cholerisch. Schreit viel. Verbreitet Angst und Schrecken, wenn er rumbrüllt. Jedenfalls aus meiner Sicht. Wohl jetzt das dritte Mal verheiratet. Sie alle mussten sich um ihn kümmern. Ich finde, es sollte umgekehrt sein. So etwas wie ich ist ihm wohl noch nie untergekommen. Ich mache mein eigenes Ding. Hans-Ola berichtete mir, in Trossingen sei viel Schlimmes vorgefallen, bevor Bossert ging. Sie waren mal gut befreundet.

Die aktuelle Klasse in Würzburg war klein und eng und bestand aus Männern, die ihm „in den Hintern kriechen“, wie ich beobachtete, zudem aus ganz ergebenen und leisen Asiatinnen, die kein Deutsch konnten – und mir. Nun ja. Das sagt ja schon alles aus. Ich holte mir bei der Exkursion ein Coffee to Go und entfernte mich ca. 4 Minuten von der Gruppe. Bossert war da schon einem Nervenzusammenbruch nahe und schrie herum, ich solle da bleiben. Ich hasse es, wenn jemand schreit.
Ich ertrug es, weil ich sehr viel lernte. Weil ich alles lernen wollte. Zudem gab es immer den Weg hinaus: Hamburg. Ich erinnerte mich an den Duft des Meeres.
Doch die „Hinternkriecher“ in der Klasse Würzburg waren schwer zu ertragen.
Musikalisch waren Bossert und ich auf einer Wellenlänge. Der Unterricht war top! Das entschädigte alles. Aber menschlich? Katastrophe! Choleriker. Jähzornig. Schreiend. Bitter. Jeder Versuch Richtung Freiheit wurde niedergebügelt in meinen Augen. Meine Konzerte waren ihm auch eher ein Dorn im Auge. Aber er ließ mich gewähren, was ich ihm anrechnete. Er sprach ständig von Martin Sturm. Ich konnte es nicht mehr hören.

Martin Sturm hatte mir Bossert empfohlen. Ich verstand es nicht mehr. Dennoch war das erste Jahr sehr intensiv. Ich lernte alles. Dann kam Tag X. Klassenabend in Hoffenheim. Gleichzeitig hatte ich Solokonzert in Zülpich bei Köln. Beides 17 Uhr. Wie sollte ich mich aufteilen? Zerreißen? An zwei Orten gleichzeitig sein? Ich war in einer Zwickmühle und hatte nicht das Gefühl, dass mir Christoph Bossert entgegenkommen würde. Ich hoffte, es würde die Woche später werden. Ich deutete Bossert mein Dilemma an. Er verstand nicht. Er sagte, man dürfe (am Tag davor) nur in Hoffenheim die Orgel spielen, wenn man auch dann im Konzert spielt. Damit war mein Schicksal besiegelt. Ich wollte unbedingt an der Orgel spielen. Das wusste er. Ich hätte jeder Bedingung zugestimmt. Ich durfte nur mit Konzert an die Orgel. Also sagte ich zu. Die Walcker ist GENIAL! Es war ein schöner Tag an der Orgel.

Mein erstes Mal. Ich verdrängte das Problem mit dem Tag danach. Hoffte auf ein Wunder. Denn das Solokonzert absagen ging natürlich nicht. Es wird doch egal sein, ob ich da bin oder nicht im Klassenabend, dachte ich, die werden froh sein, wenn ich nicht da bin, dachte ich, wenn sie meine Zeit bekommen können: So tröstete ich mich. Das war ein Fehler. Bosserts „Sprecher“ waren neidisch und unfreundlich und wollten ihre Vorrechtsposition nicht verlieren.
Ich meldete mich also ab und fuhr nach Zülpich bei Köln. Das war etwas naiv und ein Fehler von mir.

