26. April 2023: Nimm nicht den Rat der Gottlosen an. (AHS)
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Entferne dich von herkömmlichen “Sicherheiten“. (Paul Teilhard de Chardin)
Buße ist kein einmaliger Akt, denn das Herz muss ständig zurück gerissen werden. (AHS)
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Mehr InformationenHeute erinnere ich an die schwedische Schriftstellerin Karin Boye (1900) und an Hilde Rakebrand, Direktorin des Porzellanmuseums Dresden 1940. Und an die Sopranistin Georgine Schubert, 1840.
Ich mag christliche Denkmäler.
Mein Gedichtband ist angekommen ❤️ mein op. 4 in Lyrik

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Mancini: Gesangsschriften und Traktate
Seit seinem 16. Lebensjahr wurde Mancini als Kastratensänger in Italien und Deutschland engagiert. Berühmt wurde er aber nicht als Sänger, sondern als Gesangslehrer. Besonders die Österreicher liebten den italienischen Star. G.B. Martini und Mancini arrangierten einen Part in Glucks Oper Alceste im Jahr 1778.
Mancini vertrat den virtuosen und komplexen Belcanto-Stil im Gesang (der heute oft als mysteriös gilt) und seine Verwirklichung und Abläufe in der Praxis als Kunstform und Tradition, existierend von Mitte des 17. Jahrhunderts bis hin zum frühen 19. Jahrhundert mit seinem Höhepunkt und Triumph des Kastratentums in der Oper. Das Kastratentum beherrschte über 150 Jahre lang den Gesangstil.
Kastraten und Belcanto
Die Pädagogik des Belcanto-Gesanges, aus dem Osten kommend, wurde bei Mancini berühmt: Virtuosität, Leichtigkeit und schöner Ton als Tonqualität sind seine Grundlagen, was sicher bis heute wichtige und gültige Grundlagen für Gesang generell darstellen. Mancinis Traktat ist eine typische Beschreibung der Kastratenvirtuosität: „Practical Reflections an the Figurative Art of Singing.“
Zur Erklärung: Die Praxis des Kastrierens von Jungen, die eine besonders schöne, einzigartige Stimme besaßen, war in dieser Zeit typisch. Diese kastrierten Sänger konnten später gefeiert werden auf Bühnen und ihre Familien gut ernähren.
Die Stimmorgane der Knaben, der Kastraten, der erwachsenen „normalen“ (natürlichen) Männer und der Frauen und Mädchen sind im Wesentlichen identisch. Es gibt keine grundlegenden Unterschiede in der Physiologie. Doch durch die Kastration ist der natürliche Prozess des Stimmbruchs aufgehoben, mit dem Ziel, daß der kastrierte Mann mit einem „weiblichen Kehlkopf“ sang, allerdings mit dem großen Kehlkopf eines Mannes, was die Klangfarbe besonders und einzigartig macht, ganz unterschieden von der Frauenstimme oder der vorpubertären Knabenstimme.
„Vorgetäuschte Stimme“
Manche bezeichnen diesen Vorgang als unnatürlich oder gar pervers, denn das normale Wachstum des Kehlkopfes ist durch diesen Eingriff bzw. diese irreparable Körperverletzung stehengeblieben, nur um einen männlichen Sopran zu kreieren.
Es gibt vier Arten von Stimme: Baß, Tenor, Alt und Sopran. Der Teil über der natürlichen Stimme (Bruststimme) wird Falsettstimme genannt, mit der Höhe und pathetische Effekte produziert werden können.
Nachdem der Schüler den Umfang seiner natürlichen Stimme (Bruststimme) kennenlernen konnte, sollte der Schüler seine Gedanken darauf lenken, die natürliche Stimme mit den ersten Noten des Falsettes zu verbinden und zwar in solcher Feinheit, daß die Verbindung nicht hörbar wird.
Gerade bei Kastraten fand die technische Grundlage des Belcanto Stils in der westlichen Welt Verbreitung und Anklang. Bevor sich der a-cappella-Stil verbreitete, glaubte man, daß die Stimme nur aus zwei Erscheinungsformen bestand: aus der „vox integra“, der natürlichen Stimme, und aus der zweiten Klangerscheinung, die man „vox ficta“ oder falsche Stimme nannte. Hierzu zählten die Falsettisten, die also die männliche Kopfstimme, in der Kehle erzeugt, gebrauchten und während des Singens des Diskants ihr Falsett gebrauchten und gezwungen waren, ihr Falsett über die Grenzen hinaus weiter fortzuführen.
