Bach erzählt sich selbst, kommuniziert sich selbst, braucht keine Show. (AHS)
Hamburgerin. St. Katharinen. Ein Tag voll Katharine. Wenn man Block-Quer-und Hohlflöte zusammen nimmt an der wunderbaren Flentrop, dann bringt zur leichten Schwebung der Tremulant den Glitzereffekt.
Erstaunlich ist, dass selbst wenn man P 8 im HW, OW und BW koppelt, der einzelne Prinzipal 8 im RP immer noch lauter ist.
Die Kirche wird grün angestrahlt innen, dazu die langen blauen Fenster, die Sterne, und oben drüber die sandfarbene Orgel, die jeden Tag anders aussieht. Zwei große Krüge und drei enorme Engel. Silber-sandfarben wirkt sie.
Der Cornet-Baß 2 klingt als vierte Stimme wie eine Bachtrompete im Scheidemann, in Oktavparallelen. Alle Stimmen wirken so transparent.
Das Pedal braucht Kern und Strich.
Ich habe Fans, die mich in Katharine schon kennen und mittags zum Lauschen kommen. Manche sitzen mit Laptop in der Kirche, arbeiten und hören mir zu. Oder kommen in der Mittagspause von der Bank. Nette Leute!
Die Orgel tut mir von ihrer Größe her gut: Nicht zu pushen, nicht zu viel Energie, nicht fanatisch, sondern ruhig von einer Kadenz zur nächsten, getragen von einer wirklichen Größe. Innere Ruhe. Mit Distanz und Objektivität. Im Grunde ist die Orgel der perfekte Ausgleich zu mir. Für mich. Groß, delikat, entspannt, vorbereitend. Sehr klar, mal weich, dann scharf. Timing und verlangend nach rhythmischen Bausteinen. Timing und Charaktere gehen hier Hand in Hand.
Top-Lehrer, Top-Stadt, Top-Orgeln.
Wie unterschiedlich Menschen Orgel abhören – die einen stört das, die anderen hören gar keinen Unterschied, wieder die nächsten wollen das – für mich ist es so, dass diese Orgel gar nie schlecht klingen kann. Sie hat etwas an sich völlig Geniales.
Neu: Ich spiele ein Werk von Jan Raas: Tango.
The Film (über zwei Stunden):
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Lernen fürs Wirken – und im Wirken lernen! (Imke-Marie Badur)
Bin wieder in der Hansestadt angekommen. Ich übernachte diesmal in Pinneberg. Das ist schon Schleswig Holstein.
Ich übe gern mit Barfuß-Schuhen oder mit Socken an der Orgel.
Was mich wundert: Dass in der Kirchenmusik (und Amateurwelt Kirchenmusik) Männer, die meine Meinung hier im Blog nicht mögen oder nicht verstehen, dennoch eifrig lesen, und nicht nur das, darüber reden, und dass sie nicht mit mir darüber reden, sondern hintenrum. Sie lesen die Jahre meines Blogs emsig durch. Warum, wenn sie meine Meinung doof finden? Ich lese nur das, was mich interessiert und anspricht.
Ich habe keine Werbung für meinen Blog gemacht. Er scheint aber durch die Decke zu gehen.
Und ich stehe zu meinem Blog und mache nicht wie die Mobber die Dinge im Finsteren mit Fake-Namen.
Jürgen Strupat und seine „Rasselbande“ (Anhänger) Rochus Schmitz, Markus Theising und Karl-Bernhardin Kropf etc. dagegen verkraften meinen Blog anscheinend nur schwer, wie ich heute wieder bemerkt habe. Vor allem, wenn ich sie nicht zum Thema mache. Und bin belustigt, dass mich einige dieser „Gang“ für eine Art IT-Genie zu halten scheinen? Dabei ist es einfach nur Michael Klein, der mir regelmäßig Auszüge aus dem Forum weiterleitet.
Jürgen Strupats Anhänger teilen mir jedesmal eifrig mit, wenn sie irgendwo im Netz über mich lästern, damit ich es ja nicht verpasse, weil ich es sonst nicht beachtet hätte. Inwiefern diese Männer tatsächlich gefährlich sind, kann ich noch nicht abschätzen.
Ich halte Frauenfeindlichkeit für genauso schlimm wie Rassismus. Ich hoffe, es kommt der Tag, wo dies auch genauso bewertet wird; ich finde Frauenfeindlichkeit sogar noch schlimmer als Rassismus.
