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Besitzt die Orgel einen unbeugsamen Ton?

16. Oktober 2025: Würde J.S. Bach vor Freude über die Druckknöpfe der modernen Orgeln jauchzen?

Oder würde Johann Sebastian, um Albert Schweitzer zu zitieren, „seine Perücke in die Luft werfen und sich von einem ‚Orgelvirtuosen‘ belehren lassen, was man auf der modernen Orgel alles aus seiner Musik herausholen kann?

Ich verstehe, dass manche denken, der Ton oder gar der Klang der Orgel sei unbeugsam. Ich bin eigentlich froh, dass ich mit dem warmen, dynamischen Klavierklang aufgewachsen bin. Dynamische Instrumente machen sensibel und musikalisch. Die gewisse spezifische Unbeugsamkeit der Orgel hängt vielleicht zusammen mit der Härte gewisser Kirchenmusiker.

Allerdings sehe ich in der Unbeugsamkeit der Orgel etwas Schönes, Heiliges, vor allem dann, wenn die Unbeugsamkeit auf die brennende Leidenschaft in der Brust trifft.

Heute erinnere ich an Ruth Berghaus, 1927, Theaterleiterin.

Eine Antwort auf “Besitzt die Orgel einen unbeugsamen Ton?”

  1. Ein Armutszeugnis für die Kirche ist das Verhalten von Pfarrer Norbert Christoph aus Wittichenau, der erst durch ein Arbeitsgericht bewegt werden konnte, notwendige Unterlagen an den Arbeitnehmer auszuhändigen. Dafür musste er auch blechen und sich eine Standpauke vom Richter anhören, der das Verhalten der Pfarrer in Wittichenau sehr bedauerlich und unverständlich findet. Trotzdem schmettern diese Pfarrer ihre Pferdelieder mit Kreuz an Ostern, während die Tiere unter ihnen tot zusammenbrechen nach stundenlangem Lastenschleppen. Mal sehen, wie Pfarrer Christoph und Pfarrer Nawka beim letzten Gericht wegkommen.

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