Man sehnte sich also stets nach einer größeren Fertigkeit in der hohen Stimmtechnik bei Männern. Der Falsetto wird übrigens „vorgetäuschte Stimme“ (falso = falsch, limitiert) genannt.
Ein Lehrer, so Mancini, sollte sich bemühen, einem männlichen Sopran, der ohne Falsett nur ein paar Noten in seinem natürlichen, eingeengten Umfang singen könnte, zu helfen, hoch und virtuos zu werden, immer noch höher. Dies gelang bei Kastraten am besten, obwohl diese Fertigkeiten bei Männern sehr gekünstelt und unnatürlich waren, dennoch Belcanto (= schöner Gesang) genannt wurden.
Die Kastraten müssen sich ihre technischen Stimmfähigkeiten mit viel Disziplin und Ausdauer erarbeitet haben, denn ein Knabensopran kam nicht an die Virtuosität der Kastraten in der Zeit vor und während des Kastratentums (das sogenannte „Goldene Zeitalter des Belcanto“) heran.
Lehrer wie Mancini hatten das Ziel, die Gründlichkeit, die funktionalen Abläufe und die klangvolle Tonproduktion zu lehren, zu verfeinern und immer weiter zu entwickeln, den Verzierungsreichtum und die Raffinesse.
Leider kann man heute nicht wissen, wie die spezielle Toneigenschaft der Kastraten geklungen hat und beschaffen war, da es damals natürlich keine Tonaufnahmen gab. Wir können heute nur spekulieren und vermuten.
Manche behaupten, der Klang sei eine Mischung aus Knabenstimme und Frauenstimme gewesen, etwas dazwischen – was den Eindruck verstärkt, dass es etwas Unnatürliches gewesen sein könnte, nämlich ein männlicher Sopran, was es physikalisch gesehen nicht gibt.
Doch 150 Jahren nach dem Goldenen Zeitalter des Belcanto wurde die Gesellschaft müde darauf, Kastraten zu hören, denn der Text mußte sich ständig der Musik unterordnen und die Arien selbst schienen oft ohne Inhalt, eine leere, eitle Spiegelung von Läufen, Trillern, Arpeggios, Kadenzen und überbordenden und überladenen Verzierungsarten, dem Sänger angepasst, ohne größere Tiefe und ohne spannende Geschichten und Texte, die die Menschen hören wollten.
Ein Beispiel solcher fast ins Lächerliche führenden Ausschweifungen, die auch Christoph Gluck (1714-1787) den italienischen Sängern und Kastraten der Oper vorwarf, ist eine Passage aus Porporas Siroe, in der über 140 Töne auf einer Silbe gesungen werden, und in der Abschlußkadenz noch mal zusätzlich 12 Triller. Zu viel, wie Gluck fand, diese Effekthascherei des Singstils der Kastraten, die von vielen nur noch als dramatische Diven gesehen wurden.
In einem Artikel von Benedetto Marcello für „Il Teatro Alla Moda“ (1721) findet sich folgende Behauptung eines Zeitzeugen:
„Beim Singen einer Arie, kann es passieren, daß der Sänger pausiert, wo und wann er will; daß er in den Kadenzen die Passagen derartig frei Improvisiert und verziert, daß der Dirigent seine Hände vom Cembalo nimmt, eine Prise Schnupftabak nimmt und mit Vergnügen den Divo erwartet. Er treibt die dramatische Handlung seiner momentanen Stimmung und seiner Laune entsprechend voran, da er es weder nötig hat, Gefühle, die in den Worten ausgedrückt sind, wirklich zu verstehen, noch auf das Zusammenspiel von Gestik und Bewegung zu achten.