Ich weiß, dass es heute noch viele andere Geschlechter gibt als Mann und Frau. Ich kenne mich da nicht so aus; für mich gibt es Mann und Frau, anhand der entsprechenden Merkmale und Unterschiede. Ich kann mich nicht um Queer und andere Facetten kümmern, da kümmern sich andere darum, das ist gut; sonst wird es mir zu viel. Jeder Mensch hat seine eigene Berufung, sich zu kümmern. Ich kümmere mich um Frauen in der Männerwelt.
Minorities in Berufsgruppen haben es immer schwer. Und in meiner Karriere sind Frauen eine Minderheit
Ich sage nicht, dass Frauen bessere Menschen sind. Sie haben oft die Tendenz, Männern gefallen zu wollen, was dazu beigetragen hat, dass Frauen unterdrückt wurden. Ich treffe eigentlich sehr selten Frauen, die so sind wie ich. Fast nie. Ich glaube, dass, wenn es mehr Frauen gäbe wie mich, Frauen in der Kunst nicht mehr unterbesetzt wären. Ich treffe meist nur Männer an.
Auf der einen Seite werten mobbende Menschen meine Vita ab, auf der andern Seite stellen sie mir täglich nach, als wäre ich sehr wichtig. Das passt ja nun nicht zusammen. Wenn ich ein Niemand wäre, der nicht viel können würde, oder jemand, der spinnt, warum sind sie dann so scharf darauf, alles über mich zu erfahren und meinen Namen schlecht zu machen? Warum ist mein Blog dann so wichtig? Und warum geben sie mir so viel Aufmerksamkeit, wo ich doch angeblich auf deren Aufmerksamkeit aus bin?
Wenn Christoph Bornheimer, dessen Webseite keine Impressums-Adresse angibt und den ich angezeigt und erfolgreich abgemahnt habe, so um seinen Ruf bemüht ist, warum versucht er, meinen schlecht zu machen? Er attackierte mich bewusst während meiner wichtigen Prüfungszeit. Da ihn mein Anwalt abgemahnt hat, besitzt er nun ein Impressum. Jan Wilke hat sich dabei mit Bornheimer zusammengeschlossen. Beide kommen mir neidisch vor.
Der Hass auf meine Vita ist mir schleierhaft. Es kann doch jeder an seiner arbeiten, anstatt die Vita anderer schlecht zu machen und abzuwerten oder als erfunden darzustellen. Ich kümmere mich nie um die Vita anderer, sondern arbeite an meiner. Wieviel Zeit verwenden manche, die Vita anderer zu neiden und zu hassen? Das ist doch Zeitverschwendung.
Meine Vita ist eine lange Geschichte mit so außergewöhnlichen Merkmalen, dass ich manches noch für mich behalte. Das ist doch völlig ok. Und immer ist eine Vita mit viel Erfolg auch stets eine, die Misserfolge beinhaltet. Man schaue sich dazu die Vita aller besonderen Leute an. Dass Bornheimer mich attackiert, ist deswegen so absurd, weil ich viele besondere Dinge noch gar nicht erwähnt habe. Ich glaube, die wirklich besonderen Dinge über mich werden eines Tages die sein, die mir jetzt noch unangenehm sind, die, von denen ich es nie gedacht hätte oder die mir seltsam vorkommen und die auch anders sind (aufgrund von Bedingungen, aus verschiedenen Gründen, aufgrund der Gesellschaft und da nicht Mainstream). Vielleicht sollte ich eine Unter-Rubrik anfertigen, wo meine Misserfolge und mein Versagen gelistet werden. So etwas gab es ja auch noch nie. Vielleicht sind sie dann zufrieden. Ich fertige eine Anti-Vita an. Ich kann euch sagen, die ist genauso spannend wie meine Vita.
Das wirkliche Leben ist jedoch nicht die Vita und all das Zeug. Sondern das reale Leben ist hier und jetzt. Das Atmen. Das Lächeln. Das Sein.
Man sollte hier immer die Motive klären, warum jemand mobbt und verleumdet, aus welchem Umfeld jemand kommt.
Wieviel Videos und Follower und Fans und CDs und Abschlüsse haben Christoph Bornheimer und Jan Wilke? Dann wird man schnell eine Antwort finden, warum sie mich attackieren. Viele Männer haben sich anfangs bei mir als „Frauenversteher“ ausgegeben, so auch Bornheimer und Wilke. Da ich sehr offenherzig bin, habe ich diesen einiges Persönliche von mir erzählt, was sie gegen mich verwendet haben, kaum, dass ich mich umdrehte. Daraus habe ich gelernt. Aber solche Leute drängen sich gern in mein Leben. Diese haben großes Interesse an mir.
