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Reisen

2. August 2021

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Ich habe beschlossen, dass es in meinem Leben nur eine große Liebe geben soll: die Kunst! (Victoria Ocampo)

So denke ich nicht, obwohl der Gedanke verlockend ist. Für mich ist es aber sehr wichtig, auch Gott und Menschen zu lieben.

Heute habe ich endlich wieder gemalt. Das hat gut getan. Ich liebe es, Farbe an mich heranzulassen, zu mischen, zu sehen, wie sie sich verwandelt, wie sie trocknet, wie sie reagiert. Sich entschlossen und respektvoll durchsetzen:

Das ist ohnehin etwas, das ich möchte: Auch wenn dann um mich alles voller Farbe ist. Eine „Friedenszelle“ sein in einer Weise, die vor allem Frauen nach mir helfen soll. Vollständig sein als Frau. (Viele Frauen beschränken sich freiwillig noch immer auf die ihnen von Männern zugewiesene alte Rolle und tragen damit zur Unfreiheit von Frauen bei. Haben Frauen diese Rolle denn nicht langsam satt?) Es gibt (zwar aus meiner Sicht heuchlerische) Stimmen, denen die Männerdominanz auffällt, zB Karl-Bernhardin Kropf, die jedoch im gleichen Atemzug Frauen wie mich nicht nur nicht unterstützen, sondern kritisieren und attackieren, wie ich es erlebte.

Heute erinnere ich an Hertha Ayrton und Kristina Hänel, Gege Burkuru, Mary Barra, Camilla von Cornwall, Virginia Raggi.

Im April fliege ich für Konzerte in die USA. Ich freue mich so auf Amerika, ich war schon immer Fan. Und Reisen – ja, mein Ding. Grand Canyon … ich erinnere mich an unsere Wanderung nach unten – ein Traum!

Neues Video aus der Traukirche ❤️

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1. Februar 2021

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Das Ohr der Eifersucht hört alle Dinge.

Das Ohr der Neides auch. Die Frage ist, wie.

Ich bin in Schongau bei München an der wunderschönen Sandtner-Orgel angekommen. Schongau ist eine hübsche, wohlhabende Stadt von ca. 15.000 Einwohnern. Sie hat mindestens fünf schöne Orgeln zu bieten. Die dreimanualige „Sandy“ in Maria Himmelfahrt, früher Steinmeyer / Kamp, ist die größte mit einer langen Geschichte. Ein Kraftpaket! Sie hat eine mechanische Spieltraktur und eine digitale (elektronische) Registriertraktur. Schleiflade. Die Wege sind kurz und direkt: ein angenehmes, transparentes Spielgefühl. Direkter Kontakt zum Tonventil. Ihre Zungen sind bombastisch, der akustische 32-Fuß, Fagott (früher Pedal), das man runterkoppeln kann aus dem 3. Manual, ein voluminöses Schwellwerk. Ein Larigot (Zimbel). Ein hübsches Steinmeyer-Rankett, ein Cucculus. Wundervolles Säuseln.

Schöne Schwebeteppiche und Solostimmen, dazu eine tolle Akustik in einem barocken, weiß-goldenen Umfeld voller Deckengemälde und Schnörkel, goldener Zunftstangen, Adler, Engel. Feuer frei!
Für Brahms, Mendelssohn, Messiaen, Chopin! Bald kommen die neuen, schönen Videos! Die digitale Registertraktur ist spannend zu sehen, bunt, flackernd, eine IT-World hinter einem Schrank.

Dann besuchten und spielten wir noch eine weitere wunderbare Orgel, die kleine historische, süddeutsche Ferdinand Stückl -Orgel von 1725 in der hübschen zweiten Barockkirche St. Anna Spitalkirche, Werckmeister. Der geniale Orgelbauer Ferdinand Stückl stammt aus Schongau. Die kunstvolle Orgel ist ähnlich einer italienischen Orgel. Klein, aber oho, Wahnsinns-4-Fuß, scharfe Mixtur, kurze Oktave, kleines Einmanual, richtiges Pedal (kein Stummel-Pedal), repetierend, wunderschöne türkis-dunkellila Farben, passend zur Kirche, gold-weiße Engel. Perfekt für Muffat, Kerll, Pachelbel, Knecht, Rathgeber… Was mir mit am besten gefiel: die Schwerter. Aus hellem Holz. Als Registerknöpfe. Wie breite Malerpinsel. Sinnlich. Künstlerisch.

