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Musik

29. Juni 2021

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Du hast mich berührt. Lass mein Leben ein Dank sein für deine Zartheit, Gott. (Marie-Luise Stangl)

Im Juli kommt mein Artikel in Zeitzeichen. Der Redakteur ist begeistert. Ob er Ärger bekommt?
Wohltemperiertes Klavier auf Orgel fast eingespielt:

Heute Teil 12. Vorweg:

Manuel Kelber-Bender hat wie viele andere monatelang nur zugesehen und nicht geholfen, was ich schlimm und bedenklich finde. Hoffentlich meint er es nun auch ernst und will nicht nur Lucas Kluck eins auswischen. Gut spielen beide nicht. Seltsam erscheint es mir auch bei Johannes Richter, Tim Weigardt, Christoph Brückner und Brigitte Wintzen: Wie diese Orgel spielen, gefällt mir überhaupt nicht, sehr laienhaft. Dennoch plustern sie sich auf, wie ich finde.

Manche Menschen erscheinen mir hinterhältig mit zwei Gesichtern. Sie sind immer da aktiv und informiert, wo gelästert wird. Es ist mir schleierhaft, dass Menschen wie Sebastian Küchler-Blessing und andere zugesehen haben, anstatt zu helfen. Ich finde, das ist Mittäterschaft. Manche Menschen freuen sich, wenn Konkurrenz und Frauen fertig gemacht werden. Die Hater waren sich so sicher, dass niemand etwas gegen sie sagen wird und sie sich selbst decken können. Jeder, der etwas gegen sie sagt, wird attackiert. Rochus Schmitz belästigt mich dauernd und schreibt mich über meine Webseite an (also nicht persönlich, sondern als öffentliche Kommentare). Oft Lügen und Beleidigungen. Damit ich ihm antworte. Früher war es facebook. Da habe ich ihn dann gesperrt. Er verhält sich zudem sehr verlogen und feige. Ein Anwalt wie Wolfgang Gourgé. Diese gehören schon lange zum Pfeifenorgelforum seit Ewigkeiten, kennen die Pappmeier dort und verteidigen sie. Wie können „Anwälte“ so ein unseriöses Forum verteidigen? Das können keine seriösen Anwälte aus meiner Sicht sein. Es gibt dort eine „Kasse“ gegen Klagen! Das Forum musste daher auch „down under“ gehen. In dieser ganzen Szene tummeln sich musikalische Laien, die weder ein Video noch eine CD veröffentlicht haben, aber andere massiv kritisieren, sogar Konzertkünstlerinnen und Profis. Diese Szene besteht fast nur aus Männern, die nie Musik studiert haben. Dazu „orgelaffine“ Anwälte, damit da niemand sich traut, sich zu wehren. Da ist Frauenhass vorprogrammiert, denn Fehlverhalten von Männern kommt dort kaum zur Sprache. Genau das gleiche in Ansgar Kreutz‘ Kirchenmusikgruppe. Ein Ableger davon mit den gleichen Leuten. Diese tummeln sich auch in anderen Gruppen. Es sind völlig niveaulose Leute in meinen Augen. Viele haben Angst vor denen. Ich auch. Aber wenn ich Angst habe, kämpfe ich. Eine Kumpel-Welt.

Meine Note 1,0 bekam ich im September. Keine 2 Wochen später waren die Neider auf dem Plan. Angeheizt bzw. motiviert waren sie von Rochus Schmitz und Jürgen Strupat. Zeugnis siehe hier unten und auf facebook.

Grund waren meine Videos auf YouTube. Da es kaum solche Orgelvideos von Frauen gibt, wurden einige Neider wahrscheinlich neidisch und skeptisch, weil ich auffiel damit. Mit meinen bunten Partituren. Diese Hater disliken, kaum dass meine Videos eine Sekunde online sind und haben dafür meinen Kanal abonniert. Ambivalent.

Das ist Kirchenmusik 2021? Streit, Neid und Frauenfeindlichkeit meiner Meinung nach. Rochus Schmitz und Karl-Bernhardin Kropf haben hier mitgemacht. Rochus Schmitz hat das Ganze begonnen. Mein Lehrer! Leider hat auch Christoph Bossert diese unterstützt. Vermutlich ist er immer noch sauer, dass ich statt in seinem Klassenabend heimlich einen Soloabend spielte. Ich berichte dies in Teil 12.
Lucas Kluck finde ich gefährlich. Er gilt als psychisch labil, hat einen Betreuer, ist mit Maximilian Rothe befreundet, arbeitet wohl in einer Art Behindertenwerkstatt, wurde von Michael Siewert, mir, dem Bistum Würzburg und Stefan Schmidt 2021 angezeigt und belästigt mich fortwährend. Er soll auch vorher schon andere Frauen belästigt haben.

