Behände
Zum ersten Mal auf dem sonnigen Platz draußen kleinen Parcours gesprungen in der Reitschule. Ich erinnere mich noch an meine Kutschfahrt in Margetshöchheim in den Weinbergen und die Ausritte hoch oben – wo man auch sehr gut laufen kann.

Zum ersten Mal auf dem sonnigen Platz draußen kleinen Parcours gesprungen in der Reitschule. Ich erinnere mich noch an meine Kutschfahrt in Margetshöchheim in den Weinbergen und die Ausritte hoch oben – wo man auch sehr gut laufen kann.

Musik kann nicht erzwungen oder bezwungen werden, sie liegt wie das Meer oder ein großer weiter Strand vor mir. Musik kann ich trinken. Der Strand ist wie ein mittelblonder geflochtener Zopf in all den Lichtern.
Mein Klang. Meditation.
Art is strength under control. Welt hören.

Die Konzerte waren sehr schön in Bessenbach-Aschaffenburg. Ich habe auch viele andere interessante Orgeln angesehen; besonders die wertvolle Siemann-Orgel, die mich an Silbermann erinnerte, hat mir sehr gefallen, ein Schmuckstück mit schönem, bunten Spieltisch.
“Zeigen Sie mal Ihre Finger. Ach, mehr haben Sie nicht?”
Ach, ich liebe es, Bach-Kantaten zu hören. Kantaten sind mein Radio und geben meiner Seele Kraft, während ich durch den Alltag fliege. Selbst wenn ich es nicht wirklich höre, weil ich schier im ICE wohne, scheint diese Musik in mir zu sein, mein Flügelzimmer stets damit erfüllt.
Wenn ich Vierne übe, gehe ich hell hinein in die Kirche, und wenn ich hinauskomme, ist es dunkel, oder ich wecke die ersten Vögel mit meinem Orgelklang, mit Orgelgesang.
Ich freue mich auch auf Salzburg, dort, wo Gewürzgurken Sauergemüse heißen.

Die dreimanualige Vleugels-Orgel in der Peterskirche in Würzburg ist eine Wucht. Ich liebe jede Orgel, denn jede hat etwas, das mich begeistert. Diese schöne moderne Vleugels-Orgel ist sehr leicht zu spielen (etwas zu leicht vielleicht in der enormen Akustik), besitzt einen Handschweller, frei wählbare Manuale und ein Setzer-System, das unendliche Programmierung ermöglicht, sogar die Walze auf einen der Schweller oder eben auf den Handschweller zu legen und auf 60 Abstufungen zu programmieren, Register- und Tastenfessel, Soloregister, fettes Pedal, viele Superkoppeln, blau leuchtende Kippschalter, Dynamikschalter, Setzermöglichkeiten überall… und nur 500.000 Euro! Für mich ist an einer Orgel mit das Wichtigste, dass ich dort (als kleine Frau) gut sitzen kann. Der Sitz ist mit das Wichtigste! Ich habe dort drei Stunden geübt. Für Liszt und Vierne perfekt geeignet, sogar für Muffat und Bach. Nun ist es eine elektrische Traktur…
Auch in St. Johannes Kitzingen und in Aschaffenburg haben mir die Vleugels-Orgeln sehr gefallen.
Ich freue mich auf mein Orgelkonzert morgen bei Aschaffenburg, auch mit meinen eigenen Werken!