Beim Da capo wird er die ganze Arie so verändern, wie es ihm paßt, obwohl seine Varianten keinerlei Verbindung mehr mit der vom Kompositeur vorgeggebenen Harmonik hat, noch wird er Rücksicht auf die Orchestermusiker nehmen, obwohl diese Veränderungen sogar einen Tempowechsel einschließen. Niemand kümmert sich um einen werkgetreuen Aufführungsstil, da der Komponist des Werkes auf alles gefaßt scheint.“
Männlicher Falsett und kein Bruch in der Stimme
Mancini beschreibt in seinen Schriften vor allem den Gesang des berühmten Kastraten Baldassare Ferri (1610-1680).
Dieser besaß in Mancinis Augen Perfektion in jeder Stilart des Balcanto, ununterbrochen trillernd, mit atemberaubenden technischen Fähigkeiten und mit Ausdruck in allen Gefühlslagen.
Bontempi indessen kommentiert den Gesang von Baldassare Ferri (1610-1680) in seinen „Historica Musica“ so:
„Jemand, der diesen feinfühligen Sänger noch niemals gehört hat, kann sich kein Bild von der Klarheit seiner Stimme, seiner Beweglichkeit, von der bewundernswerten Leichtigkeit in den schwierigsten Passagen, von der Treffsicherheit seiner Intonation, der Brillanz seiner Triller und seinem unerschöpflichen Atemhaushalt machen.
Jemand, der ihn oft gehört hat, berichtet von der Ausführung schneller und schwierigster Passagen mit jeder Schattierung von Crescendo und Decrescendo; und gerade dann, wenn es den Anschein hat, daß er müde wird, brilliert er mit seinen endlosen Trillern, steigt auf und steigt ab in allen Graden der chromatischen Skala über zwei Oktaven mit unfehlbarer Genauigkeit. Und alles dies scheint nur ein Spiel für ihn zu sein.“
Mit Pathos sang Ferri laut Mancini zwei Oktaven in einem Atemzug herauf und herunter, akkurat die chromatischen Tonfolgen treffend, mit und ohne Begleitung, mit absolutem Gehör, nie zu tief oder zu hoch, so beschreibt es Mancini.
Welchen Stimmmechanimus es dafür braucht, dies legt Mancini in seinem Buch dar. Mancini betont, wie wichtig hierbei ein guter Lehrer ist, um technische Fehler zu erkennen und auszumerzen. Er lobt den Lehrer Pistochi, der seinem Schüler Bernacchi bei seiner Karriere half, indem er solche Fehler geduldig aufdeckte.
Bernacchi zögerte nicht, den Versuch zu unternehmen und traf sich zu einer festen Zeit mit seinem Lehrer, um zu üben. Während dieser Übejahre sang er weder in Kirchen noch in der Oper, sondern hielt sich komplett zurück, während sein Lehrer seine Technik kontrollierte. Am Ende dieser Zeit wurde Antonio Bernacchi ein hervorragender Sänger.
Mancini will daher mit seiner Schrift ermutigen, dass aus jedem fleißigen Schüler mit harter Arbeit und Disziplin unter einem engagierten Lehrer etwas wird und dass sich eine schlechte Stimme sich zu einer guten verwandeln kann.
Er lobt also in seiner Schrift nicht nur die Stimmen Hochbegabter, die von Natur aus edel sind, sondern auch die Arbeit der Lehrer, die belastete oder weniger begabte Stimmen verbessern, korrigieren und ihnen zu einem neuen Klangniveau verhelfen, ebenso den Fleiß und die Hartnäckigkeit von Schülern, die dieses Angebot annehmen und gehorsam und mit eisernem Willen mit dem Lehrer an ihrer Karriere arbeiten.
Gehorsam, Demut und Leidensfähigkeit setzt er voraus, um die Technik zu erlernen und die Stimme auf höchstes Niveau zu bekommen. Er betont aber, dass sich eine solche Strapaze lohnen würde und Früchte bringt.
Die Kastraten müssen sich ihre technischen Errungenschaften als aussergewöhnliche Vokalkunst hart antrainiert haben. Mancini hatte hier als sorgfältiger und gewissenhafter Lehrer großen Erfolg. Er war Schüler von Antonio Bernacchi und wurde Re del Cantatori (König der Sänger) genannt.
Mancini beschreibt Stimmtechnik genau zur Behandlung der Stimme und auch Solfege und Portamento.