Wenn man mich fragt: Warum konnte ich mein Zeugnis mit 1,0 nicht direkt posten – : Wegen Hamburg. Damit hätte ich mein Studium in Hamburg irritiert. So musste ich mein Zeugnis Würzburg erst mal für mich behalten, um in Hamburg ungestört zu sein, wo ich zeitgleich noch studierte. Neider stürzten sich auf mein Zeugnis. Kommt jetzt in Teil 12. Weil ich so oft gefragt wurde. Und es ist schon sehr lange her. Ich berichte dies nun mit einiger Distanz.

Mein Weg mit der Orgel (12):

Christoph Bossert ist ein guter Lehrer, ich habe viel gelernt seit Oktober 2018, und auch schon zuvor, jedoch menschlich ist er sehr schwierig meiner Meinung nach. Sehr autoritär. Schwieriger Umgang mit Frauen. Sehr cholerisch. Schreit viel. Verbreitet Angst und Schrecken, wenn er rumbrüllt. Jedenfalls aus meiner Sicht. Wohl jetzt das dritte Mal verheiratet. Sie alle mussten sich um ihn kümmern. Ich finde, es sollte umgekehrt sein. So etwas wie ich ist ihm wohl noch nie untergekommen. Ich mache mein eigenes Ding. Hans-Ola berichtete mir, in Trossingen sei viel Schlimmes vorgefallen, bevor Bossert ging. Sie waren mal gut befreundet. Die aktuelle Klasse in Würzburg war klein und eng und bestand aus Männern, die ihm „in den Hintern kriechen“, wie ich beobachtete, zudem aus ganz ergebenen und leisen Asiatinnen, die kein Deutsch konnten – und mir. Nun ja. Das sagt ja schon alles aus. Ich holte mir bei der Exkursion ein Coffee to Go und entfernte mich ca. 4 Minuten von der Gruppe. Bossert war da schon einem Nervenzusammenbruch nahe und schrie herum, ich solle da bleiben. Ich hasse es, wenn jemand schreit. Ich erstarre, und der andere ist bei mir unten durch. Ab da fühlte ich mich kontrolliert. Ich ertrug es, weil ich sehr viel lernte. Weil ich alles lernen wollte. Zudem gab es immer den Weg hinaus: Hamburg. Ich erinnerte mich an den Duft des Meeres.
Doch die Hinternkriecher in der Klasse Würzburg waren schwer zu ertragen.
Musikalisch waren Bossert und ich auf einer Wellenlänge. Der Unterricht war top! Das entschädigte alles. Aber menschlich? Katastrophe! Choleriker. Jähzornig. Schreiend. Bitter. Jeder Versuch Richtung Freiheit wurde niedergebügelt in meinen Augen. Meine Konzerte waren ihm auch eher ein Dorn im Auge. Aber er ließ mich gewähren, was ich ihm anrechnete. Er sprach ständig von Martin Sturm. Ich konnte es nicht mehr hören. Martin Sturm hatte mir Bossert empfohlen. Ich verstand es nicht mehr. Dennoch war das erste Jahr sehr intensiv. Ich lernte alles. Dann kam Tag X. Klassenabend in Hoffenheim. Gleichzeitig hatte ich Solokonzert in Zülpich bei Köln. Beides 17 Uhr. Wie sollte ich mich aufteilen? Zerreißen? An zwei Orten gleichzeitig sein? Ich war in einer Zwickmühle und hatte nicht das Gefühl, dass mir Christoph Bossert entgegenkommen würde. Ich hoffte, es würde die Woche später werden. Ich deutete Bossert mein Dilemma an. Er verstand nicht. Er sagte, man dürfe (am Tag davor) nur in Hoffenheim die Orgel spielen, wenn man auch dann im Konzert spielt. Damit war mein Schicksal besiegelt. Ich wollte unbedingt an der Orgel spielen. Das wusste er. Ich hätte jeder Bedingung zugestimmt. Ich durfte nur mit Konzert an die Orgel. Also sagte ich zu. Die Walcker ist GENIAL! Es war ein schöner Tag an der Orgel. Mein erstes Mal. Ich verdrängte das Problem mit dem Tag danach. Hoffte auf ein Wunder. Denn das Solokonzert absagen ging natürlich nicht. Es wird doch egal sein, ob ich da bin oder nicht im Klassenabend, dachte ich, die werden froh sein, wenn ich nicht da bin, dachte ich, wenn sie meine Zeit bekommen können: So tröstete ich mich. Das war ein Fehler. Bosserts „Sprecher“, Leonard und Bruno, waren sowieso unfreundlich und wollten ihre Vorrechtsposition nicht verlieren.
