Heute erinnere ich an die jüdische Komponistin Fanny Hensel. Ihr Bruder Felix Mendelssohn hatte ihr verboten, ihre Werke drucken zu lassen, und auch ihr Vater zwang ihr eine Isolation auf, dass sie nicht vor Publikum kommen und berühmt werden konnte. Das wirft ein trauriges Licht auf Mendelssohn, denn Fanny litt darunter, dass sie nie eine Chance bekam und kontrolliert wurde, denn sie liebte es, frei zu sein und mit verschiedenen gebildeten, klugen Menschen Kontakt zu haben.
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22. November 2024: Es ist immer Zeit, um ein Wort auf den Weg zu bringen.. (Gracian)
Foto: meine Hand
Heute erinnere ich an die französische Komponistin und Dozentin Louise Farrenc-Dumont, 1804. Sie wuchs in einer Künstlerfamilie auf und wurde auch später von ihrem Mann gefördert. Sie lebte daher ein anderes Leben als Fanny Hensel (1805), die unter der Rollenaufteilung litt. Aber auch Louise wurde unterschätzt und geriet lange in Vergessenheit wie viele Frauen. Es ist schwer, ihre Kompositionen im Handel zu erhalten. Schön ist, dass sich ihr Mann sehr dafür eingesetzt hat, die Werke seiner Frau bekannt zu machen. 🥰
Ich persönlich liebe alle Instrumente in der Kirche, besonders Orgel, aber auch Klavier und Flügel. Eine Kirche mit Klavier und Flügel hebt mein Herz. Vor allem, wenn alle Instrumente gut behandelt werden. Eine Kirche ohne Flügel macht mich ein wenig traurig.
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21. November 2024: Musik ist Gleichgewicht und Baldachin. (AHS)
Ich mag es gern, mit Laien zusammen Musik zu machen. Viele sind sehr dankbar und wissbegierig und lustig. Es ist spannend, Musik aus verschiedenen Blickpunkten zu betrachten: Musik als Hobby, Musik als Berufung, Musik als Kultur und als Unkultur.
Die Substanz der Musik ist Medizin, in ihr sind wir alle eine Familie. Bei gleicher Umgebung lebt jedoch jeder in einer anderen Welt (Schopenhauer), in eigener Kultur – aber Musik eint. Da ich viel Kammermusik gespielt hat, mag ich es, im Team Musik zu machen.
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Manchmal werde ich gefragt, ob es mich stört, wenn Menschen „falsch klatschen“. Eigentlich nicht, außer es ist zwischen Fantasia und Fuga BWV 542 und ich im Flow bin und ungeduldig in den Startlöchern für die Fuge stehe und das dressierte Renn-und Dressurpferd mit den Hufen scharrt.
Was mich manchmal wundert: Warum manche Menschen meinen, das Leben anderer kontrollieren oder beinträchtigen zu können. Ein Mensch ist ein Wesen, dass sich umdrehen muss, um hinten zu sehen, das Hilfestellungen zum Hören am Kopf kleben hat (Ohren) und insgesamt also begrenzt und bewusst geschaffen ist.
Wer jemand anderem schaden will, wird selbst Schaden erleiden. Mit einem Stalker wie Maximilian Nicolaus zu leben, ist nicht leicht. Er belästigt, belügt und bedroht Veranstalter und mich jeden Tag. Sein Lebensinhalt bin ich, und das macht mir Angst. Er war mal verliebt in mich und ist seither besessen. Das Beste ist, ihn zu ignorieren, da er sich krank verhält. Der Zeitzer Dom und Warburger Orgelherbst und Merseburger Orgeltage usw. haben ihn ignoriert. Ich hoffe, es ist nur eine Frage der Zeit, wann er festgenommen wird.
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19. November 2024: Geld ist der Schlüssel zur Freiheit. (Coco Chanel)
Foto: Sandtner Orgel St. Marien Kirche Warburg
Heute erinnere ich an Unternehmerin Sophia Amorouso, die erste, die aus einem ebay-Shop Millionärin wurde.