Es dauerte keine 5 Stunden, bis ich verraten wurde von Studenten. Ich hatte ein schönes Konzert in Zülpich. Danach hatten wir lecker gegessen. Aber kaum wollte ich schläfrig ins Bett steigen, bekam ich von Leonard Nachrichten via WhatsApp, die mir den Schlaf raubten. Dass er wusste, wo ich war. Dass er mich verraten würde. Dass er im Gegensatz zu mir einen doofen Tag hatte. Bossert war wohl wieder am Schreien. Ich bat, zu warten – ich würde es Bossert selbst sagen. (Wie, war mir schleierhaft.) Er wartete nicht. Leonard Klimke verriet mich bewusst sofort, direkt vor meiner Unterrichtsstunde.

Ohne es mir zu sagen. Er warnte mich nicht mal. Ich erkannte an Bosserts Gesicht sofort alles. Er besprach mit mir den Text eines Chorals. Es ging um Schuld und Sühne. Ich war einer Ohnmacht nahe. Dann ging das Schreien wieder los. Ich erfror. Ab da waren Bossert und ich keine Freunde mehr. Es ging zwar noch ein paar Wochen gut. Aber das Verhalten von Bruno und Leonard Klimke goss ständig Öl ins Feuer. Zudem hatte Bossert Carsten Wiebusch kontaktiert, wie er mir sagte. Da hatten sich zwei gefunden, dachte ich.

So gab ich auf und bat um Vorziehen meiner Prüfung. Innerhalb von wenigen Monaten lernte ich (meist via Zoom wegen Corona) mit Jan Dolezel und auch Günther Kaunzinger und auch Hans-Ola Ericsson ein schweres, neues Prüfungsprogramm: Liszt, Messiaen, Bach Passacaglia, die haben das toll gemacht, ich lernte sehr viel Neues, anderes, besonders Registrierung. Bossert und Kaunzinger sind sich schon seit Jahrzehnten nicht grün, und auch Hans-Ola und Bossert sind sich nicht mehr grün. Da ich in Schweden konzertiert hatte, verhinderte Bossert meine Prüfungen an der Saal-Orgel. Er schob Corona vor.

Ich hatte mich dort schon etwas eingerichtet. Hätte aber plötzlich sowieso nur 8 Stunden dort haben dürfen, weil Bossert bewusst plötzlich neue Regeln aufstellte. In 8 Stunden hätte ich es schwer geschafft, mein ganzes Programm einzuregistrieren. Klimke und Co waren da schon Jahr und Tag an dieser Orgel. Unfair! Wegen Schweden durfte ich ja eh nicht mehr hinein (Corona).

So spielte ich meine Prüfungen in Kirchen und bekam zweimal eine 1,0. ❤️ So, das war die Kurzfassung. Da mir tolle Organisten bei dieser Prüfung geholfen haben, u.a. auch aus Merseburg, Ilmenau, Helmstadt und Kanada, war ich sehr gut vorbereitet gewesen. Dass ich auch bei Organisten war, die Christoph Bossert (der gern über andere schlecht spricht) ein Dorn im Auge waren, gefiel diesem natürlich nicht. Unterricht aber hatte ich bei Bossert bereits seit Oktober 2018 bis Dezember 2019, ingesamt mind. doppelt so viel Stunden, wie manche Hater behaupten, ganz zu schweigen von dem vielen Gruppenunterricht, den Improvisations-Unterrichtszeiten und den Seminaren bei ihm.

Ich spielte auch meine eigenen Werke. ob sie in großen Verlagen verlegt werden?
Offenbar traut man Orgelwerke Frauen nicht so zu. Oder die Werke müssen zumindest ähnlich klingen, wie es bereits schon käuflich ist, wie man es kennt. In beiden Kirchenmusikzeitungen ist seit Jahrzehnten fast nur von Männern die Rede.