Genauso wenig aber interessieren mich Rochus Schmitz, Schmitz aus Trier, Lucas Kluck, Sebastian Küchler-Blessing, Karl-Bernhardin Kropf, Jürgen Strupat, Markus Theising. Oho! Von den meisten habe ich zuvor noch nie gehört. Dass ich fast alle oben genannten anzeigen musste, zeigt mir, wie aggressiv das Mobben in der Kirchenmusikszene ist. Wenn ihr etwas dieser Art hört, teilt es mir bitte mit. Offenbar haben sie nicht damit gerechnet, dass ich mich wehre. Oder besser: dass ich mich wehren kann.
Neid ging schon los, als ich 2018 noch ganz am Anfang Orgel studierte. Noch davor. Bei meinen ersten Schritten in die Orgelwelt. Kießling war völlig dagegen, dass ich Konzerte spielen und Orgel studieren wollte und ist bis heute sauer.
Früher hieß es: Ach, sie ist Pianistin, die kann noch kein Pedal spielen. Dann studierte ich und lernte das Pedal.
Dann hieß es: Ach, die nimmt ja noch gar nicht an tollen Orgeln auf. Dann nahm ich an tollen Orgeln auf.
Dann hieß es: Ach, sie hat noch nicht Kirchenmusik studiert. Dann studierte ich Kirchenmusik.
Was kommt als Nächstes?
Die deutsche Kirchenmusikszene ist von Mobbern und Neidern durchtränkt, finde ich, die die wenigen Frauen gern vergraulen würden. Dass die Mobber von einigen innerhalb der Szene geduldet und gedeckt werden, spricht nicht für die Kirchenmusik.
Wenn eine Frau gewissen Männern etwas bringt (Wettbewerbe…) oder ihnen gehorcht, ist sie vielleicht (eine Zeitlang) willkommen. Aber einmischen darf sie sich nicht. Und fast alle Stellen gehen an Männer. Alle Foren, Gruppen, Zeitungen, Diskussionen etc. führen Männer. Daher ist mein Blog auch so ein Schock für sie und glücklicherweise ein Gegenpol.
Weil ich einen eigenen Kopf und eine eigene Meinung habe und nicht bescheiden bin, was man von Frauen gern erwartet – dass, wenn die Bescheidenheit nicht da ist, sämtliche Knöpfe des Mobbings gedrückt werden. Aber vielleicht ist es gut, dass mal jefraud da ist, um diese Sachen direkt anzusprechen. Denn es geht doch sonst vieles nur hintenrum in dieser Szene ab. Es gibt eben eine sogenannte „toxische Männlichkeit“.
Und was ist Bescheidenheit? Das ist doch mal eine spannende Frage, der ich mich morgen widmen werde.
Wenn eine Frau zu schüchtern ist, wird sie nicht ernst genommen. Ein Kirchenmusiker in Regensburg äffte einmal die Stimme einer Frau nach und sagte in hoher Fistelstimme: „Oh, Entschuldigung, dass ich da bin.“ Aber wenn eine Frau sich keineswegs entschuldigt, dass sie da ist, passt es den Männern auch nicht.
Die Frauen, die viele Männer akzeptieren, ist die dienende Frau: (neben der Mutter) Tochter und Ehefrau (oder die jeweilige Geliebte oder der Geliebte, Sekretärin, Assistentin, Studentin etc.). Die dienende Rolle oder die, die „unter ihnen“ ist. Die fährt, abholt, macht und tut, kocht, putzt, zuhört und organisiert, die alles in Schach hält oder sie anbetet. Die keine Kariere macht. Sondern aufgibt. Die im Hintergrund dient. Die auf keinen Fall besser ausgebildet ist. Auf keinen Fall besser oder öffentlich ist. Auf keinen Fall „gefährlich“ ist. Viele Männer sind an solche Frauen gewöhnt. Und wenn sie einer Frau vielleicht erlauben, aus der Reihe zu tanzen, dann gerade mal nur der eigenen. Sonst keiner mehr. Leider spielen diese Frauen das Spiel mit.
Aber keine Sorge, es gibt auch ganz tolle Männer, denen ich vertrauen kann und die eine große Hilfe und echte Freunde sind.
Und ich habe nichts gegen konstruktive, echte, produktive Kritik und kontroverse Gespräche, aber bitte ohne Fakenamen, Hass, Sexismus und Hintenrum.