Ich liebe Messiaens Banquet, der über und unter dem Schweben das Glitzern setzt, die Tropfen, die Flecken. Die Achse zeigt, wie sehr er die Tropfen in steigende Intervalle färbte.
Blutflecken in Quinten.

Man kann Messiaen auch wundervoll ohne Einfuß registrieren.

Sehr mag ich an der Sandtner-Orgel, dass es keine fatalen Setzer-Knöpfe zwischen den Tasten gibt. Und dass alle Tutti nie ein mauerndes Pedal haben.

Wenn man das Cromorne stimmt (halbgeöffnet, „Fischdose“), braucht man ein Stimmeisen („Harpune“) mit einer unteren Einkerbung (Haken). Es gibt unterschiedliche Stimmkrücken. Das Cromorne haben wir abends gestimmt für die Videos.

Spaghetti Larigot!

Auch die schöne Offner-Orgel spielte ich in der wabenförmigen Kirche Verklärung Christi, von 1974, 2014 generalüberholt. Sie passt optisch perfekt zur Kirche und ist völlig anders. Sie hat eine mechanische Spieltraktur und eine pneumatische Registertraktur und sehr starke Zungen. Kippschalter. Mich an Lobback-Orgeln erinnernd. Andreas hat mir stets die Orgeln auch von innen gezeigt. Ein wirklich toller Musiker.
Heute 8 Stunden geübt trotz Kälte, und in die Unterschiedlichkeiten zu Hamburg, St. Wendel und Tholey eingetaucht. In St. Wendel wurden meine Noten abfotografiert. Welche Farben was bedeuten. Ja, jede Farbe hat eine Bedeutung.

In St. Wendel wohnte ich im Posthotel. Aber jetzt wohne ich so richtig wundervoll: Auf einem Hof mit 13 Pferden, preisgekrönte Kaltblüter und anhängliche Schmuse-Fohlen, mit Schafen und Babyschafen, Katzen, Babykatzen, Kühen mit Kälbern. Ich liebe Tiere! Wenn die Musik nicht meine Liebe wäre, dann hätte ich vielleicht etwas mit Tieren gearbeitet.

Warum? Tiere nähern sich schüchtern, neugierig, klug. Erst laufen sie einem vorsichtig hinterher, bis man sich Zeit nimmt. Katzen schnurren und reiben sich an Steinen, bis sie kommen und sich anschmiegen. Pferde haben melancholische Augen und hochsensible Nüstern. Kühe lassen sich ihre Hörner streicheln. Manche sind 18 Jahre alt. Ich empfinde Tiere oft als Wesen mit empfindsameren Seelen als Menschen. Ein neuer Tag im Monat!

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Stade

18. Dezember 2020

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You’ve got the words to change a nation. (Emeli Sandé)

Ich freue mich, dass mein Künstlerprofil meiner neuen Orgel-Debut-CD bei audite Musikproduktion online ist.

Viel Spaß beim Lesen der Infos zu meiner neuen Orgel-CD: audite Künstlerprofil Ann-Helena Schlüter mit Blog, Fotos und Vita. Sehr schöne Webseite. Ich bin stolz darauf, audite-Künstlerin zu sein.

Anbei mein Link zu meinem ersten veröffentlichten Orchesterwerk SEEHÖHLE im Intermezzo-Verlag Berlin: Orchesterwerke Ann-Helena Schlüter

Liebe ist … wenn man Orgel spielt. Ich liebe die Orgel, auch wenn das deutsche Surrounding der Orgel mit einigen stalkenden Männer-Hobbyorganisten nicht immer das Niveauvollste ist. Ich bin dankbar über meinen relaxten, niveauvollen Top-Professor, bei dem ich so viel lerne, nicht nur über Musik. Was kümmert es die Eiche, wenn sich Schweine an ihr reiben? Es geht um die Kunst, da darf man nicht abgelenkt werden.