Die Orgel ist feminin. Und neu. Komponistinnen und Organistinnen sollten gefördert werden und zu Gehör kommen. Frauen auszuschließen, die etwas zu sagen haben, ist auch 2021 oft passiert. Eine (Semi)-Kirchenmusik, die in Männerforen und Gruppen lästert, zeigt den weiteren Verfall der Kirche. Und da sind viele, die bewusst wegschauen beim Hinschauen.

Wie muss es anderen Komponisten ergangen sein, die Neues erschaffen wollten? Der Laurentius Verlag Frankfurt am Main, Heinrichshofen, Stringendo, Intermezzo und Furore haben nun bisher meine Werke veröffentlicht, was mich sehr freut. ❤️


Manuel Kelber-Bender, Lucas Kluck, Johannes Richter, Tim Weigardt, Christoph Brückner und Brigitte Wintzen: Wie diese Orgel spielen, gefällt mir überhaupt nicht, sehr laienhaft. Dennoch lästern sie über mich, plustern sich auf, wie ich finde.

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J.S. Bach – Präludium Es-Dur BWV 852 WTK I Nr 7 Lobback Kreienbrink Orgel Weikersheim, AHS

Zeugnis Note 1,0 mit Anstecknadel.

Wohin man wirklich gehört, weiß man erst, wenn man angekommen ist. (Marthaler)

Bin wieder zurück aus Heilbronn.  Heute gis-Moll und Es-Dur aufgenommen in Weikersheim und Markelsheim. Ein Video kommt also aus der Orgelwerkstatt. Ich liebe das WTK. Ich freue mich, wenn ich alles eingespielt habe, dann das WTK II. Allerdings ist dieses schwerer. Wenn ich das geschafft habe, geht es endlich mit der Fortsetzung weiter. Später heute berichte ich auch von der Restaurierung in Weißenfels. Kennt ihr schon die neuen Aufkleber der Orgel als Instrument 2021? Die WTK-Videos werden dann als eines zusammengeschnitten.

Meine Webseite wird so oft besucht, dass der Server völlig überlastet ist. Noch vor 10 Uhr morgens habe ich bereits 7000 Visits. Daher bekomme ich nächste Woche einen neuen, sozusagen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

J.S. Bach – Präludium Fis-Dur BWV 858 WTK I Nr 13 Ladegast Orgel in Braunsbedra Erlöserkirche, AHS

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J.S. Bach – Präludium d-Moll BWV 851 WTK I Nr. VI an der Rensch Orgel Heilbronn Christuskirche, AHS

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Heilbronn:

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J.S. Bach – Präludium As-Dur BWV 862 WTK I Nr. XVII 17 E. F. Walcker Plum Orgel Heilbronn Böckingen

Never look at the trombones. It only encourages them. (Richard Strauss)

Das WTK habe ich bald ganz auf YouTube eingespielt. An verschiedenen Orgeln.

Gestern lernte ich die wundervolle Walcker-Plum-Orgel 1900/1979 in der ev. Stadtkirche St. Pankratiuskirche Heilbronn-Böckingen kennen, mechanische Traktur, Schleiflade, Koppel-Manual, wundervolle Holzkirche innen, lag in der Abendsonne, historisches und denkmalgeschütztes Gehäuse. Ich habe da schon mal gespielt. Nun bekommen sie eine Seifert-Orgel dort hinein.

Das Doktorandenforum lief sehr gut. Es ging über zwei Tage und war lang. Daher habe ich es leider nicht mehr geschafft, in Wertheim zu spielen. Es war aber sehr schön mit den drei Orgeln in Heilbronn und Neckarsulm. Mit Außen-Konzerten wie Wertheim kenne ich mich nicht so aus. Ich dachte, ein Marktplatz lässt sich schieben. Übrigens, es stimmt gar nicht, dass es nur Männer-Hater gibt. Es gibt auch Frauen, die mir falsch und hintenrum vorkommen und lästern, wie Yvonne Guillon, anscheinend mit dem in einem Lager arbeitenden Lucas Kluck verbunden.
Und da sind Frauen, die diesen glauben und einen zuerst anzuhimmeln scheinen, in Konzerte gehen etc. –