Ich meldete mich also ab und fuhr nach Zülpich bei Köln. Das war naiv und ein Fehler von mir. Es dauerte keine 5 Stunden, dass es aufflog. Ich hatte ein schönes Konzert in Zülpich. Danach hatten wir lecker gegessen. Aber kaum wollte ich schläfrig ins Bett steigen, bekam ich von Leonard Nachrichten via WhatsApp, die mir den Schlaf raubten. Dass er wusste, wo ich war. Dass er mich verraten würde. Dass er im Gegensatz zu mir einen doofen Tag hatte. Bossert war wohl wieder am Schreien. Ich bat, zu warten – ich würde es Bossert selbst sagen. (Wie, war mir schleierhaft.) Er wartete nicht. Leonard Klimke verriet mich bewusst sofort, direkt vor meiner Unterrichtsstunde. Ohne es mir zu sagen. Er warnte mich nicht mal. Ich erkannte an Bosserts Gesicht sofort alles. Er besprach mit mir den Text eines Chorals. Es ging um Schuld und Sühne. Ich war einer Ohnmacht nahe. Dann ging das Schreien wieder los. Ich erfror. Ab da waren Bossert und ich keine Freunde mehr. Es ging zwar noch ein paar Wochen gut. Aber das Verhalten von Bruno und Leonard Klimke goss ständig Öl ins Feuer. Zudem hatte Bossert Carsten Wiebusch kontaktiert, wie er mir sagte. Da hatten sich zwei gefunden, dachte ich. So gab ich auf und bat um Vorziehen meiner Prüfung. Innerhalb von wenigen Monaten lernte ich (meist via Zoom wegen Corona) mit Jan Dolezel und auch Günther Kaunzinger und auch Hans-Ola Ericsson ein schweres, neues Prüfungsprogramm: Liszt, Messiaen, Bach Passacaglia, die haben das toll gemacht, ich lernte sehr viel Neues, anderes, besonders Registrierung. Bossert und Kaunzinger sind sich schon seit Jahrzehnten nicht grün, und auch Hans-Ola und Bossert sind sich nicht mehr grün. Da ich in Schweden konzertiert hatte, verhinderte Bossert die Prüfungen an der Saal-Orgel. Ich hatte mich dort schon etwas eingerichtet. Hätte aber plötzlich sowieso nur 8 Stunden dort haben dürfen, weil Bossert bewusst plötzlich neue Regeln aufstellte. In 8 Stunden hätte ich es schwer geschafft, mein ganzes Programm einzuregistrieren. Klimke und Co waren da schon Jahr und Tag an dieser Orgel. Unfair! Wegen Schweden durfte ich ja eh nicht mehr hinein (Corona).
So spielte ich meine Prüfungen in Kirchen und bekam zweimal eine 1,0. ❤️ So, das war die Kurzfassung. Da mir tolle Organisten bei dieser Prüfung geholfen haben, u.a. auch aus Merseburg, Ilmenau, Helmstadt und Kanada, war ich sehr gut vorbereitet gewesen. Dass ich auch bei Organisten war, die Bossert ein Dorn im Auge waren, gefiel diesem natürlich nicht. Unterricht aber hatte ich bei Bossert bereits seit Oktober 2018 bis Dezember 2019, ingesamt mind. doppelt so viel Stunden, wie manche Hater behaupten, ganz zu schweigen von dem vielen Gruppenunterricht, den Improvisations-Unterrichtszeiten und den Seminaren bei ihm.

Ich spielte auch meine eigenen Werke. ob sie in großen Verlagen verlegt werden?
Offenbar traut man Orgelwerke Frauen nicht so zu. Oder die Werke müssen zumindest ähnlich klingen, wie es bereits schon käuflich ist, wie man es kennt. In beiden Kirchenmusikzeitungen ist seit Jahrzehnten fast nur von Männern die Rede.

Die Orgel ist auch feminin. Und neu. Komponistinnen und Organistinnen sollten gefördert werden und zu Gehör kommen. Frauen auszuschließen, die etwas zu sagen haben, ist auch 2021 oft passiert. Eine (Semi)-Kirchenmusik, die in Männerforen und Gruppen lästert, zeigt den weiteren Verfall der Kirche. Und da sind viele, die bewusst wegschauen beim Hinschauen.