Was ich an Brahms liebe, ist, dass er eine Top-Fuge mit Augmentation, Diminution, drei Engführungen, Durchführung, Coda geschrieben hat, klassisch-polyphon, ein Werk der Ratio, und dennoch in einem warmen, dunklen Ausdruck, Klang und Stil ein klagendes, zärtliches Liebeslied an Clara.

Eine Liebesliedfuge mit vielen Manualwechseln. Diese besondere Verbindung ist einfach wundervoll. Bach ist dies ja schon lange vor Brahms gelungen. Dennoch ist dieses polyphonste Werk Brahms sehr berührend. Virtuos im Ausdruck. Ein Werk der Spannung und Konzentration.

Generell liebe ich Solostimmen mit Zunge wie Krummhorn oder Trompete, aber auch Sesquialtera als Solostimme. An scharfen Orgeln muss ich mich noch immer an die („schrille“) Lautstärke gewöhnen, besonders an hellen und neobarocken Orgeln.

Spielt man hier organo pleno, dann sind Mixtur, Posaune 16 und Trompete 8 meist wichtig im Pedal, und dementsprechend ist das Manualiter. Dieser kräftig-fröhlich-laute Klang ist manchmal etwas erschreckend für mich, wenn gewisse Wärme im Instrument fehlt.

Was ich an Bach liebe, dass seine Interpretationen eines Chorals so unglaublich unterschiedlich sind, mal lyrisch, mal monumental, in allen Farben und Gemütszuständen. Und dann noch Mendelssohns vierter Satz der vierten Sonate – liebe Zeit, jede Woche zoomt sich wortwörtlich ein neues Werk in mein Bewusstsein. Und ja, es gibt noch so viel, worauf ich scharf bin, vor allem Reger.

Ich habe die Kanzlei Rochus Schmitz aus Münster angezeigt, weil dieser eine private email von mir ohne mein Einverständnis im Jürgen-Strupat-Forum kopierte, zitierte und veröffentliche und an Dritte weiterleitete und zu Spott aufgerufen hat, da ihn Datenschutz und die Vertraulichkeit des Wortes offenbar nicht interessiert, noch dazu in einem Forum, dessen Impressum bewusst eine falsche Adresse angibt (Jürgen Strupat ist nirgends registriert, wie mir die Polizei mitteilte) und deren Mitglieder mich beinahe täglich belästigen. Rochus Schmitz ist seit 2013 aktiv dabei! Dieser Rochus Schmitz belästigt mich auch mit emails und droht, mich im Netz zu kontrollieren. Die Strupat-Community scheint tief beeindruckt von mir. Angezeigt habe ich ebenfalls Benjamin Frensel, Jan Wilke und Christoph Bornheimer. Es ist schon erstaunlich, dass es solch einen Pulk von Männern gibt, die hinter meinem Rücken über mich und meinen Blog herziehen und mich falsch verdächtigen bzw. Unwahrheiten über mich verbreiten.

Was kümmert es die Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt? (nach Franz Josef Strauß) Was kümmert es den Mond, wenn die Hunde ihn ankläffen? Aber das muss ich erst lernen, mich nicht darum zu kümmern.

17. Dezember 2020

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Wo du nicht bist, Frau Organist, da schweigen alle Flöten. (AHS)

Danke für eure Bestellungen im Shop, ihr könnt gern für Weihnachten bei mir shoppen.

Ich freue mich auf meine Konzerte im Mai in München und Berlin und bei Andreas in Schongau und jetzt erst mal auf Bad Wimpfen.

Wegen dem erneuten Lockdown habe ich gestern die Weihnachtsatmosphäre in Frankfurt am Main eilig genossen, auch wenn alles sehr irreal erschien. So also kann man eine Gesellschaft innerhalb kürzester Zeit völlig verändern, fast ganz ohne Gewalt.

