Die Orgel- und Klavier-Konzerte in Saint Mary of Assumption San Francisco, USA, waren sehr schön. Ich mochte sowohl die Rufatti-Orgel als auch den Flügel und übte im schönen Innenraum der Kirche gern. Ich bewunderte wieder die Golden Gate, bin natürlich auch Cable Car gefahren und durch die Lombard Street (mit Auto).
Wir waren abends auch in einem Jazzkeller. “Born to be in a rockband”, auch wenn es noch nicht so den Anschein hat. 🙂
Es war schön, dass das Lesekabinett Leipzig über meine Gedichte berichtet hat. Das Konzert in Wiesenbronn und in der Fuchskaute war ebenfalls schön. Die Orgel im Käppele Würzburg ist eindrücklich. Ich erinnere mich gern an die Bachfahrt:
Die Haar-Orgel der Martinskirche in Kassel hat mir gut gefallen; auch die wunderschöne spanische Orgel in Mainz. Ich liebe italienische, spanische und feine alte Orgeln. Anschließend Konzerte in der alten Kirche Wernfeld, im Saalbau Luisengarten Würzburg und im Jazzkeller Omnibus.
Ich habe festgestellt, dass es sechs Gesichter von Frauenfeindlichkeit gibt: (es gibt natürlich auch sehr nette Menschen).
Karrierefrauen werden von manchen Männern gehindert und gefürchtet (Konkurrenz).
Die konservative Frauenrolle zuhause bietet Frauen oft keinen Schutz vor Frauenfeindlichkeit. Viele Frauen werden von Männern zuhause ausgenutzt, schlecht behandelt, sind finanziell ungeschützt, werden verlassen, ausgetauscht, abhängig.
Freundliche, charmante, lächelnde Frauenfeindlichkeit (meist hintenrum) ist gefährlicher als offensichtliche oder Macho-Frauenfeindlichkeit.
Frauenfeindliche Frauen, die Frauen keinen Erfolg gönnen: Manche Frauen bemerken ihre Frauenfeindlichkeit nicht. Aber ich merke es an der Art, wie sie über Frauen sprechen (schlecht, streng, besonders kritisch), und wie besonders nett sie zu Männern sind. Hätten Frauen das gleiche Netzwerk wie Männer, sähe unsere Welt ganz anders aus. Männer sind oft schon nach fünf Minuten “dicke Freunde”. Diese Art Freundschaft können Frauen mit Männern nicht führen. Männer erlauben sich frauenfeindliches Verhalten oft nur, weil Frauen meist nicht wirklich zusammenhalten.
Männerseilschaften. Frauen sind hier außen vor. In vielen Gesprächen schauen Männer sich gegenseitig an, die Frauen stehen schweigend daneben, es wird nicht mal Blickkontakt aufgebaut. Männer entscheiden über den Kopf hinweg, schustern sich ihre Vorteile zu. Frauen werden ausgeschlossen, als schwierig und zickig bezeichnet.
“Ganz normaler” Alltags-Sexismus: Männer bestimmen die Spielregeln. Frauen ordnen sich unter. Fehler von Frauen werden dabei anders bewertet als Fehler von Männern. Sie sind nicht gleichberechtigt. Es gibt gewisse Frauen”fehler” (berechtigte Kritik beispielsweise), die von Männern kaum geduldet werden. Und es gibt gravierende Männerfehler (Untreue, sexistisches Verhalten, dominantes Verhalten, Klüngelei…), die klar von Männern (und damit automatisch auch von Frauen) geduldet werden. Wenn schon die Fehler nicht gleichberechtigt sind, wie sollten es die Menschen sein?
Das Konzert heute in Würzburg war schön. Es ist wirklich ein Geschenk, dass ich so leicht mit Musik anderen eine Freude machen kann, ohne mich anzustrengen. Ich merke manchmal nicht einmal, dass ich ihnen eine Freude mache. Ich spiele einfach nur so gut ich kann und sehe, dass sie lächeln und begeistert sind, dort, wo sie vorher eng und ernst waren. Morgen abend spiele ich wieder hier in Würzburg.
Das expand-Programm an der Universität Hohenheim in Stuttgart am Wochenende war sehr intensiv. Ich sollte mich und meine Vision vorstellen; in dieser Gruppe war ich die einzige Frau und einzige Musikerin. Die meisten waren Business-Männer in irgendeiner Form. Wir waren 19 junge Leute aus ganz Deutschland und ungefähr 7 Trainer und Coaches, die uns 2 Tage lang geprüft haben. Es ging um Vision und Werte. Letztendlich war es eine Verbindung des DISG-Tests (Persönlichkeitstest), des SOI-Tests (Structure of Intelligence) und des Fähigkeitentests, bei dem die 10 stärksten Motivationsfähigkeiten herausgefunden wurden, nicht die erlernten Fähigkeiten.