Wie muss es anderen Komponisten ergangen sein, die Neues erschaffen wollten? Der Laurentius Verlag Frankfurt am Main, Heinrichshofen, Stringendo, Intermezzo und Furore haben nun bisher meine Werke veröffentlicht, was mich sehr freut. ❤️

J.S. Bach – Präludium Es-Dur BWV 852 WTK I Nr 7 Lobback Kreienbrink Orgel Weikersheim, AHS

Zeugnis Note 1,0 mit Anstecknadel.

29. Mai 2021

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Mann und Frau sind anders gleich. Anders und gleich. Nicht “gleich”. Frau in ihrem Anderssein zum Mann ist alles genauso “erlaubt”. Sie ist anders (und nicht allein anders, denn warum sollte Mann Vergleichsmaßstab sein?) und darf und kann besser oder anders können, was auch immer es ist. Nicht gleich, sondern anders, besser oder genauso. Nicht gleich, sondern anders; genauso; oder besser. Denn Anderssein bedeutet nicht, dass Mann Frau hindern, ausschließen oder aufhalten darf. Auch nicht und schon gar nicht in der Kirche. Frau braucht nie eine Erlaubnis. (AHS)

Morgen fahre ich zum Konzert nach Wohltorf bei Hamburg zur Beckerath Orgel. Ich habe mein Wort gegeben, auch wenn es recht weit weg ist. Ich habe einen Chefregistranten dabei, der gleichzeitig Chauffeur ist. Eigentlich gehöre ich eindeutig in die Zeit, in der man mit sämtlichen Hilfen und Freunden in einem Haus wohnte. Das war früher ganz normal. Schubert hatte seine Schubertianer. Ich habe meine Annhelenianer. Danke, ihr lieben Annhelenianer! Ihr seid meine „Indianer“ (Reimspiel). Oder Schlüterianer. Was wäre ich ohne euch! Manche von euch wissen besser als ich, wo ich wann sein soll. 🙂 (Übrigens, ich bin nicht indianerophob, falls das jetzt manche hineindeuten wollen.)

Wohltorf Hamburg

Wehmut und Zimbelstern sind fertig für Orchester. Harfe, Perkussion, Streicher, Bläser … Nun kommt das große Ding, Kristalle.

Wenn sich manche vielleicht wundern: Ich bin oft sehr verspielt und brauche es, viel zu lachen. Wenn es nichts zu lachen gibt, finde ich was. Dennoch kann ich auch sehr, sehr ernst sein.

Ich suche ein Ersatzwort für gleich. Nach einiger Zeit fand ich es. Nicht gleich, sondern anders, genauso oder besser. Das Problem mit dem Wort gleich – “Gleichschaltung”, “Gleichmacherei”, Gleichberechtigung … ist deutlich, denn das Wort „gleich“ ist in der Kirche problematisch, wenn nicht klar gesagt wird, dass und wie anders Mann und Frau sind. Leider nutzt der Mann dieses Anderssein oft für sich zum Vorteil aus. Um Frauen Dinge zu verbieten. Leiden Frauen unter dominanten, unsicheren Männern, sind Frauen oft selbst unfreundlich anderen Frauen gegenüber, vor allem den “wilden, freien” gegenüber. Leider sind auch Pfarrersfrauen davon betroffen, die selbst noch am Muttertag oder Feiertag heimeilen müssen, um “zu kochen”. Dabei sind doch viele Ehefrauen Mütter für ihre Männer. Dann sollten wenigstens am Muttertag Männer für ihre Ehefrauen sorgen, da diese doch meist Mütter für sie sind, ein Mutterersatz, der bügelt und kocht. Und in ihrer Sanftheit glauben Frauen Männern noch, was diese über Frauen im Allgemeinen sagen. Und das ist meist nichts Gutes. Viele Männer sind oft nicht darauf spezialisiert, das Verhalten von Frauen zu deuten und zu interpretieren, vor allem nicht im Berufsleben. Sie sind ungeübt darin, Frauen zu verstehen. Umgekehrt ist das anders. Frauen haben gelernt, Männer zu deuten. Doch Frauen kann man nicht immer wie Männer deuten.