aber doch vor allem Männern gefallen wollen und ihr Fähnchen in den Wind hängen, je nachdem, welche Windrichtung gerade ist und welche Richtung und Meinung Männer (siehe obiges Zitat) gerade angeben. Mir war es schon immer ein Rätsel, wie Frauen das Gefallen von Männern als Priorität haben und ihnen Glauben schenken. Das nutzen solche natürlich aus. Es ist eigentlich erschreckend, wie dumm, kindisch, falsch, verlästert weite Teile der (Semi-) Kirchenmusik sind. Die jede Schwachstelle ausnutzen und dabei völligen Unsinn verbreiten und glauben. Ist das Kirchenmusik?

Verrückt, man warf mir vor, ich würde mich schmücken, und dabei hatte ich großen Schmuck wie Hamburg noch ganz verborgen. Und vieles andere auch bis jetzt. Wenn sie meinen, ich würde mich schmücken, dann sollen sie mal auf den Schmuck warten, der noch kommt. 

Wie glaubwürdig ist ein Rochus Schmitz, der u.a. behauptet, Heinrich Schütz hätte keine Schwester Justina, nur eine Tochter, die so hieß? Ich darf dauernd solchen Unsinn an mich lesen. Schmitz schreibt dies nicht privat, sondern über meinen Blog, damit ich diesen Unsinn noch veröffentliche. Und so gibt es viele andere.

Wie kann man so oft total daneben liegen mit vielen Dingen und dennoch überall den Mund aufmachen und besser zu wissen meinen? Ist das Kirchenmusik? Wo ist die Intelligenz? Schade, dass dieser Sachverhalt niemandem bekannt ist, wie manche „Kirchenmusiker“ ticken. Dennoch, kein Wunder, dass fast niemand mehr in die Kirche gehen möchte. Man müsste wie Martin Luther Thesen darüber an die Tür klopfen, was Kirchenmusik ist, was sie sein soll, was und wen sie repräsentiert. Das mache ich mal. Als eigenen Blog-Eintrag.

Neu:

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J.S. Bach – Präludium F-Dur BWV 856 WTK I Nr. XI an der Klais Orgel Neckarsulm St. Dionysius:

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Wir können nicht weiter diesen Weg des Wahnsinns gehen. (Greta Thunberg)

Ah, ich liebe dieses wunderschöne kluge Mädchen! What a brave girl! Hej Sverige! Und jetzt Achtelfinale.

Mir geht es gut. Das Attentat des Mannes 4 Minuten von meinem Zuhause entfernt hat mich nicht getroffen, denn ich bin in Heilbronn bei befreundeten Kirchenmusikern, wo ich auch übernachte. Gott sei Dank! Gott hat mich beschützt.

Heute besuchte ich nach dem Doktorandenforum (dies via Webex/Zoom) danach in Heilbronn die Rensch-Orgel (3 M) der ev. Christuskirche und die wunderbare neue Klais Orgel (2 M) in Neckarsulm (Neckar-Sulm ausgesprochen, denn Sulm ist ein Fluss) in der großen katholischen St. Dionysius. In dieser Kirche spielten wir, als das Attentat passierte und ich angerufen wurde. Über diese Orgel berichte ich morgen. Das sind allein 7 neue Orgeln diese Woche für die Orgel-Info (500 insgesamt).

Heute erinnere ich auch an Kirsten Boie.

Und hier die wunderschöne Ladegast in Braunsbedra und Hohenmölsen

J.S. Bach – Präludium G-Dur BWV 860 WTK I Nr. 15 an der Ladegast Orgel Hohenmölsen St. Peter, AHS

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J.S. Bach – Präludium Cis-Dur BWV 848 WTK I No III Ladegast Orgel Braunsbedra Erlöserkirche, AHS

Institutionen mögen starr sein, Realitäten sind es nicht. (AHS)

Es braucht hier oft ein systematisches Rütteln und Schütteln.