Folgende Ratschläge gibt Mancini seinen Schülern:
- Die Stimme muss sauber und klar klingen und darf nicht im Rachen stecken (di petto oder di testa). Diesen Ratschlag gab auch Pier Francesco Tosi (1647-1727) in seinem Buch Opinioni de’ cantori antichi e moderni (1723).
- Die Stimme muss voll sein: Voce di petto, die ausdrucksstarke Stimme.
- Die Stimme muss zudem auch sonor und beweglich klingen können: Voce di testa, von der Kehle her, nicht nur von der Brust.
- Die Stimme muss einen brillanten Falsetto besitzen, in der Kehle erzeugt.
- Die Stimme muss einen großen Umfang besitzen, bis über den vierten Zwischenraum, der C ist, hinaus oder bis zur fünften Linie, also dem D im Sopranschlüssel.
- Die Stimme darf nicht brechen oder sich aufteilen zwischen der vorgetäuschten Stimme (Falsett) und der natürlichen Stimme, weder beim Höherschreiten zu den höheren Noten noch beim Herabsteigen zur natürlichen Stimme, sondern muß stets verbunden und perfekt vereint sein. Ein Lehrer sollte helfen, die vorgetäuschte und die natürliche Stimme so zu vereinen, dass sie nicht mehr unterschieden werden kann, um nicht Höhe und Brillanz zu verlieren. Der schlimmste Fehler sei laut Mancini, einen plötzlichen Wechsel in der Tonfolge von der natürlichen Stimme (Bruststimme) zur vorgetäuschten Stimme (Falsett) zu vollziehen. Dies sei ungeschickt und sehr unschön.
- Die Klangfarben der Stimme mit ihren Stimmregistern (Vokalregister) sind dem Gebrauch von verschiedenen Registerzügen einer Orgel ähnlich, wie auch Tosi bestätigt, von John Ernest Galliard ins Englische übersetzt.
- Klare Aussprache und offene Vokale sind wichtig (italienischen Vokale „a“ (agile, mare, anima), offenes „e“ (cette, tempo) und offenes „o“ (Ostia, Carlotta), zudem eine große Spannbreite im Crescendo und Decrescendo.
- Der Sänger soll ohne Ticks, ruhig, selbstbewusst und lächelnd stehen, während er mit den Appoggiaturen beginnt, mit Trillern und Repetitionen fortfährt.
- Da die Falsettstimme keine Kraft besitzt, muß die natürlichen Stimme (Bruststimme) bereits hochvirtuos sein und von Anfang an fein mit der Falsettstimme verbunden werden, damit ein eventueller Bruch unhörbar wird.
Voce di petto / Voce di testa
Mancini bespricht Verzierungen wie Mordent, Praller, Triller, Vorschläge und das messa di voce. Weiter schreibt Mancini über die Registerfrage: „Die normale Stimme teilt sich selbst in zwei Register, in das Brustregister und das Falsett.
Jeder Schüler, ob Sopran, Alt, Tenor oder Baß kann leicht den Unterschied zwischen diesen zwei Registern feststellen. Die große Kunst des Singens besteht darin, den Übergang von einem Register in das andere so zu bewerkstelligen, daß es für das Ohr kaum wahrnehmbar ist.“
Vincenzo Manfredini (1737-1799), Mancinis Konkurrent, aber schreibt in seinem Buch „Regole Armoniche“ (Venedig 1797), übersetzt von Duey: „Die Verbindung von Bruststimme mit der Kopfstimme, die allgemein Falsett genannt wird, ist wichtig. Was die Verbindung dieser zwei Register betrifft: Man kann sie nicht durch Forcieren der hohen Brusttöne hervorbringen, sondern eher durch Stärkung der tieferen Töne des Falsetts; oder man mache das Gegenteil, wenn die Brusttöne sehr schwach und mangelhaft, und die Falsettöne dagegen voll und kräftig klingen.“
Ähnlich beschreibt es Domenico Corri (1746-1825), der fünf Jahre mit Porpora, dem Lehrer von Farinelli und Caffarelli, zwei der größten Sänger dieser Zeit, studierte, in seinem Buch „The Singers Preceptor“ (London: Chappell & Co), das 1810 in einer englischen Übersetzung zum ersten Mal veröffentlicht wurde.