Und manche behaupten, dass Frauen laut der Bibel nicht ordiniert werden dürften, da dies nicht so in der Bibel stehen würde; mit einem Paket von Flyern von “Lutherische Beiträge” von Pro Ecclesia. Im Namen von Luther sollen Frauen ausgebremst werden, wo doch gerade Luther sich für Frauen einsetzte. Wer Bibelstellen aus dem Kontext reißt, ist mir nicht geheuer. Gott hätte nicht explizit betont, dass Frauen auch ordiniert werden dürften… Das Wort Ordination kommt schon nicht in der Bibel vor. Und Jesus hat so einiges nicht explizit geäußert, was heute in der Kirche nun gang und gäbe ist (wovon einiges haarsträubend unbiblisch ist). Dass ausgerechnet Männer auf die Idee kommen, Frauen aufzuhalten und ihnen mit einem Nein zu begegnen, kommt mir absurd vor: Tun nicht gerade Männer täglich, wovon in der Bibel explizit die Rede ist, diese nicht zu tun? Sind nicht Männer die Top-Gewalttäter dieser Erde? Raub, Vergewaltigung, Missbrauch, Verbrechen, Pornos, Sucht, Mord, Aggression, Überheblichkeit, Prostitution, Drogen, Egoismus… Die Gefängnisse sind voll mit … Männern, und diese tun das Gegenteil von dem, was gut ist. Aber dennoch meinen sie, Frauen belehren und ausbremsen zu dürfen.

Die ersten Apostel waren Frauen. Sie haben den auferstandenen Jesus das erste Mal gesehen. Für das Beste suchte sich Jesus Frauen aus.

Glauben Männer, Frauen könnten weniger gut reden, schreiben, predigen oder wären in irgendeiner Weise schlechter als sie, nur weil sie anders sind? Müssen Frauen erst gleich sein wie Männer, um genauso alles tun zu dürfen? Müssen sie erst Männer sein? Halten sich Männer für die besseren Wesen? Dieses gleich ist von Männern überheblich, weil sie damit sich selbst als Vergleichsmaßstab setzen, zudem sich Frauen absetzen sollen. Dabei sind Frauen individuelle, eigenständige Wesen ganz unabhängig von Männern und nicht in deren Vergleich zu setzen, wo und wie und ob sie anders sind und was sie deswegen wann wie dürfen. Viele Frauen geben ihr Leben für ihre Männer und arbeiten und dienen sich an diesen ab. Dabei steht explizit in der Bibel, dass genau umgekehrt Männer ihr Leben für ihre Frauen geben sollten.

Und was wäre die Erde, die Kirche ohne Frauen, ohne Pfarrerinnen? Einpacken könnte sie ganz und gar. Denn es sind die Mütter der Kirche, die diese am Laufen halten. Wie in jeder Familie.

Neu: Meiningen: Bless the Lord, my soul – Taize Song, Organ Improvisation, Marienkirche Meiningen Orgel, Ann-Helena

21. Mai 2021

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Bei mir sitzt die Orgel oft Gewehr bei Fuß. (AHS)

Es war ein sehr schöner Tag in München. Das Konzert um 20 Uhr an der dreimanualigen, schönen Peter van den Heuvel Orgel hat Spaß gemacht. Eine Orgel mit warmem Klang. Ohne scharfe Spitzen. Eine farblich orange-gelbe, wenn ich den Klang in Farbe wiedergeben müsste. Ich habe Mendelssohn, Brahms, Chopin und Schlüter gespielt. Als Zugabe Bach. Die katholische Kirche St. Franziskus ist groß und außen weiss, ein Hauch von Überakustik, aber nicht störend. Die rot geschmückte Orgel mit Walze liegt warm und weich in der Akustik. Jedes Werk mit anderem Winddruck. Tasten wie am Klavier. Der Schweller anders herum. Ich habe wie gewünscht meine beiden Pandemic Dance‘ gespielt. Am Schluss. Danach war minutenlang Schweigen. Das habe ich auch noch nie erlebt. Keiner bewegte sich. Alle saßen da, tief versunken. Auch der Pfarrer. Dann habe ich einfach noch Bach gespielt. In das Schweigen hinein. Ohne dass es auf dem Programm stand. Das war gut. Passte. Ich habe gespürt: Die Leute wollen noch mehr. Alle sind ausgehungert nach Musik. 45 Minuten ist zu wenig. Mehr!
Es waren auch einige Facebook-Fans da.

Der Priester oder Pfarrer war sehr sensibel in seiner Art gewesen. Elisabeth und ihr Mann Toni sind spitze, das Kirchenmusikerehepaar hier. Hinterher aßen wir alle leckere Pizza im Besprechungszimmer des Pfarrers, Johannes Hagl war auch dabei. Zum Ausgehen war es zu kalt.

Pandemic Dance I hat den meisten am besten gefallen. „Sehr farbig.“ Meine eigenen Stücke relaxen mich. Ich suche die Farben der Orgel.