Heute waren wir an der wundervollen großen, dreimanualigen weißen Ladegast Orgel in Ronneburg in Thüringen in der ev. Stadtkirche St. Marien beim Rathaus. Wir fuhren von Sachsen-Anhalt nach Thüringen, an Bad Köstritz vorbei. Die weiß-rote Kirche, von grünen Bäumen umgeben, ist innen gelb. Gelb ist meine Lieblingsfarbe. Sie ist meine 14. Ladegast Orgel! Sie ist wie die in Braunsbreda, doch um einiges größer und weiß. Soli Deo Gloria! Meine 14. Ladegast ❤️Johann Sebastian Bach, Präludium und Fuge b-Moll BWV 867 WTK I Nr. XXII No 22 Largo, Schlusston am Ende aufgeschwellt nach dem Epilog. Der Fuß-Schweller rechts ist schön und speziell, dazu perfekte, warme, vollendete Achtfüße in sprechender Akustik. Registrierung hier: Lieblich Gedackt und 2 weitere zarte 8-Füße im Schwellwerk (3) und Zart 4 (3) und Schweller (3), Doppelflöte (1) und Flöte 8 (2). Die Orgel besitzt ein wunderbares Pedal-Tutti. Danke an Kantor La Cruz, der sich auch um die große Jehmlich-Orgel kümmert in Schmölln.
Die Manual-Koppeln an der Ladegast sind Knöpfe direkt unter den Tasten, 3 an 1 und auch einer zum Durchkoppeln. Untendrunter ist das Video der wunderbaren Ladegast Orgel in St. Laurentius Weißenfels. Morgen kommt dann Braunsbreda.

So waren es 5 Ladegast an 3 Tagen.

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J.S. Bach – Präludium a-Moll BWV 865 WTK I Nr. 20 Ladegast Orgel Weißenfels St. Laurentius, AHS

Vieles in der Wissenschaft scheint sprachlich eine Floskelwelt. (AHS)

Eine Ladegast-Zeit die letzten drei Tage. 4 Ladegast an 3 Tagen. Am 3.10. spiele ich übrigens an der Ladegast in Rudolstadt. (Ich war schon dort, wunderbar.) Der Künstler Ladegast kommt aus Döbeln / Hermsdorf, da habe ich überall schon gespielt.

Nach Ladegast Weißenfels St. Laurentius, Erlöserkirche Braunsbedra und St. Peter in Hohenmölsen konnte ich auch den weiteren Vorgang an der großen Ladegast, durch Eule restauriert und intoniert, in der evangelischen Stadtkirche in Weißenfels weiter beobachten. Das war spannend. Bis September muss die Orgel fertig sein. Darüber berichte ich gleich noch.

Eins muss ich noch dringend empfehlen: Wunderbar ist das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels, des Komponisten Heinrich Schütz. Ganz wunderbar gestaltet. Wunderbare Musikbeispiele, Instrumentenkunde, Geschichte, Komponierkunde. Theorbe (Saiteninstrument), Dulzian (weich und exotisch, Blasinstrument), Alt-Pommer, Schäferpfeife, Tenor-Posaune (golden-dunkel), Virginal (Clavier, klingt wie ein Cembalo), Stiller und Krummer Zink (Horn, wie eine menschliche Stimme, sehen aus wie Säbel), Travers… Für mich als Organistin sind die alten Instrumente natürlich sehr interessant. Die Stadtpfeifer! Ich habe hier viele Stunden verbracht. Nein, aber es ist so interessant. Da er hier seine letzten Werke komponiert hat, Schwanengesang und seine geistlichen Sinfonien ordnete, ist sein Geist in diesem Haus. Ich ließ mich mit seiner Musik umgeben via Kopfhörer, erfuhr von seinem Leben. Leider ist die Darstellung in diesem Museum sexistisch in meinen Augen, da in den Hörstationen von seiner Frau überhaupt nicht berichtet wird. Sie wird kaum (eigentlich gar nicht) erwähnt. Wer weiß, was sie alles für Schütz getan und geopfert hat! Vermutlich ihr Leben: Wieviele Frauen starben damals durch unzählige, unkontrollierte Schwangerschaften! Im Museum aber heißt es dazu, wie sehr darunter Schein und Schütz litten, dass ihre jungen Frauen so früh starben! Kein Wort darüber, dass die Frauen litten.