Ich denke, es geht darum, dass eine Frau überhaupt einen Blog hat, eine Meinung vertritt, eine (andere) Haltung besitzt und eine eigene Community und Fangemeinde, überhaupt in irgendeiner Weise mehr „Macht“ hat als die Lästerforen zusammen. Macht ist sonst schon viel zu lange nur bei Männern in der Kirchenmusik und Orgelwelt. Da wird mir mit Hass anonym und sexistisch kommentiert, „alle meine Fans seien erfunden, meine Vita auch, ich müsse für den Blog unbedingt versohlt werden, er sei nur Unfug.“ Der Blog einer Frau darf doch unmöglich mehr Wirbel schlagen als langgehütete Lästerforen. Ohne meinen Blog würden vieles unentdeckt bleiben und manche Sachen nie ans Licht kommen. Wenn man meint, ein Blog wäre nicht die richtige Plattform, etwas beim Namen zu nennen: Ein Blog ist mehr wert als Foren und Gruppen, in denen gelästert wird und in denen nur Männer zu Wort kommen, die sich kennen und bauchpinseln. Wer Frauen keinen Raum gibt, muß sich nicht wundern, dass sie ihren eigenen Raum nehmen.
Die Meinungen der männlichen Organisten wurden ja nun jahrzehntelang hinlänglich behandelt, wie ich hörte.
Erst muss man sich in ein Stück verlieben, sonst wird da nichts draus. (AHS)
Darf ich euch verraten, dass ich manchmal ein Whitney-Houston-Fan bin? Ich liebe besonders das Lied Run to you. Ich weiß, es mag kitschig klingen. Ist mir egal. Ich mag es auch, wenn Männer das Lied singen. Einmal hörte ich es in einem Hotel in Dauerschleife. Als ich wenig später auf dem Gang erschien, betrachtete mich der Typ vom Nachbarzimmer etwas skeptisch.
Wenn ich viel übe, werde ich BlackRoll-süchtig, anstatt ins Bett zu gehen.
Heute habe ich zufällig (scheinbar lebe ich hinter dem Mond?) zum ersten Mal von Gladbeck gehört (beim Üben). Ich bin entsetzt, was da passiert ist, besonders von Udo Röbel. In was für einer Welt leben wir, dass ein solcher Mensch anschließend Chefredakteur der Bild wurde, anstatt bestraft zu werden?
Wenn ich so etwas erfahre, dann bin ich froh, dass ich warm und sicher mit der Musik beschäftigt bin, egal, wie böse die Welt da draußen ist. Was wäre ich ohne die Musik?
Am WE werde ich neue Orgeln kennenlernen. Psst. Geheimnis.
Für mich hat Musik viel mit Gnade, mit Grace zu tun, mit Filigranität. Obwohl ich so ein schneller Mensch bin, wirke ich bei manchen Dingen wie ein Spätzünder. Macht nichts. Fliege ins Leben, lande bei Gott.
Anbei ein älteres Video:
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ps: ich finde viele Domorganisten übrigens super. Es sind nur ein paar, mit denen ich sehr seltsame Dinge erlebt habe…
Neu: Kleines Corona-Impro at home: am Flügel
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Die eine Trompete ist die andere nicht. Will sagen, nicht jede Trompete ist schön und eignet sich als Solostimme. (AHS)
Was denkt ihr, was ich gerade für Orgel transkribiere? Nun?
Chopin.
Nein, es muss danach kein Krankenwagen gerufen werden.
Und was für Chopin?
Wer es errät, bekommt meine neue CD for free.
(Dass ausgerechnet ich transkribiere, und dann noch Chopin! Ich komme mir wie Cameron vor.)
Ich liebe sehr die hanseatische Vogel-Scherer-Fritzsche-Flentrop-Orgel 1542/2013. Ich mag den künstlerischen großen Scherer-Prospekt. Für mich ist es auch eine Scheidemann-Reincken-Orgel. Ein wunderbarer Wiederaufbau mit historischen Pfeifen. Und Bach war hier, der die Zungenstimmen rühmte. Ich fühle mich mit ihm hier sehr verbunden. Und was für eine wunderbare Holzbildhauerin Christiane Sandler. Die Trio-Sonaten können hier jedoch meist nicht mit 4-Fuß oktaviert werden, was eng ist.
Was ich bei Mendelssohn liebe: Body, filigran und dennoch monumental, Rezitative bleiben im Fluss, Reprise weich, kein Wagner, aber voll Power, entspannt, auch in den Punktierungen, doch genau und klar.