Es ist zudem interessant, wie sich Klangfarben im Kopf abspeichern und entwickeln. Besonders eine Plenums-Registrierung verändert sich in der Vorstellung. Es ist wichtig, zu entscheiden, ob man zur Mixtur eine 2 oder eine Quinte zieht oder eben nicht, ob man verdoppelt (Wind) oder nicht. Man muss den eigenen Weg finden; selbstbewusst. Nach dem Wissen der Regeln geht es ganz und gar um das eigene Entscheiden, um den eigenen Geschmack. Der entwickelt sich immer weiter. Entwickelt er sich nicht, ist das Künstlerische verloren. Geht man nie ein Risiko farblich ein oder hört nicht mehr, ist die Kunst vorbei. Hat man eine Orgel, die sehr direkt, vielleicht eher schrill oder scharf ist und wenig Hall im Raum, muss man das Ohr darauf trainiert haben und sofort wichtige Entscheidungen treffen. Momentan ist es bei mir so, dass das Wissen, Lernen und Wollen in einer Vision zusammentreffen, ich lerne wissbegierig. Habe ich eine Frage beantwortet bekommen, tun sich fünf neue Fragen auf. Ich erinnere mich, dass manche deutsche Orgellehrer davon überfordert und verängstigt waren. Vielleicht, weil sie sich selbst solche Fragen nie gestellt haben und sie auch nicht beantwortet konnten. Sie identifizierten sich nicht mit meinen Fragen. Wie kann man sich selbst solch wichtigen Fragen nie gestellt haben? Wie kann man diese nicht sofort beantworten und glücklich sein, dass jemand oder jefraud anderes sie nun ebenfalls stellt?

Ich liebe Registrierung. Es ist für mich Kunst.

Früher habe ich immer geglaubt, es gäbe keine unmusikalische Menschen. Aber das stimmt nicht. Es sind die unmusikalisch, die das Talent eines anderen Menschen nicht respektieren und erkennen, die sogar verhindern wollen. Ihr Neid und ihr schlechter Charakter ist ihnen wichtiger als Musik. Wenn jemand Musik an zweite Stelle setzt und seine Schlechtigkeit an erste, dann ist ein solcher Mensch unmusikalisch. Das sind die einzig unmusikalischen Menschen.

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16. Dezember 2020

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Tu si hic sis, aliter sentias.

Übersetzung: An meiner Stelle würdest du anders denken.

Heute spielte ich an der schönen, dreimanualigen Ahrend-Orgel von Hendrik in Frankfurt, in der Cantate Domino-Kirche am weihnachtlich geschmückten Nordwestzentrum. Die Akustik ist samtentrocken, Konzertsaalakustik vom Feinsten, kräftige Zungen, schöner Prestant 8 im HW, Wände und Decke für die Akustik hergerichtet, Elfenbein, Rückpositiv, kein Abstützen vorn für die Füße. Erstaunlich schön für Mendelssohn. Und für Trio-Sonaten-Aufteilung wie BWV 652.

Sehr empfehlen kann ich Otto Scherzer (1821), dessen süffige Orgelmusik vergleichsweise unbekannt ist.

Ich bin nach wie vor ein Fan von analoger Musik und analogem Wort, Buch und CD, und höre täglich gern CDs und Platten.

Auch wenn es mit Musik nichts zu tun hat: Viele Frauen sind daran gewöhnt, fast alles mitzumachen und sich nicht zu wehren. Ein weiteres Beispiel: Unzählige Frauen nehmen jahrzehntelang die ungesunde, brustkrebsverursachende Pille, um Männern zu gefallen. Dabei sind Männer (die immer gern schwängern können, während die Frau jeweils nur einmal schwanger wird) das Geschlecht, das die Pille nehmen sollte.

Aber wir leben noch immer in einer Männergesellschaft, die Frauen in vieler Hinsicht bis heute ausnutzt und benutzt. Eine Gesellschaft, die viel mehr an Männerhormonen interessiert ist als an weiblichen. Nach dem Motto: „Das ist die beste Frau, von der man am wenigsten spricht.“

15. Dezember 2020

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Les envieux mourront, mais non jamais l’envie.