Und die arme Schwester Justina, 13 Jahre jünger als Heinrich, laut Museum hochmusikalisch, durfte keinen Beruf erlernen wie die meisten Frauen dieser Zeit nicht. Wirklich schrecklich. 

Ich wandelte einige Tage morgens allein durch die Räume, die nach Holz dufteten, und ließ sein Schaffen auf mich wirken. Er wurde alt. Ich liebe seine Psalmen.

Wir waren auch in Naumburg und hörten von unten die Bachorgel. 
Ganz besonders war, zu erleben, wie der Intonateur die wunderbaren Klänge der großen Ladegast der Stadtkirche schärfte, die große Schwester von Hohenmölsen. Er verwendete hierzu ein Orgamat und konnte dann von unten mittels eines winzigen Keyboards die wundervollen Klänge der großen Orgel prüfen. 

Übrigens habe ich den Blog-Eintrag gestern noch erweitert und ergänzt.

Neu: f-Moll mit 4-Fuß: (zuvor habe ich es auch in 8-Fuß auf YouTube gestellt):

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23. Juni 2021

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Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nie. (Einstein)

Rudolstadt LADEGAST

Ich freue mich, hier am 3.10. zu spielen.

Nun bin ich in Hohenmölsen.

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J.S. Bach – Präludium B-Dur BWV 866 WTK I Nr. XXI 21 in St. Petri Hohenmölsen, Ladegast Orgel, AHS
Mein Weg mit der Orgel (12):  – kleiner Ausflug zwischendurch – morgen  geht es weiter – 
Heute war ein schöner, voller Tag, daher komme ich erst jetzt dazu, weiter zu schreiben. Denn heute hatte ich das Interview für den Wochenspiegel hier in Hohenmölsen in St. Petri – auch mit Video und Orgelspiel an der wunderbaren Ladegast Orgel, die ich ja schon kenne. Zudem habe ich auch eigene Videos dort gemacht, siehe oben. Es kommen noch mehr Videos.
Es war eine schöne Ladegast-Zeit, diese drei Tage hier, mit vier wunderbaren Ladegast-Orgeln. Morgen fahre ich heim.
Besonders schön war das Spielen heute an der wundervollen Ladegast Orgel in Braunsbedra in Sachsen-Anhalt in der Erlöserkirche im Burgenlandkreis/Saalekreis zwischen Weißenfels und Naumburg, bei Merseburg. Meine erste Begegnung mit dieser wunderbaren Ladegast Orgel! Meine 13. Ladegast. Ich sammle sie sozusagen. Braunsbedra ist mit 10.000 Einwohnern ungefähr so groß wie Hohenmölsen. Die schöne alte graue Steinkirche in Braunsbedra ist stark mit Wein und Efeu bewachsen und besitzt einen schönen Turm. Auch das benachbarte Roßbach hat zwei wunderschöne solche Kirchen (aber ohne Ladegast). Ich mag demütige Kirchen dieser Art ohne Werbung und Shop: einfach, duftend nach Holz, sauber, gepflegt, ohne viel Theater und Gedöns, einfach für Gott und die Menschen. Echte Kirchen. Und inmitten bzw. oben steht ein Wonneproppen an Orgel, edel, kompakt, frisch renoviert, liebevoll für sie gespendet, und niemand hängt sich selbst dafür an die große Glocke oder in den Mittelpunkt und lässt sich feiern und andere nicht ran. Kantoren, die nur ihre Spezis an die Orgel lassen, nehmen die Hölle mit in die Kirche.