Die Übergänge in der Brahmsfuge (nicht in Katharine) sind wichtig, so dass alles im Fluß bleibt, weich und gut abphrasiert, Timing. Wenn ich mir viel notiere und das Papier dünn ist, entsteht schnell ein Loch, und Papierstaub segelt herab. Besonders schön bei Brahms sind die letzten zehn Takte und Takt 42. Ich liebe es, wenn er am Ende nach dem weichen Minithema zur Umkehrung im Tenor das Pedal die Vergrößerung bringt. Ich liebe die Seufzer nach dem Ruhepunkt, espressive, unerträgliche Seufzer voll Verlangen, mit einem geheimnisvollen Pedal. Innerlich mitsingen.
Wie man den Klang des Pedals bewertet, ist wichtig: seine Lautstärke gut einzuschätzen. Das Pedal ist kein Discobass. Auch kein Düsenjet (besonders nicht bei Messiaen). Das Tüfteln bei Messiaen ist mentales Üben: Was muß ich haben, was geht nicht, auf was kann ich und muß ich verzichten, welche Klänge darf ich nicht verlieren, wo kann und muß ich den Schweller auf welche Weise ersetzen, welche Klänge möchte er überhaupt haben, welche Manuale muß ich tauschen, was muß ich dabei beachten – es macht Spaß, alles einmal ausprobiert zu haben. Man kommt dadurch der Orgel näher. Wichtig bei Banquet ist, dass der Klang des Pedals nicht in den Manualen klingen darf. Sechzehntel-Triolen innerlich fühlen.
Bald wird es ein paar sehr schöne Live-Streams meiner Konzerte geben. Ich halte euch auf dem Laufenden und poste euch die Links.
Die Musikfilme Oskar und die Groschenbande und Bis zum letzten Moment kann ich sehr empfehlen – es ist bewundernswert, was ein Studentenorchester alles so auf die Beine stellt, vor allem Frauen darin.
Der Film Score über Filmmusik ist ok, aber ein reiner Männerfilm (wie man schon von außen erkennen kann). Als ob es keine Filmmusikkomponistinnen gäbe. Es scheint eine Lobby zu sein. Die Männer wirken mit ihren gefärbten Haaren und bunten Hemden recht eitel. Es scheint sie nicht zu stören, dass sie Frauen keinen Raum geben, während hinter ihnen eine halbnackte Meerjungfrau den Raum „dekoriert“. Dabei sind diese Filmmusikkomponisten oft keine Musiker, sondern geschickt am Computer. Ihre Computer sind ihre Instrumente, was auch etwas hat. Dennoch muss man diese „Instrumente“ beherrschen und sie üben. Die armen Orchestermusiker, die solche „Werke“ spielen „dürfen“. Es scheint auch eine Rolle zu spielen, dass eine Gay-Szene nicht unerheblich groß ist. Inwiefern dies für Frauen gut oder schlecht ist, weiß ich noch nicht zu sagen. Aber es erscheint ja nicht hilfreich zu sein, wie man sehen kann. Oder wo sind die Frauen? Frauen sprechen vom Stil her oft eine andere Sprache. Warum das so irritierend ist, weiß ich nicht. Frauen lassen sich viel zu viel gefallen, zum Beispiel für Männer in Badeanzügen zu posieren, um „Miss Germany“ zu werden. Wie kann man bei einem solchen System mitspielen? Gott sei Dank gibt es das heute nicht mehr.
NEW: II Pandemic Dance Nr 2 Mutation Fanfare 2021, Pandemonium, Orgel (Synclavier), Spessart
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Ich mag die deutsche Romantik: Das Pfund 8-Füße, ein Blumenstrauß 8-Fuß, etwas Schweller bei den Kadenzen: eine Prise Salz. (AHS)
In der Französik mag ich besonders Franck und Duruflé.
Bachfest Arnstadt wird wahrscheinlich auf Ende Juli verschoben.
Vielen vielen Dank für die, die meine Kompositionen finanziell sponsern! Ich bin überrascht und sehr erfreut.
Üben kommt mir vor wie ein Muster Fraktale, die sich immer wieder selbst erzeugen und kopieren.
Ich bin nie genervt von langen Solostimmen-Stücken, ich könnte die nacheinander weg hören.
Der Samstagmorgen-Markt am Museum MARKK Rotherbaum Hamburg ist wunderschön. Ich könnte 100 oder 200 Euro mitnehmen und hätte immer noch nicht alles, was ich wollte. Vor allem möchte ich die Farben. So ein Markt ist Kunst. Am liebsten würde ich den ganzen Obststand kaufen und bei mir aufstellen, weil er so hübsch aussieht. Die aufgeschnittenen Ananas und Kürbisse, Drachenfrucht, Karottenberge, die Säfte und Marmeladen in Glas, Fisch, Krabben, Käse, Wurst, italienische Mortadella, Frikadellen, Pasta (hier duftet es besonders), Krustis, Schnittblumen, Blumenzwiebeln. Überall sind große Menschen in langen Daunenmänteln, und sie alle haben sehr wohlerzogene Hunde mit sich, die mich freundlich umwedeln. Man wacht in Hamburg auf, und die ganze Stadt hat sich in eine Joggerstadt verwandelt.