Heute Vormittag zeigte mir Johannes Hagl die moderne Kirche St. Nikolaus in Neuried München. Ein hochmoderner Meditationsraum ist die Kirche. Fliehende Wände, entleert, nackt, zwei Lichtschachte, ein Tabernakel aus einer riesigen silbernen Traube, ein edler, beinahe kahler Altar, ein besonders gestaltetes schlichtes Kreuz an der Seite. Überakustik. Transzendenz. Und hinten, an der einzig geraden Wand die silberne Woehl-Orgel, zwei Manuale, offen gelegte Pfeifen, ebenfalls nackt. Sie passt vom Konzept her absolut in diesen Raum. Von Andreas Meck gestaltet. Sie ist der Tonschacht. Wenn ich ihren Klang in Farbe wiedergeben müsste: Bläulich. Ich fand sie WUNDERVOLL. Eine Orgel zum Experimentieren. Ganz intensive Farben. Walze. Völlig anderes Spielgefühl, keine Ähnlichkeit mit Klavier. Sie kommuniziert hervorragend mit der Überakustik. Ich habe mich gleich verliebt.
Unten rechts befindet sich das einzige Bild: Maria mit Jesus. Von einer Frau gemalt.

Nun bin ich im Gästehaus der Pfarrei Mariahilf gegenüber der großen roten Kirche Mariahilf. Der Dom auf der anderen Seite der Isar. Morgen lerne ich diese Orgel hier kennen, eine viermanualige Orgel aus Kaufbeuren.
Auf der gleichen Etage schlafen Pfarrer und Kirchenmusiker. Hoffentlich kommt nicht wieder ein Securitymann, der nachts in mein Zimmer möchte.

Und eine dritte Orgel lernte ich heute kennen: Die entzückende kleine Jann-Orgel in der Kapelle im Schloß Fürstenried. Ein Manual, mit Regal. Schwarze Tasten. 

7. April 2021

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Ich würde im Zweifel lieber etwas anderes machen, als meine künstlerische Integrität zu verraten. (Fries)

Mimin. Ich freue mich, Orgeln um Osnabrück herum kennenzulernen, Erich Stoffers wird sie mir zeigen. Ich freue mich.

Ich übe gern an meiner Hauptwerkorgel. Tägliches Training ist wichtig. Ein Tag ohne Üben macht mich unzufrieden.

Anbei der Link zum Finale des Literaturwettbewerbs am Freitag in Österreich online:  Zeilenlauf Literaturwettbewerb

Ab 18 Uhr kann man per öffentlichem live-Stream live dabei sein, am 9.4. Ich bin mit meiner Prosa die Nummer 4 zum Vorlesen. Man loggt sich folgendermaßen ein:

www.gassnerfilm.stream und dann das Passwort „zeilen+lauf“ – ich weiß nicht, ob mit oder ohne Anführungsstrichchen – einfach ausprobieren.

Früher im 18. Jahrhundert gab es die “schöne Interpretation”, die frei und je nach Persönlichkeit war, da waren Persönlichkeit und Körper das Interface. Heute gibt es oft nur noch das „korrekte Spiel“. Oft gleichförmig, langweilig. Für alle mit großer Persönlichkeit ist die korrekte Gleichförmigkeit (je nach Mode-Erscheinung) eine Zumutung. Manche kommen über das korrekte Spiel nicht hinaus. Sie bleiben immer Schüler.

21. März 2021

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I konsten kan vi finna oss själva och förlora och själva på samma gång. (Thomas Merton)

Normalerweise Bachfestival Arnstadt Schönes Video dazu mit einem Gruß von mir auf der Page von Bachfestival Arnstadt und facebook.

Der alte Film von vor 10 Jahren, Himmelstöne, über die Firma Klais ist sehr interessant. Es macht viel Spaß, zu sehen, wie Orgeln und Pfeifen hergestellt werden. Ja, die Orgeln geben einem erst Profil und Geschmack, niemand anderes, keine Lehrer. Sehr schön ist der Film Die Spielwütigen. Durch den Film lernt man viel über das Künstlersein und Künstlerwerden. In der Musik wird einem auch oft gesagt, dass man sich hinter die Musik zurücknehmen muss, nicht zu viel von sich selbst geben darf. Und dennoch ist genau das der Schlüssel: Sich selbst finden, sich selbst geben. Warum sollte man in der Musik weniger geben als im Leben? In Hochschulen braucht man viel Demut, gerade wenn man ein Künstler ist. Denn es gibt dort auch Menschen, die einen hindern und brechen wollen.