Die Ladegast Orgel in Braunsbedra ist optisch anders als die weiße Ladegast Orgel in Hohenmölsen, sie ist rund, gewölbt, braun – und dennoch ähnlich, will sagen, die Anordnung der Pfeifen, das Gesicht der Orgel, die Gesichtszüge sind ähnlich. Man merkt die Verwandtschaft: Die edlen, markanten, geschmackvollen Gesichtszüge. Und spätestens oben am Spieltisch sieht frau sofort, mit was und wem sie es zu tun hat: Mit Ladegast: (HERZ) Der charakteristische Lackspieltisch, der mich so an Steinway erinnert, mit weißen Elfenbeintasten (oder Holz), die dicken, sinnlichen schwarzweißen Registerknöpfe. Und dann natürlich der charakteristische Klang: warm, süffig, mit duftigen Flöten, samtenen Achtfüßen, grundtönig, maskulin im positiven Sinne. Tragend in sprechender, samtig-trockener Akustik (niedrige, schöne Holzdecke). Wunderbare Doppelflöte, Zartflöte, Nasard. Zwei Manuale, Pedalkoppel, Manualkoppel, Traversflöte, schöne Vierfüße, dunkle Schokolade in der Mixtur und im Pedal. Das HW ist meist schwergängig. Stört mich nicht. Im Gegenteil. Umso fluffiger ist das OW, leicht zu spielen. Das Pedal ist schlicht, gerade, klar.
Ich nahm etwas Bach auf, dann fuhren wir zum Fußballspiel. Leider konnte ich das Schwedenspiel nicht sehen wegen meinem Interview, aber es freut mich sehr, dass Schweden Gruppensieger geworden und weiter gekommen ist. Das Spiel der Deutschen gegen Ungarn konnte ich sehen, und ich freue mich, dass auch Deutschland weitergekommen ist. Die Ungarn waren sehr gut. Dennoch: Fußball kommt mir vor wie das Spiel von und für kleine Jungs. Etwas kindisch. Doch dass Fußball für manche Fans wie der Sinn des Lebens zu sein scheint, ist… Zudem: Nirgendwo auch nur der Hauch von Weiblichkeit (Kommentatoren Männer, Männergesang, auf dem Platz nur Männer usw., die Diskussionen hinterher nur Männer usw.) PUUUUH! Winnie the Puh.
Ich nahm Bach auch an der wundervollen Ladegast Orgel in Weißenfels in der St. Laurentius auf. Hier ebenfalls das Charakteristische, wie oben erwähnt. Die Orgel ist optisch der Hohenmölsener ähnlicher, spitz zulaufend, doch braun. Alle drei eben erwähnten haben in der Mitte den weißen Schmuck, wie eine Kette oder geschmückte Einkerbung. Ladegast ist für mich ein echter Künstler.
Mittags tranken wir Bibop, das gibt es nur hier: Cola mit Schwarzbier, und zwar Köstritzer. In Bad Köstritz (Thüringen) ist Heinrich Schütz geboren. Daher mag ich dieses Bier, auch wenn ich Bier nicht mag. Weil ich Schütz mag.

22. Juni 2021

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Intellektuelle sind Brunnen, Künstler sind Quellen. (Beatrix Beck)

Klangbeispiel Steinmeyer Orgel opus 2213 (Popp) elektrische Schleiflade BWV 529 Markus-Lukas-Orgel Mannheim

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Ich mag Bubble Tea.