Erst gestern habe ich bemerkt, dass ich immer einen Umweg von 30 Minuten zur St. Johannis Harvestehude gemacht habe, zu Fuß.
Die Marcussen-Mühleisen-Orgel 1882/2015 macht man mit einem Chip-Stick an. Mit eigenen Setzern. Es gibt sogar ein Fingerboard. Und man kann allemöglichen Koppeln setzen, Basskoppeln, Melodiekoppeln… Die Prospektpfeifen sind alle klingend, und das Pedal steht direkt vor mir, allerdings komplett eingetütet. Die ganze schöne Orgel ist hübsch verpackt.
Daher muss man das Pedal oben anders bewerten, da der Klang unten nun mal ganz anders ist. Ein sehr netter Kantor, der auch tolle Filmmusik schreibt.
Super ist, dass sich alle Türen von innen öffnen und schließen lassen.
Großes Lob an Bayern für alle Coronahilfen! Schnell und verlässlich! Da sieht es für Künstler in anderen Bundesländern ganz anders aus, habe ich gehört.
Mein Dirigierprofessor meinte gestern zu mir, er kenne das, ihn hätte man früher auch gemobbt, aber damals war das Internet noch nicht so schlimm wie heute, und er tröstete mich und sagte, dass man JSB, hätte es damals zu Bachs Zeit Internet gegeben, Johann Sebastian auch im Netz gemobbt hätte (siehe Scheibe und Mattheson…), und wie! Mobbing würde nicht existieren, wenn nicht die dicken Fische den kleinen Rückenwind geben würden. Ach, Johann Sebastian, wie lange wird es noch dauern, bis ich dich im Himmel endlich kennenlernen kann.
Dirigieren war wieder wunderschön. Frank Löhr ist eine Wucht! Sehr zu empfehlen. Ein echter Musiker. Mein neues Stück ist Schuberts Unvollendete. Ich liebe es, wie Schubert (später Dvorak und Mahler) Volksmelodien verwendet, was sich sein großes Vorbild Beethoven wohl nicht getraut hätte oder nicht wollte. Schubert tut dies so kunstvoll, dass das Volkslied durch die Synkopen unendlich zärtlich wird, eine ferne Erinnerung. Außerdem wird sein Dur traurig und klagend, ein Dur hinter dem Moll, wehmütiger als Moll je sein könnte.
Unschlagbar darin war, ist und bleibt Bach. Wer ist schon zärtlicher als Bach? Auch das Spiel mit Hemiolen mag ich, für mich ist es jedes Mal eine Offenbarung, wenn ich in Bachs Musik eine neue Hemiola entdecke. Dann ist der Tag gerettet. Egal, wie es mir vorher ging.
Ich finde beispielsweise im ersten Brandburger phänomenal, dass Bachs Hemiola wie ein Virus alle Stimmen immer mehr erobert. Und Brahms und Schubert übernehmen dies Spiel mit den Hemiolen. Doch wer ist und bleibt der beste darin? Genau.
Beim Dirigieren ist es wichtig, nicht auf die Hemiola aufzuspringen, sondern ganz normal weiter zu dirigieren, Impulse und Punkte zu geben und dennoch rund zu bleiben. Und die kreative, zarte, freie linke Hand. Mit jedem Schlag ist man für Noten verantwortlich.
Die soziale Komponente beim Dirigieren und den positiven „Schnack“ zu haben, das ist nun neu für mich. Mit dem Publikum zurecht zu kommen ist die eine Sache. Das war für Glenn Gould schon zu viel. Mit Kollegen zu tun zu haben – a whole different story. Das alles mit Machtspielen ist mir zuwider. Dieses ganze Menschliche. Aber glücklicherweise geht es auch anderen so, und dennoch sind sie Dirigenten. Man muss sich eben nur auf die Musik konzentrieren, nur auf die Sache. Ergriffen sein und ergreifen. Die offene Art von Frank hilft mir auch, die Welt anders zu sehen. Es gibt auch Männer, die sich von Frauen gemobbt fühlen. Und es tut mir immer weh, wenn ich höre, dass eine Frau Grund für solche Klagen ist.