Der Film Klassik und Kalter Krieg DDR ist sehr interessant.

Der Film Dirigenten ist schön, aber männerlastig, Kerle gleich Kumpel, dieses Kumpelsein ist für Frauen schwierig. Können Königinnen Kumpel? Die alten deutschen Männer in der Jury können irritierend sein. Und die jungen wirken eingebildet. Es geht oft darum, international, jung, männlich zu sein. Geht es wirklich um Musik? So viele äußere Faktoren… Die heute Bekannteste – eine Frau – wurde damals gleich in der ersten Runde rausgeworfen.

Mit Beetle Drop in die Werkstatt reingeruckelt. Zündkerzen. Das Auto bekam keine Luft mehr. Ich bin mit Autos eine Laiin (selbsterfunden). Aber es kommt mir so vor: Unsere Lunge gibt uns Atmung und Zündung. Unsere Lunge ist unsere Zündkerze.

Komm, Heiliger Geist: Hamburg

https://youtu.be/SiOoGOTypnA

11. März 2021

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Frauen müssen sich bemerkbar machen, auch wenn es ihnen albern vorkommt. (Marion Knaths)

Gestern schrieb mir ein finnischer Fan, er habe meine Bachwerke (Klavier) auf dem Handy als Klingelton. Das freut mich.

Die ersten 20 Prozent für das Pedalclavichord ✅: erreichten die Niederlande. Eibe und Eiche, der perfekte Smoothie… heute übrigens Birne-Himbeere-Mandel-Hafermilch. Freue mich, mit Schachtner und anderen tollen Komponisten am 6. Juni eigene Kompositionen aufzuführen.

24. Februar 2021

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Zwischen denen, die fanen und antifanen stehen, dazwischen stehen, arbeiten, mittendrin. (AHS)

Zweites Konzert, morgen (bzw. dann heute) 17 Uhr, Romantik und weiter: Brahms, Mendelssohn, Chopin, Raas, Messiaen und Liszt. Es wird wegen fehlendem WLAN in St Johannis Harvestehude leider nicht live gestreamt werden können, aber es wird dennoch gefilmt und dann auf YouTube gestellt, ich sende euch den Link am Donnerstag.
Freue mich. Gehe heute früh schlafen, um fit zu sein. Gute Nacht!

20. Februar 2020

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Man muss niemand fürchten als sich selbst. (Ludwig Börne)

Und Gott.

Ich freue mich auf mein Orgelkonzert in Heessen, bei Hannover. Am Freitag lerne ich die neue Bach-Orgel in Hannover kennen.

Dort steht auch eine wundervolle spanische Orgel.

Ehrlich-Orgel Dominikaner-Kirche Bad Wimpfen

18. Februar 2020

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Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: alle dummen Männer. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Empfehlen kann ich den Film Florence Foster Jenkins, ein berührender Film über eine wahre Geschichte, eine “verhinderte” Opernsängerin (Meryl Streep) und ihren Manager, der alles für sie tut. Es geht eben nicht immer nur um Leistung.

Der jüdische Schauspieler, der den Pianisten spielt, ist sehr witzig und am besten. Er wird auf dem Cover leider nicht mal namentlich erwähnt. Ich mag ihn am liebsten. Ja, man kann an einem gebrochenen Herzen sterben. Und die Medien halfen hierbei: die arme betrogene Florence lange Zeit zuvor.

Und 2020? Ist Zeit nur Schaum, wie manche behaupten? Ich denke, Zeit ist sehr wichtig.

Typischer Fall von Frauenfeindlichkeit 2020: Caroline Flack: Frauen ab 40, die erstens erfolgreich sind (was Männer ab 40 oft sind), zweitens eine Beziehung zu jüngeren Männern eingehen (Männer haben fast nur jüngere Frauen), werden massivst angefeindet. Was sind das für Medien, die eine Frau in den Selbstmord treiben? Wie oft kommen Männer mit häuslicher Gewalt und Fehlern unbestraft davon. Aber wenn eine Frau häusliche Gewalt wagt oder Fehler macht, wird sie fertig gemacht. Bestimmte Fehler dürfen Frauen nicht machen. Caroline Flack wurde systematisch zerstört, verlor ihre Karriere, ihre Würde, wurde öffentlich erniedrigt. Sie hat es nicht ertragen und sich umgebracht. Sie muss den Mann geliebt haben, der nur mit ihr gespielt hat. Das tut mir sehr leid. Wenn Frauen das gleiche wagen wie Männer, werden sie oft vernichtet. Von Männern. Ich bin so froh, dass es eine Hölle gibt. Dort werden unzählige Männer landen. Auch die von Presse und Medien. Ich hoffe sehr, dass ich dazu beitragen kann. Ich werde Caroline zuliebe eine Geschichte schreiben, auch wenn ich sie nicht kenne. Gleichberechtigung? Nicht mal das Altern wird bei Frauen gleich behandelt.