Übersetzung: Die Neider werden sterben, aber nicht der Neid.

Sehr empfehlen kann ich den Film Loving mit der wundervollen Ruth Negga.

Dirigieren ist einfach wunderschön: Die Choreographie (Fingersatz) und die Kontur der linken Hand zusammen mit der runden Sinuskurve der rechten, aber auch in die Takt(stock)spitze hinein zu dirigieren. Und dazu die vielen verschiedenen Interpretationen anzuhören, z.B. Beethovens Egmont. Was ich wirklich nicht mag, ist, wenn der Anfang Egmonts entsetzlich langsam interpretiert wird, auch der Allegroteil sich dahin schleppt. Meine Lieblingsaufnahme ist die von 1950 Celibidache in Berlin. Das ist einfach feurig. So empfinde ich das auch, genauso. Tolles Tempo. Aber ich mag auch Harnoncourt, obwohl oder besser weil dieser völlig anders ist. Wenn Technik, Wissen, das Kennen der Regeln und dann Gefühl und Spontaneität (und das bewusste Brechen von Regeln um des jeweiligen Ausdrucks willen) zusammenkommen, das ist wundervoll. Ich schließe sehr oft die Augen beim Dirigieren. Blind hat aber nur Karajan dirigiert.

Meine Promotionsstudie geht aufgrund von Corona nun recht gut voran. Meine Studie wird nun in eine Grafik gesetzt und die Daten ausgewertet. Ich sehe Licht am Ende des Tunnels.

Reale Anekdoten mit Orgellehrern, Teil 2 – Mitte meiner Orgelkarriere:

Ich finde eigentlich fast immer alles gut, was ich (künstlerisch) mache.

Ach? Dann musst du ja ein sehr glücklicher Mensch sein.

Wunderschöne holländische Musik: Sweelinck

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14. Dezember 2020

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Förut tvivlade jag på mig själv, nu är jag inte längre så säkert.

(Übersetzung: Zuerst zweifelte ich an mir, nun bin ich mir gar nicht mehr so sicher.)

Hier ist er wieder, dein Mitternachtsblog.

Sehr empfehle ich den Roman Der Geschichtenerzähler von Patricia Highsmith. Wann werde ich einen Krimi schreiben? Das ist eine Welt für sich. Heute habe ich jedenfalls sieben Stunden geübt, viel neues Repertoire für die Orgel, und komponiert. Und Gedichte.

Die Türen meiner nicht mehr existierenden (An-einem-Tag-Aufess-) Adventskalender habe ich übrigens nicht chronologisch geöffnet.

Brahms ist trotz seiner Haftung an die Klassik und auch an die Fuge unglaublich modern in seinen Harmonien, oft atonal. Liszt hat sich zwar anderen, neuen Formen zugewandt oder die Formen „aufgeweicht“, die Fuge ist ein Finale geworden mit sehr viel Laufwerk, aber er ist nie atonal. Das bedeutet, dass die Konservativen moderner waren in vielem. Und die Modernen waren konservativer als man es denkt. Und dennoch haben sie sich so beschimpft, anstatt sich zu gegenseitig zu bewundern. 

Gegenwahrnehmung Ann-Helena

Selbst heute, 2021, wird das verlotterte Aussehen von Männern deren Ehefrauen in die Schuhe geschoben. Ich hatte einen Lehrer, von dem man sagte, er hätte lange deswegen wie ein Hobo oder ein Obdachloser ausgesehen, weil „sich die Ehefrau nicht genügend um ihn gekümmert habe“. Daher hätte er sich eine andere gesucht, die ihn adrett anzieht und ihm den Bart schneidet, damit er nicht mehr wie so ein Bum aussieht. Leider ist diese neue Frau nicht zum Rundum-Kümmern anwesend; jedenfalls nicht, wenn er aß oder sprach. Sicher war sie auch schuld, wenn er nach einem Döner aussah wie ein Dreijähriger mit Bart nach dem Mittagessen?