Porporas Korrepetitor war übrigens Franz Joseph Haydn. Cori rät bei Gefahr von Bruch der Stimme, „lieber den tieferen Teil der Stimme zu opfern als den Bruch von der natürlichen Stimme zur vorgetäuschten Stimme zu riskieren“.
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Sehr schön geschrieben
Wie hat es geklappt heute in Greifswald?
Der Reubke wird vermutlich auch Debut für die schwierige Orgel im Greifswalder Dom
Ich hörte Barry sei auch Kastratensänger? Er habe sich etwas zu schnell in sein Sarg-O-Mobil gesetzt und dabei sei es passiert. Das würde einiges erklären.
Wieviele der Schreibtischpfeifen wohl kastriert sind?
Ann-Helenas Kunst ist par excellance
Kannst du uns mal erklären, wie man einen Krebs zu verstehen hat? Was ist das für ein Gebilde, warum verwendet man so etwas?
LKW KMD The Bropf ist ebenfalls kastriert ließ jemand verlauten? #burn #hard
Da gefriert einem ja das Blut in den Adern, Danke (???) für die Schilderung des Kindesmißbrauchs in den „Kinderchören“. Ich dachte, Genitalverstümmelung würde nur in Afrika oder von durchgeknallten grün-woken Eltern betrieben. Ich kann gerade nicht einschlafen, weil ich mir dieses unglaubliche Leid vorstelle, das die Kirchen und die „Musikerziehung“ über die Menschheit gebracht haben.
„Regensburger Domspatzen“. Hört sich schon so scheiße an.
„Die Opfer beschrieben die Zeiten bei den Domspatzen im Nachhinein als „Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager“ oder als „schlimmste Zeit ihres Lebens, geprägt von Angst, Gewalt und Hilflosigkeit“. Besonders in der Vorschule des Chores seien die Übergriffe umfassend gewesen, sagte Weber weiter“.
https://www.zeit.de/gesellschaft/2017-07/regensburger-domspatzen-abschlussbericht-misshandlung
Ich habe schwer den Eindruck, daß sich einige spezielle Homo-„Fans“ als Chortyrannen richtig wohlfühlen würden.
Musikfestspiele Saar
Junge Musikfestspiele
Mädchenchor der Regensburger Domspatzen
unter der Leitung von Elena Szuczies
08.07
Samstag
19.00 Uhr
Saardom Dillingen
Tickets: 20 €
mit Werken u.a. von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms und Nancy Hill Cobb
Im Jahr 975 gründete Bischof Wolfang eine Domschule, in der neben der allgemeinen Bildung vor allem die musikalische Ausbildung im Mittelpunkt stand. Unterrichtet wurden ausschließlich Knaben und junge Männer, die den liturgischen Gesang während der Messen im Dom St. Peter erlernten und übernahmen. Anfang der 1930er Jahre wurden die Domspatzen unter der Leitung von Theobald Schrems weltberühmt und konzertierten innerhalb und außerhalb Deutschlands. Bis heute haben die jungen Sänger bereits Tourneen nach Ungarn, Japan, Frankreich und Italien unternommen, wirken bei Schallplatten- und CD-Produktionen mit und sind regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Zusätzlich zu ihrer Ausbildung im Chor haben die Domspatzen seit mehr als 50 Jahren die Möglichkeit, auch Grundschule, Gymnasium oder Internat zu besuchen. Dort wird ihnen eine ganzheitliche Bildung und Erziehung geboten. Seit 2022 stehen Chor, Gymnasium und Internat auch Mädchen offen. 33 junge Sängerinnen aus ganz Deutschland sind als erste Mädchen der Domspatzen in den Mädchenchor unter der Leitung von Elena Szuczies aufgenommen worden. Sie werden im Rahmen der Musikfestspiele 2023 eines ihrer ersten Konzerte geben.
0231 – 917 22 90
Mehr Infos zum Ticketverkauf
Gibt es den Kastratenchor der Regensburger Domspatzen singt er auch?
Sie nennen die Genitalverstümmelung in einem Atemzug mit den Regensburger Domspatzen. Unterstellen Sie da einen Zusammenhang?
Nein, ich unterstelle da keinen Zusammenhang.
Ich erkenne ihn.
