15. November 2024: Jeder Mensch ist ihre eigene Kultur. Wir arbeiten alle an unserer Kultur. (AHS)
Foto: Seifert Orgel Niederkassel bei Köln
Heute erinnere ich an die französische Komponistin Augusta Holmes, 1847, Berufskomponistin, was ein Meilenstein ist. Sie schreibt: „Ich hatte zu kämpfen, und das als Komponistin und als Frau. Glauben Sie ja nicht, dass die künstlerische Karriere den Frauen offener stehe. Das ist ein Irrtum.“
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Mit Mann shoppen: 1. „Wie findest du, dass diese Haarmaske duftet?“ „Riecht nach Gartengelände.“ „Wie bitte?“ 2. „Schau mal die Engel mit den Streichinstrumenten.“ „Ist das da eine aufgeblasene Geige?“ „Das nennt man Cello.“
14. November 2024: Hinter meinen Augen stehen Wasser, die muss ich alle weinen. (Else Lasker-Schüler)
Foto: Orgelbau Eule in Bautzen
Heute erinnere ich an die italienische Komponistin und Sängerin Barbara Strozzi (1619).
Ich empfehle sehr den Film HOME von Yann Arthus-Bertrand. Es ist erschreckend, was wir unserer Erde angetan haben und wir verdienen, dass wir mit ihr untergehen. Denn sie ist nicht mehr zu retten. Sie ist ganz tief geschädigt, mehr als wir es uns vorstellen können. Die Schöpfung schreit nach Erlösung. Der Tag der Erlösung wird kommen.
Konsum und Gier hat unsere Erde zerstört und sie ist todkrank. „Es ist zu spät, Pessimistin zu sein“: Der Film ist von 2009 und die Verletzung ist viel schlimmer geworden. Der Film hat uns damals 10 Jahre gegeben. Und das Unfassbare ist: Trotz ihrer tiefen Verwundung ist die Erde noch immer unglaublich schön.
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13. November 2024: Geh dahin, wo es keinen Weg gibt, und hinterlasse eine Spur. (Emerson)
Foto: Linz
Heute erinnere ich an die Komponistin Antonia Bembo.
Also, wenn man nicht übt, dann ist und wird man teilweise wie all die anderen Menschen auf der Welt. Das Üben prägt einen schon sehr.
Ich empfehle den Film „Symphonie der Tiere“ mit Camille Saint-Saens KarnevalderTiere. Ich liebe diese Musik, habe es selbst mit meiner Schwester gespielt. Überhaupt mag ich sehr, wenn Schöpfung, Tiere und Dokumentationen in und mit Musik ausgedrückt werden, siehe Joseph Haydn und seine geniale Schöpfung.
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12. November 2024: Musik muss nicht in allen Bereichen innovativ sein. (Ethel Smyth)
Foto: Acryl AHS
Heute erinnere ich an die britische Komponistin Ethel Smyth.
Ich finde, so wie man in der Musik die Komponierenden erkennen kann, so auch in der Schöpfung den Schöpfer. Wenn ich Schafe auf der Wiese beobachte, dann sehe ich in diesem einen Schaf allein schon Zeit und Ewigkeit. Dass das einfache kleine Schaf da steht und weidet und lebt, während unzählige große Namen gestorben und verschwunden sind: Auf Leben und Tod und Zeitliches und Ewigkeit und Wert haben Geschöpfte, Geschöpfe und Geschaffene wenig Einfluss oder im Grunde keine Kontrolle. Wir können shoppen und bauen und kontrollieren, aber wir sind genauso unmittelbar wie das Schaf.
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Früher ging es mehr um das Werk als die Interpretation. Heute glaubt kaum jemand mehr, dass es noch etwas Neues oder gar „Besseres“ geben kann in der Musik. Aktuelle, neue Musik war früher normal, heute nicht. Komponierte, zeitgenössische Lyrik brauchen wir.
Wenn ich mich frage, was für mich ein musikalischesErlebnis ist, ist es meist „Bach-Glück“ in dem, was er komponiert: Programmmusik, Formelschatz, symbolisch, verschlüsselt, Tod und Auferstehung in der Kunst der Fuge. Musik spricht. Ich mag auch Muffat, Zeitzeuge vieler verschiedener Stile, wie Bach.
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10. November 2024: Als Künstler wird man oft für verrückt gehalten. (Ivan Wyschnergradsky)
Foto: Orgelherbst Warburg
Ja, Klang ist etwas, was auch mich überflügelt. Der Propeller des Klangs, die Spaltung des Klangs, Dinge der Unmöglichkeit im Klang. Der Skandal des Klangs. Die gläserne Kutsche und Rasanz. Reicher, exzentrischer Klang. Als Künstlerin muss man Allrounder sein. Oder wie Schubart es schildert:
Tanzende Docken, Töne wie Glocken, Flößen ins Bluth, Rosigen Muth…
Heute erinnere ich an die Komponistin Marianne Martínez.