Tipps für Corona, Teil 1: Badewanne, Duftkerze, Tee, Filme und Romane, Musik, Nüsse, Schreiben, Pflanzen.

Bachs wunderschöner Heiliger Geist:

Der Heilige Geist spielt ja auch im Advent und an Weihnachten eine wichtige Rolle.

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13. Dezember 2020

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Viele vornehme Menschen werden sich uns anschließen und es für eine Ehre erachten, Almosen zu erbitten. (Franz von Assisi)

Anbei das neue Gedicht von mir auf der Lyrik-Seite Signaturen unter Zeitzünder:

Signaturen Zeitzünder Lyrik Ann-Helena

Diesen Tag widme ich Kim Wall.

Ich habe einen neuen wundervollen Organisten entdeckt: Thomas Trotter. Künstlerisch und musikalisch an der Orgel.

Was mich wundert, ist, dass manche Frauen noch immer die unglaublichsten Sachen sagen wie: „Ich habe die Hemden meines Mannes trotz eines 12-Stunden-Tages selbst gebügelt.“ Selbst gebügelt ist, wenn der Mann sein dummes Hemd selbst bügelt. Wie oft habe ich schon Lehrer neben mir sitzen gehabt, dessen Hemd und Pausenbrot von der Ehefrau zusammengestellt wurden. Wie soll ich denn solche Lehrer ernst nehmen, egal, was sie mir über Musik erzählen wollen? Ich sehe nur das Hemd.

Anbei die wunderschöne Bach-Aria:

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8. Dezember 2020

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Stellen sich viele Frauen sich nicht selbst ein Bein, weil sie bemüht sind, nicht zu anspruchsvoll zu sein? (Ursula Nuber)

Diesen Tag meines digitalen Tagebuchs widme ich der wundervollen Laura Maaskant aus Amsterdam.

In der Klavier-Künstler-Szene, aus der ich komme, ist es stets willkommen und normal, künstlerisch zu sein, auch etwas verrückt oder sinnlich, kindlich. Es wird geschätzt und geliebt. Aber in der deutschen Kirchenmusikszene ist es oft (noch) unwillkommen, künstlerisch, individuell, verrückt oder anders zu sein. Es ist leider oft eine recht biedere Szene. Die Norm oft: Mann, mit langen, spitzen (Lack)schuhen und Beinen, distanziert und kühl an der Orgel. Orgel-CDs in Deutschland: Meist alles Männer.

Was mir zufällig beim Üben aufgefallen ist: Erschreckend ist, dass 99 Prozent aller weltweiten Mordfälle auf YouTube, aufgeklärt oder ungeklärt, von Männer verübt wurden. Und mehr noch, von Männer, die Frauen ermorden. Männer morden keine/kaum Männer, sondern Mädchen, Kinder und Frauen. Auf YouTube gibt es Hymnen, wiederum von Männern, über Mörder. Die weiblichen Opfer stehen im Gegensatz zu den Mördern nicht im Mittelpunkt. YouTube dokumentiert eine Männerwelt und deren Anbetung und Bekennen zu und von sexueller Gewalt, Bosheit, Aggression, Feigheit und Testosteron. In was für einer Welt lebe ich?

Falls ich es vergesse: Morgen widme ich den Tag Florence Foster Jenkins.

Und: Mein Liszt-Video Schwerin geht diese Woche online.

5. Dezember 2020

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Mein Leben ist fortgesetztes Ermüden. (Liszt)

Gut, dass ich so viel Energie habe.

Cyber-Kriminalität. Seitdem meine Bekanntheit wächst, erlebe ich auch Stalking, Attacken und Neid im Netz. In meinem Blog reagiere ich nur darauf.