Sie können einen Menschen chirurgisch kastrieren (wie damals), chemisch kastrieren (wie es die Wokeria gerade mit ihren AHDS-Hochbegabtenkindern macht) oder eben halt psychisch.
Musik soll Menschen erfreuen und zum Mitmachen anregen, Horizonte erweitern und nicht einengen. Kinder zu musikalischen Höchstleistungen zu zwingen (auch die Eltern spielen da eine große Rolle) sehe ich als psychische Kastration.
Viele deutsche Schlagersänger begannen ihre „Karriere“ in solchen Folterchören. Und jeder weiß, welche verheerenden Folgen das hatte. Manche haben sich ja dankenswerterweise selbst entleibt.
Spitzenleistungen kann man nur *gern* erreichen und mit Freude.
Dazu braucht es Talent, Faible und Phantasie. Khatia (die mit dem stets freizügig präsentierten Balkon) erzählt in einem Interview, sie habe im Alter von 6 Jahren hunderte Male Mozarts Requiem gehört. Die ist halt Musikerin „von Geburt an“.
Die Rolle des notorischen Jubelpersers ist hier ja schon besetzt, aber ich schreibe es dennoch:
Ich war live dabei, wie sich Ann-Helena an eine ihr völlig unbekannte Orgel setzte, die Disposition ohne Herumprobieren erkannte und ein bis dato ungeübtes Stück perfekt spielte. Aber gerade diese Auseinandersetzung zwischen Noten, Musikerin und Instrument war etwas wunderschönes, weil die „angeborene“, „eingebaute“ Musikalität sofort erkennbar war und auf den zuhörenden Laien übersprang. Es wird nicht viele Menschen geben mit dieser Begabung und Disposition.
Normal begabte Kinder zu zwingen, so etwas abzuliefern wie Ann-Helena, Julia Fischer, Daniil Trifonow oder Iveta Apkalna — das ist Quälerei. Es ist sogar für einen normalen Menschen Quälerei, Bach zu hören. Insbesondere dann, wenn Kirchenmusiker versucht haben, einen normalen Menschen im Kindesalter dafür zu „begeistern“. Wenn ich dies schreibe, dann fühle ich, wie mir als 12jähriger der Arsch wehtut vom viele Sitzen in der kalten Hasper Kirche beim Anhören dieser grausamen „Passionen“, serviert von Kantor Helmut Gottsacker. Diese Veranstaltungen waren nicht nur in höchstem Maße unmusikalisch, sondern auch typisch evangelisch-verlogen-unchristlich. Gerade Kinder spüren, ob etwas authentisch ist oder nicht.
Da muß ich wirklich sagen, es war Ann-Helena, die mich zu Bach zurückgeführt hat.
Apropos „Rezeption der Allgemeinheit“:
In der Berliner Philharmonie paßt eine Putzfrau nach der Vorstellung Daniel Barenboim ab:
„Maestro, Sie müssen meinen Sohn anhören“ (Schwenkt einen Kassettenrekorder) „Sie MÜSSEN ihn hören, er spielt wie Horowitz“.
Barenboim will diesmal kein Unmensch sein und heißt die Dame, die Aufnahme abzuspielen.
„Ja, gnädige Frau, aber das IST Horowitz !“
Sagt die Putzfrau, „Ja, Maestro. Aber wenn mein Sohn spielt, dann hört sich das genau so an!“
Aber ob Sie das alles verstehen…
Wie findest du dass Michael Maul schreibt, Bach hätte demonstriert; dass er „längst Herrscher über den Quintenzirkel war“? Ist das nicht sehr laienhaft ausgedrückt?
Nichts Genaues weiß man nicht.
Jeder Mensch würde die 12. Wurzel aus 2 mit 7 potenzieren, um das Frequenzverhältnis zwischen den Tönen einer Quinte zu definieren. Ist aber nicht so. Pythagoreische Stimmung, harmonische Stimmung, hermeneutische Stimmung und bald bestimmt auch weibliche Stimmung. Ich glaube gewisse Männer hätten dich in Zeiten von Hus wegen Ketzerei beim Erzbischof angezeigt und sich gefreut wenn du wie Hus verbrannt worden wärst.
Bach hat genauso Ränkespiele und Querelen und Machtspielchen ertragen müssen…
Sehr schön