Ich glaube, frei macht uns die Liebe.
BWV 542 Fuga in Concert:
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Das schläfrig-zufriedene Gefühl nach einem Konzert mag ich gern: Feiertagsstimmung. Mit Johannes‘ Wagen fuhren wir nach Würzburg und aßen dort Gans, meine erste in dieser vorweihnachtlichen Zeit.
Zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands wird Gewalt gegen Frauen von der Bundesregierung verzeichnet. JedenzweitenTag wird eine Frau in Deutschland von einem Mann ermordet (Femizide). JedenTag (!) werden Frauen und Mädchen von Männern in Deutschland angegriffen und misshandelt. Zum ersten Mal wurde heute diese unfassbare Statistik in den Nachrichten wiedergegeben.
Aber es geht noch weiter: KI wird von Männern für Männer gemacht. Was zum weiteren Nachteil für Frauen führen kann, wie Natascha Wegelin berichtet. Zudem stellt sie klar, dass Frauen gesundheitlich viel schlechter dokumentiert werden, da die meisten Messungen für Arzneien, Therapien, Behandlungen und Symptome von Männern ausgehen. Frauen haben daher, wie sie sagt, im Schnitt 9 Jahre mehr zu leiden als Männer.
18. November 2024: Manche Menschen brennen für nichts, außer dafür, in Ruhe gelassen zu werden. (AHS)
Foto: Sandtner Orgel St. Marien Kirche Warburg
Große Sandtner Orgel St. Marien Kirche Warburg Westfalen, 3 M (Koppelmanual), Neubau von ca. 1 Million im Jahr 2000, 33 Register, mechanisch
Das Konzert gestern war sehr schön. Es war das Finale vom Orgelherbst 2024. Die hübsche Kirche mit Turm liegt im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen, Erzbistum Paderborn. Die nächst-größere Stadt ist Kassel, Hessen. Dort im „Palast der Winde“ in Kassel-Wilhelmshöhe wurde ich abgeholt, da der ICE wieder zu spät war.
Schön in der Kirche ist auch der Taufstein von 1620. Die Orgel auf der Turmempore ist das moderne Gegenstück zum neugotischen Hochaltar gegenüber. Unter ihr sieht man das große Kruzifix aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Es war sehr schön, hier zu spielen; brillanter, großer Nachhall, schwingende Akustik
Die hügelige, historische Warburger Altstadt ist hübsch, voll schiefer weißer Fachwerkhäuser, die ich mag. Es war sehr schön, hier im Orgelherbst zu spielen. Mein Konzert war das Abschlusskonzert. Eintritt 15 €.
Die alte Orgel, eine große Anton Feith-Orgel von 1954 (Nacktpfeifenprospekt), wurde nach Polen verschenkt, manche Pfeifen verwendet für den Neubau. Feith aus Paderborn hatte die Paderborner Dom-Orgel gebaut. Leider ging er bankrott. Die Vorgänger-Orgel war eine Kuhlmann-Orgel von 1837. Da sie sich selbst überlassen wurde, war sie irgendwann in einem beklagenswerten Zustand.
Obwohl die Hansestadt klein ist, war es sehr gut besucht. Wir waren essen im Loni, Delphi und im gemütlichen Blome. Ich wohne im Alt Warburg Hotel.
Das Team der künstlerischen Leitung der Kirche ist sehr engagiert. Vielen Dank an Johannes!
Ich finde es wichtig, dass Menschen für etwas brennen, nicht nur für Grundbedürfnisse, sondern für etwas weit darüber hinaus.