Man ist eben immer vom anderen Geschlecht besonders schnell getroffen, verletzt, überrascht und enttäuscht. Und kann an dieser Stelle betonen, dass ich absolut fasziniert von vielen Männern bin und ihnen in vieler Hinsicht sehr viel verdanke. Nehmen wir allein Pieter und Frank hier in HH, die mich in Orgel und Dirigieren vorwärts bringen. Und vielleicht sollte man einfach auf die Menschen schauen, nicht auf Geschlechter.
Reincken in Katharine (St. Katharinen Hamburg) unterstreiche ich weich, durch die Registrierung und den Anschlag, die Repetitionen wie Ornamente, fast mit Flatterzunge (Flöte), rhetorische Pausen.
ps: Ich liebe das eigenständige Orgelsoloregister Sesquialtera, das Bach auch sehr liebte, das recht scharf und führend eben kein Instrument imitiert (selbst die Prinzipale imitieren Streicher und Gesang), sondern mit seinen verstärkten Obertönen prinzipalisch klingt (zwei Chöre: Quinte und immer auch Terz).
Man muss den tiefsten Soloton prüfen, wegen des Repetierens des Sesquialteras. (Nicht alle repetieren.)
Ich mag es, wenn es etwas schwebt, wenn man mehrere Flöten zusammen nimmt.
Und all das, um diesen neuen, eigenständigen Kompositionsstil zu finden, der in mir schlummert.
Es kostet Kraft, ein Gesamtkunstwerk zu sein. Schreibe ich an meinem Roman, so verändere ich mich; so wie ich mich verändere, so verändert sich meine Kunst.“ (AHS, 22. Januar 2010)
So ist es heute immer noch. Ich liebe es, eigenschöpferisch zu sein.
Es war heute recht windig-sonnig-kalt in Hamburg. Ich übte heute sieben Stunden in St. Katharinen (ich nenne es immer Katharine) ab acht Uhr, Menschen hörten unten zu, freuten sich und klatschen. Ich hatte Unterricht, habe diesen vor- und nachbereitet, mich eingespielt, schrieb alles auf, nahm auf. Sonne kam heraus. Auf dem Weg zurück habe ich mich verfahren. Später holte ich mir bei einem Italiener Spaghetti Bolognese, und es war fast wie eine Art Zurückholen von Normalität (Spielen und Spaghetti essen hinterher), obwohl ich es auf einer sonnigen Brücke im Stehen aß (und die Leute mich freundlich anlächelten).
Später habe ich mit Katelyn Emerson aus den USA gesprochen, eine phantastische Organistin. Es war ein sehr ermutigendes, fröhliches Gespräch. Wir sprachen u.a. über Frauen an der Orgel und unser gegenseitiges Erleben in der Orgelwelt.
Wir überlegten, dass die Orgelwelt eine andere Kultur sei als die Welt der Pianisten oder anderer Instrumente. Meine extrovertierte Art voller Ziele wäre zudem noch mal eine ganz eigene Kultur. Jeder Mensch ist eine eigene extra Kultur. Das ist gut, darüber nachzudenken.
In der Pianistenwelt denkt jeder von sich: I am the best. Und das ist ok. Muss so sein. Um sehr gut zu werden. Doch wehe, man überträgt dieses Mindset in die Orgelwelt. Dann ist man arrogant. Kulturschock.
Hater sollte man generell ignorieren, meinte sie.
Ausländer haben es oft leichter, da sie als faszinierend gelten für Deutsche. (Die Deutschen mögen Deutsche oft nicht. Egal, wo.) Umgekehrt auch, als ich in den USA war, war ich die faszinierende Europäerin. Außerdem gehen Ausländer oft wieder zurück. Warum sie also als Konkurrenz wahrnehmen?
Und überhaupt, wie geht man mit weiblicher Konkurrenz um? Viele Männer können ohnehin schon mit Frauen nicht normal umgehen, geschweige denn, wenn sie Konkurrenz sind oder sein könnten. Das ist noch eine Stufe schwieriger / höher.
Der Punkt, dass, sobald man über Frauenfeindlichkeit spricht, viele Männer panisch dicht machen und nicht mehr zuhören, fand ich einen wichtigen Punkt. Man muss diplomatisch um die Sache herum reden. Denn wenn sich Männer unwohl fühlen, ist es schwer, sie für Verständnis zu gewinnen.