Ich liebe schnelle, virtuose Finger, brillante Läufe, die Sinnlichkeit an den Tasten, Akkordarbeit. Wenn man selbst weder unmöglich noch exzentrisch, weder gläsern, verwundbar noch skandalös ist, wie will man besonders klingen?
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9. November 2024: Tue deine Augen auf und gehe zu einem Baum und besinne dich. (Jakob Böhme)
Foto: Beckerath Orgel Altenberge
Heute erinnere ich an Elisabeth von Thüringen.
Ich freue mich auf mein Konzert in Warburg und Würzburg.
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Mein Konzert heute Abend in der Christuskirche war sehr schön: ein Klavierabend und ein Orgelkonzert. Ich habe beide Instrumente ordentlich durchgepustet, was auch echt mal wichtig war. Es ist mein zweites Konzert hier, 2023 und 2024.
Schwäbisch Hall ist underrated, vielleicht wegen dem Wort „Schwäbisch“. Die Altstadt ist eine verwunschene Märchenstadt voll niedrig kleiner Zwergenhäuser. Schiefe drollige Fachwerkhäuser türmen sich auf, dazu bunte Renaissancebauten mit nachts erleuchteten Erkern, Köpfen und Blumen. Hinter den Fenstern der Zwergenhäuser sitzen die Leute in urigen Weinstuben wie in Puppenstuben oder in einem Gemälde, spielen Karten und Würfelspiele und trinken Wein. Es geht unschuldig, laut und gemütlich zu. Im Grunde ist Schwäbisch Hall fränkisch; nur Sprache und Mentalität sind anders; es ist ja auch nah an der Grenze: Württembergisches Franken Hohenlohe.
Ich bin am hübschen Wettbach durch den Wald entlang gelaufen bis zur Stadt. Nach dem Konzert waren wir im Gräterhaus, dem ältesten Haus der Stadt. Hier befindet sich nun die Weinstube unverzichtbar.
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7. November 2024: Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen! (Platon)
Foto: Rieger-Orgel Brucknerhaus Linz
Unterwegs nach Schwäbisch Hall zum nächsten Konzert.
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6. November 2024: Und die gelben Blumen des Herbstes neigen sich sprachlos über das blaue Antlitz des Teichs. (Georg Trakl)
Foto: St. Petrus Kirche Mackenrode Hohenstein, Knauf Orgel
Ich liebe Farben auch!
Historische, romantische Knauf Orgel Kirche Mackenrode Südharz, Nordthüringen, ca. 10 km von Bleicherode, 2 M, 20 R
Die weiße Knauf-Orgel mit Manual (= HW) und Oberwerk ist meine 28. Knauf-Orgel. Sie ist mit Abstand die größte Knauf-Orgel der umliegenden Dörfer.
Hier muss dringend die Windanlage restauriert oder erneuert werden, da sie nicht dicht ist. Dadurch wimmert die Orgel, weil die Windversorgung schlecht ist. Die Balganlage zu restaurieren, ist sehr teuer. Bitte spendet! Auch einige Register sind momentan nicht mehr zu verwenden. Es wird ca. 100.000 € kosten, diese Orgel komplett zu restaurieren.
Evangelische Kirche, ehemals Grafschaft Hohenstein in Nordthüringen, Vorharz:
Im schönen Nordthüringen ca. 10 km von Bleicherode entfernt, steht diese romantische Orgel. Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.
Oben auf der Westempore in der hellen, schlichten Kirche in einem Friedhof steht das Instrument. Das Dorf besteht aus Fachwerkhäusern und Bauernhöfen.
Bleicherode war früher eine aufstrebende Stadt gewesen.
Der Südharz mit seinen Eichen, Wiesen, Seen, Bauernhöfern und Hügeln gefällt mir gut. Mylius (Dichter) kommt von hier. Natürlich war auch die Orgel sehr überrascht, mich zu treffen.
Hell zimtiger Klang in samtig trockener Akustik.
Warmer, weicher Klang in sprechender Akustik. Lebendiger Wind kann getreten werden und die Flöten sind wunderschön.
Die helle Fachwerk-Kirche in Friedrichsthal ist wunderschön.
Der mystische „Brocken“ glitzerte im Nebel.
Die schönen und besinnlichen Dörfer Schiedungen, Trebra und Gratzungen und viele andere brauchen dringend Hilfe und Förderung bei der Sanierung ihrer Orgeln.