Der Israel-Roman Kalila ist nun bei der SCM-Lektorin C. Kathmann aus Karlsruhe. Mein erster ‘freier’ Roman.
Mitte Juni kommt die erste Durchsicht meiner Lektorin. Freue mich über die Hilfe meiner ‘Vor-Lektoren’ – es gibt doch Dinge, die man in einem Fluss von von über 300 Seiten übersieht.
Neue Frisuren. Schade, dass ich nicht mehr Fahrrad fahren soll. Aber es stimmst, ich spüre es: Das Radeln über Pflastersteine etc. ist wirklich schlecht für die Handgelenke. Da laufe ich lieber. Sind doch Handgelenke für das Spielen so wichtig. Nun, meine Händeversicherung ist sicher nicht so zufrieden, dass ich reite?
Ich erinnere mich gern an meine Zeit auf der Wartburg.
Meine Gedichtband ist nun auch lektoriert. Meine Lyrik war früher oft im Der Literat veröffentlicht, die allerersten im Verlagshaus Gerabronn, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und im Gauke-Verlag.
Von Heidelberg nach Bamberg: Es war sehr schön gestern, wieder an der Rieger-Goll-Orgel im Bamberger Dom zu spielen, eine Schwalbennest-Orgel an der Nordwand, mit spanischen Trompeten, die Chamade mag ich sehr, mein zweites Mal. Vierne-Ohrwurm. Danach spanische Tappas im Bolero Bamberg gegessen.
Von Philipp Klais bekam ich heute die erste Elphi-CD geschenkt, ich bin begeistert von Kalejs, Garuta und dem wundervollen Klang dieser Klais-Orgel. Die lettische Musik ist sehr interessant. Ich erinnere mich gern an meine Zeit in Riga. Ich liebe neue Musik an der Orgel. Wind, Haut, Klang, Strömen, Fließen, Reflektieren, Tafeln, Nusskern, Kissen, Federn – das alles ist die Elbphilharmonie, in der ich nun schon dreimal war. Ein Traum.

Wetzlar war sehr schön, die große schöne Dom-Orgel mit ihren 3500 Pfeifen. Schöne Presse.
Ich freue mich, nun die neue Vleugels-Orgel in St. Peter Würzburg kennenzulernen. Wenn ich bald wieder in Köln bin, besuche ich gern mal wieder meine Baptistengemeinde dort, in die ich ging, als ich in Köln Klavier studiert habe.

Die Beckerath-Orgel mit ihrer Barker-Maschine hat mir sehr gefallen, das Konzert war sehr gut besucht, besonders die Zugabe am Steinway liebte das Publikum; es ist schön, wenn eine große Kirche wie der Dom zu Wetzlar mit guter Akustik zwei schöne Instrumente hat. Ob man Liszt B-A-C-H auf einer Beckerath spielen kann? Warum nicht? Vielleicht sehe ich das eines Tages anders. Aber noch finde ich nicht, dass man sich da zu sehr einengen lassen sollte von festgefahrenen Meinungen von Leuten, die niemals B-A-C-H spielen. Unter meinem Plakat hing zufällig ein Hinweis zu Maria 2.0. Ich mag auch die Beckerath in Würzburg (meine Übe-Orgel) und Frankfurt. Wetzlar ist eine friedliche und schöne Stadt mit vielen Cafes und Restaurants. Es gab leckeren Spargel.
Und die Presse hat schön geschrieben.
Die letzten Korrekturen zu meinem Roman Kalila und zum Lyrikband Keine Wolke fällt tiefer als blau sind fertig. Auf dem Rückweg fuhr ich über Frankfurt.
Für mich kaum zu glauben: In meinem Buch Flügel auf Reisen von 2016 habe ich mein Orgelspiel natürlich nicht erwähnt, da ich 2016 Konzert-Pianistin war ganz ohne Orgel… Das ist noch gar nicht lange her und doch wie Welten weit her. Und nun auf nach Heidelberg! Mit Frei wie die Vögel.

Es ist schön, nachts in schummrigen Dömen zu üben, gestern im Dom Wetzlar. Umringt vom ruhigem Marktplatz, Pflastersteinen und grünem Mailaub, vom Mond, regennasser Luft spielte ich Vierne. Heute ist das Konzert. Die Beckerath-Orgel in Wetzlar ist wunderschön, das Programm: Bach, Liszt, Buxtehude, Messiaen, eigene Werke. Bereits heute und gestern in den Gottesdiensten gespielt, auch am wunderschönen Steinway. Die ohnmächtige Vernunft wird von der Musik aufgefangen.

An der Orgel freue ich mich auf meinen ersten Vierne: 3. Sinfonie. Ich spiele zum ersten Mal eine Sinfonie!
Am Flügel habe ich Vierne und Widor natürlich nicht kennengelernt. Außerdem wird dort oft erst mit Bach “das Licht angeknipst”. Aber was ist mit Buxtehude, Bruhns, Muffat, Froberger, Sweelinck, Pachelbel, Frescobaldi, Couperin… ?
Gerne denke ich dabei an meine Konzerte in Korsika und Uganda und Ägypten zurück (Luxor und Petra und Kairo). Besonders Kampala und Matugga in Afrika, dort, wo ich überall Assiimwe genannt wurde.