Ich spazierte dabei durch die Innenstadt. Katelyn ist mit einem australischen Orgelbauer verheiratet. Sie meinte, ich solle unbedingt ein Buch über meine Erlebnisse in der Kirchenmusik schreiben. Sie findet das spannend. Ich nenne das Buch Kulturschock Kirchenmusik.
Spannend war in Katharine (St. Katharinen Hamburg) den extra stehenden Cornet-Baß 2 im Pedal zusätzlich im Scheidemann-Choral zu ziehen. Wow! Das ist etwas Besonderes. Es wird dadurch ein vierstimmiges Werk, als käme zum Bass noch ein imitierender und vorimitierender Sopran in Otavparallelen hinzu. Man muss jedoch zweimal oktavieren und den Cornet-Baß 2 am Ende herausnehmen. Ich liebe die melodiösen Durchgangsviertel, das Dichte. Die Zinke war kältemäßig verstimmt, eine Coronazinke. Ich finde Registrierung so interessant. Ich könnte da stundenlang tüfteln. Ganz am Anfang hatte ich Angst vor Registrierung. So vor drei Jahren. Am schönsten ist, wenn man dann wirklich eine hat, die dann final ist und die man durchgehend und immer gut findet.
Wenn man koppelt, muss man das jeweilige Keyboard nach hinten ziehen.
Wichtig ist im Pedal, dass es trotz Artikulation dicht und flächig und singend bleibt. Da ich meine Orgelschuhe vergaß, habe ich mit Socken gespielt.
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Das Wesen der Dinge hat die Angewohnheit, sich zu verbergen. (Heraklit)
Ich wohne in einer der schönsten Gegenden Hamburgs, im Stadtteil Rotherbaum, in der Rothenbaumchaussee. Es ist eine richtige Chaussee, voller Villen und weißen Herrenhäusern. Parks. Und Hotels. Und Museen. Und Stiftungen. Und Restaurants. Alles ist zu und friedlich. Es wirkt wie ein jüdisches Viertel, früher mal. Ich kann das spüren. Edel. Vornehm. Reich. Gebildet. Mein Zimmer ist schön, mit geschwungener Decke, Kronleuchtern, wie alle Wohnungen hier. Die Hochschule, Harvestehude Kirche und Dammtor ICE, alles nah. Beste Wohngegend. Und die Hamburger laufen gern mit ihren vornehmen Hunden.
Heute habe ich an der Klaus Becker-Orgel geübt. Und an der kleinen Jann. Ich gehe jetzt schlafen, mit dem Katharineschlüssel mit mir. Es ist, als würde man eine der schönsten Orgeln der Welt unter das Kopfkissen mitnehmen oder in der Jackentasche haben.
Wundervoll! What a city. What an organ!
AMANDA GORMAN!
Ps: Ich habe übrigens einen sehr netten Steuerberater. Wenn jemand einen braucht, meinen kann ich nur empfehlen.
Morgen fahre ich über/mit Zwischenstopp in Hannover.
Für Übernachtungen in Hotels braucht man nun Bescheinigungen.
Alle Leute reden vom Lockdown. Ich aber komme zeitlich mal nicht dazu, darüber zu reden. Ich atme dran vorbei, gehe sehr spät ins Bett und schaffe dennoch bei weitem nicht alles. Ich würde alles nicht mal dann schaffen, wenn ich nicht schlafen müsste.
Manchmal dauern die Dinge einfach, es kann nicht alles schnell geschehen, schnell und perfekt.
Dazu kommen ja noch die ganz normalen Alltagsdinge, die selbst Künstlerinnen erledigen müssen. Aber selbst wenn ich die nicht hätte, würde ich nicht alles so schaffen, wie ich es gerne möchte. Die normalen Alltagsdinge grounden einen aber auch irgendwie.
Mendelssohn IV 4 in Katharine würde ich mit 32-Fuß im Pedal, dazu auch mit Schallmey 4 spielen, nicht zu vergessen Trompete, Mixtur, Scharff in den Händen, während 1 mit Sesqui und Rauschpfeife.
Gut Tast!
Es hat ein wenig geschneit, das ist schön. Auch die Losungen heute: schön.
Heute fand ich die Tasse namens: I hate being sexy but I’m an organist so I can’t help it.
Leider sagte man mir, dies sei eine Männertasse. Seltsam. Verstehe ich nicht.
Ich nahm lieber die andere Tasse: Wo ein Kaffee ist, ist auch ein Weg.
Genau!
Die Masken I’m the psycHOTic organist everyone warned you about und Do not disturb the organist. He is disturbed enough alreadyseien angeblich ebenfalls nur für Männer. Es gäbe noch keine Tassen und Masken für Organistinnen.