Erster November 2025: Es gibt eine stadtplanmäßige Frauenunterdrückung in deutschen Städten, der sich wie ein roter Faden durch alle Landkreise zieht und weibliche Namenspatrone für Plätze und Straßen unterdrückt. (nach Barbara Feichtinger)
Foto: Sea Cloud Spirit Segelschiff Kreuzfahrtschiff 2025 by AHS
Heute erinnere ich an Ida von Lüttichau, Künstlerin, 1798.
Ich war einige Tage als Pianistin auf dem neuen Segelschiff Sea Cloud Spirit, Baujahr 2021; wir waren in Spanien, es war sehr interessant. Wir besuchten Málaga in Andalusien, die Picasso-Stadt, wo ich die große Palastanlage und Festung Alcazaba und die Burg Castillo de Gibralfaro besuchte, die hoch oben liegt. Das Wetter war sonnig und warm, ca. 24 Grad. Von der Burg aus konnte ich den schönen Hafen mit unserem Segelschiff und das römische Theater sehen.
Spannend war natürlich auch die Kathedrale, die zu den reichsten in Spanien gehört und über zwei Orgeln verfügt, die 1780 von Julián de la Orden erbaut wurden, phantastisch erhaltene, barocke, große, beinahe identische Zwillings-Orgeln, die gegenüber stehen, mit über 10.000 Pfeifen, 2000/2001 restauriert.
Berühmt sind auch die wunderschönen andalusischen Pferde, ganz besondere Tiere.
Zuvor waren wir in Cartagena, eine Hafenstadt, in der es leckere Tapas gab, wo wir das römische Theater besuchten und durch die Altstadt bei mildem Sonnenwetter bummelten und spanischen Wein tranken. Berühmt ist hier der Likör 43.
Leider sind alle diese schönen Orte selbst im Herbst vom Massen-Tourismus heimgesucht. Ich dachte, Corona hätte die Kreuzfahrtindustrie eingedämmt; da habe ich mich getäuscht.
Zuvor besuchten wir Valencia, wo ich schon mal eine Woche war, allerdings hauptsächlich am Strand und zum Aufnehmen meiner ersten Orgel-CD. Diesmal waren wir in der Altstadt, in der neuen Stadt, in den Markthallen mit Fisch, Muscheln, Obst, spanischem Schinken – und im wunderschönen Flussbett-Park, im Jardín del Turia (Turia-Garten), und den durchquerten wir mit den Fahrrädern bei schönstem Wetter. Valencia ist eine große, reiche Stadt, die sich immer mehr mausert.
Der gesamte Park im Flussbett erinnert mich an eine Campus-Anlage der USA, an meine Zeit in Arizona an der ASU, an der ich 2 Jahre Klavier studierte – exotisch, grün, sauber, duftend und von Palmen gekrönt. Lecker ist hier die Paella mit Meeresfrüchten oder Fleisch.
Besonders faszinierend ist El Oceanográfico, das Ozeaneum, Teil der Ciudad de las Artes y de las Ciencias; sie befindet sich ebenfalls im trockengelegten Flussbett des Turia im Osten der Stadt. Das Aquarium wurde vom Architekten Félix Candela (1910–1997) und den Ingenieuren Alberto Domingo und Carlos Lázaro gebaut. Das ganze Areal wirkt neu, futuristisch, funkelnd im Sonnenlicht, und auch das Opernhaus ist eine Augenweide – ein riesiger römischer Helm.
Der Hafen in Valencia liegt übrigens 6 km vom Zentrum entfernt. Wir fuhren mit dem Taxi in die Stadt.
Mir gefiel auch davor Ibiza, Palma, Palamos und Isla del Rey und Mahon in Menorca. Ingesamt sind alle diese Orte zarte, zerbrechliche Küstenorte, teilweise arm, die vom Massentourismus attackiert werden, besonders im Sommer. In Madrid war ich leider bisher noch nie.
Die Sea Cloud Spirit ist ein sehr elegantes Segelschiff mit weißen Segeln, voll Holz und für eine exklusive Gruppe um die 100 Gäste geplant, die für ca. 6000- 8000 Euro pro Person und pro Woche unterwegs sind.
Diese Fotos haben wir von Booten rings um das Schiff in offener See gemacht.