31. Januar 2020

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Es liegt im Lied ein wenig Klang, ein wenig Wohllaut und Gesang und eine ganze Seele. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Ich freue mich sehr, dass nach langer Abstinenz aufgrund von Tauben die wilden Kohlmeisen zu ihrer Futterstelle auf dem Balkon zurückgekehrt sind. Leider sind die Kohlmeisen bei weitem nicht so schlau wie die Tauben. Ich musste schon tüfteln, um die Tauben fern zu halten. Oder besser: Die Kohlmeisen sind vielleicht nicht dumm, aber schüchtern und zurückhaltend und sehr unschuldig. Sie melden sich immer mit Gesang an, sitzen auf meinem Trampolin und schauen ins Zimmer. Wenn ich eine neue Futterstelle anlege, brauchen sie eine Weile, sie zu finden. Die Tauben aber brauchen nicht mal eine Millisekunde. Sie melden sich nicht mit Gesang an, sondern mit Lärm, weil sie aggressiv irgendwas vom Tisch gefegt haben.

Ich habe festgestellt, dass die Orgel eher ein Alt ist und man mit dem Baßschlüssel sehr befreundet sein muss. Ich würde deswegen nicht sagen, dass die Orgel männlich ist (der Flügel ist für mich sehr feminin, der Fokus liegt hier auf dem brillanten Sopran), aber da Pedal und linke Hand und damit eindeutig Tenorlagen nun mal das Fundament sind, stelle mir vor, dass ich an der Orgel meine tiefen, ruhigen Stimmlagen und die Bruststimme trainiere.

Es kostete natürlich viel mehr Demut, mich zu unterrichten. An der Orgel war ich von Anfang an eine externe Exotin. Ich erinnere mich an den Anfang, an meine C-Prüfung, wieviel Misstrauen mir entgegengebracht wurde: Warum will eine Konzert-Pianistin noch Orgel lernen? Oder besser: “Mal eben” noch Konzert-Organistin werden? Was die langjährigen Kirchenmusiker ja schon oft nicht sind? Es ist klar, dass umgekehrt dieselben Organisten, die mich unterrichteten, nie quereinsteigend Konzert-Pianisten hätte werden können. Ich glaube, die meisten Musiker möchten sehr gern noch ein zweites Instrument professionell erlernen und können. Das liegt so in uns. Die wenigstens schaffen es. Allein zeitlich. Warum sollte man mir dies gönnen? Und dann noch mir als Frau in der konservativen Orgelwelt? Ohne meine mir typische Leidenschaft wäre ich geflüchtet, da ich wirklich nicht willkommen war, sogar beschimpft wurde.  Aber ist die Orgel nicht ein Instrument der Liebe in einer Kirche? Ein Verkündigungsinstrument? Je mehr sie nicht wollten, dass ich es schaffe, desto mehr wußte ich, ich soll und werde es schaffen. Beide Instrumente.

In einem künstlerischen Haus sollte nicht Leistung auf Knopfdruck auf dem Fließband abgeliefert werden, da sonst immer der selbe Stil interpretiert wird (für neue Interpretationen oder Tempi gibt es gar keine Probenzeit mit und für das Orchester), das Standard-Programm der immer gleichen Leute. Sondern Neues. Aber Orchester sind meist schon recht eingefahren.

Es ist seltsam, wenn gewisse Feste veranstaltet werden, Beethoven-Fest, Mozart-Fest, und dabei würden diese Häuser die jeweiligen Komponisten, die sie feiern, würden sie noch leben, also im realen Leben verachten und über sie lästern, da sie mit echten Künstlern nicht umgehen können, bestenfalls mit Handwerkern. Oder mit denen, die auf Knopfdruck abliefern können. Diese Feste werden also oft zum Zweck der Selbsterhaltung durchgeführt. Die Musik wird missbraucht. Sind dies dann noch künstlerische Häuser?

Was mir auffällt:  Menschen tun Böses und sind sich dessen nicht bewusst sind, wie böse sie sind. Für sie ist ihr Verhalten normal. Sie müssten es wissen und wissen es nicht (mehr).

Inwiefern können musikalische Menschen böse sein? Leider, sie können.

Künstlerische auch. Sind künstlerische Menschen eigentlich immer auch musikalisch?