Mein Weg mit der Orgel (11):

Natürlich war das Verhalten der Dozenten in Heidelberg deswegen so, weil ich erstens außerhalb des Systems war (bewusst) (siehe Teil 1 und 2). Und zweitens, weil ich mich beschwert hatte über Machtmissbrauch, was sicher noch niemand zuvor gewagt hatte. Sie hatten wahrscheinlich Sorge, dass ich zu viel mitbekommen, aufdecken und mich wehren würde.
Ich war froh, dass das WS 2019 losging und ich endlich in einer staatlichen Hochschule sein würde. Dort war das Klüngeln und Mauscheln nicht ganz so schlimm wie in Heidelberg (Kirchenmusikhochschule). Doch für welche Hochschule sollte ich mich entscheiden?
Ich beschloss, diesmal eine „geheime Fährte“ zu legen, die Carsten Wiebusch und Stefan Viegelahn oder andere nicht so schnell finden konnten. (Heidelberg hatte Bände genug gesprochen. Und dass sie auch in anderen Hochschulen über mich gesprochen hatten und der Machtmissbrauch nicht gering war, ahnte ich und wurde mir berichtet.) So meldete ich mich nach außen offiziell in Würzburg bei Christoph Bossert an und ließ HfMT Hamburg bei Pieter van Dijk gleichzeitig nach außen verborgen, um mich zu schützen. Ich ahnte, dass es nur eine Frage der Zeit war, dass das Lästern nach Würzburg schwappen würde. So fühlte ich mich wesentlich sicherer, zwei Wege haben zu können. Außerdem konnte ich mich eh nicht entscheiden zwischen Würzburg und Hamburg. Ich komme damit sicher ins Guinness Buch der Rekorde (Wahnsinn, dass das ein Bier gesponsert hat!). Zudem würde ich doppelt so viel lernen und mein Turbo-Studium würde ein Mega-Triplet-Studium werden neben der Promotion, die ich am Laufen hatte. Und das alles rief Hater und Neider auf den Plan. Hätte ich mir eigentlich denken können. Aber ich liebe Abenteuer und Geheimnisse. Es würde zwar sehr anstrengend und etwas verrückt werden. Aber ich war voller Motivation, Feuer und Eifer. Vor allem wollte ich alles über Orgel aufsaugen. Und das tat ich auch. Es war geradezu eine Erleichterung und ein Aufatmen, regelmäßig in Hamburg sein zu können, ohne dass Haifische hinter mir her waren. Irgendwie war Hamburg außerhalb deren Blick. Ein blinder Fleck. Gott schenkte mir eine keimfreie Zone. Einen sicheren Bereich, wo ich ohne Vorurteile sein konnte. Währenddessen wurde Würzburg immer mehr ein Ort des Feuers, aber auch hier lernte ich enorm viel. Seltsam, ich bin bereit, für meine Berufungen sehr viel in Kauf zu nehmen. Ich folge hier meinem Herzen. Da das System ohnehin kein nettes und männliches ist, warum sollte ich nicht außerhalb des engen Beckens wie ein Delphin meine Sprünge und Hüpfer machen? Und ich tat meine Saltos, im Meer, ausgelassen, frei, in der Abendsonne, wohl wissend, immer irgendwie bedroht zu sein und dennoch glücklich über jedes neue Land (Stück, Repertoire, Technik, Orgel)… Stellt euch vor, ich hätte nur das Feuer (Würzburg) gehabt?
Dann hatte ich auch noch meine vielen Konzerte. Ich war fast gar nicht mehr daheim. Im ICE schlief ich. Teilweise fuhr ich morgens nach Hamburg (Unterricht) und abends zurück nach Würzburg (Unterricht). Überall war ich emsig. Und am WE Konzerte. Dass ich das alles überhaupt geschafft habe, ist ein Wunder!
Morgen berichte ich weiter. ps: Ich komme mir von der Orgel und Musik „besessen“ vor. Wer denkt das noch? Obsession!?

Rudolstadt Ladegast

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