Heute habe ich von Maximilian Rothe erfahren, dass Lucas Kluck und sein Kumpel Schmitz aus Trier meine Gesamt-Note 1,0 (Master Würzburg, Christoph Bossert) anderen gegenüber erneut als „erfunden und erpresst“ bezeichnen, auch mir gegenüber. Seitdem sie wissen, dass ich es weiß, drohen sie mir, besonders Lucas Kluck, der mir und anderen mit dem Internetforum „5vor12“ Droh-SMS schreibt. Er war ein Lagerarbeiter, der einen Betreuer hat, da er in stationärer psychiatrischer Behandlung war oder ist und von der Justiz als „unzurechnungsfähig“ gilt. Daher kann er unbehelligt weiter belästigen? Ich empfinde ihn als raffiniert, krank und gefährlich. Auch er ist ein Orgel-Laie, kann keine Noten lesen, tituliert sich mir gegenüber als „internationaler Orgel-Star“. Er ist befreundet mit Manuel Kelber-Bender und Schmitz. Lucas Kluck wurde von anderen mehrfach angezeigt, u.a. wegen Belästigung kleiner Mädchen in der Dommusik Würzburg. Wie kann er nicht bestraft worden sein?

Oft können sich Männer, die selbst nie studiert haben, nie in in einem (künstlerischen) Studium eine 1,0 erreicht haben, geschweige denn zweimal hintereinander und mit Hochstufung, kaum vorstellen, dass jemand das erreicht. Dann ist der Neid groß. Weil sie selbst ab und an bei einer Messe spielen und ansonsten Lagerarbeiter und Bankarbeiter oder Anwalt, Helfer oder Verkäufer sind, können sie sich eine solche Leistung nicht vorstellen. Ich werde von Strupat und seinen Anhängern immer noch beinahe täglich belästigt seit dem 26.10.2020. Sie sind unglaublich neugierig, was mein Leben angeht. Mit einer Leidenschaft verfolgen sie meinen Werdegang. Es ist für sie nicht denkbar, wie anders ich bin als die Norm. Ihre Anerkennung für mich drücken sie in Missgunst aus. Täglich lesen sie meinen Blog und rotten sich dann im Strupat-Forum zusammen. Sie haben viel Zeit. Ich nicht. Ich habe andere Ziele.

Es waren doch alle Großen und Revoluzzer außerhalb der Norm. Ich fühle mich in guter Gesellschaft und folge meinem Herzen.

Ich liebe Mendelssohn an Katharinen Hamburg (ich nenne sie „Katharine“). Im delikaten zweiten Satz kann man einen zarten 4-Fuß zur RH nehmen, die Solostimme eventuell mit Prinzipal 8 in der LH, evtl. Rückpositiv; das Pedal ist legato, die Hände frisch und weich artikuliert. Im dritten kann man eine Gambe für die LH wählen, oder Gambe mit Flöte mischen, die man auf der letzte  Seite abziehen kann, besonders, wenn man keinen Schweller hat. Eventuell kann man aber auch die Hauptstimme mit Gambe spielen und die linke Hand mit flötigen Vierfüßen oktavieren. (Leider will mein Computer statt oktavieren hier Viren schreiben. Ich wundere mich, wieso. Okta-Viren.)

Das Fortissimo im vierten Satz: Das Plenum Sechzehnfuß-Basis. Es gibt viele Organisten, die immer Achtfuß-Basis spielen. Aber an einer Orgel wie dieser, in deren schönem Gesicht der Prinzipal 16 steht, der Prinzipal 32 im Pedal, deren Oberwerk sogar einen Sechzehnfuß hat – ist ein Plenum ohne Sechzehnfuß nicht möglich. Der Prospekt zeigt keinerlei Vierfüße. Auch das große, hohe Rückpositiv ist voller Achtfüße, das HW hat vier Sechzehnfüße, dazu eine Zunge! Man kann sich also vorstellen, wie ein Fortissmo-Satz von Mendelssohn hier gespielt werden muss. Zwei Zungen im Pedal, Posaune und Trompete, Trompete im HW, 32-Füße, Mixtur… mit lebendigen 16teln, einer Artikulation, die durch die Ohren geht, nicht durch die Finger, strömend und streichend.

Interview bei 8-fuss Orgelpodcast:

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