Es kamen erstaunliche Ergebnisse heraus, so anstrengend es auch war in den Tests, Einzelgesprächen und in den Gruppen. Bei mir passte alles zusammen. Mit Kreativität, Intuition, semantischen Fähigkeiten (mit Wort umzugehen) und divergenten Problemlösungen habe ich den Test weit gesprengt. Beim divergenten Denken habe ich den Test gesprengt. Dass Kreativität Denken ist, sogar Problemlösungs-Denken, das höher bewertet wird als konvergentes Denken, hätte ich nicht gedacht. Es tut gut, Trainer hinter sich zu haben.
Anschliessend spielte ich auf dem Bach-Meisterkurs in Saarbrücken im Musikerhaus Blankenheim Bachs Goldberg-Variationen und die erste englische Suite.
Heute bin ich 10.16 km in 6.40-Pace gelaufen. Meine bisher beste Zeit. Gemessen mit meiner Polar M400. Lebkuchen-Lauf. Residenz-Lauf. Gedächtnislauf.
Mit meiner neuen Bach-CD Hänssler Classic bin ich mit Barenboim verglichen worden. Ich bin gespannt auf die Orgeln in Remshalden und Rohrbrunn.
Auf der KcF (Kongress christlicher Führungskräfte) waren fast nur Männer. Später spielte ich ein Konzert in der FeG Würzburg und im Saalbau Luisengarten Würzburg.
Kunst und Musik sind ein Archiv der Sinne und führen hinter den Vorhang ins Unsichtbare. Auf diese Weise betritt man den Bereich des Spekulativen, den Bereich des Fremden, des Geistlichen auf eine sinnliche Art. Wissenschaft, Intuition, Glaube gehören zusammen.
Das Konzert in der schwedischen Kirche in Frankfurt war ein Erfolg. Schweden bezahlt ihre Kirchen in Deutschland ganz gut, die es überall anders auch gibt, in Berlin, Gran Canaria usw. — sie hatten einen kleinen Steinway in einem Saal mit toller Akustik. Ich genoss das sehr. Ich war ziemlich frei diesmal, da der Flügel so stand, dass ich fast geschützt war. Die Akustik liess mich fliegen. Ich sang meine Lieder zum Schluss, nach Waldstein Sonate von Beethoven und Bachs Duetten, und las auch Gedichte. Ich verkaufte viele CDs, meine Lieder-CD war gleich ausverkauft. Ich nehme bald eine neue auf und freue mich sehr. Nächstes Jahr werde ich wieder dort spielen, diesmal nur Songs. Es machte mir viel Freude, anschliessend schwedisch zu sprechen. Ich verstehe es ganz gut und habe es nicht verlernt, aber das Sprechen und Schreiben fällt mir noch schwer. Ich freue mich, im neuen Semester Schwedisch-Kurse zu besuchen und habe viele schwedische Freunde, die mir helfen. Bald fahren wir ja auch nach Lund mit der Uni. Am Tag nach dem Konzert bummelte ich mit Freunden durch Königstein im Taunus und Bad Soden.
Morgen abend spiele ich Bachs Goldberg-Variationen in der Martin Luther Kirche Würzburg.
Gegen meinen Schach-Trainer habe ich das erste Mal ‘gewonnen’; es war eher Patt als Matt, denn er spielt als Gentleman, ‘mit’ mir, wie er sagt, nicht gegen mich. Die Schachbücher gefallen mir: das Spiel nicht über das Brett, sondern über Diagramme, Buchstaben und Zahlen wahrzunehmen. Ich finde so viele Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien darin, die weit über das Schachspielen hinausgehen. Ich glaube, Intuition ist eine Kraft aus Gesetzmäßigkeiten. Ich finde diese auch in der Musik und faszinierend; es sind für mich keine Regeln, es geht weit tiefer, da Gesetzmäßigkeit mit Wahrheit zu tun hat, Regeln nicht unbedingt.
Ein intensives Jahr, USA, Schweiz – Rapperswil, Haus Wäckerling, Zürichsee, Wittenbach, Aargau, St. Gallen – , Französischer Dom Berlin, Orgelkonzerte München, München-Germering, Lüneburg, Ravensburg, Wilnsdorf, Geiselwind, Stadtoldenburg, Russland, Red Square, Kvasnaya Ploshad, Nordkap, Duokonzerte Frauenliebe mit Kathrin Duschek, und viele Konzerte im deutschsprachigen Raum. Dieses Jahr war ich kaum zuhause und habe eher im ICE gewohnt.