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17. November 2024: Die Kameradschaft, die so vielen männlichen Künstlern eine Hilfe ist, ist für eine Frau in gewisser Weise ausgeschlossen. (Augusta Holmes, Komponistin)
Foto: Italienische Barockorgel St. Johannes Altenberge: kurze Oktave im Pedal
Heute erinnere ich an die französische Komponistin Germaine Tailleferre, 1892, die als Kind von ihrer Mutter, jedoch nicht von ihrem Vater gefördert wurde. Sie schreibt: „In einer kleinbürgerlichen Familie war es undenkbar, eine künstlerische Karriere anzustreben, schon gar nicht als als Mädchen. Ich sollte eine gute Hausfrau werden – vielleicht mit einer leichtenPolitur von Musik, Malerei und Literatur.“
Diese leichtePolitur ist durchaus auch heute schicklich. Aber nicht mehr als eine leichte Politur. Alles, was besessen, beseelt, intensiv, massiv in Kunst drängt in einer Frau, wird auch heute noch skeptisch beäugt.
Ich bin unterwegs nach Warburg (Westfalen) bei Kassel an die große Sandtner Orgel in St. Marien und freue mich.
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16. November 2024: Drei Hütten will Petrus bauen. Ein vergebliches Unterfangen, denn die Herrlichkeit Gottes kann der Mensch nicht festhalten. (K. Thomas)
Foto: Konzert in Elters bei Fulda
Heute erinnere ich an die in Wien geborene Komponistin Marianne Martinez, 1744. Zu ihrer Zeit war FrauundMusik noch immer eine Streitfrage. Sie schreibt: „Eine Frau sollte nur jene Fähigkeiten durch Bildung erwerben, die sie zur Erfüllung ihrer weiblichen Pflichten benötigte“. Gelehrsamkeit galt als unschicklich für Frauen. Ich spüre diese Strömung deutlich heute noch.
Mir ist Sprache sehr wichtig. Betonung. Wortwahl. Bestimmte oder diffamierende Worte sind abstoßend für mich.
Ich gehöre nicht zu den Strengen und spüre meist, ob es ein Mensch gut meint oder nicht.
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Manche haben es so weit geschafft, dass es für viele Frauen tatsächlich „normal“ geworden ist, sich an das Maskuline anzuhängen. Und zwar nicht nur sprachlich.
15. November 2024: Jeder Mensch ist ihre eigene Kultur. Wir arbeiten alle an unserer Kultur. (AHS)
Foto: Seifert Orgel Niederkassel bei Köln
Heute erinnere ich an die französische Komponistin Augusta Holmes, 1847, Berufskomponistin, was ein Meilenstein ist. Sie schreibt: „Ich hatte zu kämpfen, und das als Komponistin und als Frau. Glauben Sie ja nicht, dass die künstlerische Karriere den Frauen offener stehe. Das ist ein Irrtum.“
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Mit Mann shoppen: 1. „Wie findest du, dass diese Haarmaske duftet?“ „Riecht nach Gartengelände.“ „Wie bitte?“ 2. „Schau mal die Engel mit den Streichinstrumenten.“ „Ist das da eine aufgeblasene Geige?“ „Das nennt man Cello.“
14. November 2024: Hinter meinen Augen stehen Wasser, die muss ich alle weinen. (Else Lasker-Schüler)
Foto: Orgelbau Eule in Bautzen
Heute erinnere ich an die italienische Komponistin und Sängerin Barbara Strozzi (1619).
Ich empfehle sehr den Film HOME von Yann Arthus-Bertrand. Es ist erschreckend, was wir unserer Erde angetan haben und wir verdienen, dass wir mit ihr untergehen. Denn sie ist nicht mehr zu retten. Sie ist ganz tief geschädigt, mehr als wir es uns vorstellen können. Die Schöpfung schreit nach Erlösung. Der Tag der Erlösung wird kommen.
Konsum und Gier hat unsere Erde zerstört und sie ist todkrank. „Es ist zu spät, Pessimistin zu sein“: Der Film ist von 2009 und die Verletzung ist viel schlimmer geworden. Der Film hat uns damals 10 Jahre gegeben. Und das Unfassbare ist: Trotz ihrer tiefen Verwundung ist die Erde noch immer unglaublich schön.
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